DE159986C - - Google Patents
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- B01D33/048—Filters with filtering elements which move during the filtering operation with filtering bands or the like supported on cylinders which are pervious for filtering with endless filtering bands
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- B01D33/06—Filters with filtering elements which move during the filtering operation with rotary cylindrical filtering surfaces, e.g. hollow drums
- B01D33/073—Filters with filtering elements which move during the filtering operation with rotary cylindrical filtering surfaces, e.g. hollow drums arranged for inward flow filtration
- B01D33/09—Filters with filtering elements which move during the filtering operation with rotary cylindrical filtering surfaces, e.g. hollow drums arranged for inward flow filtration with surface cells independently connected to pressure distributors
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- Filtration Of Liquid (AREA)
Description
KAISERLICHES
Die zwecks unbehinderter Beobachtung des Filtriervorganges sowie zwecks Ausnutzung
einer maximalen hydrostatischen Druckhöhe vorhandene vollständige öffnung beider Stirnseiten
der Trommel und gleichzeitige freie Ausmündung der offenen Stirnenden der Trommel durch die.benachbarten Seitenwände
des Flüssigkeitsbehälters hindurch zwingt dazu, die zu filtrierenden Abwässer in der Nähe
ίο der tiefsten Stelle der Trommel in dem Flüssigkeitsbehälter
eintreten zu lassen, damit eben gerade an dieser Stelle des maximalen hydrostatischen
Druckes die größte Menge von auszuscheidenden Stoffen vorhanden ist.
Der Einlauf der Abwässer in der Nähe der tiefsten Stelle des Flüssigkeitsbehälters hat
nun die Folge, daß sich an dieser Stelle außerordentlich leicht ein Satz bildet, welcher sehr
bald einen Teil der Trommel umhüllt. Diese von dem Satz umhüllte Fläche der Trommel
wächst um so rascher an, als die wirtschaftlich rationelle Ausnutzung" des Trommelfilters es
bedingt, daß die zu filtrierende Flüssigkeitsschicht zwischen Filtrierorgan und Flüssig-
keitsbehälter eine gewisse Stärke nicht überschreitet, da andernfalls längs der Wandung
des Flüssigkeitsbehälters sich eine stagnierende Schicht bilden würde, welche der Filtration so
gut wie entzogen wäre, und deren Beimengungen durch Niedersinken den Bodensatz noch vermehren würden.
Diese Notwendigkeit, den Raum für die die Trommel umgebende Flüssigkeit verhältnismäßig
eng zu gestalten, hat naturgemäß die Folge, daß schon ein verhältnismäßig geringer
Bodensatz einen vollständigen Verschluß zwi-
sehen den zu beiden Seiten der Trommel befindlichen Teilen der Flüssigkeit bildet, so daß
jede gleichmäßige Verteilung" der frisch nachströmenden Abwässer über den ganzen Flüssigkeitsbehälter
vollständig aufhört.
Dieser die sachgemäße Filtration stark benachteiligende Bodensatz macht sich in besonders
beträchtlichem Grade bemerkbar, wenn es sich um die Filtration der Abwasser von Papierfabriken
handelt, da diese Abwässer außer den Stofffaseni bekanntlich viel schleimige, von
der Papierleimung herrührende Bestandteile besitzen, die sehr rasch einen verhältnismäßigzähen
Bodensatz ergeben, der den Übertritt des nachströmenden Abwassers nach der dem Einlauf
gegenüberliegenden Seite fast vollständig verhindert, so daß die eine Hälfte der Trommel
fast ganz außer Wirkung gesetzt wird.
Gleichzeitig verhindert der Bodensatz aber auch eine sachgemäße Filtration der zweiten
Trommelhälfte, da das Filtrierorgan bei seinem Mitgang mit der Trommel in der Nähe der
tiefsten Stelle der Trommel schließlich nur noch den schleimigen Bodensatz bestreicht,
was zur Folge hat, daß die bis dahin auf dem Filtrierorgan bereits abgesetzten faserigen
Verunreinigungen größtenteils wieder von dem Filtrierorgan abgestrichen und letzteres selbst
derart durch den schleimigen Bodensatz verschmiert wird, daß während der aufsteigenden
Bewegung des Filtrierorganes eine nennenswerte Filtrierwirkung überhaupt nicht mehr
eintritt..
Um diese Mängel zu beseitigen und das bei der Reinigung der Abwässer der Papierfabriken
unbedingt erforderliche endlose, un-
unterbrochen mehrere Reinigungsvorrichtungen passierende Filtrierorgan beibehalten
zu können, ist eine Einrichtung getroffen worden, welche ohne eine nennenswerte Beeinträchtigung
der Filtrierwirkung den an sich nicht zu vermeidenden schleimigen Bodensatz an der Trommel in regelmäßigen Zwischenräumen
bis zu einer solchen Tiefe aufrührt, daß die betreffenden Teile des Bodensatzes
ίο sich mit dem frisch nachströmenden Abwasser
zu einer verhältnismäßig" gleichmäßigen Flüssigkeit vereinigen und in diesem Zustande
gleichmäßig durch den ganzen Behälter ausbreiten können, so daß am ganzen Umfange
der Trommel eine tunlichst gleichmäßige Filtrierwirkung eintritt.
Die Einrichtung besteht in einer besonderen Ausbildung des Trommelmantels selbst, und
zwar darin, daß die Trommel entweder an einer oder mehreren Stellen mit geeignet hohen
Vorsprüngen versehen oder als Polygon von geeigneter Seitenzahl ausgebildet wird. · Diese
Ausbildung der Trommel hat zur Folge, daß dieselbe mit den vorspringenden Längsleisten
oder mit den Polygonecken tiefer in die zu filtrierende Flüssigkeit taucht als am übrigen
Trommelumfang und hierdurch die gesamte Flüssigkeit in eine hinreichende Bewegung
versetzt, um die Bildung von Bodensatz erheblich zu erschweren oder, wenn sich ein solcher
doch bildet, denselben in seiner oberen Schicht doch jedesmal derart aufzurühren, daß
die beständig nachströmenden Abwässer sich nach beiden Seiten der Trommel gleichmäßig
durch den ganzen Flüssigkeitsbehälter verteilen können und eine Verschmierung des
Filtrierorgans selbst höchstens an den vorspringenden Kanten der Trommel eintreten
kann.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht in Fig. ι ein Trommelfilter, dessen Trommel
an zwei einander diametral gegenüberliegenden Stellen des Umfanges mit Vorsprüngen versehen
ist.
Die dargestellte Ausführungsform eignet sich besonders für bereits vorhandene Trommelfilter
mit runder Trommel A, welche in der Regel aus zwei oder mehr Kreuzen a,
darauf befestigten Längsleisten b und einem um letztere gespannten Metallsieb c besteht.
Um diese Trommel läuft das aus einem endlosen Tuch, Filz oder dergl. bestehende, außerhalb
der Trommel noch eine Abnahmevorrichtung g, die Spannwalze h sowie geeignete
Reinigungsvorkehrungen passierende eigentliche Filtrierorgan d. Um ein solches Trommelfilter
gemäß vorliegender Neuerung einzurichten, ist es nur erforderlich, den Filterstoff abzunehmen, oberhalb des Metallsiebes
die beiden Längsleisten e zu befestigen, an den Enden derselben beiderseits
geeignet breite, keilförmige Ansätze / anzubringen, welche tangential zur Trommel auslaufen,
und nunmehr den Filterstoff wieder über die Trommel zu führen.
Der Filterstoff legt sich jetzt bei der Drehung der Trommel über die Leisten c,
wobei die benachbarten Ränder des Filterstoffes auf die keilförmigen Ansätze / zu
liegen kommen, die übrigens nach innen zu geeignet abgeschrägt sein können, um bei der
Durchdrückung, welche der Filterstoff längs der Leisten erfährt, eine zuverlässige Abdichtung
der betreffenden Randteile des Filterstoffes auf den keilförmigen Ansätzen f zu
sichern. ■': ■ ■
Die Trommel A ist in bekannter Weise in den beiden Stirnwänden des Flüssigkeitsbehälters B drehbar gelagert und unmittelbar
längs der Stirnkränze α an den beiden Stirnwänden des Behälters B in solcher Weise, z. B.
mittels Leder- oder Gummimanschette abgedichtet, daß die Drehung der Trommel unbehindert
stattfinden kann.
Die Stirnwände des Behälters B sind innerhalb des Abclichtungskreises derart durchbrochen,
daß ein freier Durchblick durch die Trommel gewonnen wird, und eine leichte
Überwachung des gesamten Trommelinnern möglich ist.
Der Behälter B umschließt die Trommel A mit verhältnismäßig geringem Zwischenraum,
so daß jedesmal, wenn sich die Trommel mit der einen oder anderen Leiste e durch die Flüssigkeit
bewegt, letztere in entsprechendem Maße mitgenommen und vor der Leiste hergeschoben
wird. Hierdurch kommt so viel Bewegung in die gesamte Flüssigkeitsmenge, daß die Bildung
eines Bodensatzes so gut wie ausgeschlossen wird. Aber selbst wenn ein Bodensatz
entstehen sollte, so wird seine oberste Schicht durch die Leiste e bezw. den hierdurch
gebildeten Trommelvorsprung jedesmal in solchem Maße abgestrichen und aufgewirbelt,
daß die auf die Leiste e folgenden Teile des Filterstoffes durch den Bodensatz in keiner
Weise mehr nachteilig ■ beeinflußt werden können, die Filtrierwirkung vielmehr sachgemäß
stattfinden und insbesondere auch eine gleichmäßige Ausbreitung der frisch nachströmenden,
sich mit den aufgerührten Satzteilen vermischenden Abwasser nach beiden Seiten der Trommel eintreten kann, so daß bei
voller Ausnutzung des maximalen, hydrostatischen Druckes eine ringsum tunlichst gleichmäßige
Filtrierwirkung erzielt wird.
Wird berücksichtigt, daß die Filtrierwirkung an dieser Stelle der Trommel die stärkste ist,
da hier der höchste hydrostatische Druck herrscht, so leuchtet es um so mehr ein, welche
wirtschaftliche Bedeutung es hat, daß das Filter bei vorliegender Trommeleinrichtung
Claims (1)
- gerade an diesem tiefsten Punkte der Trommel seine Wirkung unbehindert auszuüben vermag. Je stärker die Neigung zur Bildung von Bodensatz ist, um so mehr Leisten e empfiehlt es sich auf der Trommel anzubringen. So zeigt Fig. 2 eine Trommel mit sechs Leisten. Die Höhe der Leisten und der hierdurch geschaffenen Trommelvorsprünge richtet sich zweckmäßig' nach der mehr oder minderίο großen, spezifischen Schwere der in der Flüssigkeit enthaltenen mechanischen Beimengungen.Handelt es sich um Neuanlagen, so empfiehlt sich die Herstellung polygonaler Trommeln, wie solche die Fig. 3, 4 und 5 in verschiedenen Ausführungen veranschaulichen.Die Ausführung nach Fig. 3 gestattet die Benutzung" von ursprünglich für eine runde Trommel bestimmten Kreuzen a. Auf dem Kranz dieser Kreuze werden in radialer Stellung Leisten b befestigt, deren Höhe derart verschieden bemessen ist, daß die Außenkanten der Leisten auf dem Umfange eines Polygons liegen. Die Außenkanten der Leisten sind auch nach der Fläche dieses Polygons, welches im dargestellten Falle ein Zehneck bildet, abgeglichen.Über die Leisten b wird das Sieb c gespannt, welches auf den durch Zwischenlagen i gebildeten vollen Polygonrändern dicht befestigt wird. Um diese Polygontrommel läuft wiederum der endlose Filterstoff d, auf welchem sich die mechanischen Beimengungen der Flüssigkeit beim Durchtritt der letzteren durch den Trommelmantel festsetzen.Die Fig. 4 und 5 veranschaulichen Ausführungen polygonaler Trommeln unter Benutzung entsprechend polygonaler Kränze α. Bei der Ausführungsform nach Fig.' 4 sind die Leisten b' mit Zwischenräumen · auf den Kränzen befestigt. Die verhältnismäßig breiten Leisten selbst sind mit Längsrinnen k versehen, welche durch in geeigneten Abständen angeordnete Querrinnen in die Zwischenräume zwischen den Leisten ausmünden. Bei der Ausführung nach Fig. 5 sind die Kränze mit einem vollkommen dichten Bohlenbelag versehen, auf dessen Oberfläche ähnlich wie auf den Leisten der Trommel nach Fig. 4 Längsrinnen angeordnet sind. Die einzelnen Rinnen stehen durch versetzt angeordnete Löcher unmittelbar mit dem Trommelinncrn in Verbindung.In'den beiden letzterwähnten Fällen ist die Polygonfrommel zunächst wiederum mit einem Sieb e bespannt, auf welches sich der Filterstoff legt.Die Polygontrommel hat bei ihrer Drehung ebenfalls die Wirkung, daß sie die Flüssigkeit mit den vorspringenden Ecken verdrängt und vor sich her schiebt und dieselbe hierdurch derart in Bewegung setzt, daß die Bildung von Bodensatz entweder ausgeschlossen oder doch erheblich erschwert wird.Wo aber Bodensatz doch noch entsteht, wird derselbe jedenfalls durch die Ecken der Trommel immer wieder derart abgestrichen und aufgerührt, daß ein Verschmieren der auf jede Polygonecke folgenden Fläche nicht mehr eintreten und alle diese Flächen die Filtrierwirkung auf ihrem weiteren Gange durch die Flüssigkeit ungestört ausüben und vor allem eine gleichmäßige Ausbreitung der nachströmenden und sich mit dem aufgerührten Bodensatz vermischenden Abwässer rings um die Trommel herum eintreten kann.Das vorbeschriebene Trommelfilter unterscheidet sich von den Knotenfängern mit polygonaler Siebtrommel durch seine Bespannung mit endlosem Filterbande und seinen Gebrauchszweck — Reinigung von Abwässern der Papierfabriken —. Erst zufolge der gleichzeitigen Anwendung des endlosen Filterbandes und der Benutzung vorspringender Längsleisten oder polygonal gestalteter Trommeln ist es möglich, bei entsprechend langsamer Bewegung der letzteren das Absetzen und Austragen der in den Abwässern der Papierfabriken vorhandenen Fasermassen ohne Schädigung durch den schwereren Bodensatz zu bewirken.Paten τ-Anspruch :Trommelfilter mit endlosem Filterband zum Reinigen der Abwässer von Papierfabriken, dadurch gekennzeichnet, daß das Filterband (d) mittels einer entweder polygonalen oder an mehreren Stellen des Umfanges mit tangential vorspringenden Längsleisten versehenen, im übrigen runden Trommel durch die Abwässer hindurchs'eführt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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