DE185106C - - Google Patents
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- DE185106C DE185106C DENDAT185106D DE185106DA DE185106C DE 185106 C DE185106 C DE 185106C DE NDAT185106 D DENDAT185106 D DE NDAT185106D DE 185106D A DE185106D A DE 185106DA DE 185106 C DE185106 C DE 185106C
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- furnace
- crucible
- grate
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
- F27B14/00—Crucible or pot furnaces
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 185106 -KLASSE 31 a. GRUPPE
Die Erfindung betrifft einen Tiegelschmelzofen für Schweißeisen, Flußeisen oder Stahl,
bei dem ein die Tiegel aufnehmender doppelwandiger Innenraum von dem zur Verbrennung
erforderlichen Preßwind umstrichen wird, ehe dieser von unten in den Innenraum gelangt.
Der Zweck der Erfindung ist, bei einem solchen Ofen die Schmelzung zu beschleunigen
und damit den Koksverbrauch zu verringern , sowie gleichzeitig die Tiegel in erheblichem
Maße gegen ein Durchbrennen zu schützen und damit deren Gebrauchsdauer wesentlich zu verlängern.
Zu diesem Zweck ist der Stahltiegelschmelzofen gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet,
daß der Gebläsewind aus dem Ofenmantel außer durch die Rostspalten noch
durch den Wandungen parallele Eintritts-Öffnungen in dem Ofenschacht tritt, welche
in Form hoher, schmaler Eckschlitze unmittelbar über dem Rost liegen, so daß bei fortschreitender
Schlackenbildung der im Ofenm'antel vorgewärmte Wind in entsprechend
zunehmendem Maße an den Wänden entlang in den unteren Teil des Ofenschachtes tritt.
Es ist bekannt, bei einwandigen vierseitigen Metalltiegelschmelzöfen in den Ofenecken vom
Raum unter dem Rost ausgehende Windkanäle hochzuführen und aus diesen die Luft
in Gruppen von Ecköffnungen in den Ofenschacht treten zu lassen; dabei bilden aber
diese Öffnungen keine hohen Wandschlitze, und die ganze Gruppe der Öffnungen liegt
nicht unmittelbar über dem Rost, sondern ist in einem Abstand und in mehreren Ebenen,
von diesem beginnend, über die Schachthöhe verteilt.
Diese Form und Lage der Eckschlitze zur Windzuführung ist aber für Tiegelöfen zum
Schmelzen von Stahl, Schweiß- oder Flußeisen ungeeignet, weil bei ihr die hierzu
nötigen Hitzegrade nicht erzeugt werden; für deren Erzeugung ist vielmehr der Eintritt
des Windes aus dem Ofenmantel durch unmittelbar über dem Rost befindliche hohe
Wandschlitze Bedingung, weil bei der erwähnten bekannten anderen Bauart ungleichmäßig
und ungenügend vorgewärmter Wind nur in den mittleren und oberen Teil des Ofenschachtes gelangt und, wenn der Ofen
nicht ganz mit Koks gefüllt ist, den oberen Teil des Tiegels kalt bläst.
Die Zeichnung zeigt in Längs- und Querschnitt (Fig. ι bezw. Fig. 2) einen solchen
Schmelzofen, in welchem Schweißeisen, Flußeisen oder Stahl in vier Tiegeln, welche in
Fig. 2 bei f angedeutet sind, geschmölzen wird; um die Schmelzung zu beschleunigen,
wird dem Brennstoff Preßluft zugeführt. Zu diesem Zweck ist der Mantel des Ofens doppelwandig.
Die Preßluft tritt beim Stutzen a in diesen Mantel und bewegt sich zwangläufig
schlangenförmig in der Richtung der Pfeile bis unter den Rost c. Auf diesem. 6g
Wege wird der Wind durch die Ofenwärme erwärmt und wirkt gleichzeitig kühlend auf
die Ummantelung des Ofens und auf das innere feuerfeste Futter, welches dadurch gegen vorzeitige Zerstörung geschützt wird,
und tritt dann, an den beiden Seiten durch Öffnungen gleichmäßig verteilt, heiß unter
(2. Auflage, ausgegeben am 13. Mär\ igoS.J
den Rost, um in dem Brennstoff seine Wirkung auszuüben.
Durch Messungen ist festgestellt, daß, um Schweißeisen zu schmelzen, eine Temperatur
bis 2000° um die Tiegel hervorgerufen werden muß, wozu eine verhältnismäßig große
Menge Brennstoff, in diesem Falle besonders Koks, aufgewendet werden muß, welcher nun
aber durch die Schlackenbildung den Rost
ίο verstopft und dadurch den Gang der Schmelzung
so beeinflußt, daß er sehr langsam vor sich geht. Außerdem bilden sich in dem verschlackten Rost einige Öffnungen, durch
welche der gepreßte Wind hindurchgetrieben wird; durch die hierdurch entstehende Stichflammenbildung
wird der untere Teil der Tiegel so zerstört, daß ein häufiges Durchbrennen der Tiegel die Folge hiervon ist.
Um diesem sehr unangenehmen störenden Mangel vorzubeugen, sind gemäß der Erfindung in den vier Ecken des vierseitigen Ofens dicht über dem Rost Schlitze b angebracht, welche mit dem Heißwindkanal in Verbindung stehen und so bemessen sind,' daß dann, wenn der Rost mit Schlacken und sonstigen Unreinigkeiten bedeckt ist, so daß die Luft nur sehr schwierig durch die Schlacke in den Feuerungsraum gelangen kann und hierurch eine höhere Pressung in den Hohlräumen entsteht, die Luft durch die Schlitze b oberhalb der Schlackenschicht, aber unterhalb des Tiegelbodens unmittelbar in den Feuerungsraum tritt. Diese Schlitze liegen so, daß der Wind parallel zu den Seitenflächen in den Verbrennungsraum gelangen muß und hier eine kräftige Verbrennung bezw. Schmelzhitze erzeugt, ohne daß hierdurch Stichflammen entstehen, welche irgendwie zerstörend auf die Tiegel wirken könnten. Alle unverbrennbaren Stoffe, wie Asche, Schlacke usw., lagern sich weiter auf dem Rost, so daß bei Ende der Schmelzung Wind fast nur durch die Schlitze dem Brennstoff zugeführt wird.
Um diesem sehr unangenehmen störenden Mangel vorzubeugen, sind gemäß der Erfindung in den vier Ecken des vierseitigen Ofens dicht über dem Rost Schlitze b angebracht, welche mit dem Heißwindkanal in Verbindung stehen und so bemessen sind,' daß dann, wenn der Rost mit Schlacken und sonstigen Unreinigkeiten bedeckt ist, so daß die Luft nur sehr schwierig durch die Schlacke in den Feuerungsraum gelangen kann und hierurch eine höhere Pressung in den Hohlräumen entsteht, die Luft durch die Schlitze b oberhalb der Schlackenschicht, aber unterhalb des Tiegelbodens unmittelbar in den Feuerungsraum tritt. Diese Schlitze liegen so, daß der Wind parallel zu den Seitenflächen in den Verbrennungsraum gelangen muß und hier eine kräftige Verbrennung bezw. Schmelzhitze erzeugt, ohne daß hierdurch Stichflammen entstehen, welche irgendwie zerstörend auf die Tiegel wirken könnten. Alle unverbrennbaren Stoffe, wie Asche, Schlacke usw., lagern sich weiter auf dem Rost, so daß bei Ende der Schmelzung Wind fast nur durch die Schlitze dem Brennstoff zugeführt wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Doppelwandiger vierseitiger Tiegelschmelzofen zum Schmelzen von Schweißeisen, Flußeisen oder Stahl mit Zuführung des Gebläsewindes im Ofenmantel von oben nach unten und tangentialen Eintrittsöffnungen aus diesem in den Ofenschacht, dadurch gekennzeichnet, daß diese öffnungen in Form hoher, schmaler Eckschlitze (b) unmittelbar über dem Rost, nur bis zum Boden des Tiegels gehend, angeordnet sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE185106C true DE185106C (de) |
Family
ID=448984
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT185106D Active DE185106C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE185106C (de) |
-
0
- DE DENDAT185106D patent/DE185106C/de active Active
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