DE221663C - - Google Patents

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DE221663C
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lines
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
    • G01R11/36Induction meters, e.g. Ferraris meters

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Control Of Stepping Motors (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Ferrarismeßgeräte mit zwei oder drei Triebsystemen, welche zur Messung der Leistung oder des Verbrauches in Drehstromanlagen mit drei oder vier Leitungen bestimmt sind und deren einzelne Systeme auf eine gemeinsame Achse mit einer oder zwei Ankerscheiben einwirken, müssen unter Einhaltung derselben Phasenfolge der Drehstromspannungen im Netz angeschlossen werden, unter welcher sie geeicht wurden. Bei der Nichtbeachtung dieses Punktes ist die Messung nicht einwandsfrei, wenngleich auch unter ganz bestimmten Voraussetzungen die entstehenden Fehler praktisch zu vernachlässigen sind.
Die Meßfehler, die bei Nichteinhaltung der ■festgelegten Phasenfolge durch das Meßgerät auftreten, rühren in der Hauptsache von der gegenseitigen Beeinflussung der einzelnen Triebsysteme her und werden allgemein um so kleiner, je weiter entfernt die einzelnen Systeme voneinander arbeiten, je kleiner die Umdrehungszahl des Ankers und'je kleiner die Triebkräfte der Systeme sind.
Sie entstehen dadurch, daß Kraftlinien verschiedener Systeme und ungleicher Phase in dem Anker zusätzliche Scheibenströme erzeugen, die je nach ihrer Richtung entweder treibend oder bremsend auf den Anker einwirken. Diese Tatsache hat man sich früher bereits für den Anschluß von Drehstromzählern zu eigen gemacht, indem der Zähler so geeicht wurde, daß er bei sehr kleiner und stark induktiver Belastung bei richtigem Drehfeld vorwärts und demnach bei falschem Drehfeld schwach rückwärts laufen mußte.
Die bisher angewendeten Mittel zur Beseitigung dieser Fehler beziehen sich außer auf die möglichst symmetrische Anordnung der Triebsysteme auf die Anwendung von Gegen- und Zusatzwicklungen sowie auf Eisenbleche oder Stifte zur Ableitung störender Kraftlinien. Diese Mittel beseitigen den Fehler jedoch niemals vollständig und können gleichzeitig leicht die Ursache neuer Störungen, werden.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Beseitigung der durch die gegenseitige Beeinflussung der einzelnen Triebsysteme eines Mehrphasenmeßgerätes entstehenden Fehler ohne Anwendung von Spulen oder Eisen.
Gemäß der Erfindung wird das Zustandekommen der störenden zusätzlichen Scheibenströme dadurch verhindert, daß die eine oder die zwei Ankerscheiben an geeigneten Stellen mit Löchern oder Ausschnitten entsprechender Form versehen werden. Die störenden Kraftlinien der verschiedenen Phasen können somit frei durch den Anker treten, ohne weder eine Zusatz- noch Gegenwirkung in ihm hervorzurufen. Soweit nicht Phasenverschiebungsfehler in den einzelnen Triebsystemen selbst vorhanden sind, die durch Konstruktion und Eichung aufgehoben werden müssen, ist also ein Zähler mit einem derartigen Anker ohne weiteres von der Phasenfolge unabhängig. Die Größe und Form der Ausschnitte in den Ankerscheiben ist von der Form des Triebsystemes abhängig und kann leicht durch einen Versuch bestimmt werden. Zweckmäßig wird man die Ausschnitte so wählen, daß die Stabilität des Ankers darunter nicht leidet. Die Ausschnitte im Anker
haben nebenbei noch eine erwünschte Gewichtserleichterung zur Folge.
Ein Zähler mit einem Anker nach der Erfindung und zwei Triebsystemen ist in der Zeichnung dargestellt. Fig. ι zeigt die Ankerscheibe α mit den drei Ausschnitten b, c und d, die so groß gewählt sind, daß sie nicht das Drehmoment des Zählers verkleinern, Fig. 2 die schematische Darstellung zweier Triebsysteme e und f, die auf einer Ankerscheibe arbeiten. Die störenden Kraftlinien, die von einem System zu dem anderen laufen, treten hierbei durch die Ausschnitte der Scheibe und bleiben somit wirkungslos. Die Ausführungsform der Erfindung nach der Zeichnung kann ohne weiteres auch auf Leistungszeiger sowie auf Meßgeräte mit zwei Scheiben und drei Triebsystemen' übertragen werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ferrarismeßgerät für Drehstrom mit zwei oder mehreren Triebsystemen, die auf einen oder zwei gekuppelte Anker einwirken, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Anker mit Löchern oder Ausschnitten versehen sind, zum Zwecke, die störende Wirkung der Kraftlinien verschiedener Phasen ganz oder teilweise zu beseitigen und somit das Meßgerät unabhängig von der Phasenfolge zu machen. ■
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE960214C (de) * 1953-02-01 1957-03-21 Siemens Ag Einrichtung zur Beseitigung des ungleichmaessigen Laufs von Ankern fuer Elektrizitaetszaehler od. dgl.

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE960214C (de) * 1953-02-01 1957-03-21 Siemens Ag Einrichtung zur Beseitigung des ungleichmaessigen Laufs von Ankern fuer Elektrizitaetszaehler od. dgl.

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