DE19713373C1 - Manövrierunterstützung für Luftfahrzeuge am Boden - Google Patents
Manövrierunterstützung für Luftfahrzeuge am BodenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64D—EQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
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- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Unter
stützung des Manövrierens von Luftfahrzeugen am Boden.
Das Manövrieren von Luftfahrzeugen am Boden kann insbe
sondere auf den Rollwegen und dem Vorfeld von Flughäfen
bzw. Landeplätzen problematisch sein. Im Gegensatz zu
den Start- und Landebahnen, die aufgrund ihrer Breite
auch von großen Verkehrsflugzeugen sicher befahren
werden können, sind die Rollwege wesentlich schmaler
und weisen zahlreiche, zum Teil recht enge Kurven auf.
Zwar sind die Rollwege im allgemeinen mit Mittellinien
markierungen versehen, die dem Piloten eines Verkehrs
flugzeuges üblicher Größe eine Gewähr dafür bieten, daß
kein Teil seines Flugzeuges mit Bauten oder festen
Installationen auf dem Vorfeld kollidiert, wenn das
Bugfahrwerk stets genau auf der Markierung bleibt.
Für Spezialtransporte und zu Frachtzwecken werden je
doch vermehrt immer größere Luftfahrzeuge entwickelt
und eingesetzt (z. B. Airbus A3xx, VLCT, SCT), bei denen
insbesondere der seitliche Abstand der Hauptfahrwerke,
d. h. die Spurweite, erheblich ist. Dies kann dazu
führen, daß beim Befahren von engen Kurven das kurven
innere Hauptfahrwerk die Randbefeuerung der Rollbahn
überfährt und beschädigt oder die Rollbahn sogar ver
läßt, so daß das Fahrwerk beschädigt werden kann. Aus
diesem Grund ist es erforderlich, den gefahrenen
Kurvenradius durch "Ausholen" zu vergrößern, d. h. vor
dem Beginn z. B. einer Rechtskurve möglichst weit an den
linken Rand der Rollbahn zu fahren. Allerdings besteht
auch hierbei wieder die Gefahr, daß dieser Rand über
schritten wird und die genannten Schäden entstehen.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung zur Unterstützung des Manövrierens von
Luftfahrzeugen am Boden zu schaffen, mit der die ge
nannten Gefahren vermieden werden können.
Gelöst wird diese Aufgabe mit der eingangs genannten
Vorrichtung dadurch, daß an dem Luftfahrzeug eine erste
und eine zweite Lichtquelle vorgesehen ist, mit der ein
erster bzw. ein zweiter Lichtstrahl in der Weise auf
den Boden abstrahlbar ist, daß sein Auftreffpunkt für
einen Piloten sichtbar ist und eine Spur eines am
weitesten backbord- bzw. steuerbordseitig liegenden
Fahrwerkreifens beschreibt.
Ein Vorteil dieser Lösung besteht darin, daß nahezu
jedes Luftfahrzeug mit der erfindungsgemäßen Vor
richtung nachgerüstet werden kann. Die beiden
Lichtquellen können an fast jeder Stelle in oder an dem
Luftfahrzeug montiert werden, solange die Lichtstrahlen
in der genannten Weise abgestrahlt werden können.
Der Pilot kann dann anhand der Auftreffpunkte beider
seits des Luftfahrzeuges sicher abschätzen, wie weit
die beiden äußeren (rechten und linken) Hauptfahrwerke
noch von dem seitlichen Rand der Rollbahn entfernt
sind. Insbesondere kann er nun vor dem Durchfahren
einer engen Kurve die Breite der Rollbahn voll aus
nutzen und sich dem kurvenäußeren Rand der Rollbahn
sehr genau nähern, um durch eine Ausholbewegung den
Kurvenradius für sein Luftfahrzeug zu vergrößern und
ein Überfahren des kurveninneren Rollbahnrandes zu ver
meiden.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen beschrieben. Danach ist z. B. die erste
Lichtquelle an einer backbordseitigen Bugfahrwerks
klappe und die zweite Lichtquelle an einer steuerbord
seitigen Bugfahrwerksklappe angeordnet.
Ferner ist vorzugsweise eine Einrichtung zur Ermittlung
einer relativen Änderung des Abstandes der ersten und
zweiten Lichtquelle vom Boden, sowie eine elektro
motorische Stelleinrichtung zur Kompensation dieser
Änderung durch Nachstellen der Richtung des Licht
strahls der ersten bzw. zweiten Lichtquelle vorgesehen.
Mit dieser Ausführungsform wird die Tatsache
berücksichtigt, daß unterschiedliche Beladungszustände
zu einem mehr oder weniger starken Eintauchen der Fahr
werksstoßdämpfer führen, wodurch sich auch der Abstand
der Lichtquellen vom Boden entsprechend ändert. Dies
wiederum hat zur Folge, daß sich der Auftreffpunkt der
Lichtstrahlen auf dem Boden in seitlicher Richtung ver
schiebt, was insbesondere bei voller Beladung und Be
tankung zu einer gefährlichen Überschätzung des Ab
standes vom Rollbahnrand führen kann.
Die Einrichtung zur Ermittlung einer relativen Änderung
des Abstandes der ersten und zweiten Lichtquelle vom
Boden kann eine Recheneinheit aufweisen, die in Ab
hängigkeit von den Daten einer aktuellen Beladung und
Betankung des Luftfahrzeuges sowie der Gewichtsver
teilungen die erste und zweite elektromotorische Stell
einrichtung beaufschlagt.
Alternativ dazu kann diese Einrichtung ein Mittel zur
wiederholten Bestimmung des vertikalen Abstandes eines
Fixpunktes am Luftfahrzeug vom Boden aufweisen, wobei
es sich um einen bekannten Abstandsmesser z. B. auf In
frarotbasis handeln kann.
Die erste und zweite Lichtquelle ist schließlich vor
zugsweise durch jeweils einen Punktstrahler realisiert.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfin
dung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
einer bevorzugten Ausführungsform anhand der Zeichnung.
Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Teils
eines Luftfahrzeuges mit einer erfindungsge
mäßen Vorrichtung auf einem geraden Rollbahn
abschnitt von oben,
Fig. 2 das Luftfahrzeug gemäß Fig. 1 vor bzw. auf
einer Rollbahnabzweigung und
Fig. 3 eine schematische Darstellung eines Bugfahr
werks von der Seite.
Fig. 1 zeigt schematisch einen Teil eines Luftfahr
zeuges 1 von oben. Das Luftfahrzeug 1 befindet sich auf
einer Rollbahn 2, von der ein linker Rand 21 und eine
Mittellinie 22 dargestellt sind.
Die Manövrierfähigkeit des Luftfahrzeuges 1 auf der
Rollbahn 2 wird ganz wesentlich von der größten Spur
weite seines Hauptfahrwerks 15, d. h. von den auf jeder
Seite jeweils am weitesten außen liegenden Fahrwerks
reifen 151, 152 bestimmt.
Wie eingangs bereits erläutert wurde, ist darauf zu
achten, daß insbesondere diese Fahrwerksreifen 151, 152
den Rand 21 der Rollbahn 2 nicht überfahren oder die
Rollbahn 2 sogar verlassen. Diese Gefahr besteht insbe
sondere vor und in engen Kurven.
Erfindungsgemäß ist deshalb an dem Luftfahrzeug 1 eine
erste und eine zweite Lichtquelle 11, 12 vorgesehen,
mit der jeweils ein erster bzw ein zweiter Lichtstrahl
13 bzw. 14 in seitlicher Richtung auf den Boden, d. h.
die Rollbahn 2 abstrahlbar ist.
Bei der dargestellten Ausführungsform wird der erste
Lichtstrahl 13 nach Backbord und der zweite Lichtstrahl
14 nach Steuerbord gerichtet, und zwar jeweils in der
Weise, daß einerseits die beiden Auftreffpunkte 131,
141 auf die Rollbahn 2 für den Piloten sichtbar sind
und andererseits diese Auftreffpunkte jeweils eine Spur
153; 154 eines an der betreffenden Seite am weitesten
außen liegenden Fahrwerksreifens 151; 152 beschreiben.
Dies bedeutet, daß die Auftreffpunkte 131, 141 den
gleichen Abstand von der Längsachse des Luftfahrzeuges
haben, wie die jeweils am weitesten außen liegenden
Fahrwerksreifen 151, 152. Der Pilot kann somit klare
Rückschlüsse auf die tatsächlichen Abstände der je
weiligen Fahrwerksreifen von den Rändern der Rollbahn
ziehen.
Fig. 2 zeigt die Verhältnisse beim Durchfahren einer
engen Kurve. Mit der Bezugsziffer 23 ist eine Kurven
linie bezeichnet, die das Bugfahrwerk vorzugsweise be
schreibt, um den Kurvenradius zu vergrößern. Wichtig
hierbei ist, daß das Luftfahrzeug vor dem Beginn der
hier dargestellten Rechtskurve möglichst weit an den
linken Rand 21 der Rollbahn 2 gefahren wird, um aus
diese Weise auszuholen.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es nun mög
lich, die Breite der Rollbahn voll auszunutzen und sehr
nahe an den jeweiligen Rand heranzufahren, da der für
den Piloten sichtbare Auftreffpunkt 131, 141 des ersten
bzw. zweiten Lichtstrahls 13; 14 die Spur 153, 154 des
betreffenden Fahrwerksreifens 151, 152 vorzeichnet. Wie
in Fig. 2 zu erkennen ist, kann nun auch mit dem
kurveninneren Teil des Fahrwerks ein ausreichender
Sicherheitsabstand vom rechten Rand 22 der Rollbahn 2
eingehalten werden.
Fig. 3 zeigt schließlich ein ausgefahrenes Bugfahrwerk
16 mit der backbordseitigen Bugfahrwerksklappe 17, in
die die erste Lichtquelle 11 eingelassen ist. Die
zweite Lichtquelle 12 befindet sich entsprechend in der
steuerbordseitigen Bugfahrwerksklappe (nicht darge
stellt).
Die Lichtquellen 11, 12 stellen Punktstrahler dar und
richten den ersten bzw. zweiten Lichtstrahl 13, 14 in
der oben beschriebenen Weise auf die Rollbahn. Da sich
der Abstand zwischen den Lichtquellen und dem Boden
aufgrund von unterschiedlicher Beladung und Betankung
des Luftfahrzeuges ändern kann (die Fahrwerksstoß
dämpfer tauchen mehr oder weniger tief ein), ist es
zweckmäßig, eine elektromotorische Stelleinrichtung
vorzusehen, mit der die Richtung der beiden Licht
strahlen auf die jeweilige Spur 153, 154 der Fahrwerks
reifen 151, 152 nachgeregelt werden kann. Mit einer
Einrichtung zur Ermittlung einer relativen Änderung des
Abstandes der ersten und zweiten Lichtquelle vom Boden
wird eine Führungsgröße für die Stelleinrichtung z. B.
in Form einer entsprechenden Antriebsspannung für einen
oder mehrere Stellmotoren erzeugt.
Die relative Abstandsänderung kann entweder durch
wiederholte Messungen des vertikalen Abstandes zwischen
dem Boden und einem Fixpunkt am Luftfahrzeug mittels
bekannter Abstandsmesser (z. B. auf Infrarotbasis) oder
mit einer Recheneinheit ermittelt werden, der die Daten
der aktuellen Beladung, Betankung und Gewichtsver
teilung zugeführt werden und die daraus entsprechende
Abstandsänderungen berechnet.
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Unterstützung des Manövrierens von
Luftfahrzeugen am Boden, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Luftfahrzeug (1) eine erste und eine
zweite Lichtquelle (11, 12) vorgesehen ist, mit der
ein erster bzw. ein zweiter Lichtstrahl (13, 14) in
der Weise auf den Boden abstrahlbar ist, daß sein
Auftreffpunkt (131, 141) für einen Piloten sichtbar
ist und eine Spur (153, 154) eines am weitesten
backbord- bzw. steuerbordseitig liegenden Fahr
werksreifens (151, 152) beschreibt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die erste Lichtquelle (11) an einer
backbordseitigen Bugfahrwerksklappe (17) und die
zweite Lichtquelle (12) an einer steuerbordseitigen
Bugfahrwerksklappe (18) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet
durch eine Einrichtung zur Ermittlung einer
relativen Änderung des Abstandes der ersten und
zweiten Lichtquelle (11, 12) vom Boden, sowie eine
elektromotorische Stelleinrichtung zur Kompensation
dieser Änderung durch Nachstellen der Richtung des
Lichtstrahls der ersten bzw. zweiten Lichtquelle
(11, 12).
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß die Einrichtung zur Ermittlung einer rela
tiven Änderung des Abstandes der ersten und zweiten
Lichtquelle (11, 12) vom Boden eine Recheneinheit
aufweist, die in Abhängigkeit von den Daten einer
aktuellen Beladung und Betankung des Luftfahrzeuges
(1) sowie der Gewichtsverteilungen die erste und
zweite elektromotorische Stelleinrichtung beauf
schlagt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß die Einrichtung zur Ermittlung einer
relativen Änderung des Abstandes der ersten und
zweiten Lichtquelle (11, 12) vom Boden ein Mittel
zur wiederholten Bestimmung des vertikalen Ab
standes eines Fixpunktes am Luftfahrzeug (1) vom
Boden aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und
zweite Lichtquelle (11, 12) jeweils ein Punkt
strahler ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997113373 DE19713373C1 (de) | 1997-03-29 | 1997-03-29 | Manövrierunterstützung für Luftfahrzeuge am Boden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997113373 DE19713373C1 (de) | 1997-03-29 | 1997-03-29 | Manövrierunterstützung für Luftfahrzeuge am Boden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19713373C1 true DE19713373C1 (de) | 1998-05-07 |
Family
ID=7825104
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997113373 Expired - Fee Related DE19713373C1 (de) | 1997-03-29 | 1997-03-29 | Manövrierunterstützung für Luftfahrzeuge am Boden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19713373C1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0980828A1 (de) * | 1998-08-18 | 2000-02-23 | The Boeing Company | Kamerasystem zur Unterstützung des Manovrierens von einem Luftfahrzeug am Boden |
| FR2795045A1 (fr) * | 1999-06-15 | 2000-12-22 | Sextant Avionique | Dispositif et procede d'aide au roulage au sol d'un aeronef |
| CN113247305A (zh) * | 2021-07-07 | 2021-08-13 | 广州昇谷科技有限公司 | 一种无人机下落稳定性测试用支撑架 |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4233652A (en) * | 1977-08-02 | 1980-11-11 | Morrison-Knudsen Company, Inc. | Aircraft illumination apparatus and operating circuitry |
-
1997
- 1997-03-29 DE DE1997113373 patent/DE19713373C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4233652A (en) * | 1977-08-02 | 1980-11-11 | Morrison-Knudsen Company, Inc. | Aircraft illumination apparatus and operating circuitry |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: DAIMLERCHRYSLER AEROSPACE AIRBUS GMBH, 21129 HAMBU |
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Owner name: EADS AIRBUS GMBH, 21129 HAMBURG, DE |
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Effective date: 20141001 |