DE19782017B4 - Verfahren und Computersystem zur Durchführung einer Burst-Leseoperation eines Bus-Masters aus einem Systemspeicher - Google Patents

Verfahren und Computersystem zur Durchführung einer Burst-Leseoperation eines Bus-Masters aus einem Systemspeicher Download PDF

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Abstract

Verfahren zum Durchführen einer Burst-Leseoperation eines Bus-Masters (150) aus einem Systemspeicher (130) in einem Computersystem (100), wobei der Bus-Master an einem Systembus (170) angeordnet ist, wobei die Burst-Leseoperation mehrere Leseoperationen umfaßt, die verschiedenen Adressen des Systemspeichers entsprechen, wobei:
a) die Burst-Leseoperation von dem Bus-Master durch Anlegen einer Adresse und eines Steuersignals (FRAME#) an den Systembus initiiert wird (510);
b) von einer Speichersteuer- und Brückeneinrichtung (140) das Anlegen des Steuersignals (FRAME#) erfasst wird und eine der ersten Adresse entsprechende Seite des Systemspeichers von der Speichersteuer- und Brückeneinrichtung (140) in Erwiderung des Erfassens (detecting) des Anlegens des Steuersignals an die Speichersteuer- und Brückeneinrichtung (140) geöffnet wird (520), wobei die Seite geöffnet bleibt, solange das Steuersignal (FRAME#) anliegt und kein Seitenwechsel auftritt;
c) von dem Bus-Master durch Wegnehmen des Steuersignals der Abschluß der Burst-Leseoperation angezeigt wird (550); und
d) von der Speichersteuer- und Brückeneinrichtung (140) das Wegnehmen des Steuersignals...

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Durchführen einer Burst-Leseoperation eines Bus-Masters aus einem Systemspeicher eines Computersystems und ein Computersystem zur Durchführung des Verfahrens.
  • Eine Art bekannter Computersysteme weist einen Mikroprozessor auf, der mit einem externen Cache-Speicher, einem Systemspeicher und verschiedenen Peripherie-Einrichtungen, die sich an einem Systembus aufhalten, verbunden ist. Der Mikroprozessor kommuniziert mit dem Cache-Speicher, dem Systemspeicher und den Peripherie-Einrichtungen über ein Chip, das als Speichersteuereinrichtung und Brücke zu dem Systembus agiert. Der Speichersteuereinrichtungsabschnitt des Chip koordiniert die Datenübertragungen zu und von diesen Speicherkomponenten bei Anforderung durch den Mikroprozessor oder die Peripherie-Einrichtungen.
  • 1 veranschaulicht ein bekanntes Computersystem, das ein Speichersteuereinrichtungschip benutzt. Der Mikroprozessor 110 ist mit einem externen Cache-Speicher 120 und einem Systemspeicher 130 gekoppelt, die sich an einem Wirtsbus 160 befinden. Der Wirtsbus 160 ist mit einem Speichersteuereinrichtungs- und Brücken-Chip ("Speicher-Controller") 140 verbunden. Ein zweiter Bus, der Systembus 170, ist mit dem Speicher-Controller 140 verbunden. Der Speicher-Controller 150 fungiert als Brücke zwischen dem Mikroprozessor 110 und dem Bus-Master 150. Der Bus-Master 150 repräsentiert eine Peripherie-Einrichtung, die mit dem Systembus 150 gekoppelt ist. Beispielsweise kann der Bus-Master 150 Einrichtungen, wie beispielsweise Small-Computer-System-Interconnect(SCSI)-Steuereinrichtungen, einen Graphikbeschleuniger oder Ergänzungsplatinen, umfassen.
  • Der Speicher-Controller 140 behandelt Datenübertragungsanforderungen zu und von sowohl dem Mikroprozessor 110 als auch dem Bus-Master 150. Der Mikroprozessor 110 kann entweder auf den externen Cache-Speicher 120 oder den Systemspeicher 130 zugreifen. Der Bus-Master 150 kann auf die Systemspeichereinrichtung 130 zugreifen. Der Speicher-Controller 140 empfängt eine Lese- oder Schreibanforderung entweder von dem Mikroprozessor 110 oder von dem Bus-Master 150 und bestimmt, ob eine dieser Einrichtungen die Quelle oder das Ziel ist. Der Mikroprozessor gibt eine Lese- oder eine Schreibanforderung unter Verwendung von Standard-Mikroprozessorzeitgaben aus, und der Bus-Master gibt eine Lese- oder eine Schreibanforderung so aus, wie es durch die Protokollregeln für den Systembus 170 definiert ist. Beispielsweise kann der Systembus 170 das Peripheriekomponentenverbindungs(PCI)-Protokoll benutzen, wie es in der PCI Local Bus Specification, Rev. 2.1 (Juli 1995) beschrieben ist, die von der PCI Special Interest Group (SIG) in Hillsboro, Oregon, erhältlich ist.
  • Eine Art eines bekannten Speicher-Controllers 140 enthält die folgenden Funktionsblöcke: Eine Mikroprozessorschnittstelle 142 zum Kommunizieren mit dem Mikroprozessor 110, eine Cache-Steuereinrichtung 141 zum Kommunizieren mit dem externen Cache-Speicher 120, eine Systemspeichersteuereinrichtung 143 zum Kommunizieren mit dem Systemspeicher 130 und eine Bus-Steuereinrichtung 144 zum Kommunizieren mit dem Systembus 170. Diese Funktionskomponenten des Speicher-Controllers sind üblicherweise auf einem Chip einer integrierten Schaltung enthalten. Alternativ teilen einige Hersteller die Funktionen auf mehr als ein Chip auf.
  • Bei einem typischen Datenlesen empfängt der Speicher-Controller 140 Lesekommandos von dem Mikroprozessor 110 oder dem Bus-Master 150. Der Speicher-Controller 140 bestimmt (1) die "Quelle", d. h. die die angeforderten Daten enthaltende Einrichtung, und (2) die Adresse innerhalb der Einrichtung, an welcher die Daten zu finden sind. Wenn als Quelle der Systemspeicher 130 bestimmt wird, legt der Speicher-Controller 140 Signale an, um die Datenübertragung auf dem Speicherbus 180 zu steuern.
  • Üblicherweise weist der Systemspeicher 130 dynamischen Speicher mit wahlfreiem Zugriff (DRAM) auf. Der Systemspeicher 130 kann beispielsweise synchrone oder asynchrone DRAM enthalten. Synchrone DRAMs verbessern die Systemleistung gegenüber asynchronen DRAMs, sind aber üblicherweise teurer. Jüngst wurde eine weitere Art DRAM für Computersystemplattformen verwendet. Der Erweiterte-Datenausgabe(EDO)-DRAM verbessert theoretisch die Systemleistung bei relativ geringen Kosten im Vergleich zu Seitenmodus-DRAM-Bauelementen.
  • Zwei Signale auf dem Speicherbus 180 werden verwendet, um den Systemspeicher 130 in Vorbereitung eines Datenlesens freizugeben. Der DRAM wird folglich in zwei Stufen adressiert. Zunächst wird eine bestimme Zeile adressiert und dann eine Spalte innerhalb der Zeile. Eine Zeile wird adressiert, indem eine Adresse auf dem Speicherbus 180 bei Anlegen eines Zeilenadreß-Strobe(RAS#)-Signals latch-gespeichert wird. Dann wird auf eine Adresse innerhalb der Zeile zugegriffen, indem die Spaltenadresse auf dem Speicherbus 180 mit einem Spaltenadreß-Strobe(CAS#)-Signal latch-gespeichert wird. Die Speicherzeile, auf die durch die beim Anlegen des RAS#-Signals latch-gespeicherte Adresse zugegriffen wird, wird oftmals als "Seite" des Speichers bezeichnet. Die Seite wird solange als geöffnet angesehen, wie das Signal RAS# angelegt ist. In Abhängigkeit von dem speziell verwendeten DRAM-Bauelement kann die Seite von irgendeiner Größe sein. Beispielsweise kann eine typische Seite 2 oder 4 Kilobyte aufweisen.
  • Computersysteme erfahren oftmals erhebliche Leistungsrückschläge immer dann, wenn sie auf den Systemspeicher zugreifen. Es gibt eine Verzögerung bei der Systemspeicherzugriffszeit infolge des Anlegens und der Wegnahme des RAS#-Signals. Dies ist der Fall, weil jedesmal dann, wenn das RAS#-Signal angelegt wird, es eine bestimmte Anzahl von Takten braucht, bis die DRAM-Seite anschließend verfügbar wird. Darüber hinaus muß, nachdem das Signal RAS# weggenommen worden ist, das RAS#-Signal für eine vorgegebene Zeitdauer vor-aufgeladen werden, bevor es erneut angelegt werden kann. Folglich tritt jedesmal dann, wenn das RAS#-Signal weggenommen wird, eine Verzögerung auf, bevor das Signal RAS# erneut angelegt werden kann.
  • Eine Art bekannter Speicher-Controller versucht, die Systemspeicherzugriffszeit zu senken, indem die Aktivität auf dem Speicherbus 180 überwacht wird, und dementsprechend das RAS#-Signal weggenommen wird, wenn der Speicherbus inaktiv ist. Somit startet der Speicher-Controller das Vor-Aufladen für einen späteren Speicherzugriff pro-aktiv. Jedoch kann dieses Verfahren einen Leistungsrückschlag verursachen, wenn der Speicherbus 180 inmitten eines Burst-Speicherlesens inaktiv wird.
  • Beispielsweise gibt es Zeiten, zu denen der Speicherbus 180 untätig wird, weil der Systembus 170 Daten nicht schnell genug empfängt. Der Speicherbus ist doppelt so schnell wie der Systembus 170, da der Speicherbus 64 Bit breit und der Systembus 32 Bit breit ist. Folglich müssen Daten aus dem Systemspeicher 130 gelesen und in einem Puffer in dem Speicher-Controller 140 gespeichert werden. Dann fertigt der Speicher-Controller 140 die Daten aus dem Puffer an dem Systembus 170 ab. Der Speicherbus 180 wird untätig, wenn der Puffer in dem Speicher-Controller 140 voll ist. Dann wird die Seite in dem Systemspeicher 130 inmitten einer Leseoperation geschlossen.
  • Ein weiterer Fall, bei dem der Speicherbus 180 inaktiv wird, liegt dann vor, wenn ein Cache-Treffer auftritt und eine Rückschreiben durchgeführt wird. Der Speicher-Controller 140 führt Cache-Snoop-Operationen parallel zu einem Lesen aus dem Systemspeicher 130 aus. Ein interner Cache innerhalb des Mikroprozessors 110 wird einer Snoop-Operation unterzogen, und ebenso wird der externe Cache-Speicher 120 einer Snoop-Operation unterzogen. Sofern die Snoop-Operation feststellt, daß ein Rückschreiben in den Systemspeicher 130 erforderlich ist, werden die Daten sowohl zu dem Systemspeicher 130 als auch dem Systembus 170 geschrieben. Das Rückschreiben in den Systemspeicher 130 kann viel schneller als das Rückschreiben zu dem Systembus 170 erfolgen, was ein Untätig-werden des Speicherbusses 180 verursacht. Wiederum wird die Seite im Systemspeicher 130 inmitten einer Leseoperation geschlossen.
  • EP 0 692 764 A1 beschreibt die Kopplung eines Systembusses (PCI-Bus) über eine PCI-Brücke und eine Speichersteuereinrichtung mit einem Systemspeicher (DRAM-Bänke). Mit dem Systembus (PCI-Bus) kann ein Bus-Master gekoppelt werden, der eine Burst-Leseoperation aus dem Systemspeicher anfordern kann. In einer Adressierphase eines Burst-Zyklus wird zunächst einer Speichersteuereinheit die Speicheradresse übermittelt, so daß diese daraus das Spaltenadreßsignal und das Spaltenadreß-Strobe-Signal (RAS) ableiten kann und somit die zugehörige Speicherseite öffnet. Um die mit einem Schließen und Neuöffnen einer Speicherseite verbundene Verzögerung zu verringern, legt die PCI-Brücke während der Zeit, in der sie darauf wartet, daß der PCI-Master am Systembus anzeigt, daß er bereit ist, Daten zu lesen, ein MEMWAIT-Signal an die Speichersteuereinheit an, welches diese veranlaßt, die Speicherseite geöffnet zu halten. Wenn einige Zeit später der Bus-Master am PCI-Bus anzeigt, daß er weitere Daten aufnehmen kann, wird das MEMWAIT-Signal wieder weggenommen und die MCU legt das Spaltenadreß-Strobe-Signal (CAS) an, um das Datenlesen zu bewirken. Somit wird durch Anlegen des Signals MEMWAIT die weitere Aktivität des Systemspeichers "heruntergedrosselt".
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, die Gesamtgeschwindigkeit bei Burst-Leseoperationen zu erhöhen.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 bzw. ein Computersystem mit den Merkmalen des Patentanspruchs 6 gelöst.
  • Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
  • Die vorliegende Erfindung wird beispielhaft und nicht in einschränkendem Sinne anhand der begleitenden Figuren veranschaulicht, in welchen:
  • 1 ein bekanntes Computersystem veranschaulicht.
  • 2 veranschaulicht ein Signalzeitdiagramm eines bekannten PCI-Burst-Speicherlesens.
  • 3 veranschaulicht ein Signalzeitdiagramm eines bekannten Systemspeicherlesezyklus.
  • 4 veranschaulicht eine Zeitleiste eines Burst-Speicherlesens gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
  • 5 veranschaulicht ein Prozeßablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung.
  • 6 veranschaulicht ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels einer Speichersteuereinrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
  • Es werden eine Speichersteuereinrichtung und ein Verfahren zum Zugreifen auf eine Seite des Systemspeichers beschrieben. In der folgenden Beschreibung werden zahlreiche spezielle Details angegeben, wie beispielsweise spezielle Signalprotokolle, Zeitdiagramme und Bauelemente in integrierter Schaltungstechnik, um ein besseres Verständnis der vorliegenden Erfindung zu erreichen. Für den Fachmann ist es jedoch klar, daß diese speziellen Details nicht benutzt werden müssen, um die vorliegende Erfindung auszuführen. An anderen Stellen werden gut bekannte Schaltungen oder Signale nicht im Detail beschrieben, um eine Verdunkelung der vorliegenden Erfindung zu vermeiden.
  • In der folgenden Beschreibung wird ein Verfahren zum Durchführen eines Systemspeicher-Burst-Lesens, das durch einen Bus-Master (z. B. einen Mikroprozessor) initiiert worden ist, beschrieben. Eine Speichersteuereinrichtung öffnet eine Seite des Systemspeichers bei Initiierung des Burst-Lesens durch den Bus-Master. Die Speichersteuereinrichtung schließt die Seite des Systemspeichers bei Beendigung des Burst-Lesens durch den Bus-Master. Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird das Burst-Lesen initiiert, indem ein Zyklusrahmensignal auf einer Leitung eines Systembusses angelegt wird, und beendet, indem das Zyklusrahmensignal weggenommen wird. Folglich ist die Seite des Speichers geöffnet, während das Zyklusrahmensignal angelegt ist, und geschlossen, wenn das Zyklusrahmensignal nicht anliegt.
  • Die erfindungsgemäße Speichersteuereinrichtung bildet eine Schnittstelle zu einem PCI-Bus und einem Systemspeicher. Der Systemspeicher weist eines der verschiedenen gut bekannten Bauelemente dynamischen Speichers mit wahlfreien Zugriff (DRAM-Bauelemente) auf. Der Systembus 170 braucht nicht gemäß dem PCI-Protokoll zu arbeiten. Der Systembus kann nach einem anderen gut bekannten Systembusprotokoll, wie beispielsweise dem Industriestandardarchitektur(ISA)-Bus oder dem erweiterten ISA(EISA)-Bus, arbeiten.
  • 2 veranschaulicht ein Zeitdiagramm einer bekannten Anforderung zum Lesen aus dem Systemspeicher 130, die durch den Bus-Master 150, beide gemäß 1, initiiert worden ist. Bei dem in 2 veranschaulichten Ausführungsbeispiel ist der Systembus 170 ein synchroner 33-MHz-Bus, der nach dem PCI-Protokoll arbeitet. Darüber hinaus ist der PCI-Bus in der Lage, ein Doppelwort (DWORD) Daten bzw. 32 Bits, gleichzeitig zu übertragen.
  • Datenübertragungen über den PCI-Bus erfolgen in "Burst-Übertragungen", wobei das Burst eine Adreßphase und eine oder mehrere Datenphasen umfaßt. Das Burst weist üblicherweise eine Anzahl von Datenzugriffen auf die gleiche Seite des Speichers im DRAM auf. Bursts sind insbesondere bei Multimedia-Anwendungen üblich, wie beispielsweise bei solchen Anwendungen, die Routinen zur Verarbeitung ursprünglicher Signale (NSP-Routinen; Native Signal Processing) aufweisen.
  • Das Signal FRAME# auf Leitung 210 wird von dem Bus-Master 150 im Takt 21 angelegt, um den Beginn einer Transaktion auf dem Systembus 170 anzuweisen. Das "#"-Symbol nach dem Signalnamen kennzeichnet, daß das Signal aktiv-niedrig ist. Somit wird das Signal "angelegt", wenn es auf niedrigem Pegel (logisch Null) ist, und "weggenommen", wenn es auf hohem Pegel (logisch Eins) ist.
  • Während desselben Taktes 21 legt der Bus-Master 150 Kommandotypsignale auf die C/BE#-Leitungen 250 und Adreßsignale auf den AD[31:0]-Leitungen an. Die C/BE#-Leitungen 250 stellen das Buskommando ("C") und Byte-Freigaben ("BE"; Byte Enables) dar. während der Adreßphase, wie beispielsweise im Takt 21, dienen die C/BE#-Leitungen 250 als Buskommando-Leitungen. Während der Datenphase dienen die C/BE#-Leitungen 250 als Byte-Freigabe-Leitungen. Bei einem Ausführungsbeispiel sind die C/BE#-Leitungen 250 vier Bits breit und werden während des Taktes 21 mit einem Kommando vom Typ "Speicherlesen" (0110) beaufschlagt.
  • Die Speichersteuereinrichtung 140 empfängt das Signal FRAME# auf Leitung 210, die Adreßsignale auf den Leitungen 240 und die Kommandotypsignale auf den Leitungen 250. Der Kommandotyp wird von der Speichersteuereinrichtung dekodiert, um die richtige Quelleneinrichtung zu bestimmen. Bei dem Speicherlesekommando gibt die Speichersteuereinrichtung 140 den Systemspeicher 130 für ein Lesen frei, wie es im folgenden detailliert beschrieben wird.
  • Takt 22 ist ein Umschwenk-Takt, in welchem der Bus-Master 150 das Initiator-Bereit-Signal IRDY# auf Leitung 220 anlegt. Das Anlegen des IRDY# zeigt an, daß der Bus-Master 150 in der Lage ist, die Datenphase der Transaktion zu starten und folglich bereit ist, Daten aus dem Systemspeicher 130 aufzunehmen. Der Bus-Master 150 stoppt das Beaufschlagen der AD[31:0]-Leitungen 240 während dieses Taktes.
  • Im Takt 23 wird das Ziel-Bereit-Signal TRDY# auf Leitung 230 von der Speichersteuereinrichtung 140 angelegt. Dieser Schritt startet den Anfang der Datenphase. Das Anlegen von TRDY# zeigt an, daß das Ziel, d. h. der Systemspeicher 130, die angeforderten Daten an die Speichersteuereinrichtung 140 zur Verfügung gestellt hat, und daß die Speichersteuereinrichtung 140 die Daten auf den AD[31:0]-Leitungen 240 präsentiert hat.
  • Anschließend werden gültige Daten auf den AD[31:0]-Leitungen 240 in den Takten 24 bis 27 zur Verfügung gestellt. Dies wird als Datenphase der Bustransaktion bezeichnet, in welcher Datenworte aus dem Systemspeicher 130 zu dem Bus-Master 150 gelesen werden. Der Bus-Master 150 befehligt das Ende der Datenphase, indem er das FRAME#-Signal auf Leitung 210 im Takt 27 wegnimmt. Dann werden die Signale IRDY# und TRDY# auf den Leitungen 220 bzw. 230 im Takt 28 weggenommen. Dieses Verfahren zum Durchführen eines Speicherlesens bei dem PCI-Protokoll wird detailliert in der PCI Local Bus Specification, Rev. 2.1 (Juli 1995) beschrieben, die von der PCI Special Interest Group (SIG) in Hillsboro, Oregon, erhältlich ist.
  • 3 veranschaulicht ein Zeitdiagramm der Signale auf dem Speicherbus 180 während eines Systemspeicherlesens. Gemäß 3 wird im Takt 31 eine Adresse auf den MA-Leitungen 330 durch die Speichersteuereinrichtung 140 angelegt. Die Adresse zeigt an, auf welche Seite innerhalb des Systemspeichers zugegriffen werden soll. Die Adresse wird zunächst im Takt 31 ausgegeben und wird dann in dem Systemspeicher 130 durch Anlegen des RAS#-Signals auf Leitung 310 im Takt 32 latch-gespeichert. Das RAS#-Signal auf Leitung 310 wird von der Speichersteuereinrichtung 140 angelegt, um den Beginn des Speicherlesens zu signalisieren. Das RAS#-Signal auf Leitung 310 wird üblicherweise von der Speichersteuereinrichtung 140 bei Erfassen einer Anforderung nach einer Transaktion mit dem Systemspeicher 130 angelegt. Es sei daran erinnert, daß das Systemspeicherlesen durch Anlegen des Signals FRAME#, Treiben der Speicheradresse auf die AD[31:0]-Leitungen 240 und Treiben des Systemspeicherlesetyps auf die C/BE#-Leitungen angefordert wird. Die Speichersteuereinrichtung 140 dekodiert diese Signale, und dann wird, sofern festgestellt worden ist, daß der Bus-Master 150 eine Leseoperation angefordert hat und der Systemspeicher 130 die Zieleinrichtung ist, das RAS#-Signal auf Leitung 310 angelegt.
  • Wie zuvor erwähnt, kann das Signal RAS# auf Leitung 310 nur angelegt werden, nachdem es für eine vorgegebene Zeitdauer vor-aufgeladen worden ist. Diese Vor-Auflade-Zeit hängt von der Spezifikation des bestimmten bei der Implementierung des Systemspeichers 130 verwendeten DRAMs ab. Sofern das RAS#-Signal auf Leitung 310 vor dem Takt 31 angelegt war, muß eine Zeitdauer, die größer als oder gleich der Vor-Auflade-Zeit ist, vergehen, bevor das RAS#-Signal auf Leitung 310 erneut angelegt werden kann. Bei einem Ausführungsbeispiel ist die Vor-Auflade-Zeit gleich drei Takten, und folglich muß das RAS#-Signal auf Leitung 310 für mindestens drei Takte weggenommen bleiben, bevor es im Takt 32 angelegt wird. Die gestrichelte Linie 39 veranschaulicht, daß das RAS#-Signal auf Leitung 310 für eine gewisse Zeitdauer vor dem Takt 31 weggenom men gewesen sein kann, um die Vor-Auflade-Anforderungen zu erfüllen.
  • Im Takt 33 wird eine Adresse auf den MA-Leitungen 330 präsentiert. Diese Adresse wird verwendet, um eine Spalte in dem Systemspeicher 130 auszuwählen. Die Adresse wird in den Speicher 130 latch-gespeichert, indem das Spaltenadreß-Strobe-Signal CAS# auf Leitung 320 durch die Speichersteuereinrichtung 140 angelegt wird.
  • Dann erscheinen die Daten auf dem Datenbus MD 340 im Takt 34. Es ist folglich aus dem Zeitdiagramm zu entnehmen, daß es eine Verzögerung von drei Takten benötigt (vom Anlegen der Seitenadresse auf MA 330 in Takt 31 bis zum Erscheinen gültiger Daten auf MD 340 in Takt 34), um einen anfänglichen Datenzugriff auf eine Seite auszuführen. Anschließend wird das Signal CAS# 320 im Takt 35 zusammen mit einer weiteren Spaltenadresse auf MA 330 angelegt. Gültige Daten werden auf MD 340 im nächsten Takt 36 präsentiert. Es beansprucht demzufolge zwei Takte, um auf eine beliebige Adresse innerhalb der gleichen DRAM-Seite zuzugreifen, sobald die Seite geöffnet ist.
  • Im Takt 37 wird das RAS#-Signal auf Leitung 310 weggenommen, was anzeigt, daß die Seite geschlossen werden soll. Dies tritt üblicherweise auf, weil die Leseanforderung aus dem Bus-Master 150 in die nächste Seite des DRAM "gelaufen" ist und das RAS#-Signal auf Leitung 310 für diese Seite weggenommen und für die nächste Seite erneut angelegt werden muß, oder weil die Leseanforderung in dem DRAM abgeschlossen ist. In beiden Fällen wird die Seite des Speichers geschlossen, wenn die Speichersteuereinrichtung 140 das RAS#-Signal auf Leitung 310 wegnimmt.
  • Wie zuvor erwähnt, ist dann, wenn die Seite geschlossen wird, eine Verzögerung eingeschlossen, bevor auf den Systemspeicher 130 erneut zugegriffen werden kann. Diese Verzögerung ist von den Vor-Auflade-Spezifikationen des konkreten Speicherbauelements 130 abhängig.
  • Wenn von dem Bus-Master 150 ein Burst-Lesen angefordert wird, werden oftmals eine Menge Daten von der gleichen Seite des Speichers 130 angefordert. Insbesondere bei Multimedia-An wendungen werden große Blöcke von Daten an einem Ort gespeichert, die von dem Multimedia-Bus-Master 150 angefordert werden können. Dies ist folglich die ideale Situation, in welcher die Speichersteuereinrichtung 140 die Seite des Systemspeichers während der gesamten Leseanforderung, die viele DRAM-Lesezyklen umfassen kann, geöffnet halten kann. Im folgenden wird ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Geöffnet-Halten einer Seite des Systemspeichers während eines Burst-Lesens zu dieser Seite beschrieben.
  • 4 veranschaulicht eine Reihe von Zeitleisten, die die Operation jedes Bauelements innerhalb des Computersystems 100 zeigt. Die zwei Zeitleisten 463 und 464 zeigen den Status der Speicherseite im Stand der Technik (463) und gemäß der vorliegenden Erfindung (464).
  • Zunächst initiiert der Bus-Master 150 ein Lesen auf dem Systembus 170, indem er das FRAME#-Signal im Punkt 410 anlegt. Die Leseanforderung wird von der Speichersteuereinrichtung 140 empfangen. Dann führt die Speichersteuereinrichtung 140 zwei Funktionen parallel durch. Im Punkt 420 wird seine Snoop-Operation an einem Cache ausgeführt, wie auf dem Cache-Speicherbus 190 zu sehen ist. Sowohl der externe Cache-Speicher 120 als auch ein Cache-Speicher im Inneren des Mikroprozessors 110 müssen einer Snoop-Operation unterzogen werden, um zu sehen, ob sich die angeforderten Daten dort aufhalten. Punkt 420 veranschaulicht die Snoop-Operation eines der beiden Cache-Speicher. Gleichzeitig startet die Speichersteuereinrichtung 140 das Lesen auf dem Speicherbus 180, indem sie das RAS#-Signal im Punkt 430 anlegt.
  • Innerhalb des Standes der Technik wird das RAS#-Signal von der Speichersteuereinrichtung 140 auf der Basis eines intern erzeugten Signals angelegt bzw. weggenommen, welches zum Teil von der Busaktivität auf dem Speicherbus 180 abhängig ist. Im Unterschied dazu überprüft das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung die Aktivität auf dem Systembus 170, um zu bestimmen, wann das RAS#-Signal angelegt und weggenommen werden soll.
  • Bei Anlegen des RAS#-Signals auf einer Leitung des Speicherbusses im Punkt 430 wird die Speicherseite an den Punkten 440 und 450 sowohl im Stand der Technik als auch bei der vorliegenden Erfindung geöffnet.
  • Es sei angenommen, daß das Ergebnis der ersten Cache-Snoop-Operation im Punkt 420 darin besteht, daß die Daten in dem Cache-Speicher gefunden werden. Sofern die Cache-Speicher Rückschreib-Cache-Speicher sind, werden die Daten zurück zu dem Systemspeicher 130 geschrieben, sofern der Treffer zum Cache-Speicher als modifiziert vorgefunden wird.
  • In 4 werden die Daten als modifiziert vorgefunden, und im Punkt 421 ist das Rückschreiben auf den Cache-Speicherbus 190 zu sehen. Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung werden die Daten zu dem Systemspeicher 130 parallel mit dem Schreiben der Daten zu dem Bus-Master 150 auf dem Systembus 170 zurückgeschrieben.
  • Die Speichersteuereinrichtung 140 führt das Rückschreiben zum Systemspeicher 130 durch, indem vorübergehend das Burst-Lesen ausgesetzt wird. Im Punkt 431 werden die Daten zu dem Speicher 130 auf dem Speicherbus 180 zurückgeschrieben.
  • Bei einem Ausführungsbeispiel werden die Daten darüber hinaus zu dem Bus-Master 150 parallel zum Rückschreiben zum Speicher geschrieben. Somit werden die Daten aus dem Cache-Speicher auf dem Systembus 170 als Teil des Burst-Lesens geliefert. Alternativ können die Daten zunächst zu dem Systemspeicher 130 zurückgeschrieben und dann aus dem Systemspeicher 130 als Teil des Burst-Lesezyklus gelesen werden.
  • Sobald das Rückschreiben abgeschlossen ist, führt die Speichersteuereinrichtung 140 die Snoop-Operation des sekundären Cache-Speichers im Punkt 422 durch. Man beachte, daß das Lesen auf dem Speicherbus 180 nicht wieder aufgenommen wurde, während diese Snoop-Operation auftritt. Somit ist der Speicherbus 180 untätig, wie es im Punkt 432 gezeigt ist.
  • Bei der bekannten Speichersteuereinrichtung wird die Aktivität des Speicherbusses 180 überwacht, um festzustellen, ob das RAS#-Signal angelegt werden soll, um die Seite geöffnet zu halten. Somit wird dann, wenn der Speicherbus 180 am Punkt 432 untätig ist, die Speicherseite geschlossen, indem das RAS#-Signal im Punkt 441 weggenommen wird. Es ist klar, daß dies nicht der effektivste Weg ist, um ein Burst-Lesen durchzuführen, da der Bus-Master 150 sich inmitten seines Lesezyklus' befindet und folglich auf den Systemspeicher 130 bald zugreifen wird.
  • Um Vorteile aus diese Kenntnis zu ziehen, verwendet die vorliegende Erfindung (Zeitleiste 464) das FRAME#-Signal auf einer Leitung des Systembusses 170 anstelle von Signalen auf Leitungen des Speicherbusses 180 um festzustellen, ob die Seite geöffnet gehalten werden soll oder nicht. Die Seite wird während der Zeit, in der das FRAME#-Signal angelegt ist, geöffnet gehalten. Wie in Verbindung mit 2 erörtert wurde, wird im Stand der Technik das FRAME#-Signal während des gesamten Burst-Lesens angelegt. Die Seite bleibt deshalb während der gesamten Leseoperation geöffnet, selbst wenn der Speicherbus 180 untätig ist.
  • Die zweite Snoop-Operation gemäß 4 ist ein Cache-Fehlversuch, so daß kein Rückschreibzyklus erforderlich ist. Das Burst-Lesen wird folglich fortgesetzt, wie es am Punkt 433 auf dem Speicherbus 180 zu sehen ist. Parallel dazu wird eine Cache-Snoop-Operation im Punkt 424 auf dem Cache-Bus 190 durchgeführt. Im Stand der Technik wird die Speicherseite dann erneut im Punkt 442 geöffnet. Es sei daran erinnert, daß die Speicherseite nur dann geöffnet werden kann, wenn das RAS#-Signal für zumindest die Vor-Auflade-Zeitdauer nicht angelegt war. Folglich kann die Seite nicht im Punkt 442 geöffnet werden, bis diese Zeitdauer vergangen ist. Darüber hinaus sei daran erinnert, daß dann, wenn die Speicherseite durch Anlegen des RAS#-Signals geöffnet wird, es zumindest drei Takte Verzögerung beansprucht, bevor gültige Daten auf dem Systembus 170 aus dem Systemspeicher 130 geliefert werden. Somit gibt es bei der bekannten Speichersteuereinrichtung 140 eine Verzögerung jedesmal dann, wenn die Speicherseite inmitten eines Burst-Lesens geschlossen wird.
  • Das Burst-Lesen wird fortgesetzt, bis der Bus-Master 150 das Ende der Lesetransaktion im Punkt 411 auf dem Systembus signalisiert. Bei einem Ausführungsbeispiel wird dies durch Wegnehmen des Signals FRAME# ausgeführt. An diesem Punkt kehren der Cache-Bus 190 und der Speicherbus 180 zur Untätigkeit zurück, wie es an den Punkten 425 und 434 veranschaulicht ist.
  • Im Stand der Technik erfaßt die Speichersteuereinrichtung 140, daß der Speicherbus 180 untätig ist, und schließt folglich die Speicherseite, indem in Erwiderung dessen am Punkt 443 das RAS#-Signal auf Leitung 130 weggenommen wird. Bei der vorliegenden Erfindung erfaßt die Speichersteuereinrichtung 140, daß das FRAME#-Signal durch den Bus-Master 150 im Punkt 411 weggenommen worden ist, und schließt folglich die Speicherseite am Punkt 451.
  • 5 veranschaulicht ein Prozeßablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung. Der Bus-Master 150 fordert ein Lesen aus dem Systemspeicher 130 im Schritt 510 an. Folglich wird das Signal FRAME# auf einer Leitung des Systembusses angelegt. Die Speichersteuereinrichtung 140 erfaßt das Anlegen des FRAME#-Signals und legt danach das RAS#-Signal im Schritt 520 an. Das Anlegen des RAS#-Signals öffnet eine Seite des Systemspeichers 130.
  • Dann wird das Burst-Lesen durchgeführt, welches als Schritt 530 veranschaulicht ist. Während des Burst-Lesens gemäß Schritt 530 können eine Reihe von Ereignissen auftreten. Beispielsweise kann ein Cache-Treffer auftreten, was ein Rückschreiben von Daten an den Systemspeicher 130 und an den Bus-Master 150 bewirkt. Das RAS#-Signal wird kontinuierlich angelegt und somit wird eine Seite des Systemspeichers 130 während dieser Ereignisse geöffnet gehalten.
  • Es ist möglich, daß ein Burst-Lesen irgendwelche gelesenen Daten umfassen kann, die sich innerhalb einer Seite des Systemspeichers aufhalten, und einige Daten in einer anderen Seite. Dieses Szenarium ist als Schritt 540 veranschaulicht. In diesem Fall werden die Daten aus einer ersten Seite gelesen, und dann wird die Seite durch Wegnahme des RAS#-Signals geschlossen. Anschließend wird die nächste Seite mit einer neuen Zeilenadresse auf dem Speicherbus 180 durch erneutes An legen des RAS#-Signals geöffnet (sobald die erforderliche Vor-Auflade-Zeit abgelaufen ist).
  • Dann beendet der Bus-Master die Lesetransaktion, indem er das FRAME#-Signal im Schritt 550 wegnimmt. Die Speichersteuereinrichtung 140 erfaßt die Wegnahme des FRAME#-Signals und schließt dementsprechend die aktuelle Seite des Systemspeichers 130, indem sie das RAS#-Signal im Schritt 560 wegnimmt.
  • Aus 5 wird ersichtlich, daß bei einem Ausführungsbeispiel die Speicherseite in Beantwortung von zwei Situationen geschlossen wird. Die erste Situation, bei der das RAS#-Signal weggenommen wird, tritt auf, wenn der Bus-Master 150 das Ende einer Lesetransaktion signalisiert, indem er das FRAME#-Signal wegnimmt. Die andere Situation tritt auf, wenn sich einige der Burst-Lesedaten in mehr als einer Seite des Systemspeichers 130 aufhalten.
  • Die vorliegende Erfindung ist vorteilhaft, da das RAS#-Signal für die gegenwärtig geöffnete Seite grundsätzlich dem Anlegen und dem Wegnehmen des FRAME#-Signals auf dem Systembus 170 folgt. Dies gestattet der gegenwärtig aktiven Seite des Speichers, während einer gesamten auf diese Seite gerichteten Burst-Leseoperation geöffnet zu bleiben.
  • 6 veranschaulicht ein Blockschaltbild der RAS#-Erzeugungsschaltung, die sich innerhalb der Speichersteuerschaltung 143 der Speichersteuereinrichtung 140 aufhält. Die Speichersteuereinrichtung 140 ist mit dem Systemspeicher 130 über das RAS#-Signal auf Leitung 612, das CAS#-Signal auf Leitung 613, den Speicheradreßbus MA 614 und den Speicherdatenbus MD 615 gekoppelt. Es ist klar, daß andere Signale ebenfalls verwendet werden können, um die Speichersteuereinrichtung 140 und den Systemspeicher 130 zu koppeln, ohne vom Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
  • Es sei daran erinnert, daß die Bussteuereinrichtung 144 eine Schnittstelle mit dem Systembus 170 bildet. Die Bussteuereinrichtung 144 erfaßt ein Anlegen des FRAME#-Signals auf Leitung 622 und legt dementsprechend ein Signal auf Leitung 623 an, welches ein Eingangssignal an die RAS#-Erzeugungsschaltung 611 ist. Die RAS#-Erzeugungsschaltung erfaßt das An legen eines Eingangssignals auf Leitung 623 und legt dementsprechend das RAS#-Signal auf Leitung 612 an. Das RAS#-Signal wird dann an den Systemspeicher 130 geliefert.
  • Bei einem Ausführungsbeispiel enthält die RAS#-Erzeugungsschaltung 611 darüber hinaus eine Logik, um festzustellen, wenn sich ein Datenwort des aktuellen Burst-Lesens innerhalb einer anderen Seite aufhält. Bei diesem alternativen Ausführungsbeispiel schließt die RAS#-Erzeugungsschaltung 611 die Seite des Speichers, indem sie das RAS#-Signal auf Leitung 612 wegnimmt. Das RAS#-Signal auf Leitung 612 wird dann erneut angelegt, um eine neue Seite des Speichers zu öffnen und um die Burst-Leseoperation fortzusetzen.
  • Wenn das FRAME#-Signal auf Leitung 622 weggenommen wird, erfaßt die Bussteuerschaltung 144 die Wegnahme und signalisiert dementsprechend dieses Ereignis an die RAS#-Erzeugungsschaltung 611 auf Leitung 623. Für den Fachmann ist es klar, daß das Signal auf Leitung 623 als eine Kombination eines oder mehrerer Signale implementiert werden kann. Es ist nur wesentlich, daß die Bussteuerschaltung 144 irgendwelche Mittel aufweist, durch welche sie den Zustand des FRAME#-Signals an die RAS#-Erzeugungsschaltung 611 übermitteln kann.
  • Die RAS#-Erzeugungsschaltung 611 erfaßt, daß das Signal auf Leitung 623 weggenommen worden ist, und schließt die Seite des Systemspeichers 130, indem sie das RAS#-Signal auf Leitung 612 wegnimmt.
  • Somit wird aus der obigen Beschreibung klar, daß das Verfahren und die Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung, bei dem bzw. bei der die Speicherseite des Systemspeichers 130 gemäß dem Zustand des Signals FRAME# auf Leitung 622 geöffnet und geschlossen wird, ungewünschte Verzögerungen beim Burst-Lesen vom Bus-Master 150 eliminiert.
  • Das beschriebene Verfahren wird durch eine Speichersteuereinrichtung durchgeführt, die der Schnittstellenbildung zwischen einem Mikroprozessor und (1) einem externen Cache, (2) einem Systemspeicher und (3) einem Systembus dient. Alternativ kann das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung bei einem Mikroprozessorcomputersystem durchgeführt werden, bei dem eine oder mehrere der oben beschriebenen Einrichtungen fehlen. Darüber hinaus kann die vorliegende Erfindung in einem Computersystem benutzt werden, das mehr als einen Mikroprozessor, mehr als ein Systemspeicherbauelement, mehr als einen Bus-Master an dem Systembus oder mehr als einen externen Cache benutzt.
  • In der vorstehenden detaillierten Beschreibung wurden eine Speichersteuereinrichtung und ein Verfahren zum Durchführen eines Systemspeicherlesens beschrieben. Es ist jedoch klar, daß verschiedene Änderungen und Modifikationen davon durchgeführt werden können, ohne vom Umfang der Erfindung abzuweichen. Beispielsweise kann der Systembus 170 mit abweichenden Breiten und Busgeschwindigkeiten implementiert werden. Die hier als aktiv-niedrig oder aktiv-hoch beschriebenen Signale können von umgekehrter Bezeichnung sein. Darüber hinaus kann anstelle des Rückschreib-Cache ein Durchschreib-Cache implementiert werden.

Claims (9)

  1. Verfahren zum Durchführen einer Burst-Leseoperation eines Bus-Masters (150) aus einem Systemspeicher (130) in einem Computersystem (100), wobei der Bus-Master an einem Systembus (170) angeordnet ist, wobei die Burst-Leseoperation mehrere Leseoperationen umfaßt, die verschiedenen Adressen des Systemspeichers entsprechen, wobei: a) die Burst-Leseoperation von dem Bus-Master durch Anlegen einer Adresse und eines Steuersignals (FRAME#) an den Systembus initiiert wird (510); b) von einer Speichersteuer- und Brückeneinrichtung (140) das Anlegen des Steuersignals (FRAME#) erfasst wird und eine der ersten Adresse entsprechende Seite des Systemspeichers von der Speichersteuer- und Brückeneinrichtung (140) in Erwiderung des Erfassens (detecting) des Anlegens des Steuersignals an die Speichersteuer- und Brückeneinrichtung (140) geöffnet wird (520), wobei die Seite geöffnet bleibt, solange das Steuersignal (FRAME#) anliegt und kein Seitenwechsel auftritt; c) von dem Bus-Master durch Wegnehmen des Steuersignals der Abschluß der Burst-Leseoperation angezeigt wird (550); und d) von der Speichersteuer- und Brückeneinrichtung (140) das Wegnehmen des Steuersignals (FRAME#) erfaßt wird und die geöffnete Seite des Systemspeichers von der Speichersteuer- und Brückeneinrichtung in Erwiderung des Erfassens (detecting) des Wegnehmens des Steuersignals geschlossen wird (560).
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die geöffnete Seite des Systemspeichers von der Speichersteuer- und Brückeneinrichtung auch dann geschlossen wird (560), wenn eine nachfolgende Leseoperation der Burst-Leseoperation eine andere Seite adressiert, und daß anschließend die andere Seite geöffnet wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuersignal ein Zyklusrahmensignal (FRAME#) ist.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1–3, dadurch gekennzeichnet, daß die Seite des Systemspeichers von der Speichersteuer- und Brückeneinrichtung durch Anlegen eines Zeilenadreß-Strobe-Signals (RAS#) an einen die Speichersteuer- und Brückeneinrichtung mit dem Systemspeicher verbindenden Speicherbus (180) geöffnet wird und daß die geöffnete Seite des Systemspeichers durch Wegnehmen des Zeilenadreß-Strobe-Signals geschlossen wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei jeder Leseoperation der Burst-Leseoperation von der Speichersteuer- und Brückeneinrichtung eine Spaltenadresse und ein Spaltenadreß-Strobe-Signal (CAS#) auf den Speicherbus ausgegeben werden.
  6. Computersystem zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1–5, aufweisend: einen mit einem Systembus (170) gekoppelten Bus-Master (150), der eine Anforderung zum Burst-Lesen aus einem Systemspeicher (130) initiiert, wobei die Burst-Leseanforderung ein Steuersignal (FRAME#), das die Initiierung des Burst-Lesens bzw. die Beendigung des Burst-Lesens anzeigt, umfaßt; und eine mit dem Systemspeicher (130) und dem Systembus (170) gekoppelte Speichersteuer- und Brückeneinrichtung (140), wobei die Speichersteuer- und Brückeneinrichtung (140) enthält: eine mit dem Systembus (170) gekoppelte Bussteuerschaltung (144) zum Empfangen des Steuersignals aus dem Systembus (170); und eine Speichersteuerschaltung (143) zum Erzeugen von Schnittstellensignalen (612615) an den Systemspeicher (130), wobei die Speichersteuerschaltung (143) die Schnittstellensignale (612) erzeugt, die ein Öffnen einer Seite des Systemspeichers (130) bewirken, wenn ihr von der Bussteuerschaltung (144) angezeigt wird, daß das Steuersignal (FRAME#) angelegt worden ist, und die Schnittstellensignale erzeugt, die ein Schließen der geöffneten Seite des Systemspeichers (130) bewirken, wenn ihr von der Bussteuerschaltung (144) angezeigt wird, daß das Steuersignal weggenommen worden ist, wobei die Seite geöffnet bleibt, solange das Steuersignal (FRAME#) anliegt und kein Seitenwechsel auftritt.
  7. Computersystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Systemspeicher (130) dynamischen Speicher mit wahlfreiem Zugriff (DRAM) aufweist.
  8. Computersystem nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Systembus (170) ein Peripheriekomponentenverbindungs(PCI)-Bus ist.
  9. Computersystem nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuersignal ein Zyklusrahmensignal (FRAME#) ist.
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