DE19856552A1 - Optimierbare Abfuhr- und Gebührensysteme insbesondere für Restmüll oder wiederaufbereitbaren Abfall in Müllbehältern und Verfahren zur Optimierung der Abfuhr und der daraus resultierenden Gebühren - Google Patents

Optimierbare Abfuhr- und Gebührensysteme insbesondere für Restmüll oder wiederaufbereitbaren Abfall in Müllbehältern und Verfahren zur Optimierung der Abfuhr und der daraus resultierenden Gebühren

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DE19856552A1 DE19856552A DE19856552A DE19856552A1 DE 19856552 A1 DE19856552 A1 DE 19856552A1 DE 19856552 A DE19856552 A DE 19856552A DE 19856552 A DE19856552 A DE 19856552A DE 19856552 A1 DE19856552 A1 DE 19856552A1
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Abstract

Die Erfindung betrifft optimierbare Abfuhr- und Gebührensysteme insbesonders für Restmüll oder wiederaufbereitbaren Abfall in Müllbehältern und Verfahren zur Optimierung der Abfuhr und der daraus resultierenden Gebühren. DOLLAR A Die erfindungsgemäßen optimierbaren Abfuhr- und Gebührensysteme insbesonders für Restmüll oder wiederaufbereitbaren Abfall in Müllbehältern und die Verfahren zur Optimierung der Abfuhr und der daraus resultierenden Gebühren zeichnen sich vorteilhafterweise dadurch aus, daß die Routen der Müllabfuhr entsprechend der gemeldeten zu leerenden Müllbehälter planbar sind. Die Touren werden nach Bedarf und Wirtschaftlichkeit zusammengestellt. Die Müllbehälter sind dabei weitestgehend vollständig gefüllt. Dadurch werden Leerfahrten vermieden und das Müllfahrzeug wird vollständig ausgelastet. Daraus folgen sowohl beim Abfuhrunternehmen als auch beim Bürger positive ökonomische Aspekte durch den optimalen Einsatz der Müllfahrzeuge, von Treibstoff und manueller Arbeit.

Description

Die Erfindung betrifft optimierbare Abfuhr- und Gebührensysteme insbesonders für Restmüll oder wiederaufbereitbaren Abfall in Müllbehältern und Verfahren zur Optimierung der Abfuhr und der daraus resultierenden Gebühren.
Bei bekannten Verfahren und Systemen zum Entleeren von Müllbe­ hältern werden durch Entsorgungsfirmen in zeitlich festgelegten Zeiten und Routen der Müll oder der Abfall abgeholt und zu Deponien oder Wiederaufbereitungsanlagen transportiert. Auf der Deponie oder in der Wiederaufbereitungsanlage wird die Menge des Mülls oder Abfalls erfaßt. Die Kosten des Transports und der Deponie oder der Wiederaufbereitungsanlage bilden unter anderem die Entsorgungsgebühren. Der entscheidende Nachteil dieser Verfahren und Systeme liegt darin, dass die Routen unab­ hängig des Füllstandes der Müllbehälter abgefahren werden. Es wird jeder Standort der Müllbehälter angefahren und erst dann festgestellt ob diese zu entleeren sind. Eine vollständige Aus­ lastung der Fahrzeuge ist nicht gegeben.
Bei weiteren bekannten Verfahren oder Systemen wird der Müll oder der Abfall mittels einer Wägevorrichtung am Fahrzeug vor dem Entleeren gemessen. Trotzdem werden festgelegte Routen zu bestimmten Zeiten abgefahren. Ein ähnliches System ist in der DE OS 42 23 088 (Verfahren und Vorrichtung zur Erfassung der vom Müllabfuhrunternehmen entleerten Abfallbehälter) aufge­ führt. Dabei werden die Mülltonnen mit einem Strichcode ver­ sehen und während der Entleerung wird der jeweilige Code und die Müllmenge erfaßt und jeweils zueinander zugeordnet. Trotzdem erfolgt die Entleerung unabhängig des Füllstandes nach einem festen Zeitregime.
Der in den Patentansprüchen 1, 15 und 18 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, die Abfuhr- und die daraus resul­ tierenden Kosten insbesonders für Restmüll oder wiederaufbe­ reitbaren Abfall in Müllbehältern zu optimieren und damit gleichzeitig für den Bürger zu minimieren.
Dieses Problem wird mit den in den Patentansprüchen 1, 15 und 18 aufgeführten Merkmalen gelöst.
Die erfindungsgemäßen optimierbaren Abfuhr- und Gebührensysteme insbesonders für Restmüll oder wiederaufbereitbaren Abfall in Müllbehältern und die Verfahren zur Optimierung der Abfuhr und der daraus resultierenden Gebühren zeichnen sich vorteilhafter­ weise dadurch aus, dass die Routen der Müllabfuhr entsprechend der gemeldeten zu leerenden Müllbehälter planbar sind. Die Touren werden nach Bedarf und Wirtschaftlichkeit zusammenge­ stellt. Die Müllbehälter sind dabei weitestgehend vollständig gefüllt. Dadurch werden Leerfahrten vermieden und das Müllfahr­ zeug wird vollständig ausgelastet. Daraus folgen sowohl beim Abfuhrunternehmen als auch beim Bürger positive ökonomische Aspekte durch den optimalen Einsatz von Fahrzeugkosten, Treib­ stoff und manueller Arbeit.
Das Abfuhrunternehmen kann gegenüber herkömmlichen Verfahren vor allem Treibstoff einsparen. Dieser Sachverhalt wird ständig bedeutsamer, zumal die Kosten für Energie ständig steigen und steigen werden. Weiterhin werden damit die manuell notwendigen Arbeiten in Verbindung mit der Handhabung der Müllbehälter optimiert.
Diese positiven Effekte beim Abfuhrunternehmen wirken sich durch sinkende Gebühren direkt auf den Bürger aus. Gleichzeitig wird das gesamte Verfahren der Müllabfuhr für den Bürger nach­ vollziehbar und transparent. Die Reduzierung des Restmülls wirkt sich auf den Bürger sofort positiv aus, so dass das er­ findungsgemäße Abfuhr- und Gebührensystem zur weiteren Einspa­ rung von Restmüll beiträgt.
Die Verfahren zur Optimierung der Abfuhr und der daraus resul­ tierenden Gebühren insbesonders von Restmüll oder wiederaufbe­ reitbaren Abfall in Müllbehältern zeichnen sich dadurch aus, daß die Meldung zur Abfuhr des Müllbehälters in einem ersten Verfahren über die Nutzung eines bei einer Person oder eines Berechtigten vorhandenen Anschlusses eines Telekommunikations­ netzes oder in einem zweiten Verfahren über einen im Müllbe­ hälter integrierten Senders erfolgt. In beiden Fällen gelangt die Meldung zu einem Zentralsystem, das die weitere Verarbei­ tung der Daten übernimmt. Beide Verfahren zeichnen sich durch ihre einfache Handhabbarkeit aus. Besonders kostengünstig ist die Nutzung des ersten Verfahrens, wobei ein passiver Müllbe­ hälter zum Einsatz kommt. Das zweite Verfahren nutzt dagegen einen aktiven Müllbehälter. Besonders in Wohnanlagen mit meh­ reren Personen ist das zweite Verfahren vorteilhafter einzu­ setzen. Dabei erfolgt die Aktivierung des Senders entweder durch eine Person und/oder einen Berechtigten einer juris­ tischen Person. Der Berechtigte ist z. B. ein Hausmeister oder Hauswart. Bei der Aktivierung durch eine Person oder durch jede Person der Wohnanlage entstehen keine zusätzlichen Kosten, so dass keine Hemmschwelle zur Benachrichtigung des Abfuhrunter­ nehmens überwunden werden muß.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Patent­ ansprüchen 2 bis 14, 16, 17, 19 und 20 angegeben.
In einen nichtflüchtigen elektronischen Speicher nach den Weiterbildungen der Patentansprüche 2 und 19 sind die Daten des Codes leicht einschreibbar und dauerhaft gespeichert.
Die Größen der Müllbehälter sind für eine Planung der Routen der Entleerung unabdingbar. Sind diese nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 3 Bestandteile des Codes, wird die Planung wesentlich erleichtert.
Die erfindungsgemäßen optimierbaren Abfuhr- und Gebührensysteme sind nicht nur für Restmüll von zu deponierenden Müll sondern auch für wiederaufbereitbaren Abfall geeignet. Dieser Sachver­ halt erfordert Routen entsprechend des Mülls oder des Abfalls. Nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 4 beinhalten deshalb die Daten des Müllbehälters dessen Größe und die Art des Mülls oder Abfalls.
Nach den Weiterbildungen der Patentansprüche 5 und 6 sind die Daten der Person entweder der Standort des Müllbehälters, ein Name und eine Adresse oder ein Name und eine Adresse, die gleichzeitig der Standort des Müllbehälters ist. Damit ist ein universeller Einsatz der erfindungsgemäßen optimierbaren Abfuhr- und Gebührensysteme gegeben. Mit diesen Sachverhalten wird berücksichtigt, dass eine natürliche oder eine juristische Person der Rechnungsempfänger ist.
Mit der Nutzung eines Anschlusses des Telefonnetzes zur Über­ mittlung der Daten des Müllbehälters nach den Weiterbildungen der Patentansprüche 7 und 16 wird ein bekanntes und in den überwiegenden Fällen bei Personen vorhandenes Kommunikations­ system zur Meldung genutzt. Zusätzliche Kosten werden ver­ mieden. Weiterhin zeichnet sich die Nutzung des Telefonnetzes dadurch aus, dass eine Manipulation insbesondere von Nichtbe­ rechtigten weitestgehend vermieden wird.
Die Ausbildung des Codes nach den Weiterbildungen der Patent­ ansprüche 8 und 17 gleichzeitig als Telefonnummer ist besonders vorteilhaft. Dabei wird die gewählte Nummer von dem Zentralsys­ tem automatisch übernommen. Eine weitere Nachricht durch die Person ist nicht notwendig. Damit ist eine einfache Handhab­ barkeit für die Personen gegeben.
Die Weiterbildung des Patentanspruchs 9 stellt einen aktiven Müllbehälter dar. Aktiv bedeutet dabei mit einem Sender, so dass der Code von dem Müllbehälter zum Zentralsystem geleitet wird. Im Normalzustand ist der Sender spannungslos, so dass ein minimaler Energieeinsatz zum Betreiben des Senders gewährleis­ tet wird. Das führt dazu, dass eine vorhandene Batterie oder ein Akkumulator eine lange Betriebsdauer besitzt. Lange Be­ triebsdauer bedeutet dabei mit normaler Nutzung über mehrere Jahre. Normale Nutzung ist dabei z. B. eine vierzehntägige Leerung.
Der Einsatz eines Senders mit einem Akkumulator als Spannungs­ quelle, der weiterhin über eine Ladeschaltung mit einem photo­ elektrischen Element nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 10 verbunden ist, führt zu einer sehr langen Betriebsbereit­ schaft des Senders. Ein Akku- oder Batteriewechsel wird während der Lebensdauer des Müllbehälters weitestgehend vermieden. Eine derartige Anordnung ist vor allem in Großwohnanlagen einsetz­ bar, wobei die Müllbehälter in kurzen Zeiträumen entleert werden.
Eine lösbar mit dem Sender verbindbare Spannungsquelle nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 11 führt zu einem von außen nichtmanipulierbaren optimierbaren Abfuhr- und Gebührensystem. Die Spannungsquelle ist dabei z. B. ein Akkumulator, der in den unterschiedlichst gestalteten Gehäusen unterbringbar ist. Dazu sind z. B. Gehäuse in Form von Kugelschreibern oder Taschenlam­ pen einschließlich deren Funktion verwendbar. Gleichzeitig ist eine Ladeschaltung für den Akkumulator einschließlich von Kon­ taktelementen für bestehende Netze in das Gehäuse integrierbar. Eine derartige Anordnung eignet sich besonders im Zusammenhang mit der Funktion als Taschenlampe. Damit ist der Sender auch bei Dunkelheit leicht zu aktivieren.
Das Zentralsystem dient zweckmäßigerweise nach den Weiterbil­ dungen der Patentansprüche 12 bis 14 der Routenplanung der Müllfahrzeuge und der daraus resultierenden Gebührenabrechnung. Damit ist ein komplexes erfindungsgemäßes optimierbares Abfuhr- und Gebührensystem insbesonders für Restmüll oder wiederauf­ bereitbaren Abfall in Müllbehältern gegeben.
Nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 20 wird der Sender durch den Anschluß oder dem Verbinden mit einer Spannungsquelle aktiviert, dass heißt betrieben. Im Normalzustand ist der Sen­ der spannungslos. Damit ist eine lange Betriebsbereitschaft der Spannungsquelle gleichbedeutend einer langen Betriebsdauer des Senders gegeben. Dazu werden zum einen die Pole eines Akkumu­ lators oder einer Batterie über Kontakte mit dem Sender in Verbindung gebracht oder zum anderen über die Betätigung eines Schalters oder Tasters mindestens ein Pol der Spannungsquelle mit dem Sender verbunden. Damit sihd Betriebszeiträume über mehrere Jahre gegeben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Dieses und weitere werden im folgenden näher beschrieben.
Die Figur zeigt ein Übersichtsschema eines optimierbaren Abfuhr- und Gebührensystems für Restmüll oder wiederaufbereitbaren Abfall in Müllbehältern.
1. Ausführungsbeispiel
Das optimierbare Abfuhr- und Gebührensystem für Restmüll oder wiederaufbereitbaren Abfall eines ersten Ausführungsbeispiels, der sich in einem Müllbehälter befindet, besteht aus einer Einrichtung zur Übermittlung eines Codes und einem Zentral­ system.
Jedem Müllbehälter ist ein Code zugeordnet. Dieser Code weist Daten über den Müllbehälter und eine natürliche Person auf. Die Daten des Müllbehälters sind dessen Größe gleichbedeutend des­ sen Volumen und Standort. Die Volumina sind z. B. 80, 120, 240 oder 1100 l, wie sie derzeit gebräuchlich sind. Der Standort ist die Adresse.
In einer Variante enthält der Code Daten über Müllbehälter ein­ schließlich seines Standorts und bei vermieteten Objekten über eine juristische Person. Im Allgemeinen ist das dessen Adresse. In einer weiteren Variante dieses Ausführungsbeispiels enthält der Code gleichzeitig Informationen über die Art des Mülls oder des wiederverwertbaren Abfalls.
Der Code stellt eine Zahlenkombination dar.
Die Einrichtung zur Übermittlung des Codes ist das Telefonnetz. Zum einen besitzt die oder eine Person in Form eines Berechtig­ ten einen Anschluß und zum anderen ist das Zentralsystem an dieses angeschlossen. Die Zahlenkombination des Codes beinhal­ tet am Anfang gleichzeitig die Telefonnummer. Über die Wahl dieser Nummer wird das Zentralsystem angewählt und die nachfol­ genden Daten werden durch diese gleichzeitig übernommen. Mit dem Ende der Eingabe des Codes ist gleichzeitig die Übermitt­ lung der Daten abgeschlossen. Um z. B. einen Anreiz für den Berechtigten zu erreichen, ist die Nummer kostenfrei anwählbar. Das Zentralsystem ist ein Computer, der aus den eingehenden Daten den jeweilig aktuellen Routenplan für die Müllfahrzeuge erstellt. Gleichzeitig wird die Gebühr entsprechend der an­ fallenden Kosten für jede Person ermittelt. Die Kosten bein­ halten dabei unter anderem auch die Entsorgungs- oder Aufbe­ reitungskosten. Diese richten sich entweder nach dem Volumen oder dem Gewicht des Mülls oder Abfalls. Im zweiten Fall er­ folgt die Ermittlung des Gewichts z. B. direkt an dem Müllfahr­ zeug während der Leerung des Müllbehälters.
Gleichzeitig können durch das Zentralsystem weiterhin die ein­ gehenden Zahlungen kontrolliert und etwaige Mahnverfahren ver­ anlasst werden.
2. Ausführungsbeispiel
Das optimierbare Abfuhr- und Gebührensystem für Restmüll oder wiederaufbereitbaren Abfall, der sich in Müllbehältern 1 be­ findet, besteht in einem zweiten Ausführungsbeispiel aus einem Sender und einem Zentralsystem 4 und ist prinzipiell in der Figur dargestellt.
Der Sender ist Bestandteil eines Digitalnetzes, welches direkt oder über einen Satelliten 2 mit mindestens einer Empfangssta­ tion 3 kommuniziert. Der Sender selbst ist in dem Müllbehälter 1 integriert. Im Sender ist ein nichtflüchtiger Speicher ent­ halten, indem ein Code eingeschrieben ist. Der Code besteht aus Daten, die die Art des Müllbehälters 1, dessen Standort, min­ destens einer Person einschließlich deren Adresse sind. Die Art des Müllbehälters 1 ist zum einen dessen Größe oder zum anderen die Art des Restmülls oder Abfalls und dessen Größe. Im Normal­ zustand ist der Sender spannungslos, dass heißt es erfolgt keine Datenübertragung zu der Empfangsstation 3. Falls der Müllbehälter 1 einen Füllstand erreicht hat, dass eine Abholung erfolgen muß, wird der Sender durch eine natürliche Person oder einen Berechtigten einer juristischen Person mit einer Span­ nungsquelle kontaktiert, so dass der Sender die gespeicherten Daten der Empfangsstation 3 übermittelt.
Dazu sind die folgenden Ausführungsformen als Varianten dieses Ausführungsbeipiels vorhanden:
  • - Erstens ist im Sender eine Batterie oder ein Akkumulator als Spannungsquelle vorhanden. Ein Pol der Spannungsquelle ist über einen Schalter oder Taster mit dem Sender verbunden. Die Betä­ tigungseinheit des Tasters oder Schalters befindet sich an dem Müllbehälter 1 und ist von außen betätigbar. Mit einer Betäti­ gung wird der Sender mit der Spannungsquelle verbunden und übermittelt die im Speicher enthaltenen Daten an die Empfangs­ station. Die Dauer der Übermittlung wird angezeigt, so dass eine vorzeitige Unterbrechung zwischen Spannungsquelle und Sender weitestgehend vermieden wird. Die Kapazität der Batterie oder des Akkumulators reicht bei einer derartigen Betriebsweise und bei einer durchschnittlichen Leerung des Müllbehälters 1 über mehrere Jahre.
  • - Zweitens ist im Sender ein Akkumulator als Spannungsquelle vorhanden. Ein Pol der Spannungsquelle ist über einen Schalter oder Taster mit dem Sender verbunden. Die Betätigungseinheit des Tasters oder Schalters befindet sich an dem Müllbehälter 1 und ist von außen betätigbar. Mit einer Betätigung wird der Sender mit der Spannungsquelle verbunden und übermittelt die im Speicher enthaltenen Daten an die Empfangsstation 3. Die Dauer der Übermittlung wird angezeigt, so dass eine vorzeitige Unter­ brechung zwischen Spannungsquelle und Sender weitestgehend ver­ mieden wird. Der Akkumulator ist weiterhin über eine Ladeschal­ tung mit mindestens einem photoelektrischen Element z. B. in Form mindestens einer Solarzelle verbunden, das Bestandteil des Müllbehälters 1 ist. Damit wird die Kapazität des Akkumulators ständig aufrechterhalten, so dass nahezu eine unbegrenzte Be­ triebsdauer gegeben ist.
  • - Drittens ist ein Sender ohne Spannungsquelle im Müllbehälter 1 integriert. Die Anschlüsse zur Spannungsversorgung des Sen­ ders sind von außen zugänglich. Mit der Kontaktierung einer externen Spannungsquelle wird der Stromkreis bestehend aus Sender und Spannungsquelle geschlossen. Damit übermittelt der Sender die gespeicherten Daten an die Empfangsstation 3. Die dazu notwendige Dauer wird über eine Anzeige dargestellt, so dass die Spannungsquelle nicht vorzeitig vom Sender entfernt wird. Die Spannungsquelle ist in den unterschiedlichsten Ge­ häuseformen unterbringbar. Eine Möglichkeit ist dabei z. B. ein Akkumulator, der mit einer Taschenlampe gekoppelt ist. Das Gehäuse ist weiterhin so ausgebildet, dass der Akkumulator über eine Ladeschaltung direkt mit dem Netz verbindbar ist. Eine weitere Möglichkeit ist z. B. die Form eines Kugelschreibers.
Die Empfangsstation 3 der Daten der Sender ist mit einem Zen­ tralsystem 4 verbunden. Das Zentralsystem 4 ist mindestens ein Computer, in dem die eingehenden Daten verarbeitet werden. Diese dienen dabei als Grundlage für das Erstellen der Routen­ pläne der Müllfahrzeuge 7 zum Abholen des Inhalts der gemel­ deten Müllbehälter 1. Gleichzeitig dient der Computer der Er­ mittlung der Gebühren für die einzelnen Personen. Die Gebühren richten sich nach den Kosten des Entsorgers 5 und der Deponie 6 oder des Wiederaufbereiters.
In einer weiteren Variante dieses Ausführungsbeispiels erfolgt während des Entleerens der Müllbehälter 1 die Messung des Ge­ wichts des Mülls oder Abfalls. Dazu sind die Müllfahrzeuge 7 mit Wiegevorrichtungen an der Aufnahmeeinrichtung des Müllbe­ hälters 1 ausgestattet.
Weiterhin werden die Rechnungen erstellt und ausgedruckt. Mit dem gleichen Computer oder einem weiteren Computer erfolgt eine Zahlungskontrolle und das Auslösen etwaiger Mahnungsver­ fahren.
In weiteren Varianten des Ausführungsbeispiels ist der Zugang zur Betätigungseinheit des Tasters oder Schalters nur für den Berechtigten gegeben. Dazu ist diese z. B. verschließbar. Der Schließmechanismus ist dabei ein Bestandteil der Betätigungs­ einheit oder diese befindet sich in einem separaten Raum. Dieser Sachverhalt sichert eine Betätigung nur durch den Be­ rechtigten. Ein Mißbrauch wird weitestgehend vermieden.
3. Ausführungsbeispiel
Ein Verfahren zur Optimierung der Abfuhr und der daraus resul­ tierenden Gebühren von Restmüll oder wiederaufbereitbaren Ab­ fall, der sich in Müllbehältern befindet, wird nachfolgend in einem dritten Ausführungsbeispiel näher beschrieben.
Grundlage bildet das optimierbare Abfuhr- und Gebührensystem für Restmüll oder wiederaufbereitbaren Abfall des ersten Aus­ führungsbeispiels.
Die dem Müllbehälter zugeordneten Daten als Code werden durch eine Person über das Telefonnetz zu dem Zentralsystem weiter­ geleitet. Die Daten enthalten Informationen über die Art des Müllbehälters, dessen Standort und eine natürliche oder eine natürliche und juristische Person. Dazu dient der Code gleich­ zeitig als Telefonnummer, der durch einen Computer als Zentral­ system aufgenommen und verarbeitet wird. Nach diesen Daten werden im Computer die Routenpläne für die Müllfahrzeuge nach den Standorten der zu leerenden Müllbehälter erstellt. Die Abrechnung erfolgt im einfachsten Fall über das Volumen des Mülls oder Abfalls.
In einer Variante dieses Ausführungsbeispiels wird während des Entleerens des Müllbehälters gleichzeitig dessen Gewicht gemes­ sen, so daß in dieser Variante die Abrechnung entsprechend des Gewichts des Mülls oder Abfalls vollzogen wird. Das Gewicht wird dabei dem Code des Müllbehälters zugeordnet.
Der Computer oder ein weiterer Computer übernimmt gleichzeitig die Gebührenabrechnung entsprechend der Entsorgungs- oder Auf­ bereitungskosten. Diese Abrechnungen werden der natürlichen oder der juristischen Person unter zu Hilfenahme der übermit­ telten Daten des Codes zugeordnet. Anschließend erfolgt eine geeignete Zustellung der Rechnungen.
Eine nachfolgende Zahlungskontrolle und eventuell auszulösende Mahnungen können durch das Zentralsystem in Form des Computers oder eines weiteren Computers ausgeführt werden.
4. Ausführungsbeispiel
Ein weiteres Verfahren zur Optimierung der Abfuhr und der da­ raus resultierenden Gebühren von Restmüll oder wiederaufbereit­ baren Abfall, der sich in Müllbehältern 1 befindet, wird nach­ folgend in einem vierten Ausführungsbeispiel näher beschrieben.
Grundlage bildet das optimierbare Abfuhr- und Gebührensystem für Restmüll oder wiederaufbereitbaren Abfall des zweiten Aus­ führungsbeispiels (Darstellung in der Figur).
Jedem Müllbehälter 1 wird ein Code in Form von Daten über den Müllbehälter 1 selbst, dessen Standort und eine natürliche oder eine juristische Person zugeordnet. Die Daten werden dazu in einem nichtflüchtigen Speicher, der Bestandteil des Senders ist, eingeschrieben. Nach Erreichen eines bestimmten Füllstan­ des in dem Müllbehälter 1 wird durch eine Person ein im Müll­ behälter 1 integrierter Sender aktiviert. Das kann die natür­ liche Person oder ein Berechtigter der juristischen Person sein.
Dazu betätigt die Person zum ersten eine Schalteinheit oder die Betätigungseinheit eines Tasters. Dadurch wird der Sender mit einer Spannungsquelle verbunden. Zum zweiten besitzt die Person eine externe Spannungsquelle, die die Person mit dem Sender in Kontakt bringt.
Der aktivierte Sender übermittelt die Daten des nichtflüchtigen Speichers einem Zentralsystem 4. Das erfolgt entweder direkt über eine Empfangsstation oder über einen Satelliten 2 und einer Empfangsstation 3.
Das Zentralsystem 4 ist mindestens ein Computer, der Routen­ pläne für Müllfahrzeuge 7 entsprechend des Standortes der Müll­ behälter 1 erstellt. Gleichzeitig erfogt durch das Zentral­ system 4 die Gebührenabrechnungen gemäß der Entsorgungs- oder Aufbereitungskosten und eventuell anfallende Mahnungen für jede Person.
In einer weiteren Variante dieses Ausführungsbeispiels wird während des Entleerens der Müllbehälter 1 jeweils dessen Ge­ wicht direkt am Müllfahrzeug 7 gemessen. Das Gewicht wird ent­ sprechend der Route gespeichert und anschließend in dem Zen­ tralsystem 4 dem Code der jeweiligen Müllbehälter 1 zugeordnet. Damit ist eine gewichtsbezogene Abrechnung gegeben.
In weiteren Varianten der Ausführungsbeispiele eins bis vier ist der Sender des Müllbehälters mit einer Füllstandsanzeige zusammengeschaltet, die den Sender mit der Spannungsquelle verbindet oder diese Zusammenschaltung veranlaßt. Damit wird automatisch die Abholung der Müllbehälter ausgelöst oder veranlaßt.

Claims (20)

1. Optimierbares Abfuhr- und Gebührensystem insbesonders für Restmüll oder wiederaufbereitbaren Abfall in Müllbehältern, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Müllbehälter (1) ein Code zugeordnet ist, dass der Code zumindest Daten über den Müllbehälter (1) und wenigstens eine Person beinhaltet, dass den Daten der Person gleichzeitig der Standort des Müllbehälters (1) zugeordnet ist, dass der Müllbehälter (1) und/oder wenigstens die oder mindestens eine weitere Person oder ein Berechtigter über eine Einrichtung zur Übermittlung des Codes verfügen und dass die Einrichtung zur Übermittlung des Codes mit einem Zentralsystem (4) verbunden ist.
2. Optimierbares Abfuhr- und Gebührensystem nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Code in einem nichtflüchtigen elektronischen Speicher eingeschrieben ist.
3. Optimierbares Abfuhr- und Gebührensystem nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten des Müllbehälters (1) dessen Größe sind.
4. Optimierbares Abfuhr- und Gebührensystem nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten des Müllbehälters (1) dessen Größe und dessen Art des Mülls oder Abfalls sind.
5. Optimierbares Abfuhr- und Gebührensystem nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten der Person der Standort des Müllbehälters (1), mindestens ein Name und wengstens eine Adresse sind.
6. Optimierbares Abfuhr- und Gebührensystem nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten der Person dessen Name und Adresse sind.
7. Optimierbares Abfuhr- und Gebührensystem nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Übermittlung des Codes ein Nachrichtenkommunikationssystem insbesondere das Telefonnetz ist.
8. Optimierbares Abfuhr- und Gebührensystem nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Code gleichzeitig die Telefonnummer oder Nummer des Kommunikationssystems ist.
9. Optimierbares Abfuhr- und Gebührensystem nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Übermittlung des Codes des Müllbehälters (1) ein Sender ist, dass der Sender im Normalzustand spannungslos ist und dass der Sender über eine durch die Person oder den Berechtigten betätigbare Anordnung mit einer elektrischen Spannungsquelle verbunden ist.
10. Optimierbares Abfuhr- und Gebührensystem nach Patentan­ spruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Spannungsquelle ein Akkumulator ist, dass der Akkumulator über eine Ladeschaltung mit mindestens einem photoelektrischen Element verbunden ist und dass das photoelektrische Element ein Bestandteil des Müllbehälters (1) ist.
11. Optimierbares Abfuhr- und Gebührensystem nach Patentan­ spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Übermittlung des Codes des Müllbehälters (1) ein Sender ist, dass der Sender im Normalzustand spannungslos ist und dass die elektrische Spannungsquelle lösbar mit dem Sender verbind- oder ankoppelbar ist.
12. Optimierbares Abfuhr- und Gebührensystem nach Patentan­ spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Routenpläne mindestens eines Fahrzeugs zum Abholen der gemeldeten Müllbehälter (1) erstellendes und den Gebühreneinzug veranlassendes Zentralsystem (4) vorhanden ist.
13. Optimierbares Abfuhr- und Gebührensystem nach Patentan­ spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Routenpläne mindestens eines Fahrzeugs zum Abholen der gemeldeten Müllbehälter (1) erstellendes und den Gebühreneinzug einschließlich eines Mahnverfahrens veranlassendes Zentralsystem (4) vorhanden ist.
14. Optimierbares Abfuhr- und Gebührensystem nach einem der Patentansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein entsprechend der Entsorgungs- oder Aufbereitungskosten die Gebühren erstellendes Zentralsystem (4) vorhanden ist.
15. Verfahren zur Optimierung der Abfuhr und der daraus resultierenden Gebühren insbesonders von Restmüll oder wiederaufbereitbaren Abfall in Müllbehältern insbesondere nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Müllbehälter ein Daten über den Müllbehälter, den Standort und mindestens eine Person enthaltener Code zugeordnet wird, dass die oder eine weitere Person oder ein Berechtigter bei Erreichung eines bestimmten Füllstandes die Daten über ein Telekommunikationsnetz zu einem Zentralsystem mitteilen und dass das Zentralsystem die Routenpläne für Müllfahrzeuge entsprechend des Standortes der Müllbehälter, die Gebührenabrechnungen gemäß der Entsorgungs- oder Aufbereitungskosten und die eventuell anfallenden Mahnungen für jede Person erstellt.
16. Verfahren nach Patentanspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Telekommunikationsnetz das Telefonnetz ist.
17. Verfahren nach Patentanspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten gleichzeitig die Telefonnummer sind.
18. Verfahren zur Optimierung der Abfuhr und der daraus resultierenden Gebühren insbesonders von Restmüll oder wiederaufbereitbaren Abfall in Müllbehältern insbesondere nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Müllbehälter (1) ein Daten über den Müllbehälter (1), den Standort und mindestens eine Person enthaltener Code zugeordnet wird, dass die oder eine weitere Person oder ein Berechtigter bei Erreichung eines bestimmten Füllstandes einen in dem Müllbehälter (1) integrierten Sender aktivieren, dass der Sender die Daten einem Zentralsystem (4) übermittelt und dass das Zentralsystem (4) die Routenpläne für Müllfahrzeuge (7) entsprechend des Standortes der Müllbehälter (1), die Gebührenabrechnungen gemäß der Entsorgungs- oder Aufbereitungskosten und die eventuell anfallenden Mahnungen für jede Person erstellt.
19. Verfahren nach Patentanspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten in einem im Sender integrierten nichtflüchtigen elektronischen Speicher eingeschrieben werden.
20. Verfahren nach Patentanspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Sender durch den Anschluß oder dem Verbinden mit einer Spannungsquelle aktiviert wird.
DE19856552A 1998-12-08 1998-12-08 Optimierbare Abfuhr- und Gebührensysteme insbesondere für Restmüll oder wiederaufbereitbaren Abfall in Müllbehältern und Verfahren zur Optimierung der Abfuhr und der daraus resultierenden Gebühren Withdrawn DE19856552A1 (de)

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