DE19633054A1 - Splittergeschoß mit Bodenzünder und Treibladungshülse - Google Patents

Splittergeschoß mit Bodenzünder und Treibladungshülse

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DE19633054A1
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Stephan Kerk
Hans Straus
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    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/02Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
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    • F42B12/201Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of high-explosive type characterised by target class
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Splittergeschoß mit Bodenzünder und Treibla­ dungshülse nach dem Oberbegriff des Anspruches 1. Es handelt sich um ein balli­ stisches Geschoß.
Aus der EP 0 365 886 A1 und der GB 11 77 813 ist ein Splittergeschoß mit Bo­ denzünder bekannt, das mit einer Treibladungshülse verbindbar ist. Die Länge des Bodenzünders, die im Splittermantel liegt, entspricht etwa der Länge der Sprengla­ dung innerhalb des Splittermantels.
Bei einem flügelstabilisierten Artilleriegeschoß nach der DE-PS 89 235 sind in ei­ ner heckseitigen Ausnehmung eine Sprengladung und ein Bodenzünder angeord­ net. Der Zünder ist kurzbauend und ist auf dem Prinzip einer Revolverpatrone auf­ gebaut, was heute aufgrund der Sicherheitsvorschriften nicht mehr zulässig ist. Aufgrund des kurzbauenden Bodenzünders ist die Länge des Sprengstoffes in be­ zug auf den Zünder sehr groß.
Bei einem Durchschlagsgeschoß nach der US-H 1 235 beträgt die Länge des Bo­ denzünders innerhalb des Splittermantels in bezug auf die Länge des Sprengstoffs etwa 60%.
Bei einem Artilleriegeschoß entsprechend der DE-PS 21 172 ist ein kurzbauender Bodenzünder vorgesehen, der zu seinem größten Teil innerhalb des Splittermantels liegt.
Bei einem Artillerie-Splittergeschoß nach der US 4 882 996 benötigt ein Boden­ zünder nur einen Bruchteil der für die Sprengladung vorgesehenen Länge des Splittermantels. Der Hauptanteil des Zünders liegt außerhalb des Splittermantels. Bei Artilleriegeschossen ist die Treibladung bekanntlich getrennt vom Artilleriege­ schoß, d. h., die Ladungen werden dem Geschütz getrennt vom Artilleriegeschoß zugeführt. Eine Treibladungshülse wird daher nicht verwendet. Dies bedeutet, daß entsprechend den Gegebenheiten in einem Geschütz im heckseitigen Bereich des Geschosses genügend Raum für einen Zünder vorhanden ist.
Bei patronierten Geschossen, also Geschossen mit daran angeordneten Treibla­ dungshülsen, steht aufgrund der Gegebenheiten der Treibladungshülse ein nur ge­ ringes Volumen für den Zünder zur Verfügung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Splittergeschoß mit Treibladungs­ hülse zu schaffen, das eine verbesserte Wirkung im Ziel aufweist.
Diese Aufgabe wird entsprechend den kennzeichnenden Merkmalen des Anspru­ ches 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entneh­ men.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Splittergeschosses mit einem, über das hintere Ende des Splittermantels hinaus verlängerten Geschoßzünder ergeben sich drei verschiedene Optimierungsmöglichkeiten der Geschoßleistung, und zwar Verbesserung der Durchschlagsleistung durch Massevergrößerung des Geschoß­ kopfes, Optimierung der wirksamen Splitter durch eine Vergrößerung der Wand­ dicke der Splitterhülse bei Beibehaltung des üblichen Sprengstoffanteils oder Ver­ größerung des Sprengstoffanteils bei Beibehaltung der üblichen Dicken von Ge­ schoßspitze und Wandung der Splitterhülle.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt in der einzigen Figur einen Längsschnitt durch eine patronierte Munition.
Ein Splittergeschoß 1 mit einem Kaliber 30 mm besitzt einen Bodenzünder 2, ein Führungsband 3 und ist mit einer Treibladungshülse 4 verbunden.
Ein Teil einer Geschoßogive 10 ist als massiver Durchschlagskern 12 ausgebildet. An den Durchschlagskern 12 mit einer Länge 14 schließt sich heckseitig eine Aus­ nehmung 16 mit einer Länge 18 an. Die Ausnehmung 16 ist in einen konischen und in einen zylindrischen Abschnitt 20, 22 gegliedert. Diese Abschnitte 20, 22 stellen den Splittermantel 24 dar.
Am Splittermantel 24 ist eine Nut 26 für die angewürgte Treibladungshülse 4 und eine Gewindeverbindung 5 für den Bodenzünder 2 vorgesehen. Das vordere Ende der Treibladungshülse 4 ist mit 30 bezeichnet und liegt in einem Abstand 31 vom hinteren Ende 36 des Splittermantels 24 bzw. der Ebene 34. Dieser Abstand 31 beträgt etwas weniger als 1/3 des Kalibers 32.
Der Bodenzünder 2 besitzt eine Gesamtlänge 50 mit zwei etwa gleichgroßen Teillängen, nämlich einer inneren Teillänge 52 und einer äußeren Teillänge 54.
Der Bodenzünder 2 weist weiterhin einen zylindrischen Abschnitt 56 mit einem Dämpfungskörper 57, ein zapfenförmiges Gehäuse 60 für eine nicht dargestellte Verstärkungsladung entsprechend der Teillänge 52 und einen konischen An­ schlagsbund 62 mit einem heckseitigen, konischen Zapfen 64 entsprechend der äußeren Teillänge 54 auf.
Der Anschlagsbund 62 und der Zapfen 64 liegen innerhalb der Treibladungshülse 4 mit geschütteter Ladung 66 im Ladungsraum 68, also außerhalb des Splitterman­ tels 24. Die Ladung 66 füllt den Ladungsraum 68 vollständig aus.
Eine Sprengladung 70 füllt die Ausnehmung 16 aus. Heckseitig weist die Spreng­ ladung 70 eine Bohrung 74 auf. Die Stirnfläche 72 liegt in einem Abstand 76 zum Ende 36 des Splittermantels 24.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel stellt die eingangs erwähnte dritte Alternative dar, nämlich ein ballistisches Splittergeschoß 1 mit wesentlich vergrößertem Sprengstoffanteil 70 bei Beibehaltung der üblichen Dicken von Geschoßspitze (Durchschlagskern 12) und Wandung des Splittermantels 24.
Die Penetrationsleistung des Durchschlagkernes 12 ist bei Flugzeugstrukturen und leicht gepanzerten Fahrzeugen aufgrund der überlangen Sprengladung 70 gegeben. Der auf den Durchschlagskern 12 übertragene Sprengladungs-Impuls ist wesentlich höher als beim Stand der Technik. Auch die Splitterleistung ist ebenfalls wesentlich höher.
Die Sprengstoffbelegung ist in Bezug auf den Splittermantel 24 wesentlich höher als beim Stand der Technik.
Durch die bodenseitige Zündung erhalten die Splitter eine größere Geschwindig­ keit als durch eine etwa mittige Zündung der Sprengladung 70. Diese Geschwin­ digkeit resultiert aus der Addition von Geschoßgeschwindigkeit und spreng­ stoffseitiger Splittergeschwindigkeit. Die bodenseitige Zündung ist also von zwei­ fachem Vorteil.

Claims (3)

1. Splittergeschoß (1) mit Bodenzünder (2) und Treibladungshülse (4), dessen Bodenzünder (2) in eine Bohrung (74) einer, im Splittergeschoß (1) ange­ ordneten Sprengladung (70) hineinragt und die randseitig durch einen Dämmkörper (57) begrenzt ist,
wobei ein heckseitiger Abschnitt (62, 64) des Bodenzünders (2) in den La­ dungsraum (68) der Treibladungshülse (4) ragt,
und ein ogivenseitiger Abschnitt (56, 57, 60) an die, eine Bohrung (74) und eine ringförmige Stirnfläche (72) aufweisende Sprengladung (70) anschließt,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bodenzünder (2) bezüglich seiner Länge (50) etwa zu gleichen Tei­ len (52, 54) sowohl in dem Splittermantel (24) angeordnet ist, als auch über diesen hinaus in den Ladungsraum (68) der Treibladungshülse (4) ragt.
2. Splittergeschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprengladung (70) mit ihrer heckseitigen, ringförmigen Stirnfläche (72) in einem kurzen Abstand (76) von dem Ende (36) des Splittermantels (24) liegt, wobei der Abstand (76) 35-45% des Kalibers (32) beträgt.
3. Splittergeschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprengladung (70) mit ihrer heckseitigen, ringförmigen Stirnfläche (72) etwa bis zum vorderen Ende (30) der Treibladungshülse (4) ragt.
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