DE1908884B - Bleibende Schalung zum Herstellen von mit Rippen versehenen Bauteilen - Google Patents
Bleibende Schalung zum Herstellen von mit Rippen versehenen BauteilenInfo
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Description
30
Die Erfindung betrifft eine bleibende Schalung zum Herstellen von mit Rippen verse'icnen Bauteilen
mit einer Grundplatte aus Leichtbaustoffen und Hohlkörpern aus Karton od. dgl.
Bei einer bekannten bleibenden Schalung dieser Art (belgische Patentschrift 533 459) ist eine Grundplatte
aus Leichtbaumaterial mit darauf parallel im Ahstand zueinander angeordneten langgestreekteii
Hohlkörpern aus Karton vorgesehen, die einen nach oben gewölbten halbkreisförmigen Querschnitt aufweisen
und sich mit ihren beiden Rändern jeweils in in Richtung der Hohlkörper verlaufenden Nuten an
der Oberseite der Leichtbauplatte abstützen. Dieser Aufhau läßt die Vorfertigung großflächiger Schalelemente
zu. die ein geringes Gewicht aufweisen und infolgedessen eine leichte Montage zulassen. Auch
die aus diesen Schalelementen zusammengesetzte Schalung selbst zeichnet sich durch ein entsprechend
geringes Gewicht aus. Allerdings reicht die Stabilität dieser bekannten Konstruktion in den meisten
Anwenclungsfällen nicht aus, weil eine Schalung zumindest vorsichtig begehbar sein und darüber
hinaus ein erhebliches Gewicht aushalten muß. nämlich das Gewicht der Betondecke.
Ls ist zwar bereits eine andere bleibende Schalung (,deutsche Patentschrift L 1)23 S72) bekannt, bei der
am Einsatzort die Grundplatte aus einem langgestreckten Leichtbaukörper besteht, auf den nach
unten geöffnete U-förmige Leichtbaukörper aufgesetzt werden, so daß eine tragfähige, stabile Schalung
entsteht. Der untere und die oberen Leichtbaukörper weisen jedoch ein höheres Gewicht auf als beispielsweise die auf einer Grundplatte aus Leichtbaustoffen
angebrachten Hohlkörper aus Karton. Infolge des relativ hohen Gewichts wird die Größe der vorgefertig-
ten Leik'htbaiikörper zwangläufig beschränkt, da
sonst die Handhabung dieser verlorenen Schalung Der Erfindung liegt daher die Aulgabe zugrunde,
eine verlorene Schalung zu schaden, deren Stabilität gegenüber der bekannten Schulung aus Karton erhöht
ist. bei der aber das geringe Gewicht gewahrt wird.
Als Lösung ist hierfür vorgesehen, daß bei einer bleibenden Schalung der eingangs genannten Art die
Hohlkörper aus mit einer Abdeckung verkleideten, senkrecht auf der Grundplatte angebrachten und jeweils
parallel im Abstand zueinander angeordneten Längs- und Querstegen gebildet sind, von denen die
Querstege entsprechend dem Rippenprofil des Bauteils ausgeschnitten sind und bei denen die Höhe der
Längsstege jeweils dem entsprechenden Abstand zwischen uer Grundplatte und der Gegenfläche des Bauteils
entspricht, und daß die sich kreuzenden Längsund Querstege über Einschnitte ineinandergesteckt
sind.
Der wesentliche Vorteil dieser erfindungsgemäßen Schalung besteht darin, daß sie trotz leichten Gewichts
eine relativ hohe Tragfähigkeit und Stabilität aufweist. Dies wird vor allem dadurch erreicht, daß
ihre Hohlkörper jeweils aus einer Vielzahl parallel im Abstand zueinander angeordneter Längs- und Quersteg?
gebildet sind. Hierdurch ist es möglich, eine leichte Schalung mit hoh^r Tragfähigkeit bsi geringem
Materialaufwand herzustellen. Außerdem ist eine Vielgestaltigkeit der Querstege und damit die Bildung
verschiedener Rippenprofile an den Bauteilen möglich, was beispielsweise bei der bekannten Schalung
aus bogenförmigen Hohlkörpern nicht möglich ist, ohne die geringe Stabilität dieser bekannten Konstruktion
weiter zu schwächen.
Die erfindungsgemäße Schalung wird bevorzugt außerhalb der Stelle, wo das Gießen des Betons erfolgen
soll, vorgefertigt und in Form großflächiger Schalelementc angeliefert, die auf Grund ihres geringen
Gewichts leicht montiert werde π l:önnen. Diese
Vorteile ergeben sich sowohl im Fall der Anwendung der bleibenden Schalung zur Herstellung von Decken
als auch zur Herstellung von Wänden, falls diese aus Festigkeitsgründen mit Rippen zu versehen sind. Die
erfindungsgemäße Schalung wird bevorzugt bei der Herstellung von fabrikmäßig vorgefertigten Betonteilen
verwendet. Ihr Einsatz bei der Herstellung von Ortbeton ist jedoch auch möglich.
Es ist vorteilhaft, wenn die Grundpia1 te eine Gipskartonplatte
ist und die Stege auf die Grundplatte aufgeleimt sind. Eine derartige Schalung hat den Vorteil,
daß die Unterseite ('er Grundplatte bereits eine
fertige Sichtfläche aufweist und bei entsprechender Vorfertigung an der Stelle, wo das Gießen des Betons
stattfind η soll, leicht auf die erforderlichen Abmessungen
, ugcschnitlcn werden kann.
Die Widerstandsfähigkeit der verlorenen Schalung kann dadurch verbessert werden, daß die Abdeckung
der Stege aus Bahnen aus imprägniertem Karton besteht.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die Zeichnung
näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
F i g. ! eine perspektivische Ansicht ineinandergesteckter Längs- und Querstege der erfindungsgerr'ißcn
verlorenen Schalung,
F i g. 2 eine perspektivische Ansicht der Schalung,
deren Längs- und Querstege an der Unterseite mit einer Grundplatte und oben mit einer Abdeckung
vetschen sind,
F i g. 3 eine perspektivische Ansicht: der bei der
Schalung verwendeten einzelnen Längs- und Queiliege
und
F i μ.-I eine pers|ieklivische Ansieht der fertigen
Schalung mil einem Teil einer helnnierten Decke.
Die dargestellte Schalung, die zur Herstellung von J)eeken und Wänden dienen kann, ist an der Unterseite
mit einer Grundplatte 1 versehen, die im vorliegenden Fall aus einer Ciipskernschicht besteht, die
außen jeweils mit Karton beschichtet ist. Auf die Grundplatte 1 sind Längsstege 2 und 3 sowie Quertitege
4 aufgeleimt, wobei die Ouerstege 4 entsprechend dem Rippenprofil des Bauteils ausgeschnitten
sind. Die Längsrippen 2 und 3 sind parallel zueinander
und die zueinander parallel laufenden Ouerstege 4 im rechten Winkel zu den Längsstegen 2
und 3 angeordnet. Die Stege bestehen vorzugsweise aus Karton.
Die Querstege 4 weisen, wie besonders aus F i g. 3 hervorgeht, vertikal verlaufende Einschnitte 5
und Sa auf, die, abwechselnd oben oder unten beginnend,
bis zur Mitte reichen, während die Längs- ;>tege2 entsprechende Einschnitte 6 enthalten, so daß
die Längsstege 2 abwechselnd von oben oder von unten so weit auf die Querstege 4 aufsteckbar sind,
da 13 die Ober- und Unterkanten der Längs- und Querstege
2 bzw. 4 jeweils in einer Ebene liegen Die niedrigen l.iingsstegL-3 sind ebenfalls mil Linschniiien 7
versehen, die ein Ineinandersleeken dieser Langssiege
mit den niedrigen Teilen der Querstege 4 gestatten. Nach dem Ineinandersleeken der Längs- und Quer
Stege (vgl. Fig. 1) wird dieses Sieggebilde als Ganzes
auf die Grundplatte 1 aufgebracht (vgl. Γ ig. 2) und
dort verklebt.
Aus F i g. 2 ist ferner ersichtlich, daß die ineiii;:n
der gesteckten Stege mit einer aus einzelnen Halmen K
ίο und 1J bestehenden Abdeckung verkleidet sind, wobei
diese Bahnen vorteilhafterweise aus imprägniertem Karion bestehen.
Infolge entsprechender Ausschnitte in den Queistegen
4 in Verbindung mit dem Einstecken niedrige r Längsstege 3 in den ausgeschnittenen Bereichen einstehen
längsverlaufende, seitlich von den Wänden 11 begreir/te Kanäle 10, deren Querschnitt die Form d·.·,
zu gießenden Rippen des Bauteils bestimmt.
Am Einsatzort der bleibenden. Schalung werden zunächst Bewehrungsstäbe 1"' und 14 angeordnet, und dann wird der Beton auf die Schalung aufgebracht. Es entsteht eine Betonplatte 12 mit nach unten weisenden und von den Kanälen 10 begrenzten Rip pen. Dank der Haftung zwischen der Schalung und dei<: Beton, vor allem entlang den Wänden 11, bleibt die Schalung an dem gegossenen Bauteil hängen.
Am Einsatzort der bleibenden. Schalung werden zunächst Bewehrungsstäbe 1"' und 14 angeordnet, und dann wird der Beton auf die Schalung aufgebracht. Es entsteht eine Betonplatte 12 mit nach unten weisenden und von den Kanälen 10 begrenzten Rip pen. Dank der Haftung zwischen der Schalung und dei<: Beton, vor allem entlang den Wänden 11, bleibt die Schalung an dem gegossenen Bauteil hängen.
Hierzu 1 Rlatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Bleibende Schalung zum Herstellen von mil
Rippen versehenen Bauteilen mit einer Grundplatte aus l.eichtbaustoffen und Hohlkörpern aus Ka ι ton
od. dgl., d a d u r e h g e k e η η ζ e i e Ii 11 e ι ,
daß die Hohlkörper aus mit einer Abdeckung verkleideten, senkrecht auf der Grundplatte (1)
angebrachten und jeweils parallel im Abstand zu- m einander ungeordneten Längs- und Querstegen
(2 und 3 bzw. 4) gebildet sind, von denen die Quersiege (4) entsprechend dem Rippenprofil des
Bauteils ausgeschnitten sind und bei denen die Höhe der Längsstege (2 und 3) jeweils dem entsprechenden
Abstand zwischen der Grundplatte (IJ und der Gegenzelle des Bauteils entspricht,
und daß die sich Irreuzenden Längs- und Querstege über Einschnitte ineinandergesteckt sind.
2. Schalung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (1) eine Gipskartonplatte
ist und daß die Stege auf die Grundplatte (1) aufgeleimt sind.
3. Schalung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abdeckung der Stege aus Bahnen (8 und 9) aus imprägniertem Karton
besteht.
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0617180A3 (de) * | 1993-03-26 | 1996-01-17 | Ondaplast Spa | Produkte zum Deckenbau unter Einschluss von Hohlkästen zur Gewichtserleichterung und Decken, welche mit solchen Produkten hergestellt werden. |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0617180A3 (de) * | 1993-03-26 | 1996-01-17 | Ondaplast Spa | Produkte zum Deckenbau unter Einschluss von Hohlkästen zur Gewichtserleichterung und Decken, welche mit solchen Produkten hergestellt werden. |
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