DE2139665B2 - Vorrichtung zum Mischen und Auftragen eines Zwei-Komponenten-Spachtels - Google Patents

Vorrichtung zum Mischen und Auftragen eines Zwei-Komponenten-Spachtels

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Mischen und Auftragen eines Zwei-Komponenten-Spachtels, die getrennte Vorratsbehälter für Kitt und Härter aufweist, welche mit Düsen versehen sind, die in ein gemeinsames Austrittsrohr münden, wobei unabhängig handbetätigte Ausdrückeinrichtungen zum Ausdrücken von Kitt und Härter vorgesehen sind.
Zwei-Komponcnten-Spachtel haben auf dem Gebiet der Natur- und Kunststeinverarbeitung weitgehend Eingang gefunden. Allerdings hat es sich gezeigt, daß das Mischen der beiden Komponenten am *o Verbrauchsort nicht selten erhebliche Schwierigkeiten bereitet. In der Regel werden die beiden Komponenten auf einer Fläche mit einer Spachtel gemischt und dann in der vorgesehenen Weise verwendet. Dieses Handmischen ist aber insofern von Nachteil, als kaum die richtige Menge sowohl bezüglich des Mischungsverhältnisses als auch im Hinblick auf die Gesamtmenge getroffen wird, also entweder wertlose Reste übrigbleiben oder noch eine Kleinigkeit fehlt, die umständlich nachgemischt werden muß. Die verbleibenden Reste müssen als verloren gelten, denn ein einmal gemischter Kitt oder Kleber wird in kürzester Zeit so hart, daß er nur noch weggeworfen werden kann. Zu große Abweichungen im Mischungsverhältnis — die Härtepaste soll einen Anteil von 2 bis 4 °/<i an der Gesamtmasse haben — beeinflussen die Qualität des Kittes sehr ungünstig. So führt eine zu hohe Zugabe von Härter nicht nur zu Rissen, sondern auch zu Verfärbungen von Braun bis Rosa, was fachlich abgelehnt werden muß, ganz abgesehen davon, daß solche Veifärbungcn das gute Erscheinungsbild erheblich stören. Als nachteilig kommt ferner hinzu, daß die zur Anwendung kommenden Härtepasten meistens Peroxyd enthalten, wodurch sie für Augen und Weichteile gefährlich sind, d. h., beim Mischen von Hand können bereits kleine Spritzer großen Schaden anrichten.
Bekannt ist eine Vorrichtung, bei der die beiden Komponenten aus koaxial geführten Rohren herausgebracht werden. Bei dieser Ausführung kann keine Mischung der Komponenten eintreten, bevor sie auf die auszubessernde Fläche kommt.
Ferner ist bekannt, zwei gelrennte Behältnisse mit den Komponenten nebeneinander anzuordnen und von einem einzigen Kolben auspressen zu lassen. Auch hierbei treten die beiden Komponenten nebeneinander aus, ohne einen gemeinsamen Mischungseffekt zuvor zu erzielen. Es ergibt sich jeweils der große Nachteil, daß die Härterpaste in zu starker konzentration auf eine zu geringe Kittmasse trifft, wobei diese dann verbrennt und sich verfärbt. Das Mischprodukt wird daraufhin spröde und rissig.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der ein genaues, vorbestimmtes Mischungsverhältnis ohne Handmischen erreichbar ist und bei der ferner ein gutes Durchmischen der beiden Komponenten unmittelbar vor der Verarbeitung geschaffen wird. Außerdem soll die Vorrichtung zugleich ein einfaches Auftragen des Klebers bzw. des Spachtels zulassen. Die zu entwickelnde Vorrichtung soll darüber hinaus ein rasches Unterbrechen der jeweiligen Arbeit ermöglichen, ohne daß größere Verluste an Kitt und Härtepaste auftreten, oder die Wiederaufnahme der Arbeit durch hart gewordene Reste erschwert ist. Schließlich wird gefordert, daß alle diese Verbesserungen mit einem geringen wirtschaftlichen und technischen Aufwand erzielbar sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird nach der Erfindung eine Vorrichtung vorgeschlagen, bei der der den Härter enthaltende Vorratsbehälter mit seiner Düse etwa rechtwinkelig zu der Düse des den Kitt enthaltenden Vorratsbehälter angeordnet ist, und das gemeinsame Austrittsrohr der beiden Düsen einen seitlichen Ansatz aufweist, in dem die Düse des den Härte*· enthaltenden Vorratsbehälters lösbar gehalten und durch einen Verschlußmechanismus ergänzt ist, der an einem Spachtelblech angebracht ist, welches zu der Längsachse des gemeinsamen Austrittsrohres der beiden Düsen schräg gestellt ist. Die rechtwinkelige Anordnung der Düsen vom Kittbehälter und vom Härterbehälter führen die Komponenten zwangsweise so aufeinander, daß eine kontinuierliche Mischung eintreten muß. Diese Mischung hat sich vollzogen, bevor die beiden Komponenten endgültig aus der gemeinsamen öffnung der Vorrichtung heraustreten. Selbst wenn der Druck auf die Härtepaste einmal etwas stärker sein sollte, so wird vom Kitt immer nur so viel mitgenommen, wie gerade der vorbeidrängende Kittstrom aus der hierzu senkrecht stehenden Härterdüsenöffnung erfassen kann. Durch die vorgesehene Anordnung bleiben die beiden Komponenten zunächst gut getrennt und ihr Mischen wird sich bei entsprechender Handhabung in verhältnismäßig genauen Grenzen bewegen, so daß weder eine Unfallgefahr in bezug auf die stark ätzende Härtepaste besteht, noch Qualitätsverminderung zu befürchten ist. Ebenso werden unbrauchbare Reste weitgehend vermieden, weil es jederzeit möglich ist, die Bedienung der beiden Einrichtungen abzubrechen und dabei die lösbar gehaltene Düse des den Härter enthaltenden Vorratsbehälters aus dem gemeinsamen Austrittsrohr herauszuziehen. In dem Fall wird man lediglich noch etwas Kitt ohne Härterpaste durchdrücken, damit keine Verhärtung bei der Kittmasse in der Austrittsöffnung entstehen kann. Der seitliche
Ansatz auf dem gemeinsamen Austrittsrohr dient wie ein Trichter und bietet den Vorteil, daß die Düsenöffnung schnell und einfach auf den Vorratsbehälter von der Härtepaste dichtend angesetzt werden kann, so daß die an sich gefährlich ätzende Härterjaste nicht unkontrolliert austritt und keinen Schaden anrichtet.
Das Spachtelblech der Vorrichtung macht das Aufbringen des Kittes besonders leicht, denn es ist Tatsächlich wie ein Handspachtel einzusetzen, das je nach Betätigung der Ausdrückvorrichtung selbsttätig mit de; Spachtelmasse versorgt wird. Insbesondere -.veil das gemeinsame Austrittsrohr unter dem Spachi el blech endet, erhält man eine sinnvolle und günstige Zuführung der Spachtelmasse und die Schräge des Spachtelbleches trägt zur guten Vermischung der Masse vor dem Auftreffen auf die auszubessernde Fläche wesentlich bei.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht. Es zeigt
Fig. 1 die erfindungsgemäße Vorrichtung in Seitenansicht,
F i g. 2 die auch aus F i g. 1 ersichtliche Preßeinheit in vergrößerter Darstellung und aufgeschnitten.
Wie sich aus F i g. 1 ergibt, besteht die Vorrichtung 1 aus einer Ausdrückeinheit 2 und einer Preßeinheit 3.
Die Ausdrückeinheit 2 ist im wesentlichen von einem Gehäuse 4 gebildet, das eine Aussparung 5 zum Einlegen einer Kittkartusche 6 aufweist. An dem einen Ende geht das Gehäuse 4 in ein Spachtelblech 7 über, das mit einer Kunststoffschicht überzogen ist, während das andere Ende pistolenförmig ein Griffstück 8 trägt, das eine Zahnratsche 9 mit Betätigungshebel 10 aufnimmt. Beim Betätigen des Hebels 10 wird Kitt in Richtung des Pfeiles 11 aus der Düse 12 ausgepreßt, die einen seitlichen Ansatz 13 zum Ansetzen einer Düse 14 aufweist, die aber bereits der Preßeinrichtung 3 angehört.
Die Preßeinrichtung 3, die besonders gut der F i g. 2 zu entnehmen ist, weist zunächst, zwei Rohrstücke 15, 15 auf, die bei 17 lösbar verschraubt sind. Das untere Rohrstück 16 geht in die bereits erwähnte Düse 14 über, während das obere Rohrstück 15 Längsnuten 18 besitzt, in die radiale Ansätze 19 eines Tauchkolbens 20 eingreifen, so daß sich der Kolben 20 zwar in dem Rohrstück 15, 16 verschieben, aber nicht verdrehen kann. Der Kolben ist in seinem Durchmesser so ausgelegt, daß er der lichten Weite einer Wechselkartusche 21 entspricht und ihren Inhalt quer zur Flußrichtung 11 in den Kitt der
Kartusche 6 einzudrücken vermag.
Der Tauchkolben 20 ist in seinem oberen Teil als Spindelmutter 22 ausgeführt, deren Spindel 23 mit einem kappenartigen Griffteil 24 in fester Verbindung steht. Dieser kappenartige Teil 24 weist einen
ίο unteren Randflansch 25 auf, der sich auf einen Flansch 26 des Rohrstückes 15 abstützt. Ein abgesetzter Übenvurfring 27 hält den Flansch 25 drehbar
fest.
Im oberen Teil des kappenarügen Griffteiles ist eine federbelastete Kugel 28 erkennbar, die mit Rasten 29 am Stirnrand 30 des Rohrstückes 15 zusammenwirkt. Wenn man also den kappenarügen Teil 24 verdreht, wird man nach einer bestimmten Winkelbewegung einen gewissen Widerstand spüren. Beim Drehen der Kappe 24 erfolgt eine axiale Verschiebung des Kolbens 20. der dann auf den Inhalt der Kartusche 21 drückt. Die Zahnratsche 9 und die Steigung der Spindel 23 sowie die Inhalte der Kartuschen 6, 21 sind so aufeinander abgestimmt, daß stets vorbestimmte Mischungsverhältnisse zustande kommen.
Die F i g. 1 läßt noch die Befestigung der Preßeinrichtung 3 an dem Spachtelblech 7 erkennen. Zur Befestigung bzw. Halterung der Einrichtung 3 ist das Spachteiblech 7 mit einer Art Muffe 31 ausgestattet, in welche das Rohrstück 16 paßt. Außerdem ist ein Bajonettverschlußschlitz 32 zu erkennen, der schraubenlinienförmig und langgestreckt verläuft und eine hochgezogene Raststellung 33 aufweist. Tn den Schlitz 32, der entsprechend auf der nicht sichtbaren gegenüberliegenden Seite vorgesehen ist, greift ein Bolzen 32 des Rohrstückes 16 ein. Wird bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel die Preßeinheit 3 durch Erfassen des Überwurfringes 27 in Richtung des Rundpfeiles 35 gedreht, wird die Einheit 3 zwangläufig nach unten gegen die Düse 12 gedrückt. In der gezeichneten Stellung ist die Einheit 3 von einer zwischen Muffe 31 und Ring 27 sitzenden Feder 36 angehoben und die Stifte 34 befinden sich in der gesicherten Raststellung 33. Mit 37 und 38 sind die Rändeliingen des Ringes 27 und der Kappe 24 bezeichnet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Vorrichtung zum Mischen und Auftragen eines Zwei-Komponenten-Spachtels, die getrennte Vorratsbehälter für Kitt und Härter aufweist, welche mit Düsen versehen sind, die in ein gemeinsames Austrittsrohr münden, wobei unabhängig handbetätigte Ausdrückeinrichtungen zum Ausdrükken von Kitt und Härter vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß der den Härter enthaltende Vorratsbehälter (38) mit seiner Düse (14) etwa rechtwinkelig zu der Düse (12) des den Kitt enthaltenden Vorratsbehälters (6) angeordnet ist, und das gemeinsame Austrittsrohr (11 a) der beiden Düsen (12,14) einen seitlichen Ansatz (13) aufweist, iu dem die Düse (14) des den Härter enthaltenden Vorratsbehälter (38) lösbar gehalten und durch einen Verschlußmechanismus (31, 32, 33) ergänzt ist, der an einem so Spachtelblech (7) angebracht ist, welches zu der Längsachse des gemeinsamen Austrittsrohres (Ha) der beiden Düsen (12, 14) schräg gestellt ist.
    25
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