DE1908711C - Nach dem Wickelverfahren arbeitende Einrichtung zur Herstellung formbeständiger Ballen hoher Dichte aus Halmgut - Google Patents
Nach dem Wickelverfahren arbeitende Einrichtung zur Herstellung formbeständiger Ballen hoher Dichte aus HalmgutInfo
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- DE1908711C DE1908711C DE1908711C DE 1908711 C DE1908711 C DE 1908711C DE 1908711 C DE1908711 C DE 1908711C
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Description
1 908 71 I
Die Erfindung bezieht sich auf eine nach dem Wickelverfahren arbeitende Einrichtung zum Herstellen
formbeständiger Ballen hoher Dichte aus Halmgui, hei welcher der Wickelverdichter aus einer
Gruppe von mindestens drei, einen einzigen Wickelrau m bildenden, in gleichem Sinne und synchron
umlaufenden sowie gleichgestalteteri zylindrisch oder
kegelförmig ausgebildeten Wickelwalzen gebildet ist, wobei die einen Enden der Wickelwalzen gegenüber
den anderen Enden der Wickelwalzen gemeinsam um einen Verdrehungswinkel um die Symmetrieachse
des Wickelverdichters verdrehbar sind.
Solche Einrichtungen sind bekannt, sowohl als stationäre als auch als mobile. Im letzten Fall sind
sie, um sogleich auf dem Felde die Ballen herstellen zu können,
mit eirv'MTi Müh- oder Aufnehmewerk,
mit einer Transportvorrichtung, die das Gut von -lern Müh- oder Aufnehmewerk zum Wickelverdichter transportiert,
mit dem Wickelverdichter,
mit einer Schneidvorrichtung, die den Wickelstrang in die Ballen /erlegt, und
mit einem Führungsrohr, das /wischen Wickelverdichter und Schneidvorrichtung angeordnet ist,
ausgerüstet.
mit einer Transportvorrichtung, die das Gut von -lern Müh- oder Aufnehmewerk zum Wickelverdichter transportiert,
mit dem Wickelverdichter,
mit einer Schneidvorrichtung, die den Wickelstrang in die Ballen /erlegt, und
mit einem Führungsrohr, das /wischen Wickelverdichter und Schneidvorrichtung angeordnet ist,
ausgerüstet.
Die hohen Dichten, die ein Wickelverdichter herzustellen
vermag, liegen bi etwa 500 kp/m:I und
darüber.
Anlagen dieser Art befriedigen durchaus, sofern
es sieh um kleinere bis mittlere Leistungen handelt,
für große Ernteflächen ist aber eine Einrichtung erwünscht, die einen höheren Durchsatz hat.
Dieses könnte man, unter Verwendung ausschließlich des bekannten, dadurch erreichen, daß man ein
und demselben Fahrgestell zwei Hinrichtungen, wie sie bekannt sind, nebeneinander zuordnet. Auf diese
Weise würde eine Verdoppelung der Leistung der Einrichtung erreichbar sein. Die beiden Wickelverdichter
ließen sich dann so anordnen, daß jeder Verdichter seinen Halmgutvvickel nach einer der
beiden Seiten auswürfe. Offensichtlich wäre es ein Nachteil dieser Einrichtung, daß alle aufgeführten
Teilvorrichtungen dann doppelt vorhanden sein müßten. Dies wäre besonders im Hinblick auf die
beiden Wickelverdichter ein Aufwand, der nicht getrieben werden sollte.
Hier setzt die Erfindung ein. Sie ist darin zu sehen, daß erfindungsgemäß der Wickelraum an beiden
Enden offen ist und der Verdrehungswinkel in einem Bereich /wischen 90 und 180° liegt.
Bei den bisher bekannten Wickclverdichtcrn wurden Verdrehungswinkel angewandt, die weit unter
W) liegen; so wird /.. B. in der I!SA.-Patentschrift
3 244 088 ein Winkel zwischen 1 und 4" genannt (.Spalte 4, Zeilen 29 und 33). Ein Wickelverdichter, bei
dem als Verdrehungswinkel ein solcher angewandt wird, der zwischen W) und 180" liegt, vermag zwei
Gutstränge zu bilden, die sich in der Mitte des Wickclraumcs (rennen und nach beiden Seiten des
Wickclvcrdichtcrs austreten.
Durch die Anwendung sehr hoher Vcrsthränkungswinkel
der Wickelwalzen läßt sich erreichen, daß mit nur einem einzigen Wickelverdichter eine z. B.
doppelt so große Aufnahmebreite erfaßt wird, wenn nur die I.änpc der Wickelwalzen verdoppelt wird,
ohne daß die Mittel zur Lagerung der Wickelwalzen und die zur Einstellung des Verdrehungswinkel.·! vermehrt
zu werden brauchen.
Die doppelseitige Ausstoßung des Wickelstranges
sei im folgenden erklärt: Bei einem Wickelverdichter treten zwei Arten von Kräften auf, die der Kürze
halber als »Α-Kräfte« und »B-Kräfte« bezeichnet
seien.
Die A-Kräfte
ίο Diese sind am einfachsten erkennbar, wenn man
annimmt, daß der Wickelverdichter aus einer großen
Anzahl von Wickelwalzen besteht. In »Nullstellung« liegen alle Walzen parallel und umhüllen einen zylindrischen
Wickelraum. Bei stärkst möglicher Verschränkung (die um so mehr an 180° heranführt, je
dünner die Wickelwalzen angenommen werden) entsteht ein Wickelraum, der aus zwei Kegelkörpem
besteht, die mit ihren Spitzen sich berühren. Im Grenzfall unendlich vieler und unendlich dünner
Wickelwalzen kann man die den Wickelraum umschließenden Walzen durch zwei Hohlkegel ersetzen,
die gleichfalls mit den Spitzen aneinanderstoßen, wobei die öffnung dieses Wickelraums durch den
Abstand, der. die Wickelwalzen in Nullstellung aufweisen, und die halbe Länge der Wickelwalzen gegeben
ist.
Wird in einem solchen Wickelraum, z. B. durch einen /ur Kegelachse parallelen Spalt, ein Gut eingedrückt,
so wird es durch Keilwirkung in Richtung der Öffnung jedes Kegels gedrängt. Da die beiden
Teilkegel sich in entgegengesetzten Richtungen öffnen, üben sie in dem in den Doppelkegelraum eingebrachten
Gut Kräfte aus, die entgegengesetzt gerichtet sind und in jedem Tcilkegel nach außen
führen.
Diese Α-Kräfte entstehen aus den Kräften, mit denen das Gut in jeden Kegel eingeschoben wird;
sie sind immer vorhanden, wie groß auch der öffnungswinkel ist, 0 und 180° ausgenommen. Die
Α-Kräfte sind genau axial gerichtet, wenn der öffnungswinkel 45° beträgt; andernfalls liegen nur
Komponenten der Α-Kräfte axial. Die axialen Α-Kräfte sind am größten, wenn die Reibung des
Gutes an den Innenflächen des Hohlkcgels am klcinstcn
sind. Bei sehr kleinen Öffnungswinkeln und großer Reibung treten sie stark zurück.
Die B-Kräfte
Zum leichteren Verständnis dieser sollen die
">« Fig. la bzw. lh sowie 2a bzw. 2b dienen. Die
Wickelwalzen liegen in F i g. I in Nullstellung, also parallel. Es sind vier Walzen angenommen, die
gleichmäßig den Wickelraum umgeben, so daß sich zwei Walzen gerade gegenüberliegen. An dem Berührungsstrcifen
der Walze 1 mit dem Gut läuft der Streifen auf den Betrachter zu (Punkt-Schema), an
dem der Walze 3 vom Betrachter weg (Kreuz* Schema). Nur dann, wenn Reibung zwischen Gut
und Walze vorliegt, wird diese Bewegung auf die Oberfläche des Gutes übertragen. Kräfte in axialer
Richtung entstehen nicht.
Der andere Extremfall, Fig. 2: Die Wickelwalzen
sind bis 180° verschränkt (möglich nur bei Walzen ohne Dicke). Es entsteht ein doppelkegelförmiger
Wickelraum und zwei kegelförmige Gutskörper Gl und (72, und zwar unabhängig davon, ob die Lager
an beiden Enden der Wickelwalze!! um je 90° gedreht werden oder nur das Lager an dem einen Ende
I 908 71
um IM)". An dem Berührungsstreifen n der ersten
Walze 1 mit dem Gutskegel Gl findet Abwärtsbewegung
(Punkte) statt; an dem Berülmmgsstreifen b
der dritten Walze 3 mit dem Gutskegel Gl findet Abwartsbewegung statt (Kreuze). Λη dem Beruhrungsstreifen
c der Walze I mit dem Gutskegel G2 findet Abwartsbewegung statt (Kreuze), und an dem
Ikruhrungsstreifen el der Walze 3 mit dem Gutskegel (.2 findet Aufwärtsbewegung (Punkte) statt. Jede
Walze \erursacht also längs ihrer in Längsrichtung gerechneten Hälfte eine Aufwärts- und längs ihrer
anderen Hälfte eine Abwärtsbewegung, weil sie den c,nen Gutskegel mit ihrer »Vorderseite« dreht Somit
und der Gutskegel Gl nach links, der Gutskegel Gl
<-:!ch rechts ausgestoßen.
Diese Wirkungsweise geht unmittelbar auch dann I- rvor, wenn man Kräfte-Diagramme verwendet die
.- :r nicht wiederholt werden sollen (vergleiche ζ Β
cc USA.-Patentschrift 3 244 088, F i g. Ϊ 1 und 12).
V erden die Wickelwalzen weniger als 90 ver- ■■ hräiikt, so liegen die Berührungsstreifen für beide
( .itskes-el auf derselben Seite der Wa'ze; dann v.eri--;i
die beiden kegelförmigen Gutskörper eleic:,-
>.:ιηΐμ gedreht mit der Folge, daß die Axialkräfte auf
! nie Gutskörper gleichgerichtet sind, wobei die *.i..-htung sich nach dem Rotationssinn der Walzen
ι al dem Sinn der Verschränkung richtet. Dann, also 1 i.ir bis zu einem Verdrehungswinkel von 90 , ist die
■ xialkraft auf das gesamte im Wickelraum vorhan- <: -:ie Gut gleichsinnig. Nach Überschreiten von 90",
;, ο im Bereich von 90 bis 180 , wirken auf die Cuiskegel Gl und Gl Axialkräfte von entgegen-
;■ setzter Richtung.
Tatsächlich treten die A-Kräftc und B-Kräfte gemeinsam
auf. Da die Α-Kräfte auf alle Fälle, wenn auch bei kleinen Wickeln nur mit geringen Größen,
fiaeh beiden Seiten hin wirken, die B-Kräfte jedoch nur bei Verschränkungswinkcln über 90° nach beiden
Seiten wirken, so sind ohne Frage Ausstoßkräftc, die nach beiden Seiten wirken, bei Verschränkungswinkeln
ab 90'' vorhanden. Sie sind infolge des Vorhandenseins der Α-Kräfte auch schon etwas unter
90 vorhanden. Die Festlegung desjenigen Ver-•chränkungswinkels,
bei dem sie tatsächlich auftreten, ist jedoch nicht möglich, da dieser von mehferen
Faktoren, einerseits von dem der Reibungskoeffizienten sowohl durch die Art und den Zustand
des Gutes als auch durch die Oberilächcnbcschaflcn-Ilcit
der Wickclwalzcn bedingt, andererseits von Hem
Verdrehungswinkel, abhängt.
Man hat im übrigen auch in der Hand, die relative Größe der beiden entgegengesetzten Axialkräftc zu
variieren dadurch, daß man die Radien der Kreise, luf denen sich die Lager ('.er Wickclwalzen auf jeder
Seite befinden, auf beiden Seiten verschieden wählt: Jc kleiner der Radius auf einer Seite, um so kleiner
die ausstoßende Axialkraft derselben.
Zur konstruktiven Durchführung der Regel nach der Erfindung ist vorgesehen, daß die Wickelwalzcn
an beiden Enden in Pendellagern gelagert sind und daß die Pendellager in Lagerscheiben gelagert sind,
die um die Achse des Wickelverdichters verdrehbar sind, wobei entweder die Lagerscheiben beider Enden
der Wickelwalze in entgegengesetztem Sinne um je 90° oder nur die Lagerscheibe an einem Ende jeder
Wickelwalze um 180° verdrehbar ist, während die Lagerscheibe an dem anderen Ende fest mit der Einrichtung verbunden ist.
Bei der weiteren Ausbildung des Gegenstandes der Erfindung sind eine ganze Reihe von Maßnahmen
vorgesehen, so die, daß die Wickelwalzen bei kegelförmiger Ausbildung als Doppelkegelstümpfe, die
aus gleichen Teilkegelstümpfen bestehe.i, ausgebildet
sind, wobei die kleinen Stirnflächen der Teilkegelstümpfe aneinanderstoßen und die Achsen derselben
in einer Geraden liegen; ferner:
daß die Wickelwalzen Profilierungen aufweisen, z. B. Längsrippen, ringförmige oder spiralförmige
Rippen, und/oder daß einige von ihnen oder alle mit einem den Reibungskoeffizienten
zwischen Wickelwalzen und Halmgut steigernden Material überzogen sind; ferner,
daß jede Wickelwalze an einem ihrer Enden mit einem ihre Rotation bewirkenden Antriebsmotor, beispicl""cise einem Ölmotor, verbunden ist, wobei der statische Teil des Motors mit der Lagerscheibe für die Pendellager elastisch und der Rotor des Motors mit den Wickelwalze1! selbst starr verbunden ist; ferner:
daß mindestens eine Walze des Walzenpaares einer Transportvorrichtung auslenkfähig gelagert ist, so daß diese Walze als Istwertfühler für die Dicke des die Transportvorrichtung durchtretenden Gutstromes verwendbar ist; ferner:
daß die Lagerscheiben für die Pendellager einen Hebelarm aufweisen, mit dem ihre Verdrehung, '/.. B. von Hand, ausführbar ist; ferner:
daß an beiden Austrittsöffnunpcn des Wickelvcrdichters Führungsrohre angeordnet sind und daß die Innenwand eines jeden Führungsrohres mit Mitteln ausgestattet ist, die den Widerstand des Halmgutflusses entweder unveränderbar oder willkürlich einstellbar erhöhen, wobei die dazu erforderlichen Mittel besteben entweder aus in Längsrichtung der Führungsrohre geradlinig verlaufenden Rippen oder aus ring- oder spiralförmig verlaufenden Rippen, oder aus Bremsklappen, die in einer oder mehreren öffnungen in der Wand de» Führungsrohres angebracht sind und die in das Innere des Führungsrohres in solchem Sinne zu öffnen sind, daß der sich im Führungsrohr unter Drehung bewegende Halmgutstrom die Bremsklappe ständig in ihre Geschlossenstellung zu bringen trachtet.
daß jede Wickelwalze an einem ihrer Enden mit einem ihre Rotation bewirkenden Antriebsmotor, beispicl""cise einem Ölmotor, verbunden ist, wobei der statische Teil des Motors mit der Lagerscheibe für die Pendellager elastisch und der Rotor des Motors mit den Wickelwalze1! selbst starr verbunden ist; ferner:
daß mindestens eine Walze des Walzenpaares einer Transportvorrichtung auslenkfähig gelagert ist, so daß diese Walze als Istwertfühler für die Dicke des die Transportvorrichtung durchtretenden Gutstromes verwendbar ist; ferner:
daß die Lagerscheiben für die Pendellager einen Hebelarm aufweisen, mit dem ihre Verdrehung, '/.. B. von Hand, ausführbar ist; ferner:
daß an beiden Austrittsöffnunpcn des Wickelvcrdichters Führungsrohre angeordnet sind und daß die Innenwand eines jeden Führungsrohres mit Mitteln ausgestattet ist, die den Widerstand des Halmgutflusses entweder unveränderbar oder willkürlich einstellbar erhöhen, wobei die dazu erforderlichen Mittel besteben entweder aus in Längsrichtung der Führungsrohre geradlinig verlaufenden Rippen oder aus ring- oder spiralförmig verlaufenden Rippen, oder aus Bremsklappen, die in einer oder mehreren öffnungen in der Wand de» Führungsrohres angebracht sind und die in das Innere des Führungsrohres in solchem Sinne zu öffnen sind, daß der sich im Führungsrohr unter Drehung bewegende Halmgutstrom die Bremsklappe ständig in ihre Geschlossenstellung zu bringen trachtet.
Die letzten Maßnahmen haben Bedeutung deshalb, weil bei der weiteren Ausbildung der Erfindung vorgesehen
ist, daß die Errichtung mit mehreren Regelvorrichtungen ausgestattet ist. Vcn diesen soll
dienen: eine erste Regelvorrichtung dazu, daß durch sie die relative Verdrehung der Lagerscheiben für
die Pendellager selbsttätig erfolgt, und zwar derart, daß der Verdrehungswinkel bei Zunahme des Halmguts zunimmt; eine zweite Regelvorrichtung dazu,
daß durch sie die Drehzahl der Wickelkörper bei erhöhtem Halmgutanfall erhöht wird; eine dritte
Rege'vorrichtung dazu, daß die Klappe, die am Führungsrohr angebracht ist, selbsttätig um so stärker
eingeschwenkt wird, je höher der Halmgutanfall ist.
Diese drei Regelvorrichtungen tragen zur Optimierung der Arbeitsweise der Einrichtung nach der
Erfindung bei: die erste dadurch, daß sich der Verdrehungswinkel dem Halmgutanfall anpaßt, die
zweite dadurch, daß sich die Drehzahl der Wickelkörper dem Halmgutanfall anpaßt, und die dritte
dadurch, daß der Widerstand, den das Führungsrohr einen größeren Weg zurücklegen muß nls zum
dem austretenden Halmgutstrang entgegensetzt Wickelverdiehter.
— und bekanntlich entgegensetzen muß. wenn der Der grundlegende Vorteil der Einrichtung nach der
bei Zunahme des Halmgutanfalls erhöht wird. S sehen, daß mit nur einem einzigen Wickelverdiehter
spielswcise dadurch, daß die Auslenkung, die bei Arbeitsweise des Wickclverclichters einschließlich
erhöhtem Gutanfall die auslenkfiihige Walze der der Fiihrungsrohrc auf das einfachste durch drei
gtings-System für Kräfte oder Bewegungen in die io Anfall an Halmgut anpaßbar ist und daß sowohl der
relative Verdrehung der Lagerscheinen beider mechanische Aufwand als auch der für die drei
durch, daß ein Fühler für die Auslenkung der aus- ziert ist.
lenkfähigen Walze vorgesehen ist, der so anspricht, 15 Damit dürfte eine mit dem Wickelverfahren arbei-
daß dadurch der Anfall des Öls, das die Ölmotoren, tcnde. auf Halmgutboden mobile Hinrichtung zui
die die Wickelwahten antreiben, in dem Sinne ge- Herstellung formbeständiger Ballen extrem hohci
ändert wird, daß die Wickelwalzen bei erhöhtem Dichte aus ungemähtem oder gemähtem Halmgul
für die Auslenkung der auslenkfähigen Walze derart wachsen ist und die außerdem einfach konstruier!
anspricht, daß der Einschwenkwinkel der Klappe und daher außerordentlich betriebssicher ist.
des FUhrungsrohres stärker in das Rohr ein- Zur Verdeutlichung der Hinrichtung nach der Fr
geschwenkt wird, wenn der Halmgutanfall zunimmt. findung so'ten die Fig. 3 bis S dienen, in denen alle
relativ geringen Änderungen des Gutsanfalles die fortgC.-assen sind und in denen alle gleichen Teile clic
erstrebte Optimierung sicherstellen kann, ist es vor- gleichen Bezugsziffern erhalten haben. Es zeigt
gesehen, daß zwei oder auch drei dieser Regel- Fig. 3 eine Hinrichtung nach der Erfindung ir
vorrichtungen gemeinsam eingesetzt werden können. Seitenansicht,
diese nur dann ihre Aufgabe zum Vorteil einer sol- F i g. 5 den Wickelverdiehter und sein Zusammen
chcn Einrichtung, wenn die Regelvorrichtungen erst arbeiten mit der auslenkfähigen Walze,
in den Zeitpunkten Änderungen herbeiführen, in In den Fig. 3 und 4 bedeuten die Teilet. 2, ?
denen diese Änderungen gebraucht werden. Dies und 4 Mährotoren. Die Rotoren 1 und 2 sowie du
wäre bei den bisher dargestellten Regelungseinrich- 35 Rotoren 3 und 4 arbeiten zu einem Paar zusammen
tungen noch nicht der Fall. Als IstwertfUhler ist in Dabei laufen ü.. Rotoren eines Paares in entgegen
allen Fällen die eine auslenkfähige Walze der Trans- gesetztem Sinne um.
portvorrichtung vorgesehen. Wenn diese eine Er- Die Mährotoren mähen das Halmgut 5; je en
höhung des Halmgutanfalls feststellt, ist das Halm- Paar von Mährotoren, die als solche zugleich ai
gut noch nicht im Wickelverdiehter oder gar im 40 Aufnahmerotoren wirken, erzeugen einen Halmgut
nungswinkel oder/und die Drehzahl der Wickel- stehen. Diese werden von der Walze 7 etwa in Höh
verdichter dann unverzüglich erhöht, so geschähe der Köpfe der Mährotoren angehoben und gegebt
das zu früh. Der Wickelverdiehter würde während nenfalls schon beschleunigt. Dazu ist die Wa'ze 7 m>
der Zeit nicht optimal arbeiten, die das Halmgut für 45 Greiforganen ausgestattet. Die beiden Halmgutströrr.
den Weg von der Auslenkwalze bis in den Wickel- gelangen nun in den Bereich der weiteren Transport
verdichter benötigt. Daher wird nach der Erfindung walzen 8 und 9, die beide paarweise darges'^llt sind
in alle drei Regelvorrichtungen ein Verzögerungs- Die obere Walze 8 des Paares 8/9 ist an ihrem Um
glied eingebaut, durch das die Veränderung der fang mit Messern ausgestattet, durch die das Halm
Regelgröße verzögert wird. Noch wichtiger als bei 50 gut auf bestimmte Maximallänge zerschnitten wird
der Zunahme des Halmgutanfalls sind aber solche In den Walzenpaaren 8/9 bzw. 10/11 wird das Halm
anfalls. Würde eine Abnahme von der Auslenkwalze geeigneten Rippen versehen sind, durch sie auc!
festgestellt und sofort zu einer Verkleinerung des gequetscht und gebrochen werden,
öffnungswinkels des Wickelverdichters sowie zu einer 55 So gelangen die beiden Halmgutströme in de;
so fände unweigerlich eine Verstopfung des Wickel- ausgestattet dargestellt ist. Die Wickelkörper 13 sine
der größeren Halmgutmenge zu tun hat. Pendellagerung aufgehängt. In der Darstellung tretei
lieh vor, daß die Verzögerungszeiten, die bei Ab- durch. Die Wickelkörper 13, die als zylindrisch cc
nähme des Halmgutanfalls wirksam werden, größer staltet dargestellt sind, bilden zwischen sich de!
sind als die, die bei Zunahme ausgenutzt werden. Wickelraum, der, da sie gegeneinander verdreht dar
Insbesondere müssen die Verzögerungszeiten, sowohl gestellt sind, ein einschaliges Hyperboloid bilde!
bei Zunahme als auch bei Abnahme des Halmgut- 65 Dieses Hyperboloid ist in der Mitt'.* am enesten
anfalls, für die Regelvorrichtung für die Klappe am Genau in dessen Mitte sind Kräfte -veder in "eine
verdichter, weil das Halmgut bis zum Führungsrohr vorhanden. Die Austrittsöffnungen sind durch dei
Anfang der Fiihrungsrohre 15 dargestellt, ebenfalls
die sie verlassenden Halmgiitwickel 16 bzw. 17. In
Pig. 3 sind auch die Ölmotoren 18 zu erkennen, durch die die Wickelkörper in Rotation versetzt
werden. In den Fig. 4 und 5 ist auch die rein mediaiiisc^e Übertragungsvorrichtung 19 für die Übertragung der Auslenkung der auslenkfähigen Walze 8 in
die Verdrehung erkennbar.
Claims (18)
1. Nach dem Wickelverfahren arbeitende Einrichtung zum Herstellen formbeständiger Ballen
hoher Dichte aus Halmgut, bei welcher der Wickelverdichter aus einer Gruppe von minde-Itens drei, einen einzigen Wickelraum bildenden, »S
Im gleichen Sinne und synchron umlaufenden lowie gleichgestalteten zylindrisch oder kegelförmig ausgebildeten Wickelwalzen gebildet ist,
wobei die einen Enden der Wickelwalzen gegenüber den anderen Enden der Wickelwalzen ge- *°
mcinsam um einen Verdrehungswinkel um die Symmetrieachse des Wickelverdichters verdrehbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß
der Wickelraum an beiden Enden offen ist und der Vcrdrehungswinkel in einem Bereich zwi- »5
sehen 90 und 180° liegt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wickelwalzen (13) an
beiden Enden in Pendellagern gelagert sind und daß die Pendellager in Lagerscheiben (14) ge- 3<>
lagert sind, die um die Achse des Wickelverdichlcrs(12) verdrehbar sind, wobei entweder die
Lagerscheiben (14) beider Enden der Wickelwalze in entgegengesetztem Sinne um je 90 ' oder
nur die I .agerscheibe an einem Ende jeder Wickelwalze um 180' verdrehbar ist, während die Lagerscheibe an dem anderen Ende fest mit der Einrichtung verbunden ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Wickelwalzen (13)
bei kegelförmiger Ausbildung als Doppelkegelstumpfe, die aus gleichen Teilkegelstümpfcn bestehen, ausgebildet sind, wobei die kleinen Stirnflächen der Teilkegelstümpfe aneinanderstoßen
und die Achsen derselben in einer Geraden liegen.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wickelwalzen (13) Profilierungen aufweisen, z. B. Längs-
rippen, ringförmige oder spiralförmige Rippen, ίο
und'oder daß einige von ihnen oder alle mit einem den Reibungskoeffizienten zwischen
Wickelwalzen und Halmgut steigenden Material überzogen sind.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß jede Wickelwalze
(13) an einem ihrer Enden mit einem ihre Rotation bewirkenden Antriebsmotor (18). beispielsweise
einem Ölmotor, verbunden ist. wobei der statische Teil des Motors mit der Lager- So
scheibe (14) für die Pendellager elastisch und Her Rotor des Motors mit den Wickelwalzen (13)
selbst starr verbunden ist.
n. Einrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Walze (8) des Walzcnpaares (8. 9) der Transportvorrichtung
auslenkfähia gelauert ist. so daß die<-e Walze als
Isiwcrtfühler "für die Dicke des die Transportvorrichtung
durchtretenden Outstromes verwend bar ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lagerscheiben (14) für die Pendellager einen Hebelarm (19) aufweisen, mit
dem ihre Verdrehung, z. B. von Hand, ausführ bar ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Alistrittsöffnungen
des Wickelverdichters Fiihrungsrohre (IS) angeordnet sind und daß die Innenwand eines jeden
Führungsrohres mit Mitteln ausgestattet ist, die den Widerstand des Halmgutflusses entweder unveränderbar oder willkürlich einstellbar erhöhen,
wobei die dazu erforderlichen Mittel bestehen entweder aus in Längsrichtung der Führungsrohr
geradlinig verlaufenden Rippen oder aus ring- oder piralförmig verlaufenden Rippen oder aus
Bremsklappcn (20), die in einer oder mehreren öffnungen in der Wand des Führungsrohres angebracht sind und die in das Innere des FUhrungsrohres in solchem Sinne zu öffnen sind, daß
der sich im Führungsrohr unter Drehung bewegende Halmgutstrom die Bremsklappe ständig
in ihre Geschlossenstellung zu bringen trachtet.
9. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe so ausgebildet ist, daß
sie. vom Mäh- bzw. Aufnehmeprozeß an, zwei praktisch gleiche Teilströme (6) des Gutes entstehen läßt, die in allen Teilen die gleichen Vorrichtungen durchlaufen und von denen jeder Teilstrom einer der beiden gleichen Hälften des mit
zwei Ausgängen arbeitenden Wickelverdichters (12) zugeführt wird.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 und 7. dadurch gekennzeichnet, daß eine erste
Regelvorrichtung vorgesehen ist, die so ausgebildet ist, daß durch sie die relative Verdrehung der
Lagerscheiben für die Pendellager selbsttätig derart erfolgt, daß der Verdrehungswinkel bei
Zunahme des Halmgutanfalls zunimmt.
11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die erste Regelvorrichtung aus einem Übertragungs-System für die Bewegungen bzw. Kräfte besteht, durch das die Auslenkung, die die eine auslenkfähige Walze (8) der
Transportvorrichtung erfährt, in die relative Verdrehung einer der beiden Lagerscheiben oder
beider Lagerscheiben für die Pendellager umgewandelt wird.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9. dadurch gekennzeichnet, daß eine /weite
Regelvorrichtung vorgesehen ist. die so ausgebildet ist. daß durch sie die Drehzahl der Wickelkörper
(13) bei erhöhtem Halmgutanfall erhöhl wird.
1?. Einrichtung nach Anspruch 12. dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Regelvorrichtunt
aus einem Regelkreis besteht, dessen Istwert füliler auf die Auslenkung, die die eine auslenk
fähige Walze (8) der Transportvorrichtuns er
fährt, derart anspricht, daß der Anfall des die
Ölmotoren (18) speisenden Öls und damit dit Drehzahl der Motoren bei erhöhtem Halmgut
anfall erhöht wird.
14. Einrichtung nach Anspruch 8. dadurch ge kennzeichnet, daß eine dritte Regtlsorrichtun;
vorgesehen ist. die so ausgebildet ist. daß di
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an dem Führungsrohr (15) angebrachte Klappe selbsttätig um so stärker eingeschwenkt wird, je
höher der Halmgutanfall ist.
15. Hinrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die dritte Regelvorrichtung
aus eipsm Regelkreis besteht, dessen Istwertfühler auf dis Auslenkung, die die eine auslenkfähige
Walze (B) der Transportvorrichtung erfährt, derart anspricht, daß der Einschwenkwinkel der
Klappe bei erhöhtem Anfall des Halmgutes vergrößen wird.
16. Einrichtung nach einem der Ansprüche 10
und 15, dadurch gekennzeichnet, daß die drc Vorrichtungen gemeinsam oder zu zweit odei
einzeln wirksam machbar sind.
17. Einrichtung nach einem der Ansprüche If
bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß in jeden dei drei Regelkreise Zeitglieder einbaubar sind, dii
eine Verzögerung der Regelgröße bewirken.
18. Hinrichtung nach Anspruch 17, dadurcl gekennzeichnet, daß die Verzögerungszeiten, dii
durch die Zeitglieder verursacht werden, bei Ab nähme des Halmgutanfalls größer sind als be
Zunahme desselben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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