DE2245437B2 - Kugellager für Längs- und Drehbewegungen - Google Patents
Kugellager für Längs- und DrehbewegungenInfo
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Description
deutschen Offenlegungsschrift 15 75 608 beschrieben sind, nicht der Fall isL
Die Erfindung ist nachstehend an Hand einer Zeichnung näher erläutert.
!n der Zeichnung, in welcher gleiche Teile durchgehend mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet sind,
zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Kugellagers einschließlich der Abwälzstäbe und der
Kugeln, ,o
Fig.2 eine Stirnansicht des Kugellagers gemäß
Fig. 1,
F i g. 3 einen Querschnitt durch ein eingebautes Kugellager gemäß F i j*. I, wobei einige Teile zur Verdeutlichung
weggelassen sind,
F i g. 4 einen Längsschnitt durch das Kugellager gemäß F i g. 3 längs der Linie 4-4 in dieser Figur,
F i g. 5 eine Draufsicht auf ein Segment eines Kugellagers gemäß Fig. 1,
F i g. 6 einen Längsschnitt durch das Segment gemäß F i g. 5 längs der Linie 6-6 in dieser Figur,
F i g. 7 eine Unteransicht eines Segments für ein Kugellager gemäß Fig. 1,
F i g. 8 eine Stirnansicht eines Segments für ein Kugellager gemäß Fi g. 1,
F i g. 9 einen Querschnitt durch das Segment gemäß F i g. 5 längs der Linie 9-9 in dieser Figur, und zwar in
vergrößertem Maßstab und
F i g. 10 einen Querschnitt durch einen Teil des Segments gemäß F i g. 5 längs der Linie 10-10 in dieser Figur.
In den F i g. 1 bis 4 der Zeichnung ist das kombinierte
Linear- und Drehkugellager gemäß der Erfindung insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet. Dieses
Kugellager kann in einem äußeren Mantel bzw. in einem Gehäuse 12 angeordnet sein sowie auf einer
Welle 14. Der Kugellagerkäfig ist insgesamt mit dem Bezugszeichen 16 bezeichnet. Wie nachstehend noch
näher erläutert werden soll, besitzt der Kugeliagerkäfig 16 eine Anzahl von Pfaden 18 für belastete Kugeln und to
eine Anzahl von Pfaden 20 für unbelastete Kugeln. Verbindungspfade 22 in der Nähe der Stirnseiten des Kugellagerkäfigs
16 verbinden die Enden der Pfade für die belasteten Kugeln mit den Enden der Pfade 20 für die
unbelasteten Kugeln. Zwischen den Pfaden für die belasteten Kugeln und dem Gehäuse 12 sind Abwälzstäbe
24 angeordnet, welche derart mit den Kugeln 26 zusammenwirken, daß diese in belasteter Wirkverbindung
mit den Abwälzstäben 24 und der Welle 14 stehen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die
Abwälzstäbe 24 mit konischen Enden 28 versehen, welche von den Kugeln 26 erfaßt werden, wenn diese sich
durch die gekrümmten Verbindungspfade bewegen, wodurch den Abwälzstäben 24 eine Drehbewegung erteilt
wird.
Die F i g. 5 bis 10 zeigen Einzelheiten der Segmente,
aus denen der Käfig 16 hergestellt ist, wobei jedes Segment insgesamt mit dem Bezugszeichen 30 bezeichnet
ist. Wie weiter unten noch ausgeführt werden soll, besteht der Käfig bei dem hier betrachteten, bevorzugten
Ausführungsbeispiel aus acht Segmenten 30. Die Segmente 30 werden aus einem geeigneten Material gegossen,
beispielsweise aus Zink, Aluminium od. dgl. Jedes Segment 30 besitzt eine zylinderförmig gekrümmte
Innenfläche 32 sowie eine ebenfalls zylinderförmig gekrümmte Außenfläche 34 und Längsseiten 36 und 38,
die in radial zur Längsachse des Kugellagers verlaufenden Ebenen liegen.
Jedes der Segmente 30 besitzt eine in axialer Rkhtung
verlaufende Aussparung 40, und zwar unmittelbar an der Längsseite 36. Die Tiefe der Aussparung 40 in
radialer Richtung ist etwas größer als die halbe Stärke des Segmentes 30, so daß diese Nut oder Aussparung
40 einen Pfad 20 für unbelastete Kugeln zu bilden vermag, wie dies noch beschrieben werden soll.
Jedes der Segmente 30 besitzt ferner gekrümmte Aussparungsteile 42 und 44, und zwar in der Nähe seiner
stirnseitigen Enden, wobei die gekrümmten Aussparungsteile von den Enden der Aussparung 40 zu gekrümmten
Schlitzteilen 46 und 48 eines in axialer Richtung verlaufenden Schlitzes 50 verlaufen, der zwischen
den Längsseiten 36 und 38 in dem Segment 30 vorgesehen ist. Es versteht sich, daß die gekrümmten Aussparungsteile
ausgehend von der Aussparung 40 bis zu den gekrümmten Schlitzteilen 46 und 48 des Schlitzes 50
allmählich tiefer werden. Der Schlitz 50 ist im Querschnitt so ausgebildet, daß sich angrenzend an die Innenfläche
32 des Segments 30 Haltelippen 52 und 54 ergeben.
Jedes der Segmente 30 ist mit einem Paar von sich in Umfangsrichtung erstreckenden Nockenelementen
bzw. Zapfen 56 und 58 versehen, welche an der Längsseite 38 im axialen Abstand voneinander angeordnet
sind. Die Abmessungen der Zapfen 56 und 58 sind so, daß die Zapfen an einem Segment bei zusammengebautem
Kugellager in die gekrümmten Verbindungspfade des benachbarten Elements hineinpassen, so daß
die Längsseite 38 des einen Segments sich gegen die Längsseite 36 des benachbarten Segments abstützt und
den Pfad 20 für die unbelasteten Kugeln vervollständigt. Darüber hinaus besitzen die Zapfen einen im wesentlichen
dreieckigen Querschnitt, wie dies Fig. 10 zeigt, so daß sie auch die Verbindungspfade 22 in dem
zusammengesetzten Kugellager vervollständigen.
Beim Zusammenbau des erfindungsgemäßen Kugellagerkäfigs 16 wird zunächst eine Anzahl von Segmenten
30 derart zusammengesetzt, daß sich ein geschlossener, langgestreckter Ring ergibt, wobei die Zapfen 56
und 58 an jedem Segment jeweils in das benachbarte Segment hineinragen, und zwar so, daß sie dort über
den gekrümmten Aussparungsteilen 42 und 44 liegen. Nachdem dies erfolgt ist, liegen die Längsseiten 36 und
38 benachbarter Segmente 30 aneinander an. Bei dem dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispiei besteht
der Kugellagerkäfig 16 aus acht Segmenten. Es versteh· sich jedoch, daß je nach Anzahl der erwünschten
Pfade für die Kugeln auch eine größere oder kleinere Anzahl von Segmenten verwendet werden kann.
Nachdem die einzelnen Segmente zusammengesetzt sind und sich in einer Halterung befinden, werden die
Kugeln 26 und die Abwälzstäbe 24 in den Kugellagerkäfig eingesetzt. Beim Herausnehmen dieser Anordnung
aus der Halterung wird ein Mantel, wie z. B. der Mantel 12, darübergeschoben, und das Lager kann nunmehr
installiert werden.
Aus den Zeichnungen und der vorstehenden Beschreibung wird deutlich, daß die Segmente 30 des erfindungsgemäßen
Kugellagers in wesentlich einfacheren Formen hergestellt werden können als ein einstükkig
ausgebildeter Kugellagerkäfig. Nach Herstellung aer Form für die Segmente kann eine Vielzahl dieser
Segmente aus einem geeigneten Material, wie z. B. Zink, Aluminium od. dgl., gegossen werden.
Mit dem AG wurde ein neuartiges, aus einzelnen Segmenten zusammengesetztes Kugellager geschaffen,
des sich für Längs- und Drehbewegungen einer Welle
eignet. Das erfindungsgemäße Kugellager läßt sich ferner durch Gießen der einzelnen Segmente mit einem
Kostenaufwand herstellen, welcher beträchtlich geringer ist als die Kosten für das Gießen eines einstückigen
Kugellagerkäfigs ähnlichen Aufbaus. Hinzu kommt noch, daß der aus Segmenten aufgebaute Kugellagerkäfig
kein besonderes Nockenelement für die Umlenkung der Kugeln benötigt. Obwohl vorstehend Abwälzstäbe
mit konischen Enden beschrieben wurden, versteht es sich, daß die Enden der Belastungswalzen auch
in anderer Weise ausgestattet werden könnten, beispielsweise quadratisch. Des weiteren wurde vorstehend
erwähnt, daß die Segmente des Kugellagers aus Metall, wie z. B. Zink, hergestellt werden können. An
dieser Stelle soll ergänzend darauf hingewiesen wer-
S den, daß die aus Zink bestehenden Gußteils, falls dies erwünscht ist, mit Chrom oder Nickel plattiert werden
können. Die Segmente können schließlich auch ausreichend dick gemacht werden, um zwei Abwälzstäbe aufnehmen
zu können, wie dies in einer USA.-Anmeldung
ίο vorgeschlagen wurde.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Ä7Q
Claims (8)
1. Kugellager für Längs- und Drehbewegungen mti zylindrischem Kugelkäfig aus mehreren länglichen,
von mindestens einer zylindrischen Hülse umschlossenen metallischen Segmenten, von denen jedes
einen axialen Schlitz mit gekrümmten Schlitzteilen an seinen Enden und eine in Umfangsrichtung
im Abstand von dem Schlitz angeordnete axiale Aussparung mit gekrümmten Aussparungsteilen an
ihren Enden besitzt, wobei die Segmente derart gegeneinander ausgerichtet sind, daß die gekrümmten
Enden der Schlitze und Aussparungen Verbindungspfade zwischen je einem Schlitz und je einer Aus-
sparung bilden, so daß sich für die Kugeln endlose Laufschleifen ergeben, dadurch gekennzeichnet,
daß die Segmente (30) durch eine einzige sie unmittelbar umschließende zylindrische
Hülse (12) mit durchgehend glatter Innenwand in radialer Richtung und durch angeformte Elemente
(56, 58) in axialer Richtung gegenseitig gesichert sind, wobei die radiale Höhe der Segmente größer
ist als der Durchmesser der Kugeln (26), und daß in den Schlitzen (50) in radialer Richtung über den die
Belastung aufnehmenden Kugeln gegenüber der Hülse abgestützte drehbare kreiszylindrische Abwälzstäbe
(24) vorgesehen sind.
2. Kugellager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze (50) zwischen den Längs-Seiten
(36,38) benachbarter Segmente (30) liegen.
3. Kugellager nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die gekrümmten Schlitzteile (46,48) in
Richtung auf eine der Längsseiten (36) gekrümmt sind, daß die Aussparung (40) längs dieser Längsseite
(36) vorgesehen ist und daß die gekrümmten Aussparungsteile (42, 44) in Richtung auf die andere
Längsseite (38) gekrümmt sind.
4. Kugellager nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die an die mit der Aussparung (40)
versehene Längsseite (36) eines Segments (30) angrenzende Längsseite (38) eines benachbarten Segments
(30) einen Teil der Wandung des Pfades (20) für die unbelasteten Kugeln (26) bildet.
5. Kugellager nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlitz (50) im Querschnitt so ausgebildet ist, daß sich an der Innenfläche (32) jedes
der Segmente (30) längs des Schlitzes (50) Haltelippen (52,54) für die Kugeln (26) ergeben.
6. Kugellager nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekenn2:eichnet, daß die Elemente (56,58) zum gegenseitigen
Ausrichten der Segmente (30) an der einen Längsseite (38) derselben in axialem Abstand voneinander
angeordnete Zapfen (56, 58) sind, die in das benachbarte Segment (30) im Bereich der gekrümmten
Aussparungsteile (42,44) hineinragen.
7. Kugellager nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zapfen (56, 58) einen im wesentlichen
dreieckigen Querschnitt besitzen (Fig. 10) und eimen Teil der Wandung der Verbindungspfade
(22) bilden.
8. Kugellager nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aussparungen (40) zur Außenfläche (34) der Segmente (30) offen sind.
65 Die Erfindung betrifft ein Kugellager für Längs- und Drehbewegungen mit zylindrischem Kugelkäfig aus
mehreren länglichen, von mindestens einer zylindrischen Hülse umschlossenen metallischen Segmenten,
von denen jedes einen axialen Schlitz mit gekrümmten Schlitzteilen an seinen Enden und eine in Umfangsrichtung
im Abstand von dem Schlitz angeordnete axiale Aussparung mit gekrümmten Aussparungsteilen an ihren
Enden besitzt, wobei die Segmente derart gegeneinander ausgerichtet sind, daß die gekrümmten Enden
der Schlitze und Aussparungen Verbindungspfade zwischen je einem Schlitz und je einer Aussparung bilden,
so daß sich für die Kugeln endlose Laufschleifen ergeben. Ein derartiges Kugellager ist bereits aus der USA.-Patentschrift
32 65 449 bekannt Bei dem bekannten Kugellager besitzen die Segmente eine radiale Höhe,
die geringer ist als der Durchmesser der Kugeln und sind von einer ersten Hülse umschlossen, in welcher
Ausnehmungen vorgesehen sind, die zusammen mit zugeordneten Aussparungen in den Segmenten Führungen
für die unbelasteten Kugeln bilden, während sich die die belasteten Kugeln an der Innenseite der Hülse
abstützen und über die Innenseite der Segmente vorstehen. Es hat sich gezeigt, daß der Zusammenbau eines
denrtigen Kugellagers und die Herstellung der die Segmente umschließenden Hülse relativ teuer sind, und
daß die Gefahr besteht, daß die Aussparungen in den Segmenten nicht genau mit den Ausnehmungen in der
Hülse fluchten, was zu einem erhöhten Verschleiß und zu höheren Reibungsverlusten führt.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, die
Herstellungs- und Montagekosten für derartige Kugellager zu senken und eine erhöhte Betriebssicherheit zu
gewährleisten.
Diese Aufgabe wird durch ein Kugellager der eingangs beschriebenen Art gelöst, welches gemäß der Erfindung
dadurch gekennzeichnet ist, daß die Segmente durch eine einzige sie unmittelbar umschließende zylindrische
Hülse mit durchgehend glatter Innenwand in radialer Richtung und durch angeformte Elemente in
axialer Richtung gegenseitig gesichert sind, wobei die radiale Höhe der Segmente größer ist als der Durchmesser
der Kugeln, und daß in den Schlitzen in radialer Richtung über den die Belastung aufnehmenden Kugeln
gegenüber der Hülse abgestützte drehbare kreiszylindrische Abwälzstäbe vorgesehen sind.
Ein Kugellager, bei welchem die radiale Höhe der Segmente größer ist als der Kugeldurchmesser und bei
welchem in den Schlitzen oberhalb der belasteten Kugeln kreiszylindrische Stäbe vorgesehen sind, ist bereits
aus der USA.-Patentschrift 34 76 445 bekannt. Diese Patentschrift zeigt jedoch im übrigen eine Konstruktion,
bei der die Verbindungspfade zwischen den Schlitzen, in denen die belasteten Kugeln laufen, und den
Aussparungen, in denen die unbelasteten Kugeln laufen, durch rohrförmige Verbindungsstücke an den
Stirnseiten des Kugellagers gebildet werden, so daß diese bekannte Konstruktion verhältnismäßig schwierig
zu montieren und teuer in der Herstellung ist.
Demgegenüber können die Segmente des Kugellagers gemäß der Erfindung in einfachen Formen vorzugsweise
einstückig gegossen werden, und es ergibt sich nur ein sehr geringer Montageaufwand, während
gleichzeitig eine hohe Präzision und Lebensdauer gewährleistet ist, was beispielsweise bei den ebenfalls
recht billig herstellbaren und vergleichsweise einfach montierten Kunststoffkugellagern, wie sie z. B. in der
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