DE222340C - - Google Patents

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DE222340C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16JPISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
    • F16J9/00Piston-rings, e.g. non-metallic piston-rings, seats therefor; Ring sealings of similar construction
    • F16J9/10Special members for adjusting the rings

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Pistons, Piston Rings, And Cylinders (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 222340 KLASSE 47/. GRUPPE
RICHARD FESTER in DRESDEN.
Dichtungsanordnung durch aufgeschnittene Liderungsringe.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Januar 1908 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine neue Dichtungsanordnung, für Schieber, Kolben, Kolbenschieber usw. Die bei solchen Konstruktionsgliedern verwendeten Liderungsringe sind geschlitzt, damit sowohl den veränderlichen WärmeveThältnissen als auch der unvermeidlichen Abnutzung Rechnung getragen werden kann.. Durch das Aufschlitzen wird nun zwar für ein stetiges Anliegen der Liderungsringe an die Gleitflächen gesorgt, es müssen jedoch noch weitere Maßregeln ergriffen werden, um die Nachteile zu vermeiden, daß an der Schnittstelle Arbeitsdampf, Druckluft usw. entweichen kann und die Ringe durch fortschreitende Abnutzung ihre Federkraft vorzeitig verlieren. Diese Nachteile verhindert die vorliegende Erfindung; deren Wesen ist die Möglichkeit der exzentrischen Bewegung während des Betriebes zwischen Dichtungsring und Kolbenkörper bis zu einem gewissen, durch die Konstruktion bestimmten Betrage und die Begrenzung der exzentrischen Bewegung bei Erreichung dieses Betrages.
Der Liderungsring ist zu diesem Zweck mit zwei sich gegenüberliegenden Verstärkungen versehen, deren eine ,die Schnittstelle enthält. Diese wird von einem allseitig abdichtenden Kreuzkeil oder mehreren derselben geschlossen.
Der Schnittstellenverstärkung entspricht eine Aussparung im Kolbenkörper, so daß die radialen Flanken der Verstärkung sich gegen die entsprechenden Flächen im Kolbenkörper anlegen können. Die andere Ringverstärkung zeigt sowohl in tangentialer als auch in radialer Richtung ein gewisses Spiel gegen den Kolbenkörper und ist auf derjenigen Seite des Schiebers usw. angeordnet, auf welcher die unvermeidliche Abnutzung infolge des Eigengewichts und des Betriebs zu erwarten ist.
Der Erfindungsgegenstand wird in der Zeichnung durch die Fig. 1 bis 3 veranschaulicht.
Der Schieberkörper α besitzt auf beiden Seiten zylindrische Ansätze, auf welche die Dichtungsringe b aufgeschoben werden. Die Deckel c halten die letzteren in ihrer Lage fest. In den zylindrischen Ansätzen sind oben und unten Aussparungen vorgesehen, welche die Ringverstärkungen aufnehmen. Hierdurch wird ein Verdrehen der Ringe verhindert und erreicht, daß die Schlußstelle stets auf dem oben in der Schieberbüchse befindlichen breiten Stege laufen muß. Die Flanken d der oberen Ringverstärkungen an der Schnittstelle legen sich nach dem Einlaufen des Schiebers gegen die Flanken e der im Schieberkörper vorgesehenen Aussparung. Hierdurch wird der unter dem Ringe vorhandene Arbeitsdruck unschädlich und der Kolbenschieber zu einem entlasteten Schieber gemacht. Die obere Aussparung ist so dimensioniert, daß bei neu eingesetzten Ringen zwischen den Flanschen d und e nur etwa V2 mm Spielraum verbleibt. Bei eintretender Abnutzung und bei der den Ring aufbiegenden Wirkung des Betriebsdruckes wird somit ein das Spiel übersteigendes Auseinandergehen des Ringes verhindert und dadurch die Entlastung bewirkt.
Die untere Verstärkung des Dichtungsringes wird so bemessen, daß bei zentrischer Lage
von Ring und Kolbenkörper zwischen ihr und dem letzteren ein Spielraum von etwa ι mm in radialer Richtung vorhanden ist. Dadurch ist das Senken des Sehieberkolbenkörpers ermöglicht und zugleich bei Erschöpfung des gegebenen Spielraums begrenzt. Der Kolbenkörper kann sich während des Betriebs den Ringen gegenüber exzentrisch bewegen, und zwar so lange, bis er sich infolge der durch sein Eigengewicht und den
. Betriebsdruck herbeigeführten Abnutzung, die sich auch auf die Grund- und Stopfbüchsen erstreckt, auf die untere Verstärkung auflegt, eine Anordnung, die für wagerechte Schieber wesentliche Bedeutung hat. Der Ring bekommt somit das Körpergewicht erst zu tragen, wenn dieser Spielraum aufgebraucht ist. Durch das Senken des Körpers werden die radialen Ansätze e-e etwas freigelassen, so daß sich der Ring vermöge seiner Spannung immer wieder an die' Schieberbüchsenwand dicht anlegen kann und dabei die Entlastung gesichert bleibt.
Die Ringe b werden zweckmäßig etwas größer ausgeführt, als es der Schieberbüchsenbohrung entsprechen würde. Die Spaltbreite χ (s. Fig. 3) wird so groß gemacht, daß sie bei neu eingesetztem Ringe noch etwa 1 mm beträgt. Der Ring besitzt dann eine geringe Spannung, die das Anlegen der Lauffläche an die Schieberbüchsenwand ermöglicht.
An den Enden der Ringe sind zweckmäßig zueinander senkrechte Schlitze vorgesehen. In diese werden Einsatzstücke f und g derart kreuzkeilartig eingebracht, daß der Ring zwar federn kann, aber doch das Dichthalten gewahrt bleibt. Diese Kreuzkeile können auch bei breiten Ringen doppelt eingebracht werden, was die Möglichkeit bietet, bei Kolbenschiebern mit federnden Ringen den Tricksehen Kanal zur Anwendung zu bringen. Es wird durch die doppelten Kreuzkeile dann eine gute Abdichtung der Ringschnittstelle nach beiden Schieberseiten gewährleistet.
Ebenso wie für Kolbenschieber läßt sich die beschriebene Anordnung auch für Schieber, Kolben usw. entsprechend verwenden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Dichtungsanordnung durch aufgeschnittene, mittels Kreuzkeils abgedichtete und mit in Aussparungen am Kolbenkörper eingreifende Verstärkungen versehene Liderungsringe, dadurch gekennzeichnet, daß die der Schnittstelle gegenüberliegende Verstärkung- die exzentrische Verschiebung des Ringes zum Kolbenkörper bis zu dem Betrage eines in radialer Richtung gegebenen Spiels während des Betriebes zuläßt und nach Erreichung dieses Betrages begrenzt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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