DE1771027B2 - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B49/00—Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated
- C10B49/02—Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated with hot gases or vapours, e.g. hot gases obtained by partial combustion of the charge
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Description
ren, da dann das Reaktionsgleichgewicht bei beiden "
Reaktionsgleichungen nach links verschoben wird (Volumprozent)
und die Nebenreaktionen nicht mehr im nennenswer- o,9 0,1 22,1 21,4 1,1 54,4
ten Umfang auftreten. Dieses Vorgehen verbietet
sich jedoch, weil bei Temperaturen unterhalb 800° C 65
sich jedoch, weil bei Temperaturen unterhalb 800° C 65
die Umsetzungen des kohlenstoffhaltigen Schüttgutes mit vorgewärmter Luft verbrannt,
mit dem Spülgas nicht mehr in ausreichendem Maße Das erzeugte Gas verläßt die Brennkammer mit
mit dem Spülgas nicht mehr in ausreichendem Maße Das erzeugte Gas verläßt die Brennkammer mit
stattfinden. einer Temperatur vo'i etwa 145O0C und hat die in
der Tabelle angegebene Zusammensetzung. Das Gas gelangt ohne weitere wesentliche Abkühlung in den
Gasbehandlungsraum, den es je nach der eingestellten Verweilzeit mit einer Temperatur zwischen 800
und 1300° C verlaßt. {
In der nachfolgenden Tabelle ist die Gaszusammensetzung in Abhängigkeit von drei verschiedenen
Verweilzeiten im Gasbehandlungsraum, der in diesem Falle in Form eines Schachtofens ausgebildet ist,
wiedergegeben.
Der als Kondensat gemessene Wasserdampf wurde dabei in die trockene Gasanalyse gerechnet.
Zur Erzeugung des Spülgases kann natürlich an Stelle von Schwachgas auch ein anderer gasförmiger,
flüssiger und/oder fester Brennstoff mit Luft und/oder Wasserdampf verbrannt werden.
Gas vor Eintritt in den Schachtofen
Versuch Nr. 1
Verweilzeit im
Schachtofen in
Sekunden
Gaszusammensetzung
(Volumprozent)
Schachtofen in
Sekunden
Gaszusammensetzung
(Volumprozent)
CO2
CO
H2Ox,
0,0
3,3 14,9 11,0 63,4
7,4
0.28 1,45 2,9
3,2 14,9 10,8 63,7
7,4
1,4 21,6 14,1 60,0
2,9
Claims (2)
1. Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung ten, die möglichst frei von Wasserdampf und Kohvon
Kohle, Koks oder anderem kohlenstoffhalti- 5 lensäure sind, hat man deshalb bereits früh erkannt,
gen Schüttgut mit Spülgasen, die Kohlendioxyd In der deutschen Patentschrift 448 333 wird bei-
und/oder Wasserdampf enthalten, bei einer Tem- spielsweise ein Verfahren zur Entgasung von Kohle
peratur oberhalb 8000C, dadurch ge kenn- vorbeschrieben, bei dem im Heizgasgenerator ein
zeichnet, daß die Verweilzeit der Spülgase im kohlendioxyd- und wasserdampffreies Heizgas er-Gasbehandlungsraum
weniger als 1,45 Sekunden, io zeugt wird, das mit einer Temperatur von mindestens
vorzugsweise weniger als 0,3 Sekunden, beträgt. 900° C unmittelbar in den Entgasungsschacht einge-
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- leitet wird.
kennzeichnet, daß die Spülgase durch Verbren- Eine andere Möglichkeit besteht dann, das im
nen von gasförmigen, flüssigen und/oder festen Spülgas vorhandene Kohlendioxyd sowie den Wasser-Brennstoffen
mit Luft oder Sauerstoff und/oder 15 dampf durch geeignete Maßnahmen zu entfernen.
Wasserdampf erzeugt werden. Beispielsweise kann das Kohlendioxyd mit Äthanol-
aminlösungen, anorganischen Basen oder mit Wasser unter Druck ausgewaschen werden. Der im Spülgas
enthaltene Wasserdampf kann durch Auskondensie-
20 ren entfernt werden. Das bedeutet jedoch in jedem
Falle, daß das Spülgas zunächst einmal abgekühlt und dann wieder auf seine Arbeitstemperatur aufgeheizt
werden muß. Hierzu sind aber zusätzliche
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren Einrichtungen, insbesondere kontinuierlich oder dis-Eur
kontinuierlichen Behandlung von Kohle, Koks as kontinuierlich arbeitende Wärmeaustauscher, erfor-
oder anderem kohlenstoffhaltigen Schüttgut mit Spül- derlich, deren Arbeitsweise zum Teil mit beträchtgasen,
die Kohlendioxyd und/oder Wasserdampf ent- liehen Wärmeverlusten verbunden ist.
halten, bei einer Temperatur oberhalb 800° C. Die vorliegende Erfindung verfolgt nun das Ziel,
halten, bei einer Temperatur oberhalb 800° C. Die vorliegende Erfindung verfolgt nun das Ziel,
Eine derartige kontinuierliche Hochtemperatur- die Verwendung von kohlendioxyd- und wasserbehandlung
von Kohle, Koks oder anderem kohlen- 30 dampfhaltigen Spülgasen für die Behandlung von
stoffhaltigen Schüttgut wird bei Schwel-, Verkokungs-, kohlenstoffhaltigem Schüttgut bei einer Temperatur
Entgasungs- oder hüttenmännischen Verfahren an- oberhalb 800 C zu ermöglichen, ohne daß eine vorgewandt.
Die Durchführung dieser Verfahren kann hergehende Abscheidung dieser beiden Gasbestandjedoch
erschwert werden, wenn die zur Anwendung teile erforderlich ist.
gelangenden Spülgase Kohlendioxyd und Wasser- 35 Auf Grund eingehender Untersuchungen wurde
dampf enthalten. Je nach der Reaktionsfähigkeit des nun gefunden, daß es überraschenderweise möglich
eingesetzten kohlenstoffhaltigen Schüttgutes reagieren ist, kohlendioxyd- und wasserdampfhaltige Spülgase
nämlich die eben erwähnten Gasbestandteile bei einer für den genannten Zweck zu verwenden, wenn das
Temperatur oberhalb 800° C mit dem Kohlenstoff Verfahren erfindungsgemäß in der Weise durchgenach
den folgenden Reaktionsgleichungen: 40 führt wird, daß die Verweilzeit der Spülgase irn Gas
behandlungsraum weniger als 1,45 Sekunden, vor-
C + H2O =^= CO + H2 (I) zugsweise weniger als 0,3 Sekunden, beträgt.
C + CO =*= 2 CO (H) Stellt man die Strömungsgeschwindigkeit des Spül-
2 gases in Abhängigkeit von den Dimensionen des Gas-
wobei sich Kohlenmonoxyd und Wasserstoff bilden. 45 behandlungsraumes so ein, daß die Verweilzeit weni-Diess
unter Verbrauch von Kohlenstoff ablaufen- ger als 1,45 Sekunden beträgt, so stellt man fest, daß
den Nebenreaktionen sind jedoch in vielen Fällen un- die weiter oben beschriebenen Nebenreaktionen nur
erwünscht, weil dadurch der Kohlenstoff des einge- in einem so geringen Umfange ablaufen, daß eine
setzten Schüttgutes angegriffen und so dessen Struk- Schädigung des eingesetzten kohlenstoffhaltigen
tür verändert wird. Bei der Verkokung von Kohle 50 Schüttgutes nicht auftritt.
beispielsweise wird durch die Umsetzung von Koks- Arbeitet man so, daß die Verweilzeit der Spülgase
kohlenstoff das Koksgefüge gelockert und der Asche- im Gasbehandlungsraum weniger als 0,3 Sekunden
gehalt des Kokses vergrößert. Beide Faktoren führen beträgt, so finden die weiter oben beschriebenen
jedoch zu einer Minderbewertung des Kokses. Außer- Nebenreaktionen praktisch überhaupt nicht statt,
dem wird durch den bei der Reaktion I gebildeten 55 Dieses Ergebnis wird auch durch das nachfolgende Wasserstou der Heizwert des erzeugten Gases herab- Verfahrensbeispiel bestätigt:
dem wird durch den bei der Reaktion I gebildeten 55 Dieses Ergebnis wird auch durch das nachfolgende Wasserstou der Heizwert des erzeugten Gases herab- Verfahrensbeispiel bestätigt:
gesetzt. In einer Brennkammer werden stündlich etwa
An und für sich wäre es naheliegend, die Umset- 1000 Nm3 Schwachgas folgender Zusammensetzung
zungen des kohlenstoffhaltigen Schüttgutes mit dem
Spülgas bei Temperaturen unter 800° C durchzufüh- 60 ^0 .-, „ nri u rH μ
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681771027 DE1771027A1 (de) | 1968-03-23 | 1968-03-23 | Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von Kohle,Koks oder anderem kohlenstoffhaltigen Schuettgut mit Spuelgasen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681771027 DE1771027A1 (de) | 1968-03-23 | 1968-03-23 | Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von Kohle,Koks oder anderem kohlenstoffhaltigen Schuettgut mit Spuelgasen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1771027A1 DE1771027A1 (de) | 1971-11-25 |
| DE1771027B2 true DE1771027B2 (de) | 1975-08-07 |
| DE1771027C3 DE1771027C3 (de) | 1976-03-11 |
Family
ID=5700728
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19681771027 Granted DE1771027A1 (de) | 1968-03-23 | 1968-03-23 | Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung von Kohle,Koks oder anderem kohlenstoffhaltigen Schuettgut mit Spuelgasen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1771027A1 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3125534A1 (de) * | 1981-06-29 | 1983-01-27 | Haeffner, Eckhard, 3392 Clausthal-Zellerfeld | "verbesserung von spuelgasschwelverfahren durch einsatz von sauerstoff oder mit sauerstoff angereicherter luft anstelle von luft in der schwelerbrennkammer." |
-
1968
- 1968-03-23 DE DE19681771027 patent/DE1771027A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1771027A1 (de) | 1971-11-25 |
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