AT38028B - Schutzvorrichtung für Pyrometer. - Google Patents

Schutzvorrichtung für Pyrometer.

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    Schutzvorrlohtung für   Pyrometer. 



   So einfach die Ermittlung hoher Temperaturen mit Hilfe von thermoelektrischen Pyrometern oder Widerstandsthermometern ist, so bietet die praktische Ausführung infolge der schädlichen chemischen Einwirkungen der heissen Gase auf die   als Messdrähte   oder dergleichen zur Verwendung kommenden Metalle doch grosse Schwierigkeiten. Es gelingt oft nur schwer, diese Einwirkungen durch Schutzhülle etc. fernzuhalten. So ist es bisher nicht gelungen, die Temperatur von Metallsalzschmelzen (wie sie z. B. bei bestimmten Härteöfen angewendet werden) oder flüssigen Metallen (z. B. von   BIeibädprn)   dauernd messen zu können, ohne mit bedeutenden Unkosten infolge beständiger Zerstörung der in die Schmelzen eingetauchten pyrometrischen Apparate rechnen zu müssen.

   Die Ursache der Zerstörung ist eine doppelte,   näwlich   einesteils die Schlackenschicht, welche an der Oberfläche der Schmelze jede metallene Schutzmontierung stark angreift, andernteils die Metalldämpfe, welche die das Thermoelement oder dergleichen umgebenden meist aus Eisen bestehenden Metallrohre durchdringen und das Element zerfressen. Man musste Mittel suchen, um diesen beiden Einwirkungen entgegenzutreten und sucht dies fast allgemein durch ein Doppelrohr zu erreichen, wobei die Ausführung sehr verschieden ist. Zum Beispiel ist erfahrungsgemäss ein   glasiertes   Rohr aus Marquardt'scher Masse für Metalldämpfe undurchlässig, es gelingt aber schwer, dieses Rohr, ohne dass es springt, in die heisse Flüssigkeit einzuführen, oder nach Bedarf aus derselben heranziehen.

   Auch kann man durch Ausfüllen des Zwischenraumes zweier ineinander steckender Eisenrohre mit Kiesolgur, Quarzpulver etc. eine undurchdringliche Zwischenschicht herstellen, die auch nach Zerstörung des äusseren Rohres der Schlacke standhält. Ferner hat man ein Quarzglasrohr innerhalb eines Graphitrohres angewandt für ähnliche Zwecke, indem man überall den Gedanken verfolgt, gleichzeitig Dämpfe und Schlacke unschädlich zu machen. 



   Nachstehende Erfindung ist nun geeignet, auf einem anderen einfachen Wege in vollkommenster Weise beide schädliche Einflüsse bei Thermoelementen und Widerstandsthermometern von diesen selbst fernzuhalten und ihnen eine lange Lebensdauer bei beständiger Benutzung zu sichern. 



   Das Thermoelement oder der Widerstandsdraht worden in einem Rohr aus billigem Material, beispielsweise Eisen, angeordnet, das mit einem galvanischen Überzug eines gegen die   Metalldämpfe   und sonstigen Gase unempfindlichen Metalles überzogen ist. Ein stark vernickeltes, einseitig geschlossenes Eisenrohr hat sich für derartige Zwecke als völlig undurchlässig erwiesen und bietet den Messdrähten wirksamen Schutz. Der galvanische Überzug bewirkt hierbei durch die vollkommene Dichtigkeit des Niederschlages den völligen   Abschluss   des Eisenrohres gegen die Gase und Dämpfe. Der Nickelüberzug eignet sich besonders wegen seiner Billigkeit ; denselben Zweck würden beispielsweise auch die natürlich kostspieligeren Edelmetalle, oder passende Halbedelmetalle erfüllen. 



   Der Metallüberzug darf mit der Schmelze nicht in unmittelbare Berührung kommen und dazu dient ein ihn umgebendes Eisenrohr. Dieses Rohr wird- an der Stelle, an der es die Oberfläche der Schmelze durchdringt, verstärkt, z. B. durch eine darübergeschobene 
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 EMI2.1 
   dergieichen)   zur Messung hoher Temperaturen mit   df-ch Porzellan   oder dergleichen isolierten Messdrähten, welche in einem Metallmantel untergebracht sind, dadurch gekenn-   zeichnet, dass   derselbe mit einem galvanischen Überzug von gegen die   Metaildämpfe   und sonstigen Gaso unempfindlichen Metall, beispielsweise Nickel oder sonstige   Halbedel-oder   Edelmetalle versehen ist, zum Zwecke,

   den Metallmantel auch in der Glühhitze für Metalldämpfe und dem   Messdrahto   schädliche Gase undurchlässig zu machen.

Claims (1)

  1. 2. ) Schutzvorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der'mit galvanischem Überzug versehene, die Widerstandsdrähte oder dergleichen enthaltende Metall- mantel mit einem Eisenrohr umgeben ist, zum Zwecke, den galvanischen Überzug vor mechanischen Beschädigungen zu schützen.
    3. ) Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das äussere Eisenrohr an. der Stelle, an welcher ès die Oberfläche der Schmelze durchdringt, durch eine Mune verstärkt ist, um der zerstörenden Wirkung der Schlacke länger standzuhalten. EMI2.2
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