DE19702860C1 - Holzhaus oder ein Teil davon - Google Patents

Holzhaus oder ein Teil davon

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Holzhaus oder einen Teil davon.
In den holzreichen, insbesondere in den nadel- und laubholzreichen Ländern der Erde, hat der Holzhausbau bzw. der Holzfertighausbau eine lange Tradition. Danach wird üblicherweise ein auf Bodenschwellen aufgerichtetes Außenwand- und Dachskelett erstellt. In bestimmten Abständen sind innerhalb der Eckpfosten der Außenwände Stützen errichtet und in bestimmten Ab­ ständen des Dachstuhles Sparren angeordnet. Moose, Flechten, Schilf und/oder Gräser werden oft als Dämmstoffe verwendet.
Mit der Entwicklung der synthetischen Isolierdämmstoffe änderte sich der konstruktive Aufbau der Außenwand-, Fußboden-, Decken- und Dachelemente für Holzhäuser oder Teile davon. Danach werden mit Aluminium- oder Kunststoffolien beschichtete Glasfasermatten oder geschäumte Kunststoffplatten als Isolierdämmstoffmaterialien verwendet. Diese beschichteten Glasfasermat­ ten oder geschäumten Kunststoffplatten werden zwischen den Eckpfosten und den Stützen der Außenwand sowie zwischen den Dachsparren eingepaßt und daran mit der zum Innenraum weisenden, als Dampfsperre dienenden Alumi­ nium- oder Kunststoffolie befestigt. Die Außenwandbeplankung besteht in aller Regel aus Mehrschicht- oder Preßspanplatten. Darauf ist eine Abstands­ lattung vorgesehen, auf der, zum Innenraum weisend, Innenausbauplatten wie Gipsplatten und außenseitig ein Wetterschutz wie Verbretterung oder syn­ thetisches Plattenmaterial angebracht sind. Dabei wird in aller Regel ein chemisch vorbehandeltes Holzmaterial verwendet.
Aus der Zeitschrift "Bau- und Möbelschreiner", 10/1996 (S. 134-137) ist ein Vollwerthaus bekannt, dessen Wände, Decken und Dach aus vorgefertigten Großtafeln unter Verwendung europäischer Hölzer wie Fichte und Tanne bestehen. Dabei werden keinerlei chemische Holzschutz-Zusätze, belastende Lackierungen, ausdünstende Klebstoffe etc. verwendet. Die Isolierung besteht ausschließlich aus Holzspänen bzw. Maschinenhobelspänen.
Nach einem beim Deutschen Patentamt am 3. 12. 1992 eingegangenen Prospekt mit der Bezeichnung "Isofloc" wird eine gesunde Wärmedämmung im Holzhausbau durch Verwendung von Zellulosefasern, die aus wiederaufberei­ tetem Zeitungspapier hergestellt sind, erreicht.
Die Zeitschrift "Bauen mit Holz" 1/1995 (S. 58-64) weist den Holzhausbau unter Verwendung vorgefertigter Wand-, Decken- und Dachelemente als bekannt nach, wobei die Wärmedämmung durch Zellulosedämmstoff erreicht wird.
Nach der Zeitschrift "Bauen mit Holz" 10/1992, (S. 820-821) gehört die Verwendung von Holzwolle und Hobelspänen als Wärmedämmstoff zum Stand der Technik.
Durch die Verwendung synthetischer Isolierdämmstoffe und die chemische Holzbehandlung wird zweifellos der Holzhausbau verteuert; denn die mit Aluminiumfolien beschichteten Glasfasermatten und mit Kunststoffolien beschichteten, geschäumten Kunststoffplatten sowie die chemischen Holz­ schutzmittel sind nur unter hohem Rohstoff- und Energieeinsatz herstellbar. Nach der herkömmlichen Bauweise wird ein ökologischer Holzhausbau nicht in dem möglichen Umfang erreicht.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, biologisch und ökologisch hochwertige Außenwände, Fußböden, Decken und Dächer für Holzhäuser oder Teile davon zu schaffen, bei denen die synthetischen Isolierdämmstoffe ersetzt sind durch aufbereiteten Holzabfall, die atmungsaktiv, dampfdiffusions­ offen, den geltenden Bauvorschriften genügend, das Innenraumklima biolo­ gisch verbessernd, ausgebildet sind. Mit dem erfindungsgemäßen Holzhaus oder eines Teiles davon soll ferner ein ökologischer und ökonomischer Beitrag durch Verzicht auf oder Reduktion von synthetisch hergestellten Isolierdämmstoffen geleistet werden, die aus mit Aluminium- bzw. Kunst­ stoffolien beschichteten Glasfasermatten bzw. geschäumten Kunststoffplatten bestehen. Ferner soll eine überraschend einfache, raumsparende Verbindung von Deckenlementen und Wandelementen mit dem Balkenschuh geschaffen werden.
Die erfindungsgemäße Lösung dieses Gesamtproblems ist in dem Patent­ anspruch 1 angegeben. Zweckmäßige Weiterbildungen ergeben sich aus dem Unteranspruch 2.
Nach der Erfindung sind die Außenwände, Fußböden, Decken und Dächer für Holzhäuser oder eines Teiles davon aus chemisch unbehandeltem, kam­ mergetrocknetem Schnittholz wie Kanthölzer und Bretter gefertigt. Aus diesem Schnittholz werden die benötigten Boden- und Deckenschwellen, die Eckpfosten und stützen, Dachsparren, Wechsel, Aufdachriegel, Fußbodenrie­ gel, Einfach- und Doppelkeilnutbretter, Nut- und Federbretter, Abstandslatten und dergleichen hergestellt. Der Feuchtigkeitsgehalt des frischen Schnittholzes wird in einer Trockenkammer bei ca. 60 bis 75°C von ca. 18 bis 20% auf 9 bis 11% verringert. Dabei werden die als Lockstoffe für Holzschädlinge wirkenden ätherischen Öle größtenteils entfernt und der als Nahrungsmittel für Holzschädlinge wie den Holzbock dienende Holzeiweißgehalt zerstört.
Auch der bei der spanabhebenden Bearbeitung dieses Schnittholzes anfallende Holzabfall, insbesondere die Hobelspäne sowie die kleinen, massiven Holz­ teilchen, -spänchen und -absplitterungen, besitzt diese vorteilhaften Eigen­ schaften, ist aber bisher von der Fachwelt einer höherwertigen Verwendung nicht zugeführt worden. Erfindungsgemäß wird dieser Holzabfall in aufberei­ teter Form als Dämmstoff eingesetzt.
Der Holzabfall wird zu diesem Zweck in einer Rüttelsieb-Sortiereinrichtung nach
Holzstaub und -mehl,
kleinen massiven Holzteilchen, -spänchen und -absplitterungen,
größeren bzw. gröberen massiven Holzteilen, -spänen und -absplitterungen sowie
Hobelspänen
durch Absieben sortiert, wobei die Hobelspäne von dem mit Sieben belegten Rütteltisch durch Abblasen oder Absaugen abgetrennt werden. Die Hobel­ späne werden in einer Schlagpresse unter einem Preßdruck von ca. 1 t bis ca. 40 t, vorzugsweise von 15 t bis 20 t, kurzhubig mit hoher Schlagzahl gestaucht, gefaltet, zerknittert, teilweise zerbrochen, verdichtet zu einem Strang aus Kompaktmaterial verpreßt. Dieses Kompaktmaterial wird in einer Aufreibeeinrichtung mittels eines Doppelflügelarmes zu Holzflocken aufgerie­ ben, die aus feinen bis stärkeren Holzfäsern sowie schmalen bis breiteren Holzflächengebilden bestehen. Dieses Holzflockenmaterial wird als sich selbst verhakende Dämmstoffüllung für die Hohlräume der Außenwand- und Dach­ elemente verwendet. Die größeren bzw. gröberen massiven Holzteile, -späne und -absplitterungen werden in einem Zerspaner wie Häcksler zu kleinen massiven Holzteilchen, -spänchen und -absplitterungen verarbeitet. Die kleinen massiven Holzteilchen, -spänchen und -absplitterungen werden erfin­ dungsgemäß als sich selbst verdichtende, zusammensetzende Dämmstoff­ schüttung für die Hohlräume bzw. hohlen Kammern der Fuß- und Decken­ böden verwendet.
Das aus dem Holzabfall hergestellte Dämmstoffmaterial ersetzt die bisher verwendeten mit Aluminium- oder Kunststoffolien beschichteten Glasfasermat­ ten oder geschäumten Kunststoffplatten. Auf den Einsatz von chemischen Holzschutzmitteln wird bei dem Dämmstoffmaterial verzichtet.
Die erfindungsgemäß ausgebildeten Außenwände, Fußböden, Decken und Dächer für Holzhäuser oder Teile davon sind deshalb nicht mit zum Innen­ raum weisenden, aus Aluminium- oder Kunststoffolien bestehenden Dampf­ sperren versehen. Bei dem erfindungsgemäßen Holzhaus oder einem Teil davon ist stattdessen eine Innenbeplankung mit Keilnutbrettern, insbesondere Doppelkeilnutbrettern, vorgesehen, die als biologisches Baumaterial atmungs­ aktiv ist und Dampfdiffusion zuläßt. Anstelle der Glasfasermatten oder geschäumten Kunststoffplatten wird erfindungsgemäß ein Dämmstoff aus Holzflocken verwendet. Die Holzflocken setzen sich aus feinen bis stärkeren Holzfasern sowie aus schmalen bis breiteren Holzflächengebilden zusammen. Für die Außenbeplankung der Außenwände werden anstelle von Mehrschicht­ platten Holzfaserplatten verwendet.
Nach der Erfindung sind die Sichtbalken der Deckenelemente stirnseitig in einem nach oben offenen U-förmigen Balkenschuh aus einem Stahlprofil gelagert, bei dem zwischen den beiden Schenkeln und dem Boden- bzw. Verbindungssteg des U-förmigen Stahlprofils eine Stahlplatte eingeschweißt ist. Diese Stahlplatte bzw. dieses Stahlblech ist am Ende der beiden freien Schenkel rechtwinkelig zu einem Auflageflansch abgewinkelt, der sich bis zu der halben Breite der Deckenschwellen der Außenwandelemente und der nicht dargestellten üblichen tragenden Innenwandelemente erstreckt. Auf den Deckenschwellen erfolgt im Abstandsbereich der Stützen der Wandelemente die Abstützung und Befestigung der Balkenschuhe. Damit wird eine über­ raschend einfache, raumsparende Verbindung der Sichtbalken der Decken­ elemente mit den Wandelementen geschaffen, wobei mit dem Balkenschuh außerdem eine Trittschallentkoppelung erreicht wird.
Die Erfindung wird nachstehend an Ausführungsbeispielen anhand der Zeich­ nungen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt den Querschnitt des Aufbaus einer Außenwand A.
Fig. 2 zeigt den Längsschnitt des Aufbaus einer Außenwand A.
Fig. 3 zeigt den Querschnitt des Aufbaus eines Fußbodens B.
Fig. 4 zeigt den Längsschnitt des Aufbaus eines Fußbodens B.
Fig. 5 zeigt den Querschnitt des Aufbaus einer Decke C.
Fig. 6 zeigt den Längsschnitt des Aufbaus einer Decke C.
Fig. 7 zeigt den Querschnitt des Aufbaus eines Daches D.
Fig. 8 zeigt den Längsschnitt des Aufbaus eines Daches D:
Fig. 9 zeigt in perspektivischer Darstellung einen aus Stahl gefertigten U- förmigen Deckenbalkenschuh E.
Nach Fig. 1 und 2 besteht die Außenwand A eines Holzhauses oder eines Teiles davon aus den Bodenschwellen 1, Eckpfosten 2 und dazwischen verteilt angeordneten Stützen 3, die über die Deckenschwellen 4 miteinander rahmenartig verbunden sind. Anders als nach der bisherigen Bauweise, wonach an den Eckpfosten 2 und Stützen 3 zum Innenraum hin die Alumi­ niumfolien der Glasfasermatten oder die Kunststoffolien der geschäumten Kunststoffplatten als Dampfsperren befestigt sind, sind erfindungsgemäß eine Innenbeplankung 5, die aus massiven Doppelkeilnutbrettern 6 mit einer Stärke von 2 cm bis 6 cm, insbesondere 3 cm, einer Breite von 12 cm bis 24,5 cm, insbesondere 18,5 cm, besteht, und eine Außenbeplankung 7, die aus Holzfaserplatten 8 mit einer Stärke von 1,5 cm bis 4 cm, insbesondere 1,8 cm, in handelsüblicher Breite und Breite besteht, vorgesehen, die sich jeweils bis zu den Bodenschwellen 1 und Deckenschwellen 4 erstrecken. Die so geschaffenen Hohlräume 9 der Außenwand A sind ausschließlich mit aus feinen bis stärkeren Holzfäsern sowie schmalen bis breiteren Holzflächenge­ bilden bestehenden Holzflocken 10 als Dämmstoffüllung 11 unverdichtet befüllt. Es wird also keine Dämmfolie zwischen der Innenseite und der Außenseite der Außenwand A des Holzhauses eingesetzt. Auf der aus massiven Doppelkeilnutbrettern 6 bestehenden Innenbeplankung 5 ist eine Abstandshaltung 12 zur Aufnahme des Innenausbaus 13 wie Gipsplatten vorgesehen. Auf der aus Holzfaserplatten 8 bestehenden Außenbeplankung 7 ist eine Einfach- oder Konterlattung 14 für die Wetterverkleidung 15 wie Wasserschlagbretter und dergleichen vorgesehen.
Nach Fig. 3 und 4 besteht der Fußboden B aus beabstandet angeordneten Fußbodenschwellen 16, die mit den Bodenschwellen 1 der Außenwand A rahmenartig verbunden und auf der Kellerdecke 17 befestigt sind. Die davon begrenzten Hohlräume 55 können mit kleinen, massiven Holzteilchen, -spänchen und -absplitterungen 18 als sich selbst verdichtende und zusammen­ setzende Dämmstoffschüttung 19 befüllt sein. Auf den Fußbodenschwellen 16 ist ein Verband aus Dreischichtplatten 20 verlegt und darüber ein Verband aus Trittschallschutzplatten 21 angeordnet. Darüber sind Fußbodenriegel 22 in mit den Fußbodenschwellen 16 übereinstimmenden Abständen angeordnet.
Die dadurch gebildeten Hohlräume 56, die mit Sisalfasern verstärktem Rieselschutzpapier 23 ausgeschlagen sind, sind ebenfalls mit kleinen, massi­ ven Holzteilchen, -spänchen und -absplitterungen 18 als Dämmstoffschüttung 24 eingebracht. Auf den Fußbodenriegeln 22 ist ein Holzriemenboden 25 verlegt oder ein üblicher Estrich großflächig ausgebreitet.
Nach Fig. 5 und 6 besteht die Decke C aus beabstandet angeordneten Sichtbalken 26 mit einer Stärke von ca. 16 cm und einer Höhe von ca. 20 cm, auf denen Keilnutbretter 27 in einer Stärke von ca. 19 mm und einer Breite von ca. 16 cm als Sichtschalung 28 angebracht sind. Auf der Gegen­ fläche der Sichtschalung 28 ist ein mit Sisalfasern verstärktes Rieselschutz­ papier 29 verlegt. Darüber befinden sich ein Verband aus ca. 19 mm starken Dreischichtplatten 30 und ein Verband aus Trittschallschutzplatten 31, auf dem die Fußbodenriegel 32 mit einer Stärke und Breite von jeweils ca. 8 cm in den Abständen der Sichtbalken 26 angeordnet sind. Die von den Trittschallschutzplatten 31 und den Fußbodenriegeln 32 gebildeten Hohlräume 57 sind mit Sisalfasern verstärktem Rieselschutzpapier 33 ausgeschlagen und mit den kleinen, massiven Holzteilchen, -spänchen und -absplitterungen 18, die sich selbst verdichten und zusammensetzen, als Dämmstoffschüttung 34 befüllt. Darauf ist ein Holzriemenboden 35 mit einer Stärke von ca. 27 mm verlegt. Anstelle des Holzriemenbodens 35 kann über die Dämmstoffschüt­ tung 34 üblicher Estrich großflächig aufgebracht sein.
Nach Fig. 7 und 8 bestehen die Dächer D aus Sichtsparren 36 mit einer Stärke von ca. 11 cm und einer Höhe von ca. 16 cm. Auf den Sichtsparren 36 sind ca. 20 mm bis ca. 30 mm starke Einfach- oder Doppelkeilnutbretter 37 als Sichtschalung 38 angeordnet. Auf der Gegenfläche der Sichtschalung 38 ist ein mit Sisalfasern verstärktes Rieselschutzpapier 39 ausgelegt. Darauf sind mit den Sichtsparren 36 im Abstand übereinstimmend Aufdachriegel 40 angeordnet. Im Bereich des beginnenden Dachüberstandes 41 sind zwischen den Aufdachriegeln 40 Verschlußbretter 42 angebracht. In die dadurch begrenzten Hohlräume 58 sind die aus feinen bis stärkeren Holzfasern sowie schmalen bis breiteren Holzflächengebilden bestehenden Holzflocken 10 als Dämmstoffüllung 43 eingebracht. Auf den Aufdachriegeln 40 ist eine ca. 18 mm bis ca. 24 mm starke Rauhschalung 44 angeordnet, auf der eine syn­ thetische, witterungsbeständige Gewebefolie 45 verlegt ist, die den Austritt von Raumfeuchtigkeit zwar zuläßt, aber das Eindringen von Außenfeuchtig­ keit verhindert. Auf dieser mit synthetischer Gewebefolie 45 abgedeckten Außenfläche der Rauhschalung 44 ist eine übliche Einfach- oder Konterlat­ tung 46 für die Dacheindeckung 47 vorgesehen.
In Fig. 9 ist ein U-förmiger Balkenschuh E als Stahlprofil 48 räumlich dargestellt, der aus einem ca. 8 mm starkem Stahlblech durch Abkanten und Verschweißen hergestellt sein kann. Die beiden Schenkel 49 und der hori­ zontale Bodensteg 50 besitzen eine der Abstandslattung 12 entsprechende Breite, wie sie innenraumseitig auf der Innenbeplankung 5 der Außenwand A vorgesehen ist. Der U-förmige Balkenschuh E, der nur einseitig und nach oben offen ist, ist an der anderen Seite mit einem Stahlblech 51 verschlos­ sen, das zu einem rechtwinkelig abstehenden Auflageflansch 52 verlängert ist. Der Auflageflansch 52 besitzt eine Erstreckung, die ca. der halben Breite der Deckenschwellen 4 des Außenwandelementes A entspricht. Die freien Enden 53 der Sichtbalken 26 der Deckenelemente C sind in diese U- förmigen Balkenschuhe E eingepaßt und auf den Deckenschwellen 4 oberhalb der Stützen 3 der Außenwandelemente A und der nicht dargestellten tragen­ den Innenwände befestigt. Mit dem erfindungsgemäßen Balkenschuh E wird die Verbindung der Deckenelemente C mit Wandelementen raumsparend vereinfacht, insbesondere wird die Trittschallentkopplung verbessert.
Mit Ausnahme der synthetischen, witterungsbeständigen Gewebefolie für die Dachaußenhaut werden für die erfindungsgemäßen Bestandteile des Holzhau­ ses oder eines Teiles davon keine synthetischen Dämmstoffe, die Aluminium- oder Kunststoffolien als Isolationsdampfsperren aufweisen, und chemischen Holzschutzmittel verwendet. Mit der Erfindung wird praktisch eine voll­ ständige Ausnutzung von kammergetrocknetem Schnittholz wie Kanthölzer und Bretter erreicht; denn der Holzabfall wird zu Dämmstoffmaterialien aufbereitet und konsequent in den erfindungsgemäßen Bauelementen einge­ setzt. Damit wird das Innenraumklima der aus den erfindungsgemäßen Bauelementen errichteten Holzhäuser entscheidend verbessert. Denn diese Häuser sind dampfdiffusionsoffen und daher atmungsaktiv, gleichzeitig aber ausreichend gedämmt. Mit dem Balkenschuh wird eine überraschend einfache Verbindung der Decken mit den tragenden Wänden erreicht.

Claims (2)

1. Holzhaus oder ein Teil davon,
dadurch gekennzeichnet,
daß für die Außenwände, die Fußböden, die Decken und das Dach kammergetrocknetes, chemisch unbehandeltes Schnittholz sowie Dämm­ material, das aus bei der Verarbeitung dieses Holzes anfallendem Holz­ abfall hergestellt wird, verwendet wird,
daß die Außenwände (A) beabstandet angeordnete Bodenschwellen (1), Eckpfosten (2), dazwischen verteilt angeordnete Stützen (3) und Decken­ schwellen (4) umfassen, die miteinander rahmenartig verbunden sind;
daß auf den Rahmen innenraumseitig eine Innenbeplankung (5) aus massiven Doppelkeilnutbrettern (6) und außenseitig eine Außenbeplan­ kung (7) aus Holzfäserplatten (8) angebracht ist, die sich jeweils bis zu den Boden- und Deckenschwellen (1, 4) erstreckt;
daß eine Abstandslattung (12) auf der Außenseite der Innenbeplankung (5) der Außenwände (A) für die Aufnahme eines Innenausbaues (13) und eine Einfach- oder Konterlattung (14) auf der Außenseite der Außenbeplankung (7) der Außenwände (A) für die Aufnahme einer Wetterverkleidung (15) angebracht ist;
daß die zwischen den Eckpfosten (2), Stützen (3), Boden- und Decken­ schwellen (1, 4) sowie den Innen- und Außenbeplankungen (5, 7) der Außenwände (A) gebildeten Hohlräume (9) mit aus den angefallenen Hobelspänen hergestellten Holzflocken (10) als Dämmstoffüllung (11) befüllt sind;
daß der auf der Kellerdecke angeordnete Fußboden (B) beabstandet angeordnete Fußbodenschwellen (16) umfaßt, die mit den Bodenschwel­ len (1) der Außenwandelemente (A) rahmenartig verbunden sind;
daß die von der Kellerdecke (17) sowie den Bodenschwellen (1) und den Fußbodenschwellen (16) gebildeten Hohlräume (55) mit kleinen, massiven, sich selbst verdichtenden und zusammensetzenden Holzteil­ chen, -spänchen und -absplitterungen (18) aus dem angefallenen Holz­ abfall als Dämmstoffschüttung (19) befüllt sind;
daß ein Verband aus Dreischichtplatten (20) und darauf ein Verband aus Trittschallschutzplatten (21) auf den Fußbodenschwellen (16) verlegt sind;
daß Fußbodenriegel (22) über den Verband aus Trittschallschutzplatten (21) in mit den Fußbodenschwellen (16) übereinstimmenden Abständen angeordnet sind, und die dadurch gebildeten Hohlräume (56), die mit Sisalfaser verstärktem Rieselschutzpapier (23) ausgeschlagen sind, mit kleinen, massiven Holzteilchen, -spänchen und -absplitterungen (18) aus dem angefallenen Holzabfall als Dämmstoffschüttung (24) befüllt sind;
daß auf den Fußbodenriegeln (22) ein Holzriemenboden (25) verlegt oder Estrich aufgebracht ist;
daß die Decken (C) mit Fußbodenaufbau beabstandet angeordnete Sicht­ balken (26) und darauf angebrachte Keilnutbretter (27) als Sichtschalung (28) umfassen, wobei auf der Gegenfläche der Sichtschalung (28) ein mit Sisalfasern verstärktes Rieselschutzpapier (29), darüber ein Verband aus Dreischichtplatten (30) und darauf ein Verband aus Trittschall­ schutzplatten (31) verlegt sind;
daß Fußbodenriegel (32) in mit den Sichtbalken (26) übereinstimmenden Abständen über den Verband aus Trittschallschutzplatten (31) angeordnet sind, und die dadurch gebildeten Hohlräume (67), die mit Sisalfaser verstärktem Rieselschutzpapier (33) ausgeschlagen sind, mit kleinen, massiven Holzteilchen, -spänchen und -absplitterungen (18) aus dem angefallenen Holzabfall als Dämmstoffschüttung (34) befüllt sind;
daß auf den Fußbodenriegeln (32) ein Holzriemenboden (35) verlegt oder Estrich aufgebracht ist;
daß das Dach (D) beabstandet angeordnete Sichtsparren (36) und darauf angebrachte Keilnutbretter (37) als Sichtschalung (38) umfaßt, wobei auf der Gegenfläche der Sichtschalung (38) ein mit Sisalfasern verstärktes Rieselschutzpapier (39) verlegt ist, über das in mit den Sichtsparren (36) übereinstimmenden Abständen Aufdachriegel (40) angebracht sind, zwischen denen im Bereich des beginnenden Dachüberstandes (41) Verschlußbretter (42) vorgesehen sind, wobei die dadurch gebildeten Hohlräume (58) mit aus den angefallenen Hobelspänen hergestellten Holzflocken (10) als Dämmstoffüllung (43) befüllt sind;
daß auf den Aufdachriegeln (40) eine Rauhschalung (44), eine syn­ thetische, witterungsbeständige Gewebefolie (45) und darauf eine Ein­ fach- oder Konterlattung (46) für die Dacheindeckung (47) vorgesehen ist.
2. Holzhaus oder ein Teil davon mit Dämmstoffüllung oder -schüttung nach dem Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Balkenschuh (E) für die Sichtbalken (26) der Decke (C) aus einem U-förmigen Stahlprofil (48) für die Aufnahme der freien Enden (53) der Sichtbalken (26) vorgesehen ist, wobei die Schenkel (49) und der horizontale Bodensteg (50) eine der innenraumseitigen Abstands­ lattung (12) der Innenbeplankung (5) der Außenwand (A) entsprechende Breite aufweisen;
daß der U-förmige Balkenschuh (E) einseitig mit einem Stahlblech (51) rückseitig verschlossen ist, dessen Überstand rechtwinkelig abgekantet als ein bis zur halben Breite der Deckenschwelle (4) der Außenwand (A) reichender Auflageflansch (52) ausgebildet ist.
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