DE1807970B - Vorrichtung zum Verspannen einer Vortriebsmaschine gegenüber einer Tunnel- oder Schachtwandung mit Hilfe radial bewegbarer Spannpratzen - Google Patents
Vorrichtung zum Verspannen einer Vortriebsmaschine gegenüber einer Tunnel- oder Schachtwandung mit Hilfe radial bewegbarer SpannpratzenInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verspannen einer Vortriebsmaschine gegenüber einer
Tunnel- oder Schachtwandung mit Hilfe kraftbetriebener, radial gegenüber dem Maschinentragkörper
bewegbarer und im Bereich der Vortriebsmaschine im Abstand voneinander angeordneter umfangsverteilter,
raumbeweglicher Spannpratzen.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art wird die raumbewegliche Befestigung der Spannpratzen jeweils
durch eine kardanische Anlenkung erreicht, die zwangläufig zwischen der Spannpratze und dem Maschinentragkörper
angeordnet ist, weshalb die Kippachsen für jede Spannpratze innerhalb des Tunnel- öo
raumes liegen. Diese Lage der Kippachsen hat zur Folge, daß die Spannpratze immer dann, wenn sie an
einer nicht mittig zu ihr liegenden Stelle der Tunnelwandung angreift und demzufolge eine Kippbewegung ausführt, bei dieser Kippbewegung versucht, 6$
sich in Tunnellängs- oder -querrichtung auf ihre Angriffsstelle an der Tunnelwandung hinzubewegen. Da
eine solche Bewegung nicht oder nur begrenzt möglich ist, treten als Reaktion Querkräfte auf, die die
Halterung der Pratze zerstören können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs angegebenen Art zu schaffen,
bei der solche Querkräfte nicht auftreten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäb dadurch gelöst,
daß jede der Spannpratzen durch ein Kalottenpfannengelenk mit auf der Tunnelwandung oder
außerhalb des Tunnelraumes liegendem Gelenkmittelpunkt mit dem radial beweglichen Stützelement
einer kolbenzylinderartigen Führung verbunden und durch zwei oder mehr parallel zu dieser Führung angeordnete
Kraftantnebe gegenüber dem Maschinentragkörper abgestützt ist.
Durch diese Lösung wird erreicht, daß sich die Spannpratzen bei Kippbewegungen stets von ihren
Angriffsstellen an der Tunnelwandung in tangentialer Richtung wegbewegen und somit keine Querkräfte
entstehen, die von den Führungen aufgenommen werden müßten.
Dabei kann die Führung aus einem fest an den Maschinentragkörper angeschlossenen Tragbolzen und
einer darauf verschiebbar angeordneten Druckhülse bestehen, die die Gelenkpfanne trägt.
Die Führung kann jedoch auch aus einer fest an dem Maschinentragkörper angeschlossenen Hülse
und einem darin verschiebbaren Drucktragbolzen bestehen, der die Gelenkpfanne trägt.
Um die Kalotte immer in Anlage an der Pfanne zu halten, wird vorgeschlagen, jeweils das Stützelement
und die Spannpratze durch Spannfedern miteinander zu verbinden.
Um zu verhindern, daß die Pratzen eine zu schräge Kipplage einnehmen, ist vorgesehen, die Kraftantriebe,
die insbesondere als Kolben-Zylinder-Antriebe ausgebildet sind, abhängig von der
Kipplage der Spannpratzen selbsttätig abschaltend zu steuern.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt,
und zwar zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Verspannvorrichtung
an einer Tunnelvortriebsmaschine,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-A in der F i g. 1 und
F i g. 3 eine Prinzipskizze.
An einem Maschinentragkörper 1 sind Tragbolzen 2 sternförmig auf dem Umfang verteilt und paarweise
gegenüberliegend angeordnet. Auf den Tragbolzen 2 sind Druckhülsen 3 gleitend verschiebbar
angeordnet. Umfangsverteilt zu den Druckhülsen 3 sind Kraftantriebe, insbesondere Kolben-Zylinder-Antriebe
4 angebracht, die sich am Maschinentragkörper 1 und an der Spannpratze 5 abstützen. Die
Spannpratze 5 weist eine Kalotte 6 auf, die durch Spannfedern 8, welche einenends mit der Spannpratze
5 und anderenends mit der Druekhülse 3 verbunden sind, gegenüber der Kugelpfanne 7 raumbeweglich
abgestützt gehalten ist.
Werden größere Ausbrüche in der Tunnelwandung angefahren, kann der Sicherheitskippwinkel der Verspannpratzen
5 überschritten werden. Um das zu verhindern, ist in der Druekhülse 3 ein Sicherheitsschalter
9 angeordnet, der mit der Kugelkalotte 6 zusammenwirkt und beim Überschreiten des Sicherheitskippwinkels
die Zufuhr von Druckmittel an die KoI-ben-Zylinder-Antriebe
4 unterbricht und anzeigt, daß unterbaut werden muß,
Um immer eine optimale Anlage der Spannpratzen 5 an der Tunnelwandung zu erreichen, ist das
Kalotten-Pfannengelenk derart ausgebildet und angeordnet, daß der Gelenkmittelpunkt auf der Tunnelwand
oder außerhalb des Tunnelraumes liegt, F i g. 3 zeigt die Lage des Gelenkmittelpunktes. Bei dieser
Anordnung des Gelenkmittelpunktes bewegen sich die Spannpratzen bei Kippbewegungen immer von
der Angriffsstelle 10 der Spannpratze an der Tunnelwandung fort, so daß keine Querkräfte auftreten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Verspannen einer Vortriebsmaschine gegenüber einer Tunnel- oder
Schachtwandung mit Hilfe kraftbetriebener, radial gegenüber dem Maschinentragkörper bewegbarer
und im Bereich der Vortriebsmaschine im Abstand voneinander angeordneter umfangsverteilter,
raumbeweglicher Spannpratzen, d a durch gekennzeichnet, daß jede der Spannpratzen (5) durch ein Kalottenpfannengelenk
(6,7) mit auf der Tunnelwandung oder außerhalb des Tunnelraumes liegendem Gelenkmittelpunkt
mit dem radial beweglichen Stützele- is ment (?^ einer kolbenzylinderartigen Führung
(2, 3) verbunden und durch zwei oder mehr parallel zu dieser Führung angeordnete Kraftantriebe
(4) gegenüber dem Maschinentragkörper (1) abgestützt ist. ao
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung aus einem fest an
dem Maschinentragkörper (1) angeschlossenen Tragbolzen (2) und einer darauf verschiebbar angeordneten
Druckhülse (3) besteht, die die Ge- as lenkpfanne (7) trägt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung aus einer fest an
dem Maschinentragkörper (1) angeschlossenen Hülse und einem darin ve· ichiebbar angeordneten
Drucktragbolzen besteht, der die Gelenkpfannen (7) trägt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwischen dem Stützelement (3) und der Spannpratze (5)
Spannfedern (8) vorgesehen sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftantnebe, die insbesondere als Kolben-Zylinder-Antriebe
(4) ausgebildet sind, abhängig von der Kipplage der Spannpratze (5) selbsttätig abschaltend gesteuert
sind.
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