DE1771027B2 - - Google Patents

Info

Publication number
DE1771027B2
DE1771027B2 DE19681771027 DE1771027A DE1771027B2 DE 1771027 B2 DE1771027 B2 DE 1771027B2 DE 19681771027 DE19681771027 DE 19681771027 DE 1771027 A DE1771027 A DE 1771027A DE 1771027 B2 DE1771027 B2 DE 1771027B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas
carbon
gases
bulk material
coke
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19681771027
Other languages
English (en)
Other versions
DE1771027C3 (de
DE1771027A1 (de
Inventor
Willi Dipl.-Ing. 4300 Essen Ruehl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Krupp-Koppers 4300 Essen GmbH
Original Assignee
Krupp-Koppers 4300 Essen GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Krupp-Koppers 4300 Essen GmbH filed Critical Krupp-Koppers 4300 Essen GmbH
Priority to DE19681771027 priority Critical patent/DE1771027A1/de
Publication of DE1771027A1 publication Critical patent/DE1771027A1/de
Publication of DE1771027B2 publication Critical patent/DE1771027B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1771027C3 publication Critical patent/DE1771027C3/de
Granted legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B49/00Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated
    • C10B49/02Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated with hot gases or vapours, e.g. hot gases obtained by partial combustion of the charge

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Industrial Gases (AREA)

Description

ren, da dann das Reaktionsgleichgewicht bei beiden "
Reaktionsgleichungen nach links verschoben wird (Volumprozent)
und die Nebenreaktionen nicht mehr im nennenswer- o,9 0,1 22,1 21,4 1,1 54,4
ten Umfang auftreten. Dieses Vorgehen verbietet
sich jedoch, weil bei Temperaturen unterhalb 800° C 65
die Umsetzungen des kohlenstoffhaltigen Schüttgutes mit vorgewärmter Luft verbrannt,
mit dem Spülgas nicht mehr in ausreichendem Maße Das erzeugte Gas verläßt die Brennkammer mit
stattfinden. einer Temperatur vo'i etwa 145O0C und hat die in
der Tabelle angegebene Zusammensetzung. Das Gas gelangt ohne weitere wesentliche Abkühlung in den Gasbehandlungsraum, den es je nach der eingestellten Verweilzeit mit einer Temperatur zwischen 800 und 1300° C verlaßt. {
In der nachfolgenden Tabelle ist die Gaszusammensetzung in Abhängigkeit von drei verschiedenen Verweilzeiten im Gasbehandlungsraum, der in diesem Falle in Form eines Schachtofens ausgebildet ist, wiedergegeben.
Der als Kondensat gemessene Wasserdampf wurde dabei in die trockene Gasanalyse gerechnet.
Zur Erzeugung des Spülgases kann natürlich an Stelle von Schwachgas auch ein anderer gasförmiger, flüssiger und/oder fester Brennstoff mit Luft und/oder Wasserdampf verbrannt werden.
Gas vor Eintritt in den Schachtofen
Versuch Nr. 1
Verweilzeit im
Schachtofen in
Sekunden
Gaszusammensetzung
(Volumprozent)
CO2
CO
H2Ox,
0,0
3,3 14,9 11,0 63,4
7,4
0.28 1,45 2,9
3,2 14,9 10,8 63,7
7,4
1,4 21,6 14,1 60,0
2,9

Claims (2)

4j Die Notwendigkeit, bei der kontinuierlichen BePatentansprüche: handluflg von kohlenstoffhaltigem Schüttgut bei Tem peraturen oberhalb 800° C mit Spülgasen zu arbei-
1. Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung ten, die möglichst frei von Wasserdampf und Kohvon Kohle, Koks oder anderem kohlenstoffhalti- 5 lensäure sind, hat man deshalb bereits früh erkannt, gen Schüttgut mit Spülgasen, die Kohlendioxyd In der deutschen Patentschrift 448 333 wird bei- und/oder Wasserdampf enthalten, bei einer Tem- spielsweise ein Verfahren zur Entgasung von Kohle peratur oberhalb 8000C, dadurch ge kenn- vorbeschrieben, bei dem im Heizgasgenerator ein zeichnet, daß die Verweilzeit der Spülgase im kohlendioxyd- und wasserdampffreies Heizgas er-Gasbehandlungsraum weniger als 1,45 Sekunden, io zeugt wird, das mit einer Temperatur von mindestens vorzugsweise weniger als 0,3 Sekunden, beträgt. 900° C unmittelbar in den Entgasungsschacht einge-
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- leitet wird.
kennzeichnet, daß die Spülgase durch Verbren- Eine andere Möglichkeit besteht dann, das im
nen von gasförmigen, flüssigen und/oder festen Spülgas vorhandene Kohlendioxyd sowie den Wasser-Brennstoffen mit Luft oder Sauerstoff und/oder 15 dampf durch geeignete Maßnahmen zu entfernen. Wasserdampf erzeugt werden. Beispielsweise kann das Kohlendioxyd mit Äthanol-
aminlösungen, anorganischen Basen oder mit Wasser unter Druck ausgewaschen werden. Der im Spülgas enthaltene Wasserdampf kann durch Auskondensie-
20 ren entfernt werden. Das bedeutet jedoch in jedem
Falle, daß das Spülgas zunächst einmal abgekühlt und dann wieder auf seine Arbeitstemperatur aufgeheizt werden muß. Hierzu sind aber zusätzliche
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren Einrichtungen, insbesondere kontinuierlich oder dis-Eur kontinuierlichen Behandlung von Kohle, Koks as kontinuierlich arbeitende Wärmeaustauscher, erfor- oder anderem kohlenstoffhaltigen Schüttgut mit Spül- derlich, deren Arbeitsweise zum Teil mit beträchtgasen, die Kohlendioxyd und/oder Wasserdampf ent- liehen Wärmeverlusten verbunden ist.
halten, bei einer Temperatur oberhalb 800° C. Die vorliegende Erfindung verfolgt nun das Ziel,
Eine derartige kontinuierliche Hochtemperatur- die Verwendung von kohlendioxyd- und wasserbehandlung von Kohle, Koks oder anderem kohlen- 30 dampfhaltigen Spülgasen für die Behandlung von stoffhaltigen Schüttgut wird bei Schwel-, Verkokungs-, kohlenstoffhaltigem Schüttgut bei einer Temperatur Entgasungs- oder hüttenmännischen Verfahren an- oberhalb 800 C zu ermöglichen, ohne daß eine vorgewandt. Die Durchführung dieser Verfahren kann hergehende Abscheidung dieser beiden Gasbestandjedoch erschwert werden, wenn die zur Anwendung teile erforderlich ist.
gelangenden Spülgase Kohlendioxyd und Wasser- 35 Auf Grund eingehender Untersuchungen wurde dampf enthalten. Je nach der Reaktionsfähigkeit des nun gefunden, daß es überraschenderweise möglich eingesetzten kohlenstoffhaltigen Schüttgutes reagieren ist, kohlendioxyd- und wasserdampfhaltige Spülgase nämlich die eben erwähnten Gasbestandteile bei einer für den genannten Zweck zu verwenden, wenn das Temperatur oberhalb 800° C mit dem Kohlenstoff Verfahren erfindungsgemäß in der Weise durchgenach den folgenden Reaktionsgleichungen: 40 führt wird, daß die Verweilzeit der Spülgase irn Gas
behandlungsraum weniger als 1,45 Sekunden, vor-
C + H2O =^= CO + H2 (I) zugsweise weniger als 0,3 Sekunden, beträgt.
C + CO =*= 2 CO (H) Stellt man die Strömungsgeschwindigkeit des Spül-
2 gases in Abhängigkeit von den Dimensionen des Gas-
wobei sich Kohlenmonoxyd und Wasserstoff bilden. 45 behandlungsraumes so ein, daß die Verweilzeit weni-Diess unter Verbrauch von Kohlenstoff ablaufen- ger als 1,45 Sekunden beträgt, so stellt man fest, daß den Nebenreaktionen sind jedoch in vielen Fällen un- die weiter oben beschriebenen Nebenreaktionen nur erwünscht, weil dadurch der Kohlenstoff des einge- in einem so geringen Umfange ablaufen, daß eine setzten Schüttgutes angegriffen und so dessen Struk- Schädigung des eingesetzten kohlenstoffhaltigen tür verändert wird. Bei der Verkokung von Kohle 50 Schüttgutes nicht auftritt.
beispielsweise wird durch die Umsetzung von Koks- Arbeitet man so, daß die Verweilzeit der Spülgase
kohlenstoff das Koksgefüge gelockert und der Asche- im Gasbehandlungsraum weniger als 0,3 Sekunden gehalt des Kokses vergrößert. Beide Faktoren führen beträgt, so finden die weiter oben beschriebenen jedoch zu einer Minderbewertung des Kokses. Außer- Nebenreaktionen praktisch überhaupt nicht statt,
dem wird durch den bei der Reaktion I gebildeten 55 Dieses Ergebnis wird auch durch das nachfolgende Wasserstou der Heizwert des erzeugten Gases herab- Verfahrensbeispiel bestätigt:
gesetzt. In einer Brennkammer werden stündlich etwa
An und für sich wäre es naheliegend, die Umset- 1000 Nm3 Schwachgas folgender Zusammensetzung zungen des kohlenstoffhaltigen Schüttgutes mit dem
Spülgas bei Temperaturen unter 800° C durchzufüh- 60 ^0 .-, „ nri u rH μ
DE19681771027 1968-03-23 1968-03-23 Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von Kohle,Koks oder anderem kohlenstoffhaltigen Schuettgut mit Spuelgasen Granted DE1771027A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19681771027 DE1771027A1 (de) 1968-03-23 1968-03-23 Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von Kohle,Koks oder anderem kohlenstoffhaltigen Schuettgut mit Spuelgasen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19681771027 DE1771027A1 (de) 1968-03-23 1968-03-23 Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von Kohle,Koks oder anderem kohlenstoffhaltigen Schuettgut mit Spuelgasen

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1771027A1 DE1771027A1 (de) 1971-11-25
DE1771027B2 true DE1771027B2 (de) 1975-08-07
DE1771027C3 DE1771027C3 (de) 1976-03-11

Family

ID=5700728

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19681771027 Granted DE1771027A1 (de) 1968-03-23 1968-03-23 Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von Kohle,Koks oder anderem kohlenstoffhaltigen Schuettgut mit Spuelgasen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1771027A1 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3125534A1 (de) * 1981-06-29 1983-01-27 Haeffner, Eckhard, 3392 Clausthal-Zellerfeld "verbesserung von spuelgasschwelverfahren durch einsatz von sauerstoff oder mit sauerstoff angereicherter luft anstelle von luft in der schwelerbrennkammer."

Also Published As

Publication number Publication date
DE1771027A1 (de) 1971-11-25

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2700554B2 (de) Verfahren zur Verkokung lignitartiger Kohle
DE112005001881T5 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von reinen reduzierenden Gasen aus Koksofengas
DE1771027B2 (de)
DE1771027C3 (de)
DE69204188T2 (de) Gewinnung elektrischer Energie.
DE2537451A1 (de) Verfahren zum umsetzen des in koksofengasen enthaltenen ammoniaks in stickstoff und wasser und des schwefelwasserstoffs zu schwefel
DE592223C (de) Verfahren zur Erzeugung von Starkgas aus bituminoesen Brennstoffen oder Entgasungsrueckstaenden mittels Sauerstoff und Wasserdampf
DE551761C (de) Verfahren zur Erzeugung von stickstoffarmem Starkgas
DE3032212A1 (de) Verfahren zur vergasung von koks
DE905974C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Gasen mit einem bestimmten Kohlenoxyd-Wasserstoff-Verhaeltnis, insbesondere fuer die Erzreduktion
DE2704465A1 (de) Hydriergasanlage mit restkoksverwertung
DE2141876C3 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Verkokung stückiger Brennstoffe mit Spülgasen
DE958554C (de) Verfahren zur Herstellung eines Bindemittels fuer die Brikettierung von zerkleinerten Brennstoffen
DE580566C (de) Verfahren zur Gewinnung von Gasen mit hohem Kohlenoxydgehalt durch Vergasung eines festen Brennstoffs mittels Sauerstoffs und Wasserdampfs bzw. Kohlensaeure
DE972041C (de) Verfahren zur Entgasung von feinkoerniger Kohle
DE2054336A1 (de) Verfahren zur Verbrennung oder Zersetzung des bei der Aufbereitung von Kokerei- oder Gaswerksgas anfallenden Ammoniaks
DE102023117742B3 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Erzeugung von Wasserstoff- und Kohlenstoffdioxid-Produktströmen
DE102023005468B4 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Erzeugung von Wasserstoff- und Kohlenstoffdioxid-Produktströmen
DE2802212A1 (de) Verfahren zum aufarbeiten von holz fuer dessen metallurgische nutzung
DE574081C (de) Verfahren zur Aufarbeitung von Koksofengas
DE2151816A1 (de) Verfahren zur gleichzeitigen Erzeugung von Kohlenoxyd und Inertgas aus Kohlenwasserstoffen
DE35203C (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffgas
AT149347B (de) Verfahren zur Herstellung von ungiftigem Schutzgas für Glühöfen und andere gewerbliche Zwecke.
DE1186974B (de) Verfahren zur Reinigung von Kohlendestillationsgasen unter Erzeugung eines an Kohlenoxyd und Wasserstoff reichen Brenngases
DE454764C (de) Verfahren zur Herstellung von Leichtoelen durch Waermespaltung von Urteer

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
EHJ Ceased/non-payment of the annual fee