DE2016294A1 - Fahrzeugrad und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Fahrzeugrad und Verfahren zu seiner Herstellung

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DE2016294A1 DE19702016294 DE2016294A DE2016294A1 DE 2016294 A1 DE2016294 A1 DE 2016294A1 DE 19702016294 DE19702016294 DE 19702016294 DE 2016294 A DE2016294 A DE 2016294A DE 2016294 A1 DE2016294 A1 DE 2016294A1
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Description

Motor Wheel Corporation A + B
Lansing /jMich£gj^,_ IJ.^S^A^ Germany
Fahrzeugrad und Verfahren zu seiner· Herstellung "
Die Erfindung bezieht sich auf Fahrzeugräder, insbesondere Räder für Personenkraftwagen. Solche Räder bestehen in der Regel aus einer für die Radbefestigung auf einer Nabe, einer Bremstrommel oder einem sonstigen umlaufenden Fahrzeugteil bestimmten Scheibe und einer daran angebrachten Felge für die Aufnahme des Reifens.
Es besteht allgemein der Wunsch, den Fahrzeugrädern ein solches Aussehen zu geben, daß eine ästhetische Wirkung bzw. eine Zierwirkung zustandekommt. Dazu bedient man sich vielfach der Fertigung der Radscheiben im Tiefzieh-V erfahren, wobei es möglich ist, den Rädern ein sehr unterschiedliches Aussehen zu geben. Diese Tiefzieh-Fertigung Jj
bringt indessen eine Reihe von Schwierigkeiten mit sich; einerseits sind teure Werkzeuge erforderlich, andererseits muß das Tiefziehen häufig in mehreren Stufen erfolgen, um eine Zwischenglühung der Metallteile durchführen zu können. Der Kostenaufwand für die Fertigung von Rädern mit besonderem Profil ist daher sehr erheblich, besonders in Anbetracht des Umstandes, daß selbst bei nur geringfügigen Änderungen des Rad-
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profile neue teure Werkzeuge erforderlich werden, die im übrigen einem raschen Verschleiß unterworfen sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Fahrzeugräder mit willkürlich wählbarem Profil, insbesondere einem $3.erprofil verfügbar zu machen, wobei die Grundteile des Rades, nämlich Radscheibe und Radfelge an der ästhetischen Wirkung oder Zierwirkung nicht beteiligt zu sein brauchen und daher für Räder vielfältiger Ausführung unverändert beibehalten werden können.
Die Besonderheit der Erfindung besteht zur Lösung dieser Aufgabe darin, daß das Fahrzeugrad aus einem Metallteil, das aus einer für die Radbefestigung auf einer Nabe,, einer Bremstrommel oder einem sonstigen umlaufenden Fahrzeugteil bestimmten Scheibe und einer daran angebrachten Felge für die Aufnahme des Reifens besteht, und einem Plastikteil zusammengesetzt ist, das eine an das Metallteil angrenzende und dasselbe auf der nach außen weisenden Seite wenigstens teilweise abdeckende Auflage bildet, ein homogener, an den Metallteil festgelegtem Körper aus einem Elastomer ist und dessen der Außenseite des Metallteile zuweisende Fläche frei liegt, während die entgegengesetzt weisende, mit einer Dekoration versehene Fläche in axialer Richtung von der dem Metallteil zuweisenden Fläche Abstand hat, und eine von der Kontur der
abgedeckten Fläche des Metallteils abweichende Kontur besitzt, die sich für eine wenigstens teilweise dekorative Gestaltung des Metallteils eignet.
Eine solche Auflage, welche die ästhetische Wirkung und ebenso die Zierwirkung des Rades maßgeblich bestimmt, läßt sich mit Hilfe billiger Formen vorfertigen oder an das Metallteil anformen, wobei das Metallteil selbst ein Bestandteil der Form sein kann. Das Metallteil kann daher in Verbindung mit zahlreichen Ausführungsformen der Auflage Verwendung finden.
Die Auflage bringt im übrigen den sehr wichtigen Vorteil mit sich, daß es infolge seiner stoßdämpfenden Wirkung das Metallteil gegen Beschädigungen und Verformungen schützt und darüberhinaus schalldämpfend Wirkt.
Das erfindungsgemäße Fahrzeugrad kann in mannigfacher Weise gestaltet und hergestellt werden, was in Verbindung mit der Zeichnung-noch näher erläutert werden soll; - in der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 die Ansicht eines Rades, dessen nach außen weisende Zierseite eine dreidimensionale Kontur besitzt;
Fig. 2 den Querschnitt durch eine Form für die Herstellung eines Rades nach Fig. 1, wobei das Metallteil des Rades längs der Linie 2-2 der Fig. 1 geschnitten ist;
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Fig. 3 einen Querschnitt durch das Rad gemäß Linie 2-2 der Fig. 1 nach Anformung der Auflage;
Fig. 4 die Teilansicht eines Rades mit Darstellung von Ziereinlagen, die in die Auflage eingebettet sind;
Fig. 5 einen Teilschnitt durch die untere Hälfte der Form mit Darstellung einer Möglichkeit für die Einbettung von Schmuckeinlagen;
Fig. 6 ein Blockdiagramm mit Darstellung der Arbeitsstufen bei der Herstellung eines Rades nach der Erfindung;
Fig. 7 die perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Rades anderer Ausführungsform;
Fig. 8 einen senkrechten Teilschnitt durch das Rad gemäß Fig. 7 mit Darstellung eines Abschnitts eines schlauchlosen Reifens;
Fig. 9 einen senkrechten Schnitt durch die in axialer Richtung auseinander gerückten das Rad bildenden Teile;
Fig. 10 eine der Fig. 8 ähnliche Schnittdarstellung bei anderer Ausführung des Nabenteils.
In Fig. 1 und 3 ist das Rad allgemein mit 10 bezeichnet; es ist in herkömmlicher Weise mit einer Tief zieh-Felge 12 und einer Scheibe 14 ausgebildet, seine Kontur wird von einer Auflage 16 bestimmt, welche an der Scheibe 14 festgelegt ist. Die Scheibe 14 ist mit einem Ring von
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Bolzenlöchern 18 und einer zentralen öffnung 20 versehen, so daß das Rad 10 lösbar an einer Radspindel und einer Schrauben- oder Trommelbremse angebracht werden kann. Zur Verzierung des Rades und außerdem zur Luftbespülung der Bremse sind mehrere Ausschnitte 22 in der Scheibe 14 vorgesehen. Die spezielle Form der Stahlbauteile des Rades, d.h. der Felge 12 und der Scheibe 14 wird in erster Linie durch Erwägungen bestimmt, die sich aus Nützlichkeitserwägungen ergeben, z.B. aus der erforderlichen Festigkeit des Rades und der Einfachheit und Wirtschaftlichkeit der Fertigung, da das ästhetische Aussehen des Rades in weitem Ausmaß durch die dreidimensionale Kontur der Auflage 16 bestimmt ist. Beispielsweise kann in gewissen Fällen die Scheibe 14 aus einem flachen Stahlblech bestehen oder sie kann tellerförmig gestaltet sein.
Die dreidimensionalen Konturen der Auflage 16 werden jeweils durch das schmückende oder ästhetische Aussehen bestimmt, welches beim Entwurf des Rades 10 gewünscht wird. Nach Fig. 1 ist die Auflage 16 mit schweren, sich nach außen erweiternden Speichenteilen 24 ausge- ■ stattet, welche radial zwischen der Verbindung von Felge 12 und Scheibe 14 und dem mittleren Nabenteil 26 verlaufen. Die Speichen 24 erstrecken sich auch in axialer oder seitlicher Richtung nach außen von der Scheibe 14 weg, so daß sie eine in Segmente unterteilte, allgemein konische
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Fläche bilden, wie dies aus Fig. 3 erkennbar ist. Von der konischen Oberfläche sind allgemein dreieckförmige Teile 28 zurückversetzt, welche je einen Ausschnitt 22 und ein Bolzenloch 18 enthalten und die Speichenform hervorheben. Die Teile 28 ermöglichen außerdem den Zugang zu den Bolzenlöchern 18 und erleichtern somit die Befestigung des Rades 10 an einer Trommel- oder Scheibenbremse bzw. einer Radspindel. Um Spielraum für eine Spindel und die Lagerbefestigung einer Bremstrommel zu haben, sind eine Öffnung 30 mit Gegenbohrung 32 und konischer Erweiterung 34 vorgesehen, welche durch den mittleren Teil 26 der Auflage 16 führen.
Die dreidimensionale Kontur der Auflage 16 wird zweckmäßig unter gleichzeitiger Schaffung einer Haftverbindung an einem Teil oder der ganzen Fläche der Scheibe 14 und einem Teil oder der ganzen Fläche der Felge 12 durch Anwendung eines Formungsvorgangs gestaltet, welcher im folgenden näher beschrieben werden soll. Eine geeignete, mit 36 bezeichnete Form für die Herstellung der Auflage 16 aus einem Urethan-Elastomer ist in Fig. 2 dargestellt. Die Form 36 besteht aus einer unteren Hälfte oder dem Boden 38 mit einem Hohlraum 40, welcher so gestaltet ist, daß er die. dreidimensionale Kontur der Auflage vermittelt. Zu der Form 36 gehört außerdem eine obere Hälfte 42,
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welche so gestaltet ist, daß sie mit der Innenfläche der Scheibe 14 und der Felge 12 zur Anlage kommt, um eine Stütze für das in die Form 36 eingesetzte Rad 10 zu bilden. Eine Vielzahl von Stiften 44 sind in der unteren Formhälfte 38 vorgesehen, welche mit den Bolzenlöchern 18 ausgerichtet sind, um das Rad in der Form 36 in Umfangsrichtung festzulegen. Mehrere Zapfen 46 ragen von dem Formboden 38 in den Hohlraum 40 hinein; sie dienen zur Festlegung des Rades in Umfangsrichtung, indem sie in die Scheibenausschnitte 22 eingreifen; die Zapfen f
dienen gleichzeitig als Kernstücke, so daß entsprechende Ausschnitte (Fig. 3) in der Auflage 16 entstehen, wenn dieselbe in der Form gegossen wird. In dem Formhohlraum 40 ist ein zylindrischer Kern 50 vorgesehen, welcher ein zentrales Loch 30 in der Auflage 16 bei deren Herstellung in der Form 36 bildet. Die untere Formhälfte 38 ist mit einer Ringlippe 52 ausgestattet, welche an die Außenkante des Hohlraums 40 angrenzt und der Felge 12 des Rades als Tastsitz dient, so daß eine Abdichtung zwischen dem Hohlraum 40 und der Felge 12 des Rades ent- ä
steht und das Gießmaterial bei der Herstellung der Auflage 16 nicht aus der Form herausgedrängt werden oder durch eine Leckstelle aus der Form 36 austreten kann. Ein zentraler Teil 54 der oberen Formhälfte 52 reicht bis unterhalb der Scheibe 14 und wirkt mit dem zentralen Kern 50 in der Weise zusammen, daß ein positiver Anschlag entsteht, welcher das Schließen der Form 36 begrenzt. Der zentrale.Teil 54 bildet
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außerdem einen in den Hohlraum 40 hineinragenden Kern, welcher die Gegenbohrung 32 und die Erweiterung 34 der Abdeckung 16 bildet.
Geeignete plastische Materialien für das Formen oder Gießen der Abdeckung 16 sind die synthetischen Kautschuke von allgemein und vorzugsweise hoher Dichte; dazu gehören porenfreie Urethan-Elastomere und mikro-poröse Urethan-Elastomere, wie sie von "The Goodyear Tire & Rubber Company" auf den Markt gebracht werden. Diese Urethan-Elastomere bilden eine kompakte Kautschuk-Auflage hoher Dichte in der Größenordnung von 50 bis 55 Pfund pro Kubikfuß. Eine solche Auflage bildet ein nachgiebiges Schutzpolster, welches seitliche Stoßeinflüsse abfängt und dadurch eine Beschädigung der aus Stahl bestehenden Bestandteile des Rades verringert oder verhindert. Dieses Urethan-Elastomer besitzt die Fähigkeit, mit sauberen Metalloberflächen eine chemische Bindung zu bilden, wodurch die Notwendigkeit entfällt, die Auflage mittels eines zusätzlichen Klebemittels an der Radscheibe zu befestigen. Obwohl das Urethan an einer sauberen Metallfläche haftet, empfiehlt es sich die Scheibe 14 mit einem die Bindung fördernden Mittel zu behandeln oder einen Phosphat-Überzug auf der Scheibe 14 anzubringen, bevor das Rad in die Form 36 eingelegt wird, um eine besonders gute Haftung zwischen Auflage 16 und Radkörper zu verwirklichen. Wenn das Urethan-Elastomer an eine spiegelnde Formfläche
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angegossen wird, so bildet es eine sehr glatte, helle und undurchlässige Oberfläche, welche mit Farbe bestrichen oder in anderer Weise mit einem Schmuck-Überzug ausgestattet werden kann, um dadurch ein Aussehen zu erhalten als ob die Auflage Bestandteil des Stahlrades wäre. Dank der hohen Dichte dieses Urethan-Elastomers und seiner porenfreien oder mikroporigen Struktur mit geschlossenen Zellen, wird keine Feuchtigkeit absorbiert. Das ist von besonderem. Vorteil wenn das Rad und die Auflage nicht unmittelbar nach der Formung der Auflage ange- ' strichen oder in anderer Weise abgedeckt werden, oder wenn die Farbe abgeschabt oder ihr Zusammenhang in irgendeiner anderen Weise zerstört wird.
Wenn das Rad und die Auflage angestrichen werden sollen, empfiehlt es sich eine Urethan-Farbe zu verwenden, da solche Farbe hohen Glanz und Dehnungsfähigkeit besitzt und daher sich strecken oder zusammenziehen kann, wenn sich die Unterlage bewegt, ohne daß Risse entstehen. / Solche farbstabile Beschichtungen oder Anstriche, die sich für Polyurethan-Formkörper eignen, sind im Handel erhältlich, es wird dieserhalb auf die USA-Patente 3 267 078 und 3 420 800 verwiesen.
Die Form 36 wird üblicherweise entweder aus Metall oder aus mit Glasfasern verstärktem Epoxyharz hergestellt. Wenn die Form 36 aus Metall gefertigt ist, so empfiehlt es sich den Hohlraum 40 mit einer Nickel-
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plattierung zu versehen und zu polieren, um eine sehr glatte Spiegelfläche zu erhalten; wenn danach die geformte Auflage angestrichen oder mit einem Überzug versehen wird, so wird sie ein leuchtendes hochglänzendes metallisches Aussehen erhalten. Bei dem erläuterten Aufbau kann die Form auch mit einer nachgiebigen Auskleidung ausgestattet sein.
Schmuckplättchen können in die Auflage eingefügt oder daran festgelegt werden, um einen zusätzlichen Ziereffekt zu verwirklichen. Fig. 4 zeigt ein diamant-förmiges Plättchen 56, welches in die nach außen weisende Fläche jeder Speiche 24 der Auflage 16 eingefügt ist. Das Plättchen kann aus poliertem oder plattiertem Metall bestehen, z. B. aus einem polierten oder verchromten Einsatz aus rostfreiem Stahl. Das Plättchen kann auch aus Holz oder holzähnliehem Material bestehen, welches auf einer rückseitigen Metallplatte festgelegt ist; es ist auch möglich ein durchsichtiges oder durchscheinendes Vinyl-Plättchen zu verwenden, dessen innere Fläche im Vakuum metallisiert worden ist. Wie die Fig-5 erkennen läßt, sind die Schmuckplättchen 56 mit Zungen oder Ösen 58 ausgestattet, welche in den Hohlraum der Form hineinragen und dadurch in das Elastomer-Formstück eingebettet werden; dadurch werden die Schmuckplättchen 56 mechanisch an der Auflage 16 festgelegt.
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Das Schmuckplättchen 56 kann leicht dadurch an der Auflage 16 befestigt werden, daß man zuerst das Plättchen in die untere Hälfte 36 der Form 38 einlegt und danach das Urethan-Elastomer in die Form eingießt, so daß die Zungen 58 des Schmuckplättchens 56 von dem Urethan-Elastomer umgeben und in dasselbe eingebettet wird, wenn die Auflage 16 hergestellt wird. Das Schmuckplättchen 56 muß zuverlässig in der Form festgehalten werden, damit es beim Einfüllen des Urethan-Elastomers in die Form nicht verschoben oder aus seiner Lage herausgestoßen wird. Nach Herstellung der Auflage 16 muß das Schmuckplättchen von der Form freigegeben werden, damit es mit der Auflage aus der Form herausgenommen werden kann. Die Fig. 5 veranschaulicht ein Hilfsmittel zur Festlegung eines Schmuckplättchens 56 in der unteren Formhälfte Ein Permanentmagnet 60 ist in eine nachgiebige Auskleidung 64 einer in der unteren Formhälfte 38 vorgesehenen Tasche 62 eingesetzt. Die Auskleidung 64 dichtet das Schmuckplättchen 56 bei dem Gießvorgang ab und gleicht normale Herstellungsänderungen hinsichtlich der Dicke und äußeren Form des Schmuckplättchens 56 aus. -
Das mit der dreidimensionalen Zierkontur versehene Rad wird in der Weise hergestellt, daß man die Form 36 öffnet, die Oberfläche des Kerns 50 und die Fläche 40 der unteren Formhälfte 38 mit einem Trennoder Entformungsmittel, wie z.B. einer Dow Corning 203 Flüssigkeit,
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Chem Trend P5C1, auch Polyäthylen*·Dispersion in Wasser oder einem geeigneten bei niedriger Temperatur siedendem Lösungsmittel, wie z. B. Hexan oder Naphtha, um ein Ankleben des Urethan-Materials an der Fläche 40 des Hohlraums zu verhindern. Das Schmuckplättchen 56 wird nach Einführung in den Hohlraum 40 der Form mittels des Magneten 60 in seiner Lage gehalten. Das flüssige Urethan-Material wird in die Form eingegossen, und zwar aus dem Mischkopf einer üblichen Polyurethan-Mischmaschine, welche die an der Reaktion beteiligten Komponenten abmißt und miteinander mischt, um das Harz und den Katalysator in richtiger Menge zu liefern. Der Radkörper 14 wird unmittelbar auf die Ausrichtungsstifte 40 und die Zapfen 46 an der unteren Formhälfte 38 aufgesetzt; danach wird die obere Formhälfte oder der Formdeckel 42 geschlossen, um an der Oberseite des Radkörpers 14 und der Felge 12 zur Anlage zu kommen. Dadurch wird der Hohlraum der Form gegenüber dem Radkörper an der Lippe 52 abgedichtet, und der Radkörper wird gegen Druckwirkungen verstärkt, die durch einen Überschuß oder eine Ausdehnung des Urethan-Materials verursacht werden kann. Das Urethan-Material wird teilweise oder vollständig in der Form erhärtet, wobei die Auflage 16 mechanisch und chemisch an der Scheibe 14 des Rades anhaftet. Die Form wird dann geöffnet und das Rad wird mit der anhaftenden dreidimensionalen Zierauflage 16
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aus der Form herausgenommen. Die Form wird gewöhnlich auf einer erhöhten Temperatur gehalten, die zwischen Raumtemperatur und 93 C liegt; der Radkörper kann vor dem Einlegen in die untere Formhälfte vorgewärmt werden, um die für die Aushärtung des Urethan-Materials notwendige Zeitspanne zu verringern. Die jeweilige Temperatur der Form und die Vorwärmung des Radkörpers hängen von der Aushärtungscharakteristik des verwendeten Urethan-Materials ab, aus welchem die Auflage besteht. Wenn es erwünscht ist, den Formungsyorgang weiter zu mechanisieren, kann das Ur ethan-Material in flüssiger Form in den "
Formhohlraum eingespritzt werden, nachdem die Form geschlossen worden ist, anstatt das Material in abgemessener Menge in die Form einzufüllen, bevor der Radkörper in den Hohlraum der Form eingesetzt wird und auf der unteren Formhälfte aufliegt. In der Radscheibe oder in der Radfelge können auch öffnungen an beliebiger Stelle vorgesehen sein, um das Einspritzen des Urethan-Materials durch Entlüftung des Formhohlraums zu erleichtern.
Vorzugsweise kommt ein Isocyanat-Elastomer-Material zur Verwendung und wird ohne Aufblähung in dem Formhohlraum erhärtet. Nichtblähende Elastomer-Materialien, welche für die Zwecke der Erfindung besonders geeignet sind, sind die Polyurethan-Materialien, welche
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unterschiedliche aber relativ hohe Dichte besitzen. Diese kautschukähnlichen Materialien werden durch die Reaktion einer ganzen Reihe von polymerischen Materialien erhalten, wie z.B. Polyester, Polyol-Polyesteramide, Polyalkylen-Glycol oder -Polyol, Rizinusöl und andere Materialien, welche mehrere, gewöhnlich zwei oder drei oder noch mehr reaktionsfähige Wasserstoffgruppen enthalten, mit organischen Polyisocyanaten in Gegenwart von Beschleunigern und/oder bindungsfördernder Mittel und/oder anderer Zusatzmittel, wie z.B. Plastizitatoren, um die Charakteristika des endgültigen Urethan-Materials zu modifizieren. Die Bildung nichtblähender Polyurethan-Plastika umfaßt eine Reihe verwickelter physikalischer und chemischer Reaktionen, bei welchen der Austritt von Kohlendioxyd, welches bei der Reaktion von Carboxyl und Isocyanat-Gruppen und/oder zwischen Wasser und Isocyanat-Gruppen verhindert wird, um zu gewährleisten, daß das Produkt nicht bläht und nicht zur Zellenbildung neigt, was in der einschlägigen Technik bekannt ist.
Beispiele geeigneter polymerischer Materialien, welche, bei der Herstellung von geeigneten Urethan-Elastomeren für die erfindungsgemäßen Zwecke Verwendung finden können, sind die Polyester und Polyesteramide. Diese Stoffe können durch Kondensation einer Vielzahl von polybasischen Säuren, vorzugsweise zweibasischen Säuren, wie z.B.
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Adipin-, Sebacin-, Phthal-, Oxal-, Malon-, Bernstein-, Malein-, Funmar-, Jtacon-Säure usw. mit Polyalkoholen, wie z.B. Äthylen-Glykol,Diäthylen-Glykol, Glyzerin, Sorbin- und/oder Amino-Alkohole, wie z.B. Äthanolamin und Amino-Propanol erhalten werden. Zu den Alkylen-Glykolen und Polyoxyalkylen-Glykolen, welche Verwendung finden können, gehören Äthylen-Glykol, Propylen-Glykol, Styrol-Glykol, Diäthylen-Glykol und Polypropylen-Glykol und Copolymere dieser Glykole. Ein hochgradiges Rizinusöl kann auch verwendet werden. Polyöle mit 3 oder mehr Hydroxylgruppen können Verwendung finden, so lange wie die resultierenden Polyurethane nicht so spröde sind, daß sie bei Stoßeinwirkungen, z.B. beim Anfahren an Bürgersteigkanten brechen.
Zu den geeigneten organischen Polyisocyanaten, welche zur Verwendung kommen können, gehören beispielsweise die aliphatischen, cycloaliphatischen und aromatischen Isocyanate, wie z.B. Toluol- 2,4 Diiso-
cyanat. Toluol- 2, 6 Diisoeyanat und deren Mischungen, Naphthalin, 1, Diisocyanat und m-Phenylen-Diisocyanat, usw. sowie Mischungen sol« eher Stoffe, und Methylen-bis-(Phenylen-Isocyanat), Cyclohexylen-Diisocyanat, PAPI, ein Polyaryl-polymethan-polyisocyanat.
Komponenten, welche zur Förderung der Polyadditions-Reaktion zwi-
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Jl
sehen den oben erwähnten polymerischen Materialien mit freien reaktionsfähigen Wasserstoffgruppen und organischen Polyisocyanaten, welche eine wesentliche Beschleunigung der Reaktion bewirken, sind beispielsweise Äthyl-Äthanolamin, Diäthyl-Äthanolamin, Tyridin, Hexahydro-Dimethylanilin, Methyl- Piper azin, Dimethyl-Piper azin, Tribenzyl-Amin, N»morpholin, N«methyl-morpholin und N-Äthyl-Morpholin. Die relative Härte des Polyurethan-Elastomers kann durch geeignete Wahl des Verhältnisses zwischen den Urethan-bildenden Ausgangsstoffen variiert werden.
Die Verkettung fördernden Mittel zwecks Erhärtung des flüssigen Reaktionsgemisches werden unabhängig von der angewendeten Methode ("Einschuß"-, Prepolymer- oder Quasipolymer-Methode) durch die niedrigeren Polyole dargestellt, wie sie bei der Herstellung von Polyethern und der aromatischen, aliphatischen und cyclo-aliphatischen Polyaminen, vorzugsweise der primären organischen Diaminen verwendet werden. Repräsentative Beispiele solcher Diamine sind Methylen-Dichloroanilin (MOCA), Ortho-Dichlorobenzidin, Phenylen-Diaminmethan«Diamin und Cyclo-Hexylen-Diamin.
Spezielle Beispiele von besonderen Urethan-Materiälien, Angaben bezüglich der Spritztemperaturen und der Aushärfeungsdauer sollen in
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2Ü16294 Λ''
Λ.
Verbindung mit den nachstehend erläuterten Beispielen angegeben wer· den, die jedoch nicht als Beschränkung anzusehen sind.
Beispie 11
Ein Polyurethan-Prepolymer wurde hergestellt durch Mischung von 113 Teilen von mit Acrylnitril gepfropftem Polypropylen^Äther-Triol, dessen Molekulargewicht etwa 2-30Ö0 beträgt mit 1/10 Teil eines handelsüblichen Triäthylen-Diamin und 2/10 Teilen Dibutyltin-Dilaurat. Dann wurde dieses Gemisch bei einem Reaktionsindex von 103 mit I
88 Teilen eines Toluol-Diisocyanats-Zusatzes des vorerwähnten Polypropylen- Äther-Triols in Reaktion gebracht, welches 30% freie Isocyanat-Gruppen enthält. Dieses Prepolymer wurde mit einem flüssigen handelsüblichen Methylen-bis-Orthochloroanilin gemischt, um etwa 10% freies Isocyanat auf der Basis des flüssigen Polyurethan-Reaktionsgemischs zu erhalten. - Dieses flüssige Polyurethan-Reaktionsgemisch wurde dann in den Hohlraum' der Form gemäß Fig. 2 eingefüllt, um an dem Radkörper das Polyurethan-Teil der Zierauflage anzuformen; (J
das ganze wurde dann in einen Luftofen eingesetzt, in welchem eine Temperatur von etwa 82°C bis 93°C herrschte; die Erhitzungsdauer betrug 5 bis 10 Minuten mit dem Ergebnis, daß die Zierauflage fest an dem metallenen Radkörper haftete. Danach erhielt die Zierauflage
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at
eine Sprühbeschichtung aus handelsüblichem Polyurethan-Überzug, in welchem Aluminiumsocken enthalten waren, um dem Rad das Aussehen eines Gußkörpers aus Aluminium zu geben.
Beispiel 2
Ein zweites flüssiges Polyurethan-Reaktionsgemisch, welches sich für die Zierauflage des metallenen Radkörpers eignete, wurde in der Weise hergestellt, daß man 18, 5 Teile eines Polypropylen-Äther-Triols, dessen Molekulargewicht 4600 betrug, mit 31, 5 Teilen Toluol-Diisocyanat mischte, um ein Prepolymer mit 28% freiem NCO zu erhalten. Dann wurden 25 Teile dieses Prepolymers mit 0, 29 Teilen Triäthylen-Diamin und 0, 23 Teilen Dibutyltin-Dialaurat gemischt; anschließend wurde dieses Gemisch mit 6, 25 Teilen eines flüssigen aromatischen Diamine gemischt, welches unter dem Handelsnamen LD813 erhältlich ist und gewöhnlich teilweise flüssiges MOCA genannt wird.
Beispiel 3
Gemäß einer Abwandlung des Beispiels 2 wurden die 18r5 Teile PoIypropylen-Äther-Triol mit 31, 5 Teilen Toluol-Diisrocyanat in Reaktion gebracht, um einen Prepolymer-Zusatz zu bilden, welcher 28% freies NCO enthält. Dieser Zusatz wurde dann bei einem Reaktionsindex von
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/J
106 mit einem Gemisch aus 25 Teilen Polypropylen-Triol, 6, 25 Teilen MOCA in Reaktion gebracht, welches etwa 3/10 Teile Triäthylen-Diamin bzw. Zinn-Octoat enthält, um ein flüssiges Polyurethan-Reaktionsgemisch zu bilden. . ·
In Fig. 6 ist das Schema des Verfahrens ablauf s veranschaulicht, und zwar bei Anwendung des bevorzugten Verfahrens mit unmittelbarer Anformung der Auflage und Einbettung von Schmuckeinlagen. Der Block |
100 entspricht der aus Felge 12 und Radscheibe 14 zusammengesetzten Einheit, wie sie bei der herkömmlichen Radherstellung gewonnen wird. Wenn das Verfahren unmittelbar nach Fertigstellung der aus Stahl bestehenden Einheit durchgeführt wird, so ist es möglich den ölüberzug oder eine andere Beschichtung des Radkörpers zwecks Vermeidung einer Korrosion während der Stapelung zu unterlassen. Die Behänd·» lungsstufen bis zum Block 122 betreffen durchweg die Behandlung des Radkörpers, bevor derselbe auf dem Unterteil 38 dir Form 36 gemäß Block 124 aufgelegt wird. Die Behandlungsstufen gemäß den Blöcken 104-114 einschließlich betreffen die herkömmliche Behandlung zur Aufbringung eines Zinkphosphat-Überzugs. Die Entformung gemäß Block 156 entspricht der bereits erläuterten öffnung der Form 36 mit Entfernung des Radkörpers,mit der angeformten Zierauflage aus der Form.
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Das Ganze wird dann in einen Nacherhärtungs-Ofen gemäß Block 144 eingesetzt und danach einer Reihe von B ehandlungs stufen unterworfen, welche sich an den Block 144 anschließen und den Blöcken 146-170 entsprechen.
Obwohl das Urethan-Material, welches in den Formhohlraum gemäß Block 128 eingefüllt oder eingespritzt wird, an einer sauberen Stahloder Zinkphosphat-Fläche der Scheibe 14 von selbst anhaftet, oder auch an einem Überzug, wie z.B. der üblichen Schwarz-Emaille-Grundierung, welche üblicherweise bei der Radherstellung zur Beschichtung der Felge und/oder der Scheibe eines Stahlrades Verwendung finden, wird bevorzugt, die nach außen weisende Fläche der Scheibe 14 oder der mit der Zierauflage auszustattenden Fläche des Rades mit einem Klebstoff zu versehen, welcher sich mit dem Urethan-Material verträgt, und danach die restlichen Flächenteile des Rades mit der üblichen Grundierung zu versehen, an welche sich die Behandlung in einem Brennofen anschließt, um die Grundierung zu trocknen und die Aushärtung des Klebstoffs zu unterstützen, bevor der Radkörper in die Form 36 eingesetzt wird; diese B ehandlungs stufen sind durch die Blöcke 116, 118 und 120 der Fig. 6 gekennzeichnet. Ein herkömmlicher Metall-(Stahl)-Urethanepoxy» Kleber, wie er im Handel unter der Bezeichnung CONAP 1146-C erhältlich ist, kann in der B ehandlungs stufe 116 Anwendung finden. Dieser
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Klebstoff haftet sehr zuverlässig an der mit Zinkphosphat überzogenen Stahloberfläche der Scheibe 14. Das gemäß Block 128 eingefüllte Urethan-Material haftet chemisch an einer solchen Epoxy-Kleberschicht an, wobei ein sehr fester Verband zustande kommt.
Hinsichtlich des Klebers zur Herbeiführung einer Bindung des PoIyurethan-Reaktionsgemischs an dem Radkörper wird beispielsweise auf das USA-Patent 2 992 93 9 verwiesen, wonach der Kleber aus einem Gemisch eines Harz-Copolymers von 50-80 Gewichtsprozent Styrol und · 50-20 Gewichtsprozent Acrylonitril mit einem Polyisocyanat besteht; eine nähere Erläuterung ist in dem USA-Patent 2 683 730 gegeben; es handelt sich dabei um Mischungen nach der Formel OCN-R-(CY0-R1-NCO) , wobei R und R1 Arylen-Radikale bedeuten, Y aus der Wasserstoff, Alkyl- und Aryl-Radikale umfassenden Gruppe ausgewählt ist, η eine ganze Zahl ist, und die -(CY -R'-NCO) Gruppen oberhalb 1 an ein R'-Radikal gebunden sind, und die Mischungen höchstens" 40 % des Diisocyanate enthalten. Der vorerwähnte CONAP 1146-C Kleber ist ein Kleber dieser Art.
Es können auch Epoxys in Kombination mit Diaminen als solchen oder den Diaminen in dem Polyurethan-Reaktionsgemisch als Klebstoffe verwendet werden. Im allgemeinen werden die Epoxy-Zusammensetzungen, wie z.B. die Reaktions-Produkte von Epochlorohydrin und
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Bisphenol A, beispielsweise Epon 828, mit einem Diamin oder zusammen mit einem Binder des Polyolefin-Kautschuk-Typs, z.B. Polystyrol-Butadien oder Polybutadien-Acrylonitril und einem Diamin verwendet.
Es hat sich gezeigt, daß die Behandlungsstufe der Aushärtung der Auflage in einem Ofen gemäß Block 130 ausgeschaltet werden kann, indem man den Radkörper in noch heißem Zustand, wie er die Behandlungsstufe gemäß Block 120 verläßt, d. h. mit einer Temperatur von etwa 82 C in die Form 36 einsetzt (Block 124) und danach das Urethan gemäß Block 128 einfüllt, wobei sich die Stahlteile des Rades im wesentlichen auf dieser Temperatur befinden. Damit ist zugleich die Möglichkeit gegeben, die Erhitzung in einem Nacherhärtungs-Ofen gemäß Block 144 zu vermeiden. Normalerweise wird das zusammengesetzte Rad in der Behandlungsstufe 144 auf etwa 121 C erwärmt, um eingeschlossene Luft auszutreiben, welche später in Form von Blasen durch die Urethan-Schicht durchtreten könnte, die in der Behandlungsstufe gemäß Block 160 aufgetragen wird; die Blasenbildung könnte während der Erhärtung in dem Brennofen gemäß Block 162 erfolgen. Mit der Ausschaltung der Behandlungsstufe gemäß Block 144 entfällt auch die Notwendigkeit einer Abschreckung gemäß Block 146, wobei das zusammengesetzte Rad abgekühlt wird, um seine nachfolgende Handhabung in den Behandlungsstufen 148 und 150 zu ermöglichen.
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Es ist verständlich, daß die Dichte und Oberflächenhärte der Auflage= innerhalb weiter Grenzen schwanken kann, was von den gewünschten endgültigen ästhetischen und/oder funktioneilen Ergebnissen abhängt, die das zusammengesetzte Rad haben soll. Beispielsweise ist es bei einem zusammengesetzten Rad nach der Erfindung erwünscht, ein sehr beliebtes, sogenanntes Sport-Rad mit gerollter Tiefbett-Felge und einer Sandguß-Aluminiumscheibe nachzuahmen, wie sie bei Sportwagen beliebt geworden sind. Um das zu verwirklichen, wird die Auflage 16 an A ein herkömmliches Rad gemäß Fig. 2 angeformt, wobei die Auflage senkrecht unter dem Radkörper liegt. Das Polyurethan-Reaktionsgemisch gemäß Beispiel 1 wird dabei verwendet, und zwar mit einem sehr geringen Anteil von Wasser, etwa l/l0 %a was ausreicht, um während der Reaktion eine leichte Blähwirkung zu erzeugen, d. h. die Bildung von Kohlensäure-Blasen, welche das Urethan-Material bei der Aushärtung durchdringen, um dadurch die Dichte auf etwa 53 bis 54 Pfund pro Kubikfuß zu verringern, gegenüber einer Dichte von 70 Pfund pro Kubikfuß von porenfreiem Urethan.
Dadurch, daß die Auflage sich unterhalb der Radscheibe befindet, liegt die später nach außen weisende Fläche der Auflage an der untersten Fläche des Formhohlraums an. Daher haben die Gasblasen das Bestreben aufwärts zu steigen und in Richtung zum einwärts weisenden Teil
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der Auflage zu wandern, welche der Radscheibe 14 am nächsten liegt, so lange das Reaktionsgemisch noch flüssig ist. Diese Wanderung der Gaeblasen hat eine Änderung der Dichte der Auflage in axialer Richtung zur Folge, so daß eine verhältnismäßig dichte Haut an der nach außen weisenden Fläche der Auflage entsteht, während das Urethan in axialer Richtung zu der Scheibe 14 weniger dicht und poriger wird. Formungsfehler, z.B. große Narben oder Blasen treten nur nahe der Scheibe 14 oder zwischen Auflage 16 und Scheibe 14 auf, wo solche Mangel weniger kritisch sind und das Endprodukt nicht beeinträchtigen, wie es der Fall sein könnte, wenn der Teil 38 der Form oberhalb des Radkörpers liegen würde, weil dabei Gießfehler an der nach außen weisenden Fläche der Auflage liegen würden. Die dichtere Haut an der nach außen weisenden Fläche der Auflage 16 ist vorteilhaft für die Anbringung einer nachträglichen Beschichtung oder eines Ziermusters, welches in die nach außen weisende Fläche der Auflage geformt wird; die dichte Haut ist auch vorteilhaft zur Erzielung einer glatten harten Oberfläche, welche gegen Beschädigung weniger empfindlich ist.
Die nach außen weisende Fläche der Auflage 16 sollte vorzugsweise eine Shore Α-Härte in dem Bereich von wenigstens 85 bis 100 haben; von besonderem Vorzug ist eine Shore Α-Härte von etwa 90 bis 95.
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Materialien mit geringerer Shore Α-Härte von 30 bis 60 könnten Verwendung finden; es können dabei aber Schwierigkeiten in einigen Verwendungsfällen solchen Materials auftreten, vornehmlich bei der Einwirkung von Stößen, die Verbiegungen oder Verwindungen des Materials zur Folge haben und z. B. beim Anstoßen des Rades an einer Bürgersteigkante auftreten. Demgemäß sollten Polyurethane oder Elastomere, die bei der Herstellung der Auflage 16 Verwendung finden, um ihre nach-außen weisenden Fläche eine Härte von wenigstens der Größe aufweisen, welche derjenigen eines Reifens entspricht; d. h. gewöhnlich · I eine Shore Α-Härte von wenigstens 60, vorzugsweise etwa 70.
Bei Verwendung eines leicht blähenden Urethan-Materials für die Herstellung einer mikro-porigen Auflage 16 kann man einen weiten Härte= bereich erhalten, der bis etwa 30 Pfund pro Kubikfuß nach unten reicht. Nicht-kompakte Urethan-Elastomere sind verfügbar, welche noch wesentlich geringere Dichten als 30 Pfund besitzen, und zwar Dichten bis herunter zu 20 oder 10 Pfund; aber die Haut einer Auflage aus solchem Material kann ziemlich porös sein, so daß es schwierig ist, eine befriedigende Spiegelglatte-Oberfläche für einen Auftrag zu erhalten, wenn das erwünscht ist. Wenn jedoch eine Sandguß-Aluminiumoberfläche für sportliche Räderi nachgebildet werden soll, so ist ein weniger dichtes und porigeres Urethan-Material für die Auflage erwünscht, zumal bei
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einem Anstrich der Auflage mit einer herkömmlichen metallischen Aluminiumfarbe das Lösungsmittel eine teilweise Ätzung der Oberfläche und öffnung der Poren bewirkt. Das ergibt ein Oberflächenaussehen, welches im wesentlichen demjenigen von Sandguß-Aluminium entspricht. Wenn der Außenfläche der Auflage eine Holzfaser-Wirkung vermittelt werden soll, so sind Ur ethan-Auf lagen geringer Dichte und großer Porosität vorteilhaft, weil sie bei der abschließenden Ätzbehandlung die Nachbildung von Holzfaser-Effekten bewirken.
Andererseits wird die höhere Materialdichte nait Rücksicht auf die strukturelle Festigkeit bevorzugt, um die Form der Auflage aufrechtzuerhalten, insbesondere wenn die Auflage verhältnismäßig komplizier-te Konturen aufweisen soll, z.B. vorstehende Luftflügel und dgl., welche ihre physikalische Form und ihre Ausrichtung selbst dann beibehalten müssen, wenn sie Verwindungskräften ausgesetzt werden, die auf Stoßen der Fahrbahn, Anprallstößen, Anstößen an Bordsteinen und Zentrifugalkräften bei hohen Radgeschwindigkeiten ausgesetzt sind. Aus diesem Grunde sind Dichtheiten in der Größenordnung von 50 Pfund oder mehr pro Kubikfuß allgemein bevorzugt, wenn Räder mit Zierauflagen nach der Erfindung ausgestattet werden. Eine Dichte von 53 bis 54 Pfund pro Kubikfuß hat sich als sehr befriedigend erwiesen, wenn Sporträder der weiter oben genannten Art hergestellt werden
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sollen, deren nach außen weisende Oberfläche mit einem metallischen Aluminiumanstrich versehen ist und das Aussehen eines Sandguß-Aluminiums haben soll, und deren sich in axialer Richtung tief erstreckenden Luftschaufeln eine beträchtliche Festigkeit in der Auflage erfordert.
Nach der vorstehenden Erläuterung ist es verständlich, daß die zusammengesetzte Radform nach der Erfindung eine Reihe von Vorteilen mit sich bringt. Bisher war es üblich ein verzierungsfreies herkömmliches Stahlrad mittels abnehmbar angebrachtemZieijeckel zu versehen, welcher die nach außen weisende Fläche des Rades abdeckt. Mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Rades erübrigt sich die Verwendung eines zusätzlichen Raddeckels, und gleichzeitig wird ein Erzeugnis größerer Sicherheit erhalten, weil die nicht -metallische Auflage für dauernd und sehr zuverlässig an dem Rad festgelegt wird. Es besteht daher nicht das Problem einer ungewollten Ablösung, mit welchem f
man es bei den herkömmlichen abnehmbaren Raddeckeln zu tun hat, welche sich von dem Rad lösen und wegfliegen können, wenn mit hoher Geschwindigkeit gefahren wird. Die mechanischen Festhaltemitbsl, wie Klips usw., die an Radabdeckungen angebracht sind, kommen ebenfalls in Fortfall. Die Festlegung der Elastomer-Auflage an der Radscheibe
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mittels einer dauerhaften Bindung, die bei der Herstellung des Rades erfolgt und nicht nachträglich zugefügt zu werden braucht, gewährleistet eine bessere Kontrolle dieses Sicherheitsfaktors. Das Gießen oder Formen der Auflage 16 an Ort und Stelle gewährleistet außerdem, daß die Masse der Schmuckauflage eine konzentrische und genaue Lage auf der Radscheibe und der Radfelge einnimmt, so daß das fertig zusammengesetzte Rad dynamisch und statisch gut ausgewuchtet ist. Nichtsdestoweniger ist es verständlich, daß die Erfindung die Konstruktion eines zusammengesetzten Rades verfügbar macht, bei welcher die Elastomer»Zierauflage als selbständige Einheit unabhängig von der Felge und Radscheibe geformt oder gegossen sein kann und daß die Auflage auf der nach außen weisenden Seite der Radfelge und/oder der Radscheibe nachträglich mittels geeigneter Klebemittel dauernd befestigt wird. Diese alternative Bauweise erfordert jedoch eine zusätzliche Zusammenfügung und einen Festlegungsmechanismus, um die erforderliche Konzentrizität und die zulässigen Ausgleichtoleranzen einzuhalten; daher wird die vorerwähnte Methode der Herstellung der Auflage an Ort und Stelle vorgezogen, weil weniger Aufwand an Hilfsgerät erforderlich ist und die besondere Zusammenfügung entfällt. ~ In beiden Fällen bildet jedoch die Auflage 16 eine homogene Masse eines Elastomer-Materials, was besagt, daß diese Masse auch einen
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Körper umfaßt, dessen nach außen weisende Fläche angestrichen oder in anderer Weise beschichtet ist, welcher Füllstoffe und/oder metallische Einsätze oder Einsätze aus anderem Material enthält, die in die äußere Fläche eingebettet sind, und welche eine Dichte aufweist, die sich je nach der Zugabe von Füllmaterial und/oder je nach den Änderungen der Größe und Verteilung der Poren ändert. Ungeachtet dieser Änderungen besagt die Bezeichnung "homogen", daß die ganze Auflage (mit Ausnahme der nachträglichen Oberflächenbehandlung) im wesentlichen aus dem gleichen Material besteht und/oder in einem Arbeitsgang, vorzugsweise durch Gießen oder Formen gebildet ist.
Ein weiterer Vorteil des zusammengesetzten Rades ist darin zu sehen, daß sowohl dem Konstrukteur des Rades als auch dem Radhersteller große Freiheit gelassen ist. Der Konstrukteur oder Entwurfs-Ingenieur ist in der Wahl der Formen und Konturen weniger eingeengt, da er durch Begrenzungen nicht mehr behindert ist, die durch das Tiefziehen -"
des Metalls der Radscheibe bedingt sind, um ein ästhetisches ansprechendes Aussehen zu erreichen. Der Radhersteller kann einen Standard-Radkörper aus Felge und Scheibe in wirtschaftlicher Weise für eine ganze Reihe unterschiedlicher Radformen herstellen, wodurch die Her-Stellungskosten beträchtlich vermindert werden. Der hohe erforderliche
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Kapitalaufwand für die Einrichtung einer Tiefzieh-Anlage ist weitgehend verringert, und die Formänderungen können rasch verwirklicht werden bei nur geringer Erneuerung der verhältnismäßig billigen Gieß- oder Formungsanlage, die erforderlich ist, um die nicht-metallische Zierauflage an das Rad anzuformen.
Infolge der Elastomer-Natur der Auflage 16 wird eine weitere Besonderheit erhöhter Sicherheit dadurch geschaffen, daß die Auflage als Polster wirkt, welches den aus Stahl bestehenden Radkörper gegen seitliche Stöße schützt, z.B. wenn das Rad eine Bordsteinkante streift; dadurch sind die Stahlteile des Rades weniger stark Spannungen und Rissen ausgesetzt. Es hat sich auch gezeigt, daß das Urethan-Elastomer beim Einfüllen und Aushärten in die kleinen Zwischenräume zwischen Felge und Radscheibe eintritt, und zwar zwischen den in Umfangsrichtung voneinander entfernt liegenden Punkt- oder Schweißstellen, an welchen Felge und Scheibe miteinander verbunden sind; dadurch entstehen zwischen den Stahlteilen des Rades dünne gummi-elastische Polster, welche das Radgeräusch und die Geräuschübertragung durch das Rad verringern. Es ist verständlich, daß die Auflage 16 die nach außen weisende Fläche der Felge ganz oder teilweise ebenfalls abdecken kann und an der Felge in gleicher Weise festhaftet wie an der Radscheibe. Eine solche zusätzliche Abdeckung führt zu einer weiteren
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Verringerung der Geräuschübertragung durch das Rad. In einigen Fällen kann die Auflage 16 die Felge abdecken und an derselben festhaften, wobei die Scheibe 14 oder ein Teil der Scheibe 14 unbedeckt bleibt und frei sichtbar ist.
Das erwähnte Füllmaterial kann aus herkömmlichen Polyurethan-Füllmitteln bestehen, wie z.B. Ton, Kaliumcarbonat, Bariumsulfat, Polyvinylchlorid und dgl. Das Füllmaterial kann bis zu etwa 50 Teilen pro iOO Gewicht steilen Polyurethan ausmachen. Der Hauptzweck der Verwendung eines Füllmaterials besteht darin, die für die Fertigung der Auflage 16 benötigte Materialmenge zu verringern; Füllmaterial der genannten Art bringt aber auch gewisse Vorteile hinsichtlich der physikalischen Besonderheiten, z.B. Erhöhung des Zugwiderstandes der Auflage 16 und Gewinnung einer Außenseitehf lache, welche für gewisse Anstriche oder Beschichtungen erhöhte Eignung besitzt. Der
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Zusatz der erwähnten Füllmaterialien erhöht die Dichte der Auflage; f
als Beispiel möge eine Auflage 16 dienen, die aus den Materialien gemäß Beispiel 1 zusammengesetzt ist und zusätzlich 40 Teile Ton auf 100 Gewichtsteile Urethan-Gemisch enthält; es ergibt sich dabei eine Dichte von etwa 89 Pfund pro Kubikfuß.
Nach Fig. 7, 8 und 9 besteht das zusammengesetzte Rad aus einem Radkörper 208 aus Stahl (Fig. 9), der aus einer Radfelge 210 und einer
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Radscheibe 212 in herkömmlicher Weise durch Schweißung hergestellt ist. Eine Zierauflage 214, welche vorzugsweise aus leicht verformbarem thermoplastischem Material besteht und so bemessen ist, daß sie die gesamte Außenseite oder einen Teil der Außenseite des Rades abdeckt, ist bleibend mit dem Rad verbunden, und zwar mittels eines Körpers 216 aus haftendem Material (Fig. 7 und 8), z.B. Polyurethan-Schaum, der in den freien Raum zwischen der Abdeckung 214 und den Außenflächen der Scheibe 212 und der Felge 210 eingebracht ist. Der Schaumkörper 216 dient nicht nur als Haftmaterial, sondern er bewirkt auch eine geringe Dichte und bildet eine halb nachgiebige Verstärkung für die dünne Formhülle 214. Dank der schallisolierenden Eignung des festen Schaumes bildet derselbe auch eine Schallsperre, welche Reifen· und Luftgeräusche absorbiert, die durch die Propellerform der Radabdeckung hervorgerufen wird, wenn das Rad umläuft.
Die Scheibe 212 ist zweckmäßig aus verhältnismäßig schwerem Stahl im Wege eines herkömmlichen mehrstufigen Preßverfahrens gefertigt. Nach der Erfindung kann jedoch die Scheibe 212 in einer sehr einfachen Form hergestellt werden, wobei dieselbe vornehmlich zur Ausübung ihrer primären Funktion als Stütze zwischen dem Reifen und der Fahrzeugachse gerecht zu werden braucht, ohne auf ästhetisches Aussehen
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Rücksicht zu nehmen. Es sind auch keine zusätzlichen Teile erforderlich, um die herkömmliche abnehmbare Radabdeckung anzubringen, wodurch die Kontur und Form der Scheibe 212 eine weitere Vereinfachung erfährt. Es können jedoch gewünschtenfalls bestehende und kompliziertere Scheibenformen Anwendung finden, für welche die Werkzeuge bereits zur Verfugung stehen; die dargestellte Scheibe 212 entspricht einer solchen Form. Vorzugsweise ist die Scheibe 212 frei von Durchbrechungen, mit Ausnahme der Löcher 213 für die Durchführung der üblichen Radbefestigungsbolzen 215. ™
Ein bedeutsames Merkmal der Erfindung besteht darin, daß tiefe dreidimensionale Konturen, welche man zum Schmuck der Räder anzubringen pflegt, prinzipiell in Form der leicht gestaltbaren Hülle 14 aus plastischem Material hergestellt werden. Die Hülle 14 ist vorzugsweise aus einem plastischen Material hoher Stoßfestigkeit, z.B. Acrylonitril-Butadien-Styrol-Polymer hergestellt, welches üblicherweise als ABS-Polymer bezeichnet wird. Hierzu gehören beispiels- λ weise die unter dem Handelsnamen Cycolac bekannten Polymere, die von der Marbon Chemical Division der Firma Borg-Warner auf den Markt gebracht werden. Durch die Verwendung eines solchen Materials kann die Hülle 214 wesentlich billiger unter Anwendung eines, der
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bekannten Vakuum-Pormungsverfahren bei.beliebiger Formgebung hergestellt werden, als es zur Herstellung der gleichen Hülle aus einer Stahlscheibe 212 der Fall wäre. Tatsächlich kann die Hülle eine Formgebung erhalten, welche in dem für die Scheibe 212 erforderlichen Stahl nicht herstellbar ist. Daher hat der Konstrukteur eine wesentlich größere Freiheit in der Schaffung ästhetischer Formen für die Außenseite des Rades. Das zusammengesetzte Rad gemäß der Erfindung ist nicht teurer als ein Standardrad mit gewöhnlicher Rad- ^ abdeckung, die am Rad abnehmbar angebracht ist; darüberhinaus beseitigt die Abdeckung im Sinne der Erfindung die Probleme des Diebstahls und des Störgeräusches, die bei abnehmbaren Abdeckungen bestehen.
Das zusammengesetzte Rad kann in folgender Weise gefertigt werden:
Ein Automobil-Stahlrad 208 wird unter Anwendung der herkömmlichen Herstellungstechnik hergestellt, um den Radkörper 208 aus einer Felge 210 und einer Scheibe 212 zu gewinnen, welche durch Schweißung miteinander verbunden sind, wie dies auf der rechten Seite der Fig. 9 ersichtlich ist.
Wenn die Scheibe 212 entsprechend der Darstellung nicht unmittelbar
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mit einer Nabe 218 ausgebildet ist, wird eine solche Nabe vor Anbringung der Hülle 214 in das Rad eingefügt, welche eine Abschlußwand für die Festhaltung des Schaum-Materials 216 außerhalb des Naben- ' hohlräume bildet. Die Nabe 218 ist zweckmäßig aus Stahl gefertigt; ihr äußeres Ende ist mittels einer besonderen Nabenkappe 2'21 geschlossen. Das innere Ende 222 der Nabe 218 ist offen, um die Spindel der Achse aufzunehmen» auf welcher das Rad 208 befestigt ist. Der Rand der mittleren öffnung der Scheibe 212 ist nach auswärts gebogen, f
um einen nach auswärts gerichteten Flansch 224 zu bilden; ein entsprechender Flansch 226 ist an dem offenen Ende 222 der Nabenhülse 218 angebracht, deren Außendurchmesser etwas größer ist als der kleinste Innendurchmesser des Flansches 224. Der Hauptteil 228 der Hülse 218 hat eine leicht kegelstumpf artige Form und verjüngt sich in Richtung zu dem äußeren Ende 220, um das Einsetzen der Hülse durch das mittlere Loch der Scheibe 212 von der Innenseite der Scheibe her zu erleichtern. Das Ende 220 ist so bemessen, daß es sich bündig M
anschmiegt und ein wenig den sich einwärts verjüngenden etwas nachgiebigen Flansch 236 des kegelstumpf artigen Nabenteils 238 der Hülle 214 aufweitet, wenn die Hülse 218 axial durch den Nabenteil 238 beim Zusammensetzen dieser Teile eingesetzt wird; das Einsetzen erfolgt aus den Stellungen der verschiedenen Teile gemäß Fig. 9 in die zusammengesetzte Lage gemäß Fig. 8. Nach dieser Zusammenfügung
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erfaßt der Flansch 236 mit Reibung den Umfang der Hülse 218 und übt einen federnden Druck gegen diesen Umfang aus, um vorübergehend die Verbindungsstelle abzudichten und um außerdem den Flansch 226 vorübergehend in abdichtendem Kontakt mit dem Flansch 224 der Scheibe 212 zu halten. Auf diese Weise wird ein abgedichteter ringförmiger Hohlraum zwischen der Hülse 218 und dem Nabenteil 238 gebildet, welcher mit der radial nach auswärts anschließenden ring-
»förmigen Höhlung in Verbindung steht, die von dem restlichen Teil der Hülle 214 und den Außenflächen der Scheibe 212 und der Felge 210 begrenzt sind.
Die Nabenkappe 221 besteht aus einem Blech- oder Plastikteil, welches an einem Ende durch die Wand 250 geschlossen ist, und welches für die Aufnahme eines Medallion oder eines anderen herkömmlichen Zierteils eine Vertiefung aufweist. Die Kappe 221 ist mit einem Ansatz 252 versehen, welcher sich in einem sich einwärts verjüngenden kegel- W stumpfförmigen Nasenteil 254 endet, welcher das Einsetzen der Kappe
221 mit vorwärtsweisendem Nasenteil in das äußere Ende 220 der Hülse 218 erleichtert, wie dies in Fig. 8 veranschaulicht ist. Vorzugsweise ist die Kappe 221 mit einer rückwärts weisenden Rille 256 ausgestattet, die zwischen dem Ansatz 252 und dem Felgenteil 258 der Kappe liegt. Die Kappenfelge 258 ist so gestaltet, daß sie den äußeren
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Rand der Hülse 218 bündig aufnimmt, wenn die Felge 258 gegen den Flansch 236 des Nabenteils 238 der Hülle 214 anstößt. Gewünschtenfalls kann der Ansatz 252 so bemessen sein, daß er das äußere 'Ende der Hülse 218 leicht aufweitet, so daß die Kappe 221 durch Reibung auf der Hülse festgehalten wird. Durch das Anstoßen der Felge 258 an den Flansch 236 wird außerdem die Abdichtung gegen Austreten von Schaum aus dem ringförmigen Hohlraum verbessert.
Die Hülle 214 ist zweckmäßig so bemessen, daß sie die ganze Außen- · t
fläche des Rades 208 bedeckt, und sie nach Wunsch so gestaltet, daß sie ein gefälliges und eine Zierwirkung schaffendes Aussehen erhält. Der innere und der äußere Rand der Hülle 214 sind so bemessen, daß sie mit den darunter liegenden Teilen des Rades 208 einen zusammenhängenden Kontakt haben. Dies wird dadurch erreicht, daß der Flansch 236 an die Hülse 218 angelegt wird und daß ein überhängender Umfangsflansch 240 der Hülle 214 gegen den axial gerichteten Flansch 242 gedrückt wird, welcher das übliche Reifen-Halteteil der Felge 210 (Fig. 8) ä bildet.
Die Hülle 214 ist zweckmäßig aus dem vorerwähnten thermoplastischen Harz gefertigt und im Vakuum in einer geeignet gestalteten Form gefertigt, welche mit sehr kleinen öffnungen in dem unteren Bereich der
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Form ausgestattet und an der Unterseite mit einer Vakuumquelle verbunden ist. Ein Blatt Cycolac-Material wird auf die Form aufgelegt, auf 150 C erhitzt und danach einem Vakuum ausgesetzt, welches in dem Raum zwischen dem Materialblatt und der Form erzeugt wird, um das Materialblatt gegen die Oberfläche der Form zu saugen und auf diese Weise die Gestalt der Form auf das plastische Blattmaterial zu übertragen. Das entstehende Werkstück wird dann auf der Form gekühlt, abgezogen und bearbeitet. Gewünschtenfalls können auch andere Verfahren zur Verformung von Plastikmaterial Anwendung finden, z.B. das Einspritz-Verfahren.
Vorzugsweise wird die Hülle 214 auf der Außenseite nach einem an sich bekannten Verfahren mit einer Chrom-Plattierung versehen. Dazu kann die Hülle zunächst in ein chemisches Kupferbad gelegt werden, welches eine Ätzung bewirkt und mit dem Plastikmaterial in Reaktion tritt, wobei eine Kupferverbindung auf der Oberfläche der Hülle niedergeschlagen wird, welche befähigt ist, eine elektrolytische Kupferbeschichtung zu erhalten. Das Werkstück wird dann einem herkömmlichen Elektroplattierungs-Verfahren unterworfen, um nacheinander Kupfer, Nickel und schließlich Chrom auf die behandelten Flächen niederzuschlagen. Gewünschtenfalls können auch andere Beschichtungsverfahren Anwendung finden, wie z.B. die Vakuum-Metallisierung,
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um eine gewünschte Oberflächenbehandlung an den freiliegenden Flächen der Hülle 214 zu erhalten.
Der nächste Schritt zur Fertigung des Rades besteht darin, daß man die chrom-plattierte Hülle 214 auf dem Radkörper 208 festlegt. Zuerst wird die Hülle 218 durch die Seheibe 210 eingeführt und in der Stellung gemäß Fig. 8 mittels einer rückseitigen Stützplatte oder eiHem anderen Festhaltemittel gehalten. Alternativ kann die Hülse in dieser j
Lage festgelegt werden, daß man den Flansch 226 mit dem Flansch mittels Stift-Schweißung verbindet. Danach werden die nach außen weisenden Flächen der Scheibe 212 und der Felge 210, und außerdem die Hülle 218 durch Besprühen oder Eintauchen mit einer schaum* bildenden Lösung aus Polyurethan, flüssigem Harz, Katalysator und Härtemittel unmittelbar nach Mischung derselben beschichtet. Die Hülle 214 wird dann sofort vorübergehend auf dem Radkörper festgelegt, so daß sie entsprechend der Darstellung in F$g. 8 mit den Flanschen 240 und 242 in Berührung kommt; dann wird die Hülle 218 in ^ axialer Dichtung durch den Nabenteil 238 eingesetzt, so daß der Flansch 236 an der Hülle 218 zur Anlage kommt. Danach kann die Kappe 221 in das äußere Ende der Hülle 218 eingesetzt werden. Die Beschichtungs« lösung reagiert innerhalb einiger Minuten unter Bildung eines Schaumes, wobei eine 10-20-fache Volumenvergrößerung stattfindet, um einen
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Polyurethan-Schaum zu bilden, welcher den Hohlraum zwischen der Hülle 214 und den beschichteten Flächen der Scheibe 212 und der Felge 210 vollständig auszufüllen. Die Reaktion kann bei Raumtemperatur stattfinden. Die Auftragmenge ist genügend groß bemessen, um einen Schaumüberfluß zu erzeugen; die Überschußmenge wird durch die Bolzenlöcher 244 in der Hülle 214 ausgetrieben. Diese Löcher decken sich mit den Bolzenlöchern 213 in der Scheibe 212, so daß die Löcher 244 als Entleerungsöffnungen für das überschüssige Reaktions-Produkt dienen. Der Schaum hat hohe Bindekraft und bewirkt daher nach der Aushärtung zu einem porigen nachgiebigen Körper 216 eine dauerhafte Bindung zwischen der Hülle 214 und dem Radkörper 208.
Nach der Auswertung des Schaums werden die Klammern entfernt und der überschüssige Schaum, der die Bolzenlöcher 244 umgibt, entfernt.
In Fig. 4 ist eine andere Form der Nabenhülse und der Kappenanordnung veranschaulicht, wobei eine Hülse 218' vorgesehen ist, welche der Hülse 218 ähnlich ist, mit der Ausnahme, daß der Hauptteil 228' eine geringere Verjüngung aufweist, so daß das äußere Ende der Hülse 2181 einen größeren Durchmesser hat als das äußere Ende 220 der Hülse 218. An dem äußeren Ende der Hülse 218 ist ein einwärts umgebogener
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Flansch 229 vorgesehen, welcher axial gegen die innere Fläche des Flansches 236 stößt. Die Flansche 229 und 236 sind mit mittleren öffnungen gleich großen Durchmessers versehen. Die Kappe 221' trägt einen Ansatz 2521, der in Umfangsrichtung versetzte Ausschnitte
253 aufweist, um federnde Finger 254 zu bilden. Wenn die Kappe 221J mit ihrer Nase in Vorwärtsrichtung in die äußeren Enden der Nabe 238 und der Hülse 2181 eingesetzt wird, drücken die Flansche 236 und 229 die nachgiebigen Finger 254 in Einwärtsrichtung, bis die Kappe ihren endgültigen Sitz gemäß Fig. 4 einnimmt; danach springen die' Finger · f
254 auswärts und halten die Kappe 2211 in der Eins atz stellung fest. Diese abgewandelte Anordnung der Hülse und der Kappe ist dann wünschenswert, wenn die äußere Fläche der Nabe 238 eine Chrom-Plattierung erhalten hat und daher eine nur geringe oder keine Nachgiebigkeit des Teils 238 zugelassen werden kann. Bei der abgewandelten Anordnung ist die Nachgiebigkeit auf die Finger 254 der Kappe beschränkt; trotzdem wird zwischen den Teilen 221', 236 und 229 eine Schaumdichte mechanische Verbindung erhalten. A
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Claims (34)

2U16294 ** t3L Motor Wheel A + B ■ Germany Patentansprüche
1. I Fahrzeugrad, dadurch gekennzeichnet, daß dasselbe aus einem JNtetallteil, das aus einer für die Radbefestigung auf einer Nabe, einer Bremstrommel oder einem sonstigen umlaufenden Fahrzeugteil bestimmten Radbefestigungsscheibe und einer daran angebrachten Felge für die Aufnahme des Reifens besteht, und einem Plastikteil zusammengesetzt ist, das eine an das Metallteil angrenzende und dasselbe auf der nach außen weisenden Seite wenigstens teilweise abdeckende Auflage bildet, ein homogener, an dem Metallteil festgelegter Körper aus einem Elastomer ist und dessen der Außenseite des Metallteils zuweisende Fläche frei liegt, während die entgegengesetzt weisende, mit einer Verzierung versehene Fläche in axialer Richtung von der dem Metallteil zuweisenden Fläche Abstand hat, und eine von der Kontur der abgedeckten Fläche des Metallteils abweichende Kontur besitzt, die sich für eine wenigstens teilweise dekorative Gestaltung des Metallteils eignet.
2. Fahrzeugrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage auf dem abgedeckten Bereich des Metallteils festgeklebt ist.
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3. Fahrzeugrad nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage auf dem abgedeckten Bereich des Metallteils mittels einer Klebstoffs chicht festgelegt ist, die auf der Haftfläche der Auflage aufgetragen ist.
4. Fahrzeugrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage aus einem Formstück besteht und durch Aushärtung auf dem abgedeckten Bereich des Metallteils festgelegt ist.
5. Fahrzeugrad nach Anspruch 1, wobei die Scheibe des Metallteils eine mittlere öffnung und Löcher für die Befestigungsbolzen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage eine zu der Scheibenöffnung konzentrische öffnung für die Aufnahme der Radnabenteile und Aussparungen für die Zugänglichmachung der Löcher für die Befestigungsschrauben aufweist.
6. Fahrzeugrad nach Anspruch 5, dessen aus Stahl gefertigtes Metallteil aus einer Tiefbett-Felge und einer tellerförmigen Scheibe besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Elastomer-Auflage aus Polyurethan besteht, dessen Dichte die Größenordnung von 50-90 Pfund pro Kubikfuß hat, und mittels Epoxy-Klebstoff auf der Außenseite der Scheibe festgelegt ist.
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7. Fahrzeugrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Elastomer der Auflage aus gummi-elastischem Material mit Zeil-Struktur besteht.
8. Fahrzeugrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Elastomer der Auflage aus Urethan-Material mit Mikro-Zellstruktur besteht, dessen Dichte in der Größenordnung von 50-70 Pfund pro
Kubikfuß liegt.
9. Fahrzeugrad nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Auflage mit einer dekorativen Deckschicht versehen ist.
10. Fahrzeugrad nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage mit einer wasser-undurchlässigen Deckschicht versehen ist.
11. Fahrzeugrad nach einem der Ansprüche 7-10, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichte der Auflage an der nach außen weisenden Seite größer ist und zur inneren Seite allmählich abnimmt.
12. Fahrzeugrad nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
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Auflage aus einem Polyurethan-Reaktionsgemisch mit geringem Blähvermögen besteht, welches bei der Aushärtung eine Oberflächenhaut bildet.
13. Fahrzeugrad nach Anspruch 1, wobei Felge und Scheibe mittels über den Umfang mit Abstand verteilte Schweißstellen miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Auflagematerial die Spalten zwischen den Schweißstellen ganz oder teilweise füllt,
14. Fahrzeugrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage mit darauf festgelegten und deren Außenfläche nur teilweise abdeckenden Mustern ausgestattet ist.
15. Fahrzeugrad nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Muster wenigstens zum Teil aus Metallteilen bestehen, die mittels Klammern oder Zungen in der Auflage festgelegt sind.
16. Fahrzeugrad nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß bei gegossenen dichten Auflagen die Klammern oder Zungen in das Auflagematerial eingebettet sind.
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17. Fahrzeugrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Plastik-Auflage aus einer Zierabdeckung für die Außenfläche von Felge und Scheibe des Rades, welche wenigstens von einem der Metallteile axialen Abstand hat und einem Körper aus haftfähigem Material besteht, welches den Hohlraum zwischen der Abdeckung und dem Metallteil ausfüllt und die Festlegung der Abdeckung an dem Metallteil vermittelt,
18. Felgenrad nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das haftfähige Füllmaterial aus einem innerhalb des Hohlraums verschäumten Material besteht.
19. Fahrzeugrad nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das haftfähige Füllmaterial aus Polyurethan-Schaum besteht und die Abdeckung aus Acrylnitril-Butadien-Styrol gefertigt ist.
20. Fahrzeugrad nach einem der Ansprüche 17-19, dessen Metallscheibe eine mittlere öffnung und eine darin dicht festgelegte axial nach außen vorstehende Hülse aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung einen die Hülse mit radialem Abstand umfassenden Nabenteil aufweist, wobei beide Teile an ihren äußeren Enden unter Bildung einer zusammenhängenden dichten Naht ineinander greifen, und daß das haftfähige Material auch den Zwischenraum zwischen der
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Hülse und dem Nabenteil der Abdeckung ausfüllt.
21. Fahrzeugrad nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallscheibe einen auswärts weisenden, die mittlere öffnung begrenzenden Flansch aufweist, das radial einwärts weisende Ende der Hülse einen ausgeweiteten, den Öffnungsflansch hintergreifenden Flansch trägt, das radial auswärts weisende Ende der Hülse durch eine eingesetzte
Kappe verschlossen ist und das äußere Ende der Abdeckungsnabe einen |
einwärts gerichteten Flansch trägt, welcher mit einem Umfangsteil ana äußeren Ende der Hülse in Eingriff steht.
22. Fahrzeugrad nach einem der Ansprüche 17-21, dessen Metallscheibe eine Vielzahl von Löchern für die Aufnahme von Befestigungsbolzen enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung eine den Scheibenlöchern entsprechende Reihe von öffnungen aufweist, und daß
sämtliche Hohlräume zwischen der Abdeckung undAien Metallteilen ^
zwecks Bildung von Entlüftungen für den Vers chäumungs vor gang zu den öffnungen der Abdeckung offen sind.
23. Verfahren zur Herstellung eines Rades nach einem der Ansprüche 1-16, gekennzeichnet durch die Aufeinanderfolge folgender Vorgänge:
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a) Anfertigung eines aus Radscheibe und Felge bestehenden Metallteils
b) Anfertigung einer Form, die mit einer Ringlippe ausgestattet ist, die an einem ringförmigen Teil der Außenfläche des aus Scheibe und Felge bestehenden Metallteils radial zwischen dem äußeren Reifenhalteflansch der Felge und der Mitte der Scheibe zur An« lage gebracht werden kann, und die eine Fläche aufweist, welche mit der Außenfläche des Metallteils einen Hohlraum bildet.
c) Dichte Zusammenfügung des Metallteils und der Form.
d) Einfüllung von flüssigem, selbst reagierendem Urethan-Elastomer bis zur vollständigen Füllung des Hohlraums.
e) Wenigstens teilweise Aushärtung des Urethan-Elastomers bis zur Verfestigung und Festhaftung an der dem Hohlraum zuweisenden Seite des Metallteils.
f) Entformung des Metallteils mit dem anhaftenden Elastomer.
24. Verfahren nach Anspruch 23, gekennzeichnet durch die Verspannung des Metallteils mit der Form mittels eines Klemmeinsatzes, der für die Anlage an der nach innen weisenden Seite des Metallteils gestaltet ist und während des Füll- und Aushärtungsvorgangs gegen das Metallteil gedrückt wird.
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25. Verfahren nach Anspruch 24 bei Radscheiben mit mittlerem Loch, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Form mit mittlerem in den Hohlraum koaxial zum Scheibenloch hineinragendem Kern und die Heranführung des Klemmeinsatzes bis zur Anlage an den Kern, bevor das Urethan-Polymer in den Hohlraum eingefüllt wird.
26. Verfahren nach Anspruch 23 bei Radscheiben mit einer Vielzahl von Löchern für Befestigungsbolzen, gekennzeichnet durch die Ausstattung der Form mit einer Vielzahl von achsparallel vorspringenden' Führungsbolzen, welche den Bolzenlöchern der Scheibe entsprechen, und fluchtgerechte Zusammenfügung der Form und des Metallteils, wobei die Führungsbolzen aus den Scheibenlöchern herausragen.
27. Verfahren nach Anspruch 26, gekennzeichnet durch die Ausbildung der Radscheibe mit Entlüftungsöffnungen und der Form mit den Entlüftungsöffnungen entsprechenden Zapfen, welche bei der Zusammenfügung der Form und des Metallteils aus den Entlüftungsöffnungen f herausragen.
28. Verfahren nach einem der Ansprüche 23-27, gekennzeichnet durch die Verwendung eines schaumbildenden Urethan-Elastomers,
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welches nach der Aushärtung eine Dichte in" der Größenordnung von 50-55 Pfund pro Kubikfuß hat.
29. Verfahren nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß das Auflageteil nach der Entformung außenseitig gereinigt und gerauht
und danach mit einem Urethan-Anstrich versehen wird.
30. Verfahren nach einem der Ansprüche 23-28, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallteil auf der nach außen weisenden Seite mit einem Überzug aus Epoxyharz versehen und der Überzug vor Einfüllung des Urethan-Elastomers ausgehärtet wird.
31. Verfahren nach einem der Ansprüche 23-30, dadurch gekennzeichnet, daß die Form beim Füll- und Aushärtungsvorgang unterhalb des Metallteils liegt.
32. Verfahren nach einem der Ansprüche 23-31, dadurch gekennzeichnet, daß die Form und das Metallteil zwecks Aushärtung in einem Ofen 67-93 C für die Dauer von 5-10 Minuten erwärmt werden.
33. Verfahren nach einem der Ansprüche 23-32, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallteil unmittelbar vor der Zusammenfügung mit der Form erwärmt wird.
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34. Verfahren zur Herstellung eines Rades nach einem, der Ansprüche 17-21, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenfläche des aus Felge und Radscheibe bestehenden Metallteils mit einer schaumbildenden haftfähigen Mischung in zur Bildung eines Füllkörpers ausreichenden Menge beschichtet und mit einer vorbereiteten, vorübergehend an dem Metallteil festgelegten Abdeckung unter Bildung eines Hohlraums versehen wird, und daß danach die Verschäumuhg der Mischung und deren Aushärtung bis zur Bindung der Abdeckung mit dem Metallteil durchgeführt werden. , '
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DE2016294B2 DE2016294B2 (de) 1974-06-27
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2240606A1 (de) * 1971-10-14 1973-04-19 Motor Wheel Corp Formvorrichtung, verfahren zu ihrer herstellung und zum aufbringen von zierauflagen auf fahrzeugraedern
DE2457907A1 (de) * 1974-12-04 1976-06-16 Kronprinz Ag Fahrzeugrad mit einer auf einer nabe montierbaren radscheibe
DE102018202231A1 (de) * 2018-02-14 2019-08-14 Ford Global Technologies, Llc Fahrzeugrad und Verfahren zu seiner Herstellung

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ES186693Y (es) 1974-08-01
ES379339A1 (es) 1973-04-16
JPS4836501B1 (de) 1973-11-05
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ES186693U (es) 1973-11-16
DE2016294B2 (de) 1974-06-27
GB1306552A (en) 1973-02-14
CH521865A (fr) 1972-04-30
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