DE185106C - - Google Patents

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DE185106C
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furnace
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B14/00Crucible or pot furnaces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 185106 -KLASSE 31 a. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. September 1905 ab.
Die Erfindung betrifft einen Tiegelschmelzofen für Schweißeisen, Flußeisen oder Stahl, bei dem ein die Tiegel aufnehmender doppelwandiger Innenraum von dem zur Verbrennung erforderlichen Preßwind umstrichen wird, ehe dieser von unten in den Innenraum gelangt.
Der Zweck der Erfindung ist, bei einem solchen Ofen die Schmelzung zu beschleunigen und damit den Koksverbrauch zu verringern , sowie gleichzeitig die Tiegel in erheblichem Maße gegen ein Durchbrennen zu schützen und damit deren Gebrauchsdauer wesentlich zu verlängern.
Zu diesem Zweck ist der Stahltiegelschmelzofen gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der Gebläsewind aus dem Ofenmantel außer durch die Rostspalten noch durch den Wandungen parallele Eintritts-Öffnungen in dem Ofenschacht tritt, welche in Form hoher, schmaler Eckschlitze unmittelbar über dem Rost liegen, so daß bei fortschreitender Schlackenbildung der im Ofenm'antel vorgewärmte Wind in entsprechend zunehmendem Maße an den Wänden entlang in den unteren Teil des Ofenschachtes tritt. Es ist bekannt, bei einwandigen vierseitigen Metalltiegelschmelzöfen in den Ofenecken vom Raum unter dem Rost ausgehende Windkanäle hochzuführen und aus diesen die Luft in Gruppen von Ecköffnungen in den Ofenschacht treten zu lassen; dabei bilden aber diese Öffnungen keine hohen Wandschlitze, und die ganze Gruppe der Öffnungen liegt nicht unmittelbar über dem Rost, sondern ist in einem Abstand und in mehreren Ebenen, von diesem beginnend, über die Schachthöhe verteilt.
Diese Form und Lage der Eckschlitze zur Windzuführung ist aber für Tiegelöfen zum Schmelzen von Stahl, Schweiß- oder Flußeisen ungeeignet, weil bei ihr die hierzu nötigen Hitzegrade nicht erzeugt werden; für deren Erzeugung ist vielmehr der Eintritt des Windes aus dem Ofenmantel durch unmittelbar über dem Rost befindliche hohe Wandschlitze Bedingung, weil bei der erwähnten bekannten anderen Bauart ungleichmäßig und ungenügend vorgewärmter Wind nur in den mittleren und oberen Teil des Ofenschachtes gelangt und, wenn der Ofen nicht ganz mit Koks gefüllt ist, den oberen Teil des Tiegels kalt bläst.
Die Zeichnung zeigt in Längs- und Querschnitt (Fig. ι bezw. Fig. 2) einen solchen Schmelzofen, in welchem Schweißeisen, Flußeisen oder Stahl in vier Tiegeln, welche in Fig. 2 bei f angedeutet sind, geschmölzen wird; um die Schmelzung zu beschleunigen, wird dem Brennstoff Preßluft zugeführt. Zu diesem Zweck ist der Mantel des Ofens doppelwandig. Die Preßluft tritt beim Stutzen a in diesen Mantel und bewegt sich zwangläufig schlangenförmig in der Richtung der Pfeile bis unter den Rost c. Auf diesem. 6g Wege wird der Wind durch die Ofenwärme erwärmt und wirkt gleichzeitig kühlend auf die Ummantelung des Ofens und auf das innere feuerfeste Futter, welches dadurch gegen vorzeitige Zerstörung geschützt wird, und tritt dann, an den beiden Seiten durch Öffnungen gleichmäßig verteilt, heiß unter
(2. Auflage, ausgegeben am 13. Mär\ igoS.J
den Rost, um in dem Brennstoff seine Wirkung auszuüben.
Durch Messungen ist festgestellt, daß, um Schweißeisen zu schmelzen, eine Temperatur bis 2000° um die Tiegel hervorgerufen werden muß, wozu eine verhältnismäßig große Menge Brennstoff, in diesem Falle besonders Koks, aufgewendet werden muß, welcher nun aber durch die Schlackenbildung den Rost
ίο verstopft und dadurch den Gang der Schmelzung so beeinflußt, daß er sehr langsam vor sich geht. Außerdem bilden sich in dem verschlackten Rost einige Öffnungen, durch welche der gepreßte Wind hindurchgetrieben wird; durch die hierdurch entstehende Stichflammenbildung wird der untere Teil der Tiegel so zerstört, daß ein häufiges Durchbrennen der Tiegel die Folge hiervon ist.
Um diesem sehr unangenehmen störenden Mangel vorzubeugen, sind gemäß der Erfindung in den vier Ecken des vierseitigen Ofens dicht über dem Rost Schlitze b angebracht, welche mit dem Heißwindkanal in Verbindung stehen und so bemessen sind,' daß dann, wenn der Rost mit Schlacken und sonstigen Unreinigkeiten bedeckt ist, so daß die Luft nur sehr schwierig durch die Schlacke in den Feuerungsraum gelangen kann und hierurch eine höhere Pressung in den Hohlräumen entsteht, die Luft durch die Schlitze b oberhalb der Schlackenschicht, aber unterhalb des Tiegelbodens unmittelbar in den Feuerungsraum tritt. Diese Schlitze liegen so, daß der Wind parallel zu den Seitenflächen in den Verbrennungsraum gelangen muß und hier eine kräftige Verbrennung bezw. Schmelzhitze erzeugt, ohne daß hierdurch Stichflammen entstehen, welche irgendwie zerstörend auf die Tiegel wirken könnten. Alle unverbrennbaren Stoffe, wie Asche, Schlacke usw., lagern sich weiter auf dem Rost, so daß bei Ende der Schmelzung Wind fast nur durch die Schlitze dem Brennstoff zugeführt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Doppelwandiger vierseitiger Tiegelschmelzofen zum Schmelzen von Schweißeisen, Flußeisen oder Stahl mit Zuführung des Gebläsewindes im Ofenmantel von oben nach unten und tangentialen Eintrittsöffnungen aus diesem in den Ofenschacht, dadurch gekennzeichnet, daß diese öffnungen in Form hoher, schmaler Eckschlitze (b) unmittelbar über dem Rost, nur bis zum Boden des Tiegels gehend, angeordnet sind.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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