DE20004817U1 - Beschlag für ein Sektionaltor - Google Patents

Beschlag für ein Sektionaltor

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Description

ARNE MISSLING Dipl.-Ing. PATENTANWALT
S (0641) 9 74 60-0, D-35390 Giessen
13. März 2000 Mi-Gr/bi 00.050GM
Stanztechnik Hain GmbH Industriestraße 31 D-35684 Dillenburg-Frohnhausen Beschlag für ein Sektionaltor Beschreibung:
Die Erfindung betrifft einen Beschlag für das unterste Segment eines Sektionaltores zum Befestigen eines Seilzuges, aus einem im wesentlichen L-förmigen Profil, mit einer Umlenkeinrichtung für den Seilzug und mit einer Befestigungsvorrichtung für den Seilzug oberhalb der Umlenkeinrichtung.
Ein derartiger Beschlag ist aus dem Stand der Technik bekannt. An der Befestigungsvorrichtung eines derartigen Beschlages wird ein Seilzug angebracht, der mit einem Antrieb verbunden ist und mit dem das Sektionaltor geöffnet und geschlossen werden kann. Dieser Seilzug wird dazu von der Befestigungsvorrichtung aus zunächst nach unten geführt und anschließend an der Umjenkeinrichtung um 180° umgelenkt und nach oben zu dem Antrieb geführt. Der Seilzug verläuft dann im Wesentlichen parallel zu dem Tordurchbruch nach oben, wo der Seilzug auf einer Welle des Antriebs angeschlagen ist. Wird diese Welle von dem Antrieb gedreht, wird das Seil entweder aufgewickelt und das Tor wird geöffnet oder abgewickelt, so dass das
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Tor geschlossen wird. Da an dem Seilzug und folglich auch an der Befestigungsvorrichtung des Beschlages und der Umlenkeinrichtung des Beschlages eine relativ hohe Kraft angreift, müssen sowohl die Befestigungsvorrichtung als auch die Umlenkeinrichtung entsprechend stabil ausgeführt werden. Deshalb wurden bisher sowohl die Befestigungsvorrichtung als auch die Umlenkeinrichtung vorzugsweise auf das L-förmige Profil aufgeschweißt. Die Herstellung eines derartigen Beschlages ist daher aufwendig und kostenträchtig, da Schweißarbeitsplätze und Schweißgeräte vorgehalten werden müssen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, einen Beschlag vorzuschlagen, welcher ohne Schweißen hergestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das L-förmige Profil ein Stanzbiegeteil ist, dass die Befestigungsvorrichtung aus einstückig mit dem L-förmigen Profil ausgebildeten Laschen besteht, die aus dem L-förmigen Profil rechtwinklig ausgestellt sind, dass die Biegekanten dieser Laschen im wesentlichen parallel zu der Biegekante zwischen den beiden Schenkeln des L-förmigen Profils sind, dass die erste Lasche im oberen Bereich zumindest um den Abstand beider Laschen länger ist als die zweite Lasche und dieser obere Bereich der ersten Lasche in Richtung zu der zweiten Lasche hin abgewinkelt ist und auf dem oberen Rand der zweiten Lasche aufliegt.
Der erfindungsgemäße Beschlag ist also insoweit einstückig als dass die Befestigungsvorrichtung einstückig aus dem L-förmigen Profil geformt ist. Ein Schweißen oder ein sonstiges Fügen zum Befestigen der Befestigungsvorrichtung ist somit nicht notwendig. Da jedoch eine einzige Lasche nicht ausreichend stabil ist, um die Kraft, mit welcher das Seil an der Befestigungsvorrichtung zieht, aufzunehmen, wird die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung so gestaltet, dass die Krafteinleitung von dem Seil in den Beschlag über zwei aus dem Beschlag ausgestellte Laschen erfolgt, auf die sich die Zugkraft des Seiles verteilt.
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Bevorzugt ist die erste Lasche eines erfindungsgemäßen Beschlages aus dem oberen Bereich des ersten Schenkels gebildet, wobei diese erste Lasche in entgegengesetzter Richtung zu dem ersten Schenkel einen Winkel von 90° zu dem zweiten Schenkel hat. Bei dieser Ausführung des Beschlages sind die beiden Laschen, welche die Befestigungsvorrichtung bilden, aus dem Material jeweils eines Schenkels des L-förmigen Profiles gebildet. Dadurch kann das Material des Beschlages optimal ausgenutzt werden und die Größe des Beschlages kann auf eine kompakte Bauform reduziert werden.
Gemäß der Erfindung kann als Umlenkeinrichtung eine starr an einem der Schenkel befestigte Rolle vorgesehen sein. Diese Rolle kann dann erfindungsgemäß eine Achse haben, deren eines Ende durch eintaumeln an dem Schenkel befestigt ist. Vorteilhaft ist die Rolle an dem ersten Schenkel des L-förmigen Profiles angebracht. Im Bereich der Rolle kann erfindungsgemäß aus dem ersten Schenkel eine Lasche ausgestellt sein, mit welcher eine Rille in dem umlaufenden Rand der Rolle verschließbar ist. Ist der Seilzug in der Befestigungsvorrichtung eingehängt, um die Umlenkrolle nach oben geführt und an der Welle des Antriebes angeschlagen, kann mit dieser Lasche die Rille in dem umlaufenden Rand der Rolle verschlossen werden, so dass der Seilzug nicht aus der Rolle springen kann.
An dem Beschlag kann gemäß der Erfindung an dem zweiten Schenkel über einem Halter mit einer Achslagerung eine Laufrolle befestigt sein. Mit einer solchen Laufrolle werden die einzelnen Segmente des Signaltores in einer Führung entlang des Tordurchbruches geführt. Zur Befestigung eines solchen Halters kann der zweite Schenkel eine Nut aufweisen, die eine Breite hat, diese Breite einer rechteckförmigen Prägung in dem Halter entspricht, so dass der Halter mit seiner Prägung in der Nut des zweiten Schenkels eingesetzt werden kann. Dadurch kann gewährleistet werden, dass der Halter für die Laufrolle in einer definierten Position an dem Beschlag befestigt ist. In einer anderen Ausführung des Halters ist dieser Halter einstückig an dem zweiten Schenkel angeformt. Damit wird eine nachträgliche Befestigung des Halters an dem Beschlag unnötig.
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Ein Ausführungsbeispiel für den erfindungsgemäßen Beschlag ist anhand der Zeichnung näher beschrieben. Darin zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Beschlag, jedoch ohne Umlenkeinrichtung Fig. 2 eine Seitenansicht des Beschlages gemäß Fig. 1
Fig. 3 den Beschlag gemäß Fig. 1, jedoch mit Umlenkeinrichtung und Halter für eine Laufrolle und
Fig. 4 eine Seitenansicht des Beschlages gemäß Fig. 3.
Der in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Beschlag wird aus einem rechteckigen Blech gestanzt und gebogen. Das Blech wird zunächst gestanzt, so dass Befestigungslöcher 17 für Schrauben oder dergleichen für die Befestigung des Beschlages 1 vorgesehen sind. Ferner werden Ausstanzungen angebracht, durch welche die die Befestigungsvorrichtung 3 bildenden Laschen 4, 5 freigeschnitten werden. Ferner wird auch eine Lasche 16 freigeschnitten, an der später der Seilzug einer Notlöseeinrichtung angeschlagen wird. Weiter wird ein Loch 18 gestanzt, in dem eine Umlenkeinrichtung befestigt wird. Schließlich wird noch eine weitere Lasche 13 freigeschnitten, welche später dazu dient, den Seilzug, welcher in der Umlenkeinrichtung 2 geführt ist, in dieser Umlenkeinrichtung festzulegen.
Nachdem die Ausstanzungen vorgenommen sind, wird das ausgestanzte Blech so gebogen, dass man schließlich den Beschlag 1 erhält. Dazu wird zunächst das Blech zu einem L-förmigen Profil 1 gebogen. Der obere Bereich des ersten Schenkels 8 dieses L-förmigen Profils 1 wird dann zu der ersten Lasche 4 umgeformt. Dazu wird der obere Bereich des ersten Schenkels 8 in entgegengesetzter Richtung zu Schenkel 8 umgebogen, dass diesem ersten obere Bereich im Winkel von 90° zu dem zweiten Schenkel 9 steht. Die Biegekante 6 zwischen der ersten Lasche 4 und dem Blech liegt dabei im Wesentlichen parallel zu der Biegekante des L-förmigen Profils 1 zwischen den beiden Schenkeln 8, 9. Auch die Biegekante 6 der ebenfalls
ausgestellten zweiten Lasche 5 liegt im Wesentlichen parallel zu der Biegekante zwischen den Schenkeln 8, 9 des L-förmigen Profils 1. Die beiden um 90° zu dem zweiten Schenkel 9 ausgestellten Laschen 4, 5 sind also flächenparallel zueinander. Der Abstand zwischen den beiden Laschen 4, 5 ist dabei so groß, dass der obere Bereich 10 der ersten Lasche 4 so lang ist wie der Abstand der beiden Laschen 4, 5. Der obere Bereich 10 der ersten Lasche wird um 90° in Richtung der zweiten Lasche 5 abgewinkelt, so dass das Ende dieses oberen Bereiches 10 der Lasche 4 auf dem oberen Rand der zweiten Lasche 5 aufliegt. In diesem umgebogenen oberen Bereich 10 der ersten Lasche 4 ist weiter eine Bohrung vorgesehen, in welcher der Seilzug festgelegt werden kann. Die erste Lasche 4, die zweite Lasche 5 und die Verbindung zwischen den beiden Laschen 4, 5 in Form des umgebogenen oberen Bereiches 10 bilden so die Befestigungsvorrichtung 3.
Am unteren Ende des L-förmigen Profils 1 ist dann ein Loch 18 für die Befestigung der Umlenkeinrichtung 2 vorgesehen. Diese Umlenkeinrichtung 2 wird durch eine Rolle gebildet, welche eine starre Achse 11 aufweist. Diese starre Achse 11 ist in dem Loch 18 für die Befestigung der Achse 11 eingetaumelt. Die Rolle 2 weist eine Rille 12 auf, in welcher der Seilzug eingelegt wird. Die ebenfalls am Ende des ersten Schenkels vorgesehene Lasche 13 ist so umgebogen, dass, nachdem der Seilzug in die Rille 12 der Rolle 2 eingelegt ist, die Lasche 13 die Rille 12 in der Rolle 2 verschließt. Der Seilzug kann also nicht mehr aus der Umlenkeinrichtung, das heißt der Rolle 2, herausgleiten.
Wiederum im unteren Bereich des Beschlages 1 jedoch im zweiten Schenkel 9 des L-förmigen Profils 1 ist eine Nut 19 vorgesehen. Diese Nut 19 hat eine Breite, die der Breite einer Prägung 20 in einem Halter 14 entspricht. Die erhabene Prägung 20 wird zur Befestigung des Haltes 14 passgenau in die Nut 19 eingelegt, so dass der Montageplatz für den Halter 14 auf dem L-förmigen Profil 1 zumindest in Querrichtung zu dem zweiten Schenkel 9 festgelegt ist. Der Halter 14 weist eine Achslagerung 15 auf, in welcher eine Laufrolle (nicht dargestellt) gelagert werden kann. Der Halter 14 besteht da-
bei ebenfalls aus einem Blechteil, dessen unteres Ende eingerollt ist. Dieses untere Ende bildet in etwa einen Hohlzylinder, welcher als Achslagerung 15 dient.
Oberhalb des Halters 14 im mittleren Bereich des zweiten Schenkels 9 ist die Lasche 16 ausgestellt, an welcher ein weiterer Seilzug befestigt werden kann. Dieser zweite Seilzug führt zu einer Notlösevorrichtung, mittels derer das Sektionaltor auch bei Ausfall des Antriebes geöffnet werden kann.
Der Vorteil des erfindungsgemäßen Beschlages 1 ist, dass weder die Befestigungsvorrichtung noch die Umlenkeinrichtung oder der Halter 14 an das L-förmige Profil angeschweißt werden müssen. Die Befestigungsvorrichtung 3 wird nämlich durch aus dem L-förmigen Profil 1 ausgestellte Laschen 4, 5 gebildet. Die Umlenkeinrichtung 2 hingegen wird durch die Rolle gebildet, welche durch eintaumeln mit dem L-förmigen Profil 1 verbunden ist. Die Befestigung für den Seilzug der Notauslösevorrichtung ist schließlich ebenfalls durch die aus dem zweiten Schenkel 9 ausgestellte Lasche verwirklicht.
Ebenfalls wäre es möglich, die Achslagerung unmittelbar an dem unteren Ende des zweiten Schenkels 9 durch einrollen dieses Endes herzustellen. Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel wurde jedoch darauf verzichtet und statt dessen ein separater Halter 14 für die Achslagerung 15 vorgesehen. Dieser Halter 14 kann über den Halter und in dem L-förmigen Profil 1 vorgesehenen Befestigungslöchern 17 verschraubt werden.
Bezugszeichenliste
1 Beschlag/L-Profil
2 Umlenkeinrichtung
3 Befestigungsvorrichtung
4 erste Lasche
5 zweite Lasche
6 Biegekanten der Laschen
7 Biegekante des L-Profils
8 erster Schenkel
9 zweiter Schenkel
10 abgewinkelter, oberer Bereich der ersten Lasche
11 Achse
12 Rille
13 Lasche
14 Halter
15 Achslagerung
16 Lasche
17 Befestigungslöcher
'18 Loch für die Befestigung der Achse 11
19 Nut
20 Prägung

Claims (9)

1. Beschlag für das unterste Segment eines Sektionaltores zum Befestigen eines Seilzuges, aus einem im Wesentlichen L-förmigen Profil (1), mit einer Umlenkeinrichtung (2) für den Seilzug und mit einer Befestigungsvorrichtung (3) für den Seilzug oberhalb der Umlenkeinrichtung (2), dadurch gekennzeichnet, dass das L-förmige Profil (1) ein Stanz-Biegeteil ist, dass die Befestigungsvorrichtung (3) aus einstückig mit dem L-Profil (1) ausgebildeten Laschen (4, 5) besteht, die aus dem L-Profil (1) rechtwinkelig ausgestellt sind, dass die Biegekanten (6) dieser Laschen (4, 5) im Wesentlichen parallel zu der Biegekante (7) zwischen den beiden Schenkeln (8, 9) des L-Profils (1) sind, dass die erste Lasche (4) im oberen Bereich zumindest um den Abstand beider Laschen (4, 5) länger ist als die zweite Lasche (5) und dieser obere Bereich der ersten Lasche (4) in Richtung zu der zweiten Lasche (5) hin abgewinkelt ist und auf dem oberen Rand der zweiten Lasche (5) aufliegt.
2. Beschlag nach dem Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Lasche (4) aus dem oberen Bereich des ersten Schenkels (8) gebildet ist, dass der erste Schenkel (8) in entgegengesetzter Richtung zu der ersten Lasche (4) einen Winkel von ca. 90° zu dem zweiten Schenkel (9) hat.
3. Beschlag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkeinrichtung (2) eine starr an einem der Schenkel (8, 9) befestigte Rolle ist.
4. Beschlag nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rolle (2) eine Achse (11) hat, deren eines Ende durch Eintaumeln an einem der Schenkel befestigt ist.
5. Beschlag nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rolle (2) an dem ersten Schenkel (8) befestigt ist.
6. Beschlag nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem ersten Schenkel (4) im Bereich der Rolle (2) eine Lasche (13) ausgestellt ist, mit welcher eine Riffe (12) in dem umlaufenden Rand der Rolle (2) verschließbar ist.
7. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an dem zweiten Schenkel (9) über einem Halter (14) mit einer Achslagerung (15) für eine Laufrolle befestigt ist.
8. Beschlag nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Schenkel (8) eine Nut (19) aufweist, die eine Breite hat, die der Breite einer rechteckförmigen Prägung (20) in dem Halter (14) entspricht und dass der Halter (14) mit der Prägung (20) in der Nut (19) des zweiten Schenkels (9) eingesetzt ist.
9. Beschlag nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (14) einstückig an den zweiten Schenkel (9) angeformt ist.
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