DE1598677C3 - Vorrichtung zur Erzeugung einer Hochfrequenz-Plasmafackel als spektroskopische Lichtquelle - Google Patents
Vorrichtung zur Erzeugung einer Hochfrequenz-Plasmafackel als spektroskopische LichtquelleInfo
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Description
Fig.3 die in Fig.2 dargestellte Spitze in der
Aufsicht,
Fig.4 eine Ansatzelektrode der Leiterspitze mit
einem Einsatzstück,
Fig.5 eine Spitze des Mittelleiters aus vier Stiften,
die kegelförmig zusammengeführt sind, und
Fig.6 die in Fig.5 dargestellte Spitze im
Längsschnitt.
Die Vorrichtung besteht aus dem Außenleiter 1 und dem Innenleiter 2 in koaxialer Ausführung. Über die
Anschlußenden 11 bzw. 14 werden Außen- und Innenleiter an den HF-Generator angeschlossen. Durch
die parallelgeschaltete Stichleitung 3, 4 wird die Vorrichtung mit einem nicht dargestellten Kurzschlußschieber
so an den HF-Generator angepaßt, daß im Gebiet des Brennermaules 7 eine hohe Feldstärke (etwa
1 kV/cm) zwischen dem Außenleiter 8 und der Ansatzelektrode 22 des Mittelleiters entsteht.
In der der Stichleitung 3, 4 gegenüberliegenden Leitung 6 ist zwischen dem Ansatz 10 und dem
Leitungsstück 11, das über die Muffe 12 mit dem Ansatz 10 verbunden ist, ein Isolierkörper 13 angeordnet, der
zur Lagerung des Innenleiters 14 dient. Der Innenleiter 4, 14 trägt den als doppelwandigen Hohlzylinder
ausgebildeten Mittelleiter 15. Dieser ist an seinem oberen Ende durch die Leiterspitze 16 abgeschlossen.
Durch den durch das Innenrohr 17 und das Außenrohr 18 gebildeten Hohlraum 19 wird Kühlwasser durch nicht
dargestellte Anschlüsse geleitet.
Der von dem Innenrohr 17 gebildete Hohlraum mit verhältnismäßig großem Querschnitt von größenordnungsmäßig
12 mm Durchmesser dient zur Zuführung des Arbeitsgases, dem das Probengas beigemischt ist.
Zweckmäßig wird das Probengut in kolloidaler Verteilung in einem gasförmigen Dispersionsmittel
(Aerosol) zugeführt. Es wird am unteren Ende 20 in das Rohr 17 eingeleitet und tritt durch die in der
Leiterspitze 17 angebrachten öffnungen 21 in das Brennermaul aus. Die öffnungen 21 sind in Richtung
parallel zur Achse des Rohres 17 angebracht. Außerdem sind in dem Düseneinsatz weitere öffnungen 28 in
radialer Richtung angebracht, die ebenfalls mit dem Hohlraum des Innenrohres 17 in Verbindung stehen und
durch die das Gas ebenfalls austritt. Die Leiterspitze 16 weist auf ihrer Außenseite mittig angeordnet die
Ansatzelektrode 22 auf.
Eine andere Ausführungsform für die Leiterspitze ist in den Fig.2 und 3 dargestellt. Wie insbesondere
Fig.3 zeigt, sind eine Reihe von öffnungen 21
kreisförmig um die Ansatzelektrode 22 herum angeordnet. Die Ansatzelektrode 22 selbst ist in einer
entsprechenden Bohrung in der Leiterspitze 16 eingesetzt.
Fig.4 zeigt eine Ausführungsform einer zylindrischen
Ansatzelektrode 23, bei der die eigentliche Spitze ausgebohrt und in dieser Bohrung ein Einsatzstück 24
aus einem Material eingesetzt ist, das eine besonders gute Elektronenemission aufweist. Die Ansatzelektrode
23 kann z. B. aus Molybdän und das Einsatzstück 24 aus thoriertem Wolfram, d. h. aus mit Thoriumoxyd
überzogenem Wolfram, bestehen, wobei der Thoriumanteil 0,1 bis 2% Thoriumoxyd betragen kann.
Eine andere Ausführungsform für die Leiterspitze ist in den Fig.5 und 6 gezeigt. Hier werden über der
Öffnung des Mittelleiters eine Reihe von dünnen Stiften — zwei bis zwölf Stifte von 1 bis 2 mm Durchmesser —
aus geeignetem Material zu einer Kegelspitze zusammengeführt, wo dann der Elektronenaustritt erfolgt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Vorrichtung zur Erzeugung einer Hochfrequenz-Plasmafackel als spektroskopische Lichtquelle
in Form eines offenen Koaxialleiters, dessen Mittelleiter in eine Spitze mündet, an der die
Entladung ansetzt, und der gekühlt ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Mittelleiter (15) als Mehrfach-Hohlzylinder derart ausgebildet ist, daß
durch einen oder mehrere Hohlräume (19) das Kühlmittel hindurchgeleitet wird, und daß mindestens
ein weiterer Hohlraum (20) mit Öffnungen (21) in der Leiterspitze (16) verbunden ist, durch die der
Entladung Gas zugeführt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit den Öffnungen (21) in der
Leiterspitze (16) verbundener Hohlraum (20) des Mehrfach-Hohlzylinders zur gemeinsamen Zufuhr
einer Mischung von Arbeitsgas und einem das Probengut in kolloidaler Verteilung enthaltenden
Aerosol vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere mit den Öffnungen in der
Leiterspitze verbundene Hohlräume zur getrennten Zufuhr von Arbeitsgas und einem das Probengut in
kolloidaler Verteilung enthaltenden Aerosol vorgesehen sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiterspitze (16) eine
zentrisch angeordnete Ansatzelektrode (22) aufweist, die von den Öffnungen (21) umgeben ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (21) auf einem
konzentrisch zur Ansatzelektrode (22) liegenden Kreis angeordnete axiale verlaufende Bohrungen
sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiterspitze durch kegelförmig
zusammengeführte Stifte (26) gebildet wird und daß die Lücken zwischen diesen Stiften (26) die
öffnungen für die Einführung des Arbeitsgases und/oder des das Probengut enthaltenden Aerosols
in die Plasmafackel bilden.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ansatzelektrode (22) aus einem Material mit einem solchen Elektronenemissionsvermögen besteht, daß
unter Betriebsbedingungen die Elektronendichte vor der Ansatzelektrode 1010 bis 1016 Elektronen pro
cm1 beträgt.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ansatzelektrode (23) ein Einsatzstück (24) aus'einem
Material mit hohem Elektronenemissionsvermögen aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansatzelektrode (22) oder
das Einsatzstück (24) aus Molybdän, Wolfram, thoriertem Wolfram oder aus einer Alkali- und/oder
Erdalkaliverbindung besteht.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Leiterspitze (16) radial verlaufende, mit dem Hohlraum (20) in Verbindung stehende öffnungen
(28) aufweist.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung einer Hochfrequenz-Plasmafackel als spektroskopische
Lichtquelle in Form eines offenen Koaxiallciters. dessen Mittelleiter in einer Spitze mündet, an der die
Entladung ansetzt, und der gekühlt ist.
Bei einer bekannten Vorrichtung, dieser Art wird das Arbeitsgas durch den Zwischenraum zwischen dem
Mittelleiter und dem Außenleiter in die Plasmafackel eingeführt.
ίο Es hat sich gezeigt, daß es außerordentlich schwierig
ist, bei dieser bekannten Vorrichtung eine stabile Plasmafackel zu erzeugen. Als Folge davon unterliegt
die Temperatur des Plasmas Schwankungen. Änderungen in der Temperatur des Plasmas führen aber zu
Schwankungen in der Linienintensität, so daß dadurch die Anlysenwerte verfälscht werden.
Es ist ferner bekannt, bei induktiven Plasmafackeln gekühlte Mehrfach-Hohlzylinder zum Zuführen von
Probengas zu verwenden. Sie dienen hier jedoch nicht als Elektrode oder Ansatzpunkt einer Entladung.
Außerdem ist es bekannt, einer Plasmafackel ein Arbeitsgas und ein Probengas getrennt zuzuführen,
wobei das Probengas unmittelbar in die Entladungszone eingeführt wird.
Ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs genannten Gattung liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, die Vorrichtung so weiterzuentwickeln, daß stabile und in ihrer Temperatur konstante Plasmafakkeln
aufrechterhalten werden, so daß dadurch spektralanalytische Untersuchungen mit hoher Meßgenauigkeit
möglich werden.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Mittelleiter als Mehrfach-Hohlzylinder
derart ausgebildet ist, daß durch einen oder mehrere Hohlräume das Kühlmittel hindurchgeleitet wird, und
daß mindestens ein weiterer Hohlraum mit Öffnungen in der Leiterspitze verbunden ist, durch die der
Entladung Gas zugeführt wird.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Vorrichtung wird erreicht, daß die Spitze der Mittelelektrode
von einem Gebiet laminarer Gasströmung umgeben wird, vorausgesetzt, daß das Gas mit niedrigen
Strömungsgeschwindigkeiten zugeführt wird. Dadurch wiederum wird die Plasmafackel stabilisiert, so daß
nunmehr eine hohe Temperaturkonstanz erreicht wird.
Zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Für ein einwandfreies Arbeiten der Vorrichtung ist es wichtig, daß vor der Spitze der Mittelelektrode die
Elektronendichte 1010 bis 1016 Elektronen pro cm3
beträgt.
Diese Elektronendichte kann in an sich bekannter Weise durch Auswahl geeigneter Materialien
mit hohem Elektronenemissionsvermögen, wie Molybdän.
Wolfram oder Wolfram-Thorium-Legierungen mit etwa 1,3% Thorium für die Spitze der Mittelelektrode
erreicht werden.
Es ist aber nicht unbedingt erforderlich, daß die notwendigen Elektronen ausschließlich aus dem Material
der Mittelelektrode stammen. Man kann nämlich auch dem Gas Zusätze beifügen, die leicht ionisierbar
sind, wie z. B. Alkaliverbindungen. Dadurch wird gegebenenfalls die Zündung der Plasmafackel erleichtert.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt
F i g. 1 die Vorrichtung im Längsschnitt,
F i g. 2 eine Spitze des Mittelleitcrs im Längsschnitt.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK0059696 | 1966-07-08 | ||
| DEK0059696 | 1966-07-08 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1598677A1 DE1598677A1 (de) | 1970-04-16 |
| DE1598677B2 DE1598677B2 (de) | 1975-10-09 |
| DE1598677C3 true DE1598677C3 (de) | 1976-05-20 |
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