DE19829093C1 - Verfahren zur Herstellung von Schachtunterteilen aus Beton und Halbzeug aus Steinzeug hierfür - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schachtunterteilen aus Beton und Halbzeug aus Steinzeug hierfür

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    • E03FSEWERS; CESSPOOLS
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Abstract

Bei einem Verfahren zur Herstellung von Schachtunterteilen aus Beton wird das Gerinne mit Steinzeugabschnitten ausgekleidet, die jeweils aus einem Halbzeug mit halbringförmigem Querschnitt geschnitten werden. Die Steinzeugabschnitte werden hierbei aus einem Halbzeug geschnitten, welches die Form eines halben Hohl-Torus hat, der entlang einer senkrecht zu seiner Torusachse verlaufenden Mittelebene geteilt ist.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Schachtunterteilen aus Beton oder dgl., mit einem Gerinne, welches mit Steinzeugabschnitten ausgekleidet wird, wobei die Steinzeugabschnitte jeweils aus einem Halbzeug mit halbringförmigem Querschnitt geschnitten werden.
Die Erfindung betrifft ferner ein Halbzeug aus Stein­ zeug zur Herstellung von Gerinneauskleidungen in Schachtunterteilen aus Beton oder dgl., wobei das Halbzeug einen halbringförmigen Querschnitt aufweist.
Zur Herstellung von Gerinneauskleidungen in Schacht­ unterteilen werden bisher gerade Rohre verwendet, die der Länge nach halbiert sind. Auf diese Weise entsteht ein Halbzeug mit einem halbringförmigen Querschnitt nach Art eines halben Hohlzylinders oder halben Rohres. Aus diesem halben Hohlzylinder werden durch Schnitte, die schräg zur Zylinderachse geführt werden, keilförmige Steinzeugabschnitte geschnitten. Zur Auskleidung eines bogenförmig gekrümmten Gerinnes werden mehrere derartige keilförmige Steinzeugabschnitte aneinandergesetzt. Zur Herstellung eines Bogens mit 100 gon (= Neugrad) werden z. B. sechs keilförmige Steinzeugabschnitte aneinandergesetzt. Das Schneiden einer größeren Anzahl von Steinzeugabschnitten erfor­ dert ebenso wie das Aneinandersetzen derselben einen erheblichen Arbeitsaufwand. Das Aneinandersetzen der Steinzeugabschnitte muß sehr sorgfältig erfolgen, damit zwischen den Steinzeugabschnitten keine Stufen entstehen. Trotzdem sind zwischen den einzelnen Steinzeugabschnitten unerwünschte Fugen im Wasserlauf vorhanden. Beim Schneiden der Steinzeugabschnitte entsteht außerdem verhältnismäßig viel Verschnitt.
Aus dem DE-GM 19 53 997 und der DE 85 06 249 U1 ist die Verwendung von im Profil halbringförmigen Halbrohren bekannt, welche zur Auskleidung von geradlinig verlaufenden Gerinnen in Schachtunterteilen aus Beton dienen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Schachtunterteilen aus Beton oder dgl. mit einem Gerinne der eingangs erwähnten Art aufzuzeigen, welches vor allem weniger Arbeitsaufwand erfordert und die Herstellung eines hochwertigen Gerinnes mit wenig Fugen ermöglicht. Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, ein Halbzeug aus Steinzeug zur Herstellung von Gerinneauskleidungen in Schachtunterteilen aus Beton oder dgl. zu schaffen, aus dem mit geringem Arbeitsaufwand und geringem Verschnitt Steinzeugabschnitte für derartige Gerinneauskleidungen herstellbar sind.
Das Verfahren ist nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die Steinzeugabschnitte aus einem Halbzeug geschnitten werden, welches die Form eines halben Hohl-Torus hat, der entlang einer senkrecht zu seiner Torusachse verlaufenden Mittelebene geteilt ist.
Das Halbzeug aus Steinzeug zur Herstellung von Gerinneauskleidungen in Schachtunterteilen aus Beton oder dgl. ist nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß das Halbzeug die Form eines halben Hohl-Torus hat, der entlang einer senkrecht zu seiner Torusachse verlaufenden Mittelebene geteilt ist.
Die Form des Halbzeuges läßt sich, wie die beiliegenden Fig. 1 und 2 zeigen, zeichnerisch leicht darstellen, jedoch nur umständlich beschreiben. Man könnte die Form des Halbzeuges auch als kreisringförmige Halbschale aus Steinzeug bezeichnen. Wenn bei der Herstellung von Schachtunterteilen aus Beton die Steinzeugabschnitte aus einem derartigen Halbzeug geschnitten werden, dann ist in der Regel zur Herstellung eines bogenförmigen Gerinnes nur ein einziger Steinzeugabschnitt erforder­ lich, der sich über den ganzen Bogenwinkel des Gerinne­ bogens erstreckt, wie es anhand der Fig. 3 und 4 nachstehend noch näher erläutert wird. Zum Herausschnei­ den eines derartigen bogenförmigen Steinzeugabschnittes aus dem Halbzeug sind für den ersten Steinzeugabschnitt zwei Schnitte und für jeden weiteren Steinzeugabschnitt nur noch ein Schnitt erforderlich. Der Arbeitsaufwand beim Zuschneiden ist geringer und der Zuschnitt kann automatisch entsprechend dem jeweiligen Bogenwinkel erfolgen. Außerdem erfordert der Einbau eines einzigen bogenförmigen Steinzeugabschnittes einen weit geringeren Arbeitsaufwand als das Zusammensetzen mehrerer keilför­ miger Steinzeugabschnitte. Es entstehen auch viel weniger Fugen im Wasserlauf. Schließlich entsteht auch weniger Verschnitt. Das erfindungsgemäße Halbzeug läßt sich aus dem üblichen Material, aus dem Steinzeug gefertigt wird, nämlich Ton, herstellen und weist auch beim Brennen eine ausreichende Formbeständigkeit auf, weil es aus einem in sich geschlossenen halben Hohl-Torus bzw. einer kreisringförmigen Halbschale besteht.
Die Erfindung wird anhand von in der Zeichnung darge­ stellten Ausführungsbeispielen in folgendem näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt des Halbzeuges nach der Linie I-I der Fig. 2,
Fig. 2 eine Draufsicht,
Fig. 3 und 4 Horizontalschnitte von Schachtunterteilen mit in unterschiedlichen Winkeln zueinander angeordneten Anschlüssen und entsprechenden Gerinnen.
In der Zeichnung ist in Fig. 1 und 2 ein Halbzeug 1, bestehend aus Steinzeug, zur Herstellung von Gerinne­ auskleidungen in Schachtunterteilen aus Beton oder dgl. dargestellt. Anhand der Fig. 1 kann man erkennen, daß das Halbzeug 1 einen halbringförmigen Querschnitt auf­ weist. Der Innendurchmesser DN entspricht dem Nenn­ durchmesser des ausgekleideten Gerinnes. Das Halbzeug 1 hat die Form eines halben Hohl-Torus, der entlang einer senkrecht zu der Torusachse A verlaufenden Mittelebene M-M geteilt ist. Der mittlere Torusdurchmesser D sollte dabei mindestens doppelt so groß sein, wie der Innen­ durchmesser DN des halbkreisförmigen Querschnittes. Unter mittlerem Torusdurchmesser wird das diametrale Maß von dem Mittelpunkt des Innendurchmessers DN auf der einen Seite des Halb-Torus bis zum Mittelpunkt des Innendurchmessers auf der anderen Seite des Halb- Torus verstanden. Wenn also DN beispielsweise 250 mm beträgt, dann sollte D mindestens 500 mm groß sein.
In Fig. 3 und 4 ist jeweils ein Schachtunterteil 2 dargestellt, welches beispielsweise gemäß Fig. 3 zwei Anschlußöffnungen 3, 4 aufweist, die in einem Winkel β von 100 gon zueinander angeordnet sind. Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel be­ trägt der Winkel β1 zwischen den Anschlußöffnungen 3, 4 150 gon. Zur Herstellung der Gerinneauskleidung werden nun zunächst in üblicher Weise zwei Steinzeug­ abschnitte benötigt, die aus einem geraden Halbzeug aus Steinzeug gefertigt sind. Bei diesem nicht dar­ gestellten Halbzeug handelt es sich um ein entlang seiner Achse in zwei Halbschalen geteiltes Steinzeug- Rohr, wobei die Steinzeugabschnitte 5 von diesem Rohr durch quer zur Achse verlaufende Schnitte abgeschnit­ ten sind. Zwischen diese geraden Steinzeugabschnitte 5 muß ein bogenförmiger Steinzeugabschnitt 6 eingesetzt werden. Dieser wird aus dem in Fig. 1 und 2 darge­ stellten Halbzeug durch zwei Schnitte herausgetrennt, die in einem Winkel µ von 100° radial zur Achse A verlaufen. Die Halbzeugschalen 5 und 6 werden unter Verwendung von Feinmörtel in das aus Beton bestehende Rohgerinne des Schachtunterteiles 2 eingesetzt. Wie man aus Fig. 3 erkennen kann, besteht der gesamte bogenförmige Steinzeugabschnitt 6 aus einem einzigen Stück, während er früher aus mehreren kleineren Ab­ schnitten, z. B. sechs Abschnitten, zusammengesetzt werden mußte. Unter Verwendung des erfindungsgemäßen Halbzeuges entstehen also bei dem in Fig. 3 und 4 dargestellten Gerinne im bogenförmigen Steinzeugab­ schnitt 6 überhaupt keine Fugen und es sind nur Fugen 7 an denjenigen Stellen vorhanden, an denen der bogenförmige Steinzeugabschnitt 6 an die beiden geraden Steinzeugabschnitte 5 angrenzt. Da der bogen­ förmige Steinzeugabschnitt 6 aus einem einzigen Teil besteht, ist der Arbeitsaufwand beim Einbau in das Rohgerinne wesentlich geringer. Im übrigen kann der Steinzeugabschnitt 6, wenn der Winkel β zwischen den Anschlußöffnungen 3, 4 bekannt ist, automatisch zu­ geschnitten werden, denn der Winkel µ entspricht jeweils dem Komplementärwinkel, d. h. der Differenz zwischen 200 gon minus β.
Dementsprechend wird zur Herstellung einer Gerinne­ auskleidung gemäß Fig. 4 ein bogenförmiger Steinzeug­ abschnitt 6' aus dem Halbzeug 1 herausgeschnitten, dessen Bogenwinkel µ1 200 gon minus β1, d. h. 200 minus 150 = 50 gon, entspricht. Im übrigen wurden in Fig. 4 für Teile gleicher Funktion die gleichen Bezugszeichen verwendet wie in Fig. 3, so daß die vorstehende Beschreibung bezüglich dieser Bezugszeichen sinngemäß zutrifft.
Ausnahmsweise kann der bogenförmige Steinzeugabschnitt 6 bzw. 6' auch aus zwei Teilen bestehen, nämlich dann, wenn man Rest-Steinzeugabschnitte, die beim Zerschnei­ den des Halbzeuges 1 übrig bleiben, weiterverwenden will. Auf diese Weise bleibt dann kein Verschnitt übrig.
Für Gerinneauskleidungen mit anderen Nenndurchmessern DN werden geometrisch ähnliche Halbzeuge mit entsprechend größeren oder kleineren Maßen von DN und D verwendet.
Durch die Erfindung soll auch ein Schachtunterteil 2 geschützt werden, welches nach einem der Verfahrens­ ansprüche unter Verwendung des in Fig. 1 dargestell­ ten Halbzeuges 1 hergestellt ist.

Claims (6)

1. Verfahren zur Herstellung von Schachtunterteilen aus Beton oder dgl., mit einem Gerinne, welches mit Steinzeugabschnitten ausgekleidet wird, wobei die Steinzeugabschnitte jeweils aus einem Halbzeug mit halbringförmigem Querschnitt geschnitten werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Steinzeugabschnitte aus einem Halbzeug geschnitten werden, welches die Form eines halben Hohl-Torus hat, der entlang einer senkrecht zu seiner Torusachse verlaufenden Mittel­ ebene geteilt ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steinzeugabschnitte aus einem Halbzeug geschnitten werden, bei dem der mittlere Torus- Durchmesser mindestens doppelt so groß ist, wie der Innendurchmesser des halbringförmigen Quer­ schnittes bzw. der Nenndurchmesser des Gerinnes.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Halbzeug ein bogenförmiger Steinzeug­ abschnitt durch radial zur Torusachse (A) verlau­ fende Schnitte herausgeschnitten wird, die unter einem Bogenwinkel (µ, µ1) zueinander geführt werden, der 200 gon minus dem zwischen den Anschlußöffnungen (3, 4) des Schachtunterteils (2) eingeschlossenen Winkels (β, β1) ist.
4. Schachtunterteil aus Beton oder dgl. mit einem Gerinne, welches mit Steinzeugabschnitten ausge­ kleidet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Schachtunterteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3 hergestellt ist.
5. Halbzeug aus Steinzeug zur Herstellung von Gerinne­ auskleidungen in Schachtunterteilen aus Beton oder dgl., wobei das Halbzeug einen halbringförmigen Querschnitt aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Halbzeug (1) die Form eines halben Hohl-Torus hat, der entlang einer senkrecht zu seiner Torus­ achse (A) verlaufenden Mittelebene (M-M) geteilt ist.
6. Halbzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Torus-Durchmesser (D) mindestens doppelt so groß ist, wie der Innendurchmesser (DN) des halbringförmigen Querschnittes bzw. der Nenndurch­ messer des Gerinnes.
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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1953997A1 (de) * 1969-10-27 1971-05-06 Transformatoren Union Ag Anordnung zur UEberwachung parallelgeschalteter Transformatoren
DE8506249U1 (de) * 1985-03-05 1985-05-09 Bülter, Bernd, 3076 Landesbergen Abdeckung für eine Berme

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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