DE2103580C - Verfahren zur Richtungsbestimmung - Google Patents
Verfahren zur RichtungsbestimmungInfo
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Description
sin ψ =
ermittelt wird, wobei
P =
2P
!- ßv)
ist, und worin bedeutet: η die (gerade) Anzahl der Einzelstrahler, ν die laufende Nummer des
Einzelstrahlers, rf den Abstand zweier benachbarter Einzelstrahler und λ die Wellenlänge der gesendeten
Wellen.
2. Verfahren zur Richtungsbestimmung in einer beweglichen Empfangsstation durch Messung des
Phasenunterschiedes von an verschiedenen Punkten ausgesendeten elektromagnetischen Wellen,
unter Verwendung eines aus einer Mehrzahl von Strahlern bestehenden, getasteten Sende-Antennensystems,
dadurch gekennzeichnet, daß die jeweiligen Phasenunterschiede ßl ... ft, ... ft,) zwisehen
den von einem feststehenden Bezugsstrahler (Höhe Ji0) und einer geraden Anzahl (n) von in verschiedenen,
jeweils um die gleiche Strecke (rf) größer werdenden Abständen vom Bezugsstrahler
vorzugsweise längs einer Geraden (Antennenzeile) angeordneten Einzelstrahlern (Höhen ' hv) nacheinander
ausgesendeten Wellen gemessen werden, daß aus den gemessenen Werten für die Phasenunterschiede
(ft ... ßv ... ß„) eine neue, die verschiedenen,
gemessenen Richtungen darstellende Zahlenfolge
gebildet wird, gemäß der Beziehung 3 Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die gemessenen Werte (ft ... β β) für die Phasenunterschiede vor der
Ermittlung der Richtung (?') gewicht«.· t werden,
dadurch, daß sie mit von der Höhe (/iv) der Einzelstrahler
abhängigen Faktoren (av) multipliziert werden, und daß die Richtung (v') gemäß der
Beziehung
sin φ =
= ι
ermittelt wird, wobei
n/2
= 1
ist, und worin bedeutet: η die (gerade) Anzahl
der Einzelstrahler, r die laufende Nummer des Einzelstrahlers, d den Abstand aufeinanderfolgender
Einzelstrahler, λ die Wellenlänge der gesendeten Wellen und av den 'Gewichtungsfaktor.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichtungsfaktoren (α,)
gemäß der Beziehung festgelegt werden:
av _ ρ _ o,O3 (n/2 +1-1·] sin .-τ/π (2ι· - 1).
5. Verfahren zur Richtungsbestimmung nach Anspruch 4 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Antennenzeile genau oder annähernd vertikal orientiert ist und daß die zu bestimmende
Richtung der Elevationswinkel ist.
6. Verfahren zur Richtungsbestimmung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Antennenzeile horizontal orientiert ist und daP die zu bestimmende Richtung der Azimutwinkel
7. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bezugsstrahler in solcher Höhe
(ho) über dem Erdboden angebracht wird, daC
die Phasenverfälschung (»·) für das vom Bezugsstrahler ausgestrahlte Signal in einem gewünschtet
vorgegebenen Bereich für die Richtung (?) eii Maximum wird, so daß die Beziehung .
= k
coslzi -r ;
erfüllt ist, worin- k den Reflexionsfaktor für di
vom Bezugsstrahler ausgesendeten und am Erd boden in die vorgegebene Richtung (7) refiek
tierten Signale bedeutet.
60
φν = arc sin
2,, 4
Die Erfindung betrifft Verfahren zur Richtung« bestimmung in einer sich bewegenden Empfangs
station durch Messung des Phasenunterschiedes vo an verschiedenen Punkten ausgesendeten elektrc
und daß aus den derart gewonnenen Werten für 65 magnetischen Wellen unter Verwendung eines au
die verschiedenen Richtungswinkel (7 ") der Maxi- einer Mehrzahl von Strahlern bestehenden, getastete
malwert ermittelt und als Richtung 7' angezeigt Sende-Antennensystems. Das Sendeantennensystci
wird. besteht dabei zweckmäßig aus Einzelstrahlern, welch
äquidistant vorzugsweise längs einer Geraden (Antennenzeilej
angeordnet sind. Zur Elevationsmessung ist die Antennenzeile genau oder annähernd vertikal
orientiert, zur Azimutmess.mg horizontal; es ist
ferner ein fester Bezugsstrahler vorgesehen, der das gleiche Hochfrequenzsignal ausstrahlt, in bezug auf
das die Phasenunterschiede gemessen werden.
Bekannt ist das Erika-Verfahren, bei dem aus dem Laufwegunterschied zweier von verschiedenen Punkten
abgestrahlter Signale über eine Phasenmessung der Azimut eines Empfängers ermittelt wird. Bekannt
ist auch ein Suktor-Funkfeuer (deutsche Auslege-. schrift 1 591 610), das unter der der Anmelderin
geschützten Bezeichnung »SETAC-A« bekannt ist. Es werden dabei Signale von drei verschiedenen
Einzelstrahlern ausgestrahlt. Durch Ermittlung der Phasendifferenz zwischen den von drni Hauptstrahler
und dem NebenstrahJer mit großem Absfand vom Hauptstrahler ausgestrahlten Signalen wird eine genaue
Messung des Azimuts erzielt, aber das Meßergebnis ist vieldeutig. Die Vieldeutigkeit wird mit
dem vom zweiten Nebenstrahler mit geringem Abstand vom Hauptstrahler ausgestrahlten Signal aufgelöst.
Die Trennung der beiden gleichzeitig erfolgenden Messungen wird hier durch verschiedene Frequenzen
ermöglicht.
Die genannten Verfahren können auch als Peiler verwendet werden, um die Richtung einer einblenden
Welle festzustellen. Diese Anlagen sind unter dem Namen Interferometer bekannt.
Allen den genannten Verfahren ist gemeinsam, daß ihre Strahler sich zur Azimutmessung in einer Ebene
parallel zum Erdboden befinden. Wenn man die Strahler dagegen längs einer geraden Strecke anbringt,
die senkrecht steht, um eine Elevationsmessung vornehmen zu können, ergeben sich große Phasenfehler.
Zum Empfänger gelangt nämlich nicht nur der von der Antenne in direkter Richtung zum Empfänger
gerichtete Strahl, sondern auch noch ein zweiter, am Erdboden reflektierter Strahl. Die überlagerung
der beiden Strahlen ergibt einen Phasenfehler, Bodenfehler genannt, und täuscht einen falschen
Laufweg von der Sendeantenne zum Empfänger vor. Einen Laufwegfehler gibt es zwar auch
dann, wenn die Strahler in einer Ebene parallel zum Erdboden liegen, aber er ist dann für alle Strahler
gleich. Bei den Differenzbildungen — man mißt ja Laufwegunterschiede — heben sich die Fehler
heraus.
Werden Strahler in verschiedenen Höhen über dem Erdboden angebracht, treten unterschiedliche
falsche Laufwege auf. Die daraus resultierenden Phasenfehler heben sich bei der Differenzbildung
nicht mehr heraus. Das führt zu einem empfindlichen Fehler in der Elevationsmessung. wenn nicht durch
besondere Auswertungsverfahren (deutsche Patentschrift 1249 361) der empfangenen Signale darauf
Rücksicht genommen wird.
Es wird erwähnt, daß es bekannt ist, die Einzelstrahler
einer zellenförmigen Anordnung der Reihe <ό
nach mit einem Sender zu verbinden mit dem Ziel, die mechanische Bewegung eines Einzelstrahlers zu
simulieren. Die Bewegung ruft eine Frequenzverschiebung infolge des Dopplereffektes hervor, deren
Richtungsabhängigkeil für die Navigation ausgenutzt wird. Das sind die sogenannten Dopplerverfahren
(z. B. deutsche Patentschriften 1 085 929, 918 271).
Die beschriebenen, mit Laufwegmessung arbeitenden Verfahren weisen noch relativ große Bodenfehler
auf.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, derartige Verfahren, insbesondere das SETAC-Verfahren, so zu
verbessern, daß der Bodenfehler kleiner als bei den bekannten Verfahren ist, ohne daß dazu eine große
Apertur oder eine Verbündelung der Einzelstrahler notwendig ist.
Zur Lösung werden zwei Verfahren angegeben: Das erste Verfahren ist dadurch gekennzeichnet,
daß die jeweiligen Phasenunterschiede (ft ... /ϊν... ß„)
zwischen den von einem feststehenden Bezugsstrahkr (Höhe It0) und einer geraden Anzahl (11) von in verschiedenen,
jeweils um die gleiche Strecke (d) größer werdenden Abständen vom Bezugsstrahler, vorzugsweise
längs einer Geraden (Antennenzeile) angeordneten Einzelstrahlern (Höhen ft„) nacheinander ausgesendeten
Wellen gemessen werden, und daß aus den gemessenen Werten für die Phasenunterschiede
(ft ... ßY ... ß„) die Richtung (</') gemäß der Beziehung
sin q —
2P
πη —
ermittelt wird, wobei
TJ ^
(ßn - ν + 1 ~ ßv)
■ = 1
ist, und worin bedeutet: /1 die (gerade) Anzahl der Einzelstrahler, r die laufende Nummer des Einzelstrahlers,
d den Abstand zweier benachbarter Einzelstrahler und /. die Wellenlänge der gesendeten Wellen.
Das zweite Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die jeweiligen Phasenunterschiede (ft ... /J,... ßn)
zwischen den von einem feststehenden Bezugsstrahler
(Höhe /I0) und einer geraden Anzahl (n) von in verschiedenen,
jeweils um die gleiche Strecke (d) größer werdenden Abständen vom Bezugsstrahler vorzugsweise
längs einer Geraden (Antennenzeile) angeordneten Einzelstrahlern (Höhen hr) nacheinander ausgesendeten
Wellen gemessen werden, daß aus den gemessenen Werten für die Phasenunterschiede (ft ...
ßv ... ß„) eine neue, die verschiedenen gemessenen
Richtungen darstellende Zahlenfolge
('/1" ··.'/"··· ·/«')
gebildet wird, gemäß der Beziehung
gebildet wird, gemäß der Beziehung
ßv
9?,, = arc sin —-
und daß aus den derart gewonnenen Werten für die verschiedenen Richtungswinkel (</,!') der Maximalwert
ermittelt und als Richtung 7' angezeigt wird.
Im (iegensatz zu den Dopplerverfahren werden bei den Verfahren gemäß der Erfindung die Einzelstrahler
der Antennenzeile der Reihe nach zu dem Zweck getastet, um die Diagramme'der Einzelstrahler
im Empfänger zeitlich getrennt zur Verfügung zu haben, und zwar nur so lange, wie es zur Messung der
Laufwegunteischiede notwendig ist (Zeitmultiplex).
Die Tastung wird also nur durchgeführt, um.die einzelnen Messungen voneinander trennen zu können.
Diese Trennunti könnte auch rlnrrh vprcrhipHpn^
Frequenzen wie beim SETAC-A-System bewirkt werden (Frequenzmultiplex).
Die Erfindung wird an Hand von Ausführungsbeispielen, die sich auf die Elevationsmessung beziehen,
und von Zeichnungen erläutert. Es zeigt
Fig. I a die bekannte SETAC-A-Antenne,
Fig. Ib ein mit der Antenne nach Fig. la erzieltes
Ergebnis einer Elevationsmessung,
Fig. Ic den zu Fig. Ib gehörenden Bodenfehler,
Fig. 2a die Antennenanordnung zur Durchführung der Verfahren,
Fig. 2b den Empfänger zur Durchführung der
Verfahren,
Fig. 3a ein Ergebnis einer Elevalionsmessung mit dem ersten Verfahren (Vollbasisverfahren),
Fig. 3b den zu Fig. 3a gehörenden Bodenfehler,
Fig. 4a ein Ergebnis einer Elevationsmessung mit einer Weiterbildung des ersten Verfahrens (gewichtetes
Vollbasisverfahren),
Fig. 4b den zu Fig. 4a gehörenden Bodenfehler,
F i g. 5 ein Zeigerdiagramm für die überlagerung von direkter und am Boden reflektierter Strahlung,
Fig. 6a den Bodenfehler des zweiten Verfahrens (Auswahlverfahren) bei trockenem Boden {ir = 3),
Fig. 6b den Bodenfehler des zweiten Verfahrens
(Auswahlverfahren) bei nassem Boden (fr = 30).
In F i g. 1 a ist eine senkrecht zur Erdoberfläche
aufgestellte 3-Strahler-Antennenzeile mit der Basislänge
20 λ des bekannten SETAC-A-Systems dargestellt. Der Laufwegunterschied zwischen dem Strahlerpaar
1, 3 liefert die gemessene Elevation </', während
das Strahlerpaar 1, 2 nur die Vieldeutigkeit der Messung auflöst.
Das Ergebnis der Elevationsmessung (gemessener und angezeigter Wert 7') ist in F i g. 1 b über der
wahren Elevation 7 aufgetragen. Es ist angenommen, daß die Freiraumdiagramme der Einzelstrahler gleich
und symmetrisch bezüglich einer Ebene parallel zum Erdboden sind. Die Strahlung in Richtung zum
Reflexionspunkt am Boden ist demnach genau so groß wie die Strahlung direkt zum Empfänger.
Ferner ist vertikal polarisierte Strahlung angenommen, so daß bei der Reflexion ein Leistungsverlust
auftritt. Der Rechnung ist mittlerer Boden mit fr = 15 (fr = relative Dielektrizitätskonstante) zugrunde
gelegt, und die Betriebsfrequenz ist 1 GHz.
Die Kurve besitzt ein treppenförmiges Aussehen. Wenn im Idealfall der Boden nicht reflektieren würde,
wäre die Anzeige ν' gleich dem wahren Wert 7. und
die Kurve wäre die gestrichelt eingetragene Diagonale. Der andere Extremfall entsteht, wenn die
Reflexion am Boden mit 100% erfolgt. Dann entsteht eine echte Treppenkurve, wie punktiert eingezeichnet
ist. Da in Wirklichkeit die Reflexion am Boden zwischen 0 und 100% liegt, entsteht eine Zwischenkurve
zwischen der Diagonalen und der Treppenkurve.
Man könnte den Einfluß des Bodens dadurch verhindern, daß man stark vorgebändelte Strablersysteme
mit großer Apertur, die aus mehreren Einzelstrahlern bestehen, verwendet. Dies führt zu großen
Abmessungen, wie am Beispiel nach F i g. 1 b gezeigt wird
Die Stufenhöhe Δφ' der Treppenkurve der F i g. 1 b
berechnet sich aus der Gleichung
sin Δ ψ' =
2 h/λ Dabei ist die Apertur durch den Abstand /1 zwischei
den Einzelstrahlern 1 und 3 gegeben. Mit h - 20. wird . Iy' = 1,45°. Ist nun eine Stufenhöhe . Iy' = 0,1
gewünscht, dann müßte die Apertur die Längi
h = 290 λ besitzen.
Die Erfindung, die nun beschrieben wird, geh einen anderen Weg. Es wird nachfolgend das crst<
Verfahren erläutert.
Wie bereits erwähnt, können die neuen Verfahrer sowohl im Zeitmultiplex als auch im Frequenz· multiplex arbeiten. In den Ausführungsbeispieler werden die Verfahren jedoch nur für Zeitmultiplexbetrieb beschrieben.
Wie bereits erwähnt, können die neuen Verfahrer sowohl im Zeitmultiplex als auch im Frequenz· multiplex arbeiten. In den Ausführungsbeispieler werden die Verfahren jedoch nur für Zeitmultiplexbetrieb beschrieben.
In Fig. 2a sind η gleiche Einzelstrahler mit der
Nummern 1, 2, 3 ... η äquidistant längs einer vertikalen
Antennenzeile angeordnet. Im Beispiel isi η = 20 Einzelstrahler und der gegenseitige Abstand /
Zusätzlich ist eine Bezugsantenne vorgesehen. Die Bezugsantenne ist unten an die Antennenzeile als
Nummer 0 angefügt. Sie kann sich beim Vollbasisverfahren an einem anderen Ort befinden.
Der die Antenne speisende Sender erzeugt Impulspaare mit der Trägerfrequenz/0. Innerhalb eines
jeden Pulspaares ist /0 kohärent. Die ersten Impulse
der Impulspaare werden nacheinander über die Strahler 1 bis η abgestrahlt, während alle zweiten
Impulse von der Bezugsantenne abgestrahlt werden. Die Leitungen vom Sender über den Verteiler bis zu
allen Strahlern sollen gleich lang sein und gleiche
Dämpfung aufweisen, so daß die Strahler gleichphasig
mit Impulsen gleicher Amplitude erregt werden. Nach Durchlaufen der Antennenzeile wird wieder
an den Anfang zurückgesprungen. Durch zusätzliche Synchronisierzeichen wird dem Empfänger mitge-
teilt, wann der Rücksprung erfolgt.
Fig. 2b zeigt ein Blockschaltbild des Bordempfängers
für die von der Antenne nach Fig. 2a abgestrahlten Signale. Die mittels einer Antenne I
aufgenommenen Signale werden in einem Block 2 vorverstärkt und in der Frequenz in üblicher Weise
umgesetzt. In einem Diplexer 3 werden die Pulspaare getrennt. Die ersten Impulse jedes Impulspaares
gelangen zu einem Block 4, der einen Verstärker, einen Frequenzumsetzer und ein Verzögerungsglied ent-
hält, die zweiten in einen Block 5, in dem ein Verstärker und ein Frequenzumsetzer untergebracht
sind. Außerdem werden im Diplexer 3 die Synchronisierzeichen ausgesondert; diese stellen einen Zähler 7
auf den Wert 0 zurück. Jedes den Diplexer 3 passie-
rende Impulspaar stellt den Zähler 7 um eine Stelle weiter. Der Zählerstand gibt die Nummer r des
Einzelstrahlers an, von dem der ers*e Impuls des zuletzt angekommenen Impulspaares stammt. In den
Blöcken 4 und 5 werden die Impulse also verstärkt,
in der Frequenz umgesetzt und durch die Verzögerungsleitung
im Block 4 koinzident gemacht, so daß ihre Phasendifferenz, die ja bekanntlich dem Laufweg-
bzw. Laufzeitunterschied von Signalen entspricht, in einem Phasenmesser 6 gemessen werden
kann. Die Art und Weise bzw. mit welcher der bekannten Methoden die Laufzeitunterschiedsmessung,
also die Phasenmessung ausgeführt wird (Zeitdifferenzmessung, Start-Stop-Methode, Auszählung von
Nulldurchgängen der Signale usw.), ist für die Er-
findung von untergeordneter Bedeutung. Ni 'eder
vollständigen Abtastung der Antennenzeile i>utd im
Empfänger η Meßwerte der Phasendifferenzen vorhanden,
die eine Zahlenfolge fi\ ... ßv ... Pn bilden.
Der Phasenmesser 6 kann in der Regel nur Phasenwerte im Bereich 0 5Ξ β ^ 2 π messen, überschreitet
die Phase den Werl 2;τ, so mißt der Phasenmesser 6 um den Wert 2 η zu wenig. In der Zahlenfolge entsteht
dann ein Sprung von 2 .7. Man muß also durch eine Prüfschaltung die Zahlenfolge ß,. auf Sprünge prüfen
und beim Auftreten von Sprüngen durch Hinzuaddicren von 2 η (oder Vielfachem davon) die Sprünge
wieder ausgleichen. Der Zähler 7 arbeitet auch als Schrittschaltwerk, das die Abspeicherung der Meßwerte
//, ... //,, ...//„ in einen Speicher 8 steuert, η ist
eine gerade Zahl. In einem Rechner 9 wird aus der Zahlenfolge [I1 ... jl„ ein Zahlenwert gebildet:
P =
(ßn-
ν + 1
IK)-
Aus diesem Zahlenwert wird dann mit Hilfe der Gleichung
2P
sin ih =
die Elevation 7' ermittelt und angezeigt. In dieser Gleichung ist ά der gegenseitige Abstand der Einzelstrahler
der Antennenzeile und λ die Wellenlänge.
In der Fig. 2a ist d = /. und η = 20; Fig. 3a
zeigt die Meßergebnisse für dieses Beispiel. Bei gleicher Basislänge bringt das Vollbasisverfahren
eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem bekannten Basisrandverfahren nach Fig. 1 c. wie man
bei einem Vergleich der Fig. 3a mit der Fig. Ic
erkennt.
Dieser Beschreibung des ersten Verfahrens folgt nun die Beschreibung einer Weiterbildung des ersten
Verfahrens.
Eine Verbesserung des Vollbasisverfahrens erhält man durch Gewichtung der Meßwerte. Der Rechner 9
des Empfängers nimmt diese Gewichtung vor und multipliziert die in den Speichern 8 gespeicherten
Meßwerte mit unterschiedlichen Faktoren, wobei vorzugsweise die von den mittleren Strahlern herrührenden
Meßwerte eine größere Gewichtung erhalten als die von den äußeren Strahlern herrührenden
Meßwerte. Die Faktoren zum Gewichten seinen ar.
Der Rechner bildet bei diesem Verfahren, das gewichtetes Vollbasisverfahren genannt werden soll,
den Zahlenwert
n/2
und ermittelt die Elevation φ' aus der Beziehung
und gibt sie als Konstanten dem Rechner 9 des Empfängers ein, so erhält man die in F i g. 4a dargestellten
Meßergebnisse mit dem Bodenfehler nach Fig. 4b.
Der Vergleich von F i g. 4 b mit Fig. 3 b bestätigt,
daß durch die Gewichtung der Bodenfehler nochmals reduziert worden ist.
Der dem ersten Verfahren und der dessen Weiterbildung zugrunde liegende Gedanke ist kurz zusammengefaßt
folgender: Auf einer Basis vorgegebener Länge sind vorzugsweise äquidistanl η gleiche Einzelstrahler
(n gerade Zahl) und ein Bezugsstrahler angebracht. Im Empfänger werden die Phasendifferenzen
zwischen den η Einzelslrahlern und dem Bezugs-
strahler gemessen. Aus den im Empfänger bei jeder vollständigen Abtastung der Antennenzeile anfallenden
η Zahlenwerten // wird durch gleichmäßige Gewichtung
(Vollbasisverfahren) oder durch ungleichmäßige Gewichtung (gewichtetes Vollbasisverfahren)
ein Zahlenwert P bzw. PG ermittelt, mit dessen Hilfe
die Elevation bestimmt wird.
Anschließend wird nun das zweite Verfahren erläutert. Es wird gezeigt, wie aus den im Speicher 8
des Empfängers gespeicherten Phasendifferenzen die Elevation des Empfangers annähernd fehlerfrei gewonnen
werden kann.
Bei diesem zweiten Verfahren sind die Bodenantenne, deren Anschaltung an den Sender und die
Hauptteile des Empfängers im wesentlichen gleich wie beim ersten Verfahren. Sie werden daher nicht
nochmals erläutert.
F i g. 5 zeigt die überlagerung der Direktstrahlung (fester Vektor 1) mit der am Boden reflektierten
Strahlung (Vektor k = Reflexionsfaktor). Die resultierende
Strahlung ist gegenüber der Direktstrahlung um den Winkel 7 in der Phase verschoben. In der
folgenden Betrachtung ist der Empfänger als feststehend angenommen (v = const.). Dann ist bei
homogenem Boden auch k konstant. An Stelle der aufeinanderfolgenden Anschaltung der Einzelantennen
wird eine gleichmäßige Bewegung eines Versuchsstrahlers vom Boden (h = 0) ausgehend senkrecht
nach oben angenommen.
Für h = 0 sind die beiden Vektoren gegenphasig.
und der Phasenfehler ist 7 = 0. Vergrößert man den Abstand h des Strahlers vom Boden, dann steigt 7
zunächst an und nimmt einen Maximalwert an für
cos
\2ti -^ sin φ J = k
(φ = Elevation; / = Wellenlänge).
An diese Stelle wird der Bezugsstrahler gesetzt. Nun wird der Versuchsstrahler weiter nach oben
bewegt. Der Phasenfehler φ nimmt zunächst wieder ab und verschwindet; wenn
sin ψ —
4-xii
λ » = 1
Berechnet man die av nach folgender Beziehung
4 π — sin φ = π
ist Bei weiterer Vergrößerung von h wird der Fehler negativ, erreicht ein negatives Maximum und wird
wieder 0, wenn
4λ — SUl φ — 2τι
ist Weitere Vergrößerung läßt ψ wieder positiv werden,
209651/346
2786
und das positive Maximum wird erreicht für
2.T — sin ψ = 2 π + arc cos k .
Im Empfänger wird wie beim Vollbasisverfahren die Differenz ßv der Phasen von jeweils angeschalteter
Antenne und Bezugsantenne gebildet. Dabei entsteht ein Fehler
.l/i,. = q\hv) - φιηαχ.
Nun ist, wie oben erklärt, stets
•■10, = 'IiK) - VW, ^ 0.
Rechnet man im Empfänger
Rechnet man im Empfänger
sin η,. =
2-, K -
= sin 7) +-
— lh '
so erhält man /1 Werte für den Winkel 7".
In dieser Formel bedeutet /iv die jeweilige Höhe
der einzelnen Strahler über dem Erdboden, Zi0 die
Höhe des Bezugsstrahlers über dem Erdboden, ßv die
Phasendifferenz zwischen den von dem Strahler mit der Höhe /iv und dem Bezugsstrahler· mit der Höhe Zi0
empfangenen Signalen und A die Wellenlänge der gesendeten Signale.
Der Winkel 7 " ist immer zu klein, ausgenommen dort, wo er sein Maximum erreicht, dort ist er genau
richtig. Deshalb wird das Maximum bestimmt und angezeigt.
Die einzelnen Verfahrensschritte dieses zweiten Verfahrens sind damit:
a) Man bringt die Bezugsantenne in einer Höhe Zi0
über dem Boden so an, daß
(irr ^ sin Λ = k
COS Irr —
35
40
erfüllt ist. Wählt man z. B. It0 = 1,5 A, so liegt
bei mittlerem Boden U. = 15) das i/mor genau in
der Elevation 7 = 2,3°. Das Maximum ist sehr breit (- 0,8°; + 1,2°).
b) Man tastet eine Antennenzeile und ermittelt, wie bereits beschrieben, die Zahlenfolge jix ... ßv
45
50
ίο
c) Aus den ßv errechnet man eine Zahlenfolge nach
der Formel
/f..
ψ,. = arc sin —l-lt~
ψ,. = arc sin —l-lt~
2^ T
und speichert diese, d ist der Strahlerabsland auf
der Antennenzeile.
d) Man bestimmt den Maximalwert der Zahlenfolge q;: und bringt ihn als Elevation 7' zu
Anzeige.
e) Besitzt die Zahlenfolge </',,' mehrere Maxima, so
wird dasjenige mit der höchsten Nummer r zur Anzeige gebracht.
Man bezeichnet das beschriebene zweite Verfahren als Auswahl verfahren.
Während bei den Vollbasisverfahren sämtliche Messungen mit eventueller Gewichtung zur Bestimmung
der Elevation herangezogen werden — beim 3-Strahler-System wie bei SETAC-A nur die eine
Messung mit den Randantennen — benutzt man beim Auswahlverfahren auch nur eine Messung, aber
gezielt diejenige aus den η Einzelmessungen, die keinen
Bodenfehler enthält.
In den F i g. 6a und 6b ist der Bodenfehlcr für das
Auswahlverfahren aufgezeichnw:. Dabei ist eine Antennenzeile
mit 20 + 1 Strahlern im Abstand d = A vorausgesetzt und trockenem (<r = 3) bzw. nassem
(rr = 30) Erdboden bei 1 GHz Betriebsfrequenz.
Während bei dem Vollbasisverfahren der Abstand des Bezugsstrahlers vom Erdboden beliebig gewählt
werden darf, ist er beim Auswahlverfahren durch den Elevationsbereich festgelegt (im Beispiel H0 = 1,5 A).
Während das Vollbasisverfahren bei der Basis 20 A von großen Elevationen bis herunter zu 2,5° brauchbar
ist, eignet sich das Aliswahlverfahren vorzüglich für den Bereich von 4° bis herunter zu 1,4°. Es ist daher
zweckmäßig, den Empfänger für beide Verfahren auszulegen, und für eine Elevation 7 3° das Ergebnis
des Auswahlverfahrens und für 7 ^ 3° das Ergebnis des Vollbasisverfahrens als gemessene Elevation anzuzeigen.
Durch Vergrößerung der Basis um den Faktor K auf K ■ 20 A können die unteren Meßgrenzen heruntergedrückt
werden auf 2,5°/K für das Vollbasisverfahren und 1,4/K für das Auswahl verfahren. Bei einer unteren
Meßgrenze von Γ Elevation ist dann eine Basis von mindestens 28 A erforderlich.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Verfahren ζατ Richtungsbestimmung in einer
sich bewegenden Empfangsstation durch Messung s des Phasenunterschiedes von an verschiedenen
Punkten ausgesendeten elektromagnetischen Wellen unter Verwendung eines aus einer Mehrzahl
von Strahlern bestehenden, getasteten Sende-Antennensystems, da durchgekennzeichnet,
daß die jeweiligen Phasenunterschiede (ft ... ßv ... ft,) zwischen den von einem feststehenden
Bezugsstrahler (Höhe Ji0) und einer geraden Anzahl
(n) von in verschiedenen, jeweils um die gleiche Strecke (d) größer werdenden Abständen
vom Bezugsstrahler, vorzugsweise längs einer Geraden (Antennenzeile) angeordneten Einzelstrahlern
(Höhen hv) nacheinander ausgesendeten
Wellen gemessen werden und daß aus den gemessenen Werten für die Phasenunterschiede
(ft ... /iv... ßn) die Richtung (7') gemäß der
Beziehung
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2103580C true DE2103580C (de) | 1972-12-28 |
Family
ID=
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