DE2016382B2 - Vergußmasse und Verfahren zum Füllen von Hohlräumen in elektrischen Apparaten - Google Patents

Vergußmasse und Verfahren zum Füllen von Hohlräumen in elektrischen Apparaten

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DE2016382B2
DE2016382B2 DE19702016382 DE2016382A DE2016382B2 DE 2016382 B2 DE2016382 B2 DE 2016382B2 DE 19702016382 DE19702016382 DE 19702016382 DE 2016382 A DE2016382 A DE 2016382A DE 2016382 B2 DE2016382 B2 DE 2016382B2
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Herbert Mutschellen Schreiber (Schweiz)
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B3/00Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
    • H01B3/18Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances
    • H01B3/30Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances plastics; resins; waxes
    • H01B3/44Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances plastics; resins; waxes vinyl resins; acrylic resins
    • H01B3/442Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances plastics; resins; waxes vinyl resins; acrylic resins from aromatic vinyl compounds

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vergußmasse nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie auf ein Verfahren zum Füllen von Hohlräumen in elektrischen Apparaten mit einer derartigen Vergußmasse.
Elektrische Apparate enthalten häufig konstruktionsbedingte Hohlräume, die bei Hochspannungsgeräten zur Vermeidung von Durchschlägen mit einer dielektrischen Masse ausgefüllt werden. Da die Verwendung von 4r> Isolierflüssigkeiten unzweckmäßig ist, weil sonst zur Kompensation der Wärmeausdehnung ein Ausgleichsgefäß vorgesehen werden muß, die Apparate meist nur in senkrechter Stellung transportiert und betrieben werden können und bei einem Leck die Flüssigkeit austreten kann, ist das Ausfüllen der Hohlräume mit festen Massen anzustreben. Dabei besteht aber die Gefahr, daß infolge der unterschiedlichen Wärmeausdehnung bei höheren Temperaturen mechanische Spannungen auftreten, die zur Zerstörung des Apparates führen können.
Eine aus der AT-PS 1 49 811 bekannte Vergußmasse der eingangs genannten Art kann aus einer Mischung aus chloriertem Diphenyl und einem die Viskosität erhöhenden polymerisierten Styrol bestehen. Sie ist zur ω Imprägnierung der Isolation elektrischer Kabel bestimmt; durch die erhöhte Viskosität soll insbesondere bei hohen Temperaturen ein Ausfließen verhindert werden, außerdem soll die Wasserdichtigkeit verbessert werden. Wenn man eine solche relativ feste Füllmasse br> aber in einem starr geschlossenen Hohlraum eines elektrischen Apparates, etwa in einem Prozellanisolatormantel oder gar in einer Durchführung aus einem schwächeren Material verwendet, ergibt sich das erwähnte Problem eines unvermeidbaren Druckanstiegs bei hoher Temperatur.
Aus der DE-PS 8 27 664 ist es an sich bekannt, insbesondere bei der Fixierung von Kontaktdrähten eine elektrische Vorrichtung mit gelartigen Massen zu imprägnieren, die zu einem festen Körper erhärten, ohne daß schädliche mechanische Spannungen auftreten. Zu diesem Zweck besteht die Imprägniermasse aus Polyäthylen und Polyisobutylen. Ein Druckanstieg in der gelartigen Masse bei Erwärmung in einem ohne Ausweichmöglichkeit geschlossenen Hohlraum könnte aber auch hier nicht ohne weiteres verhindert werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kompressible Vergußmasse bzw. ein Verfahren zum Herstellen einer Vergußmasse anzugeben, die bei Erwärmung in einem geschlossenen Hohlraum nur einen ungefährlich geringen Druckanstieg zeigt.
Diese Aufgabe wird durch die in den Patentansprüchen 1 und 5 angegebene Erfindung gelöst
Die Erfindung hat den Vorteil, daß durch den gezielten Gaseinschluß die Möglichkeit eröffnet wird, gelartige Füllmassen ohne Gefahr für den elektrischen Apparat zu verwenden. Die Vergußmasse ist kompressibel und zeichnet sich beim Erwärmen in einem geschlossenen Volumen durch einen nur geringen Druckanstieg aus.
Der Druchmesser der Gasblasen soll 2 mm nicht übersteigen und ist vorzugsweise kleiner als 0,5 mm. Als gasförmiger Stoff kann Luft verwendet werden. Um eine höhere Durchschlagfestigkeit zu erreichen, können jedoch spezielle Gase wie Schwefelhexafluorid, fluorierte Kohlenwasserstoffe, Stickstoff oder Kohlendioxid zur Anwendung kommen.
Das Einbringen der Gase kann in beliebiger Weise erfolgen. Sie können z. B. mit einem hochtourigen Rührer eingeführt werden. Es ist auch möglich, die Gase durch chemische Reaktionen oder durch Freisetzen aus einem mit den Gasen beladenen Adsorptionsmittel in der Masse selbst zu erzeugen. In vielen Fällen ist die beim Herstellen der Mischung aus chloriertem Diphenyl und pulverförmigen Polymerisaten oder Füllstoffen ohne besonderes Zutun in die Masse eingerührte Luftmenge ausreichend.
Zweckmäßigerweise wird das als Basismasse dienende verdickte chlorierte Diphenyl durch Mischen von chloriertem Diphenyl mit einem in diesem löslichen oder quellbaren pulverförmigen Polymeren hergestellt. Eine solche Mischung ist zunächst gießbar und nimmt nach einiger Zeit oder beim Erwärmen eine schmierfettbis gelartige Konsistenz an. Dadurch ist es möglich, die Masse im flüssigen Zustand in die Hohlräume einzufüllen und dort zu gelieren.
Unter chlorierten Diphenylen werden in dieser Beschreibung die verschiedenen Isomeren des Mono-, Di-, Tri-, Tetra- und Penta-Chlor-Diphenyls verstanden. Als verdickendes Polymeres eignen sich insbesondere die an sich gute dielektrische Eigenschaften aufweisenden Polymeren der aromatischen Vinylverbindungen z. B. Polystyrol, Polyvinyltoluol, Polymethylstyrol, PoIyvinylnapthalin und Polyvinylcarbazol.
Die Menge des zur Anwendung kommenden Polymeren richtet sich nach der gewünschten Konsistenz der Masse und ist abhängig vom Polymerisationsund eventuell Vernetzungsgrad des Polymeren. Sie kann in sehr weiten Grenzen variieren. Im allgemeinen liegt sie zwischen 5 und 200 Gew.-Teilen Polymerem auf 100 Gewichtsteilen chlor.ertem Diphenyl. Außer dem
löslichen oder quellbaren Polymeren können der Masse auch unlösliche Füllstoffe beigemischt werden. Besonders vorteilhaft sind Füllstoffe, die gleichzeitig als Trockenmittel oder als Adsorptionsmittel für die Gase dienen, wie Aluminiumoxyd, Kieselgel, Calciumsulfat oder Zeolithe.
Beispiel
100 Gewichtsteile Trichlor-Diphenyl werden mit 30 Gewichtsteilen pulverförmigem Polystyrol gemischt. Es entsteht eine viskose Mischung, die sich noch gut in Hohlräume eingießen läßt. Beim Erwärmen auf ca. 500C verwandelt sie sich in eine gelartige leicht klebrige Masse.
Für Vergleichszwecke wurden in die noch flüssige Mischung mit einem Schnellrührer verschiedene Mengen Luft eingerührt bzw. bei der Probe A durch Evakuieren sämtliche Luft entfernt. Die Tabelle zeigt die Abhängigkeit verschiedener Eigenschaften vom Luftgehalt.
Probe B C D E
A 3 7 17 33
Luftgehalt (Vol.-%) 0 0,176 0,172 0,159 0,146
Wärmeleitfähigkeit ττ— 0,180 15 0,6 0,36 0,22
Druckanstieg bei 90° im
geschlossenen Messingrohr
(bar)
736 80 74 58 34
Durchschlagfestigkeit
Kugel/Platte, 1 cm, 20", 50 Hz
(kV)
90

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Vergußmasse zum Ausfüllen von Hohlräumen
in elektrischen Apparaten auf der Basis von chloriertem Diphenyl, das mit einem darin löslichen oder quellbaren Polymeren bis zum gelartigen oder schmierfettartigen Zustand verdickt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergußmasse einen gasförmigen Stoff in einer einen wesentlichen ι ο Druckanstieg bei Erwärmung der Vergußmasse verhindernden Menge von 5 bis 50 Vol.-% enthält.
2. Vergußmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als gasförmiger Stoff Schwefelhexafluorid, Fluorkohlenwasserstoffe, Kohlendioxyd oder Stickstoff verwendet werden.
3. Vergußmasse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich einen inerten Füllstoff enthält
4. Vergußmasse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich ein Trockenmittel oder ein Adsorptionsmittel enthält.
5. Verfahren zum Füllen von Hohlräumen in elektrischen Apparaten mit einer Vergußmasse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mischung von chloriertem Diphenyl, einem in diesem löslichen oder quellbaren, pulverförmigen Polymeren, einem feinverteilten gasförmigen Stoff und gegebenenfalls einem Füllstoff jo und/oder einem Trocken- oder Adsorptionsmittel in noch gießbarem Zustand in die Hohlräume eingefüllt wird und in diesen den gel- bis schmierfettartigen Zustand annimmt
DE19702016382 1969-04-08 1970-04-06 Vergußmasse und Verfahren zum Füllen von Hohlräumen in elektrischen Apparaten Ceased DE2016382B2 (de)

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DE2016382A1 DE2016382A1 (en) 1972-05-25
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US4563545A (en) * 1984-01-30 1986-01-07 Bbc Brown Boveri Inc. High voltage outdoor bushing employing foam body seal and process for manufacture thereof

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DE2016382A1 (en) 1972-05-25
CH526842A (de) 1972-08-15

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