DE1936474B - Verfahren zum Herstellen und Abdichten von Gräben und Schächten - Google Patents

Verfahren zum Herstellen und Abdichten von Gräben und Schächten

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DE1936474B
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bentonite
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English (en)
Inventor
Mamoru Tokio Shinozaki
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Takenaka Komuten Co Ltd
Original Assignee
Takenaka Komuten Co Ltd

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Description

Bentonit-Suspension als Stabilisierungs- und Abdici»- F i g. 5 Skizzen zur Erklärung von Versuchen, bei
tungssuspension verwendet. Dabei kann zur Erhöhung 40 denen eine Suspension mit einem Zusatz aus Asbest des Suspensionsdruckes eine Ton-Suspension, z. B. und einem oberflächenaktiven Mittel mit unterschied-Schwerspat, zugegeben werden. liehen Rührer-Drehzahlen gerührt wurde, um so die
Das in der Bentonitlösung enthaltene Bentonit ge- Verteilung zu beobachten, in denen die Asbestkonzenliert mit den Calcium-Ionen des Betons, so daß die tration in einer geeigneten Tiefe unterhalb der Flüssigdabei gebildeten gelierten Filme die Verbindungsstelle 45 keitsoberflächc auftritt.
der gegossenen Betonblöcke überziehen. Dies hat In F i g. 1 ist ein Graben Il zum Bau einer Schlitzbeispielsweise beim Bau durchgehender Wände zur wand gezeigt. Mit 2 ist eine Suspension aus Bentonit Folge, daß die einzelnen Blöcke nur eine schwache und Asbest bezeichnet, die in den Graben 1 gefüllt Verbindung untereinander eingehen. ist, um das Gelände zu stützen. Die Kiesschicht 4
Beim Vergießen von vertikalen Wänden oder Bohr- 50 liegt unterhalb des Bodens 3. Mit 5 sind Asbestflocken löchern mit einer einzelnen Leckstelle in einer be- und mit 6 ein dünner Asbestfilm bezeichnet, der an stimmten Tiefe von der Erdoberfläche ist es beim den Grabenwänden haftet.
Schlitzv/andverfahren, bei dem eine Bentonit-Suspen- Versuche haben gezeigt, daß bei Verwendung einer
sion verwendet wird, nicht möglich, die Konzentration Wasser und Bentonit enthaltenden Suspension im herdes Bentonits in der eingefüllten Suspension lediglich 55 kömmlichen Schlitzwandverfahren diese durch die in einem bestimmten Bereich lokal zu erhöhen. Das Grabenwand dringt, wenn der Graben 1 mit ihr gefüllt heißt, die verwendete Bentonit-Suspension besitzt eine ist. Dies liegt beispielsweise daran, daß in einer gegleichförmige Konzentration. Aus diesem Grunde muß wissen Tiefe eine Kiesschicht 4 liegt, durch die die bei Erdschächten in derartigem Boden der gesamte Suspension 2 stark absickert. Ist die Bentonit-Suspenverwendete Stabilisator eine hohe Bentonitkonzentra- 60 sion dagegen mit Asbestflocken 5 aus feinen Fasern tion aufweisen, so daß große Bentonitmengen benötigt gemischt, so wird der Asbest in der Bentonit-Suspenwerden und die Baukosten unvermeidlich ansteigen. sion verteilt. Wird die so hergestellte Suspension in Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zu den Graben 1 gefüllt, so folgen die in der Suspension 2 schaffen, mit dessen Hilfe beim Bau von Erdschächten suspendierten Asbestflocken 5 dem Sickerstrom, so daß oder Schlitzwänden das Absickern der Suspension 65 sie in die Hohlräume der Kiesschicht 4 gezogen werden, auch an einzelnen begrenzten Stellen auf einfache Dabei haften sie in den Hohlräumen und bilden all-Weise verhindert wird und bei dem die Oberflächen- mählich einen Asbestfilm 6, der schließlich die Sickeruualität des in einen Wandschacht oder ein Bohrloch öffnungen verschließt.
Die Erfindung wird nunmehr an Hand der im fol- waad haftende Asbest sich chemisch sehr fest mit dem
genden beschriebenen Versuche näher erläutert. Zement verbindet.
v . Als nächstes wurde ein Versuch durchgeführt, wobei
versucn ι Asbest ohne jeglichen Bentonitzusatz in Wasser ver-
Wie in F i g. 2 dargestellt, wurde ein Zylinder 7 aus 5 teilt wurde.
Acrylharz mit einer Länge von 1000 mm und einem Versuch 2
Durchmesser von 85 mm senkrecht auf einen Sockel
gestellt. Der Zylinder 7 wurde an seinem Boden bis Zunächst wurde zu 300 cm3 Wasser zu gleichen
zur Ausflußöffnung 9 mit feinem Sand 8 gefüllt. Auf Teilen Asbest der Güteklassen 5 R und 7M ent-
den Sandkörnern 8 wurde bis zu einer Höhe von io sprechend der Tabelle der Standard Gradings In
330 mm eine Kiesschicht 10 mit einer Korngröß; von Quebec, Canada, zugegeben. Dieser Masse wurden
10 bis 25 mm angeordnet. ferner 7,5 g der vorher erwähnten Carboxymethyl-
In den so mit Sandkörnern und Kies gefüllten cellulose (CMC) zugefügt. Zur Herstellung einer
Zylinder 7 wurden 7,51 Bentonit-Suspension 11 mit Suspension wurde diese Lösung dann mit einem
4 Gewichtsprozent (auf der Basis des Wassers) Ben- 15 Rührer durchgerührt.
tonit gefüllt. Darauf wurde in 90Sekunden die ge- Darauf wurde, wie in Fig. 3A gezeigt, ein an
samte Bentonit-Suspension 11 durch die Rohrleitung 9 beiden Enden offenes zylindrisches Vinylrohr 13 mit
des Zylinders 7 abgezogen und in einen mit einer Meß- einem Durchmesser von 1·-j mm vertikal 300 mm tief
einteilung versehenen Behälter 12 gef Ht. in einen großen Glasbehälter Ij eingeführt, der vorher
In einem weiterer Versuch wurde der 7,51 Bentonit 20 mit trockenem feinem Sand 14 gefüllt worden war.
enthaltenden Suspension A-.bestflocken zugegeben. Darauf wurde geprüft, ob im Sand keine Verwölbung
Diese Suspension wurde auf die obere Oberfläche der oder Verspannung eingetreten war, und die oben be-
Kiesschicht 10 gegossen. Darauf wurden innerhalb schriebene Asbest enthaltende Suspension, wie in
etwa 160 Sekunden etwa 51 Flüssigkeit abgeführt, F i g. 3 B gezeigt, in das Vinylrohr 13 gegossen,
etwa 2,51 konnten nicht abfließen. as Nunmehr wurde das Vinylrohr 13 vorsichtig nach
Durch Zugabe von geeignetem pastösem Material, oben aus dem feinen Sand 14 herausgezogen, wodurch
beispielsweise Carboxymethylcellulose (CMC), zum sich ein Loch 13' mit einem Durchmesser von 100 mm
letzterwähnten Suspension-Stabilisator wurde eine und einer Tiefe von 300mm ergab (Fig. 3C). Ein
noch bessere Wasserabdichtwirkung erzielt. Einbrechen der Wand des Loches 13' konnte nicht
Der Unterschied in der Wasserabdichtwirkung der 30 beobachtet werden,
beiden flüssigen Stabilisatoren dürfte daher rühren, v . ,
daß das Bentonit in Form kleiner Teilchen vorliegt, versuch 5
während der Asbest aus Flocken und feinen Fasern Nach den unten angegebenen Vorschriften wurde
besteht, die genügend lang sind, die Hohlräume der eine Asbest und eine Bentonit enthaltende Suspension
Kiesschicht 10 zu verstopfen. Die Faserstärke beträgt 35 hergestellt. Damit wurden Versuche zum Vergleich
etwa IPO Ä. Dadurch werden die Hohlräume der Kies- des Leistungsvermögens der beiden Suspensions-Arten
schicht 10 usw. in befriedigender Weise verstopft. angestellt (sämtliche Prozentangaben in Gewichts-
Der in dem Verfahren gemäß der Erfindung zum prozent auf der Basis der Wassermenge):
Bau von Schlitzwänden verwendete Asbest braucht . 50/ δ b
nicht notwendigerweise eine große Stapellänge zu be- 40 2 5, ° Asbest +50/ Carboxymethylcellulose
sitzen. Es kennen aueu geringe Stapellängen verwendet /0 7cMC)
werden, die in eine niedrige Güteklasse eingestuft und , ,„, JL„t„ -t
daher billig sind. \- 5J." °en on! . .0/
Die Bentonit enthaltende Suspension wird derzeit T Itf As?i°" /o
mit einer Bentonit-Konzentration von 6 bis 12 Ge- 45 ' -o/ Asbest +
wichtsprozent Wasser verwendet. Ferner reicht es aus, η 2o/° Bentonit
wenn die Asbest-Konzentration in der Asbest-Suspen- a' ^0',0 n.ntrn-t , «ο/ γκτ
sion etwa 1 % des Gewichts der Suspension beträgt. *' lo öenioiui + D '»<-«"«-
So kann die notwendige A^bestmenge weit unter d;r Zur Beobachtungsvereinfachung wurde, wie in
Bentonitmenge gehalten werden. Ein Vei gleich der 50 F i g. 4 A gezeigt, ein Glasbehälter 17 mit den Ab-
beiden Verfahren zur Stabilisierung von Wandschäch- messungen 20D · 300 · 300 mm (E-L- H) verwendet,
ten zeigt, daß bei Verwendung von Asbest geringere In der Mitte wurde zur Unterteilung des Behälters 17
Kosten entstehen. in zwei Kammern eine Glasplatte 18 vertikal auf-
Uberdies kann der suspendierte Asbest, wenn nötig, gestellt.
zurückgewonnen werden, indem er mit einem Netz 55 Eine der beiden Kammern wurde mit feinem Sand 19
od. dgl. aufgenommen und darauf komprimiert wird, (Sand wie im Versuch 2), die andere mit Wasser 20
so daß er leicht vom Wasser getrennt werden kann. gefüllt. Dem Sand 19 wurde gleichzeitig eine weitere
Wird ein Graben mit Beton gefüllt, so geliert die ausreichende Leitungswassermenge zugefügt, die dieser
Aufschlämmung und bedeckt die Verbindungsteile der absorbierte.
Betongußblöcke mit dünnen gelierten Filmen. Daher 60 Darauf wurde eine der nach obiger Vorschrift herist beim Bau von durchgehenden Schlitzwänden die gestellten Suspensionen langsam in die eine mit dem Verbindung des Betons schwach. Um diesen Nachteil Wasser 20 gefüllte Kammer gegossen. Da sämtliche zu vermeiden, wird der Suspension ein Zusatzmittel, Suspensionen ein höheres spezifisches Gewicht und beispielsweise Hminsäuresoda, zubegeben, das die eine höhere Viskosität als Wasser 20 besitzen, setzte Gelierung verhindert. Diese Suspension hält die Ver- 65 sich die Suspension im Wasser 20 ab, und das Wasser bindungsteile des Betons leicht von Bodenbestand- 20 floß langsam vom oberen Teil des Behälters 17 teilen sauber. Dadurch werden die Verbindungseigen- herab, so daß schließlich das in dieser Kammer befindschaften des Betons verbessert, da der an der Beton- üche Wasser durch die Suspension ersetzt wurde.
Darauf wurde die Glasplatte 18 vorsichtig entfernt (F i g. 4B) und die Stützwirkung der Suspension gegenüber der gebildeten Sandwand überprüft.
Dieser Versuch wurde bei den einzelnen oben aufgeführten verschieden zusammengesetzten Suspensionen wiederholt. Dabei wurden folgende Ergebnisse ermittelt:
Stabilisations-Suspension Zeitdauer der
Stützwirkung
5 0/0 Asbest (see)
1 5 °/0 Asbest+0,50Z0CMC 15
2 5 °/0 Bentonit 18
3 5°/0Bentonit + 0,5°/0CMC 0
4 2 °/0 Asbest 7,5
5 2% Asbest+ 0,5% CMC 5
6 2 °/0 Bentonit 7,5
7 2°/o Bentonit+ 0,5% CMC 0
8 0
Daraus zeigt sich, daß sich bei der Asbest-Suspension eine wesentlich bessere Stützwirkung ergibt als bei Bentonit-Suspensionen.
Versuch 4
Der im folgenden beschriebene Versuch wurde durchgeführt, um das erfindungsgemäße Verfahren zum Bau von Schlitzwänden hinsichtlich seiner wasserabdichtenden Wirkung bei Gräben in schwierigen Böden zu untersuchen.
Der Versuch wurde durchgeführt in gewachsenem Boden zwischen 0 und —1200 mm, einer Sandschlammschicht zwischen —1200 mm und —2000 mm, einer Kiesschicht zwischen —2000 mm und —8000 mm und einer Tonschicht zwischen —8000 mm und —9000 mm (von der Erdoberfläche). In diesen Boden wurde eine Bohrung eingebracht, in die durch die über der Tonschicht liegende Kiesschicht Wasser einsickert.
Ferner wurden zwei Beobachtungsschächte eingebracht, in die drei Suspensionsarten unter Verwendung von Wasser, Bentonit oder Asbest gefüllt wurden. Danmi wurden Vergleiche und Untersuchungen hinsichtlich der Veränderungen der Flüssigkeitshöhe in der Zeit angestellt.
Das verwendete Bentonit und der verwendete Asbest hatten die folgenden Zusammensetzungen:
a) Bentonit-Suspension
Bentonit 10 Gewichtsprozent auf der Basis der Wassermenge,
CMC 0,2 Gewichtsprozent auf der Basis der Wassenr.enge,
Viskosität steigerndes Mittel (Huminsäuresoda) 0,2 Gewichtsprozent auf der Basis der Wassermenge,
b) Bentonit-Asbest-Suspension
Astest 1,0 Gewichtsprozent auf der Basis der Wassermenge, Eer.tonit 6 Gewichtsprozent auf der Basis der Wassermenge, CMC 0,1 Gewichtsprozent auf der Basis der Wassermenge.
In den obenerwähnten Boden wurden ein Stahlrohr von 3CO mm Durchmesser auf eine Tiefe von 8000 mm und ein Stahlrohr von 100 mm Durchmesser auf eine Tiefe von 9000 mm getrieben, die beide auf ihrer Umfangsfläche mit in Längsrichtung verlaufenden 240 mm langen und 2,5 mm breiten Schlitzen versehen waren.
Diese aus den Stahlrohren bestehenden Beobachtungsschächte wurden mit Wasser gefüllt, und es wurde die Zeit gemessen, in der sich der Wasserspiegel
in den Schächten bis zu einer ruhenden Flüssigkeits-
oberfläche abgesenkt hatte.
Bei der Verwendung von Asbest-Bentonit-Suspension wurde festgestellt, daß nach dem Herausziehen der mit Schlitzen versehenen Rohre von 100 und 300 mm Durchmesser aus den Beobachtungsschächten Wasserabdichtnlme gebildet wurden und die Wände der Schächte stabil gehalten wurden. Darüber hinaus traten keine Suspensionsverluste ein, und es wurde nach dem Herausziehen der Rohre festgestellt, daß kein Asbest an den geschlitzten Rohren haften blieb. Daraus konnte geschlossen werden, daß die Aufschlämmung wasserabdichtende Filme auf den Schachtwänden gebildet hatte.
Bei der Analyse dieser Versuche zeigt sich, daß bei VerAendung einer Bentonit-Suspension oder einer Asbr'-Bentonit-Suspension verhindert wird, daß das üblicherweise in der Kiesschicht mit 10-3 cm/sec fließende Wasser zum Fließen kommt. Im gleichen Boden wird bei Bentonit-Suspension die Fließgeschwindigkeit auf 10-* cm/sec und bei Asbest-Suspension auf 10"e cm/sec herabgedruckt.
Daraus ergibt sich, daß die Asbest-Bentonit-Suspension hinsichtlich ihrer Abdichtwirkung der Bentonit-Suspension überlegen ist.
Auf Grund dieses Versuches wurde in dem obigen Boden eine durchgehende unterirdische Wand gebaut. Dazu wurde zunächst folgender Versuchsaushub durchgeführt:
Der für die Untersuchung verwendete Graben war 60 cm breit und 4 m lang. Während des Aushubs wurden häufi? größere Steine, beispielsweise mit einem Durchmesser von 300 mm, gefördert. Der Zustand der Grabenwände wurde mit einem Ultraschallgerät untersucht, und es konnte während des Aushubs, unmittelbar danach und nach einer Dauer von 5 Stunden nach dem Aushub kein Einbruch festgestellt werden.
Dies rührt ausschließlich daher, daß die Asbest-Bentonit-Suspension eine ausgezeichnete w. sserabdichtende Wirkung aufweist und daß der aus dieser Suspension gebildet Asbestfilm sehr fest ist. Dies ist mit einer herkömmlichen Bentonit-Suspension nicht zu erreichen.
Versuch 5
Es wurde mit einem Hochleistungsrührer mit hoher Drehzahl gerührt und die Fähigkeit zum Halten kornförmiger Teilchen oder fester Körner (beispielsweise
feiner Sand) mit den Parametern abgesetzte Menge fester Körner und Zeit verglichen.
Als Ergebnis wurde festgestellt, daß die Sandhaltefähigkeit der Suspension, die Asbest enthielt, die Dichte der Suspension erhöht. Beispielsweise besitzt eine Suspension mit einem Anteil von 1% Asbest und 0,5% CMC eine Dichte von 1,065 g/cms, die gleich ist der Dichte einer Suspension mit einer Bentonit-Konzentration von 12 bis 13%. Demgemäß kann bei einer so niedrigen Asbest-Konzentration von beispiels-
weise 1% die Dichte der durch das Quellen des Asbestes erzeugten Suspension in gewissem Maße beliebig gewählt weiden. Die Tatsache, daß die Verteilung des Asbestes in
Wasser nach Wunsch gewählt werden kann, indem die Drehzahl des Mischers variiert wird, ist durch folgenden Versuch bestätigt worden:
Tu den jeweiligen Meßzylindern 21, 22, 23 und 24 der F i g. 5, die jeder eine Tiefe von 300 mm und einen inneren Durchmesser von 70 mm aufwiesen, wurde eine Asbest-Suspension mit einem führer bei jeweils verschiedenen Drehzahlen gerührt. Die Asbest-Suspension wurde hergestellt mit 0,5 °/0 Asbest und 0,01% oberflächenaktivem Mittel.
Nach etwa 30 Minuten wurde die Asbest-Suspension in jedem Meßzylinder 21, 22, 23 und 24 in Asbestschichten 25 und eine Wasserschicht 26 entsprechend den unterschiedlichen Drehzahlen des Rührers getrennt, wie aus den Fig. 5A, 5B, 5C bzw. 5D zu sehen ist. Bei 800 U/min des Rührers wurden Asbestschichten 25 zwischen der Flüssigkeitsoberfläche und einer Höhe von etwa 30 mm darunter und zwischen dem Boden und einer Höhe von 45 mm erzeugt (Fig. 5A), bei 2800 U/min erstreckten sich die Asbestschichten zwischen der Flüssigkeitsoberflächc und 25 mm darunter und zwischen dem ßoden und einer Höhe von 90 mm darüber (F i g. 5B), bei 6000 U/min zwischen der Flüssigkeitsoberfläche und einer Höhe von 130 mm darunter und zwischen dem Boden und einer Höhe von 75 mm darüber (F i g. 5C) und bei 12 000 U/min zwischen der Flüssigkeitsoberfläche und einer Höhe von 90 mm darunter und zwischen dem Boden und einer Höhe von 150 mm darüber (F i g. 5D).
Durch Wahl der Drehzahl des Rührers kann also die Konzentration des Asbestes in bestimmten Bereichen erhöht werden, die zu einem höheren Durchlässigkeitswiderstand führt. Beispielsweise kann im Bereich einer Kiesschicht die Asbest-Konzentration höher gewählt werden als bei einer Tonschicht.
Dieses Verfahren wurde auf einer Baustelle durchgeführt. In eine Bohrung von 1 m Durchmesser und 8 m Tiefe, die zur Gründung eines Gebäudes hergestellt war, wurde eine flüssige Asbest-Suspension mit l°/0 Asbest gegossen und mit einem Rührer bei 500 U/min gerührt.
ίο In der Suspension wurde ein Ultraschallwellen erzeugender Schwinger zur Messung der von den Schachtwär.den reflektierten Wellen angeordnet. Die reflektierten Wellen wurden von einer Tiefe von etwa 5 m an stark gedämpft, so daß ein Empfang unmöglieh wurde.
Der Baugrund, in dem der Versuch durchgeführt wurde, besteht bis zu einer Tiefe von etwa 5 m von der Erdoberfläche aus einer Tonschicht, unter der Tonschicht liegt bis in eine Tiefe von 8 m eine Sandschicht. Das heißt, die Schicht bis zu 5 m Tiefe hat einen geringen Durchlässigkeitsfaktor, so daß hier kein Wasserverlust auftrat. Die Schicht zwischen 5 und 8 m besitzt jedoch einen hohen Durchlässigkeitsfaktor, da sie aus Sand besteht. Hier treten Versickerungen ein, und es wird angenommen, daß deswegen ein Empfang unmöglich war.
Zusätzlich wurde der Rührer mit einer Drehzahl von 50Ö U/min betrieben, wodurch sich das im Wasser befindliche Asbest leicht nach unten absetzte und im unteren Teil des Schachtes gesammelt wurde. Es wird angenommen, daß dies ein Grund dafür war, daß unterhalb einer Tiefe von 5 m keine Ultraschallwellen empfangen werden konnten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
209553/71

Claims (4)

eingebrachten Betons und damit die Bindeeigenschaf-Patentansprüche: ten des Betons verbessert werden, so daß Suspension eingespart und die Baukosten vermindert werden.
1. Verfahren zum Herstellen und Abdichten von Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch Gräben und Schächten, bei dem der Erdschacht 5 gelöst, daß die Suspension aus Asbest und Wasser bemit einer die Umfassungsflächen abdichtenden steht. Es kann der Wandschacht auch mit einer Suspen-Suspension gefüllt wird, dadurch gekenn- sion aus einer Asbest-Suspension, die einer Tonzeicbnet, daß die Suspension aus Asbest und Suspension zugefügt ist, gefüllt werden. Zweck-Wasser besteht. mäßigerweise wird der Suspension ein oberflächen-
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- io aktives Mittel zugegeben und die Drehzahl eines zeichnet, daß der Asbest-Suspension eine Ton- Rührers so gewählt, daß die Konzentration der Asbost-Suspension zugegeben wird. Suspenron in einer beliebigen Tiefe so eingestellt
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- -»erden kann, daß sich eine gute Wasserabdichtung zeichnet, daß der Asbest-Suspension ein ober- ergibt. Der Suspension können ferner kornförmige flächenaktives Mittel zugeführt wird und daß die 15 Teilchen zugegeben werden.
Drehzahl eines in der Suspension laufenden Ruh- An Hand der in der Zeichnung dargestellten bei-
rers so gewählt wird, daß die Asbestkonzentration spielsweisen Ausführungsform und verschiedener im
in einem beiiimmten Bereich zu einem hohen folgenden geschilderter Versuche wird die Erfindung
Durchlässigkeitswiderstand führt. näher erläutert. Es zeigt
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 3, dadurch 30 F i g. 1 den Querschnitt des Grabens zum Bau gekennzeichnet, daß der Asbest-Suspension ein einer Schlitzwand, wobei der Graben mit einer Suspen-Granulat zugeführt wird und die Drehzahl des sion aus Asbest und Wasser gefüllt ist,
darin laufenden Rührers so gewählt wird, daß F i g. 2 eine Skizze zur Erläuterung von Ver-
durch die Erhöhung der Dichte der Asbest-Suspen- suchen, die zum Vergleich der wasserabdichtenden sion eine gute Stabilisierungswirkung erzielt wird. »5 Wirkung von herkömmlicher Bentonit-Suspension mit
der Suspension nach der Erfindung, die aus einer Bentonit-Suspension besteht, in der Asbestfasern verteilt sind, angestellt wurden,
F i g. 3 Skizzen von Versuchen, die durchgeführt
30 wurden, um die wasserabdichtende Wirkung zu beobachten, wenn gemäß der Erfindung eine Suspension von Asbestfasern in Wasser ohne Bentonit verwendet Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen wird,
und Abdichten von Gräben und Schächten, wie es F i g. 4 Skizzen von Versuchen, bei denen eine ver-
beispielsweise im Tiefbau beim Bau von Schlitzwänden 35 scliiedene Anteile Asbest und verschiedene Anteile angewendet wird, wobei eine abdichtende Suspension Bentonit enthaltende Suspension verwendet wurde, verwendet wird. um die Bodenstützwirkung der beiden Stoffe zu be-
Bei einem bekannten Verfahren wird eine Natrium- obachten, und

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