DE2247495C2 - Lauffeldröhre - Google Patents
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- H01J25/34—Travelling-wave tubes; Tubes in which a travelling wave is simulated at spaced gaps
- H01J25/36—Tubes in which an electron stream interacts with a wave travelling along a delay line or equivalent sequence of impedance elements, and without magnet system producing an H-field crossing the E-field
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Lauffeldröhre nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bekanntlich ist eine Lauffeldröhre eine Elektronenstrahlröhre, die eine Verzögerungsleitung enthält, in
welcher ein Elektronenstrahl Energie an eine elektromagnetische Welle abgibt, die dem Eingang der Röhre
zugeführt wird, und deren Ausbreitungsgeschwindigkeit sehr nahe bei derjenigen der Elektronen des Elektronenstrahls
liegt, wobei die Verzögerungsleitung durch eine periodische lineare Struktur von Zellen oder
Elementen verschiedener Art gebildet ist, insbesondere von Hohlräumen, Schlitzen, die in Resonanz sein
können oder nicht, Leitungsabschnitten von mehr oder weniger komplizierten Formen, deren einfachste Formen
Wendeln, Interdigitalleitungen sind usw.
Die Betriebsweise solcher Lauffeldröhren ist an sich bekannt und kann entweder im kontinuierlichen Betrieb
oder im Impulsbetrieb erfolgen, wobei die beiden Betriebsweisen mit verschiedenen Erregungspegeln,
d.h. mit verschiedenen Pegeln der dem Eingang der Röhre zugeführten Welle durchgeführt werden.
Eine aus der DE-PS 8 41 767 bekannte Lauffeldröhre enthält eine Elektronenquelle, die gleichzeitig zwei
verschiedene Elektronenstrahlen liefern kann. Eine erste Verzögerungsleitung ist vorgesehen, welche die zu
verstärkende Hochfrequenzwelle empfängt und mit dem Elektronenstrahl in Wechselwirkung treten kann.
Ferner ist eine zweite Verzögerungsleitung vorgesehen, die in der Ausbreitungsrichtung der Elektronenstrahlen
hinter der ersten Verzögerungsleitung liegt und mit dieser über eine Anpassungsverzögerungsleitung verbunden
ist Dabei kann die zweite Verzögerungsleitung mit dem zweiten Elektronenstrahl in Wechselwirkung
treten. An die zweite Verzögerungsleitung ist der Ausgang angeschlossen, der die Hochfrequenzwelle
abgibt. Die beiden Elektronenstrahlen werden gleichzeitig erzeugt und sind miteinander elektromagnetisch
gekoppelt
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Lauffeldröhre, die mit zwei verschiedenen Ausgangspegeln
betrieben werden kann, ohne einen schlechteren Wirkungsgrad bei niedrigerem Ausgangspegel in Kauf
nehmen zu müssen.
Lauffeldröhren bekannter Art, die nur eine einzige Verzögerungsleitung aufweisen und mit einem einzigen
Elektronenstrahl arbeiten, können diese Bedingung nur sehr schwierig erfüllen, weil der Übergang von einer
Betriebsart zur anderen bei solchen Röhren im allgemeinen durch eine Änderung des Strahlstroms
erhalten wird, so daß es unter diesen Bedingungen schwierig ist, den Wirkungsgrad für die beiden
Betriebsarten zu optimalisieren. Eine solche Bedingung ist natürlich noch schwieriger zu erfüllen, wenn es
außerdem erwünscht ist, augenblicklich von einem Leistungspegel zum anderen überzugehen.
Gemäß der Erfindung wird die oben genannte Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1
gelöst.
Die Lauffeldröhre nach der Erfindung ermöglicht eine Änderung von wenigstens 1OdB zwischen den
beiden gewählten Betriebspegeln, und zwar bei optimalem Wirkungsgrad bei beiden Betriebspegeln.
Bei der ersten Betriebsart mit niedrigem Pegel wird nur einer der beiden Elektronenstrahlen angewendet,
während bei der zweiten Betriebsart mit hohem Pegel die beiden Elektronenstrahlen gleichzeitig unter später
genauer angegebenen Bedingungen zur Anwendung kommen.
Gemäß einer besonderen Ausführungsform enthält die Lauffeldröhre zwischen einer doppelten Elektronenquelle
und einer Fangelektrode eine doppelte HF-Struktur. Zwei gleichachsige getrennte Elektronenstrahlen,
von denen der erste rohrförmige Elektronenstrahl den zweiten zylindrischen Elektronenstrahl
umgibt, werden konzentrisch von zwei getrennten Elektronenstrahlsystemen emittiert, von denen das eine
aus einer ringförmigen Katode und einer Anode gebildet ist, während das andere von einer kugelkalottenförmigen
Katode und einer weiteren Anode gebildet ist. Die beiden Elektronenstrahlen werden verschiedenen
Beschleunigungsspannungen ausgesetzt, wobei die Beschleunigungsspannung des rohrförmigen Elektronenstrahls
kleiner als die Beschleunigungsspannung des
zylindrischen Elektronenstrahls ist, und die doppelte
H F-Struktur besteht aus einer ersten Verzögerungsleitung mit hohem Verzögerungsgrad und aus einer
zweiten Verzögerungsleitung mit niedrigerem Verzögerungsgrad, die mit der ersten Verzögerungsleitung über
einen Übergang mit veränderlichem Verzögerungsgrad verbunden ist.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Eitindung sind in
den Unteransprüchen angegeben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung >st in der
Zeichnung dargestellt Darin zeigt
F i g. 1 die Gesamtanordnung der Lauffeldröhre und
Fig.2 eine Detailansicht der Elektronenoptik des
doppelten Elektronenr.trahlsystems der Lauffeldröhre in einem halben Längsschnitt
F i g. 1 zeigt schematisch:
— das erste Eiektronenstrahlsystem 1 mit einer
kreisringförmigen Katode 11, einer Anode 12 und einer zwischen diesen beiden Elektroden angeordneten
Wehneltelektrode 13;
— das zweite Eiektronenstrahlsystem 2, das gleichachsig zu dem ersten Eiektronenstrahlsystem
angeordnet ist mit einer scheibenförmigen Katode 21, einer Anode 22, einer Wehneltelektrode 23 und
einem vor der Katode 21 parallel dazu angeordneten Sperrgitter 24.
Die Katoden 11 und 21 haben konstruktionsbedingt vom Innern der Röhre her gesehen sine Konkavität, die
durch die Geometrie der Gesamtanordnung bedingt ist, und die rotationssymmetrischen Anoden 12 und 22
haben Profile, die an die Krümmungen der Erzeugenden der Elektronenstrahlen 10 und 20 angepaßt sind, die von
der Katode 11 bzw. der Katode 21 emittiert werden. Die
ganze Anordnung ist nach dem klassischen Verfahren ausgebildet, die zur Festlegung der Elektronenoptik der
Elektronenstrahlsysteme von Lauffeldröhren angewendet werden. Diese Verfahren sind an sich bekannt, so
daß ihre Erläuterung im Rahmen der vorliegenden Beschreibung nicht erforderlich ist.
Die Katoden 11 und 21, die insbesondere Oxidkatoden sein können, werden durch Heizdrähte 19 bzw. 29
mit einer an die Katoden angepaßten Form auf ihre optimale Betriebstemperatur gebracht.
Die Anode 12 des Elektronenstrahlsystems 1, die von allen übrigen Elektroden isoliert ist, ermöglicht die
Einstellung des Strahlstroms dieses Elektronenstrahlsystems. Die Wehneltelektrode 13 des Elektronenstrahlsystems
1 ist so konstruiert, daß ihr inneres Profil eine Fortsetzung des Profils der Anode 22 des Elektronenstrahlsystems
2 darstellt. Die Katode 11, die Wehneltelektrode 13 des Elektronenstrahlsystems 1 und die
Anode 22 des Elektronenstrahlsystems 2 sind elektrisch miteinander verbunden.
Die richtige Fokussierung des rohrförmigen Elektronenstrahls 10 für sich allein einerseits und die
gemeinsame Fokussierung des rohrförmigen Elektronenstrahls 10 und des zylindrischen Elektronenstrahls 20
andererseits erfolgt, wie in Fig. 2 gezeigt ist, durch die
ausgeklügelte Anordnung eines Polteils 3 und einer magnetischen Abschirmung 4 in bezug auf die
Elektronenstrahlsysteme 1 und 2.
Die HF-Struktur enthält zwei Verzögerungsleitungen 5 und 6, die durch einen Übergang 7 miteinander
verbunden sind. Die erste Verzögerungsleitung 5 enthält, wie bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
als nichteinschränkendes Beispiel angegeben ist, eine Wendel 51, die mit dem Eingang 50 der Röhre
verbunden ist und eine Wendel 52, die mit dtm Ausgang
60 der Röhre verbunden ist und von der Wendel 51 durch eine Unterbrechung 53 getrennt ist, die die
Gefahr des Auftretens von Reflexionsschwingungen einschränken soll. Die zweite Verzögerungsleitung 6 hat
einen niedrigeren Verzögerungsgrad als die erste Verzögerungsleitung 5. Es ist jedoch hervorzuheben,
daß außer den hier als Beispiel dargestellten Wendeln liuch beliebige andere Konfigurationen für die Verzögerungsleitungen
gewählt werden können, beispielsweise die Hohlraumstrukturen, Interdigitalleitungen mit
Schlitzen oder Flügeln, kettenleiterförmige Interdigitalleitungen usw.
Die aus den Elektronenstrahlsystemen 1 und 2 und der HF-Struktur 5, 6, 7 gebildete Anordnung, ergänzt
durch eine gleichachsige Fangelektrode 8, ist in einen vakuumdichten Kolben eingesetzt der entsprechend
der üblichen Praxis bei Lauffeldröhren in dem die Verzögerungsleitungen 5 und 6 umgebenden Teil einen
kleineren Durchmesser als in dem den Elektronenstrahlsystemen 1 und 2 gegenüberliegenden Teil aufweist; dies
ermöglicht eine genaue Fokussierung der beiden Elektronenstrahlen mit Hilfe eines Magnetfeldes, das
durch eine Magnetspule 9 erzeugt wird, die über die ganze Länge des einspringenden Teils des Röhrenkolben
angeordnet ist.
Die beschriebene Lauffeldröhre arbeitet in folgender Weise:
Im normalen Betrieb wird an die Katode 11 des Elektronenstrahlsystems 1 eine negative Spannung in
bezug auf die Anode 12 und die Verzögerungsleitung 5 derart angelegt, daß die Geschwindigkeit der Elektronen
des rohrförmigen Elektronenstrahls gleich der Phasengeschwindigkeit der sich entlang der Verzögerungsleitung
5 ausbreitenden HF-Welle ist. Die zweite Verzögerungsleitung 6 mit dem niedrigeren Verzögerungsgrad
ist dann vollkommen passiv; sie bewirkt ausschließlich die Übertragung der verstärkten Welle
to zum Ausgang 60 der Röhre.
Beim Übergang zu der zweiten möglichen Betriebsart der Röhre wird auch an die Katode 21 des
Elektronenstrahlsystems 2 eine in bezug auf die Anode 22 negative Spannung angelegt, wobei die Verzögerungsleitung
6 elektrisch mit der Anode 22 verbunden ist. Bei dieser Betriebsart wird die zwischen der Katode
21 und der Anode 22 angelegte Spannung so eingestellt, daß dem von der Katode 21 abgegebenen vollen
Elektronenstrahl eine Geschwindigkeit erteilt wird, die im wesentlichen gleich der Phasengeschwindigkeit der
sich entlang der Verzögerungsleitung 6 ausbreitenden HF-Welle ist.
Die erste Betriebsart findet im kontinuierlichen Betrieb statt, während die zweite Betriebsart beim
Impulsbetrieb angewendet wird, der durch das Sperrgitter 24 erhalten wird, das durch Anlegen einer
entsprechend bemessenen Spannung in bezug auf die Katode 21 die Unterbrechung der von dieser Katode
kommenden Elektronenemission ermöglicht. Außerdem wird die zwischen der Katode 21 und der Anode 22 des
Elektronenstrahlsystems 2 angelegte Spannung einerseits und die Stromstärke des vollen Elektronenstrahls
20 andrerseits wesentlich größer als die entsprechenden Werte des rohrförmigen Elektronenstrahls 10 bemessen,
r*ie bei der ersten Betriebsart vorkommen.
Die von der Verzögerungsleitung 6 bei der zweiten Betriebsart verstärkte Welle weist also einen wesentlich
höheren Pegel auf als die von der Verzögerungsleitung
5 bei der ersten Betriebsart verstärkte Welle; dies ist die
Folge des Energieniveaus des Elektronenstrahls, das bei der ersten Betriebsart zur Anwendung kommt, und der
Kaskadenverstärkung, die sich aus dem Durchgang des Elektronenstrahls nacheinander durch das Innere der
beiden Verzögerungsleitungen 5 und 6 ergibt.
Es ist zu bemerken, daß die Verzögerungsleitung 6 unter diesen Bedingungen einen geringeren Verzögerungsgrad
als die Verzögerungsleitung 5 aufweisen muß, da der Verzögerungsgrad einer Verzögerungsleitung,
die bei einer Lauffeldröhre mit einem Elektronenstrahl in Wechselwirkung steht, unter sonst gleichen Bedingungen
bekanntlich um so kleiner sein muß, je größer die Beschleunigungsspannung des Elektronenstrahls ist,
der mit ihr in Wechselwirkung kommt.
Als Beispiel können die folgenden Zahlenwerte angegeben werden, die den beiden Betriebsarten
entsprechen:
— im kontinuierlichen Betrieb wird beim Anlegen einer Spannung von —3000 V an die Katode 11 des
Elektronenstrahlsystems 1 und mit einem Strahlstrom des Elektronenstrahls 10 (Fig. 2) von
300 mA, der eine Ausgangsleistung von 200 W ergibt, eine Verstärkung von 25 dB erhalten;
— im Impulsbetrieb wird beim Anlegen einer Spannung von — 12 000 V an die Katode 21 und mit einem Strahlstrom des Elektronenstrahls 20 von ) 800 mA, der eine Ausgangsleistung von 2 kW
— im Impulsbetrieb wird beim Anlegen einer Spannung von — 12 000 V an die Katode 21 und mit einem Strahlstrom des Elektronenstrahls 20 von ) 800 mA, der eine Ausgangsleistung von 2 kW
ergibt, eine Verstärkung von 35 dB erhalten.
Beim Übergang von der einen Betriebsart zu der anderen Betriebsart erhält man also eine Verstärkungs-
Ki änderung von 35 — 25 = 1OdB zwischen den diesen
beiden Betriebsarten entsprechenden Pegeln.
Infolge dieser Betriebsweise sind die beschriebenen Lauffeldröhren besonders als Senderöhren bei Mehrfunktions-Radargeräten
geeignet, die beispielsweise als
ι) Doppler-Geräte im Dauerstrichbetrieb oder als Impulsradargeräte
arbeiten, sowie auch bei Abwehrgeräten, bei denen mit einer kontinuierlichen Rauschsendung
eine Hochleistungs-Impulssendung kombiniert ist, die zur Erzeugung von Echos mit veränderlicher Laufzeil
2(i dient. Dabei dient der kontinuierliche Teil zur Störung
der wahren Echos, während der Impulsteil falsche Echos erzeugt, die von dem gegnerischen Empfänger fälschlich
interpretiert werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Lauffeldröhre für die Verstärkung einer Hochfrequenzwelle, mit einer Elektronenquelle, die
einen ersten Elektronenstrahl und gleichzeitig mit diesem einen zweiten Elektronenstrahl liefert, einer
ersten Verzögerungsleitung, weiche die zu verstärkende Hochfrequenzwelle empfängt, und mit dem
ersten Elektronenstrahl in Wechselwirkung tritt, einer zweiten Verzögerungsleitung, die in der
Ausbreitungsrichtung der Elektronenstrahlen hinter der ersten Verzögerungsleitung liegt und mit dieser
über eine Anpassungsverzögerungsleitung verbunden ist, wobei die zweite Verzögei ungsleitung mit
dem zweiten Elektronenstrahl in Wechselwirkung tritt, und mit einem an die zweite Verzögerungsleitung
angeschlossenen Ausgang, der die Hochfrequenzwelle abgibt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Elektronenquelle (1, 2) selektiv entweder nur den ersten Elektronenstrahl oder den
ersten und den zweiten, sich mit größerer Energie in der gleichen Richtung wie der erste Elektronenstrahl
ausbreitenden Elektronenstrahl liefert, und daß die Hochfrequenzwelle entweder durch die
Wechselwirkung zwischen dem ersten Elektronenstrahl und der ersten Verzögerungsleitung (5) allein
oder durch diese Wechselwirkung in Verbindung mit der Wechselwirkung zwischen dem zweiten Elektronenstrahl
und der zweiten Verzögerungsleitung (6) verstärkt ist.
2. Lauffeldröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Verzögerungsleitungen
(5, 6) und die Anpassungsverzögerungsleitung (7) gleichachsige zylindrische Wendeln aus einem
Leiterdraht sind, durch deren Inneres die beiden Elektronenstrahlen gehen, daß der eine Elektronenstrahl
ein voller zylindrischer Elektronenstrahl ist, und daß der andere Elektronenstrahl ein rohrförmiger
Elektronenstrahl ist, der zu den anderen Elektronenstrahlen und zu den Wendeln gleichachsig
ist.
3. Lauffeldröhre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der mit den beiden Verzögerungsleitungen (5, 6) in Wechselwirkung tretende
Elektronenstrahl der volle Elektronenstrahl ist.
4. Lauffeldröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mit der zweiten Verzögerungsleitung
(6) in Wechselwirkung tretende Elektronenstrahl impulsmoduliert ist.
50
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