DE208664C - - Google Patents

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DE208664C
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thermocouple
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01KMEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01K1/00Details of thermometers not specially adapted for particular types of thermometer
    • G01K1/08Protective devices, e.g. casings
    • G01K1/10Protective devices, e.g. casings for preventing chemical attack

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Temperature Or Quantity Of Heat (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
hoher Temperaturen.
So einfach die Ermittlung hoher Temperaturen mit Hilfe von thermoelektrischen Pyrometern oder Widerstandsthermometern im Prinzip ist, so bietet die praktische Ausführung infolge der schädlichen chemischen Einwirkungen der heißen Gase auf die als Meßdrähte ο. dgl. zur Verwendung kommenden Metalle doch große Schwierigkeiten. Es gelingt oft nur schwer, diese Einwirkungen durch
ίο Schutzhüllen usw. fernzuhalten. So ist es bisher nicht gelungen, die Temperatur von Metallsalzschmelzen (wie sie z. B. bei bestimmten Härteöfen angewendet werden) oder flüssigen Metallen (z. B. von Bleibädern) dauernd messen zu können, ohne mit bedeutenden Unkosten infolge beständiger Zerstörung der in die Schmelzen eingetauchten pyrometrischen Apparate rechnen zu müssen. Die Ursache der Zerstörung ist eine doppelte, näm-Hch einesteils die Schlackenschicht, welche an der Oberfläche der Schmelze jede metallene Schutzmontieruhg stark angreift, anderenteils die Metalldämpfe, welche die das Thermoelement o. dgl. umgebenden Metallrohre durch- dringen und es zerfressen. Man mußte Mittel suchen, um diesen beiden Einwirkungen entgegenzutreten und sucht dies fast allgemein .durch ein Doppelrohr zu erreichen, wobei die Ausführung sehr verschieden ist. Z. B. ist erfahrungsgemäß ein glasiertes Rohr aus Marq u ar dt scher Masse für Metalldämpfe undurchlässig, es gelingt aber schwer, dieses Rohr, ohne daß es springt, in die heiße Flüssigkeit einzuführen oder nach Bedarf aus
derselben herauszuziehen. Auch kann man durch Ausfüllen des Zwischenraumes zweier ineinandersteckender Eisenrohre mit Kieselgur, Quarzpulver usw. eine undurchdringliche Zwischenschicht herstellen, die auch nach Zerstörung des äußeren Eisenrohres der Schlacke standhält. Ferner hat man ein Quarzglasrohr innerhalb eines Graphitrohres angewandt für ähnliche Zwecke, indem man überall den Ge-^ danken verfolgt, gleichzeitig Dämpfe und Schlacke unschädlich zu machen.
Die Erfindung verfolgt nun den Zweck, auf einem anderen einfachen Wege beide schädliche Einflüsse bei Thermoelementen und Widerstandsthermometern von diesen selbst fernzuhalten und ihnen eine lange Lebensdauer bei beständiger Benutzung zu sichern.
Das Thermoelement oder der Widerstandsdraht werden zunächst in üblicher Weise mit Porzellan umgeben und mit diesem in einem Rohr angeordnet, welches mit einem galvanisehen Metallüberzug versehen ist, um die Metalldämpfe fernzuhalten. Ein stark vernickeltes, unten geschlossenes Eisenrohr hat sich z. B. als völlig undurchlässig ■ für derartige Metalldämpfe erwiesen und bietet in seinem ' Innern dem Meßdraht wirksam Schutz. Der Metallüberzug darf mit der Schmelze nicht in unmittelbare Berührung kommen, und dazu dient ein ihn umgebendes Eisenrohr. Dieses Rohr wird an der Stelle, an der es die Oberfläche der Schmelze durchdringt, verstärkt, z. B. durch eine darüber geschobene Muffe, welche gleichfalls aus Metall bestehen kann,

Claims (3)

  1. Eine derartige hinreichend dicke Muffe widersteht der Schlacke längere Zeit. Durch' ein Schutzrohr der beschriebenen Art wird also ein wirksamer Schutz des Thermoelementes bzw. Widerstandsdrahtes gegen alle schädlichen Einflüsse gewährleistet; die Muffe besitzt zudem den Vorzug größter mechanischer Widerstandsfähigkeit. '·
    In der beiliegenden Zeichnung bezeichnet a
    ίο das Thermoelement, δ die Isoliermasse und c das von außen galvanisierte, im vorliegenden Fall aus Eisen hergestellte Rohr,. während d der das Innenrohr gegen die unmittelbare Berührung mit dem Metallbade schützende Mantel ist, auf welchem die mit e bezeichnete, aufgeschobene Muffe sitzt.
    Patent-Aν Sprüche:
    i. Pyrometer (Thermoelemente, Widerstandsthermometer o. dgl.) zur Messung hoher Temperaturen, dadurch gekennzeichnet , daß die durch Porzellan o. dgl. isolierten Meßdrähte (a) nicht fest anhaftend von einem Metallmantel (c) umgeben sind, der mit einem galvanischen Überzug von einem in der Glühhitze für Metalldämpfe undurchlässigen Metall, wie Nickel, überzogen ist.
  2. 2. Pyrometer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mit galvanischem Überzug versehene Metallmantel (c) zum Schutz vor Beschädigungen mit einem Eisenrohr (d) umgeben ist.
  3. 3. Pyrometer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das äußere Eisenrohr an der Stelle, an welcher es die Oberfläche der Schmelze durchdringen soll, durch eine Muffe (e) verstärkt ist, um der zerstörenden Wirkung der Schlacke langer standzuhalten.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3996071A (en) * 1973-06-12 1976-12-07 Friedrich Vade Gmbh Temperature measuring device for use at pressures in excess of 1,500 bar

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3996071A (en) * 1973-06-12 1976-12-07 Friedrich Vade Gmbh Temperature measuring device for use at pressures in excess of 1,500 bar

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