DE19812243A1 - Elemente einer Einhausung für Trockentransformatoren und deren Anordnung - Google Patents
Elemente einer Einhausung für Trockentransformatoren und deren AnordnungInfo
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Abstract
Verbesserung der Kühlung von Trockentransformatoren durch Erhöhung des Wärmeaufnahmefähigkeit der Kühlluft bei gleichzeitiger Verbesserung der Wärmestrahlungsbilanz.
Description
Trockentransformatoren geben die in ihnen als Folge des Stromflusses entstehende
Wärme als Wärmestrahlung und, bei Berührung mit der Umgebungsluft, als an diese
abgeleitete Wärme ab.
Wärmeabstrahlung erfolgt hauptsächlich durch die Oberspannungswicklungen, die die
Unterspannungswicklungen und den Kern umschließen, während die Unterspannungs
seite auf Kühlkanäle angewiesen ist.
Ist es bei der Wärmeabstrahlung hauptsächlich die Oberflächentemperatur der
abstrahlenden Körper und die sich aus dem Temperaturunterschied des Wärme
abstrahlenden und Wärmestrahlung aufnehmenden Körpers, der die Wärmebilanz
bestimmt, so ist es bei der an die durch die Kühlkanäle strömenden Luft abgegebenen
Wärme die Wärmeaufnahmefähigkeit der Luft, die dafür verantwortlich ist, ob die
entstehende Wärme rasch genug abgeführt wird. Befinden sich sowohl die angestrahlten
Körper als auch die Kühlluft auf einem niedrigen Temperaturniveau, kann der
Transformator stärker belastet werden, als wenn diese sich auf einem hohen
Temperaturniveau befinden.
Dadurch daß man kühle Luft an den Transformator heranführt und die erwärmte Luft
abführt, versucht man insbesondere die thermisch stärker belasteten Unterspannungs
wicklungen zu kühlen.
Da jedoch Trockentransformatoren nicht berührungssicher sind und außerdem gegen
Staub und Sprühwasser geschützt werden sollen, was gewöhnlich durch sogenannte
IP-Einhausungen geschieht, ist die Heranführung von Kühlluft erschwert und erfordert
einen erheblichen Aufwand und oft auch erhebliche Kosten.
Es soll zumindest ein die Kühlung beeinflussender Faktor, wenn möglich mehrere
Faktoren, durch die praktische Nutzung eines bisher nicht zu dem gedachten Zweck
genutzten physikalischen Gesetzes verbessert werden, wodurch sich eine Leistungs
steigerung des Transformators ergibt.
Theoretische Voraussetzungen:
- 1. Es ist bekannt, daß die Hauptbestandteile der Luft, Stickstoff und Sauerstoff,
sehr schlechte Wärmeträger und für Wärmestrahlung praktisch durchlässig sind.
Eine Reihe von Gasen, insbesondere Kohlendioxid und Wasserdampf, nehmen
dagegen Strahlungswärme auf und strahlen diese ab.
Ein hoher Anteil von Wasserdampf in ungesättigtem Zustand in der Kühlluft eines Transformatores würde die Wärmeaufnahmefähigkeit derselben also verbessern. - 2. Es ist bekannt, daß Wasser eine sehr hohe Verdampfungswärme besitzt. Sie beträgt bei Normaldruck - 2256,7 kJ/kg oder 539 kcal/kg oder 627 Wh/kg.
Dadurch daß man Wasser in der zur Kühlung bestimmten Luft verdampfen läßt, entzieht
man der Luft Wärme.
Aus (1) und (2) ergibt sich, daß die Kühlluft, in der Wasser verdampft wurde,
- (1) mit Wasserdampf angereichert wurde;
- (2) sich abgekühlt hat.
Läßt man die so veränderte Luft durch die Kühlkanäle des Transformators und an ihm
entlang nach oben strömen, erhöht sich die Kühlleistung
- (1) aufgrund der niedrigeren Ausgangstemperatur der Kühlluft und
- (2) aufgrund der wegen des erhöhten Wasserdampfanteils erhöhten Wärmeauf nahmefähigkeit; letztere führt wegen der stärkeren Temperaturerhöhung zu einer stärkeren Ausdehnung der Kühlluft in Kühlkanälen und damit zu einer erhöhten Strömungsgeschwindigkeit.
Von der Annahme ausgehend, daß auch die angefeuchtete Luft untersättigt ist und nicht
auf kalte Stellen am Transformator auftrifft, wo es zu Kondensation kommen könnte,
ergeben sich aus der Luftbefeuchtigung keine isoliertechnischen Nachteile.
Es wurde oben erwähnt, daß die Wirksamkeit der Kühlung der Oberspannungs
wicklungen gleichbedeutend ist mit einer günstigen Wärmestrahlungsbilanz. Dies heißt
nichts anderes, als daß die Wärmestrahlung um so wirksamer ist, je kühler die
angestrahlten Oberflächen.
Im Sinne der obigen Problemstellung bedeutet dies, daß man einen Weg finden muß,
gleichzeitig mit der Luftkühlung und -befeuchtung auch die angestrahlten Oberflächen
zu kühlen.
Diese Forderung, auf eine IP-Einhausung bezogen konstruktiv umzusetzen, ist die
erfinderische Herausforderung.
Die IP-Einhausung hat neben den üblichen Forderungen, die in ihren Abstufungen in
der DIN 400 50 festgelegt sind, im Sinne der vorliegenden Zielsetzung außerdem
- - für Kühlluft durchlässig zu sein;
- - die Kühlluft abzukühlen;
- - die Kühlluft mit Wasserdampf anzureichern;
- - eine kühle Oberfläche anzubieten, die die Wärmestrahlungsbilanz signifikativ verbessert.
Die sich kühlende Einhausung besteht aus einem tragenden Rahmen oder einer
selbsttragenden und entweder perforierten oder mit Belüftungsschlitzen oder -öffnungen
versehenen inneren Konstruktion, z. B. aus Metall oder Kunststoff, an deren Außenseite
und diese umhüllend in einem günstigen Abstand eine Textilaußenhaut angebracht ist,
die je nach Transformatorenlast oder -temperatur auf geeignete Weise befeuchtet
werden kann. Um einen stetigen und gerichteten Luftstrom zum Transformator hin zu
bewirken, ist das textile "Zelt", das z. B. aus Kunstfasergewebe bestehen kann, so zu
gestalten und auszurüsten, daß die von einem starken Ventilator aus dem Bereich über
dem Transformator abgesaugte Luft gezwungen ist, den Weg über den Transformator
und seine Kühlkanäle zu nehmen. Dies geschieht am einfachsten dadurch, daß der
Luftraum zwischen der textilen Umhüllung und dem inneren Teil der Einhausung durch
seine Gestaltung zur Schaffung der gewünschten Luftrichtung beiträgt und die innere
Einhausung im gleichen Sinn wirkende gestalterische Elemente aufweist.
Von der Annahme ausgehend, ein Trockentransformator gebe pro Stunde 2 kWh
Verlustwärme ab, würde allein durch die Verdampfung von ca. 3 Liter Wasser und die
dadurch verursachte Abkühlung der Kühlluft eine den Verlusten entsprechende
Verbesserung der Kühlleistung erzielt. Da jedoch auch die Umgebung des Transfor
mators auf die Einhausung Wärme abstrahlt, ist der Nutzeffekt wesentlich geringer.
Claims (1)
- Elemente einer Einhausung für Trockentransformatoren und deren Anordnung, dadurch gekennzeichnet, daß die Einhausung rundum von Umgebungsluft durchströmt werden kann, diese sich beim Durchströmen eines ständig oder lastabhängig mit Wasser befeuchteten äußeren benetzungsfanigen Mantels abkühlt und befeuchtet und die abgekühlte und befeuchtete Luft so geführt wird, daß sie die von den Oberspannungswicklungen angestrahlten Festkörperoberflächen ständig abkühlt und von unten in die Kühlkanäle der einzelnen Transformatorenschenkel eintritt und bei Austritt aus den Kühlkanälen abgesaugt und hinweggeführt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998112243 DE19812243A1 (de) | 1998-03-20 | 1998-03-20 | Elemente einer Einhausung für Trockentransformatoren und deren Anordnung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1998112243 DE19812243A1 (de) | 1998-03-20 | 1998-03-20 | Elemente einer Einhausung für Trockentransformatoren und deren Anordnung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19812243A1 true DE19812243A1 (de) | 1999-09-23 |
Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1998112243 Withdrawn DE19812243A1 (de) | 1998-03-20 | 1998-03-20 | Elemente einer Einhausung für Trockentransformatoren und deren Anordnung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19812243A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2346052A1 (de) | 2010-01-16 | 2011-07-20 | ABB Technology AG | Gehäuse für eine elektrische Maschine |
-
1998
- 1998-03-20 DE DE1998112243 patent/DE19812243A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
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| EP2346052A1 (de) | 2010-01-16 | 2011-07-20 | ABB Technology AG | Gehäuse für eine elektrische Maschine |
| US8525628B2 (en) | 2010-01-16 | 2013-09-03 | Abb Technology Ag | Housing for an electric machine |
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