DE1813402A1 - Anordnung und Verfahren zum kontinuierlichen hydrostatischen Strangpressen - Google Patents

Anordnung und Verfahren zum kontinuierlichen hydrostatischen Strangpressen

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DE1813402A1
DE1813402A1 DE19681813402 DE1813402A DE1813402A1 DE 1813402 A1 DE1813402 A1 DE 1813402A1 DE 19681813402 DE19681813402 DE 19681813402 DE 1813402 A DE1813402 A DE 1813402A DE 1813402 A1 DE1813402 A1 DE 1813402A1
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DE19681813402
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Hans Lundstroem
Jan Nilsson
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C23/00Extruding metal; Impact extrusion
    • B21C23/007Hydrostatic extrusion
    • B21C23/008Continuous extrusion

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Shaping Metal By Deep-Drawing, Or The Like (AREA)

Description

  • Anordnung und Verfahren zum kontinuierlichen hydrostatischen Strangpressen Die Erfindung betrifft eine Anordnung und ein Verfahren zum kontinuierlichen hydrostatischen Strangpressen von Stangenmaterial aus langen Rohlingen mit Hilfe einer Hochdruckkammer und einer in dieser angeordneten Düse für den Austritt und die Formgebung des Stangenulaterials.
  • Es ist bekannt, haibkontinuierliche Methoden für das hydrostatische Strangpressen von Stangenmaterial zu verwenden. Bei diesen Methoden muß das Strangpressen jedesmal unterbrochen werden, wenn ein Vorschuborgan für den Rohling seine Grenzlage nahe der Düse erreicht. Der Druck in der Druckkammer wird dann ungefähr auf atmosphärischen Druck abgesenkt, wonach das Vorschuborgan in seine andere Grenzlage am weitesten von der Düse zurückgeführt und der Druck in der Druckkammer wieder auf das für das Strangpressen erforderliche Niveau erhöht wird. Die bekannten Methoden haben mehrere Mängel, u.a. erhält man bei ein jedem neuen Vorschub des Rohlings Zeichen auf dem stranggepreßten Produkt, und es entstehen Schwierigkeiten zu Beginn des Vorschubs, weil das laterial in der Düsenöffnung baryt wird, so daß der erforderliche Anfangsdruck höher, in vielen Fällen erheblich höher als der normale Strangpreßdruck wird. Dieser Umstand erschwert beträchtlich das Aufwickeln des Produkts und kann mit sich bringen, daß das Produkt, de.s sich zu Beginn jedes Vorschub außerhalb der Düse befindet, geknickt oder gekrümmt wird. Eine erfindungsgemäße Anordnung erlaubt dagegen ein völlig kontinuierliches Strangpressen, so daß der Materialfluß durch die Düsenöffnung niemals aufhört und alle genannten Mängel wegfallen.
  • Das Strangpressen wird in einer PreßanordnunL: nit einer Hochdruckkammer mit zwei hintereinander liegenden Druckräumen ausgeführt, die nach hinten zu druch den Rohling umschliessende Halte-Organe abgedichtet sind, die in der Preßrichtung des Rohlings eine abnehmende Dicke haben, z.B. kegelförmig sind. Die Presse enthält auch zwei Druckerzeuger, die den für des Strangpressen erforderlichen Druck iij Druckraum zustande bringen.
  • I.ach einer ausführung der Erfindung bestehen die Druckerzeuger aus zwei außerhalb des Hochdruckzylinders liegenden Druckmultiplikatoren, die durch Kanäle in der Zylinderwand in Verbindung mit je einem Druckraum stehen. Die Anordnung enthält ein Pressengestell, einen in diesem Gestell axial verschiebbar angeordneten Hochdruckzylinder, eine in-den Hochdruckzylinder hineinragende Düsenstütze, ein im mittleren Teil des Zylinders und im Verhältnis zu dieser fest angeordnetes Halteorgan und ein in den ylinder hineinragendes Halteorgan. Wenn die Düsenstütze im Verhältnis zur Gestell fest angeordnet ist, ist ds in das entgegengesetzte Ende des Zylinders hineinragende Halteorgan axial verschiebbar. Wenn dagegen das Halteorgan fest angeordnet ist, ist die Düsenstütze axial verschiebbar.
  • T):"s Verfahren bei@ Strangpressen mit der angegebenen Anordnung ist dadurch gekennzeichnet, daß der vordere Teil eines stangenförmigen Rohlings durcii beide Halte organe eingeführt und zur Düse bewegt wird, so daß eine dichtende Anlage an dieser erhalten wird, und danach der Druck in der Druckkammer nilt Hilfe der Druckerzeuger uul das für das Strangpressen erforderliche Niveau erhöht wird, wobei gleichzeitig das in den. Zylinder hineinragende Halteorgan oder die Düsenstütze einer axialen Kraft ausgesetzt wird, die dem auf das Halteorgan oder die Düsenstütze wirkenden Druck entgegenwirkt oder diesen übersteigt, und so eine Vorschubkraft erhalten wird, die eine Relativbewegung zwischen Rohling und Düse bewirkt. Bei tester Düsenstütze wird dem Rohling eine von der Strangpreßgeschwindigkeit abhängige Bewegung im Verhältnis sowohl zum Zylinder als auch zur Düse erteilt. Der Druck im Raum zwischen den Halteorganen wird gesenkt, wenn das in den Zylinder hineinragende Halte organ in seine innere Grenzlage gelangt ist. Gleichzeitig wird der Zylinder einer axialen Betätigungskraft ausgesetzt, die dem auf das innere Halteorgan ausgeübten Druck entgegenwirkt und ihn übersteigt, so daß der Rohling durch den Zylinder und das Halte organ in diesem eine gegen die Düse gerichtete Vorschubkraft erhält. Der Zylinder und der l'ohling bewegen sich nun gleichzeitig gegen die Düse mit derselben Geschwindigkei-t;, die von der Strangpreßgeschwindigkeit bestili)mt wird. Während dieses Teils des Arbeitszyklus wird das iaen Zylinder hineinragende Halteorgan in seine Ausgangslage zurückgeführt, wonach der Druck im Railm zwischen den Halteorganen wieder auf das für Strangpressen erforderliche Niveau erhöht und der Zylinder in seine Ausgangslage im Verhältnis zur Düse zurückgeführt wird. Bei eine festen in den Zylinder hineinragenden Halteorgan für den Rohling wird die Düsenstütze einer axialen Kraft ausgesetzt, die den auf die Stütze wirkenden Druck übersteigt, wodurch in diese Fall die Düse eine gegen den Rohling gerichtete Vorschubkraft und eine Bewegung im Verhältnis zuL'1 Rohling und somit gegen das feste in den Zylinder hineinragende Halteorgan erhält. Der Zylinder wird gleichzeitig mit der Düse und mit derselben Geschwindigkeit wie diese gegen das feste Halteorgan geschoben, so daß Düse und Zylinder ihre Lage im Verhältnis zueinander beibehalten. Der Druck im Raum zwischen den Halteorganen wird gesenkt, wenn der Zylinder eine Grenzlage erreicht, gleichzeitig wird der Zylinder einer axialen Kraft ausgesetzt, die den auf das innere Halteorgan wirkenden Druck übersteigt, wodurch der Rohling über das Halteorgan im Zylinder eine gegen die Düse gerichtete Vorschubkraft erhält. Der Rohling erhält dadurch eine von der Strangpreßgeschwindigkeit abhängige Geschwindigkeit im Verhältnis zur Düse, während diese in ihre Ausgangslage zurückgeführt wird, wonach der Druck in den Räumen zwischen den Halteorganen wieder auf das für Strangpressen erforderliche Niveau erhöht und der Zylinder in seine Ausgangslage zurückgeführt wird.
  • Die Anordnung und die methode mit außerhalb des Hochdruckzylinders liegenden Druckerzeugern erfordert Kanäle im Hochdruckzylinder, die dessen Festigkeit hinabsetzen. Sie ist deshalb nur bei r.1.:ißigen Drücken anwendbar, was in Zusammenhang mit Strangpressen einen Druck von ca 10 kbar bedeutet.
  • Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ohne schwächende Kanäle im Hochdruckzylinder bestehen die Druckerzeuger aus zwei im Verhältnis zum Hochdruckzylinder axial beweglich angeordneten ringförmigen Kolben, aie ein in den Zylinder hineinragendes Halteorgan bzw. eine Düsenstütze umgeben. Die Bewegungen des in die Druckkammer hineinragenden Halteorgans, der Düsenstütze und der umgebenden ringförmigen Kolben im Verhältnis zueinander und zum Zylinder sind so angepaßt, daß die Volumina der Druck raume während des Preßvorgangs konstant gehalten werden. Der Hochdruckzylinder enthält ein in seinem mittleren Teil fest angeordnetes Halte organ und ist längs Fuhrungen im Verhältnis zum Pressengestell axial verschiebbar angeordnet. In einer anderen Ausführung enthält die Anordnung eine im Pressengestell fest angeordnete Düsenstütze und ein in den Zylinder hineinragendes axial bewegliches Halteorgan. In einer weiteren Ausführung ist die Düsenstütze axial verschiebbar und das Halteorgan fest im Pressengestell angeordnet.
  • Das Verfähren beim Strangpressen mit der genannten Anordnung ist dadurch gekennzeichnet, daß der vordere Teil eines stangenförmigen Rohlings durch die beiden IIal-teorgane eingeführt und gegen die Düse bewegt wird, so daß eine dichtende Anlage erhalten wird und danach der Druck in den Druckkammern durch Einschieben der ringförmigen Druclrerzeugungskolben in den Hochdruckzylinder auf das für Strangpressen erforderliche Niveau erhöht wird, wobei das in den Zylinder hineinragende Halteorgan und die Düsenstütze entgegengerichteten Kräften ausgesetzt werden. Diese bestehen aus der Betätigungskraft von einem 3etätigungszylinder für das Halteorgan und einer Stützkraft für die Düsenstütze oder ur.lgekehrt.
  • Die Kräfte wirken der auf das Halteorgan ausgeübten Kraft, die der Druck im Zylinder erzeugt, entgegen oder übersteigen sie, wodurch der Rohling eine von der Strangpreßgeschwindigkeit abhi-ingige Bewegung im Verhältnis zum Zylinder und zur Düse bekommt.
  • Die Halteorgane nähern sich somit einander. Das Halteorgan und der umgebende Druckerzeugungskolben werden im Verhältnis zueinander derart verschoben, daß das Volumen im Druckraum konstant bleibt. Der Druck im Raum zwischen den Halteorganen w:iizi gesenkt, wenn das in den Zylinder hineinragende Halteorgan seine innere Grenzlage erreicht hat, gleichzeitig wird dem Betätigungszylinder des Hochdruckzylinders ein Antriebsmittel zugeführt, so daß der Zylinder und die Düsenstütze von entgegengesetzten axialen Kraften beeinflußt werden, die der vom Druck im Zylinder erzeugten Kraft entgegenwirken oder diese übersteigen. Hierdurch wird erreicht, daß der Zylinder mit dem im Zylinder festen Halteorgan und der in diesem festgehaltene Rohling und die Düse eine Bewegung im Verhältnis zueinander haben, die von der Strangpreßgeschwindigkeit abhängt. Gleichzeitig werden die Düsenstü-tze und der umgebende Druckerzeugungskolben im Verhältnis zueinan-Der verschoben, so daß das Volumen in Druckraum zwischen dem inneren Halteorgan und der Düse konstant wira. Während dieses Teils des Arbeitszyklus werden das in den Zylinder hineinragende Halteorgan und die Düse in die Ausgangslage im Verhältnis zueinander züruckgeführt, wodurch das Halteorgan im Verhaltnis utn Rohling verschoben wir(i und der Druckerzeuger im Verhältnis zur Halteorgan, so daß das Volumen im Druckraum konstant gehaleinen wird. Der Druck in den Lumen zwischen den Halteorganen wird danach erhöht, wonach der Zylinder, die Düse und der die Düsenstütze umgebende Kolben in ihre Ausgangslage im Verhältnis zueinander zurückgeführt werden.
  • Bei einer weiteren Ausführung der Erfindung wird das vordere Halteorgan von eine in der Druckkammer axial verschiebbar angeordneten beweglichen Zylinder getragen. Das hintere Halteorgan ict in einem rohriörmigen Druckerzeugungskolben axial verschiebbar angeordnet, der wiederum im vorhin genannten Zylinder verschiebbar ist, der das vordere Halteorgan trägt.
  • Die Erfindung und Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im folgenden anhand der Zeichnung beschrieben, in dieser zeigen: Fig. 1 bis 3 eine Ausführung mit Druckerzeugern für das Druckmittel, die außerhalb des Hochdruckzylinders liegen, und zwar in drei verschiedenen Zeitpunkten eines Arbeitezyklus, Fig. 4 bis 7 verschiedene Ausführungen mit innerhalb des Hochdruckzylinders angeordneten und im Verhältnis zu diesem verschiebbaren kolbenförmigen Druckerzeugern, wobei die Fig. 4 bis 6 drei verschiedene Zeitpunkte eines Arbeitszyklus zeigen und Fig. b eine Art des ZusaulTnensetzens der zu verpressenden Rohlinge.
  • In den Figuren 1 bis 3 bezeichnet 1 einen Pressentisch, der in eine im übrigen nicht gezeigten Pressengestell angeordnet ist und zur Aufnahme der beim Strangpressen auftretenden Preß- und BetLtigungskrfte dient. Ein Hochdruckzylinder 2 ist im Gestell längs nicht gezeigter Führungen axial verschiebbar angeordnet und kann durch nicht gezeigte Betätigungszylinder verschoben werden. Die Betätigungskräfte in der einen Richtung sind mit P1 und in der anderen Richtung mit F2 bezeichnet. Im Zylinder ist eine Düse 3 angeordnet, sie ist auf einer in den Zylinder 2 hineinragenden Düsenstütze 4 abgestützt. Diese ist axial fixiert und stützt sich am Pressentisch 1 ab. In den Zylinder 2 ragt ein ringförmiger Kolben 5, der axial verschiebbar ist und dessen vorderer Teil als Halteorgan 6 zum Festhalten und Vorschieben eines stangenförmigen Rohlings 7 ausgebildet ist. Die Druckkammer zwischen der Düse 3 und dem Kolben 5 ist in zwei Druckräume 10 und 11 durch einen im Zylinder 2 befestigten Einsatz 8 aufgeteilt, dessen vorderer Teil auch als Halteorgan 9 zum Pesthalten und Vorschieben des stangenförmigen Rohlings 7 ausgebildet ist. Der Kolben 5 wird von nicht gezeigten Betätigungszylindern verstellt.
  • Die Betätigungskräfte in der einen Richtung sind mit F und die in der anderen Richtung mit F4 bezeichnet. Außerhalb des Zylinders 2 sitzen Druckerzeuger 12 mit zwei Druckolultiplikatoren bestehend aus je einem Betätigungszylinder 13, 14 und Je einem Druckerzeugungszylinder 15, 16 mit den Betätigungskolben 17, 18 bzw. mit den mit diesen fest verbundenen Druckerzeugungskolben 19, 20.
  • Die Räume über bzw. unter den Betätigungskolben sind mit 21, 22 bzw. 25, 24 und die Räume unter den Druckerzeugungskolben 19, 20 mit 25, 26 bezeichnet. Die Räume 25 und 26 stehen'durch radiale Kanäle 27 bzw. 28 im Zylinder 2 in Verbindung mit den Druckräumen 11 bzw. 10. Die Räume 21, 22,23 und 24 stehen durch Kanäle 31, 32, 33 und 34 und durch nicht gezeigte Leitungen und Betätigungsventile in Verbindung mit einer Druckquelle. Durch Kanäle 29 und 30 kann man den Räumen 25, 11 und 26, 10 Druckmittel von einer in den Figuren nicht gezeigten Druckmittelquelle zuführen. Die Halteorgane 6 und 9 sind zweckmäßig konisch ausgebildet und können längs eines kleineren Teils ihrer Länge geschlitzt und von einer Dichtungshülse aus elastischem Material umgeben sein.
  • Die Pressenanordnung Moh den Pig. 1 bis 3 arbeitet folgend: Ein stangenförmiger Rohling 7 wird durch den salben 5, den Einsatz 8 und das Halteorgan 9 eingeschoben, bis er an der Düse 3 anliegt. Gleichzeitig werden die Räume 10, 11, 25 und 26 mit Druckmittel gefüllt. Mit Hilfe des Druckerzeugers 12 wird nun der Druck in den beiden Druckräumen 10 und 11 gleichzeitig auf das für das hydrostatische Strangpressen erforderliche Niveau erhöht, indem Druckmittel in die Raume 21 und 22 hin-ter den beiden Betätigungskolben 17 und 18 eingepumpt wird. Gleichzeitig wird deril Betätigungszylinder für den Kolben 5 Drucktiittel zugeführt, so daß die Kraft F einen Wert bekommt, der etwas die Kraft übersteigt, die die Flüssigkeit im Raum 11 auf den Kolben 5 ausübt.
  • Der Raum 11 ist nach hinten zu durch das Halteorgan 6 abgedichtet, das durch den Flüssigkeitsdruck nun mit großer Kraft gegen den Rohling gepreßt wird und diesen festhält. Der Rohling wird mit einer von F abhängigen Kraft gegen die Düse gepreßt ) und dadurch vorgeschoben, wobei das vorgeschobene Material durch die Düse 3 herausgepreßt wird. Der Zylinder 2 ist in der in Fig. 1 gezeigten Lage festgehalten. Da der Druck in den Räumen 10 und 11 auf beiden Seiten des Halteorgans 9 gleich groß ist, wird dieses nicht gegen den Rohling gepreßt, weshalb dieser unbehindert durch das Halteorgan 9 vorgeschoben werden kann, bis der Kolben 5 die in Fig. 2 gezeigte Grenzlage erreicht. Die auf den Kolben 5 und die Düsenstütze ausgelibten Drücke wirken einander entgegen. Zud Festhalten des Zylinders 2 ist deshalb nur eine Kraft P2 erforderlich, di. der Reibungskraft zwischen dem Kolben 5 und dem Zylinder entgegenwirkt. Beim Vorsohieben nimmt das Volumen im Raum 11 ab. Die verdrängte Flüssigkeit wird durch den Kanal 27 in den Raum 25 gepreßt, dessen Volumen dadurch steigt, daß Druckmittel aus dem Raum 21 herausgelassen wird, so daß der Kolben 19 sich nach außen in die in Fig. 2 gezeigte Lage bewegen kann. Es kann auch zugelassen werden, daß Druckmittel durch den Kanal 29 herausströmt, wodurch der Zylinder 15 kein gleich großes Volumen wie die Volumenänderung im Raum 11 zu haben braucht. Die Drücke in den Räumen 10 und 11 können während dieses Teils eines Arbeitszyklus gleich gehalten werden, z.B. dadurch, daß die Räume 21 und 22 miteinander durch die Kanäle 31 und 32 und durch nicht gezeigte Leitungen und Regelventile ill Verbindung stehen.
  • Wenn sich der Kolben 5 der in der Fig. 2 gezeigten Grenzlage nähert, wird der Druck i Raum 11 gesenkt und der Druck in den Betätigungszylindern zwecks Bewegung des Zylinders 2 in der Preßrichtung erhöht, so daß die Kraft r1 einen Wert annimmt, der etwas den Unterschied der Kräfte übersteigt, den die Flüssigkeit in den Räumen 10 und 11 auf den Einsatz 8 ausübt. Der Rauu 10 ist nach hinten durch den Einsatz mit den Halteorgan 9 abgedichtet. Der Druckunterschied zwischen den Räumen 10 und 11 klemmt das Halteorgan 9 am Rohling fest, der nun gegen die Düse mit einer von F1 abhängigen Kraft gepreßt und dadurch ohne Unterbrechung vorgeschoben wird, während das Material durch die Düse gepreßt wird. Der Rohling wird nun vom Halteorgan 9 vorwärtsbewegt, bis der Zylinder seine in Fig. 3 gezeigte rechte Grenzlage erreicht. Wenn der Druck im Raum 11 auf einen solchen Wert sinkt, daß das Halteorgan 6 den Rohling 7 losläßt, wird der Kolben 5 dadurch in seine Ausgangslage zurückgeführt, daß die Arbeitsrichtung seines Arbeitszylinders umgekehrt wird, so daß eine Betätigungskraft F4 erhalten wird. Der Raum ii wird wieder mit Druckmittel vom Raum 25 und eventuell auch von einer außerhalb des Druckerzeugers 25 gelegenen Druckmittelquelle gefüllt. Das Volumen des Raumes 10 nimmt während der Verschiebung des Zylinders 2 ab. Die verdrängte Flüssigkeit wird durch den Kanal 2 zum Raum 26 gepreßt, dessen Volumen dadurch steigt, daß das Hydraulmittel aus dem Raum 22 herausgelassen wird, so daß sich der Kolben 20 rückwärts bewegen kann.
  • Wenn der Zylinder 5 sich seiner in Fig. 3 gezeigten rechten Endlage nähert, wird der Druck im Raum ii wieder durch den Kolben 19 erhöht, so daß die Drücke in den Räumen 11 und 10 denselben Wert annehmen, wenn die Grenzlage erreicht ist. Das Halteorgan 6 hat nun wieder den Rohling 7 ergriffen und kann ihn wieder gegen die Düse vorschieben, während das Halteorgan 9 nicht länger den Rohling umfaßt. Die Arbeitsrichtung des Betätigungszylinders des Hochdruckzylinders 2 wird nun so umgekehrt, daß eine Betätigungskraft F2 erhalten wird, die den Zylinder wieder in die in Pig. 1 und 2 gezeigte Lage führt. Während dieser Rückführung wird das Hydraulmittel aus dem Raum 26 in den Raum 11 zurückgepreßt. Der Arbeitszyklus kann nun wiederholt werden und Stangen von beliebiger Länge können kontinuierlich gepreßt werden. Es ist auch möglich, Rohlinge zusammenzusetzen, so daß man das Strangpressen nicht zwecks Austausch der Rohlinge zu unterbrechen braucht.
  • In den Fig. 4 bis 6 bezeichnet 51 einen Pressentisch in einem im übrigen nicht gezeigten Pressengestell zur Aufnahme der Preß-und Betätigungskräfte, die während des Strangpressens entstehen.
  • Ein Hochdruckzylinder 52 ist längs nicht gezeigter Führungen im Gestell verschiebbar angeordnet und durch gleichfalls nicht gezeigte Betätigungszylinder axial verschiebbar. Die Betätigungskräfte in der einen Richtung sind mit F1 und in der anderen Richtung mit F2 bezeichnet. Im Zylinder sind angeordnet eine Düse 53, die sich an der in den Zylinder hineinragenden Stütze 54 abstützt, die axial fixiert ist und sich auf dem Pressentisch 51 abstützt, ein die Düsenstütze umgebender, axial verschiebbarer, in den Zylinder 52 hineinragender, ringförmiger Kolben 55, ein in den Zylinder 52 hineinragender, axial verschiebbarer, ringförmiger Kolben 56 und ein im Kolben 56 axial merschiebbar angeordneter ringförmiger Kolben 57, dessen vorderer Teil als Halteorgan 58 zum Festhalten und Vorschieben eines stangenförmigen Rohlings 59 ausgebildet ist. Die Druckkammer zwischen der Düse 53 und den Kolben 56 und 57 ist in zwei Druckräume 60 und 61 durch den im Zylinder befestigten Einsatz 63 aufgeteilt, dessen vorderer Teil als Halte organ 64 zum Pesthalten und Vorschieben des Rohlings 59 ausgebildet ist. Die Kolben 55, 56 und 57 werden durch in den Figuren nicht gezeigte Betätigungszylinder betätigt. BUr den Kolben 55 ist eine gegen den Zylinder 52 gerichtete Betätigungskraft erforderlich, diese ist mit F3 bebezeichnet. Für die Kolben 56 und 57 sind für beide Bewegungsrichtungen Betätigwkräfte erforderlich, diese sind mit F4, F5, F6 und F7 bezeichnet.
  • Die Preßanordnungnachden Pig. 4 bis 7 arbeitet folgend: Der Zylinder 52 ist durch seine Betätigungszylinder in der in Fig. 4 gezeigten Lage fixiert. Ein Rohling 59 wird durch den Kolben 57, das Halteorgan 58, Zwischenstück 63 und Halteorgan 64 bis zur Anlage an der Düse 53 eingeschoben. Die Räume 60 und 61 sind ganz mit Druckmittel gefüllt. Den Betätigungszylindern der Kolben 55, 56 und 57 wird ein Druckmittel zugeführt, das die Betätigungskräfte F3, F4 und F6 ergibt und gleichzeitig den Druck in den Druckräumen 60 und 61 auf das für Strangpressen erforderliche Niveau hebt. Die Kraft F3 wird somit gleich der Kraft F4, wenn die Kolben 44 und 56 gleich groß sind. Der Druck im Raum 60 preßt das Halteorgan 58 gegen den Rohling 59 und hält diesen fest. Wenn die Kraft P6 die durch den Druck.im Raum 60 auf den Kolben 57 wirkende Kraft übersteigt, erhält man eine Kraft, die den Rohling 59 gegen die Düse 53 drückt, so daß er vorgeschoben wird, wobei das Material durch die Düsenöffnung gepreßt wird. Da der Raum 60 ganz geschlossen ist, muß das Volumen konstant gehalten und somit dem Kolben 56 die Möglichkeit gegeben werden, sich in Richtung aus dem Zylinder 52 herauszubewegen, während der Kolben beim Vorschub des Rohlings 59 in den Zylinder hineingeschoben wird.
  • Wenn der Kolben 57 sich der in Fig. 5 gezeigten Grenzlage nähert, wird den Betätig,,ungszylindern des Zylinders 52 Druckmittel zugeführt, das gleichzeitig den Druck in den Betätigungszylindernt der Kolben 57 und 58 derart senkt, daß die Summe' vorn F7, F4 und F6 konstant gehalten wird. Der Druck im Raum 60 wird dadurch gesenkt, aber der für das Strangpressen erforderliche Druck im Raum 61 beibehalten.
  • Aufgrund, des Druckunterschieds zwischen den Räumen 61 und 60 wird das Halteorgan 64 fest um den Rohling 59 gepreßt, wodurch dieser vom Halteorgan 64 mit derselben Kraft gegen die Düse vorzfärtsbewegt wird, mit der er früher vom Halteorgan 58 bewegt wurde. Der Zylinder wird jetzt gegen die Düse vorgeschoben, bis die in Fig. 6 gezeigte Grenzlage erreicht ist. Die Geschwindigkeit ist von dem Materialfluß durch die Düse abhängig. Das Volumen im geschlossenen Raum 61 wird dadurch konstant gehalten, daß sich der Kolben 55 gleichzeitig mit dem Zylinder in Richtung gegen den Pressentisch 51 bewegen kann. Während dieses Teils des Arbeitszyklus wird der Kolben 57 in seine Ausgangslage zurückgeführt und der Kolben 56 in entgegengesetzter Richtung verschoben, 80 daß das Volumen im Raum 60 konstant bleibt.
  • Wenn sich der Zylinder 52 der in Fig. 5 gezeigten Grenzlage nähert, wird den Kolben wieder Druckmittel zugeführt und gleichzeitig der Druck im Betätigungszylinder des Zylinders 52 so gesenkt, daß F1, F4 und F6 konstant gehalten werden, bis der Druck in den Räumen 60 und 61 gleich wird. Das Halteorgan 58 ist nun wieder um den Rohling 57 festgepreßt und das Halte organ 64 hat den Rohling losgelassen. Der Zylinder 52 und Kolben 55 werden nun in die in Fig. 4 gezeigte Lage zurückgeführt, während das Halteorgan 58 den Rohling vorschiebt. Das Strangpressen erfolgt somit kontinuierlich.
  • In Fig. 7 bezeichnet 81 einen Pressentisch und 82 eine Betestigungsanordnung für einen Hochdruckzylinder 85 in einem im übrigen nicht gezeigten Pressengestell. Der Hochdruckzylinder ist somit bei dieser Ausführung im Verhältnis zum. Gestell fixiert. Im rechten Teil des Zylinders sind eine Düse 84 und weiter ein die Düsenstütze umgebender, axial verschiebbar angeordneter ringförmiger Kolben 86 angeordnet, die Düse liegt an der in den Zylinder 83 hineinragenden Düsenstütze 85 an, die axial fixiert ist und sich am Tisch 81 abstützt. Im linken Teil des Zylinders 83 ist ein rohrförmiger Kolben 87 mit einem Halteorgan 88 an seinem vorderen Teil axial verschiebbar angeordnet und ein ringförmiger Kolben 90, der im Kolben 89.axial verschiebbar ist und in seinem vorderen Teil ein Halteorgan 91 hat. 92 ist ein Rohling, der durch den Kolben 90, das Halteorgan 91 und Halteorgan 88 eingeschoben ist und an der Düse 84 anliegt. Die Kolben 86, 87, 89 und 90 werden von in den Figuren nicht gezeigten Betätigungszylindern betätigt. Für den Kolben 86 ist eine in den Zylinder 83 gerichtete Betätigungskraft erforderlich. Für den Kolben wird eine in den Zylinder 83 gerichtete Betätigungskraft benötigt. Für die Kolben 87, 89, 90 sind Betätigungskräfte in beiden Richtungen erforderlich. Diese sind mit F1, F2, F4, 25 F6 und F7 bezeichnet.
  • Die Preßanordnung nach Fig. 7 arbeitet im wesentlichen in derselben Weise wie die nach den Fig. 4 bis 6. Der Unterschied ist hauptsächlich der, daß das Halteorgan 88 von dem verschiebbaren Kolben und nicht von einem verschiebbaren Hochdruckzylinder getragen wird.
  • In Fig. 8 ist gezeigt, wie ein Rohling 100 zusammengefügt werden kann. Der Rohlingteil 100a hat ein Loch 101 und Loch 102 mit Gewinde. Der Rohlingteil 100b hat eine zur Führung 101 passende äußere Fläche 103 und einen Gewindezapfen 104. 105 ist eine Abschrägung des Rohlingteils, der an den Rohlingteil angeschlossen wird, der sich gerade in der Presse befindet.
  • Die Erfindung ist nicht auf die gezeigten Ausführungsformen begrenzt, sondern mehrere Abänderungen sind im Rahmen der Patentansprüche denkbar.

Claims (13)

  1. Patentansprüche:
    Anordnung zutit kontinuierlichen hydrostatischen Strangpressen von langen Rohlingen bestehend aus einer Hochdruckkammer mit einer den Rohling formenden Düse, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochdruckkammer (2) zwei hintereinander liegende Druckräume (10, 11) hat, die durch den Rohling (7) umschließende Halte organe nach hinten zu abgedichtet sind, und zwei Druckerzeuger zum Erzeugen des Strangpreßdrucks in den Druckräumen enthält.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckerzeuger (12) aus zwei Druckmultiplikatoren bestehen, die durch Kanäle (28) im Hochdruckzylinder in Verbindung mit jedem der genannten Druckräume (10, 11) stehen.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein Pressengestell, einen axial verschiebbar angeordneten Hochdruckzylinder (2), eine feste, in den Hochdruckzylinder hineinragende Düsenstütze (4), ein im mittleren Teil des Zylinders (2) im Verhältnis zu diesem fest angeordnetes Halteorgan (8)) und ein in den Zylinder (2) hineinragendes, axial beweglich angeordnetes Halteorgan (5).
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein Pressengestell, einen axial beweglichen Hochdruckzylinder (2), eine in den Zylinder hineinragende, axial angeordnete Düsenstütze (4), ein im mittleren Teil des Zylinders (2) und im Verhältnis zu diesem fest angeordnetes Halteorgan (8) und ein in den Zylinder hineinragendes, fest angeordnetes Halteorgan (6).
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckerzeuger im Verhältnis zum Hochdruckzylinder (2) axial beweglich angeordnete ringförmige Kolben sind, die ein in den Zylinder (2) hineinragendes Halteorgan (6) bzw. eine Düsenstütze umgeben.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungen des in die Druckkammer hineinragenden Halteorgans und des umgebenden ringförmigen Kolbens bzw. der in die Druckkammer hineinragenden Düsenstütze und des umgebenden ringförmigen Kolbens im Verhältnis zueinander und zum Zylinder so abgepaßt sind, daß die Volumina der Druckräume während des Preßvorganges konstant gehalten werden.
  7. 7. Anordnung nach Anspruch 5 oder ff, gekennzeichnet durch einen axial angeordneten Hochdruckzylinder, eine feste, in den Hochdruckzylinder hineinragende Düsenstütze, ein im mittleren Teil des Zylinders und im Verhältnis zu diesem fest angeordnetes Halteorgan und ein in den Zylinder hineinragendes, axial bewegliches Halte organ.
  8. W Anordnung nach Anspruch 5 oder 6, gekennzeichnet durch einen axial beweglich angeordneten Hochdruckzylinder, eine in den Zylinder hineinragende, axial beweglich angeordnete Düsenstütze, ein im mittleren Teil des Zylinders und im Verhältnis zu diesem fest angeordnetes Halteorgan und ein in den Zylinder hineinragendes, fest angeordntes Halteorgan enthält.
  9. 9. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das vordere Halte organ von einem im Hochdruckzylinder axial verschiebbar angeordneten rohrförmigen Teil getragen wird und das hintere Halteorgan axial verschiebbar in einem ringförmigen Druckerzeugungskolben angeordnet ist', der in dem ringförmigen Teil, der das vordere Halteorgan trägt, axial verschiebbar angeordnet ist.
  10. 10. Verfahren zum kontinuierlichen Strangpressen eines Rohlings in einer Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere Teil des Rohlings durch Halteorgane eingeführt und zur anlage an der Matrize gebracht und danach der Druck in beiden Druckräumen mittels Druckerzeuger auf das für Strangpressen erforderliche Niveau erhöht wird, wobei ein in den Zylinder hineinragendes Halteorgan den Rohling ergreift und festhält, während er durch das im Zylinder fest angeordnete Halte organ gegen die Düse mit einer von der Strangpreßgeschwindigkeit in der Düse abhängigen Geschwindigkeit bewegt wird, daß der Druck im Raum zwischen den Halteorganen gesenkt wird, wenn das in den Zylinder hineinragende Halte organ seine innere Grenzlage erreicht hat, wobei das im Zylinder fest angeordnete IIalteorgan den Rohling ergreift und festhiilt, während er mit unveränderter Geschwindigkeit gegen die Düse bewegt und das in den Zylinder hineinragende Halteorgan in seine Ausgangslage zurückgeführt wird, daß danach der Druck im Raura zwischen den Halteorganen wieder auf das für Strangpressen erforderliche Niveau erhöht wird und das Halte organ wieder den Rohling ergreift und festhält, und daß anschließend das im Zylinder fest angeordnete Halteorgan in seine frühere Lage im Verhältnis zur Düse zurückgeführt und dabei längs des Rohlings bewegt wird.
  11. A 11. Verfahren zunkontinuierlichen hydrostatischer Strangpressen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das inden Zylinder hineinragende Halteorgan einer axialen Kraft ausgesetzt wird, die dem auf das Halte organ ausgeübten Druck entgegenwirkt und ihn übersteigt, wodurch der Rohling eine gegen die Düse gerichtete Vorschubkraft und eine von der Strangpreßgeschwindigkeit abhängige Bewegung im Verhältnis zum Zylinder erhält; daß: der Druck im Raum zwischen den Halte organen gesenkt wird, wenn das in den Zylinder hineinragende Halte organ seine innere Grenzlage erreicht hat, und daß gleichzeitig der Zylinder einer axialen Kraft ausgesetzt wird, die dem auf das innere Halteorgan ausgeübten Druck entgegenwirkt und ihn übersteigt, wodurch der Rohling durch den Zylinder eine gegen die Düse gerichtete Vorschubkraft erhält und der Zylinder und Rohling gleichzeitig eine von der Strangpreßgeschwindigkeit abhängige Bewegung im Verhältnis zur Düse erhalten, daß das in den Zylinder hineinragende Halteorgan in seine Ausgangslage zurückgeführt wird, daß der Druck im Raum zwischen den Halteorganen wieder auf das für Strangpressen erforderliche Niveau erhöht und der Zylinder in seine Ausgangslage im Verhältnis zur Düse zurückgeführt wird.
  12. 12. Verfahren für kon-tinuierliches hydrostatisches Strangpressen nach aspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Zylinder hineinragende Düsenstütze einer axialen Kraft ausgesetzt wird, die dem auf die Stütze ausgeübten Druck ent*egenwirkt und ihn übersteigt, wodurch die Düse eine gegen den Rohling gerichtete Vorschubkraft und eine von der Strangpreßgesohwindigkeit abhängige Bewegung in Verhältnis zun festen in den Zylinder hineinragenden Halteorgan erhält, daß der Zylinder gleichzeitig mit der Düse gegen das genannte Halteorgan bewegt wird, daß der Druck im Raum zwischen den Halteorganen gesenkt wird, wenn der Zylinder eine Grenzlage erreicht, und daß der Zylinder gleichzeitig einer axialen Kraft ausgesetzt wird, die dem auf das innere ffalteorgan ausgeübten Druck entgegenwirkt und ihn übersteigt, wodurch der Rohling durch den Zylinder eine gegen die Düse gerichtete Vorschubkraft erhält und der Zylinder und Rohling gleichzeitig eine von der Strangpreßgeschwindigkeit abhängige Bewegung im Verhältnis zur Düse erhalten, während die Düse gleichzeitig in ihre Ausgangslage zurückgeführt wird, und daß der Druck im Raum zwischen den Halte organen wieder auf das für Strangpressen erforderliche Niveau erhöht und der Zylinder in seine Ausgangslage zurückgeführt wird.
  13. 13. Verfahren sum kontinuierlichen hydrostatischen Strangpressen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere Teil eines Rohlings durch die Halte organe eingefülirt und zur Anlage an der Düse gebracht wird, danach der Druck in den Druclckaulmern auf das für Strangpressen erforderliche Niveau durch Einschieben von ringförmigen Druckerzeugungskolben in den Hochdruc,xzylinder erhöht wird, wobei gleichzeitig das in den Zylinder hineinragende Halte organ und die Düsenstütze entgegenerichteten Kräften ausgesetzt werden, die den auf das Halteorgan ausgeübten Druck entgegenwirken und ihn übersteigen, wodurch der Rohling eine von der StrangpreEgeschwindigkeit abhändige Bewegung iu Verhältnis zum Zylinder erhalt, daß das in den ylinder hineinragende Halteorgan und der umgebende Druckerzeugungskolben im Verhältnis zueinander derart verschoben werden, daß das Volumen im Druckraum zwischen den Halteorganen konstant bleibt, daß der Druck in der Kammer zwischen den Halteorganen gesenkt wird, wenn das in den Zylinder hineinragende Halteorgan seine innere Grenzlage erreicht hat, und daß der Zylinder und die Düsenstütze gleichzeitig entgegengerichteten axialen Krc.ften ausgesetzt werden, die dem auf das innere Halteorgan ausgeübten Druck entgegenwirken und ihn übersteigen, wodurch die Düse und der Zylinder sowie das Halteorgan und der Rohling eine von der Strangpreßgeschwindigkeit abhängige Bewegung im Verhältnis zueinander erhalten, daß gleichzeitig die in den Zylinder hineinragende Düsenstütze und der umgebende Druckerzeugungskolben derart im Verhältnis zueinander verschoben werden, daß ds Volumen in der Druckkamrier zwischen dem inneren Halte organ und der Düse konstant bleibt, daß das in den Zylinder hineinragende Halteorgan und die Düse in die Ausgangslage im Verhältnis zueinander zurückgeführt werden, wobei das Halteorgan im Verhältnis zum Rohling verschoben wird, und daß der Druck in der Kammer zwischen den Halteorganen danach wieder auf das für Strangpressen erforderliche Niveau erhöht wird und der Zylinder, die Düse und der umgebende Druckerzeugungskolben in ihre Ausgangslagen im Verhältnis zueinander zurückgeführt werden.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3696652A (en) * 1969-10-01 1972-10-10 Western Electric Co Continuous material deformation process and apparatus therefor

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