DE2102004C3 - Andrehvorrichtung für Gasturbinenanlagen, insbesondere Flugtriebwerke - Google Patents
Andrehvorrichtung für Gasturbinenanlagen, insbesondere FlugtriebwerkeInfo
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Description
nenauslaß-Temperaturwerts oder Unterschreitung 50 Anlasser für Gasturbinen bekanntgeworden, wie er
einer vorbestimmten Turbinendrehzahl nach einer vorstehend schon erwähnt wurde. Er besitzt einen
bestimmten Zeit enthält. Andrehmotor, der im Abschlußkonus der Gastur
binenanlage angeordnet ist und an außerhalb der Gasturbinenanlage angeordnete Patronenhalter, die
55 einen Gasgenerator bilden, angeschlossen ist. Es hain-
delt sich also um ein Patronen-Anlaß-System, das als
Haupt-Andrehmotor dient. Für den normalen Flug-
)ie Erfindung betrifft eine Andrehvorrichtung für betrieb ist ein solcher Patronenanlasser nicht <;riturbinenanlagen,
insbesondere Flugtriebwerke, wünscht, da er nicht nur Kosten dadurch bereitet, einem Andrehmotor, der unter normalen Bedin- 60 daß er für jeden Start eine Patrone benötigt, sondern
gen genügend Leistung abgibt, um die Gasturbi- auch Wartungsprobleme durch das ständige Nachanlage
anzudrehen, der eine mit letzterer verbun- laden von Patronen aufwirft. Für den normalen Fluge
Antriebswelle aufweist und an der Gasturbinen- betrieb ist eine elektrische Andrehvorrichtung am beige
angebracht ist. quemsten und in ihrer Leistung meist ausreichend.
Ium Anlassen von Gasturbinenanlagen und insbe- 65 Aus der schweizerischen Patentschrift 2 21 699 ist dere Flugzeugtriebwerken der unteren Leistungs- eine Gasturbinenanlage bekanntgeworden, die insisen (150 bis 1100 kW) verwendet man normaler- besondere für stationäre Zwecke oder Schiffe und se elektrische Anlaß-Systeme, in denen eine Blei- Lokomotiven dient. Sie besitzt einen Andrehmotor in
Ium Anlassen von Gasturbinenanlagen und insbe- 65 Aus der schweizerischen Patentschrift 2 21 699 ist dere Flugzeugtriebwerken der unteren Leistungs- eine Gasturbinenanlage bekanntgeworden, die insisen (150 bis 1100 kW) verwendet man normaler- besondere für stationäre Zwecke oder Schiffe und se elektrische Anlaß-Systeme, in denen eine Blei- Lokomotiven dient. Sie besitzt einen Andrehmotor in
Form eines Elektromotors, einer Brennkraftmaschine 'öder Turbine. Da hier die Gasturbinenanlage schon
jährend des Startens Leistung nach außen abgibt,
joll der Turbinenläufer vom Verdichterläufer me-
^anisch getrennt werden, um vorers4. nur den Verijjchler
auf Touren zu bringen ur>d dann, erst die arbeitleistende
Turbine zuzuschalten. Das eingangs genannte Problem stellt sich bei diesen Anlagen nicht,
daman bei Schiflen.J.okomotiveii od.dg. ausreichend
In diesem Falle wird davor; ausgegangen, daß der Zusatzandrehmotor stets nur eine unterstützende
Funktion für den Hauptandrehmotor auszuüben braucht. Dabei kann der Zusatzandrehmotor besonders
klein, leicht und einfach aufgebaut sein.
Nach einem weiteren bevorzugten Ausführangsbeispiel kann eine Kupplung vorhanden sen, die bei
Drehzahlen unterhalb der Zünddrehzahl der Gasturbinenanlage zwangJäufig den Zusatzandrehmotor
ie elektrische Batterien mitfuhren kann oder io mit dem Hauptandrelimotor verbindet, während sie
ohnehin .getrennte Generatoren oder Bordnetzanlagen diese bei einer vorbestimmten Drehzahl oberhalb der
hat. Bei der Ausführung des Andrehmotors als Brennkraftmaschine od. dgl. stellt sich das Problem eben
falls nicht
iÜe als stationäre Anlage zum Antrieb eines Drehstromgenerators
dient. Dieser soll auch zum Andreder Gasturbinenanlage Benutzung finden. Dabei
Zünddrehzahl trennt. Es wird dabei vermieden, daß der Zusatzandrehmotor beim Hochfahren der Gasturbinenanlage
weiter eingekuppelt bleibt. Man
Es ist ferner aus der deutschen Auslegeschrift 15 braucht ihn daher nicht für die hohen Betriebsdreh-1087265
eine Gasturbinenanlage bekanntgeworden, zahlen der Gasturbinenanlage auszulegen.
Nach einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung können die Mittel zum Betätigen
des Zusatzandrehmotors eine automatische Steuert eine als Ölturbinenrad ausgebildete Drehvorrich- 20 rungseinrichtung mit einer Temperaturmeßeinrichtung
vorgesehen, die die Anlage mit einer sehr ge- tung für die Turbinenauslaßtemperatur und einer
ringen Drehzahl (2 bis 4c/o der Normaldrehzahl) an- Drehzahlmeßeinrichtung für die Turbinendrehzahl
drehen kann. Bei dieser geringen Drehzahl soll dann zum Betätigen des Zusatzandrehmotors beim Überder
als Andrehmotor dienende Drehstromgenerator schreiten eines vorbestimmten Turbinenauslaß-Temmit
entsprechender Frequenz synchronisiert und die 25 peratunverts oder Unterschreitung einer vorbestimm-Gasturbinenanlage
dann durch Steigerung dieser Fre- ten Turbinendrehzahl nach einer bestimmten Zeit
quenz hochgefahren werden. Es handelt sich also bei enthalten. Bei dieser Ausführung ist größtmögliche
der Wellendrehvorrichtung um eine Hilfsvorrichtung, Sicherheit gegeben, daß die Gasturbinenanlage vor
die den Hauptandrehmotor in Form des Drehstrom- thermischen Schaden geschützt ist, die durch einen
generators überhaupt erst wirksam werden läßt und 30 Start mit zu geringer Drehzahl auftreten können. Ferstets
mit diesem zusammen benutzt werden muß. ner werden, was gerade bei Flugtriebwerken beson-
Aufgabe der Erfindung ist es dagegen, eine An- ders wichtig ist, die Piloten gerade während des Starts
drehvorrichtung der eingangs erwähnten Art zu von einer Kontrollfunktion entbunden, da der Zuschaffen,
die mit einem Andrehmotor von normaler- satzandrehmotor sich selbsttätig einschaltet, wenn die
weise genügender Leistung arbeitet und bequem zu 35 Notwendigkeit dafür gegeben ist. Dies trägt zur Entbedienen
ist, jedoch eine Reserve für den Fall ent- !astung der Piloten bei und fördert damit auch die
hält, daß der Andrehmotor auf Grund außergewöhnlicher Umstände, wie beispielsweise ungenügender
Energieversorgung des Andrehmotors oder extrem
Energieversorgung des Andrehmotors oder extrem
niedriger Außentemperatur, allein nicht ausreicht, 40 näher beschrieben. Es zeigt
um die Gasturbinenanlage auf ihre Startdrehzahl zu Fig. 1 eine Gesamtansicht einer erfindungsgemä-
bringen.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch einen Zusatzandrehmotor, der unmittelbar angrenzend
an einen Hauptandrehmotor angebracht ist, und durch Mittel zum Betätigen des Zusatzandrehmotors
zur Unterstützung des Hauptandrehmotors, wenn die vom letzteren allein abgegebene Leistung
zum Andrehen der Gasturbinenanlage nicht ausreicht.
Nach einer bevorzugten Ausführungsforro kann der
Zusatzandrehmotor eine Gasgeneratoreinrichtung mit einer chemischen Treibladung und Einrichtungen zu
ihrer Zündung umfassen. Ein solcher Zusatzandrehmotor ist besonders leicht und bringt trotzdem eine
große Leistung auf. Da der Zusatzandrehmotor nur relativ selten, d. h. in ausgesprochenen Not- oder
Extremfällen Verwendung findet, fallen die Wartungsschwierigkeiten bei einem solchen Andrehmotor
nicht ins Gewicht. c-
Sicherheit für das gesamte Luftfahrzeug.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
Ben Anordnung,
F i g. 2 ein Blockschaltbild einer bevorzugten automatischen
Steuereinrichtung,
F i g. 3 einen vertikalen Schnitt durch den Zusatzandrehmotor und die Kupplung,
F i g. 4 einen Schnitt, längs der Linie 4-4 der Fig. 3,
F i g. 5 einen vertikalen Schnitt durch die Kupplung,
einen Schnitt längs der Linie 6-6 der
Nach einem weiteren vorteilhaften Merkmal kann der Hauptandrehmotor ein elektrischer Motor sein,
der normalerweise während einer längeren Zeitdauer kontinuierlich mit hoher Drehzahl arbeiten kann. Der
Zusatzandrehmotor kann dabei so ausgebildet sein, 65 F i g. 2 näher beschrieben wird. Eine Hochdruckdaß
er bei einer ähnlich hohen Drehzahl eine Lei- rohrleitung 11 leitet das Gas von dsm Gasgenerator
stung abgeben kann, die geringer ist als die zum An- 10 über ein Druckregelventil 12, welches den Gasdrehen
der Gasturbinenanlage notwendige Leistung. druck auf einen geeigneten Wert regelt. Der Gasdruck
Fig. 6
Fig. 5,
Fig. 5,
Fig. 7 einen Schnitt längs der Linie 7-7 der F i g. 5 und
Fig. 8 einen Schnitt längs d;r Linie 8-8 der
Fig. 5.
Eine in F i g. 1 dargestellte, erfindungsgemäße Andrehvorrichtung besitzt einen Gasgenerator 10 herkömmlicher
Bauart, der eine Ladeöffnung umfaßt und Einrichtungen zum Zünden einer chemischen
Treibladung in Form einer Patrone, mit der ein Hochdruckgas erzeugt wird. Wie angedeutet, ist eine
Steuereinrichtung zur Zündung der Treibladung vorgesehen, die im folgenden im Zusammenhang mit der
setzt sich über eine Leitung 13 zu einem Einlaß eines äußeren Ende der Welle 44 des Hauptandrehmotors
Zusatzandrehmotors 14 fort, der als Gasmotor, ins- ein Zapfenlager 45 mit Hilfe von Kontermuttern 46
besondere als Drehflügelmotor, ausgebildet ist. befestigt. Der Ventilator 47 des Hauptandrehmotors
Es wird jetzt der Betrieb des Zusatzandrehmotors ist mit Hilfe einer Sicherung 48 an einem Flansch <
14 in Zusammenhang mit einer Kupplung beschrie- 5 45 a des Zapfenlagers 45 befestigt. Eine Blattfeder 49 J
ben, die ein Gehäuse 16 besitzt. Zur Beschreibung ist mit einem Bolzen 46 an der Welle 44 befestigt.
der gesamten Anordnung des Zusatzandrehsystems Die Blattfeder 49 drückt Fliehkraftarme 50 in \
nach Fig. 1 genügt es, festzustellen, daß ein elek- Schlitze 51 hinein, die an der Kupplungsscheibe 36
trischer Hauptandrehmotor-17, der gleichzeitig An- ausgebildet sind, so daß diese, wenn sie gedreht wird, j
drehmotor und Generator sein kann, auf einer Hai- io über diese Fliehkraftarme 50 die Welle 44 antreibt. \
terung 18 einer Gasturbinenanlage 19 montiert ist, Die Fliehkraftarme 50 sind mit Stiften 54, um die ) !
die z. B. als Flugtriebwerk zum Antrieb eines Hub- sie schwenkbar sind, in einem Spalt 53 in dem Zap- \
schraubers verwendet werden kann. Es wird jetzt der fenlager 45 drehbar angebracht. \
Betrieb des Zusatzandrehmotors, der Kupplung und Das Zusatz-Anlaßsystem arbeitet bezüglich der be- ;
des Hauptandrehmotors im einzelnen beschrieben. 15 schriebenen Komponenten wie folgt:
Der Zusatzandrehmotor 14 empfängt über eine Wenn es notwendig ist, den Hauptandrehmotor 17
Leitung 13, die mit einer kreisförmigen Abschluß- beim Andrehen der Gasturbinenanlage 19 zu unterplatte 20 des Motors verbunden ist, ein Hochdruck- stützen, wird in dem Gasgenerator 10 eine Patrone >
gas (vgl. die F i g. 3 und 4). Der Zusatzandrehmotor entweder von Hand oder von dem in F i g. 2 gezeigten
14 weist eine gegenüberliegende innere Abschluß- ao automatischen Steuersystem gezündet, wie es im fcl- !
platte 21 auf. Zwischen diesen Abschlußplatten 20 genden beschrieben wird. Das Gas strömt unter
und 21 ist ein ringförmiger Körper 22 angeordnet, der hohem Druck durch die Hochdruckleitung 11 zu dem ·
mit Bolzen 23 am Umfang und Paß-Stiften 24 an automatischen Druckregelventil 12 und von dort '\
den Abschlußplatten befestigt ist. Eine Lagerbüchse über die Leitung 13 zu dem Einlaß des Zusatzandreh- \
26 ist mit einem Stift 27 fest im Inneren des Körpers 35 motors 14. Die Einleitung des Hochdruckgases in \
22 angeordnet. Die Lagerbüchse 26 weist einen Ein- den Motor 14 dreht den Rotor 28, indem das Gas
gangsschlitz auf, der mit der Leitung 13 kommuniziert. nacheinander auf die Flügel 31 drückt, auf Grund [
Ein Rotor 28 ist exzentrisch in der Bohrung der der exzentrischen Anordnung der Achse des Rotors ■
Lagerbüchse 26 auf einer Welle montiert, deren ge- 28 im Inneren der Lagerbüchse 26. Der Rotor ist \
genüberliegende Enden die Bezugszeichen 29 und 29' 30 an der Druckplatte 34 befestigt, die so ausgebildet
tragen. Gasdichtungen 15 und 15' dichten die Enden ist. daß sie die Kupplungsscheibe 36 antreiben kann, '
29 und 29' der Welle ab. Die beiden Enden 29 und wenn die Ansätze 38 und 38' mit den Ansätzen 39
29' der Welle sind in Lagern 25 bzw. 25' gelagert. Der und 39' auf den entsprechenden Komponenten zum ■
Rotor 28 weist vier Schlitze 30 auf, die jeweils glei- Eingriff kommen. Dem Eingriff der Ansätze widerchen
Abstand voneinander haben. Jeder der Schlitze 35 steht anfänglich die Feder 40, welche die Aufgabe ;
30 nimmt einen Flügel 31 auf, dessen äußeres Ende hat, den ohne sie auftretenden Stoß abzuschwächen. ;
während der Rotation des Rotors auf Grund der An der Welle 44 des Hauptandrehmotors 17 sind
Zentrifugalkraft am inneren Umfang der Lager- zwei Fliehkraftarme 50 angebracht, die normalerbüchse
26 anliegt. Dementsprechend wirkt ein Hoch- weise in Schlitzen 51 in der Kupplungsscheibe 36
druckgas, das durch die Leitung 26 in den Schlitz 27 40 enthalten sind und die durch eine Scheibenfeder 47
gelangt, auf die exponierte Fläche eines jeden Flü- in dieser Lage gehalten werden. Wenn der Zusatzgels
31, so daß der Rotor 28 in der angezeigten Rieh- andrehmotor 14 gezündet wird und die Kupplungstung
angetrieben wird. Das Gas strömt durch einen scheibe36 sich dreht, dreht der Zusatzandrehmotor 14
Auslaß-Schlitz in der Lagerbüchse 26 und durch eine die Welle 44 des Hauptandrehmotors 17 und unter-Auslaßöffnung
32 ab. 45 stützt diesen beim Anlassen der Gasturbinenanlage 19.
Auf dem Ende 29' der Rotorwelle ist eine Druck- Wenn die Gasturbinenanlage auf eine vorbestimmte
platte 34 befestigt Die Druckplatte 34 weist eine Drehzahl beschleunigt wird, die höher ist als die An- \
Nabe 35 auf, die koaxial mit dem Ende 29' der Welle laßdrehzahl, dann werden die Fliehkraftarme 50
ausgerichtet ist. Die Nabe 35 ist mit einem Stift 33 durch die Wirkung der Zentrifugalkraft aus den
an dem Wellenende 29' befestigt. Eine Kupplungs- 50 Schlitzen 51 in der Kupplungsscheibe 36 heraus-
scheibe 36 ist mit Hilfe eines Klemmrings 37 dreh- gedrückt und dadurch von der Kupplungsscheibe 36
bar auf der Nabe 35 befestigt. Die Druckplatte 34 getrennt.
und die Kupplungsplatte 36 weisen einstückig mit Man sieht, daß in dem oben beschriebenen Aus-
ihnen ausgebildete Ansätze 38, 38'" bzw. 39 und 39' führungsbeispiel die Kupplungsscheibe 36 zwang-
auf, die, wenn sie in die in Fig. 6 gezeigte Stellung 55 läufig mit der Welle des Hauptandrehmotors so lange \
gebracht werden, die Teile antreiben. verbunden ist, bis die Drehzahl der Welle des Haupt-
Bevor sie zum Eingriff kommen, werden die andrehmotors die Anlaßdrehzahl überstiegen hat. Auf
Druckplatte 34 und die Kupplungsscheibe 36 mit Grund dieser Anordnung muß der Hauptandreh-Hilfe
einer Feder 40 auseinandergehalten, deren En- motor den Zusatzandrehmotor 14 drehen, wenn dieser
den 41 und 42 in einem Loch in der Druckplatte 34 60 nicht gezündet wird, dafür sind aber die mechani- \
bzw. in der Kupplungsscheibe 36 befestigt sind. Ent- sehen Wechselwirkungen zwischen den Komponenten
sprechend wird bei einer Drehung der Druckplatte beim Zünden der Zusatzandreheinrichtung auf ein
34 durch den Zusatzandrehmotor 14 die Platte 34 gegen Minimum gebracht. Alternativ können die Schlitze 51
den Federdruck um einen Winkelbetrag gedreht, bis auf der Seite, die der Drehrichtung gegenüberliegt,
die Ansätze 38 und 38' auf der Druckplatte 34 mit 65 abgeschrägt oder geneigt sein, wie es durch die geden
Ansätzen 39 und 39' der Kupplungsscheibe 36 strichelte Linie 51a dargestellt ist, damit der Hauptzum
Eingriff kommen. andrehmotor 17 und der Zusatzandrehmotor 14 von-
Wie man am besten in der F i g. 5 sieht, ist an dem einander getrennt sind, bis der letztere gezündet wird.
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j In der F i g. 2 ist eine in Verbindung mit der Er- überschreitet, wird eine Transistorschaltung oder ein
findung bevorzugte automatische Steuereinrichtung elektromechanisches Relais geschaltet, das ein Ausdargestellt,
die jetzt beschrieben wird. Wenn der gangssignal erzeugt, welches stark genug ist, die elek-Steuerschalter
61 des Zusatzandrehmotors auf Hand- trische Zündladung zu zünden, welche die Pratrone
betrieb eingestellt ist, wird die Patrone durch den 5 zündet, wodurch der Zusatzandrehmotor betätigt wird.
Bedienungsmann gezündet, sobald er es wünscht. Wenn die Signalspannung ί den Wert t* erreicht, wird
Wenn der Steuerschalter 61 des Zusatzandrehmotors auch die augenblickliche Spannung N1 mit N* verin
der Stellung »Aus« steht, ist die elektrische Zünd- glichen. Falls sie größer ist als der Wert N*, wird
ladung der Patrone kurzgeschlossen, so daß diese kein Zeichen abgegeben, falls sie aber niedriger ist,
nicht gezündet werden kann. to wird eine Transistorschaltung oder ein elektromecha-Wenn
der Steuerschalter 61 des Zusatzandreh- nisches Relais geschaltet, das ein Ausgangszeichen
motors in der Stellung »Automat« steht, wird die erzeugt, welches stark genug ist, die elektrische
Patrone unter den folgenden Bedingungen automa- Zündladung zu zünden.
tisch gezündet: Der Startschalter wird betätigt, und Die elektronischen und elektrischen Komponenten
die Auslaßtemperatur der Turbine übersteigt einen 15 entweder der volltransistorisierten Ausführung, z. B.
vorbestimmten WertT1*, oder der Startschalter ist die Zener-Dioden und die gesteuerten Silicium-Gleich-
betätigt, und die Turbine erreicht in der Zeit t* nicht richter, oder aber der empfindlichen elektromechani-
eine vorbestimmte Drehzahl N*. Die vorbestimmten sehen Relais sind bekannt und erhältlich, so daß es
Werte N1*, tx* und T* hängen von den Betriebs- möglich ist, eine Anordnung zu bauen, welche die
bestimmungen der vorliegenden Gasturbinenanlage ab. 20 beschriebenen Schaltfunktionen übernimmt.
Wenn der Schalter 61 in der Stellung »Automat« Die Spannungsverstärkung der Signalspannungen
steht, wird durch ein Schließen des Startschalters 62 kann entweder mit Transistoren oder mit Vakuum-
das Startrelais 63 erregt, so daß die Gasturbinenanlage röhren durchgeführt werden.
19 auf normale Art angelassen wird. Wenn das Re- Wenn der Schalter 61 in der Stellung »Aus« steht,
lais 63 anzieht, wird auch der Zeitgeber 65 erregt, as kann die Patrone, wie man sieht, nicht gezündet wer-
der an die Vergleichsschaltung 66 eine Spannung ab- den. Wenn der Schalter 61 auf Handbetrieb gestellt
gibt, die der Zeit proportional ist. ist, kann die Bedienungsperson jederzeit die elek-
Während die Drehzahl der Gasturbine 19 zunimmt, trische Zündladung der Patrone zünden, indem sie
liefert ihre Drehzahlmeßeinrichtung, ein Tachogene- den Handauslöser 71 drückt.
j rator 69, eine Spannung an die Vergleichsschaltung 30 Eine Anzeigelampe für »Betrieb« (nicht darge-
66, die der Drehzahl N1 der Turbine proportional ist. stellt) brennt immer dann, wenn der Steuerschalter
ϊ Eine Temperaturmeßeinrichtung in Form eines Ther- 61 in der Stellung »Automat« oder auf Handbetneb
! moelementes 70, das in der Abgas- bzw. Turbinen- steht, und in diesen Fällen kann die Patrone jeder-
j außenldtung angebracht ist, gibt an die Vergleichs- zeit gezündet werden. Ein Relais (nicht dargestellt)
j schaltung 66 eine Spannung ab, die der Tempera- 35 zur Stromversorgung dieser Lampe kann z. B. durch
tür T proportional ist. einen schwachen Strom erregt werden, der über die
Die genannten Signalspannungen f, N1 und T wer- elektrische Zündladung der Patrone läuft. Dieser
den in der Vergleichsschaltung verstärkt und mit vor- Strom ist zu schwach, um die Patrone zu zünden, isi
gegebenen Soannuneswerten f*, N1* und T* vereli- jedoch stark genug, um das Relais der Betriebs·
chen. Falls T den Wert von T* zu irgendeiner Zeit 40 anzeigelampe zu schalten.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. ^drehvorrichtung für Gasturbinenanlagen, bonden ist die Gasturbinenanlage auf die Selbstlauf
insbesondere Flugbetriebwerke, mit einem An- 5 drehzahl bringt. Im Gegensatz zu Kolbenmotorei
drehmotor, der uiuer normalen Bedingungen ge- müssen Gasturbinen auf eine ,m Vergleich zu ,lire
nügend Leistung abgibt, um die Gastobinenan- normalen Betriebsdrehzahl hohe Drehzahl gebrach
lage anzudrehen, de? eine mit letzterer verbun- werden, damit sie von selbst ,m Leerlauf weiterlau
dene AntriebsweUe aufweist und an der Gas- fen. Es ist relativ viel elektrische Energie notwendig
turbinenanlage angebracht ist, gekennzeich- io um die Gasturbine auf diese Selbstlaufdrehzahl zi
net durch einen Zusatzandrehmotor(14), der bringen. Da Speicherbatterien stets sehr schwer smd
unmittelbar angrenzend an einem Hauptandreh- verbleibt bei der Konstruktion eines Flugzeuges fü:
motor (17) angebracht ist, und durch Mittel zum den FaU einer entladenen Batterie und fur extren
Betätigen des Zusatzandrehmotors (14) zur Unter- .niedrige Umgebungstemperaturen nur wenig Spiel
Stützung des Hauptandrehmoto.s (17), wenn die 15 raum. FaUs eine Gasturbinenanlage mit emer man
von letzterem allein abgegebene Leistung zum gelhaft geladenen Batterie angelassen wird, kann dai
Andrehen der Gasturbinenanlage (19) nicht aus- ernsthafte Folgen haben, da dabei Temperaturen auf
reicht. treten können, die die Turbine beschädigen, falls dit
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- Turbinendrehzahl bei der anfänglichen Verbrennung
kennzeichnet, daß der Zusatzandrehmotor (14) a° des Brennstoffs zu niedrig ist. Es ist bekannt, daC
eine Gasgeneratoreneinrichtung mit einer chemi- dieser »hefte Start« eine Hauptursache fur em vorsehen
Treibladung und Einrichtungen zu ihrer zeitiges Versagen der Gasturbinenanlage ist.
Zündung umfaßt. Es sind verschiedene Verfahren zur Verbesserung
Zündung umfaßt. Es sind verschiedene Verfahren zur Verbesserung
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge- des Anlaßbetriebs von GasturbinenanJagen vorgekennzeichnet,
daß der Hauptandrehmotor ein 25 schlagen worden. Diese Verfahren umfassen die Verelektrischer
Motor (19) ist, der normalerweise wendung von Hochleistungsbatterien, von am Boden
während einer längeren Zeitdauer kontinuierlich installierten Anlaßmotoren, Hilfsenergie-Einheiten an
mit hoher Drehzahl arbeiten kann, und daß der Bord und den Austausch des elektrischen AnI aß-Zusatzandrehmotor
(14) so ausgebildet ist, daß er Systems gegen pneumatische, hydraulische oder Pabei
einer ähnlich hohen Drehzahl eine Leistung 30 tronen-Anlaß-Systeme hoher Kapazität.
abgeben kann, die geringer als die zum Anlassen Die Verwendung von am Boden installierten Zu-
der Gasturbinenanlage notwendige Leistung ist. satzanlaßsystemen ist jedoch für Flugzeuge und Hub-
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche I schrauber, die häufig in abgelegenen Gebieten einbis
3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kupp- gesetzt werden, nicht möglich. Zusatz- oder Auslung
(34, 36, 50) vorhanden ist, die bei Dreh- 35 tauschsysteme, die zusätzUche Batterien oder pneuzahlen
unterhalb der Zünddrehzahl der Gastur- matische oder hydraulische Speicherzylinder erforbinenanlage
(19) zwangläufig den Zusatzandreh- dem, weisen stets den Nachteil einer großen Gemotor
(14) mit dem Hauptandrehmotor (17) ver- wichtserhöhung des Systems auf und können desbindet,
während sie diese bei einer vorbestimmten wegen nur in Notfällen oder unter außergewöhn-Drehzahl
oberhalb der Zünddrehzahl trennt. 40 liehen Bedingungen verwendet werden. Außerdem
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 erfordern die Hilfssysteme, mit Ausnahme der zubis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel sätzlichen Batterien, auch zusätzliche Einrichtungen
zum Betätigen des Zusatzandrehmotors (14) eine zur Verbindung des Zusatzanlaßmotors mit der Maautomatische
Steuerungseinrichtung (61, 63, 65, schine. Die meisten Gasturbinenanlagen weisen auf
66) mit einer Temperaturmeßeinrichtung (70) für 45 dem Zusatzgetriebegehäuse lediglich eine Halterung
die Turbinenauslaßtemperatur und einer Dreh- auf, so daß zur Verwendung eines zweiten Anzahlmeßeinrichtung
(69) für die Turbinendreh- lassers größere Änderungen an dem Motor notwenzahl
zum Betätigen des Zusatzandrehmotors (14) dig sind.
bei Überschreitung eines vorbestimmten Turbi- Aus der deutschen Patentschrift 8 53 681 ist ein
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US435770A | 1970-01-20 | 1970-01-20 | |
| US435770 | 1989-11-13 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2102004A1 DE2102004A1 (de) | 1971-07-29 |
| DE2102004B2 DE2102004B2 (de) | 1975-05-28 |
| DE2102004C3 true DE2102004C3 (de) | 1976-01-15 |
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