DE1790134C3 - Metallumschlossene Schaltanlage für hohe Spannung - Google Patents
Metallumschlossene Schaltanlage für hohe SpannungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine metallumschlossene Schaltanlage für hohe Spannung, deren
metallene Umhüllung mindestens einen Druckgasschalter, einen an die Niederdruckseite dieses Schalters
angeschlossenen Niederdruckraum, der mit SF6-Gas
niedrigeren Überdrucks für die Isolation zwischen den unter Spannung stehenden Teilen und der Umhüllung
gefüllt ist, und einen an die Hochdruckseite dieses Schalters angeschlossenen Hochdruckraum,
der mit wenigstens zum Löschen des Schaltbogens dienendem SF,,-Gas höheren Überdrucks gefüllt ist.
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L-nihält, und welche Schaltanlage mit einem System
für die Gasversorgung dieser Räume versehen ist, welches Gasversorgungssystem einen mindestens aus
beiden Räumen, einer zwischen beiden Räumen geschalteten Leitung mit einem steuerbaren Ventil und
einer zwischen beiden Räumen geschalteten Leitung mit einem steuerbaren Kompressor bestehenden
Kreislauf, eine durch eine Gaszufuhrleitung mit einem
steuerbaren Ventil an den Niederdruckraum angeschlossene äußere Gasversorgungsanlage, eine den »°
Niederdruckraum mit dieser äußeren Gasversorgungsanlage oder mit der Außenluft verbindende
Gasabfuhrleitung mit einem steuerbaren Ventil, einen auf die Druckdifferenz zwischen beiden Räumen ansprechenden
Druckdifferenzwächter und einen auf die 1S
Gasdichte im Niederdruckraum ansprechenden Dichtewächter aufweist, welche Wächter diese Ventile und
diesen Kompressor so steuern, daß diese Druckdifferenz möglichst konstant gehalten wild und die Gasmengen
in diesen Räumen dem Betrieb angepaßt werden.
Bei mit SF6-GaS gefüllten Schaltanlagen treten in
der Gaswirtschaft häufig Zustandsänderungen infolge der Eigenschaften dieses Gases und des Betriebs der
Schaltanlage auf. So können in der Schaltanlage ·>π- '5
lieh Temperaturunterschiede auftreten, welche die Folge des durch die Leiter fließenden Stroms und der
sich immer ändernden Temperatur der Außenluft sind. Diese Temperaturunterschiede können im Betrieb
in einem Bereich von -25° C bis +8S' C liegen.
Zum Löschen des Schaltbogens und gegebenenfalls zum Antrieb der Schalter wird Gas aus dem
Hochdruckraum gebraucht und unmittelbar oder auf Umwegen zum Niederdruckraum zurückgeführt.
Weiter ist die durch eine Temperaturänderung auftretende Druckänderung einer SF6-Gasmasse bestimm
ten Volumens um so größer, je nachdem die Dichte dieser Masse größer ist, d.h. die Isochoren im Druck-Tempersatur-Diagramm
sind bei größerer Dichte steller als bei kleinerer Dichte. Beim Betrieb der Schaltanlge können der Druck und die Temperatur
des SF6-Gases Werte erreichen, bei denen dieses Gas kondensiert. Das Gasversorgungssystem muß diesen
Eigenschaften Rechnung tragen und gleichzeitig dafür sorgen, daß die Dichte des SF6-Gases in keinem der
Räume mit unter Spannung kommenden Teilen unterhalb eines bestimmten Wertes fällt, da sonst die
Isolation gegenüber Erde gefährdet wird, und weiter, daß der Druckunterschied zwischen dem Hochdruckraum
und dem Niederdruckraum oberhalb des für eine gute Löschwirkung und gegenbenfalls für einen guten
Antrieb der Schalter erforderlichen Minimalwertes bleibt.
Eine Schaltanlage der eingangs genannten Art, bei der verschiedenen der obenerwähnten Faktoren
Rechnung getragen worden ist, ist aus der schweizerischen Patentschrift 413958 bekannt. Bei dieser
Schaltanlage versucht das Gasversorgungssystem sowohl die gesamte in der Schaltan!age vorhandene
Menge des SF6-Gases als auch den Druckunterschied zwischen der Hochdruckgasmasse und der Niederdruckgasmasse
soweit wie möglich konstant zu halten. Dies bedeutet, daß nicht nur während des Schaltvorgangs,
sondern auch bei der Steigerung der Temperatur im stationären Zustand der Schaltanlage SF6-GaS
aus dem Hochdruckraum zum Niederdruckraum gefördert wird, wodurch der Druck im Niederdruckraum
mehr, als es durch die Temperatursteigerung im Niederdruckraum der Fall sein würde, zunimmt. Diese
zusätzliche Drucksteigerung im Niederdruckraum hat den Nachteil, daß die Umhüllung dieses Raumes, die
wesentlich größer als diejenige des Hochdruckraums ist, stärker ausgeführt werden muß, und daß auch die
Abdichtung und die Packung zwischen den trennbaren Teilen der Umhüllung des Niederdruckraumes höheren
Drucken gewachsen sein müssen. Diese Abdichtung kann im Zusammenhang mit den großen Abmessungen
der abzudichtenden Fugen zwischen diesen Umhüllungsteilen Schwierigkeiten bieten. Die stärkere
Umhüllung und die schwerere Abdichtu; niachen
die Kosten der Schaltanlage höher. Es wird oauei
bemerkt, daß eine Vergrößerung der Dichte des SF
Gases im Niederdruckraum keinen wesentlichen Vor
teil bezüglich des sicheren Isolationszustands in der Schaltanlage bedeutet, da die Minimaldichte des Gases im Niederdruckraum, welche Dichte bei der bekannten Schaltanlage bei der zu erwartenden niedrigsten Temperatur von etwa — 25° C auftritt, bereits einen ausreichend sicheren Isolationszustand garantiert. Zwar ist bei der bekannten Schaltanlage vorgesehen, bei zu niedrigem oder zu hohem Gasdruck im Niederdruckkessel, z. B. durch Gasaustritt in die Umgebung bzw. infolge unbeabsichtigten Gaszusiroms aus anderen Teilen der Anlage, Gas selbsttätig in den Niederdruckkessel einzuführen bzw. aus diesem Kessel abzulassen Diese Reglung dient aber nur zum Zwecke, Gasverlust oder Gasüberschuß im Kreislaufsystem auszugleichen, d.h. die gesamte Gasmenge in diesem System konstant zu halten, was den gerade erwähnten Nachteil großer Druckunterschiede im Niederdruckkessel bei starken Temperaturanderungen mit sich bringt.
Gases im Niederdruckraum keinen wesentlichen Vor
teil bezüglich des sicheren Isolationszustands in der Schaltanlage bedeutet, da die Minimaldichte des Gases im Niederdruckraum, welche Dichte bei der bekannten Schaltanlage bei der zu erwartenden niedrigsten Temperatur von etwa — 25° C auftritt, bereits einen ausreichend sicheren Isolationszustand garantiert. Zwar ist bei der bekannten Schaltanlage vorgesehen, bei zu niedrigem oder zu hohem Gasdruck im Niederdruckkessel, z. B. durch Gasaustritt in die Umgebung bzw. infolge unbeabsichtigten Gaszusiroms aus anderen Teilen der Anlage, Gas selbsttätig in den Niederdruckkessel einzuführen bzw. aus diesem Kessel abzulassen Diese Reglung dient aber nur zum Zwecke, Gasverlust oder Gasüberschuß im Kreislaufsystem auszugleichen, d.h. die gesamte Gasmenge in diesem System konstant zu halten, was den gerade erwähnten Nachteil großer Druckunterschiede im Niederdruckkessel bei starken Temperaturanderungen mit sich bringt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltanlage der eingangs genannten Art zu schaffen,
bei der die Druckänderung im Niederdruckraum infolge einer Temperaturänderung wesentlich kleiner
ist, so daß weniger hohe Drücke im Niederdruckraum zu erwarten sind und dadurch der diesen Raum enthaltende
Kessel, der einen wesentlichen Teil der Schaltanlage bietet, leichter und billiger ausgeführt
und leichter gasdicht gemacht werden kann. Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß der Druckdifferenzwächter
und der Dichtewächter so zusammenarbeiten und so ausgeführt, geschaltet und eingestellt
sind, daß bei Abweichungen von den Gassollwerten im Hochdruckraum und/oder im Niederdruckraum
nicht nur die Druckdifferenz zwischen beiden Räumen, sondern auch die Gasdichte im Niederdruckraum
durch Änderung der Gasmenge im Gesamtkreislauf Hochdruck-/Niede»druckraum soweit
wie möglich auf einen im voraus bestimmten Wert konstant gehalten wird. Dies hat den Vorteil, daß bei
einer Temperatursteigerung die Druckzunahme im Niederdruckraum nur von der Gastemperatur und
nicht auch noch von der Zufuhr von Gas aus dem Hochdruckraum infolge der größeren Druckzunahme
im Hochdruckraum und der Kostanthaltung der Druckdifferenz zwischen beiden Räumen abhängig
und dadurch wesentlich kleiner als unter gleichen Umständen im bekannten System ist.
Im Gegensatz zum genannten bekannten System wird beim System nach der Erfindung die Gasmenge
im Kreislaufsystem nicht konstant gehalten.
Eine andere mit SF4 gefüllte und wirkende Schaltanlage
mit Hoch- und Niederdruckräumen, bei der die gesamte Gasmenge im Kreislaufsystem und au-
Uerdem die Dichte des SF6-Gases im Niederdruckraum
konstant gehalten werden, ist aus der deutschon
Auslegeschrift 1166878 bekannt. Bei dieser Schaltanlage
wird also auch die Dichte des SF6-Gascs im Hochdruckraum konstant gehalten. Dies hat die
Folge, daß der Druckunterschied zwischen beiden Räumen und daher auch der Schaltvorgang stark von
der Temperatur abhängig ist und daß bei großen Temperatursteigerungen im Hochdrucksystem hohe
Drücke auftreten. Zwar wird die Gefahr eines zu hohen Drucks im Hochdruckraum durch die Anordnung
zwischen beiden Räumen einer Leitung mit einem Sicherheitsventil vermieden, das Gas aus dem Hochdruckraum
zum Niederdruckraum entweichen läßt, wenn der Hochdruck einen bestimmten Wert überschreitet,
aber dadurch wird es, wie im erstgenannten bekannten System, möglich, daß bei einer Temperatursteigerung
der Druck im Niederdruckraum stärker als derjenige zunimmt, der ausschließlich von der
Temperatur bestimmt ist.
Da SF6-GaS zu teuer ist, um ohne weiteres abgelassen
zu werden, empfiehlt sich eine Anlage, bei der das aus der Schaltanlage abgelassene Gas in einem
Vorratsgefäß gesammelt wird. Die Schaltanlage mit ihrem Gasversorgungssystem kann dann derart ausgeführt
werden, daß eine Ablaßleitung über ein sich in der Richtung zum Niederdruckraum schließendes
Rückschlagventil mit einem Niederdruckvorratsgefäß verbunden, eine Zufuhrleitung über ein Absperrventil
an ein Hochdruckvorratsgefäß angeschlossen und zwischen beiden Vorratsgefäßen eine Leitung mit einem
zweiten Kompressor angeordnet ist, und daß der auf die Dichte des Gases im Niederdruckraum wirkende
Dichtewächter dieses Absperrventil öffnet und schließt, wenn die Dichte des Gases im Niederdruckraum
um einen bestimmten Wert niedriger als die erforderliche Dichte bzw. dieser Dichte gleich wird, und
daß zusätzliche Wächter angeordnet sind, die den zweiten Kompressor in Gang setzen, wenn das Niederdruckvorratsgefäß
bei der in diesem Gefäß herrschenden Temperatur zuviel Gas enthält. Dadurch, daß Vorratsgefäße im Gasversorgungssystem geschaltet
sind, geht, ausgenommen durch Leckage, kein SF6-GaS verloren. Durch die Verwendung eines
Hochdruckvorratsgefäßes im Kreislauf des Gases kann ein verhältnismäßig großer Vorrat des SF6-Gases
in einem verhältnismäßig kleinen Volumen gespeichert werden, und es ist möglich, die Isolationsräume
der Schaltanlage sehr schnell mit Gas zu versehen, wenn darin die Dichte des Gases, aus welchem Grund
auch, unterhalb eines für den Isolationszustand gefährlichen Wertes gefallen ist.
Ist jedes Schaltfeld der Schaltanlage mit einem Gasversorgungssystem mit eigenen Gasvorratsgefäßen
versehen, so kann dieses System mit Vorteil derart ausgeführt werden, daß der auf die Dichte im Niederdruckraum
wirkende Dichtewächter den zweiten Kompressor in und außer Wirkung setzt, wenn die
Dichte des Gases in diesem Raum höher bzw. um einen bestimmten Wert niedriger als die erforderliche
Dichte wird, und daß der Niederdruckraum und das Niederdruckvorratsgefäß an einen zweiten Druckdifferenzwächter
angeschlossen sind, der den zweiten Kompressor in Gang setzt, wenn der Druck im Niederdruckvorratsgefäß
höher als der Druck im Niederdruckraum wird. Der Druckdifferenzwächter zwischen
dem Niederdruckraum und dem Niederdruckvorratsgefäß sorgt dafür, daß die Drücke in diesem
Raum und diesem Gefäß nahezu gleich bleiben, ungeachtet dessen, daß die Temperatur des Gases im Vorratsgefäß,
das nur die Temperatur der Außenluft annimmt, von der Temperatur des Gases im Niederdruckraum,
wo de:r dieses Gas erwärmende Hauptstrom hindurchgeführt wird, wesentlich abweichen
kann. Durch die Änderung dieses Temperaturunterschiedes, wodurch eine Änderung des Druckunterschiedes
zwischen dem Niederdruckraum und dem
ίο Niederdruckvorratsgefäß auftritt, könnte das Gas aus
dem Niederdruckraum dauernd durch die beiden Vorratsgefäße hindurch rundgepumpt werden. Der
zweite Druckdifferenzwächter vermeidet das unnötige Rundpumpen des Gases im Niederdrucksystem.
»5 Die Schaltanlage kann wesentlich einfacher ausgeführt
werden, wenn die Gasversorgungssysteme mehrerer Schaltfelder mit einem gemeinsamen Niederdruckvorratsgefäß,
einem gemeinsamen Hochdruckvorratsgefäß und mit der zwischen diesen Vorratsge-
ao fäßen angeordneten Leitung mit dem zweiten
Kompressor zusammenarbeiten. In diesem Fall kommt der zweite Druckdifferenzwächter in Fortfall,
aber wird auch ein auf die Dichte des Gases im Niederdruckvorratsgefäß wirkender zweiter Dichtewäch-
»5 ter angeordnet, der den zweiten Kompressor in und
außer Wirkung setzt, bei Dichtewerten, die derart höher als die Dichtewerte sind, bei denen der auf die
Dichte des Gases im Niederdruckraum wirkende erste Dichtewächter das Absperrventil schließt und öffnet,
daß bei dem zu erwartenden maximalen Temperaturunterschied zwischen dem Gas im Niederdruckraum
und dem Gas im Niederdruckvorratsgefäß der zweite Kompressor bei einem höheren Gasdruck als demjenigen,
bei dem das Absperrventil geschlossen wird, in Gang und bei einem höheren Gasdruck als demjenigen,
bei dem das Absperrventil geöffnet wird, außer Wirkung gesetzt wird. Wird der erste Dichtewächter
in den Niederdruckräumen der Schaltfelder in dieser Weise in bezug auf den zweiten Dichtewächter im ge-
meinsamen Niederdruckvorratsgefäß eingestellt, so können die Gaswirtschaften dieser Schaltfelder keinen
Einfluß aufeinander ausüben.
Wenn der Druckgasschalter mit einem Expansionsgefäß zum Sammeln des gebrauchten Löschgases ver-
sehen ist, so kann mit Vorteil das Expansionsgefäß über eine Leitung mit einem sich in der Richtung zu
diesem Gefäß schließenden Rückschlagventil und einem Filter mit dem Niederdruckvorratsgefäß und über
eine Leitung mit einem sich in der Richtung zum Nie-
derdruckraum schließenden Rückschlagventil mit diesem Raum verbunden werden, während des
Schaltvorgangs gelangt dann das im Expansionsgefäß deionisierte und durch den Filter gereinigte Löschgas
nicht unmittelbar, sondern auf Umwegen in den Nie-
derdruckraum, so daß im Niederdruckraum eine stoßweise Dichtevergrößerung vermieden wird, die verhältnismäßig
nur langsam durch das Regelsystem aufgehoben werden könnte, und das gebrauchte, stark
geheizte Löschgas Zeit genug hat, um abzukühlen, be-
vor es wieder in die Schaltanlage zurückgebracht wird. Vorzugsweise wird in der sich zwischen dem Expansionsgefäß
und dem Niederdruckvorratsgefäß erstrekkenden Leitung ein Puffergefäß zwischen dem Rückschlagventil
und dem Filter angeordnet. Dieses
6s Puffergefäß dämpft die Geschwindigkeit des während
des Ausschaltvorgangs aus dem Expansionsgefäß entweichenden Löschgases, so daß es langsam durch den
Filter hindurchströmt und daher gut gereinigt werden
kann. Die Leitung mit dem Rückschlagventil zwischen dem Niederdruckraum und dem Expansionsgefäß
macht, daß im stationären Zustand der Schaltanlage der Druck im Expansionsgefäß ungefähr dem Druck
im Niederdruckraum gleich ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es
zeigt
Fig. 1 ein Temperatur-Druck-Diagramm des SF6-Gases
bei konstantem Volumen für das für eine Schaltanlage nach der Erfindung interessante Gebiet
mit Linien bezüglich der konstanten Dichte (Isochoren),
Fig. 2 das Schema einer Ausführungsform des Gasversorgungssystems einer Schaltanlage nach der
Erfindung,
Fig. 3 das Schema einer Variante des Gasversorgungssystems nach Fig. 2 und
Fig. 4 ein Druck-Temperatur-Diagramm zur Bestimmung der Einstellung der im Gasversorgungssystem
nach Fig. 3 verwendeten Dichtewächter.
Aus dem Diagramm nach Fig. 1, in dem der Druck des SF6-Gases vertikal und die Temperatur desselben
horizontal aufgetragen ist, geht hervor, daß bei konstantem Volumen der Druck des Gases bei kleinerer
Dichte weniger stark als bei größerer Dichte steigt. Die Linien 1 bezüglich der konstanten Dichte (Isochoren)
zeigen daher eine größere Steilheit, je nachdem die Dichte des SF6-Gases größer ist.
Die metallumschlossene Schaltanlage nach Fig. 2 enthält unter anderem einen in einem mit SF6-GaS
gefüllten Hochdruckraum 2 angeordneten Druckgasschalter 3 mit vie. Unterbrechungsstellen zum Unterbrechen
des Hauptstromkreises, einen mit diesem Schalter in Reihe geschalteten Trennschalter 4 zum
Unterbrochenhalten und zum Schließen des Hauptstromkreises, zwei mit dem Druckgasschalter 3 in
Reihe geschaltete Sammelschienentrennschalter 5, 6, zwei zu verschiedenen Sammelschienensystemen gehörende
Sammelschienen 7, 8, einen Kabelendverschluß 9, einen Erdungsschalter 10, einen Überspannungsableiter
11 und Stromwandler 12, 13 für die Messung und den Schutz.
Das Gefäß, das den Hochdruckraum 2 mit dem Druckgasschalter 3 umgibt, ist in einem durch eine
mit Erde zu verbindende metallene Umhüllung umgebenen, ebenfalls mit SF6-GaS gefüllten Niederdruckraum
14 angeordnet, in dem sich auch der Trennschalter 4, die beweglichen Kontakte der Sammelschienentrennschalter
5, 6, die Stromwandler 12, 13 und ein Expansionsgefäß 15 befinden, in das das während
des Ausschaltvorgangs zum Löschen der Schaltbögen gebrauchte, aus dem Hochdruckraum 2 kommende
Löschgas gesammelt und deionisiert wird. Die festen Kontakte der Sammelschienentrennschalter 5, 6, die
Sammelschienen 7, 8, der Kabelendverschluß 9, der Erdungsschalter 10, der Überspannungsableiter 11
und die Verbindungsleiter zwischen dem Trennschalter 4 und dem Kabelendverschluß 9 und zwischen
diesem Endverschluß und dem Überspannungsableiter 11 sind in gesonderten, mit SF6-GaS gefüllten Niederdruckräumen 16 bis 24 untergebracht, die alle in
nicht näher dargestellter Weise mit dem Niederdruckraum 14 in Verbindung stehen, so daß darin derselbe
Druck herrscht und diese Räume ohne Bedenken als ein einziger Niederdruckraum betrachtet werden
können. Das im Niederdruckraum vorhandene SF6-Gas dient hauptsächlich für die Isolation zwischen den
unter Spannung kommenden Leitern und Erde. Das SF6-GaS im Hochdruckraum 2 wird an erster Stelle
zum Löschen der Schaltbögen benutzt, aber es kanr auch für den pneumatischen Antrieb des Druckgasschalters
2 und der Trennschalter 4, 5,6 benutzt werden.
Entsprechend der Erfindung wird die Dichte des SF6-Gases im Niederdruckraum 14 und daher auch
in den übrigen Niederdruckräumen so weit wie möglieh konstant, z.B. auf dem Wert von 40 Gramm pei
Liter, gehalten, welcher Wert im Diagramm nach Fig. 1 durch die dicke Isochore 25 dargestellt ist
Weiter wird die Dichte im Hochdruckraum 2 derart geregelt, daß der Druckunterschied zwischen dem
Hochdruckraum 2 und dem Niederdruckraum 14 ebenfalls nahezu konstant, z.B. auf einem Wert vor
10 kg/cm2, gehalten wird. Um diesen Druckunterschied unter allen Umständen aufrechtzuerhalten
muß die Dichte des Gases im Hochdruckraum bei dei Änderung der Temperatur entsprechend der dicken
Linien 26 im Diagramm nach Fig. 1 geändert werden Für die beabsichtigte Gaswirtschaft in der Schaltanlage
ist ein Gasversorgungssystem vorgesehen, das bei der Ausführungsform nach Fig. 2 im Prinzip wie
folgt ausgeführt ist und wirkt:
Der Niederdruckraum 14 ist sowohl mit einer ein elektromagnetisches Absperrventil 28 aufweisender
Zufuhrleitung 29, die an ein HochdruckvorratsgefäC 60 angeschlossen ist, als auch über die Leitung 27 mil
einer ein Rückschlagventil 55 aufweisenden Ablaßleitung 32, die an ein Niederdruckvorratsgefäß 54 angeschlossen
ist, verbunden. Zwischen dem Niederdruckraum 14 und dem Hochdruckraum 2 sind eine Leitung
33 mit einem elektromagnetischen Absperrventil 34 und eine Leitung 35 mit einem ersten Kompressoi
36 angeordnet. Das Expansionsgefäß 15 ist über eine Leitung 37 mit einem Rückschlagventil 56, einem
Puffergefäß 57 und zwei Filtern 38, die der Reihe nach
in Wirkung gesetzt und gereinigt werden können, mil
+0 dem Niederdruckvorratsgefäß 54 sowie über eine Leitung 39 mit einem sich in der Richtung zum Niederdruckraum
14 schließenden Rückschlagventil 4C mit dem Niederdruckraum 14 verbunden. Der Hochdruckraum
2 ist über eine Kondensatleitung 41 und
4.5 eine Dampfleitung 42 mit einem durch ein elektrisches
Heizelement 43 heizbaren Verdampfer 44 verbunden Für die Regelung des Gasversorgungssystems ist im
Niederdruckraum 14 ein auf die Dichte des SF6-Gases
in diesem Raum wirkender Dichtewächter 45 mil Kontakten 46, 47 für die elektrische Steuerung des
Ventils 28 und eines zwischen den beiden Vorratsgefäßen in einer Verbindungsleitung 58 vorgesehenen
zweiten Kompressor 59 angeordnet, und ein Druckdifferenzwächter 48 mit Kontakten 49, 50 für die
elektrische Steuerung des Absperrventils 34 und de« ersten Kompressors 36 ist an den Niederdruckraure
14 und das Expansionsgefäß 15 angeschlossen. Weitei
ist im Verdampfer 44 ein auf den Spiegel des sich darin
sammelnden Kondensates wirkender Wächter 51 mil einem Kontakt 52 für die Steuerung des Heizelements
43 angeordnet.
Bei einem bestimmten Druck und einer bestimmten Temperatur im Druck-Temperatur-Bereich, in dem
die Schaltanlage wirkt, kann das SF6-GaS kondensie ren. Diese Gefahr tritt allein im Hochdruckraum 2
auf. Da das Kondensieren des Gases und das Verdampfen des Kondensats einen störenden Einfluß aui
die Aufrechterhalrung des Druckunterschiedes zwi-
709 611/73
sehen dem Hochdruckraum und dem Niederdruckraum haben, wird das Heizelement 43 eingeschaltet,
sobald Kondensat zum Verdampfer44 fließt. Dadurch
wird das SF6-GaS im Hochdruckraum 2 bis oberhalb des Taupunktes erwärmt.
Eine Gasflasche 30 ist über eine Leitung 61 mit einem Absperrventil 62 an das Hochdruckvorratsgefäß
60 angeschlossen und dient dazu, um die Verluste des SF6-Gases durch Leckage zu ergänzen. Die Verbindung
des Druckdifferenzwächters 48 mit dem Expansionsgefäß 15 hat der unmittelbaren Verbindung
dieses Wächters mit dem Niederdruckraum 14 gegenüber den Vorteil, daß der Druckdifferenzwächter 48
während des Ausschaltvorgangs sehr schnell anspricht und den Kompressor 36 schnell in Wirkung setzt, da
der Druck im Expansionsgefäß 15 während einer Ausschaltung sich viel schneller als der Druck im Niederdruckraum
14 steigert.
Weiter ist zwischen dem Niederdruckraum 14 und dem Niederdruckvorratsgefäß 54 ein zweiter Druckdifferenzwächter
63 angeordnet, dessen Kontakt 64 den Kompressor 59 steuert. Dieses Gasversorgungssystem wirkt wie folgt:
Wird durch eine Temperatursteigerung in der Schaltanlage der Druck im Hochdruckraum 2 in bezug
auf den Druck im Niederdruckraum 14 zu hoch, so wird durch den Druckdifferenzwächter 48 das Absperrventil
34 geöffnet. Dadurch strömt Gas aus dem Raum 2 zum Raum 14 und aus dem Raum 14 über
die Leitung 32 mit dem Rückschlagventil 55 zum Niederdruckvorratsgefäß 54. Die Dichte im Niederdruckraum
14 nimmt dann zu, so daß der Dichtewächter 45 seinen Kontakt 47 schließt und den Kompressor
59 in Gang setzt, der den Gasüberschuß aus dem Niederdruckraum 14 und dem Niederdruckvorratsgefäß
54 wegsaugt und zum Hochdruckvorratsgefäß 60 fördert.
Wird durch eine Temperaturabnahme in der Schaltanlage der Druck im Hochdruckraum 2 in; bezug
auf den Druck im Niederdruckraum 14 zu niedrig, so wird durch den Wächter 48 der Kompressor 36
in Gang gesetzt. Dadurch empfängt der Raum 2 Gas aus dem Raum 14 und die Dichte des Gases im Niederdruckraum
14 wird zu klein, so daß der Dichtewächter 45 seinen Kontakt 46 schließt, was die Folge
hat, daß das Absperrventil 28 geöffnet wird und Gas aus dem Hochdruckvorratsgefäß 60 zum Niederdruckraum
14 strömt, um das Gasdefizit zu erganzen. Da kein Gas aus dem Niederdruckvorratsgefäß 54
zum Niederdruckraum 14 fließen kann, wird der Druck im Gefäß 54 vorübergehend höher als der
Druck im Raum 14, so daß, in Abhängigkeit der Empfindlichkeit des zweiten Druckdifferenzwächters 63,
der Kontakt 64 geschlossen und dadurch der Kompressor 59 eingeschaltet wird. Dieser Kompressor
bleibt bis zu dem Zeitpunkt wirksam, bei dem die Drücke im Raum 14 und im Gefäß 54 wieder gleich
sind. Von diesem Zeitpunkt ab werden der Niederdruckraum 14 und, über diesen Raum, die Leitung
27,32 und das Rückschlagventil 55, das Niederdruckvorratsgefäß 54 mit Gas aus dem Hochdruckvorratsgefäß
60 gespeist, bis das Gas im Niederdruckraum 14 die richtige Dichte wieder erreicht hat.
Im stationären Zustand der Schaltanlage herrscht im Expansionsgefäß 15 infolge der Verbindung durch
die Leitung 39 mit dem Rückschlagventil 40 derselbe Druck wie im Niederdruckraum 14. Während des
Schaltvorgangs läuft der Druck im Expansionsgefäß stark auf, und der Druck im Hochdruckraum 2 nimml
dann ab. Dies hat die Folge, daß der Druckdifferenzwächter 48 unmittelbar in Wirkung tritt und über der
Kontakt 50 den Kompressor 36 einschaltet. Dadurch nimmt die Dichte des Gases im Niederdruckraum 14
ab, so daß auch der Dichtewächter 45 in Wirkung tritl und über seinen Kontakt 46 das Absperrventil 23 öffnet.
Dadurch strömt Gas aus dem Hochdruckvorratsgefäß 60 zum Niederdruckraum 14. Sowohl durch die
Tatsache, daß die Dichte und der Druck im Niederdruckraum 14 anfänglich abnehmen, als auch durch
die Tatsache, daß das Löschgas aus dem Expansionsgefäß 15 durch die Leitung 37, das Rückschlagventil
56, das Puffergefäß 57 und einen der Filter 38 hin-
1S durch zum Niederdruckvorratsgefäß 54 strömt, wodurch
der Druck im Gefäß 54 zunimmt, tritt dei Druckdifferenzwächter 63 in Wirkung, und der Kontakt
64 wird geschlossen, so daß der Kompressor 53 eingeschaltet und der Gasüberschuß im Niederdruck-
*° vorratsgefäß 54 zum Hochdruckvorratsgefäß gepumpt
wird. Sobald der richtige Druckunterschied zwischen dem Hochdruckraum 2 und dem Niederdruckraum 14
wieder hergestellt worden ist und die Dichte in diesem Raum 14 den richtigen Wert wieder erreicht hat, keh-
»5 ren die Wächter 45, 48 und 63 zu ihrem Ruhestand
zurück, so daß die Kompressoren 36 und 59 zum Stillstand kommen und das Absperrventil 28 geschlossen
wird.
Die Vorratsgefäße 54 und 60 stehen außerhalb der
Schaltanlage und werden nicht vom elektrischen Strom durchflossen, so daß es große Temperaturunterschiede
zwischen dem Gas in diesen Gefäßen und dem Gas in der Schaltanlage geben kann, die zu Störungen
der stationären Gaswirtschaft führen können.
Ist die Schaltanlage längere Zeit stromlos, so werden die Temperaturen in der Schaltanlage und dem Niederdruckvorratsgefäß
54 gleich sein, so daß, da auch die Drücke gleich sind, die Gasdichten in den Räumen
14 und 54 gleich sein werden. Fließt dagegen Strom
durch die Schaltanlage, so wird die Temperatur im Niederdruckraum 14 höher als der Druck im Niederdruckvorratsgefäß
54 werden. Dies hat die Folge, daß bei gleichbleibendem Druck die Dichte im Vorratsgefäß
54 höher und im Niederdruckraum 14 niedriger
wird. Es findet dann Gastransport vom Raum 14 zum Vorratsgefäß 54 statt. Wird die Dichte im Raum 14
zu klein, so tritt der Dichtewächter 45 in Wirkung, der Kontakt 46 wird geschlossen, und das Absperrventil
28 wird geöffnet, so daß das Gasdefizit im Nie-
derdruckraum 14 durch Gas aus dem Hochdruckvorratsgefäß 60 ergänzt wird. Auch kann durch die im
betrachteten Falle auftretende Herabsetzung der Dichte im Raum 14 der Druckunterschied zwischen
dem Hochdruckraum 2 und dem Niederdruckraum 14
den Druckdifferenzwächter 48 in Wirkung setzen, wodurch das Absperrventil 34 sich öffnet bis zum
Zeitpunkt, in welchem der erforderliche Druckunterschied wieder hergestellt ist Von diesem Zeitpunk)
ab nimmt durch die Zufuhr von Gas aus dem Vorrats-
gefäß 60 der Druck im Niederdruckraum weiter zu, so daß der Wächter 48 aufs neue in Wirkung tritt und
den Kompressor 36 einschaltet, bis bei der richtigen Dichte im Niederdruckraum 14 der richtige Dnickunterschied
zwischen den Räumen 2 und 14 wieder er-
reicht worden ist. Wenn nach Beendigung dieser Regelung der Temperaturunterschied zwischen dem Gas
in der Schaltanlage und dem Gas im Vorratsgefäß 54
wieder, entweder infolge einer unerwünschten Erwär-
'κ'
mung des Gefäßes 54 oder, was wahrscheinlicher ist, durch das Stromloswerden der Schaltanlage abnimmt,
so ändert sich die Dichte im Niederdruckraum 14 nicht, aber ein Druckunterschied wird zwischen dem
Vorratsgefäß 54 und diesem Raum 14 erzeugt, der den zweiten Druckdifferenzwächter 63 in Wirkung
setzt, wodurch der Kompressor 59 eingeschaltet und der Druck im Gefäß 54 wieder dem Druck im Niederdruckraum
14 gleich gemacht wird. Dieselbe Regelung tritt auf, wenn die Temperatur im Vorratsgefäß
54 aus irgendwelchem Grund höher als diejenige im Niederdruckraum 14 werden würde.
Durch richtige Wahl der Empfindlichkeit der Wächter 45,48 und 63 wird verhindert, daß die Regelung
instabil wird. Die Empfindlichkeit dieser Wachter bestimmt, in welchem Bereich die Dichte im Niederdruckraum
14 und der Druckunterschied zwischen den Räumen 2 und 14 konstant gehalten werden können.
Es wird klar sein, daß ein genaues Konstanthalten dieser Größen nicht möglich ist.
Das Puffergefäß 57 hat den Zweck, die plötzliche Druckerhöhung im Expansionsgefäß 15 durch die
Ausschaltung des Druckgasschalters 3 abzuflachen, so daß das durch den Schaltvorgang verunreinigte
Löschgas mit geringer Geschwindigkeit durch den FiI-ter
38 hindurch zum Niederdruckvorratsgefäß 54 strömt. Der Effekt des Filters wird dadurch sehr vergrößert.
Bei der Schaltanlage nach Fig. 2 ist jedes Schaltfeld
mit einem eigenen Satz von Vorratsgefäßen 54, 60 mit Zubehör versehen. In vielen Fällen ist es vorteilhafter,
für mehrere Schaltfelder ein einziges Niederdruckvorratsgefäß und ein einziges Hochdruckvorratsgefäß
zu gebrauchen. Dafür muß aber das Gasversorgungssystem so ausgeführt werden, daß Zu-Standsänderungen
in einem Schaltfeld keinen Einfluß auf den Zustand in anderen Schaltfeldern der Schaltanlage
haben. Ein Beispiel einer Schaltanlage mit mehreren Schaltfeldern, die parallel zu einem Satz von
Vorratsgefäßen 54,60 angeschlossen sein können, ist in Fig. 3 dargestellt worden.
Das Gasversorgungssystem nach Fig. 3 unterscheidet sich darin von demselben nach Fig. 2, daß der
Druckdifferenzwächtcr 63 fortgelassen, der Dichtewächter
45 im Niederdruckraum 14 nur mit dem Kontakt 46 versehen und im Niederdruckvorratsgefäß 54
ebenfalls ein auf die Dichte des Gases in diesem Gefäß wirkender Wächter 65 angeordnet ist. Dieser zweite
Dichtewächter 65 öffnet und schließt den Kontakt 66 im Stromkreis des zweiten Kompressors 59.
Aus Fig. 4 geht hervor, daß der erste Dichtewächter 45 versucht, die Dichte des Gases im Niederdruckraum
14 durch das öffnen und das Schließen des Absperrventils 28 auf einen auf der Isochore 25 liegenden
Wert, daher im vorliegenden Fall auf einen Wert von 40 g/Liter, zu halten. Ist dieser Wert erreicht, so öffnet
der Wächter 45 den Kontakt 46, und das Absperrventil 28, das Gas aus dem Hochdruckvorratsgefäß
60 in den Raum 14 läßt, wird geschlossen. Bei der Temperatur T1 geschieht dieses Schließen bei dem
Druck, der zum Punkt 67 gehört, und bei der höheren Temperatur T2 findet dieses Schließen bei dem zum
Punkt 68 gehörenden höheren Druck statt. Der Dichtewächter 45 schließt den Kontakt 46, wenn der Druck
im Niederdruckraum 14 um einen V2 kg/cm2 betragenden
Wert niedriger als der durch die Isochore 25 bestimmte Druck wird. Bei der Temperatur T1 wird
daher das Absperrventil 28 geöffnet, wenn der Gasdruck im Raum 14 den zum Punkt 69 gehörendei
Wert erreicht hat, aber bei der Temperatur T2 öffne
sich das Absperrventil 28 erst bei dem zum Punkt 7( gehörenden Druck. Der zweite Dichtewächter 65 in
Niederdruckvorratsgefäß 54 ist auf höhere Dichte werte eingestellt. Bei der Temperatur T1 wird de:
Kontakt 66 des Wächters 65 geschlossen, und de; zweite Kompressor S9 wird in Gang gesetzt, wenn dit
Dichte im Vorratsgefäß einen Wert erreicht hat, be dem der Druck in diesem Gefäß den beim Punkt 7]
gehörenden Wert hat. Der Kontakt 66 wird wiedei geöffnet, und der Kompressor 59 wird wieder ausgeschaltet,
wenn der Druck im Vorratsgefäß 54 durch diesen Kompressor auf den zum Punkt 72 gehörender
Druck zurückgebracht worden ist, welcher Druck irr dargestellten Falle um V2 kg/cm2 niedriger als dei
Druck beim Punkt 72 ist, der den Kompressor einschalten läßt. Die Einstellung des Dichtewächters 6£
ist nun derart gewählt, daß die Dichtewerte, die durch die parallelen Linien 73 und 74 gegeben sind und be
denen der zweite Kompressor 59 ein- bzw. ausgeschaltet wird, um so viel höher als die durch die Isochore
25 und die dazu parallele Linie 75 gegebenen Dichtewerte sind, bei denen das Absperrventil 28 geschlossen
bzw. geöffnet wird, daß selbst beim zu erwartenden maximalen Unterschied von z.B. 15° C
zwischen der niedrigeren Temperatur des Gases im Niederdruckvorratsgefäß 54 und der höheren Temperatur
des Gases im Niederdruckraum 14 der Wächter 65 den Kompressor 59 bei einem Druck in Gang setzt,
der höher als der Druck ist, bei dem der erste Dichtewächter 45 das Absperrventil 28 schließt, und den
Kompressor 59 wieder bei einem Druck ausschaltet, der höher als der Druck ist, bei dem der Wächter 45
das Absperrventil 28 öffnet. Dies bedeutet, daß im dargestellten Beispiel, bei dem die Temperaturen T1
und T2 um den unter Betriebsumständen zu erwartenden
maximalen Wert von 15° C voneinander abweichen, der Punkt 71 höher als der Punkt 68 und der
Punkt 72 höher als der Punkt 70 zu liegen kommen muß. Nur bei dieser Einstellung der Dichtewächter
45 und 65 ist die Regelung des Gasversorgungssystems jedes Schaltfeldes stabil, was aus dem Folgenden
hervorgeht:
Geht man von dem Zustand aus, bei dem ein Schaltfeld keinen Strom führt, das Gas im Niederdruckraum
14 dieses Schaltfeldes die richtige, durch die Isochore 25 (Fig. 4) bestimmte Dichte hat und
die Temperatur des Gases im Niederdruckraum 14 der Temperatur des Gases im Niederdruckvorratsgefäß
54 gleich ist, d.h. T1 beträgt, so sind die Gasdichten
und die Gasdrücke in diesem Raum 14 und diesem Vorratsgefäß 54 ebenfalls gleich. Der Gasdruck ist
dann durch den Punkt 67 gegeben. Wird danach das Schaltfeld eingeschaltet, so daß Strom hindurchgeführt
wird, so kann im ungünstigsten Fall die Temperatur im Niederdruckraum 14 mit 15° C auf einen
Wert T2 zunehmen, was die Folge hat, daß der Druck
sich in diesem Raum 14 bis zum Punkt 68 steigert, und daß Gas aus dem Raum 14 über die Leitung 32
und das Rückschlagventil 55 zum Vorratsgefäß 54 strömt, bis der Druck im Gefäß 54 wieder dem Druck
im Raum 14 gleich ist. Der Druck im Raum 14 ist dann etwas niedriger als der zum Punkt 68 gehörende
Druck, und der Druck im Gefäß 54 ist dann etwas höher als der zum Punkt 67 gehörende Druck. Gibt
es aus irgendeinem Grund einen weiteren Gasverlust im Raum 14, so daß der zum Punkt 70 gehörende
Druck erreicht wird, so wird das Absperrventil 28 durch den Wächter 45 geöffnet, bis die Drücke im
Raum 14 und im Vorratsgefäß 54 wieder den zum Punkt 68 gehörenden Wert erreicht haben. Da der
Punkt 71, bei dem der Kompressor 59 in Gang gesetzt wird, höher als der Punkt 68 liegt, bliebt dieser Kompressor
außer Wirkung.
Wenn durch eine Ausschaltung des Druckgasschalters 3 Gas aus dem Hochdruckraum 2 zum Niederdruckvorratsgefäß
54 strömt, so kann der Druck darin den zum Punkt 71 gehörenden Wert überschreiten,
so daß der Kompressor 59 in Gang gesetzt wird und gerade so lange Gas aus dem Niederdnickvorratsgef äß
54 zum Hochdruckvorratsgefäß 60 gepumpt wird, bis der Druck im Niederdruckvorratsgefäß 54 (daher
auch der Druck im Niederdruckraum 14) den zum Punkt 72 gehörenden Wert erreicht hat. Da dieser
Wert oberhalb des zum Punkt 70 gehörenden Wertes liegt, bei dem das Absperrventil 28 durch den Wächter
45 geöffnet wird, bleibt dieses Absperrventil geschlossen. Daraus geht hervor, daß der Kompressor
59 nicht in Gang gesetzt wird, wenn das Absperrventil 28 geöffnet ist, oder umgekehrt, daß weiter das Absperrventil
28 nicht geöffnet wird, wenn der Kompressor 59 wirkt, so daß der instabile Zustand, bei
dem das Absperrventil 28 geöffnet ist und der Kompressor 59 wirkt und dadurch das Gas dauernd vom
Niederdruckvorratsgefäß 54 zum Hochdruckvorratsgefäß 60 und von dort zum Niederdruckraum 14 und
über die Leitung 32 wieder zum Niederdruckvorratsgefäß 54 rundgepumpt wird, nicht auftreten kann
Muß einem höheren maximalen Temperaturunterschied als z.B. 15° C Rechnung getragen werden, so
müssen die Einstellungen des Dichtewächters 65 und diejenigen des Dichtewächters 45 noch mehr differieren,
d.h. es müssen die Linien 73 und 74 höher, als in Fig. 4 dargestellt worden ist, oberhalb der Linien
25 und 75 zu liegen kommen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Metallumschlossene Schaltanlage fur hohe Spannung, deren metallene Umhüllung mindestens
einen Druckgasschalter, einen an die Niederdruckseite dieses Schalters angeschlossenen
Niederdruckraum, der mit SF6-GaS niedrigeren Überdrucks für die Isolation zwischen den unter
Spannung stehenden Teilen und der Umhüllung gefüllt ist, und einen an die Hochdruckseite dieses
Schalters angeschlossenen Hochdruckraum, der mit wenigstens zum Löschen des Schaltbogens
dienendem SF6-GaS höheren Überdrucks gefüllt ist, enthält, und welche Schaltanlage mit einem
System für die Gasversorgung dieser Räume verschen ist, welches Gasversorgungssystem einen
mindestens aus beiden Räumen, einer zwischen beiden Räumen geschalteten Leitung mit einem
steuerbaren Ventil und einer zwischen beiden Räumen geschalteten Leitung mit einem steuerbaren
Kompressor bestehenden Kreislauf, eine durch eine Gaszufuhrleitung mil einem steuerbaren
Ventil an den Niederdruckraum angeschlossene äußere Gasversorgungsanlage, eine den Nie-(.k-rdruckraum
mit dieser äußeren GasversortMingsanlage
oder mit der Außenluft verbindende Gasabfuhrleitung mit einem steuerbaren Ventil,
einen auf die Druckdifferenz zwischen beiden Räumen ansprechenden Druckdifferenzwächter
und einen auf die Gasdichte im Niederdruckraum ansprechenden Dichtewächter aufweist, welche
Wächter diese Ventile und diestn Kompressor so steuern, daß diese Druckdifferenz möglichst konstant
gehalten wird und die Gasmengen in diesen Räumen dem Beirieb angepaßt werden, dadurch
gekennzeichnet, daß der Druckdifferenzwachter (48) und der Dichtewächter (45) so
zusammenarbeiten und so ausgeführt, geschaltet und eingestellt sind, daß bei Abweichungen von
den Gassollwerten im Hochdruckraum (2) und odei in Niederdruckraum (14) nicht nur die
Druckdifferenz zwischen beiden Räumen sondern auch die Gasdichte im Niederdruckraum (14)
durch Änderung der Gasmenge im Gesamtkreislauf Hochdruck-/Niederdruckraum so weit wie
möglich auf einen im voraus beslimmten Wert konstant gehalten wird.
2. Metallumschlossene Schaltanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Ablaßleitung
(32) über ein sich in der Richtung zum Niederdruckraum (14) schließendes Rückschlagventil
(55) mit einem Niedeidruckvorratsgefäß (54) verbunden, eine Zufuhrleitung (29) über ein
Absperrventil (28) an ein Hochdruckvorratsgefäß (60) angeschlossen und zwischen beiden Vorratsgefäßen (54. 60) eine Leitung (58) mit einem
zweiten Kompressor (59) angeordnet ist, und daß der auf die Dichte des Gases im Niederdruckraum
(14) wirkende Dichtewächter (45) dieses Absperrventil (28) öffnet und schließt, wenn die
Dichte des Gases im Niederdruckraum (14) um einen bestimmten Wert niedriger als die erforderliche
Dichte bzw. dieser Dichte gleich wird, und daß zusätzliche Wächter (63,65) angeordnet sind,
die den zweiten Kompressor (59) in Gang set2'.en, wenn das Niederdruckvorratsgefäß (54) bei der
in diesem Gefäß herrschenden Temperatur zuviel
Gas enthält (Fig. 2, 3).
3. Metallumschlossene Schallanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtewachter
(45) den zweiten Kompressor (59) in und außer Wirkung setzt, wenn die Dichte des Gases
in diesem Raum (14) höher bzw. um einen bestimmten Wert niedriger als die erforderliche
Dichte wird, und daß der Niederdruckraum (14) und das Niederdruckvorratsgefäß (54) mit einem
ίο zweiten Druckdifferenzwächter (63) verbunden
sind, der den zweiten Kompressor (59) in Gang setzt, wenn der Druck im Niederdruckvorratsgefäß
(54) höher als der Druck im Niederdruckraum (14) wird (Fig. 2).
4. Metallumschlossene Schaltanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf die
Dichte des Gases im Niederdruckvorratsgefäß (54) wirkender zweiter Dichtewächter (65) angeordnet
ist, der den zweiten Kompressor (59) in
so und außer Wirkung setzt bei Dichtewerten, die
derart höher als die Dichtewerte sind, bei denen der auf die Dichte des Gases im Niederdruckraum
(14) wirkende erste Dichtewächter (45) das Absperrventil (28) schließt und öffnet, daß bei dem
zu erwartenden maximalen Temperaturunterschied zwischen dem Gas im Niederdruckraum
(14) und dem Gas im Niedeidruckvorratsgefäß (54) der zweite Kompressor (59) bei einem höheren
Gasdruck als demjenigen, bei dem das Absperrventil (28) geschlossen wird, in Gang, und
bei einem höheren Gasdruck als demjenigen, bei dem das Absperrventil (28) geöffnet wird, außer
Wirkung gesetzt wird (F i p. 3).
5. Metallumschlossene Schaltanlage nach Anspruch 2, 3 oder 4 mit einem Druckgasschalter,
der ein Expansionsgefäß zum Sammeln des gebrauchten Löschgases aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Expansionsgefäß (15) über eine Leitung (37) mit einem sich in der Richtung zu
diesem Gefäß schließenden Rückschlagventil (56) und einem Filter (38) mit dem Niederdruckvorratsgefäß
(54) und über eine Leitung (39) mit einem sich in der Richtung zum Niederdruckraum
(14) schließenden Rückschlagventil (4(9) mit diescm Raum (14) in Verbindung steht.
6. Metallumschlossene Schaltanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der sich
zwischen dem Expansionsgefäß (15) und dem Niederdruckvorratsgefäß (54) erstreckenden Leitung
(37) ein Puffergefäß (57) zwischen dem Rückschlagventil (56) und dem Filter (38) angeordnet
ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL686805638A NL149942B (nl) | 1968-04-22 | 1968-04-22 | Gesloten schakelinrichting voor hoge spanning, die gevuld is met gas, waarvan de dichtheid in afhankelijkheid van de bedrijfsomstandigheden wordt geregeld. |
| NL6805638 | 1968-04-22 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1790134A1 DE1790134A1 (de) | 1970-06-04 |
| DE1790134B2 DE1790134B2 (de) | 1976-07-29 |
| DE1790134C3 true DE1790134C3 (de) | 1977-03-17 |
Family
ID=
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