DE2013237C - Vorrichtung zum Umwickeln von Gewebebahnen od dgl - Google Patents
Vorrichtung zum Umwickeln von Gewebebahnen od dglInfo
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Description
45
So
Die Erfindung betrifft eine Umwickelvorrichtung für Bahnen aus Gewebe od. dgl., welche zwei regelbare
WickelsteUen mit Spleißvorrichtung sowie einen gesteuerten Speicher aufweist, wobei die Wickelstellen
sowie der Speicher mittels steuerbarer Druckmittelantriebe
betätigbar sind. Solche Umwickelvorrichtungen können im Verlaufe von verschiedenartigen
Behandlungsstationen angeordnet sein.
Beim Umwickeln von Gewebebahnen od. dgl. ergeben sich manchmal Probleme, insbesondere dann,
wenn Gewebe mit unterschiedlichen Eigenschaften verarbeitet werden sollen. Neben der Gewebebahnbreiie
und -dicke wirken sich beispielsweise die Gewebeart, -Steifheit, -Oberflächenbeschaffenheit, usw.
luf den Wickelvorgang aus, wobei insbesondere im Zusammenhang mit kaschierten bzw. mehrlagigen
Geweben Schwierigkeiten auftreten.
Auch die zwischen den Ab- und Aufwickelstellen l=e«ende Behandlung des Gewebes hat einen Einfluß
auf den Wickelvorsang. Diese vielen unterschiedlichen Faktoren führen dazu, zumal wenn sie sich
insgesamt nachteilig auf den Wickelvorgang auswirken daß auf herkömmlichen Wickelmaschinen hergestellte
Stoffbahnwickel schwere Fehler aufweisen. Die Wickel können z. B. »teleskopieren«, d. h„ der
Rollenkern und die anliegenden Gewebelagen treten in Form eines Konus axial aus einer der Stirnflächen
des Wickels vor, wobei in der anderen Stirnfläche eine entsprechende Vertiefung besteht. Dieses Teleskopieren
kann entweder schon beim Aufwickeln oder dan?cH im Falle schadhafter Wicklung durch di;
Handhabung des Wickels entstehen. Infolge des ToIeskopierens
können in den Gewebebahnen, namen;' eh an deren Rändern, schwere Schaden auftreten, die das
Gewebe völlia oder größtenteils unbrauchbar mach. -ι.
Auf jeden FaH erfordern zum Teleskopieren neige-r k
Wicke! besondere Vorsichtsmaßnahmen sowoh! :·-;
ihrer Lagerung al>. auch bei der nur mit Schwur __-
keiten zif meisternden Weiterbehandlung.
Die bekannten Umwickelmaschinen mit zwisc··■.-:;-geschalteten
Behandlungsstationen sind infolge in...,
verwickelten Aufbaues sehr teuer. Beim Aufwies .-in
der Gewebebahn muß der Antrieb anfänglich be: :-
rmsern Drehmoment eine hohe Umdrchungsgesch- '■■■■■-diskeit
gewährleisten. Soweit die lineare Aufwi'A. iaeschwindiskeit
konstant gehalten werden soli. ■-.;■
ringen sich"anschließend die Wickeldrehzahl und ·....·
größen sich das aufzubringende Drehmoment ».:.■-des
sich infolge des Aufwickeins beständig *.■■ größernden Wickeldurchmessers. Die herkömnuu ' ·.-·.
Vorrichtungen sind aus diesem Grund so ausge-p.
daß sie befkonstanter Wickdgeschwindigkeit zu ^:-
ginn des Aufwickeins sowohl die erforderliche 1:-. mc
Drehzahl wie auch am Ende des Wickc'vorganges .;Us
erforderliche hohe Drehmoment aufbringen können Solche Antriebe, die bei geringem Drehmoment uueh
hohe Drehzahlen gewährleisten, sind jedoch Oir
teuer.
Die für einen Betrieb ir.it konstanter Bahngeschwindigkeit
erforderlichen Antriebe bereiten besondere Schwierigkeiten dann, wenn auch beim Anlaufen und
Abbremsen, bzw. beim Rollenwechsel und auch beim !aufenden Wickelbetrieb die Bahnspannung konstant
gehalten werden muß. Diese Forderung tritt vor allem auf beim Wickeln von dehnungsfähiger Ware, wie
z. B. Maschenware od. dgl. Falls es hierbei nicht gelingt, die Bahnspannung unabhängig vom jeweiligen
Wickeldurchmesser konstant zu halten, wird in den meisten Fällen der innen liegende Wickelbereich überdehnt
und der außen liegende Wickelbereich zu lose aufgewickelt. Dieselben Erscheinungen ergeben sich,
wenn bei ununterbrochenem Wickelvorgang ein Bahnspleißvorgang durchgeführt werden soll, da auch
hierbei unmittelbar aufeinanderfolgend an einer der WickelsteUen sehr unterschiedliche Bahngeschwindigkeiten
auftreten.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, während des Aufwickel- bzw. Abwickelvorganges die
Bahnspan.iung unabhängig von jeweils wechselnden Fördergeschwindigkeiten im wesentlichen konstant
halten zu können und dabei auch Anlauf- und Abbrems- sowie Verbindungsvorgänge zu überbrücken.
Erfindungsgemäß geschieht dies bei einer Vorrichtung der eingangs bezeichneten Art dadurch, daß
mittels einer auf die jeweils wirksame Wickelstelle
umschaltbaren Rollenumfangs-Tasteinrichtung der
Speicherantrieb steuerbar ist und daß in Abhängigkeit von der Stellung des Speicherantriebs der umschaJtbare
Wickelstellenantrieb steuerbar ist.
Diese Wickelvorrichtung gestattet es, den Speicher jeweils so zu steuern, daß die Bahnspannung weitgehend
konstant gehalten werden kann, und zwar unabhängig davon, ob Verbindungsvorgänge und die
damit zusammenhängenden Anläufe bzw. Abbremsungen auftreten. Darüber hinaus läßt sich die Umwickelvorrichtung
so steuern, daß jeweils die volle Speicherkapazität für den nächstfolgenden Verbindungsvorgang
bzw. Rollenwechselvorgang zur Verfügung steht, wobei aber gleichzeitig der Speicher
noch die Wirkung des gesteuerten Spannungsaus-Bleichers beibehält.
In vorteilhafter Ausbildung der Erfindung ist der Speicherantrieb zur Regelung der Bahnspannung in
an sich bekannter Weise druckregelbar ausgebildet und mit nicht volumenbeständigem Druckmittel be-.iufschlagbar.
Durch diese Maßnahme wird in ein-■acher Weise die Bahnspannunfe einstellbar gemacht
und eine schnell und weich einsetzende Arbeitsweise der Speicher-Füllung bzw. Speicher-Abgabe e<reicht,
da das nicht volumenbeständige Druckmittel keine massenbedingten Verzögerungswirkungjn des
Regeleinsatzes erzeugt. Gewichtsausgleichsanordnungen sowie umfangreiche hydraulische Aggregate können
somit vermieden werden.
Ferner wird die Erfindung in vorteilhafter Weise dadurch weitergebildet, daß die Fördermenge der
d rehzahl regelbaren hydraulischen Wickelantriebe der Wickelstellen in Abhängigkeit von der Stellung des
Speicherantriebes einstellbar ist.
Dadurch wird erreicht, daß in Abhängigkeit von dem jeweiligen Füllungsgrad des Speichers eine Regelung
der Wickelstellenantriebe erfolgen kann, so daß plötzliche völlige Entleerungen oder Überfüllungen
des Speichers ausgeschlossen werden können. Dabei werden drehzahlregelbare hydraulische Wickelantriebe
als bekannt vorausgesetzt.
Zum Erfassen des wirksamen Rollenumfanges wird je eine Taster-Rolle verwendet, welche in weiterer
Ausgestaltung der Erfindung über eine Kurvenscheibe mit einem Steuerventil verbunden ist. Dadurch ist es
möglich, ein vorbestimmten Programm für die Steuerbzw. Regelwirkung einzugeben, was durch entsprechende
Ausgestaltung der Kurvenform erzielt werden Kann.
Die Erfindung wird ferner uaiiu.cn weiter aus
gebildet, daß ein den Speicherinhalt erfassender Schaltarm zum Beeinflussen des Wickebtellen-Antriebes
herangezogen wird, so daß in einfacher Weise eine Rückwirkung zwischen Speicherinhalt und Rolleninhalt
erzielt werden kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird nachstehend im
einzelnen !beschrieben. Bs zeigt
F i g. 1 eine Ansicht der einen Stirnseite der Umwickelvorrichtung,
F i g. 2 und 3 Ansichten auf die beiden Endseiten der in F i g. 1 gezeigten Vorrichtung,
F i g. 4 iii schematischer Darstellung wesentliche
Teile der Steuereinrichtung,
Fi ig. 5 eine andere schematische Ansicht eines
anderen Teiles der Steuereinrichtung,
F i g. 6 eine Ansicht der anderen Stirnseite der in F i g. 1 bis 3 dargestellten Umwickelvorrichtung,
F i g. 7 eine schematische Darstellung der Umwikkelvorrichtung
in Verbindung mit einer Behandlungsmaschine,
Fig. S bis 11 schimärische Darstellungen des
Spleißvorganges zu verschiedenen Zeitpunkten,
F i g. 12 Einzelheiten der Leerlaufrollenaufhängung in Seitenansicht.
Fig. 13 eine Seitenansicht des Antriebes der zum
Spleißen dienenden Druckrollen,
F i g. 14 die elektrische Steuerschaltung der Vorrichtung,
F i g. 15 die pneumatische Steuerschaltung der Vorrichtung,
F i g. 16 die hydraulische Steuerschaltung der Vorrichtung.
In den F i g. 1 bis 3 ist eine Wickelvorrichtung dargestellt, welche im wesentlichen aus zwei parallel
zueinanderstehenden Ständerteilen 20 und 22 besteht. die von Querstrebe.. 24 zusammengehalten werden.
Die Wickelvorrichtung A-eist eine obere und untere Wickelstelle auf, welche durch Wickelantriebe 26
bzw. 28 angetrieben sind. Die V'ickelantriebe 26 und 28, die einander gleichen, werden von Steuervorrichtungen
drehzahlveränderlich gesteuert. Die Wickelvorrichtung ist mit einem Speicher 30 versehen, dem
eine zweifache Funktion zukommt. Einmal regulier: er die Spannung der ^in- bzw. auslaufenden Bahn
und zum anderen ermöglicht er es. die ein- bzw. auslaufende Bahn anzuhalten, wenn infolge einer fertig
gewickelten Rolle in einer der beiden Wickelstationen die Bahn getrennt und das eine Bahnende an einem
leeren Rollenkern in der anderen Wickelstation befestigt werden muß. Hierbei «teht die Bahn am Fi 1-
bzw. Ausgang des Speichers 30, d. h. nahe den Wik kelstatiunen still oder läuft nur sehr langsam vor bzw.
wird im weiteren Betrieb mit unverminderter Geschwindigkeit aus dem Speicher 30 aus- bzw. in diesen
eingeführt und von diesem unter gleichbleibender Bahnspannung abgegeben bzw. aufgenommen. Wenn
das vorauslaufende Bahnende mit seinem Anfangsstück an den leeren Rollenkern angelegt ist, fängt dieser
an, sich zu drehen, vvobei er das indessen in den Speicher 30 ein- bzw. ausgelaufene Bahnstück aus
diesem wieder herauszieht bzw. in diesen einspeist. Folglich kann der Speicher 30 beim nächsten Rollenwechsel
wieder zusätzlich eine vorbestimmte Bahnlänge aufnehmen bzw. abgeben.
Die Bahn läuft jeweils vor dem Ein- oder Auslaufen in die bzw. aus der Wickelstation durch den
Speicher 30. Der Speicher 30 besteht aus einem senkrecht bewegbaren Umlehkrollenträger32 der sechs
Umlenkrollen 34, 36, 38, 41, 42 und 44 aufweist. Dei Umlenkrollenträger 32 ist über eine Kolbenstange 50
mit einem Kolben 46 (F i g. 15) verbunden, der ir; eine-i Zylinder 48 geführt ist (F i g. 1, 4 und 12). Die
in dem Speicher 30 !gespeicherte Bahn verläuft jeweils von einer der Umlenkrollen 34. 36, 38, 40, 42 und 44
jeweils zu einer ihr gegenüber stationär angeordneten Umlenkrolle 52, 54, 56, 58, 60, 62 und 64., wobei die
unter der Rolle 52 in den Speicher 30 einlaufende Bahn abwechselnd zwischen den korrespondierenden
UmlenkroUen in folgender Reihenfolge verläuft: Rolle 52, 34, 54, 36, 56, 38, 58, 40, 60, 44 und 64.
Von der letzten Umlenkrolle 64 wird die Bahn über
zwei weitere Umlertkrollen 66 und 68 über das Vorrichtungsgestell
hinweggeleitet und läuft dann durch eine Bahntrenneinrichtung 70. Nach der Bahntrenneinrichtung
70 läuft die Bahn über zwei Umlenkrol-
len 72 und 74 und durch eine Spleißvorrichtung 76
entweder der oberen oder der unteren Wickelstation zu.
Der Umlenkrollenträger 32 besteht aus zwei parallel zueinander angeordneten Trägerplatten, die an
senkrechten Führungsstangen 80 längsgeführt sind. An jeder Trägerplatte (Fig. 1, 3 und 4) ist eine
Rollenkette 82 befestigt, die über leerlaufende Umlenkkettenräder 84, 86, 88 sowie über ein auf einer
Welle 92 ,befestigtes Antriebskettenrad 90 läuft. Außer den beiden Antriebskettenrädern 90 trägt die
Welle 92 zwei kleinere Kettenräder 94, auf denen Rollenketten 96 geführt sind, die jeweils mit der
Kolbenstange 50 eines Kolbens 46 verbunden sind. Wird den Zylindern 48 Druckluft zugeführt, so daß
die Kolbenstangen SO eingezogen werden, dreht sich die Welle 92 gemäß F i g. 4 entgegen dem Uhrzeigersinn.
Folglich wird der Umlenkrollenträger 32 aufwärts bewegt, wodurch die im Speicher 30 vorhandenen
Bahnstücke gespannt werden. Die Durchmesser der Kettenräder 90 und 94 sind so aufeinander
abgestimmt, daß durch einen Hub der Kolben 46 in den Zylindern 48 der Umlenkrollenträger 32 über die
gesamte Länge der Führungsstangen 80 verschoben werden kann. Bei der Bewegung des Umlenkrollenträgers
32 aus seiner tiefsten in seine höchste Lage an den Führungsstangen 80 drehen sich die Welle 92
und die Kettenräder 90 um weniger als eine Umdrehung.
Über die Drehung der Welle 92 wird gleichzeitig die Fördermenge einer hydraulischen Regelpumpe 98
(Fig. 16) gesteuert. Wie aus Fig. 4 ersichtlich, ist
an dem einen äußeren Ende der Welle 92 ein Zahnrad 100 befestigt, das mit einem Zahnrad 102 in Eingriff
steht. Das Zahnrad 102 ist über eine Welle 104 im Maschinenrahmen gelagert. Auf der Welle 104 ist
eine Steuerkurvenscheibe 106 befestigt, auf der eine auf einem Steuerhebel 110 befestigte Steuerrolle 108
läuft. Der Steuerhebel 110 ist in einem Gelenk 112 am Maschinenrahmen gelagert. An dem der Steuerrolle
108 gegenüberliegenden Ende des Steuerhebels 110 ist ein Seilzug 114 befestigt, der mit der Steuerung
der hydraulischen Regelpumpe 98 verbunden ist. Die Steuerkurvenscheibe 106 ist so geformt, daß
bei abnehmender Aufnahmefähigkeit des Speichers 30, d.h. bei emporsteigendem Umlenkrollenträger
32, der Steuerhebel 110 im Uhrzeigersinn (F i g. 4) geschwenkt wird, wobei der Seilzug 114 gespannt und
dadurch die Fördermenge der Regelpumpe 98 erhöht wird. Demzufolge wird die Umdrehungsgeschwindigkeit
der wirksamen laufenden Wickelrolle erhöht, so daß dem Speicher 30 mehr Bahnlänge entnommen
wird, mithin senkt sich der Urxrienkrollenträger 32
wieder ab und die Aufnahmefähigkeit des Speichers 30 nimmt zu. Wenn im umgekehrten Falle der Umlenkrollenträger
32 sich nahe seiner tiefsten Lage befindet, wird der Steuerhebel 110 in entgegengesetzter
Richtung verschwenkt. Dadurch wird der Seilzug 114 entspannt und die Fördermenge der Regelpumpe
98 sinkt entsprechend, so daß sich die Aufwickelgeschwindigkeit vermindert und der Umlenkrollenträger
32 wieder angehoben wird und damit vom Speicher 30 wieder mehr Bahnlänge aufgenommen
wird.
Die Fig. 1 und 5 lassen erkennen, daß die Vorr.chtung
mit einer Einrichtung versehen ist, mit der der Durchmesser der Wickel ständig gemessen werden
kann. Das kontinuierliche Messen des Wickeldurchmessers ist zur Anpassung der Bahnspannung
an den jeweiligen Wickeldurchmesser erforderlich. Außerdem soll naoh Erreichung eines vorbestimmten
Wiokeldurchmessers der weitere Aufwickelvorgang beendet und auf die andere Wickelstation selbsttätig
übertragen werden. Als Wickel-Umfangs-Meßeinrichtung ist an jeder Wiokelstation ein gebogener Tastarm
116 angeordnet, der an einer Tastwelle 118 /befestigt ist und an seinem freien Ende eine Tastrolle
ίο 120 trägt. Die Tastrolle 120 liegt am Umfang des
jeweils laufenden Wickels an. An der Tastwelle 118 ist ein weiterer Tastarm 122 befestigt, an dessen
freiem Ende ein federnd vorgespannter Kettenzug 124 angelenkt ist. Der Kettenzug 124 läuft über ein
J5 Umlenkkettenrad 126, welches auf einer Welle 128
befestigt ist. Auf der Welle 128 sind zwei Kurvenscheiben 130 und 132 befestigt, welche über entsprechende
Rollenhebel mit einem Auslaßventil 134 bzw. mit einem Schalter 136 zusammenwirken. Die Kur-
äo venscheibe 130 ist so geformt, daß .bei zunehmendem
Wickelumfang durch das Auslaßventil 134 der zugeordnete Leitungsdruok abnimmt. Die Form der
Kurvenscheibe 132 ist so ausgelegt, daß der Schaher
136 betätigt wird, sowie der Wickel einen vorbc-
»5 stimmten Umfang erreicht hat.
Da die beiccn Wickel antriebe 26 und 28 bezüglich
ihres Aufbaues identisch sind, beschränkt sich <V
nachfolgende Beschreibung auf nur einen Am rieb
Den Wickelantrieben 26 und 28 sind, wie F i p. 1
und 2 veranschaulichen, hydraulische Motorer. 138
bzw. 139 zugeordnet. Ein Zahnriemen 140 läuft über
eine am Motor 138 bzw. 139 befestigte Riemenscheibe 142 sowie über eine Zahnscheibe 144, die auf
einer mit einer weiteren Zahnscheibe 146 versehenen
Welle befestigt ist. Über die Zahnscheibe 146 lauft eui weiterer Zahnriemen 148, der über eine an eic;
Welle 152 befestigte Zahnscheibe 150 geführt ist. Auf
dem Innenende der Welle 152 steckt ein Spannfutter
154 das den Wickelkern 156 des jeweils laufenden
.40 Wickels festhält. Das durch die Zahnriemen 140 und
148 und durch die Zahnscheiben 142, 144, 146 und 148 erzielte Untersetzungsverhältnis beträgt etwa 6 : 1
bei einer entsprechenden Steigerung des Drehmomentes. Die beiden Motoren 138 und 139 werden von der
♦5 Regelpumpe 98 mit Druckflüssigkeit versorgt.
Sowie ein Wickel fertiggestellt ist, wird die Bahn abgetrennt und an ein Verbindungsstück 162 (F i g. S
bis 11) am anderen Wickelkern angespleißt, wobei der Verbindungsspleiß gebildet wird, ehe die Bahn
so von dem fertiggestellten Wickel abgetrennt wird. Die
Im g. 8 bis 11 veranschaulichen das Ende eines Aufwickelvorganges
in der unteren Station und den Beginn eines neuen Wickelvorganges in der oberen
Station. Die F i g. 8 zeigt, wie die Bahn 164 auf die
untere RoUe zu abwärts gezogen wird. Die Fig. 9 zeigt das Abschneiden und das Befestigen an dem
Verbindungsstück 162. Damit die Verbindung gebildet werden kann, ist das fest mit dem Wickelkern
verbundene Verbindungsstück 162 mit doppelseitig Senden Klebebändern 166 und 168 versehen. Die
Verbindung wird durch den Druck zweier Verbindungsro
len 170 und 172 hergestellt. Die Verbindungsrollen 170 und 172 werfen von in F i g. 13 gezeigten
Druckluft-Verbindungs-Zylindern 174 md
Un 8e8fn«°andergepreßt Die Verbindungsrollen
170 und 172 sind als gummiüberzogene durchlöcherte
hohle Rollen ausgebildet, die an eine Unterdruckquelle
angeschlossen sind, so daß sie ein Ver-
bindungsstück 162 zum Spleißen festhalten können (F i g. 8). Dabei wird ein Ende des Verbindungsstückes
162 gegen die Verbindungsrolle 172 gesaugt. Mit den Verbindungsrollen 170 und 172 arbeiten
Quermesser 178 und 180 zusammen, die von Schwenkarmen 182, 184 gegen die der unteren bzw.
der oberen Wickelstation zulaufende Bahn gepreßt werden können. Die Klinge des Quermessers 178
liegt quer über der von der Verbindungsrolle 170 der unteren Aufrollstation zulaufender Bahn und ist an
den Schwenkarmen 182,184 befestigt. Das Quermes- *er 180 wird von den Schwenkarmen 184 (Fig. 11)
quer auf die der oberen Wickelstation von der Verbindungsrolle 172 zugeleitete Bahn aufgepreßt. Eine
in zwei Stellungen verschwenkbare Bürste 186 dient zum Abstützen des Gewebes an den den Quermessern
178,180 gegenüberliegenden Seiten. Die Verbindung wird von der Verbindungsrolle gebildet, die das vorauslaufende
Ende des Verbindungsstückes 162 gegen die über die Verbindungsrolle laufende Bahn drückt,
sobald der vorher fertiggestellte Wickel einen bestimmten Umfang angenommen hat. Die das Verbindungsstück
162 tragende Verbindungsrolle 172 (F ig. 8 und 9) wird an der Stelle, an der die Bahn
164 über die Verbindungsrolle 170 läuft, abwärts gegen di"se gedrückt. Zum gleichen Zeitpunkt, wenn
das Klebstoffband 166 mit der Bahn 164 verbunden wird, vird dieses zwischen der Verbindungsrolle 170
und der unteren Wickelstation abgeschnitten. Die in F i g. 9 links vor den Vcibindungsroller. 170 und 172
zulaufende Bahn wird von dem Speicher 30 gespannt gehalten. Infolge dieser Spannung wird das Verbindungsstück
162 unter Druck zwischen den Verbindungsrollen 170 und 172 hindurchgezogen und dann
in Richtung des Pfeiles (F i g. 10) nach links auf den Speicher 30 zu gefördert. Diese Bewegungsumkehr
der Bahn ist darauf zurückzuführen, daß nach dem Abschneiden der Bahn von der Rolle diese nicht
mehr in Richtung auf die Wickelstation gezogen werden kann. Durch die Bewegungsumkehr der Bahn
164 sowie des Verbindungsstückes 162 werden die beiden Klebbänder 166 und 168 mit der Bahn 164
verbunden. Sowie jedoch der leere Wickelkern sich zu drehen begirnt, wird die Bahn 164 mit der Spleißstelle
erneut durch die Verbindungsrollen 170 und 172 durchgezogen, dieses Mal in Richtung auf die
Aufwickelstation, so daß die Klebeverbindung zwischen dem Verbindungsstück 162 und der Bahn
noch verbessert wird. In Fig. 11 sind die Verbindungsrollen
170 und 172 getrennt voneinander dargestellt und auf der Druckverbindungsrolle 170 befindet
sich für den nächsten Spleißvorgang ein neues Verbindungsstück. Praktisch können die Verbindungsrollen
170 und 172 jedoch für längere Zeit gegeneinanderliegen, um der laufenden Bahn zusätzliche
Spannung zu erteilen, in diesem Falle braucht das Verbindungsstück erst angebracht zu werden,
wenn der nächste Spleißvorgang unmittelbar bevorsteht Dei beschriebene Spleißvorgang ist als Klebeverbindung
zwischen dem Verbindungsstück 162 und der Bahn 164 ausgebildet Solange das Klebeband
166 gegen die iBahnl64 gepreßt wird, läuft diese
entweder gar nicht oder nur sehr langsam vor. Auf diese Weise läßt sich die Verbindung zwischen dem
Verbindungsstück und der Bahn sehr genau hersteilen.
Der Spleißvorgang bzw. der Bahntrenn- und Bahnwechselvorgang bzw. die Spleißvorrichtung ist
nicht Gegenstand der Erfindung.
In F i ig. 7 ist eine bevorzugte Anwendung einer beschriebenen Wickelvorrichtung mit Speicher 392
und Eearbeitungsstation 394 gezeigt. Die Bahn wird der Bearbeitungsstation 394 von einer Vorratsstelle,
z. B. einer Abrollvorrichtung 396, zugeführt, die mit einem Wickel 398 und einem Reservewickel 400 bestückt
ist. Die Bahn wird von dem Wickel 398 abgerollt und über einen Speicher 402 in die Bearbeitungsstation
394 eingeführt. Von dort läuft die Bahn ίο wieder durch einen Speicher 392 in die Aufwickelvorrichtung
390 über und wird in deren unteren Aufwickelstation auf einen Wickel 404 aufgewickelt. Sowie
der Wickel 404 einen vorbestimmten Durchmesser erreicht hat, wird die Bahn an ein Verbin-J5
dungsstück der oberen Wickelstelle angespleißt. Wenn der Zulieferwickel 398 leer ist, wird das vorauslaufende
Ende des Reservewickels 400 an das nachlaufende Ende des noch laufenden Wickels 398
angespleißt, so daß die Bahn ohne Unterbrechung ao weiterlaufen kann. Der Speicher 402 hält die Spannung
sowie die Vorlaufgesohwindigkeit der in die fortlaufende Bearbeitungsvorrichtung 394 einlaufenden
Bahn konstant, während die Spannung und Vorlaufgeschwindigkeit an der Aufwickelvorrichtung 390
a5 von dem Speicher 392 konstant gehalten wird. Die dargestellte Kombination von Abwickel- und Aufwickelvorrichtungen
ermöglicht es unter anderem, Bahnen ohne Unterbrechungen zu bearbeiten, wobei Abwickeln und Aufwickeln der Bahnen infolge der
ao Möglichkeit, die Bahnspannung jederzeit regulieren zu können, ohne Unterbrechung vor sich gehen können.
Die Arbeitsweise der Maschine läßt sich an Hand des in F i g. 14 schematisch dargestellten elektrischen
Schaltkreises eingehend erläutern. Die Primärwicklung eines Transformators 200 liegt an Netzspannung,
die Sekundärwicklung ist an Hauptleitungen angeschlossen, wobei in der Leitung 204 eine S'dierung
206 liegt. Zum Anlassen der Maschine dient ein Moment-Kontaktschalter 208. Dieser liegt mit einem
normalerweise geschlossenen Schalter 210 in Reihe. Mit diesen beiden Schaltern liegt ein weiterer Schalter
212 in Reihe, mit dem die Maschine abgeschaltet werden kann. Durch vorübergehendes Schließen des
Schalters 208 wird ein Schütz 214 erregt, wodurch ein Paar normalerweise offene Kontakte 216 sowie
nicht gezeigte Kontakte zum Anlassen eines Motors 218 geschlossen werden. Der Motor 218 treibt die
Regelpumpe98 (Fig. 16) an. Gleichzeitig leuchtet
eine den Lauf der Regelpumpe 98 anzeigende Kontrollampe 220 auf. Nachdem die Regelpumpe 98 angelaufen
ist werden durch Schließen eui2s Moment-Kontaktschalters
222 mehrere Stromkreise erregt Der Schalter liegt in Reihe mit einem normalerweise
geschlossenen Albstellschalter 224, der zwischen den Schalter 222 und einer bei Erregung des Schützes 214
über die Kontakte 216 mit der Hauptleitung 204 verbundenen Nebenleitung 226 liegt "wobei die Kontakt«
216 als Haltekontakte für den Schütz 214 dienen 60 Wird der Schalter 222 vorübergehend geschlossen
wird ein Schütz 228 erregt, wodurch normalerweisf offene Kontakte 230 und ein nicht gezeigtes Kontakt
paar geschlossen werden. Damit läuft ein Motor an der die Vakuumpumpe treibt "welche der Verbin·
65 dungsrollen 170 und 172 Unterdruck zuführt. Gleichzeitig leuchtet eine das Funktionieren der Pumpe anzeigende
Lampe 232 auf.
Das Spleißen wird durch vorübergehendes Schlie-
Das Spleißen wird durch vorübergehendes Schlie-
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ίο
ßen eines Schalters 234 oder des Schalters 136 (Fig. 5) eingeleitet. Indem einer der Schalter 136,
234 geschlossen wird, wird ein Schütz /Ci? von der Nebenleitung 226 über den normalerweise geschlossenen
Schalter 224 und die .geschlossenen Kontakte 230 unter Strom gesetzt. Beim Erregen der Relaisspule
ICR, schließen sich die normalerweise offenen Kontakte ICR-A, so daß das Schütz in angezogenem
Zustand einrastet, wobei gleichzeitig die Spulen TD-I, TD-3 und TD-A von Zeitverzögerungsrelais
erregt werden. Die Relais TD-I, TD-3 und TD-A dienen zum Auslösen bestimmter Maschinenfunktionen
in bestimmter Reihenfolge. Zwei Paare normalerweise offener Kontakte TD-IA und TD-IB des Verzögerungsrelais
TD-I schließen sich eine gewisse Zeit nach dem Einschalten des Zeitverzögerungsrelais
TD-I, indem die Schalter 234 oder 136 vorübergehend geschlossen werden. Ein Ventil, von dem es
abhängig ist, ob die obere oder die untere Verbindungsrolle mit Unterdruck versorgt wird, ist mit
Schaltern 242 und 243 verbunden.
In. F i g. 14 ist die Maschine in Vorbereitung für einen Spleiß aus der unteren Wickelstation gezeigt;
die Schalter 242 und 243 sind so angeordnet, daß sie zum Betätigen der unteren Verbindungsrolle 170 und
des oberen Quermessers 180 nacheinander die Schützen 238 und 240 erregen. Wenn die Kontakte TD-A A
schließen, wird die Spule eines Verzögerungsrelais TD 2 erregt, das die Schaltkreise nach erfolgtem
Spleißen neu einstellt.
Zu diesem Zwecke sind dem Relais TD-2 ein Paiar
normalerweise geschlossene Kontakte TD-2 A zugeordnet, die sich nach Ablauf einer bestimmten Zeit
nach dem Erregen des Relais TD-A öffnen. Sowie die Kontakte TD-2 A sich öffnen, schaltet das Schütz 228
ab; außerdem öffnen sich die Haltekontakte 230, und somit fallen auch die Relaisspulen ICR, TD-I, TD-3
und TD-A ab. Durch Abschalten des Relais /CR
öffnen sich die Kontakte ICR-A; damit werden auch die Schütze 236, 238, 239 und 240 abgeschaltet.
Das Verzögerungsrelais TD-A hat außerdem ein Paar normalerweise geschlossene Kontakte TD-A B,
die mit einer Relaisspule 2 CR in Reihe geschaltet sind. Das Relais ist mit einem Paar normalerweise
geschlossener Kontakte 2CR-A verschen, die die
Förderung der Regelpumpe 98 steuern. Durch Schließen der Kontakte des Relais TD-I A wird eines
der Ventilsteuersolenoide 236 oder 238 unter Strom gesetzt. Beim Schließen der Kontakte TD-A A werden
Solenoide 239 oder 240 erregt. Welches der Solenoicle beim Schließen der Relaiskontakte TD-IA bzw.
TD-A A erregt wird, ist von den mechanisch mit einem
Ventil zum Regeln des an den Verbindungsrollen 170 und 172 wirkenden Unterdruckes verbundenen
Schaltern 242 und 243 abhängig. Wenn die Schalter 242 und 243 wie in F i g. 14 geschaltet sind, werden
die Schütze 238 und 240 erregt. Bei erregtem Schütz 238 wird ein Umstellventil so gestellt, daß die untere
Verbindungsrolle angehoben wird. Bei Erregung des Schützes 240 wird ein Ventil umgeschaltet und das
obere Quermesser wird in der richtigen Ze.ifol^e
betätigt.
Um die Verbindung der Motoren 138 und 139 rar Regelpumpe 98 elektrisch steuern zu können, sind
zwei Schalter 244 und 246 vorgesehen. Der Schalter 244 liegt mit einem Relais 3 CA in Reihe, das normalerweise
offene Halte&ontakte 3 CR-A hat. Diese Kontakte liegen parallel zum Schalter 244 und in
Reihe mit einer Kontrollampe 248. Beim Schließen der Kontakte 3 CR-A rastet das Relais 3 CR ein.
Auch wird dadurch ein Relais 5 CR erregt, das ein Paar normalerweise offener Kontakte 5 CR-A hat,
die in Reihe zu einem Schütz 250 zum Steuern der Pumpenförderung liegt.
Der Schalter 246 liegt in Reihe mit einem Relais 4 CR; dieses schließt sich, sowie der Schalter momentan
geschlossen wird. Durch das Schließen des Schalters 246 und die Erregung des Relais 4 CR
schließen Kontakte 4 CR-A, und damit verbleibt das Schütz 4 CR angezogen. Zudem leuchtet ein Kontrollicht
252 auf, und eine Relaisspule 6 CR wird erregt. Die Spule 6 CR hat normalerweise offene Kontakte
6 CR-A, die zu den Kontakten 5 CR-A parallel geschaltet sind. Ein Schalter 254 mit einem zwischen
den Relaiskontakten 3 CR-A und der Spule des Relais 3 CR liegenden Kontaktpaar sowie einem zweiten
Kontaktpaar, das zwischen den Relaiskontakten ACR-A und dem Relais 4CR liegt, dient zum Abschalten
der Motoren 138 und 139 soweit das erforderlich ist.
Ein normalerweise offenes Kontaktpaar TD-IB,
welches durch das Verzögerungsrelais geschlossen gehalten wird, dient zum Erregen von Schützen 266
und 268. Welcher der hydraulischen Motoren 138 und 139 läuft, wird von einem Regelkreis bestimmt,
in dem Relaisspulcn LR-I und LR-2 mit Kontaktnaareη
/.R-I A und /.R-I R brw. /.R-2 A und
LR-2 B liegen. Die Kontakte LR-IA und LR-2 A sind geschlossen, hingegen sind die Kontakte LR-I B
und LR-2B geöffnet. Die Relais sind so geschaltet, daß beim jeweiligen Schalten eines Schützes die geschlossenen
Kontakte geöffnet und die offenen Kon takte geschlossen werden. Zum Schalten der Spulen
dienen normalerweise offene Schalter 262 und 264.
Solange die Schalter 262 und 264 geöffnet sind, werden die Spulen LR-I und LR-2 von den Kontakten
der Verzögerungsrelais TD-3 und TD-A in Erregung gehalten, da diese Kontakte mit den Spulen
LR-I und LR-2 in Reihe liegen.
Die Relais LR-I und LR-2 liegen in einem Stromkreis zum Erregen des Schützes für den oberen
Motor sowie des Schützes für den unteren Motor. Eine mit Schaltern 270 und 272 in Reihe geschlossene
Abzweigung des Kreises enthält das Schütz 266 des oberen Motors sowie die Relaiskontakte LR-I A
und LR-2 A und normalerweise offene Relaiskontakte 3 CR-B. Eine weitere Abzweigung enthält das
den unteren Motor steuernde Schütz 268 sowie die Kontakte LR-IB und LR-2 B und Relaiskontakte
ACR-B. Die Schalter 270 und 272 liegen den den Meßgeräten zum Messen der Wickeldurchmesser.
Werden sie geöffnet, wenn zum Beispiel ein Wickel einen zu großen Durchmesser annimmt, dann schaltet
die Maschine ab. Ein zum Schütz 266 parallel geschaltetes Schütz 274 schaltet ein Ventil, welches
die Spannung des der oberen Wickelstation zulaufenden Bahn reguliert. Für die untere Wickelstalion ist
ein Schütz 276 vorgesehen, das parallel zu dem Schütz 268 geschaltet ist.
Um den oberen Motor absatzweise drehen zu können, ist ein Momentschalter 278 vorgesehen, der im
geschlossenen Zustand die Schütze 266 und 274 sowie ein Schütz 282 unter Strom hält. Ein Schalter 280
läßt den Motor 139 die gleiche Funktion ausüben, indem Schütze 268. 276,282 erregt werden.
F i g. 15 zeigt die pneumatische Steuerung der
Jl
Maschine. In einer Hauptleitung 290 liegen ein Filter'
292 und ein öler 294. Hinter dem öler 294 liegen
Abzweigungen, welche zu Druckreglern 296, 298, 300 und 302 führen. Der Druckregler 296 regelt den
Luftdruck der Speicherzylinder 48, während der Druckregler 298 die Vorspannung der Speicherzylinder
48 reguliert. Der Druckregler 300 steuert den Luftdruck der Verbindungszylinder 174 und 176. Der
Druckregler 302 steuert den Luftdruck eines Fördermengenzylinders 304 und eines Drehzylinders 306,
der die absatzweise Drehbewegung der Motoren 138 und 139 ermöglicht. Der Druckregler 296 ist mit dem
der oberen Wickelsiation zugehörigen Auslaßventil 134 (F i g. 5) verbunden. Außerdem ist der Regler
296 mit einem Auslaßventil 310 verbunden. Die Funktion der Auslaßventile 134 und 310 liegt im Verändern
des den Speicherzylindern 48 zugeführten Luftdruckes, so daß die sich mit dem Durchmesser
des Wickels ändernde Bahnspannung reguliert werden kann. Dem Auslaßventil 134 ist ein Magnetventil
mit Magnet 252 und Umschaltventil 312 zugeordnet, welches die Auslaßöffnung des Auslaßventils 134 von
einem Trennventil 314 trennt, solange die Spule nicht erregt ist. Bei erregtem Magnet 252 wird über dessen
Ventil 312 zwischen dem Auslaßventil und dem Trennventil 314 die Verbindung hergestellt. Auf ähnliche
Weise ist bei erregtem Magnet 254 über dessen Ventil 316 (F i g. 15) die Verbindung zwischen dem
Auslaßventil 310 und dem Tr.anventil 314 hergestellt.
Es ist jeweils immer nur einer der Magnete 252 und 254 erregt. Eine Kugel im Trennventil 314 wird
von der Beaufschlagung stets so gestellt, daß die Leitung mit dem geringeren Druck vom größeren
Druck geschlossen gehalten wird. Bei erregtem Magnet 252 stehen die unteren Räume der Speicherzylinder
48 über das Trennventil 314 mit dem Auslaßventil 134 in Verbindung. Das Auslaßventil 310 ist
über die Ventile 316 und 314 an die Zylinderräume 48 angeschlossen, wenn der Magnet 254 erregt ist.
Über ein parallel zu einer Drossel 320 liegenden Rückschlagventil 318 steht der Druckregler 298 mit
den oberen Zylinderräumen 48 der Speicherzylinder in Verbindung. Der Druckregler 298 ist stets auf
einen Druck eingestellt, der größer ist als der des Druckreglers 296, und die von den Kolben 246 auf
den Umlenkrollenträger 32 ausgeübte Kraft ist abhängig von der effektiven Druckdifferenz zwischen
dem Druckregler 296 und den Auslaßventilen 134 und 310.
Die Steuerbaihn der Kurvenscheibe 132 kann einstellbar
ausgebildet werden. In der Leitung zwischen dem Rückschlagventil 318 mit Drossel 320 und den
oberen Zylinderräumen 48 liegt ein Überdruckventil 322.
Der Auslaß des Druckreglers 300 ist mit über Magnete 236 und 238 schaltbaren Magnetventilen
324 und 326 verbunden. Solange die Magnete 236 und 238 abgeschaltet sind, stehen die oberen Räume
der Verbindungszylinder 174, 176 unter Druckluft. Folglich wird der Kolben des Verbindungszylinders
176 eingezogen und der des Verbindungszylinders 174 ausgefahren. Bei erregtem Magnet 236 wird dem
unteren Zylinderraum 176 Luft zugeführt, während der obere Raum über das Ventil 324 entlüftet wird.
Bei erregtem Magnet 238 steht der untere Zylinderraum
174 unter Druck und der obere Raum ist entlüftet. Die Bewegung der Kolben in den Zylindern
176 und 174 führt die zugeordneten Verbindungsrollen 170, 172 in ihre Spleißstellungen; d. h., wenn
Magnet'236 erregt wird, wird die Verbindungsrolle 172 in Spleißstellung gerückt, während die Erregung
des Magneten 238 eine Bewegung der Druckrolle 170 in ihre Spleißstellung nach sich zieht.
Zur Steuerung der Messerbewegung sind von Magnet
240 und 239 sowie Ventilen 328 bzw. 330 gesteuerte Zylinder vorhanden. Sind die Magnete abgeschaltet,
liegen die Ventile in ihren in Fig. 15
ίο gezeigten Stellungen und die oberen Räume der
Zylinder 332 und 334 stehen mit dem Druckregler 300 in Verbindung. Die Kolben 336 und 338 sind
dabei in die Zylinder 332 bzw. 334 zurückgezogen. Wird der Magnet 240 erregt, schaltet das Ventil 328
und verbindet den Druckregler 300 mit dem unteren Raum des Zylinders 332; dadurch wird der Kolben
336 ausgefahren. Der Druck im unteren Zylinderraum entweicht durch das Ventil 328. Das obere
Quermesser 180 bewegt sich dabei in Schneidstellung.
»0 Wird der Magnet 239 eingeschaltet, stellt sich das Ventil 330, wie in Fig. 15 gezeigt, um, <,o daß die
Auslaßöffnung des Druckreglers 300 über das Ventil 330 an den unteren Raum des Zylinders 334 gelegt
wird, während der Druck aus dem oberen Zylinder-
»5 raum über das Ventil 338 abgelassen wird. Damit
fährt der Kolben 338 aus und bewegt das Quermesser 178 in seine Schneidstellung.
Die Auslaßöffnung des Druckreglers 302 steht mit dem Förderanengenregelzylinder 304 über ein von
einem Magneten 250 versehenes Ventil 340 in Verbindung. Außerdem ist der Auslaß des Druckreglers
302 mit dem die absatzweise Drehbewegung des Wickels auslösenden Drehzylinders 306 verbunden,
wobei hier ein von einem Magneten 282 betätigtes Ventil 342 vorhanden ist. Unter den in F i g. 15 dargestellten
Bedingungen sind, wenn beide Magnete 250 und 282 abgeschaltet sind, die oberen Räume der
Zylinder 304 und 306 über die Ventile 340 bzw. 342 mit dem Druckregler 302 verbunden. Ist der Magnet
250 erregt, werden die Verbindung*.." umgekehrt und die untere Kammer des Zylinders 304 wird über den
unteren Teil des Ventils 340 mit dem Druckregler 302 verbunden. Der obere Zylinderraum wird entlüftet.
Bei Erregung des Magneten 282 werden die Verbindungen zum Zylinder 306 umgekehrt, d. h.
dessen unterer Raum wird unter Druck gesetzi, während der obere Raum entlüftet wird. Der hydraulische
Regelkreis der Maschine ist in F i g. 16 dargestellt. Die Regelpumpe 98 liegt über eine mit
Rückschlagventil 352 versehene Leitung an einer ölwanne 350. Der Auslaß der Regelpumpe 98 führt
durch ein Rückschlagventil 354, das parallel zu einer Drossel 356 liegt, zu einer Hauptleitung 358, deren
Druck von einem Druckregler 360 reguliert wird. Aus der Hauptleitung 358 fließt die Druckflüssigkeit
durch Rückschlagventile 362 und 364 den Wickelmotoren 138 und 139 zu. Zwischen Ein- und Auslaß
jedes Wickelmotors 138 liegt ein Rückflußkreis mit in Reihe liegenden Rückschlagventil 366 und Drossel
368. Ein ähnlicher Kreis mit Rückschlagventil 370 und Drossel 372 besteht für den Motor 139. Die Auslässe
der Motoren 138 und 139 sind durch Sicherheitsventile 374 bzw. 376 gesichert. Die Betätigung
der Wickelmotoren 138 und 139 wird von einem Dreiwegventil 378 gesteuert, welches, wenn auf Mittellage
geschaltet, beide Motoren auf Leerlauf schaltet. Bei Erregung des Magneten 248 schaltet das
Dreiwegventil 378 nach rechts (F i g. 16), wodurch
S de* M°tors «8 über den linken Teil des
378 und das belastete Rückschlagventil 380 ölwanne vebd id G
Magnet 250 eingeschaltet, wird der Auslaß des Motors 138 über den rechten Teil des Ventfls 378 an
di li 358 l ähd d
^. j Λ, ■"-"- «ui.Muuag»cimi jow motors ijö uoer aen rctmcii lcu ues vcnius jyg an
dPr Mt «Teu verbund«a wird. Gleichzeitig steht die Hauptleitung 358 gelegt, während der Motor 139
i.nLrT η ^1/™ lmken Teil des Ventils 378 über das belastete Rückschlagventil 380 mit der öl
unter dem Druck der Hauptleitung 358. Wird der 5 wanne verbunden wird.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Umwickelvorrichtung für Bahnen aus Gewebe od. dgl., welche zwei regelbare Wickelstellen
mit Spleißvorrichtung sowie einen gesteuerten Speicher aufweist, wobei die Wickelstern sowie
der Speicher mittels steuerbarer Druckmittelantriebe betätigbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß i... tels einer auf die jeweils wirksame Wickelstelle umschaltbaren Rolienumfangs-Tasteinrichtung
(116 bis 134) der Speicherantrieb (48, 50) steuerbar ist und daß in Abhängigkeit
von der Stellung des Speicherantriebs der umschaltbar? Wickelstellenantrieb (198. 138.
139) steuerbar ist.
2. Umwickehorrichtung nach Anspruch i. dadurch
gekennzeichnet, daß der Speicherantrieb (48, 50) zur Regelung der Bahnspannung in an
sich bekannter Weise druckregelbar mit nicht volumenbeständigem Druckmittel beaufschlagbar
ist.
3. Umwickelvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß in Abhängigkeit
von der Stellung des Speicherantriebes (48. 50) in an sich bekannter Weise die Fördermenge der
drehzahlregelbaren hydraulischen Wickelantriebe (26, 28) der WickelsteUen einstellbar ist.
4. Umwickelvorrichtung nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß die leiteinrichtung
(116, 120) ein Ventil (134) sttuert, das über eine Kurvenscheibe (130) mit einem gegen den Rollenumfang
anliegenden Arm (116) verbunden ist.
5. Umwickelvorrichtung nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, daß als WickelsteUenantrieb
(26, 28) hydraulisch betriebene Motoren (138. 139) und eine Hydraulik-Regelpumpe (98)
vorgesehen sind, die mittels eines auf die Länge des im Speicher laufenden Gewebes ansprechenden
Schaltarmes (110) regelbar ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US80914669A | 1969-03-21 | 1969-03-21 | |
| US80914669 | 1969-03-21 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2013237A1 DE2013237A1 (de) | 1970-10-29 |
| DE2013237C true DE2013237C (de) | 1973-05-03 |
Family
ID=
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