DE202012103334U1 - Stempel für eine Fettpresse - Google Patents
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Abstract
Stempel für eine Fettpresse (10), mit einem scheibenförmigen Absperrelement (18), das dazu ausgebildet ist, schließend in einem Rohr (12) der Fettpresse geführt zu werden und mit einer umlaufenden gummielastischen Dichtung (50) an der Innenfläche des Rohres (12) abzudichten, dadurch gekennzeichnet, dass das Absperrelement (18) zwei Scheiben (46, 48) aufweist, die die Dichtung (50) klemmend zwischen sich aufnehmen und deren Abstand mittels einer Spanneinrichtung (52, 54) verstellbar ist.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Stempel für eine Fettpresse, mit einem scheibenförmigen Absperrelement, das dazu ausgebildet ist, schließend in einem Rohr der Fettpresse geführt zu werden und mit einer umlaufenden gummielastischen Dichtung an der Innenfläche des Rohres abzudichten.
- Ein Beispiel einer Fettpresse wird in
DE 42 07 685 A1 beschrieben. - Mit Hilfe derartiger Fettpressen wird Schmierfett unter hohem Druck in die abzuschmierenden Maschinenteile gepresst. Das Fett befindet sich in einem rohrförmigen Gehäuse und wird mit Hilfe des Stempels in einen Pressenkopf gedrückt, der an einem Ende des Rohres angebracht ist. Der Pressenkopf weist eine Zylinderbohrung auf, in die ein üblicherweise durch einen Handhebel betätigter Kolben eintaucht. Mit Hilfe des Kolbens wird das Fett durch einen Auslassstutzen ausgepresst, der ein Rückschlagventil enthält und an den Schmiernippel des Maschinenteils ankuppelbar ist.
- Das Absperrelement ist mit Hilfe einer Schraubenfeder in Richtung auf den Pressenkopf vorgespannt und/oder mit Hilfe einer Betätigungsstange verschiebbar. Wenn Fett nachgefüllt werden soll, so wird der Stempel zum rückwärtigen Ende des Rohres herausgezogen, und das Fett wird entweder lose oder in einem Aufreißbeutel oder einer Kartusche verpackt in das Rohr eingegeben. Falls das Fett nicht in der Verpackung eingeschlossen ist, sorgt die umlaufende Dichtung des Absperrelements dafür, dass das Fett beim Vorschieben des Stempels nicht durch einen Spalt zwischen dem Absperrelement und der Rohrwand heraus quillt. Wenn jedoch das Fett in einer Verpackung eingeschlossen ist, so ist die Dichtung eigentlich überflüssig und sogar schädlich, da sie den Reibungswiderstand erhöht und das Einführen des Stempels in das Rohr erschwert.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stempel für eine Fettpresse zu schaffen, der sich bedarfsgerecht konfigurieren lässt.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Absperrelement zwei Scheiben aufweist, die die Dichtung klemmend zwischen sich aufnehmen und deren Abstand mittels einer Spanneinrichtung verstellbar ist.
- Mit Hilfe der Spanneinrichtung ist es möglich, die Dichtung mehr oder weniger stark zu quetschen und damit die Kraft einzustellen, mit der die Dichtung an der Rohrwand anliegt. Wenn das Fett in einer Verpackung eingeschlossen ist und somit keine Dichtung benötigt wird, so wird der Abstand zwischen den Scheiben so groß gewählt, dass die Dichtung praktisch nicht gequetscht wird und der Stempel sich leichtgängig in dem Rohr verschieben lässt. Wenn das Fett dagegen lose eingefüllt wird, so kann die Dichtung so stark gequetscht werden, dass ein passender Kompromiss zwischen Leichtgängigkeit des Stempels und Anpresskraft der Dichtung erreicht wird.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Die Spanneinrichtung kann beispielsweise dadurch gebildet werden, dass die beiden Scheiben des Absperrelements über einen Gewindebolzen und eine zugehörige Gewindebuchse miteinander in Eingriff stehen, so dass sich der Abstand durch relative Verdrehung des Bolzens und der Buchse einstellen lässt. Vorzugsweise ist an der Scheibe, die dem Pressenkopf zugewandt ist, eine Verdrehsicherung vorgesehen, die ein Mitdrehen dieser Scheibe verhindert, wenn die andere Scheibe bzw. die zugehörige Gewindebuchse mit Hilfe der Betätigungsstange gedreht wird. Die Verdrehsicherung kann beispielsweise durch ineinandergreifende Verriegelungsorgane an der Scheibe bzw. dem Gewindebolzen oder der Gewindebuchse einerseits und am Pressenkopf andererseits gebildet werden.
- Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung näher erläutert.
- Es zeigen:
-
1 eine Gesamtansicht einer Fettpresse; -
2 einen Schnitt durch einen Pressenkopf und ein angrenzendes Ende eines Rohres der Fettpresse und eines darin geführten Stempels; und -
3 eine Darstellung analog zu2 , zur Illustration eines Verstellvorgangs für den Stempel. - Die in
1 gezeigte Fettpresse10 weist ein Rohr12 auf, das am oberen Ende in1 durch einen Pressenkopf14 abgeschlossen ist. Das Rohr12 nimmt einen Fettvorrat auf, der mit Hilfe eines im Rohrinneren untergebrachten Stempels16 zum oberen Rohrende gedrückt wird. Der Stempel16 weist ein scheibeförmiges Absperrelement18 auf, das am freien Ende einer Betätigungsstange20 sitzt, und kann mit Hilfe eines am unteren Ende der Betätigungsstange angebrachten Handgriffes22 zurückgezogen werden. Wahlweise ist zwischen dem Absperrelement18 und einer lösbar in das untere Ende des Rohres12 eingesetzten Kappe24 eine nicht gezeigte Schraubenfeder vorgesehen, die den Stempel nach oben drückt. - An dem Pressenkopf
14 ist mit Lenkern26 ein Betätigungshebel28 befestigt, der eine aus einem Zylinderblock des Pressenkopfes herausragende Kolbenstange30 beaufschlagt. Auf der der Kolbenstange30 entgegengesetzten Seite des Pressenkopfes14 ist ein Auslassstutzen32 erkennbar, der – gegebenenfalls über ein geeignetes Übergangsstück – mit einem Schmiernippel verschraubbar ist und durch den das Fett ausgepresst wird. - Gemäß
2 handelt es sich bei dem Pressenkopf14 um einen verhältnismäßig massiven Metallblock, der in einem Stück mit dem dünnwandigeren Rohr12 ausgebildet ist. Der Pressenkopf14 bildet einen Lagerbock34 für die Lenker26 und weist eine Zylinderbohrung36 auf, die einen mit der Kolbenstange30 verbundenen Kolben38 aufnimmt. Die Zylinderbohrung36 ist über einen Durchbruch40 in einer Wand42 des Pressenkopfes mit dem Inneren des Rohres12 verbunden, so dass das Fett in die Zylinderbohrung eintreten kann. - Der Auslassstutzen
32 wird beispielsweise durch das Stahlgehäuse eines Rückschlagventils gebildet, das in eine Gewindebohrung des Lagerbocks34 eingeschraubt ist. Der Einlass des Rückschlagventils ist über einen Durchbruch44 mit dem Ende der Zylinderbohrung36 verbunden. - Das Absperrelement
18 weist gemäß2 zwei parallele Scheiben46 ,48 auf, die den Innenquerschnitt des Rohres12 nahezu vollständig ausfüllen und zwischen deren Rändern eine umlaufende ringförmige Dichtung50 aus gummielastischem Material klemmend gehalten ist. In dem in2 gezeigten Zustand wird die Dichtung50 zwischen den Scheiben46 und80 so stark gequetscht, dass sie mit einer relativ hohen Dichtkraft an der Innenfläche des Rohres12 anliegt. - Die Scheibe
48 ist starr oder drehbar mit einem Gewindebolzen52 verbunden, der in eine Gewindebohrung54 eingeschraubt ist, die koaxial im Ende der Betätigungsstange20 ausgebildet ist. Die Scheibe46 sitzt lose auf dem Gewindebolzen52 und stützt sich über einen reibungsmindernden Gleitring56 auf dem Ende der Betätigungsstange20 ab. - In die Wand
52 des Pressenkopfes ein Schlitz58 eingefräst oder eingeprägt, dessen Breite dem Nennmaß eines Sechskantkopfes60 des Gewindebolzens52 entspricht. - Wenn der Fettvorrat im Rohr
12 verbraucht ist und der Stempel16 ganz in das Rohr eingeschoben ist, so kann der Stempel16 mit Hilfe des Handgriffes22 in eine Position gedreht werden, in der der Sechskantkopf60 in den Schlitz58 eintauchen kann, wie in3 dargestellt ist. Der Sechskantkopf60 und der Schlitz58 bilden dann eine Verdrehsicherung, die ein Mitdrehen des Gewindebolzens52 verhindert, wenn die Betätigungsstange20 gedreht wird. In diesem Zustand kann deshalb durch Verdrehen der Betätigungsstange20 der Gewindebolzen52 weiter aus der Gewindebohrung54 herausgeschraubt werden, so dass sich der Abstand zwischen den Scheiben46 und48 vergrößert und die Dichtung50 eine Form annimmt, in der sie nicht mehr an der Innenwand des Rohres12 anliegt. In diesem Zustand kann der Stempel16 reibungsarm aus dem Rohr12 herausgezogen werden. Nach Entfernen der Kappe24 (1 ) lässt sich der Stempel ganz herausnehmen, so dass neues Fett nachgefüllt werden kann. - Wenn das neue Fett in einer Aufreißverpackung verpackt ist und mit dieser Verpackung in das Rohr
12 eingegeben wird, so kann das Absperrelement18 in dem in3 gezeigten Zustand verbleiben, da in diesem Fall die Aufreißverpackung für eine ausreichend Abdichtung sorgt und somit die Funktion der Dichtung50 nicht benötigt wird. Wenn dagegen das Fett lose eingefüllt wird, so kann der Gewindebolzen52 mit Hilfe eines am Sechskantkopf60 angreifenden Schraubenschlüssels so weit eingeschraubt werden, dass eine ausreichende Dichtwirkung der Dichtung50 erreicht wird. - Auf entsprechende Weise kann auch die Spannung der Dichtung
50 nachgestellt werden, wenn die Dichtwirkung aufgrund von Verschleiß nachgelassen hat. Falls kein Schraubenschlüssel zur Hand ist, kann die geeignete Einstellung der Anpresskraft der Dichtung50 auch vor dem Nachfüllen von Fett und vor dem Herausziehen des Stempels in dem in3 gezeigten Zustand erfolgen. - In einer alternativen (nicht gezeigten) Ausführungsform kann die Verdrehsicherung für die Scheibe
48 auch durch eine oder mehrere axiale Vorsprünge gebildet werden, die außermittig von dieser Scheibe vorspringen und in entsprechende Ausnehmungen der Wand42 eingreifen. Diese Vorsprünge können auch als Flügel gestaltet sein, die auch dann bereits als Verdrehsicherung wirken, wenn sie noch nicht in die zugehörigen Ausnehmungen eingreifen sondern bei noch nicht völlig geleertem Rohr12 lediglich in das Fett eintauchen. In dem Fall ist ein Nachstellen der Dichtkraft der Dichtung50 bei jedem Füllzustand der Fettpresse möglich, ohne dass dazu der Stempel16 aus dem Rohr12 herausgezogen werden muss. - Bei diesen Ausführungsformen können die Scheiben
46 und48 wahlweise auch verschiebbar auf der Betätigungsstange20 geführt sein, wobei am Ende der Betätigungsstange ein Anschlag für die Scheibe48 vorgesehen ist. Statt über den Gewindebolzen52 sind die Scheiben46 ,48 dann über Gewindehülsen miteinander verschraubt, die die Betätigungsstange20 umgeben. Die Scheibe46 sitzt drehfest auf der Betätigungsstange20 , die zu diesem Zweck beispielsweise ein Sechskantprofil hat, und kann somit durch Drehen der Betätigungsstange20 relativ zu der Scheibe48 verdreht werden, wenn diese am Pressenkopf anliegt und durch die erwähnten axialen Vorsprünge gegen Verdrehung gesichert ist. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- DE 4207685 A1 [0002]
Claims (5)
- Stempel für eine Fettpresse (
10 ), mit einem scheibenförmigen Absperrelement (18 ), das dazu ausgebildet ist, schließend in einem Rohr (12 ) der Fettpresse geführt zu werden und mit einer umlaufenden gummielastischen Dichtung (50 ) an der Innenfläche des Rohres (12 ) abzudichten, dadurch gekennzeichnet, dass das Absperrelement (18 ) zwei Scheiben (46 ,48 ) aufweist, die die Dichtung (50 ) klemmend zwischen sich aufnehmen und deren Abstand mittels einer Spanneinrichtung (52 ,54 ) verstellbar ist. - Stempel nach Anspruch 1, bei dem die Spanneinrichtung durch einen der einen Scheibe (
48 ) zugeordneten Gewindebolzen (52 ) gebildet wird, der in eine der anderen Scheibe (46 ) zugeordnete Gewindebohrung (54 ) einschraubbar ist. - Stempel nach Anspruch 2, bei dem die Gewindebohrung (
54 ) koaxial im Ende einer Betätigungsstange (20 ) des Stempels (16 ) ausgebildet ist, an der sich die zugehörige Scheibe (46 ) abstützt. - Stempel nach Anspruch 2 oder 3, bei dem der Scheibe (
48 ), die einem Pressenkopf (14 ) am geschlossenen Ende des Rohres (12 ) näher liegt, eine Verdrehsicherung (60 ) zugeordnet ist. - Stempel nach Anspruch 4, bei dem die Verdrehsicherung (
60 ) durch mindestens einen Vorsprung gebildet wird, der in einen entsprechenden Schlitz (58 ) oder eine Ausnehmung im Pressenkopf (14 ) einführbar ist.
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Also Published As
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Legal Events
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