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Anordnung und Verfahren zum kontinuierlichen hydrostatischen Strangpressen
Die Erfindung betrifft eine Anordnung und ein Verfahren zum kontinuierlichen hydrostatischen
Strangpressen von Stangenmaterial aus langen Rohlingen mit Hilfe einer Hochdruckkammer
und einer in dieser angeordneten Düse für den Austritt und die Formgebung des Stangenulaterials.
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Es ist bekannt, haibkontinuierliche Methoden für das hydrostatische
Strangpressen von Stangenmaterial zu verwenden. Bei diesen Methoden muß das Strangpressen
jedesmal unterbrochen werden, wenn ein Vorschuborgan für den Rohling seine Grenzlage
nahe der Düse erreicht. Der Druck in der Druckkammer wird dann ungefähr auf atmosphärischen
Druck abgesenkt, wonach das Vorschuborgan in seine andere Grenzlage am weitesten
von der Düse zurückgeführt und der Druck in der Druckkammer wieder auf das für das
Strangpressen erforderliche Niveau erhöht wird. Die bekannten Methoden haben mehrere
Mängel, u.a. erhält man bei ein jedem neuen Vorschub des Rohlings Zeichen auf dem
stranggepreßten
Produkt, und es entstehen Schwierigkeiten zu Beginn
des Vorschubs, weil das laterial in der Düsenöffnung baryt wird, so daß der erforderliche
Anfangsdruck höher, in vielen Fällen erheblich höher als der normale Strangpreßdruck
wird. Dieser Umstand erschwert beträchtlich das Aufwickeln des Produkts und kann
mit sich bringen, daß das Produkt, de.s sich zu Beginn jedes Vorschub außerhalb
der Düse befindet, geknickt oder gekrümmt wird. Eine erfindungsgemäße Anordnung
erlaubt dagegen ein völlig kontinuierliches Strangpressen, so daß der Materialfluß
durch die Düsenöffnung niemals aufhört und alle genannten Mängel wegfallen.
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Das Strangpressen wird in einer PreßanordnunL: nit einer Hochdruckkammer
mit zwei hintereinander liegenden Druckräumen ausgeführt, die nach hinten zu druch
den Rohling umschliessende Halte-Organe abgedichtet sind, die in der Preßrichtung
des Rohlings eine abnehmende Dicke haben, z.B. kegelförmig sind. Die Presse enthält
auch zwei Druckerzeuger, die den für des Strangpressen erforderlichen Druck iij
Druckraum zustande bringen.
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I.ach einer ausführung der Erfindung bestehen die Druckerzeuger aus
zwei außerhalb des Hochdruckzylinders liegenden Druckmultiplikatoren, die durch
Kanäle in der Zylinderwand in Verbindung mit je einem Druckraum stehen. Die Anordnung
enthält ein Pressengestell, einen in diesem Gestell axial verschiebbar angeordneten
Hochdruckzylinder, eine in-den Hochdruckzylinder hineinragende Düsenstütze, ein
im mittleren Teil des Zylinders und im Verhältnis
zu dieser fest
angeordnetes Halteorgan und ein in den ylinder hineinragendes Halteorgan. Wenn die
Düsenstütze im Verhältnis zur Gestell fest angeordnet ist, ist ds in das entgegengesetzte
Ende des Zylinders hineinragende Halteorgan axial verschiebbar. Wenn dagegen das
Halteorgan fest angeordnet ist, ist die Düsenstütze axial verschiebbar.
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T):"s Verfahren bei@ Strangpressen mit der angegebenen Anordnung ist
dadurch gekennzeichnet, daß der vordere Teil eines stangenförmigen Rohlings durcii
beide Halte organe eingeführt und zur Düse bewegt wird, so daß eine dichtende Anlage
an dieser erhalten wird, und danach der Druck in der Druckkammer nilt Hilfe der
Druckerzeuger uul das für das Strangpressen erforderliche Niveau erhöht wird, wobei
gleichzeitig das in den. Zylinder hineinragende Halteorgan oder die Düsenstütze
einer axialen Kraft ausgesetzt wird, die dem auf das Halteorgan oder die Düsenstütze
wirkenden Druck entgegenwirkt oder diesen übersteigt, und so eine Vorschubkraft
erhalten wird, die eine Relativbewegung zwischen Rohling und Düse bewirkt. Bei tester
Düsenstütze wird dem Rohling eine von der Strangpreßgeschwindigkeit abhängige Bewegung
im Verhältnis sowohl zum Zylinder als auch zur Düse erteilt. Der Druck im Raum zwischen
den Halteorganen wird gesenkt, wenn das in den Zylinder hineinragende Halte organ
in seine innere Grenzlage gelangt ist. Gleichzeitig wird der Zylinder einer axialen
Betätigungskraft ausgesetzt, die dem auf das innere Halteorgan ausgeübten Druck
entgegenwirkt und ihn übersteigt, so daß der Rohling durch den Zylinder und das
Halte organ in diesem eine gegen die
Düse gerichtete Vorschubkraft
erhält. Der Zylinder und der l'ohling bewegen sich nun gleichzeitig gegen die Düse
mit derselben Geschwindigkei-t;, die von der Strangpreßgeschwindigkeit bestili)mt
wird. Während dieses Teils des Arbeitszyklus wird das iaen Zylinder hineinragende
Halteorgan in seine Ausgangslage zurückgeführt, wonach der Druck im Railm zwischen
den Halteorganen wieder auf das für Strangpressen erforderliche Niveau erhöht und
der Zylinder in seine Ausgangslage im Verhältnis zur Düse zurückgeführt wird. Bei
eine festen in den Zylinder hineinragenden Halteorgan für den Rohling wird die Düsenstütze
einer axialen Kraft ausgesetzt, die den auf die Stütze wirkenden Druck übersteigt,
wodurch in diese Fall die Düse eine gegen den Rohling gerichtete Vorschubkraft und
eine Bewegung im Verhältnis zuL'1 Rohling und somit gegen das feste in den Zylinder
hineinragende Halteorgan erhält. Der Zylinder wird gleichzeitig mit der Düse und
mit derselben Geschwindigkeit wie diese gegen das feste Halteorgan geschoben, so
daß Düse und Zylinder ihre Lage im Verhältnis zueinander beibehalten. Der Druck
im Raum zwischen den Halteorganen wird gesenkt, wenn der Zylinder eine Grenzlage
erreicht, gleichzeitig wird der Zylinder einer axialen Kraft ausgesetzt, die den
auf das innere Halteorgan wirkenden Druck übersteigt, wodurch der Rohling über das
Halteorgan im Zylinder eine gegen die Düse gerichtete Vorschubkraft erhält. Der
Rohling erhält dadurch eine von der Strangpreßgeschwindigkeit abhängige Geschwindigkeit
im Verhältnis zur Düse, während diese in ihre Ausgangslage zurückgeführt wird, wonach
der Druck in den Räumen zwischen den Halteorganen wieder auf das für Strangpressen
erforderliche Niveau erhöht und der Zylinder in seine Ausgangslage zurückgeführt
wird.
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Die Anordnung und die methode mit außerhalb des Hochdruckzylinders
liegenden Druckerzeugern erfordert Kanäle im Hochdruckzylinder, die dessen Festigkeit
hinabsetzen. Sie ist deshalb nur bei r.1.:ißigen Drücken anwendbar, was in Zusammenhang
mit Strangpressen einen Druck von ca 10 kbar bedeutet.
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Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ohne schwächende Kanäle
im Hochdruckzylinder bestehen die Druckerzeuger aus zwei im Verhältnis zum Hochdruckzylinder
axial beweglich angeordneten ringförmigen Kolben, aie ein in den Zylinder hineinragendes
Halteorgan bzw. eine Düsenstütze umgeben. Die Bewegungen des in die Druckkammer
hineinragenden Halteorgans, der Düsenstütze und der umgebenden ringförmigen Kolben
im Verhältnis zueinander und zum Zylinder sind so angepaßt, daß die Volumina der
Druck raume während des Preßvorgangs konstant gehalten werden. Der Hochdruckzylinder
enthält ein in seinem mittleren Teil fest angeordnetes Halte organ und ist längs
Fuhrungen im Verhältnis zum Pressengestell axial verschiebbar angeordnet. In einer
anderen Ausführung enthält die Anordnung eine im Pressengestell fest angeordnete
Düsenstütze und ein in den Zylinder hineinragendes axial bewegliches Halteorgan.
In einer weiteren Ausführung ist die Düsenstütze axial verschiebbar und das Halteorgan
fest im Pressengestell angeordnet.
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Das Verfähren beim Strangpressen mit der genannten Anordnung ist dadurch
gekennzeichnet, daß der vordere Teil eines stangenförmigen
Rohlings
durch die beiden IIal-teorgane eingeführt und gegen die Düse bewegt wird, so daß
eine dichtende Anlage erhalten wird und danach der Druck in den Druckkammern durch
Einschieben der ringförmigen Druclrerzeugungskolben in den Hochdruckzylinder auf
das für Strangpressen erforderliche Niveau erhöht wird, wobei das in den Zylinder
hineinragende Halteorgan und die Düsenstütze entgegengerichteten Kräften ausgesetzt
werden. Diese bestehen aus der Betätigungskraft von einem 3etätigungszylinder für
das Halteorgan und einer Stützkraft für die Düsenstütze oder ur.lgekehrt.
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Die Kräfte wirken der auf das Halteorgan ausgeübten Kraft, die der
Druck im Zylinder erzeugt, entgegen oder übersteigen sie, wodurch der Rohling eine
von der Strangpreßgeschwindigkeit abhi-ingige Bewegung im Verhältnis zum Zylinder
und zur Düse bekommt.
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Die Halteorgane nähern sich somit einander. Das Halteorgan und der
umgebende Druckerzeugungskolben werden im Verhältnis zueinander derart verschoben,
daß das Volumen im Druckraum konstant bleibt. Der Druck im Raum zwischen den Halteorganen
w:iizi gesenkt, wenn das in den Zylinder hineinragende Halteorgan seine innere Grenzlage
erreicht hat, gleichzeitig wird dem Betätigungszylinder des Hochdruckzylinders ein
Antriebsmittel zugeführt, so daß der Zylinder und die Düsenstütze von entgegengesetzten
axialen Kraften beeinflußt werden, die der vom Druck im Zylinder erzeugten Kraft
entgegenwirken oder diese übersteigen. Hierdurch wird erreicht, daß der Zylinder
mit dem im Zylinder festen Halteorgan und der in diesem festgehaltene Rohling und
die Düse eine Bewegung im Verhältnis zueinander haben, die von der Strangpreßgeschwindigkeit
abhängt.
Gleichzeitig werden die Düsenstü-tze und der umgebende Druckerzeugungskolben im
Verhältnis zueinan-Der verschoben, so daß das Volumen in Druckraum zwischen dem
inneren Halteorgan und der Düse konstant wira. Während dieses Teils des Arbeitszyklus
werden das in den Zylinder hineinragende Halteorgan und die Düse in die Ausgangslage
im Verhältnis zueinander züruckgeführt, wodurch das Halteorgan im Verhaltnis utn
Rohling verschoben wir(i und der Druckerzeuger im Verhältnis zur Halteorgan, so
daß das Volumen im Druckraum konstant gehaleinen wird. Der Druck in den Lumen zwischen
den Halteorganen wird danach erhöht, wonach der Zylinder, die Düse und der die Düsenstütze
umgebende Kolben in ihre Ausgangslage im Verhältnis zueinander zurückgeführt werden.
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Bei einer weiteren Ausführung der Erfindung wird das vordere Halteorgan
von eine in der Druckkammer axial verschiebbar angeordneten beweglichen Zylinder
getragen. Das hintere Halteorgan ict in einem rohriörmigen Druckerzeugungskolben
axial verschiebbar angeordnet, der wiederum im vorhin genannten Zylinder verschiebbar
ist, der das vordere Halteorgan trägt.
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Die Erfindung und Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im folgenden
anhand der Zeichnung beschrieben, in dieser zeigen: Fig. 1 bis 3 eine Ausführung
mit Druckerzeugern für das Druckmittel, die außerhalb des Hochdruckzylinders liegen,
und zwar in drei verschiedenen Zeitpunkten eines Arbeitezyklus,
Fig.
4 bis 7 verschiedene Ausführungen mit innerhalb des Hochdruckzylinders angeordneten
und im Verhältnis zu diesem verschiebbaren kolbenförmigen Druckerzeugern, wobei
die Fig. 4 bis 6 drei verschiedene Zeitpunkte eines Arbeitszyklus zeigen und Fig.
b eine Art des ZusaulTnensetzens der zu verpressenden Rohlinge.
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In den Figuren 1 bis 3 bezeichnet 1 einen Pressentisch, der in eine
im übrigen nicht gezeigten Pressengestell angeordnet ist und zur Aufnahme der beim
Strangpressen auftretenden Preß- und BetLtigungskrfte dient. Ein Hochdruckzylinder
2 ist im Gestell längs nicht gezeigter Führungen axial verschiebbar angeordnet und
kann durch nicht gezeigte Betätigungszylinder verschoben werden. Die Betätigungskräfte
in der einen Richtung sind mit P1 und in der anderen Richtung mit F2 bezeichnet.
Im Zylinder ist eine Düse 3 angeordnet, sie ist auf einer in den Zylinder 2 hineinragenden
Düsenstütze 4 abgestützt. Diese ist axial fixiert und stützt sich am Pressentisch
1 ab. In den Zylinder 2 ragt ein ringförmiger Kolben 5, der axial verschiebbar ist
und dessen vorderer Teil als Halteorgan 6 zum Festhalten und Vorschieben eines stangenförmigen
Rohlings 7 ausgebildet ist. Die Druckkammer zwischen der Düse 3 und dem Kolben 5
ist in zwei Druckräume 10 und 11 durch einen im Zylinder 2 befestigten Einsatz 8
aufgeteilt, dessen vorderer Teil auch als Halteorgan 9 zum Pesthalten
und
Vorschieben des stangenförmigen Rohlings 7 ausgebildet ist. Der Kolben 5 wird von
nicht gezeigten Betätigungszylindern verstellt.
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Die Betätigungskräfte in der einen Richtung sind mit F und die in
der anderen Richtung mit F4 bezeichnet. Außerhalb des Zylinders 2 sitzen Druckerzeuger
12 mit zwei Druckolultiplikatoren bestehend aus je einem Betätigungszylinder 13,
14 und Je einem Druckerzeugungszylinder 15, 16 mit den Betätigungskolben 17, 18
bzw. mit den mit diesen fest verbundenen Druckerzeugungskolben 19, 20.
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Die Räume über bzw. unter den Betätigungskolben sind mit 21, 22 bzw.
25, 24 und die Räume unter den Druckerzeugungskolben 19, 20 mit 25, 26 bezeichnet.
Die Räume 25 und 26 stehen'durch radiale Kanäle 27 bzw. 28 im Zylinder 2 in Verbindung
mit den Druckräumen 11 bzw. 10. Die Räume 21, 22,23 und 24 stehen durch Kanäle 31,
32, 33 und 34 und durch nicht gezeigte Leitungen und Betätigungsventile in Verbindung
mit einer Druckquelle. Durch Kanäle 29 und 30 kann man den Räumen 25, 11 und 26,
10 Druckmittel von einer in den Figuren nicht gezeigten Druckmittelquelle zuführen.
Die Halteorgane 6 und 9 sind zweckmäßig konisch ausgebildet und können längs eines
kleineren Teils ihrer Länge geschlitzt und von einer Dichtungshülse aus elastischem
Material umgeben sein.
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Die Pressenanordnung Moh den Pig. 1 bis 3 arbeitet folgend: Ein stangenförmiger
Rohling 7 wird durch den salben 5, den Einsatz 8 und das Halteorgan 9 eingeschoben,
bis er an der Düse 3
anliegt. Gleichzeitig werden die Räume 10,
11, 25 und 26 mit Druckmittel gefüllt. Mit Hilfe des Druckerzeugers 12 wird nun
der Druck in den beiden Druckräumen 10 und 11 gleichzeitig auf das für das hydrostatische
Strangpressen erforderliche Niveau erhöht, indem Druckmittel in die Raume 21 und
22 hin-ter den beiden Betätigungskolben 17 und 18 eingepumpt wird. Gleichzeitig
wird deril Betätigungszylinder für den Kolben 5 Drucktiittel zugeführt, so daß die
Kraft F einen Wert bekommt, der etwas die Kraft übersteigt, die die Flüssigkeit
im Raum 11 auf den Kolben 5 ausübt.
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Der Raum 11 ist nach hinten zu durch das Halteorgan 6 abgedichtet,
das durch den Flüssigkeitsdruck nun mit großer Kraft gegen den Rohling gepreßt wird
und diesen festhält. Der Rohling wird mit einer von F abhängigen Kraft gegen die
Düse gepreßt ) und dadurch vorgeschoben, wobei das vorgeschobene Material durch
die Düse 3 herausgepreßt wird. Der Zylinder 2 ist in der in Fig. 1 gezeigten Lage
festgehalten. Da der Druck in den Räumen 10 und 11 auf beiden Seiten des Halteorgans
9 gleich groß ist, wird dieses nicht gegen den Rohling gepreßt, weshalb dieser unbehindert
durch das Halteorgan 9 vorgeschoben werden kann, bis der Kolben 5 die in Fig. 2
gezeigte Grenzlage erreicht. Die auf den Kolben 5 und die Düsenstütze ausgelibten
Drücke wirken einander entgegen. Zud Festhalten des Zylinders 2 ist deshalb nur
eine Kraft P2 erforderlich, di. der Reibungskraft zwischen dem Kolben 5 und dem
Zylinder entgegenwirkt. Beim Vorsohieben nimmt das Volumen im Raum 11 ab. Die verdrängte
Flüssigkeit wird durch
den Kanal 27 in den Raum 25 gepreßt, dessen
Volumen dadurch steigt, daß Druckmittel aus dem Raum 21 herausgelassen wird, so
daß der Kolben 19 sich nach außen in die in Fig. 2 gezeigte Lage bewegen kann. Es
kann auch zugelassen werden, daß Druckmittel durch den Kanal 29 herausströmt, wodurch
der Zylinder 15 kein gleich großes Volumen wie die Volumenänderung im Raum 11 zu
haben braucht. Die Drücke in den Räumen 10 und 11 können während dieses Teils eines
Arbeitszyklus gleich gehalten werden, z.B. dadurch, daß die Räume 21 und 22 miteinander
durch die Kanäle 31 und 32 und durch nicht gezeigte Leitungen und Regelventile ill
Verbindung stehen.
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Wenn sich der Kolben 5 der in der Fig. 2 gezeigten Grenzlage nähert,
wird der Druck i Raum 11 gesenkt und der Druck in den Betätigungszylindern zwecks
Bewegung des Zylinders 2 in der Preßrichtung erhöht, so daß die Kraft r1 einen Wert
annimmt, der etwas den Unterschied der Kräfte übersteigt, den die Flüssigkeit in
den Räumen 10 und 11 auf den Einsatz 8 ausübt. Der Rauu 10 ist nach hinten durch
den Einsatz mit den Halteorgan 9 abgedichtet. Der Druckunterschied zwischen den
Räumen 10 und 11 klemmt das Halteorgan 9 am Rohling fest, der nun gegen die Düse
mit einer von F1 abhängigen Kraft gepreßt und dadurch ohne Unterbrechung vorgeschoben
wird, während das Material durch die Düse gepreßt wird. Der Rohling wird nun vom
Halteorgan 9 vorwärtsbewegt, bis der Zylinder seine in Fig. 3 gezeigte rechte Grenzlage
erreicht. Wenn der Druck im Raum 11 auf einen solchen Wert sinkt, daß das Halteorgan
6 den Rohling 7 losläßt,
wird der Kolben 5 dadurch in seine Ausgangslage
zurückgeführt, daß die Arbeitsrichtung seines Arbeitszylinders umgekehrt wird, so
daß eine Betätigungskraft F4 erhalten wird. Der Raum ii wird wieder mit Druckmittel
vom Raum 25 und eventuell auch von einer außerhalb des Druckerzeugers 25 gelegenen
Druckmittelquelle gefüllt. Das Volumen des Raumes 10 nimmt während der Verschiebung
des Zylinders 2 ab. Die verdrängte Flüssigkeit wird durch den Kanal 2 zum Raum 26
gepreßt, dessen Volumen dadurch steigt, daß das Hydraulmittel aus dem Raum 22 herausgelassen
wird, so daß sich der Kolben 20 rückwärts bewegen kann.
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Wenn der Zylinder 5 sich seiner in Fig. 3 gezeigten rechten Endlage
nähert, wird der Druck im Raum ii wieder durch den Kolben 19 erhöht, so daß die
Drücke in den Räumen 11 und 10 denselben Wert annehmen, wenn die Grenzlage erreicht
ist. Das Halteorgan 6 hat nun wieder den Rohling 7 ergriffen und kann ihn wieder
gegen die Düse vorschieben, während das Halteorgan 9 nicht länger den Rohling umfaßt.
Die Arbeitsrichtung des Betätigungszylinders des Hochdruckzylinders 2 wird nun so
umgekehrt, daß eine Betätigungskraft F2 erhalten wird, die den Zylinder wieder in
die in Pig. 1 und 2 gezeigte Lage führt. Während dieser Rückführung wird das Hydraulmittel
aus dem Raum 26 in den Raum 11 zurückgepreßt. Der Arbeitszyklus kann nun wiederholt
werden und Stangen von beliebiger Länge können kontinuierlich gepreßt werden. Es
ist auch möglich, Rohlinge zusammenzusetzen, so daß man das Strangpressen nicht
zwecks Austausch der Rohlinge zu unterbrechen braucht.
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In den Fig. 4 bis 6 bezeichnet 51 einen Pressentisch in einem im übrigen
nicht gezeigten Pressengestell zur Aufnahme der Preß-und Betätigungskräfte, die
während des Strangpressens entstehen.
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Ein Hochdruckzylinder 52 ist längs nicht gezeigter Führungen im Gestell
verschiebbar angeordnet und durch gleichfalls nicht gezeigte Betätigungszylinder
axial verschiebbar. Die Betätigungskräfte in der einen Richtung sind mit F1 und
in der anderen Richtung mit F2 bezeichnet. Im Zylinder sind angeordnet eine Düse
53, die sich an der in den Zylinder hineinragenden Stütze 54 abstützt, die axial
fixiert ist und sich auf dem Pressentisch 51 abstützt, ein die Düsenstütze umgebender,
axial verschiebbarer, in den Zylinder 52 hineinragender, ringförmiger Kolben 55,
ein in den Zylinder 52 hineinragender, axial verschiebbarer, ringförmiger Kolben
56 und ein im Kolben 56 axial merschiebbar angeordneter ringförmiger Kolben 57,
dessen vorderer Teil als Halteorgan 58 zum Festhalten und Vorschieben eines stangenförmigen
Rohlings 59 ausgebildet ist. Die Druckkammer zwischen der Düse 53 und den Kolben
56 und 57 ist in zwei Druckräume 60 und 61 durch den im Zylinder befestigten Einsatz
63 aufgeteilt, dessen vorderer Teil als Halte organ 64 zum Pesthalten und Vorschieben
des Rohlings 59 ausgebildet ist. Die Kolben 55, 56 und 57 werden durch in den Figuren
nicht gezeigte Betätigungszylinder betätigt. BUr den Kolben 55 ist eine gegen den
Zylinder 52 gerichtete Betätigungskraft erforderlich, diese ist mit F3 bebezeichnet.
Für die Kolben 56 und 57 sind für beide Bewegungsrichtungen Betätigwkräfte erforderlich,
diese sind mit F4, F5, F6 und F7 bezeichnet.
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Die Preßanordnungnachden Pig. 4 bis 7 arbeitet folgend: Der Zylinder
52 ist durch seine Betätigungszylinder in der in Fig. 4 gezeigten Lage fixiert.
Ein Rohling 59 wird durch den Kolben 57, das Halteorgan 58, Zwischenstück 63 und
Halteorgan 64 bis zur Anlage an der Düse 53 eingeschoben. Die Räume 60 und 61 sind
ganz mit Druckmittel gefüllt. Den Betätigungszylindern der Kolben 55, 56 und 57
wird ein Druckmittel zugeführt, das die Betätigungskräfte F3, F4 und F6 ergibt und
gleichzeitig den Druck in den Druckräumen 60 und 61 auf das für Strangpressen erforderliche
Niveau hebt. Die Kraft F3 wird somit gleich der Kraft F4, wenn die Kolben 44 und
56 gleich groß sind. Der Druck im Raum 60 preßt das Halteorgan 58 gegen den Rohling
59 und hält diesen fest. Wenn die Kraft P6 die durch den Druck.im Raum 60 auf den
Kolben 57 wirkende Kraft übersteigt, erhält man eine Kraft, die den Rohling 59 gegen
die Düse 53 drückt, so daß er vorgeschoben wird, wobei das Material durch die Düsenöffnung
gepreßt wird. Da der Raum 60 ganz geschlossen ist, muß das Volumen konstant gehalten
und somit dem Kolben 56 die Möglichkeit gegeben werden, sich in Richtung aus dem
Zylinder 52 herauszubewegen, während der Kolben beim Vorschub des Rohlings 59 in
den Zylinder hineingeschoben wird.
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Wenn der Kolben 57 sich der in Fig. 5 gezeigten Grenzlage nähert,
wird den Betätig,,ungszylindern des Zylinders 52 Druckmittel zugeführt, das gleichzeitig
den Druck in den Betätigungszylindernt der Kolben 57 und 58 derart senkt, daß die
Summe' vorn F7, F4 und F6 konstant gehalten wird. Der Druck im Raum 60 wird dadurch
gesenkt, aber der für das Strangpressen erforderliche Druck im Raum 61 beibehalten.
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Aufgrund, des Druckunterschieds zwischen den Räumen 61 und 60 wird
das Halteorgan 64 fest um den Rohling 59 gepreßt, wodurch dieser vom Halteorgan
64 mit derselben Kraft gegen die Düse vorzfärtsbewegt wird, mit der er früher vom
Halteorgan 58 bewegt wurde. Der Zylinder wird jetzt gegen die Düse vorgeschoben,
bis die in Fig. 6 gezeigte Grenzlage erreicht ist. Die Geschwindigkeit ist von dem
Materialfluß durch die Düse abhängig. Das Volumen im geschlossenen Raum 61 wird
dadurch konstant gehalten, daß sich der Kolben 55 gleichzeitig mit dem Zylinder
in Richtung gegen den Pressentisch 51 bewegen kann. Während dieses Teils des Arbeitszyklus
wird der Kolben 57 in seine Ausgangslage zurückgeführt und der Kolben 56 in entgegengesetzter
Richtung verschoben, 80 daß das Volumen im Raum 60 konstant bleibt.
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Wenn sich der Zylinder 52 der in Fig. 5 gezeigten Grenzlage nähert,
wird den Kolben wieder Druckmittel zugeführt und gleichzeitig der Druck im Betätigungszylinder
des Zylinders 52 so gesenkt, daß F1, F4 und F6 konstant gehalten werden, bis der
Druck in den Räumen 60 und 61 gleich wird. Das Halteorgan 58 ist nun wieder um den
Rohling 57 festgepreßt und das Halte organ 64 hat den Rohling losgelassen. Der Zylinder
52 und Kolben 55 werden nun in die in Fig. 4 gezeigte Lage zurückgeführt, während
das Halteorgan 58 den Rohling vorschiebt. Das Strangpressen erfolgt somit kontinuierlich.
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In Fig. 7 bezeichnet 81 einen Pressentisch und 82 eine Betestigungsanordnung
für einen Hochdruckzylinder 85 in einem im übrigen nicht gezeigten Pressengestell.
Der Hochdruckzylinder ist somit bei dieser Ausführung im Verhältnis zum. Gestell
fixiert. Im rechten Teil des Zylinders sind eine Düse 84 und weiter ein die Düsenstütze
umgebender, axial verschiebbar angeordneter ringförmiger Kolben 86 angeordnet, die
Düse liegt an der in den Zylinder 83 hineinragenden Düsenstütze 85 an, die axial
fixiert ist und sich am Tisch 81 abstützt. Im linken Teil des Zylinders 83 ist ein
rohrförmiger Kolben 87 mit einem Halteorgan 88 an seinem vorderen Teil axial verschiebbar
angeordnet und ein ringförmiger Kolben 90, der im Kolben 89.axial verschiebbar ist
und in seinem vorderen Teil ein Halteorgan 91 hat. 92 ist ein Rohling, der durch
den Kolben 90, das Halteorgan 91 und Halteorgan 88 eingeschoben ist und an der Düse
84 anliegt. Die Kolben 86, 87, 89 und 90 werden von in den Figuren nicht gezeigten
Betätigungszylindern betätigt. Für den Kolben 86 ist eine in den Zylinder 83 gerichtete
Betätigungskraft erforderlich. Für den Kolben wird eine in den Zylinder 83 gerichtete
Betätigungskraft benötigt. Für die Kolben 87, 89, 90 sind Betätigungskräfte in beiden
Richtungen erforderlich. Diese sind mit F1, F2, F4, 25 F6 und F7 bezeichnet.
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Die Preßanordnung nach Fig. 7 arbeitet im wesentlichen in derselben
Weise wie die nach den Fig. 4 bis 6. Der Unterschied ist hauptsächlich der, daß
das Halteorgan 88 von dem verschiebbaren Kolben und nicht von einem verschiebbaren
Hochdruckzylinder getragen wird.
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In Fig. 8 ist gezeigt, wie ein Rohling 100 zusammengefügt werden kann.
Der Rohlingteil 100a hat ein Loch 101 und Loch 102 mit Gewinde. Der Rohlingteil
100b hat eine zur Führung 101 passende äußere Fläche 103 und einen Gewindezapfen
104. 105 ist eine Abschrägung des Rohlingteils, der an den Rohlingteil angeschlossen
wird, der sich gerade in der Presse befindet.
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Die Erfindung ist nicht auf die gezeigten Ausführungsformen begrenzt,
sondern mehrere Abänderungen sind im Rahmen der Patentansprüche denkbar.