DE19543743C2 - Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung von Menge und Vorwärmung der Verbrennungsluft an seitenbeheizten Regenerativwannen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung von Menge und Vorwärmung der Verbrennungsluft an seitenbeheizten Regenerativwannen

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung von Menge und Vorwär­ mung der Verbrennungsluft an seitenbeheizten Regenerativwannen nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
In seitenbeheizten Regenerativwannen besteht die Schwierigkeit, jedem Bren­ ner die entsprechende Luftmenge zuzuführen, die der diesem Brenner zuge­ ordneten Öl- oder Gasmenge entspricht. Auch dann, wenn im Neuzustand die Kanäle in den Kammern noch vollkommen offen sind, ist es schwierig, beim Bau der Wanne eine Zuordnung der Luft zu finden, die der optimalen Fahrwei­ se dieser Wanne gerecht wird. Insbesondere ist bei Lastwechsel der Wanne eine Verschiebung der Temperaturkurve über die Längsrichtung der Wanne erforderlich, die dann zwangsläufig zu unterschiedlichen Stöchiometrien in den einzelnen Brennern führt.
Im Laufe der Wannenreise setzt sich insbesondere die Kammer in Doghouse- Nähe, d. h., dort, wo das Gemenge auf dem Glasbad liegt, wesentlich stärker als die stromabwärts gewandten Kammerteile zu, so daß im Laufe der Zeit das Luftangebot in dem Bereich der Gemengeeinlage immer geringer wird. Gerade dort aber wird die größte Energiemenge gebraucht, weil dort das Ge­ menge eingeschmolzen werden muß.
Das führt zwangsläufig dazu, daß sich das Temperaturprofil in der Längs­ achse der Wanne verschiebt. Einen Ausgleich über die Öl- oder Gasmengen der Brenner herbeizuführen führt dazu, daß es im Bereich des ersten Brenner­ paares stromabwärts gesehen zu einer stark unterstöchiometrischen Verbren­ nung kommt und in dem Bereich Richtung Durchlaß zwangsläufig zu einer stark überstöchiometrischen Verbrennung. Diese stark überstöchiometrische Verbrennung in dem ohnehin heißesten Teil der Wanne führt zu sehr hohen NOx-Werten. Das ist der Grund, warum bei den seitenbeheizten Regenerativ­ wannen im Durchschnitt höhere NOx-Werte als bei den U-Flammenwannen anzutreffen sind, die pro Seite nur eine Kammer aufweisen.
Auch eine Trennung der Kammern in einzelne Bereiche durch Kammertrenn­ wände führt nicht zum Erfolg, da der Abgas-Sammelschacht unter den Kam­ mern nicht getrennt werden kann, da das Abgas in diesen Sammelschacht aufgenommen und abgeführt werden muß, d. h., es ist unter den Kammern ein relativ großer Raum gegeben, der in seiner Dimension nicht verkleinert wer­ den kann, weil sonst der rauchgasseitige Widerstand einer Wanne zu hoch würde. Dieser große Raum unterhalb der Kammern würde auch bei einer Trennung der einzelnen Kammerbereiche zu einem Druckausgleich führen, so daß trotz der Trennung im Gemengebereich zu wenig Luft und im Läuterteil zu viel Luft anzutreffen ist.
Durch die DE 42 36 677 A1 ist ein Verfahren nach dem Oberbegriff des An­ spruchs 1 bekannt, bei dem zur Aufteilung von Verbrennungsluft im Heißteil des Regenerators ein oder zwei Luftstrahlen im Gegenstrom zur aufzuheizen­ den Verbrennungsluft alternativ an folgenden Stellen eingeblasen werden:
  • a) bei ungeteilten Kammern in den Brennern,
  • b) bei geteilten Kammern an Kammertoren gegen die Eintrittsöffnung,
  • c) in Richtung auf die Brenner,
  • d) am Kammerfuß gegenüber den Kammertoren,
  • e) gleichsinnig mit dem Luftstrom im Kammerkopf, auf die lichte Brenneröff­ nung ausgerichtet,
  • f) als Throughport-Brennerlanze, deren Düse gegen den Verbrennungsluft­ strom im Brenner gerichtet ist.
Bei zwei Düsen mit einem Strahlwinkel von 19° sollen sich in einer Entfernung von ca. 3 m an der Stelle der Kammertore Strahlquerschnittsflächen bilden, die annähernd aus zwei Kreisflächen von je 1 m Durchmesser bestehen, die eng aneinander liegen. Dabei hängt die verfahrensgerechte Positionierung von dem niedrigsten Druckluftbedarf ab, ist also verfahrensabhängig variabel. In allen beschriebenen Fällen soll mit einer Düse oder zwei Düsen ein verhält­ nismäßig großer Strömungsquerschnitt abgedeckt werden, was bei der Ge­ schwindigkeitsverteilung in einzelnen Luftstrahlen schwierig, wenn nicht gar unmöglich ist, zumindest aber eine genaue Justierung bzw. Positionierung der Düsen voraussetzt.
Bei einer nicht flächendeckenden Anordnung von Düsen tritt jedoch folgendes, insbesondere regelungstechnisches Problem auf: Eine Düsenströmung ist in­ homogen, das Geschwindigkeitsmaximum und damit das Maximum der Reich­ weite liegt in der Strömungsachse. Bei einer Drosselung der Gasmenge gehen Reichweite und maximaler Querschnitt zurück.
Damit ist die "Bremswirkung" gegenüber der ankommenden Luft nicht nur stark inhomogen, sondern auch reichweitenabhängig. Auch ist die Durchmi­ schung von Gasen unterschiedlicher Temperaturen extrem schlecht (Schlie­ renbildung). Die vorstehend genannte Schrift befaßt sich weder mit diesem Problem, noch mit einer Lösung, und zwar auch nicht andeutungsweise.
Durch die DE 32 34 707 C2 ist es bei Einkammerregeneratoren mit einem un­ geteilten Packungsbett bekannt, zum Steuern der Verteilung von Gasströmen in Regeneratoren im Verteilerraum weit unterhalb der Schlitzbögen eine Düse oder in jeweils einem Düsenrohr eine Düse oder mehrere Düsen für die Erzeu­ gung einer Gegenluftströmung anzuordnen, um die Wirkung der Gegenströ­ mung über einen größeren Bereich zu verteilen.
Es wird ausdrücklich als günstig bezeichnet, die Gasdüsen annähernd in der Mitte zwischen den Schlitzbögen bzw. Trägerbögen und dem Boden des Ver­ teilerraumes anzuordnen. Damit können aber auch wiederum nur sogenannte Freistrahlen erzeugt werden, deren Querschnitte und Reichweiten stark von der Gasmenge abhängen, so daß die räumliche Verteilung der Bremswirkung und damit die räumliche Verteilung der in das Packungsbett eintretenden Luft­ strömung stark von Zufälligkeiten abhängt. Außerdem kann nur die aufsteigen­ de Kaltluft gekühlt werden, die die Schlitzbögen ohnehin schon kühlt, nicht aber die Schlitzbögen bei entgegengesetzter Strömungsrichtung.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, für die eingangs an­ gegebenen Regenerativwannen Maßnahmen und Mittel anzugeben, durch die ohne Wirkungsgradverluste die den einzelnen Brennerports zugeführte Ver­ brennungsluftmenge pro Zeiteinheit für die Dauer der Wannenreise individuell und ohne großen Aufwand einstellbar ist, so daß trotz eventuellen Quer­ schnittsverminderungen durch Ablagerungen die Temperaturverteilung über die Wannenlänge weitgehend konstant gehalten und der Bildung von NOx ent­ gegengewirkt wird, und durch die unterhalb der Kammergitterung eine Luft­ menge zur Verfügung gestellt wird, die ganz gleichmäßig dem Abgasstrom zu­ geführt wird.
Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt bei dem eingangs beschriebenen Verfahren erfindungsgemäß durch die Merkmale im Kennzeichen des Patent­ anspruches 1.
Durch die erfindungsgemäße Verteilung der Gegenluftströmung auf eine Viel­ zahl von Strömungen, die über den Summenquerschnitt mehrerer Zwischen­ räume zwischen den Schlitzbögen verteilt angeordnet sind, kann in einfacher Weise eine wirksame und nahezu gleichmäßige Verteilung der Bremswirkung in jedem dafür vorgesehenen Bereich herbeigeführt werden. Durch die Aus­ richtung der Düsenströmungen an den engsten Stellen, nämlich in die Zwi­ schenräume zwischen den Schlitzbögen, übernehmen deren Seitenflächen ei­ ne Führungsfunktion und erzeugen eine Richtwirkung und eine flächenmäßige Verteilung selbst dann, wenn die Düsen nicht genau auf die Symmetrieebenen der Zwischenräume ausgerichtet sind.
Die Bremswirkung ist zwar gewollt druckabhängig und damit regelbar, jedoch bricht die Bremswirkung nicht überproportional zusammen, wenn die Reich­ weite und damit der Durchmesser der Einzelstrahlen geringer wird. Zufällig­ keiten in der Strömungsverteilung werden sehr weitgehend ausgeschlossen und die Regelung dadurch deutlich reproduzierbarer.
Wird in dem Bereich einer Matrix eine Vielzahl stärkerer Gegenströmungen er­ zeugt, so weicht die ankommende bzw. aufsteigende Luft - gezielt und gewollt - in Richtung der Kammer mit einer anderen Matrix aus, durch die geringere Gegenluftströmungen erzeugt werden, weil die stärkere Verschmutzung der betreffenden Kammer kompensiert werden soll. Damit können exakte Luft­ mengenverteilungen sowohl bei unterteilten als auch bei nicht unterteilten Kammern erzeugt werden. In der Praxis wächst der Gegendruck gegen die aufsteigende Luft von der Beschickungszone der Wanne in Richtung auf de­ ren Läuterzone. Diese Art der Regelung ist nicht mit einem Wirkungsgradver­ lust in den einzelnen Kammern verbunden.
Ein weiterer Vorteil besteht auch dann, wenn unterhalb der Kammer eine Nachverbrennung der Ofenabgase durch Einleitung von Frischluft ausgeführt werden soll, um eventuell aus einer reduzierenden Verbrennung stammendes CO in CO2 umzuwandeln. Bekanntlich mischen sich kalte und heiße Gase auf­ grund unterschiedlicher Viskositäten nur ungenügend, so daß in den heißen Gasen sogenannte "Strähnen" von Kaltluft erzeugt werden, die örtlich unter­ schiedliche Reaktionen zur Folge haben, d. h., daß noch in großer Entfernung von den Schlitzbögen ungemischte Frischluft und CO-haltige Abgase vorhan­ den sind, in denen das CO nicht mehr zu CO2 oxidiert werden kann.
Die Erfindung vermeidet nun durch Vergleichmäßigung der Strömung und Ver­ besserung der Durchmischung zusätzlich auch noch zumindest sehr weitge­ hend diesen "Strähneneffekt" und ermöglicht die praktisch vollständige Umset­ zung von CO zu CO2. Das wiederum ermöglicht den Betrieb der Schmelzwan­ ne bei leicht unterstöchiometrischen Bedingungen, wodurch der umweltschäd­ liche NOX-Anteil in den Abgasen sehr stark reduziert wird.
Es ist dabei besonders vorteilhaft, wenn im Zuge weiterer Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens:
  • - die Gegenluftströmungen einer jeden Kammer durch eine Matrix von gruppenweise geregelten Düsen erzeugt werden;
  • - den Ofengasen in der Abfuhrphase mittels der Düsen Luft beigemischt wird.
Die Anlage wird zweckmäßigerweise so betrieben, daß über einen Bypass für die zur Steuerung notwendigen Magnetventile eine Restluftmenge auf der Lei­ tung bleibt, in dem Fall, in dem die Kammer als abziehende Kammer fungiert. Diese geringe Luftmenge hat dann zwei Funktionen. Erstens werden damit die hoch hitzebeständigen Stahlrohre gekühlt und zweitens steht unterhalb der Kammergitterung eine Luftmenge zur Verfügung, die ganz gleichmäßig dem Abgasstrom zugeführt wird.
Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Steuerung von Menge und Vorwärmung der Verbrennungsluft an seitenbeheizten Regenerativwannen nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 5.
Zur Lösung der gleichen Aufgabe ist eine solche Vorrichtung erfindungsge­ mäß gekennzeichnet durch die Merkmale im Kennzeichen des Patentanspru­ ches 5.
Es ist dabei im Zuge weiterer Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vor­ richtung besonders vorteilhaft, wenn:
  • - die Strömungskanäle aus hitzebeständigen Metallrohren bestehen, die senkrecht zu den Schlitzbögen verlaufen,
  • - die Metallrohre auf die Oberkanten der Schlitzbögen aufgelegt sind und wenn die Düsen über den Zwischenräumen zwischen den Schlitzbögen angeordnet sind,
  • - mehrere, einem Brennerport zugeordnete Metallrohre zu einer Gruppe zusammengefaßt sind, die an ein gemeinsames Stellventil ange­ schlossen ist,
  • - den Stellventilen jeweils eine Bypass-Leitung mit einem weiteren Stell­ ventil zur Einstellung einer Mindestluftmenge pro Zeiteinheit zugeordnet ist, und wenn
  • - die Metallrohre untereinander einen Abstand von 100 bis 500 mm, vor­ zugsweise 200 bis 250, aufweisen.
Die zur Steuerung notwendigen Luftmengen sind relativ gering und hängen natürlich von dem Druck der zur Verfügung stehenden Sperrluft ab. Bei dem vorgesehenen Aufbau liegen die Rohre auf der Oberkante der Schlitzbögen auf, so daß eine Auflage alle 200 bis 250 mm gegeben ist. Dabei werden die Rohre nur lose aufgelegt, um Längenänderungen frei aufnehmen zu können. Da die Rohre einen sehr geringen Durchmesser haben, können sie direkt durch eine entsprechende Bohrung durch die Wand eingeführt und auch wieder her­ ausgenommen werden.
Dabei ist die Gefahr der Verschmutzung der Düsenöffnung relativ gering, da sie a) dem Abgasstrom gleichgerichtet sind und b) immer mit Luft beaufschlagt werden. Selbst bei leicht reduzierender Fahrweise ist die Temperatur der Rohroberfläche aufgrund der Kühlung so niedrig, daß keine Gefahr für die ent­ sprechenden Stähle besteht.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird nachstehend an­ hand der Fig. 1 bis 5 näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch einen Regenerativwärmetauscher mit den Strömungskanälen für die Sperrluft, wobei die Schnitt­ ebene senkrecht zur Ofenlängsachse verläuft,
Fig. 2 den unteren Teil von Fig. 1 in vergrößertem Maßstab,
Fig. 3 einen Horizontalschnitt durch den Gegenstand von Fig. 1 un­ mittelbar oberhalb der Strömungskanäle mit einer Draufsicht auf diese und die darunterliegenden Schlitzbögen,
Fig. 4 eine Seitenansicht des Gegenstandes von Fig. 1 in Richtung des Pfeils IV in Fig. 1 in verkleinertem Maßstab, und
Fig. 5 ein Schaltbild der Strömungskanäle für die Sperrluft.
In den Fig. 1, 2 und 3 ist ein Regenerativwärmetauscher 1, bzw. sind Teile davon dargestellt, der auf der rechten Seite einer Schmelzwanne angeordnet ist, die man sich links vorzustellen hat. Derartige Wärmetauscher sind stets spiegelsymmetrisch auf beiden Seiten der Schmelzwanne angeordnet, wenn es sich um eine solche mit Seitenbeheizung handelt. Der gegenüberliegende Wärmetauscher ist nicht dargestellt.
Im unteren Teil des Wärmetauschers ist eine Sammelkammer 2 angeordnet, die mit einem seitlich angeordneten Vorkanal 3 in Verbindung steht. Der Vor­ kanal 3 ist Teil eines gemeinsamen Gasraums für die alternierende Zufuhr der Verbrennungsluft und die Abfuhr der Ofengase, was jedoch bekannt und da­ her nicht im einzelnen dargestellt ist.
Die "Decke" der Sammelkammer 2 wird durch eine Reihenanordnung von Schlitzbögen 4 gebildet, die man sich als Scheiben eines Gewölbes denken kann und die etwa gleich breite Schlitze 5 zwischen sich einschließen, die von der Sammelkammer 2 nach oben durchgehend ausgebildet sind. Schlitzbögen und Schlitze verlaufen in Fig. 1 senkrecht zur Zeichenebene. Die Schlitzbö­ gen bilden so ein gitterähnliches Gewölbe, und ihre Oberkanten 6 liegen in ei­ ner waagrechten Ebene.
Auf diesen Oberkanten 6 liegen in paralleler Ausrichtung zueinander mehrere Strömungskanäle 7 auf, die aus hitzebeständigen Metallrohren bestehen und in der Mitte zwischen jeweils zwei Schlitzbögen 4 bzw. in der Mitte eines Schlitzes 5 je eine nach unten gerichtete Düse 8 aufweisen, die in der einfach­ sten Form als radiale Bohrung ausgeführt ist. Durch Zahl und Abstand der Schlitze 5 einerseits und der Strömungskanäle 7 andererseits wird so für je­ den einzelnen Brennerport 15 eine waagrechte Matrix von Düsen 8 gebildet, die aufgrund ihrer Versorgung mit Druckluft eine weitgehend gleichmäßig ver­ teilte Gegenströmung zur Verbrennungsluft erzeugen, die mittels der in Fig. 5 gezeigten Stellventile 9 einstellbar ist. Wie speziell aus Fig. 2 ersichtlich ist, erfolgt durch die Schlitzbögen eine hervorragende Richtwirkung auf die einzel­ nen, von den Düsen ausgehenden Gegegenluftströmungen.
In der Abgasphase kann mittels der gleichen Düsen der Abgasströmung, die in entgegengesetzter Richtung verläuft, gleichfalls Luft zur Nachverbrennung schädlicher Komponenten beigemischt werden, diesmal aber als Gleichstrom.
Über den Schlitzbögen 4 ist in einer Kammer 10 mit rechteckigem Grundriß die übliche Kammergitterung 11 angeordnet, die aus durchbrochenem Feuer­ fest-Material mit senkrechten Strömungswegen besteht und zur Wärmespei­ cherung dient. Ein über der Kammergitterung 11 befindlicher Sammelraum 12 ist nach oben hin durch ein Kammergewölbe 13 abgeschlossen und steht in Richtung auf die Schmelzwanne über Kanäle 14 mit einer entsprechenden Zahl von Brennerports 15 in Verbindung, von denen hier nur einer im Schnitt dargestellt ist. Das Ende eines Brennerhalses ist bei 16 dargestellt.
Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht der unterhalb der Wärmetauscher 1 angeord­ neten Sammelkammern 2, 2a, 2b, 2c, die mit dem durchgehenden Vorkanal 3 in Parallelschaltung verbunden, gegeneinander aber durch Zwischenwände 17 getrennt sind. Deutlich zu erkennen ist die Gewölbeform der Schlitzbögen 4, deren in einer Ebene liegende Oberkanten 6 und die darauf aufgelegten Strö­ mungskanäle 7, die senkrecht zur Zeichenebene und zur Ofenachse verlaufen und äquidistant verteilt sind. Eine Außenwand 18 am Ende der Läuterzone be­ grenzt den dort befindlichen Wärmetauscher. Eine Zwischenwand 19 ist nicht zwingend erforderlich und daher nur gestrichelt dargestellt.
Die Aufteilung der Strömungskanäle 7 in Gruppen 7a, 7b und 7c gemäß Fig. 5 erfolgt nach Maßgabe der Lage der Zwischenwände 17 zwischen den ein­ zelnen Sammelkammern 2, 2a, 2b und 2c bzw. nach Maßgabe der Zuordnung zu den einzelnen Brennerports, um zugehörige Luftströmungen durch die ein­ zelnen Gegenluftströmungen entsprechend steuern oder regeln zu können.
Jede Gruppe 7a, 7b und 7c besitzt ein eigenes Stellventil 9, so daß die Ge­ genluftmenge für jede Gruppe im Sinne der einleitenden Ausführungen indivi­ duell einstellbar oder regelbar ist. Mittels Bypass-Leitungen 20 und weiteren Stellventilen 21 kann eine gleichfalls einstellbare Mindestluftmenge pro Zeit­ einheit durchgelassen werden, beispielsweise zur Nachverbrennung von Ab­ gaskomponenten und/oder zur Kühlung der Metallrohre, was gleichfalls wich­ tig ist.
Bezugszeichenliste
1
Regenerativwärmetauscher
2
Sammelkammer
2
a Sammelkammer
2
b Sammelkammer
2
c Sammelkammer
3
Vorkanal
4
Schlitzbögen
5
Zwischenräume
6
Oberkante der Schlitzbögen
7
Strömungskanäle
7
a Gruppe Strömungskanäle
7
b Gruppe Strömungskanäle
7
c Gruppe Strömungskanäle
8
Düsen
9
Stellventil
10
Kammer
11
Kammergitterung
12
Sammelraum
13
Kammergewölbe
14
Kanäle
15
Brennerports
16
Ende Brennerhals
17
Zwischenwände
18
Außenwand
19
Zwischenwand
20
Bypass-Leitung
21
Stellventil

Claims (9)

1. Verfahren zur Steuerung von Menge und Vorwärmung der Verbrennungs­ luft an seitenbeheizten Regenerativwannen mit einer Beschickungszone, einer Läuterzone und mit mehreren beiderseits der Wanne in deren Längsrichtung zwischen der Beschickungszone und der Läuterzone angeordneten Brennerports (15) mit Brennern und zugehörigen Regene­ rativwärmetauschern (1), die aus jeweils mindestens einer Kammer (10) mit einer Kammergitterung (11) mit im wesentlichen senkrechten Strömungskanälen bestehen, wobei die Kammergitterung (11) auf beabstandeten Schlitzbögen (4) ruht und die mindestens eine Kammer (10) einer Ofenseite mit einem gemeinsamen Gasraum für die alternie­ rende Zufuhr der Verbrennungsluft und die Abfuhr der Ofengase verbun­ den ist und wobei die dem jeweiligen Brennerport (15) zugeführte Verbrennungsluftmenge durch Gegenluftströmungen gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß
  • a) der durch die Schlitzbögen (4) aufströmenden Verbrennungsluft die Gegenluftströmungen mittels mindestens einer Matrixanordnung von unterhalb der Kammergitterung (11) befindlicher, nach unten zwischen die Schlitzbögen (4) gerichteter Düsen (8) entgegengesetzt werden
  • b) und daß die Gegenluftströmungen jeweils einer Matrixanordnung für jeweils benachbarte Brennerports (15) unabhängig voneinander nach Maßgabe des Luftbedarfs des dem Brennerport (15) zugeordneten mindestens einen Brenners eingestellt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegen­ luftströmungen einer jeden Kammer (10) durch eine Matrixanordnung von gruppenweise geregelten Düsen (8) erzeugt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegen­ luftmengen pro Zeiteinheit von der Beschickungszone in Richtung der Läuterzone zunehmend eingestellt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Ofen­ gasen in der Abfuhrphase mittels der Düsen (8) Luft beigemischt wird.
5. Vorrichtung zur Steuerung von Menge und Vorwärmung der Verbren­ nungsluft an seitenbeheizten Regenerativwannen mit einer Beschic­ kungszone, einer Läuterzone und mit mehreren beiderseits der Wanne in deren Längsrichtung zwischen der Beschickungszone und der Läuter­ zone angeordneten Brennerports (15) mit Brennern und zugehörigen Regenerativwärmetauschern (1), die aus jeweils mindestens einer Kammer (10) mit einer Kammergitterung (11) mit im wesentlichen senkrechten Strömungskanälen besteht, wobei die Kammergitterung (11) auf Schlitzbögen (4) mit Zwischenräumen (5) ruht und die mindestens eine Kammer (10) einer Ofenseite mit einem gemeinsamen Gasraum für die alternierende Zufuhr der Verbrennungsluft und die Abfuhr der Ofen­ gase verbunden ist und wobei Düsen (8) zur Erzeugung von Gegenluft­ strömungen zur Steuerung der dem jeweiligen Brennerport (15) zuge­ führten Verbrennungsluftmenge vorhanden sind, dadurch gekennzeichnet, daß
  • a) unterhalb der Kammergitterung (11) zueinander parallel und zu den Schlitzbögen senkrecht verlaufende Strömungskanäle (7) mit in mindestens einer Matrixanordnung senkrecht ausgerichteten Düsen (8) angeordnet sind die nach unten in die Zwischenräume (5) zwischen den Schlitzbögen (4) gerichtet sind,
  • b) und daß die jeweils einem Brennerport (15) zugeordnete Matrixanord­ nung von Düsen (8) über jeweils ein Stellventil (9) an mindestens eine Druckluftquelle angeschlossen sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungskanäle (7) auf die Oberkanten (6) der Schlitzbögen (4) aufgelegt sind und daß die Düsen (8) über den Zwischenräumen (5) zwischen den Schlitzbögen (4) angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere, einem Brennerport (15) zugeordnete Strömungsknäle (7) zu jeweils einer Gruppe (7a, 7b, 7c) zusammengefaßt sind, die an ein gemeinsames Stellventil (9) angeschlossen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß den Stell­ ventilen (9) jeweils eine By-Pass-Leitung (20) mit einem weiteren Stell­ ventil (21) zur Einstellung einer Mindestluftmenge pro Zeiteinheit zuge­ ordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungskanäle (7) voneinander einen Abstand von 150 bis 300 mm, vorzugsweise von 200 bis 250 mm, aufweisen.
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