AT22888B - Trommelfilter mit endlosem Filterband zum Reinigen der Abwässer von Papierfabriken. - Google Patents

Trommelfilter mit endlosem Filterband zum Reinigen der Abwässer von Papierfabriken.

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AT22888B
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Eugen Fuellner
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Eugen Fuellner
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   Die vorliegende Erfindung erstreckt sich auf solche   Trommelfilter,   bei denen um die in einem Behälter rotierende Trommel ein endloses Filterband läuft, auf dem sich die mechanischen Beimengungen der zu reinigenden Flüssigkeit absetzen. Die bei diesen Trommelfiltern zwecks Ausnutzung einer maximalen hydrostatischen   Druckhöhe   vorhandene, dem lichten Durchmesser des Trommelkranzes entsprechende Öffnung in den Seitenwänden des   Flüssigkeitsbehälters   zwingt dazu, die zu filtrierenden Abwässer in der Nähe der tiefsten Stelle der Trommel in den Flüssigkeitsbehälter eintreten zu lassen, damit eben gerade an dieser Stelle des maximalen hydrostatischen Druckes die grösste Menge von auszuscheidenden Stoffen vorhanden ist.

   Der Einlauf der Abwässer in der Nähe der tiefsten Stelle des Flüssigkeitsbehälters hat nun die Folge, dass sich an dieser Stelle ausserordentlich leicht ein Satz bildet, welcher sehr bald einen Teil der Trommel umhüllt. Diese von dem Bodensatz umhüllte Fläche   der Trommel   wächst um so rascher an, als die wirtschaftlich rationelle Ausnutzung des Trommelfilters es bedingt, dass die zu filtrierende Flüssigkeitsschicht zwischen Filtrierorgan und   FlüssigkeitsbehäKe"eine   gewisse Stärke nicht überschreitet, da anderenfalls längs der Wandung des Flüssigkeitsbehälters sich eine stagnierende Schicht bilden würde, welche der Filtration so gut wie ent ogen wäre, und deren   Beimengungen     d'ueh   Niedersinken den Bodensatz noch vermehren würden.

   Diese Notwendigkeit, den Raum für die die Trommel umgebende Flüssigkeit verhältnismässig eng zu gestalten,   hat naturgemäss   die Folge, dass schon ein   verhältnismässig   geringer Bodensatz einen vollständigen Verschluss zwischen den zu beiden Seiten der Trommel befindlichen Teilen der Flüssigkeit bildet, so dass die gleichmässige Verteilung der frisch   nachströmenden Abwässer über   den ganzen Flüssigkeitsbehälter vollständig aufhört. 



   Dieser, die sachgemässe Filtration   stark'onac'hteiligende Bodensatz   macht sich in besonders beträchtlichem Grade bemerkbar, wenn es sich um die Filtration der Abwässer von Papierfabriken handelt, da diese Abwässer ausser den Stoffasern bekanntlich viel   schleimige,   von der Papierleimung   herrührende   Bestandteile besitzen, die sehr rasch einen   verhältnismässig   zähen Bodensatz ergeben, der den Übertritt des   nachströmenden   Abwassers nach der dem   Einlauf   gegenüberliegenden Seite fast vollständig verhindert, so dass die eine
Hälfte der Trommel fast ganz ausser Wirkung gesetzt wird.

   Gleichzeitig verhindert der Bodensatz aber auch eine   sachgemässe   Filtration auf der zweiten Hälfte der Trommel, da das Filtrierorgan bei seinem Mitgang mit der Trommel in der Nähe der tiefsten Stelle der Trommel schliesslich nur noch den schleimigen Bodensatz bestreicht, was zur Folge hat, dass die bis dahin auf dem Filtrierorgan bereits abgesetzten faserigen Verunreinigungen grösstenteils wieder von dem   Filtrifrorgan abgestrichen   und letzteres selbst derart durch den   schleimigen   Bodensatz   verschmiert   wird, dass während der aufsteigenden Bewegung des Filtrierorganes eine nennenswerte Filtrierwirkung überhaupt nicht mehr eintritt. 



   Um diese Mängel zu beseitigen und das bei der Reinigung der Abwässer der Papier- fabriken unbedingt erforderliche endlose, ununterbrochen mehrere   Reinigungsvorrichtungcn   passierende Filtrierorgan beibehalten zu können, ist eine Einrichtung getroffen worden, 

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 frisch   nachströmecdon   Abwasser zu einer verhältnismässig gleichmässigen Flüssigkeit ver-   einigen und in diesem Zustande gleichmässig durch den ganzen Behälter ausbreiten können, so dass am ganzen Umfange der Trommel eine tunlichst gleichmässige Filtrierwirkung   eintritt. 



   Die Einrichtung besteht in einer besonderen Ausbildung der Trommel selbst, und 
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 hohen Vorsprüngen versehen oder als Polygon von geeigneter Seitenzahl ausgebildet wird. Diese Ausbildung der Trommel hat zur Folge, dass dieselbe mit den vorspringenden Längsleisten oder mit den Polygonecken tiefer in die zu filtrierende Flüssigkeit taucht als am übrigen Trommelumfang und hiedurch die gesamte Flüssigkeit in eine hinreichende Bewegung versetzt, um die Bildung von Bodensatz erheblich zu erschweren, oder, wenn sich ein solcher doch bildet, denselben in seiner oberen Schicht doch jedesmal derart aufzurühren,

   dass die beständig   nachströmenden   Abwässer sich nach beiden Seiten der Trommel   gleichmässig   durch den ganzen Flüssigkeitsbehälter verteilen können und eine Verschmierung des Filtrierorganes selbst höshstens an den vorspringenden Kanten der Trommel eintreten kann. 



   Die beigegebene Zeichnung veranschaulicht in Fig. 1 ein Trommelfilter, dessen Trommel an zwei einander diametral gegenüberliegenden Stellen des Umfanges mit Vorsprüngen versehen ist. 



   Die dargestellte Ausführungsform eignet sich besonders für bereits vorhandene Trommelfilter mit runder Trommel   A,   welche in der Regel aus zwei oder mehr Kreuzen a, darauf befestigten   Längsloistcn &    und einem um letztere gespannten Metallsieb c besteht. Um   diese Trommel läuft das aus   einem endlosen Tuch, Filz oder dgl. bestehende, ausserhalb der Trommel noch eine   Abnahmevorrichtung D.   die Spannwalze h, sowie geeignete Reinigungsvorkehrungen passierende, eigentliche Filtrierorgan d.

   Um ein solches   Trommelniter   gemäss vorliegonder Neuerung einzurichten, ist es nur erforderlich, den Filterstoff abzunehmen, ob erhalb des Metallsiebes die beiden Längsleisten e zu befestigen, an den Enden derselben   beiderseits geeignet breite, keilförmige   Ansätze f anzubringen, welche tangential zur Trommel 
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 stoff legt sich jetzt bei der Drohung der Trommel über die Leisten e, wobei die be-   nachbarten     lütnder des   Filterstoffes auf die keilförmigen Ansätze f zu liegen kommen, die   ilhrigl.

   ns nach innen zu   geeignet abgeschrägt sein können, um bei der   Durchdrückung,     welche der Filterstoff längs   der Leisten erfährt, eina zuverlässige Abdichtung der be-   treffenden Randteile   des Filterstoffes auf den keilförmigen   Ansätzen t zu   sichern. 



     Die Trommel A   ist in bekannter Weise in den beiden Stirnwänden des Flüssigkeits-   ÌI (lhälters 1J drehbar   gelagert und unmittelbar längs der Stirnkränze a an den beiden Stirnwänden des Behälters B in solcher   W   eise, z. B. mittels Leder-oder Gummimanschette, abgedichtet, dass die Drehung der Trommel unbehindert stattfinden kann. Die Stirnwände   drs Behälters B   sind innerhalb des Abdichtungskreises derart durchbrochen, dass ein freier Durchblick durch die Trommel gewonnen wird und eine leichte Überwachung des gesamten Trommelinnern möglich ist.

   Der   Behälter B umschliesst die   Trommel   A   mit verhältnis-   mässig   geringem Zwischenraum, so dass jedesmal, wenn sich die Trommel mit der einen oder anderen Leiste e durch die Flüssigkeit bewegt, letztere in entsprechendem Masse mitgenommen und vor der Leiste hergeschoben wird. Hiedurch kommt soviel Bewegung in die gesamte Flüssigkeitsmenge, dass die Bildung eines Bodensatzes so gut wie ausgeschlossen ist.

   Aber selbst wenn ein Bodensatz entstehen sollte, so wird seine oberste   S 'hicht.   durch die Leiste e bezw. den hiedurch gebildeten Trommelvorsprung jedesmal in solchem Masse abgestrichen und aufgewirbelt, dass die auf die Leiste e folgenden Teile des
Filterstoffes durch den Bodensatz in keiner Weise mehr nachteilig beeinflusst werden können, die Filtrierwirkung vielmehr sachgemäss stattfinden und insbesondere auch eine gleichmässige Ausbreitung der frisch nachströmenden, sich mit den   aufgerührten   Satzteilen vermischenden Abwässer nach beiden Seiten der Trommel eintreten kann, so dass bei voller
Ausnutzung dos maximalen hydrostatischen Druckes eine ringsum tunlichst gleichmässige   FUtricrwirkung   erzielt wird.

   Wird berücksichtigt, dass die Filtrierwirkung an der Stelle, wo sich der Bodensatz 
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   Je stärker die Neigung zur Bildung von Bodensatz ist, um so mehr Leisten e empfiehlt es sich auf der Trommel anzubringen. So zeigt Fig. 2 eine Trommel mit sechs Leisten. Die Höhe der Leisten und der hiedurch geschaffenen   Trommelvorsprünge   richtet sich zweckmässig nach der mehr oder minder grossen spezifischen Schwere der in der Flüssigkeit enthaltenen mechanischen Beimengungen. Handelt es sich um   Neuanlagen,   so empfiehlt sich die Herstellung polygonaler Trommeln, wie solche die Fig. 3, 4 und 5 in   verschiedenen Ausführungen veranschaulichen.   



   Die Ausführung nach Fig. 3 gestattet die Benutzung von ursprünglich für eine runde Trommel bestimmten Kreuzen a. Auf dem Kranz dieser Kreuze werden in radialer Stellung Leisten b befestigt, deren Höhe derart verschieden bemessen ist, dass die Aussenkanten der Leisten auf dem Umfange eines Polygons liegen. Die Aussenkanten der Leisten sind auch nach der Fläche dieses Polygons, welches im dargestellten Falle ein Zehneck bildet, abgeglichen. Über die Leisten b wird das Sieb c gespannt,   weiches   auf den durch Zwischenlagen i gebildeten vollen Polygonrändern dicht befestigt wird. Um diese   Polygontrommel   läuft wiederum der endlose Filterstoff d, auf welchem sich die mechanischen   Beimengungen   der Flüssigkeit beim Durchtritt der letzteren durch den Trommelmantel festsetzen. 



   Die Fig. 4 und 5 veranschaulichen Ausführungen polygonaler Trommeln unter   Be-   nutzung entsprechend polygonaler Kränze a. Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 sind die Leisten b mit Zwischenräumen auf den   Kränzen   befestigt. Die   verhältnismässig   breiten
Leisten selbst sind mit   Längsrinnen/f   versehen, welche durch in geeigneten Abständen angeordnete Querrinne in die Zwischenräume zwischen den Leisten ausmünden. 



   Bei der Ausführung nach Fig. 5 sind die Kränze mit einem vollkommen dichten   Bohlenbelag   versehen, auf dessen Oberfläche, ähnlich wie auf den Leisten der Trommel nach Fig. 4,   Längsrinnen   angeordnet sind. Die einzelnen Rinnen stehen durch versetzt angeordnete Löcher unmittelbar mit dem Trommelinnern in Verbindung. 



   In beiden letzterwähnten   Fällen   ist die   Polygontrommel zunächst   wiederum mit einem Sieb c bespannt, auf welches sich der Filterstoff legt. 



   Die Polygon trommel hat bei ihrer Drehung ebenfalls die Wirkung, dass sie die   Dussigkeit   mit den vorspringenden   ecken   verdrängt und vor sich herschiebt und dieselbe hiedurch derart in Bewegung setzt, dass die Bildung von Bodensatz entweder ausgeschlossen oder doch erheblich erschwert wird.

   Wo aber Bodensatz doch noch entsteht, wird derselbe jedenfalls durch die Ecken der Trommel immer wieder derart abgestrichen und aufgerührt, dass ein Verschmieren der auf jede   Polygonecke folgendeu Fläche   nicht mehr eintreten und alle diese Flächen die Filtrierwirkung auf ihrem weiteren Gange durch die Flüssig-   keit   ungestört ausüben und vor allem eine gleichmässige Ausbreitung der   nachströmenden   und sich mit dem aufgerührten Bodensatz vermischenden Abwässer ringsum die Trommel   herum eintreten kann.   



   Das vorbeschriebene Trmmelfilter unterscheidet sich von den   Knotenfängern   mit polygonaler Siebtrommel durch seine Bespannung mit endlosem Filterbande und seinen Gebrauchszweck-Reinigung von   Abwässern   der Papierfabriken. Erst zufolge der gleichzeitigen Anwendung des endlosen Filterbandes und der Benutzung vorspringender Längsleisten oder polygonal gestalteter Trommeln ist es möglich, bei entsprechend langsamer Bewegung der letzteren das Absetzen und Austragen der in den Abwässern der Papierfabriken vorhandenen Fasermassen ohne Schädigung durch den schwereren Bodensatz zu   bewirken.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Trommelfilter mit endlosem Filterband zum Reinigen der Abwässer von Papier- fabriken, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterhand (d) mittels einer entweder polygonalen oder an mehreren Stellen des Umfanges mit tangential vorspringenden Längsleisten versehenen, im übrigen runden Trommel durch die Abwässer hindurchgeführt wird.
AT22888D 1902-02-03 1905-02-13 Trommelfilter mit endlosem Filterband zum Reinigen der Abwässer von Papierfabriken. AT22888B (de)

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DE159986D 1902-02-03

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AT22888B true AT22888B (de) 1906-02-10

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AT22888D AT22888B (de) 1902-02-03 1905-02-13 Trommelfilter mit endlosem Filterband zum Reinigen der Abwässer von Papierfabriken.

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