DE19851583C2 - Verfahren zum Betrieb eines MR-Tomographiegeräts mit umschaltbaren Feldqualitäten und MR-Tomographiegerät - Google Patents
Verfahren zum Betrieb eines MR-Tomographiegeräts mit umschaltbaren Feldqualitäten und MR-TomographiegerätInfo
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Description
Die Anforderungen an eine Gradientenspule hängen wesentlich
von der bei der MR-Bildgebung angewandten Pulssequenz ab. Im
folgenden wird zwischen "konventionellen" Pulssequenzen und
"schnellen" Pulssequenzen unterschieden. In dem hier ge
brauchten Sinne lassen sich "konventionelle" Pulssequenzen
dadurch kennzeichnen, daß je Anregung nur ein Kernresonanzsi
gnal ausgelesen wird. Vertreter konventioneller Pulssequenzen
sind z. B. herkömmliche Spinecho- oder Gradientenechoverfah
ren, aber auch die schnelleren Verfahren wie FLASH (beschrie
ben in der US-PS 4,707,658) und FISP (beschrieben in der US-
PS 4,769,603). Unter "schnellen" MR-Bildgebungstechniken wer
den hier solche verstanden, bei denen nach einer Anregung ei
ne Vielzahl von Kernresonanzsignalen ausgelesen wird. Hierun
ter fällt vor allem das EPI-Verfahren (beschrieben in der US-
PS 4,165,479), aber auch das sogenannte Turbospinechoverfah
ren, das GRASE-Verfahren und das HASTE-Verfahren.
Bei konventionellen Pulssequenzen legt man vor allem Wert auf
eine hohe Bildqualität und ein großes Meßvolumen. Für die
Gradientenspulen ergeben sich dabei folgende Anforderungen:
Großes Linearitätsvolumen (≈ 5% Linearität im Linearitätsvo
lumen von 40-50 cm), moderale Gradientenstärken (10-20 mT/m)
und moderate Schaltzeiten (≈ 1 ms).
Bei schnellen Pulssequenzen wird vor allem auf die Geschwin
digkeit Wert gelegt, wobei bezüglich anderer Parameter Ab
striche gemacht werden müssen. Für das Gradientensystem er
gibt sich vor allem die Anforderung, daß hohe Gradienten (20-
40 mT/m) sehr schnell geschaltet werden müssen (Schaltzeiten
ca. 100-500 µs). Aufgrund der dadurch gegebenen hohen Ände
rungsraten der Magnetfelder werden im zu untersuchenden Pati
enten Ströme induziert, die zu peripheren Muskelstimulationen
führen können. Die Stimulation ist dabei vor allem durch den
maximalen Feldhub bestimmt. Bei gegebenen Anforderungen an
die Gradientenstärke und an die Schaltzeit kann man den Feld
hub und damit das Stimulationsrisiko nur dadurch verringern,
daß man das Linearitätsvolumen der Gradientenspule verklei
nert.
Hierzu ist es aus der DE 195 40 746 A1 bekannt, ein modulares
Gradientenspulensystem zu verwenden. Für schnelle Pulssequen
zen wird eine zentrale modulare Spule allein verwendet. Diese
weist nur ein relativ kleines Linearitätsvolumen auf. Da die
Effizienz der Spulen in etwa umgekehrt proportional zum Volu
men ist, können bei gegebener Leistung des Gradientenverstär
kers hohe Gradientenstärken und kurze Anstiegszeiten reali
siert werden. Damit ist das Meßvolumen zwar eingeschränkt, es
können jedoch schnelle Pulssequenzen realisiert werden, wobei
der Feldhub beschränkt bleibt. Beim Betrieb des MR-
Tomographiegeräts mit konventionellen Sequenzen werden zum
zentralen Teil der Spule Korrekturspulen zugeschaltet, die
das Linearitätsvolumen vergrößern, allerdings auf Kosten der
Gradienten-Performance.
Bei diesem modularen Gradientenspulensystem hat der Benutzer
nur vor Beginn der Messung die Wahl, das Gradientenspulensys
tem entweder für maximale Gradientenstärke/Gradientenan
stiegsgeschwindigkeit oder für maximales Linearitätsvolumen
zu optimieren.
In der DE 196 26 255 A1 sind verschiedene Pulssequenzen zur
lokalisierten NMR-Spektroskopie beschrieben. Dabei werden
Spoilergradienten verwendet, die zu einer Refokussierung aus
schließlich der Signale des Zielvolumens bei gleichzeitiger
Dephasierung der unerwünschten Signale führen. Ausführungen
zur Feldqualität der verwendeten Gradienten, insbesondere
auch der Spoilergradienten, sind dort nicht gemacht.
Die DE 44 22 782 A1 offenbart verschiedene aktiv geschirmte
transversale Gradientenspulen, bei denen außerhalb des Unter
suchungsvolumens in axialer Richtung weiter entfernte Windun
gen der Primär- und Sekundärspule einen kleineren radialen
Abstand zueinander besitzen. Damit wird das Gradientenfeld in
den Randbereichen abgeschwächt, wodurch physiologische Stimu
lationen bei einem Patienten vermindert werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Betrieb eines
MR-Tomographiegeräts und ein MR-Tomographiegerät anzugeben,
das noch universeller einsetzbar ist.
Diese Aufgabe wird bezüglich des Verfahrens durch die Merkma
le des Anspruchs 1, bezüglich des MR-Tomographiegeräts durch
die Merkmale des Anspruchs 10 gelöst. Durch die Umschaltbar
keit des Gradientenspulensystems in verschiedenen Meßphasen
während des Meßablaufs wird erreicht, daß die für die jeweilige
Meßphase optimale Feldqualität angewandt wird. Dem liegt
die Erkenntnis zugrunde, daß bei vielen Pulssequenzen die ge
genläufigen Anforderungen Gradientenstärke/Gradientenan
stiegsrate und Linearitätsvolumen während des Sequenzablaufs
unterschiedlich sind. Auch bei den oben definierten "schnel
len" Pulssequenzen sind die Gradientenstärke und die Gradien
tenanstiegszeiten meist hauptsächlich in der Auslesephase
kritisch. In der Phase der Spinpräparation und der Schichtan
regung ist die gute Linearität wichtiger. Durch die Umschalt
barkeit der Feldqualität bezüglich dieser Parameter während
des Sequenzablaufs kann dem Rechnung getragen werden.
Die Umschaltbarkeit der Feldqualität ist hier nicht auf die
Faktoren Linearität und Gradientenanstiegszeit/Gradienten
stärke beschränkt, sondern weiter zu sehen. In einer vorteil
haften Ausführungsform kann z. B. eine auf ein Offcenter-
Linearitätsvolumen optimierte Feldqualität wirksam sein. Eine
solche Optimierung ist z. B. bei Messungen im Schulterbereich
vorteilhaft, da hierbei außerhalb des Magnetzentrums gemessen
werden muß.
Bei Sättigungspulsen, mit denen die Spinmagnetisierung in ei
nem Volumen außerhalb des Meßvolumens gesättigt wird, ist die
Gradientenlinearität typischerweise wichtiger als die Gra
dientenstärke/Gradientenanstiegsrate, so daß man die Feldqua
lität entsprechend optimieren kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand
der Fig. 1 bis 5 näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel für eine Pulssequenz,
Fig. 2 schematisch einen Querschnitt durch ein Gradienten
rohr, wobei nur die Gradientenspulen für x- und y-
Richtung dargestellt sind.
Fig. 3 schematisch den Aufbau eines Segments einer Gradien
tenspule,
Fig. 4 Verbindungen zwischen den Anschlüssen von Primär-
und Sekundärteil eines Segments,
Fig. 5 eine Tabelle mit verschiedenen Untersuchungsarten in
Verbindung mit der jeweils erforderlichen Feldquali
tät des Gradientenfeldes.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand des EPI-Verfahrens er
läutert werden, wie es zuerst im bereits eingangs zitierten
US-Patent 41 65 479 vorgeschlagen wurde. Es ist allerdings zu
betonen, daß das EPI-Verfahren nur als Beispiel für eine
Vielzahl von Pulssequenzen steht, die mit dem nachfolgend be
schriebenen Verfahren vorteilhaft zu realisieren sind.
Der eigentlichen Meßsequenz vorangestellt ist je nach Art der
Untersuchung eine Präparationsphase A, in der die Spinmagne
tisierung präpariert wird. Dabei kann z. B. eine Sättigung der
Magnetisierung bestimmter Spins erfolgen, die dann bei der
nachfolgenden Messung kein Signal abgeben. Die Sättigung kann
z. B. spektralselektiv oder räumlich selektiv sein. Gebräuch
liche Anwendungen sind z. B. Vorsättigung bestimmter Schichten
oder die Sättigung von Fettanteilen. Diese Präparationsphase
ist nicht zeitkritisch, so daß die Feldqualität auch bei
schnellen Sequenzen auf großes Linearitätsvolumen bzw. hohe
Linearität des Gradientenfeldes optimiert sein kann. Die Sät
tigung erfolgt, wie in Fig. 1 dargestellt, z. B. durch eine
Abfolge von Hochfrequenzpulsen RF, wobei die Phasenkohärenz
durch einen starken Gradienten Gx zerstört wird.
In der nachfolgenden Meßphase B erfolgt typischerweise eine
schichtselektive Anregung, indem man einen Hochfrequenzpuls
RF unter der Wirkung eines Schichtselektionsgradienten GS
einstrahlt. Auch diese Meßphase B der Schichtanregung ist
nicht zeitkritisch, so daß man hier bei der EPI-Sequenz ebenfalls
mit großem Linearitätsvolumen bzw. hoher Linearität des
Gradienten arbeiten kann.
Die nachfolgende Meßphase C läßt sich allgemein durch eine k-
Raumpositionierung beschreiben. Im Fall der EPI-Sequenz er
folgt z. B. eine Vorphasierung in Ausleserichtung durch einen
negativen Gradienten GR, so daß das nachfolgende Signal mit
der maximalen negativen k-Raumposition in Ausleserichtung
startet. Ferner wird durch einen negativen Puls des Gradien
ten GP in Phasencodierrichtung die k-Raum-Trajektorie in Pha
sencodierrichtung ebenfalls mit dem maximalen negativen Wert
gestartet. Bei dieser Meßphase C kommt es bei schnellen Se
quenzen eher auf Geschwindigkeit als auf Linearität an, so
daß die hier angewandte Feldqualität zweckmäßigerweise auf
hohe Gradientenamplituden und kurze Schaltzeiten optimiert
wird.
In der nachfolgenden Meßphase D des Auslesens wird bei
schnellen Pulssequenzen eine Vielzahl von Kernresonanzsigna
len unter geschalteten Auslesegradienten gewonnen. Dabei kann
im Extremfall der gesamte k-Raum ohne weitere Anregung abge
tastet werden. Hierbei kommt es besonders auf hohe Gradien
tenamplituden und kurze Schaltzeiten an, so daß diese Krite
rien für die Bestimmung der Feldqualität maßgeblich sind.
Beim EPI-Verfahren wechselt der Auslesegradient GR ständig
sein Vorzeichen, so daß ständig neue Kernresonanzsignale S
erzeugt werden. Während des Vorzeichenwechsels werden kleine
Gradientenpulse (sogenannte "Blips") des Phasencodiergradien
ten GP geschaltet, so daß die k-Raumposition in Phasencodier
richtung von Signal zu Signal jeweils einen Schritt weiterge
schaltet wird.
Als Feldqualität, die während der Sequenz geändert wird,
kommt nicht nur das Linearitätsvolumen bzw. Gradientenampli
tuden und Schaltzeiten in Frage, sondern auch beliebige ande
re Feldqualitäten. Als weiteres Beispiel sei hier ein Offcen
ter-Linearitätsvolumen genannt. Es ist bekannt, daß Gradientenspulen
so ausgelegt werden können, daß das Linearitätsvo
lumen nicht in deren Zentrum liegt. Dies ist z. B. zweckmäßig,
wenn man MR-Aufnahmen von der Schulter macht, da man diese
aufgrund der beschränkten Ausdehnung der Patientenbohrung
nicht zentrisch lagern kann. Ferner gilt z. B. auch für Auf
nahmen der cervikalen oder lumbalen Wirbelsäule.
Schließlich ist die Erfindung auch anwendbar in Verbindung
mit sogenannten Teil-Gradientenspulen, die nicht das gesamte
Homogenitätsvolumen des Magneten, sondern z. B. nur den Kopf
des Patienten umfassen.
So kann man z. B. bei der Anregung bzw. Sättigung der Spinma
gnetisierung die übliche Ganzkörper-Gradientenspule und in
der Auslesephase der Kernresonanzsignale eine Teil-Gradien
tenspule, z. B. eine spezielle Kopf-Gradientenspule verwenden.
In der Tabelle nach Fig. 5 sind verschiedene Untersuchungs
arten mit einer Ganzkörper-Gradientenspule bzw. einer Teil-
Gradientenspule in Verbindung mit der jeweils erforderlichen
Feldqualität des Gradientenfeldes angegeben. Dabei erkennt
man, daß es Anwendungsfälle gibt (z. B. konventionelle Bildge
bung), bei denen es zweckmäßig ist, durchgehend mit einer
Feldqualität (in der Tabelle mit FQ1 bezeichnet) zu arbeiten,
die durch großes Linearitätsvolumen, hohe Linearität, mittle
re Gradientenamplitude und langsame Gradientenschaltzeiten
gekennzeichnet ist. Für die schnelle Bildgebung ist diese
Feldqualität jedoch nur für die Meßphasen der Spinpräparation
und der Schichtanregung optimal. Für die nachfolgenden Meß
phasen der k-Raumpositionierung und des Auslesens ist dagegen
die mit FQ2 bezeichnete Feldqualität erforderlich, die durch
hohe Gradientenamplituden, kurze Gradientenschaltzeiten,
kleines Linearitätsvolumen und niedrige Linearität gekenn
zeichnet ist.
Die Erfindung ist nicht auf das Umschalten zwischen zwei
Feldqualitäten beschränkt, z. B. kann es zwischen der Feldqualität
maximales Linearitätsvolumen/hohe Linearität/maximale
Linearität und hohe Gradientenamplituden/kurze Gradienten
schaltzeiten auch Zwischenstufen geben.
Das Umschalten zwischen mehr als zwei Feldqualitäten, wie es
mit dem Zuschalten von Zusatzspulen nach dem Stand der Tech
nik realisiert wird, erfordert mehr Freiheitsgrade bei der
Schaltbarkeit der Gradientenspulen, als dies im Stand der
Technik der Fall ist. Eine Lösung hierfür wird in den Fig.
2 bis 4 dargestellt.
Fig. 2 zeigt stark schematisiert den Aufbau eines Gradien
tenrohrs, in dem für jeden Gradienten x, y, z vier Spulen vor
gesehen sind, die sattelförmig im Gradientenrohr angebracht
sind. Der Übersichtlichkeit wegen sind nur die Gradientenspu
len für die x- und y-Gradienten dargestellt. Bei den heute
vielfach verwendeten aktiv geschirmten Gradientenspulen be
steht jede Spule wiederum aus Primär- und Sekundärlagen. In
der Schnittdarstellung nach Fig. 2 sind für jeden Gradienten
zwei Teilspulen x1, x2, y1, y2, z1, z2, jeweils mit Primärlage Prim
der Windungen und Sekundärlage Sek der Windungen sichtbar.
Bei herkömmlichen Spulen sind Primär- und Sekundärlage über
nur eine Verbindung in Reihe geschaltet. Ein mit vielen Frei
heitsgraden schaltbares Gradientenspulendesign erhält man,
wenn man einen Teil oder alle Rückleiter der Primär- und Se
kundärlagen, die an den Enden des Gradientenrohrs liegen,
entfallen läßt. Statt der Rückleiter schafft man direkte Ver
bindungen zwischen Primär- und Sekundärlage.
Fig. 3 zeigt Primär- und Sekundärlage einer Spule im aufge
klappten und abgerollten Zustand. Der mit S bezeichnete Ab
schnitt entspricht dabei der Stirnfläche des Spulenkörpers.
Auf diesen Abschnitt sind Anschlüsse für die Spulenleiter
herausgeführt und Verbindungen zwischen Primärlage Prim und
Sekundärlage Sek hergestellt. Diese Verbindungen sind ent
sprechend den oben dargestellten Erfordernissen bezüglich der
Feldqualität variabel, d. h. während des Ablaufs der Pulsse
quenz schaltbar.
In Fig. 4 ist schematisch die tatsächliche geometrische An
ordnung des Abschnitts S an der Stirnseite des Gradienten
rohrs dargestellt. Zum variablen Verbinden der Leiter von
Primärlage Prim und Sekundärlage Sek sind an geeigneter Stel
le Schaltelemente Sch vorgesehen. Diese Schaltelemente Sch
werden wegen der erforderlichen Schaltgeschwindigkeiten be
vorzugt als Halbleiterschalter ausgeführt. Von einer die
Pulssequenz steuernden Anlagensteuerung A werden diese Halb
leiterschalter Sch entsprechend der jeweils geforderten Feld
qualität angesteuert. Damit gelingt es, auch während des Ab
laufs einer Meßsequenz die jeweils optimale Feldqualität be
reitzustellen.
Zur Optimierung der Gradientenspulen auf verschiedene Feld
qualitäten können allgemeine Designverfahren verwendet wer
den, wie sie z. B. in der US-Patentschrift 5,309,107 beschrie
ben sind.
Claims (14)
1. Verfahren zum Betrieb eines MR-Tomographiegeräts mit einem
Gradientenspulensystem, das während einer Pulssequenz auf un
terschiedliche Feldqualitäten umgeschaltet werden kann, wobei
in mindestens einer der Meßphasen
- - Spinpräparation
- - Schichtanregung
- - k-Raumpositionierung
- - Auslesen
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei in mindestens einer Meß
phase eine auf maximale Linearität des Gradientenfeldes aus
gerichtete Feldqualität wirksam ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei in mindestens ei
ner Meßphase eine auf kurze Gradientenschaltzeiten und/oder
hohe Gradientenamplituden optimierte Feldqualität wirksam
ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei in min
destens einer Meßphase eine auf ein Offcenter-Linearitäts
volumen optimierte Feldqualität wirksam ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei in der
Phase der Schichtanregung eine auf ein großes Homogenitätsvo
lumen ausgerichtete Feldqualität wirksam ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei in der
Spinpräparationsphase eine Sättigung der Spinmagnetisierung
erfolgt und wobei hierbei eine auf maximale Linearität des
Gradientenfeldes ausgerichtete Feldqualität angewandt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei in der
Auslesephase eine auf hohe Gradientenamplituden optimierte
Feldqualität wirksam ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei in der
Auslesephase eine auf eine maximale Linearität des Gradien
tenfeldes optimierte Feldqualität wirksam ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei in min
destens einer Meßphase eine Ganzkörper-Gradientenspule und in
mindestens einer anderen Meßphase eine Teil-Gradientenspule
aktiv ist.
10. MR-Tomographiegerät mit einem Gradientenspulensystem
(1a, 1b), das Schalter (4) aufweist, mit denen unterschiedli
che Feldqualitäten des Gradientenspulensystems schaltbar
sind, sowie mit einer Steuereinrichtung (5), die diese Schal
ter (4) während des Ablaufs einer Pulssequenz ansteuert.
11. MR-Tomographiegerät nach Anspruch 10, wobei das Gradien
tenspulensystem (1a, 1b) in einem Schaltzustand auf ein großes
Linearitätsvolumen optimiert ist.
12. MR-Tomographiegerät nach einem der Ansprüche 10 oder 11,
wobei das Gradientenspulensystem (1a, 1b) in einem Schaltzu
stand auf hohe Gradientenamplituden und kurze Schaltzeiten
optimiert ist.
13. MR-Tomographiegerät nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
wobei das Gradientenspulensystem in einem Schaltzustand auf
ein Offcenter-Linearitätsvolumen optimiert ist.
14. MR-Tomographiegerät nach einem der Ansprüche 10 bis 13,
wobei eine Schaltvorrichtung vorgesehen ist, mit der während
des Ablaufs einer Pulssequenz wahlweise ein Ganzkörper-Gra
dientensystem oder ein Teil-Gradientensystem ansteuerbar ist.
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| DE19851583A1 (de) | 2000-05-18 |
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