DE19632007C2 - Vorrichtung zum Entschlammen von Wasser und dessen Aufbereitung - Google Patents
Vorrichtung zum Entschlammen von Wasser und dessen AufbereitungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entschlammen
von Wasser und dessen Aufbereitung, insbesondere von kleb
rigen Partikeln wie Zement, Kalk oder ähnlichen Bindemit
teln mit einem zylindrischen Behälter und einem daran
unten anschließenden Behälterkonus, wobei in dem Behälter
koaxial ein bis zum Behälterkonus reichendes Rohr einge
setzt ist.
Eine Vorrichtung mit diesen Merkmalen ist bekannt, wobei
das Wasser auf mechanischem Wege geklärt und zur Beschleu
nigung des Absetzvorganges Zusätze, wie Flockungsmittel
verwendet werden. Beim mechanischen Klären setzt man ein
Verfahren ein, das als "Dortmunder Brunnen" bezeichnet
wird, wobei sich beim Dortmunder Brunnen innerhalb eines
siloartigen Behälters koaxial dazu ein festes Standrohr
befindet, das das Schmutzwasser nach unten leitet. Das
verschmutzte Wasser tritt im Konusbereich des Außenbehäl
ters aus dem Standrohr aus und steigt nach oben, wobei
sich im unteren Bereich der Schmutz bzw. die Verunreini
gungen, wie Sand und Feinteile, ablagern, während das
gereinigte Wasser oben am Behälter austritt. Diese Ver
unreinigungen, insbesondere die Bindemittel, wie Zement,
Kalk oder dergleichen setzen sich an der Innenwandung des
Behälters und außen am Rohr ab und führen mit der Zeit zu
starken Anbackungen. Die Reinigung des Behälters und auch
des Rohres ist sehr kostenaufwendig und läßt sich nur mit
hohem körperlichem Einsatz erreichen.
Es ist ein Räum- oder Eindickkrählwerk für Rundbecken
bekannt (DE 40 00 307 A1), bei dem das angetriebene Mittel
rohr das Krählwerk und Räumschilde trägt. Bei einem ande
ren bekannten Krählwerk (DE 28 33 620 A1) wird die Schmutz
flüssigkeit über Einbauten in den hohlzylindrischen Teil
des Behälters zugeführt und die Abscheidung erfolgt in
einem kegelförmigen Trichter des Behälters, wo Schaber
eventuelle Anbackungen verhindern. Schließlich ist ein
Eindicker bekannt (DE-AS 11 65 551), bei dem der Absetzbe
reich verschieden ausgebildet ist, und Räumschilde die
Wandung abreinigen. Die Räumschilde sind jedoch so ange
paßt, daß die Wandung nur unvollständig erfaßt wird.
Alle diese bekannten Ausführungsformen von Krählwerken
sind zum Entschlammen von Stoffen geeignet, die Partikel
wie Sand und andere Feinteile enthalten, während jedoch
beim Entschlammen von Schmutzwasser mit Reaktionsstoffen
wie Zement, Kalk und dergleichen aufgrund der Reaktion
bzw. der Abbindezeit an den senkrechten Wänden und dem
Innenrohr Rückstände haften bleiben und sich dort aufbau
en. Eine Erfassung der gesamten Behälterinnenfläche und
auch Rohraußenfläche ist somit bei derartigen Ausführungen
nicht erreichbar und infolge der vorgegebenen Konstruktion
auch nicht möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art so auszubilden, daß ein Anbac
ken der Verunreinigungen im Inneren des Behälters vermie
den wird.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß
das Rohr angetrieben ist, daß am Rohr und am Behälter
Abstreifer angeordnet sind, die mit der Außenfläche des
Rohres und der Innenfläche des Behälters zusammenwirken
und daß die Abstreifer derart versetzt angeordnet sind,
daß die Rohraußenfläche und die Behälterinnenfläche voll
ständig erfaßt sind. Dadurch entsteht im Behälterinhalt
eine geringstmögliche Turbulenz, wobei die besonderen
Anordnungen der Abstreifer und Rollenführungen ein gegen
seitiges Zentrieren des Drehrohres und Entlastung der
Antriebseinheit bewirken.
Eine vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, daß am
unteren Ende des Rohres eine Ausräum- und Reinigungsmecha
nik mit an der Innenwand des Behälterkonus anliegenden
Räumschaufeln vorgesehen ist.
Es wird weiterhin vorgeschlagen, daß die Mechanik mehrere
stangenförmige Halterungen aufweist, an denen versetzt
Räumschaufeln angeordnet sind, wobei die Halterungen am
Konus nach unten verlaufen und oben mittels Querverbindun
gen am Rohr und unten an einem Gelenk verbunden sind.
Weiterhin geht man so vor, daß die Abstreifer an Halterun
gen, z. B. Haltearmen befestigt sind.
Es ist vorgeschlagen, daß die Abstreifer Halteplatten mit
Leisten aus hochverschleißfestem Kunststoff aufweisen und
nachstellbar sind.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform besteht darin,
daß die Räumschaufeln aus hochverschleißfestem Kunststoff
bestehen und nachstellbar sind.
Schließlich geht man so vor, daß das Rohr über eine Ge
lenkwelle mit dem Antrieb verbunden ist.
Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung an
hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungs
beispiels näher erläutert.
Es zeigen,
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Vorrichtung
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung
und
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-A in Fig. 1.
Die in den Zeichnungen dargestellte Vorrichtung weist
einen zylindrischen Behälter 1 auf, der nach unten hin in
einen Behälterkonus 6 übergeht. Am Ende des Behälterkonus
6 ist ein Auslaufstutzen 8 mit Verschluß 15 angeordnet.
Koaxial zum Behälter 1 ist ein Rohr 2 eingesetzt, das über
einen Antrieb 3 und eine Gelenkwelle 14, die oben auf dem
Behälter 1 montiert sind, angetrieben ist. Für den Ablauf
des gereinigten Wassers ist oben am Behälter ein Rohrstut
zen 12 vorhanden. Der Behälter 1 ist unten an einem Fun
dament 19 mittels Stützen 20 befestigt.
Außen am Rohr 2 sind eine Anzahl von Halterungen 10 befe
stigt, an denen Abstreifer 4 angebracht sind, die an der
Innenseite des Behälters 1 anliegen. Diese Abstreifer 4
erstrecken sich in Achsrichtung des Behälters 1 und sind
mit einer Kunststoffleiste aus hochverschleißfestem Kunst
stoff versehen, die nachstellbar ist. Diese einzelnen
Abstreifer sind entlang des Rohres 2 so angeordnet, daß
die gesamte Innenfläche des Behälters 1 abgereinigt werden
kann. Weiterhin sind an der Innenseite des Behälters 1
entsprechende Halterungen 10 befestigt mit Innenabstrei
fern 9, die am Außenmantel des Rohres 2 anliegen. Diese
Innenabstreifer 9 sind entsprechend gestaltet, d. h. weisen
Kunststoff leisten aus hochverschleißfestem Kunststoff auf.
Diese Leisten erstrecken sich ebenfalls in Achsialrichtung
des Rohres 2 bzw. des Behälters 1.
Im Bereich des Behälterkonus 6 ist eine Ausräum- und Rei
nigungsmechanik 5 vorgesehen und zwar bestehend aus stan
genförmigen Halterungen 16, die oben an Querverbindungen
17 am Rohr 2 befestigt sind und unten mit Hilfe eines
Gelenks 18 verbunden ist. An diesen stangenförmigen Halte
rungen 6 sind eine Anzahl von Räumschaufeln 7 im Abstand
und zwar versetzt gegeneinander derart angeordnet, daß die
gesamte Innenfläche des Konus 6 abgereinigt wird. Diese
Räumschaufeln stellen ebenfalls Kunststoffleisten aus
einem hoch verschleißfesten Kunststoff dar. Die Leisten
sind nachstellbar ausgebildet.
Zur Führung des Rohres 2 sind zwischen dem Rohr 2 und dem
Behälter 1 Abstandshalter 13 eingebaut, die an Stützrollen
11 am Rohr 2 anliegen. Diese Stützrollen 11 zentrieren das
Drehrohr 2, wobei die Abstandshalter 13 für die Stützrol
len 11 verstellbar sind. Vor der Rolle 11 befindet sich
eine Abreinigungskufe 21. Das Drehrohr 2 und der Antrieb 3
sind je nach Einsatz starr verbunden oder durch die Ge
lenkwelle 14 beweglich. Das geklärte Wasser tritt oben aus
dem Rohrstutzen 12 aus, während die Partikel und die abge
reinigten Teilchen absinken und beim Öffnen des Verschlus
ses 15 und Bewegen der Ausräum- und Reinigungsmechanik 5
ausgetragen werden.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Entschlammen von Wasser und dessen
Aufbereitung, insbesondere von klebrigen Partikeln
wie Zement, Kalk oder ähnlichen Bindemitteln mit ei
nem zylindrischen Behälter (1) und einem daran unten
anschließenden Behälterkonus (6), wobei in dem Behäl
ter (1) koaxial ein bis zum Behälterkonus (6) reich
endes Rohr (2) eingesetzt ist, dadurch gekennzeich
net, daß das Rohr (2) angetrieben ist, daß am Rohr
(2) und am Behälter (1) Abstreifer (4, 9) angeordnet
sind, die mit der Außenfläche des Rohres (2) und der
Innenfläche des Behälters (1) eine Abreinigung bewir
ken und daß die Abstreifer (4, 9) derart versetzt an
geordnet sind, daß die Rohraußenfläche und die Behäl
terinnenfläche vollständig erfaßt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß am unteren Ende des Rohres (2) eine Ausräum- und
Reinigungsmechanik (5) mit an der Innenwand des Be
hälterkonus (6) anliegenden Räumschaufeln (7) vorge
sehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Mechanik (5) mehrere stangenförmige
Halterungen (16) aufweist, an denen versetzt Räum
schaufeln (7) angeordnet sind, wobei die Halterungen
(16) am Konus (6) nach unten verlaufen und oben mit
tels Querverbindungen (17) am Rohr (2) und unten an
einem Gelenk (18) verbunden sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Abstreifer (4, 9) an Halterungen
(10) z. B. Haltearmen befestigt sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Abstreifer (4, 9) Halteplatten mit
Leisten aus hochverschleißfestem Kunststoff aufweisen
und nachstellbar sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Räumschaufeln (7) aus hochver
schleißfestem Kunststoff bestehen und nachstellbar
sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Rohr (2) über eine Gelenkwelle (14)
mit dem Antrieb (3) verbunden ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Stützrollenhalter (13) zur Zentrie
rung verstellbar und mit einer Reinigungskufe (21)
vor der Rolle (11) versehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19632007A DE19632007C2 (de) | 1996-08-08 | 1996-08-08 | Vorrichtung zum Entschlammen von Wasser und dessen Aufbereitung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19632007A DE19632007C2 (de) | 1996-08-08 | 1996-08-08 | Vorrichtung zum Entschlammen von Wasser und dessen Aufbereitung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19632007A1 DE19632007A1 (de) | 1998-02-12 |
| DE19632007C2 true DE19632007C2 (de) | 1998-09-17 |
Family
ID=7802118
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19632007A Expired - Fee Related DE19632007C2 (de) | 1996-08-08 | 1996-08-08 | Vorrichtung zum Entschlammen von Wasser und dessen Aufbereitung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19632007C2 (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1165551B (de) * | 1960-05-10 | 1964-03-19 | Gewerkschaft Baden Kalisalzber | Eindicker |
| DE2833620A1 (de) * | 1978-07-31 | 1980-02-14 | Gottfried Dr Ing Kronenberger | Kraehlwerk, insbesondere eines schlammabscheiders |
| DE4000307A1 (de) * | 1990-01-08 | 1991-07-11 | Passavant Werke | Raeum- oder eindickkraehlwerk |
-
1996
- 1996-08-08 DE DE19632007A patent/DE19632007C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1165551B (de) * | 1960-05-10 | 1964-03-19 | Gewerkschaft Baden Kalisalzber | Eindicker |
| DE2833620A1 (de) * | 1978-07-31 | 1980-02-14 | Gottfried Dr Ing Kronenberger | Kraehlwerk, insbesondere eines schlammabscheiders |
| DE4000307A1 (de) * | 1990-01-08 | 1991-07-11 | Passavant Werke | Raeum- oder eindickkraehlwerk |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19632007A1 (de) | 1998-02-12 |
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