DE1572672B2 - Abbildungssystem mit einer elektrooptischen prismenkette - Google Patents
Abbildungssystem mit einer elektrooptischen prismenketteInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Abbildungssystem unter Verwendung abgelenkter Lichtstrahlen,
bei dem mit einer elektro-optischen Prismenkette, die aus einer Anzahl räumlich nebeneinander angeordneter,
optisch hintereinander geschalteter elektrooptischer Prismen besteht, ein in die Prismenkette
einfallendes paralleles Lichtstrahlenbündel in mindestens einer Dimension steuerbar abgelenkt wird.
Derartige Abbildungssysteme, die mit üblichem oder kohärentem Licht betrieben werden können,
eignen sich insbesondere für steuerbare großflächige
ίο Darstellungen.
Solche Darstellungssysteme können dazu verwendet werden, Nachrichten oder andere Informationen
weit voneinander entfernten Organisationsgruppen zuzuleiten, die einer zentralen Leitung unterworfen
sind. Bisher wurden in derartigen Systemen vorwiegend Kathodenstrahlröhren zur visuellen Anzeige
eingesetzt. Ein Nachteil der Systeme mit Kathodenstrahlröhren ist deren relativ kleine Anzeigefläche.
Außerdem können derartige Systeme Farbdarstellungen nicht exakt reproduzieren. Dagegen genügen sie
den Anforderungen nach hoher Ablenkgeschwindigkeit, hohem Auflösungsvermögen und genauer Anzeigesteuerung.
Um größere Anzeigeflächen zu erzielen, wurden vielerlei mechanische und andere Anzeigeverfahren
vorgeschlagen. Die meisten mechanischen Systeme sind nicht in der Lage, die erforderlichen hohen
Arbeitsgeschwindigkeiten zu verwirklichen. Bekannte, verwirklichte nichtmechanische Einrichtungen haben
sich als teuer hinsichtlich der Anschaffung und als unhandlich im Betrieb erwiesen.
Ein nichtmechanisches System, das für Großdarstellungen
verwendet werden kann und farbtüchtig ist, macht von einer elektro-optischen Prismenkette
Gebrauch. Elektro-optische Prismen sind in der Fachwelt bekannt und weisen, im Querschnitt betrachtet,
Dreieck-Prismen aus bestimmten Stoffen auf, die einen hindurchtretenden Lichtstrahl durch
Brechung ablenken. Diese Stoffe haben zusätzlich die Eigenschaft, daß sie unter dem Einfluß eines durch
Anlegen einer Spannung an entgegengesetzte Enden des Prismas erzeugten elektrischen Feldes ihren Brechungsindex
proportional zur Feldstärke ändern, wodurch die Ablenkung des passierenden Lichtstrahles
verändert wird. Daher läßt sich durch geeignete Steuerung des auf die elektro-optischen Prismen
einwirkenden Feldes die Ablenkung des Lichtstrahles verändern. Auf diese Weise kann der austretende
Lichtstrahl auf jeden einer Vielzahl von Punkten eines Anzeigefeldes gerichtet werden. Eine kennzeichnende
Eigenschaft eines elektro-optischen Prismas oder einer derartigen Prismenkette liegt darin,
daß ein Strahl nur längs einer Linie abgelenkt wird, so daß zu einer zweidimensionalen Lichtstrahlablenkung
auf einem Anzeigefeld mehrere solcher Ketten optisch nacheinander angeordnet sein müssen. Die
Ablenkebenen müssen zueinander senkrecht stehen, so daß bei koordinierter Steuerung der jeweiligen
Systeme ein zweidimensionales Anzeigefeld entweder nach einem Raster oder in beliebiger Weise abgetastet
oder überstrichen werden kann.
Systeme mit elektro-optischen Prismenketten umfassen eine Vielzahl elektro-optischer Prismen, die
nebeneinander optisch in Serie angeordnet sind. Die C-Achsen benachbarter Prismen verlaufen parallel
zueinander in abwechselnd entgegengesetzten Richtungen, um den gewünschten Effekt zu erzielen. An
einander gegenüberliegende Flächen der einzelnen
Prismen werden veränderbare elektrische Spannungen angelegt und dadurch elektrische Felder erzeugt,
die eine Steuerung der veränderbaren Ablenkung des durchtretenden Lichtstrahles ermöglichen. Ein Nachteil
der seitherigen Ablenksysteme mit elektro-optischen Prismenketten für die Praxis ist deren außerordentliche
Länge, d. h., daß die für die Großdarstellung benötigte große Ablenkung und hohe Auflösung
eine extrem lange Kette erfordern, die aus einer Vielzahl einzelner Prismen besteht. Unter Auflösung ist
die Zahl der möglichen Leuchtpunktpositionen auf dem Anzeigefeld zu verstehen. Da jedes einzelne
Prisma der Kette sehr teuer ist, ließen die Kosten derartiger Anordnungen eine Verwendung in den
meisten Anwendungsfällen nicht zu. Es ist außerdem bekannt, daß der zum Betrieb einer derartigen Anordnung
erforderliche Leistungsbedarf der Länge der Anordnung direkt proportional ist, so daß kräftige
Leistungsquellen bei diesen bisher bekannten Prismenketten-Systemen erforderlich waren.
Es ist ferner eine Anordnung zur Lichtsteuerung bekanntgeworden, bei der in Abhängigkeit von
äußeren Bedingungen die Polarisation von Lichtstrahlen beeinflußt wird. Durch geeignet ausgebildete
Rezeptoren wird dann das Maß der Beeinflussung festgestellt und im Sinne einer Intensitätsschwankung ausgewertet. Da bei der bekannten Anordnung
eine größere Anzahl von optisch aktiven Elementen hintereinander geschaltet sein kann, ist
eine Parallelisierung der hindurchtretenden Lichtstrahlen erforderlich, um die Verluste in vertretbaren
Grenzen zu halten. Diesem Zweck dient eine der eigentlichen Anordnung vorgeschaltete Fokussierungsoptik.
Maßnahmen zur räumlichen Ablenkung der Lichtstrahlen sind bei der bekannten Anordnung
ebensowenig vorgesehen wie Maßnahmen zur Verkürzung der Baulänge.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Abbildungssystem der eingangs beschriebenen Art
zu schaffen, das mit einer geringeren Anzahl und Größe der zu verwendenden Prismen auskommt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an einem Ende der Kette ein optisches
System zur Fokussierung des parallelen Lichtstrahlenbündels und weiterhin mindestens am gegenüberliegenden
Ende der Prismenkette ein Reflektor, der ein aus der Kette austretendes Strahlenbündel zur nochmaligen
Brechung in die Kette zurückwirft, angeordnet sind.
Auf diese Weise ist es möglich, den Lichtstrahl räumlich zu konzentrieren und ihn durch »Falten«
mehrfach das System passieren zu lassen, was die Baugröße des elektro-optischen Prismenkettensystems
vermindert und doch das Erreichen einer großen Ablenkung ermöglicht, wie sie für die erwähnten Anwendungsfälle
erforderlich ist. Auf diese Weise werden nicht nur die Herstellungskosten, sondern auch
die Betriebskosten für ein derartiges System wesentlich gesenkt, da im Betrieb zum Erreichen der gewünschten
Ablenkung riur 'eine relativ geringe Leistung
erforderlich ist.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung sind eine das Eingangsstrahlenbündel vor dem Eintritt in die
Prismenkette in einer Richtung seiner Querschnittsebene verdichtende Optik und eine weitere nach der
Reflexion am Spiegel aus dem System austretende Strahlenbündel wieder auf seinen ursprünglichen
Querschnitt bringende Optik vorgesehen. Auf diese Art ist es möglich, die Abmessungen der Prismen
weiter zu verringern, ohne an Information zu verlieren.
Durch diese Verringerung werden sowohl infolge des geringeren Materialbedarfs die Herstellungskosten
als auch infolge des geringeren Energiebedarfs die Betriebskosten weiter vermindert.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind vor der Prismenkette optisch miteinander fluchtend
ein ein Eingangs-Strahlenbündel als ordentliehen Strahl geradlinig durchlassendes Prisma, eine
das Strahlenbündel in mindestens einer Ebene beim Passieren in der einen Richtung verdichtende und
beim Passieren in entgegengesetzter Richtung wieder dehnende Optik und eine die Polarisationsebene des
Strahlenbündels um einen bestimmten Winkel drehende Einrichtung vorgesehen. Dabei weist das
Prisma eine innere reflektierende Fläche auf, die das aus der Kette wieder austretende Strahlenbündel
nach dessen zweitem Durchgang durch die die PoIarisationsebene
verdrehende Einrichtung und durch die Optik als außerordentlichen Strahl in eine Ausgangsrichtung
ablenkt. Auf diese Weise ist es möglich, mit nur einer Optik auszukommen, die doppelt
genutzt wird. Außerdem läßt sich diese Anordnung wegen des Wegfalls der sonst seitlich von der Prismenkette
benötigten weiteren Optik kleiner aufbauen als die zuvor beschriebenen.
Der Erfindungsgegenstand wird an Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
Es zeigt
Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht einer üblichen elektrooptischen
Prismenkette,
F i g. 2 eine schematische Darstellung einer Prismenkettenanordnung
nach der Erfindung mit zugehöriger Optik, mit der eine Strahlfaltung 1. Ordnung
und Verdichtung des Strahls erzielbar ist,
F i g. 3 eine schematische Darstellung auf eine bevorzugte Ausführungsform einer eiektro-optischen
Prismenkettenanordnung nach der Erfindung, die eine Optik zur Strahlverdichtung und Strahlfaltung
theoretisch beliebig hoher Ordnung aufweist, und
F i g. 4 eine schematische Darstellung einer anderen Anordnung nach der Erfindung, mit der in einer
elektro-optischen Prismenkette eine Strahlfaltung mindestens 1. Ordnung erzielbar ist.
Es ist bekannt, daß für elektro-optische Prismenkettensysteme Kristallprismen aus bestimmten Materialien
benutzt werden, die nicht nur die Eigenschaft aufweisen, einen durchgehenden Lichtstrahl zu
brechen, sondern die außerdem in der Lage sind, ihren Brechungsindex zu verändern, wenn an einander
entgegengesetzten Oberflächen des Prismenkristalls eine ein elektrisches Feld erzeugende Spannung
angelegt wird. Die Veränderung des Brechungsindex des Prismas unter dem Einfluß eines elektrischen
Feldes ist kennzeichnend für ferroelektrische Kristalle. Es sind verschiedene Kristalle allgemein erhältlich,
die diese beschriebene Eigenschaft aufweisen. Eines der günstigsten Materialien ist das als
KDP und dessen Isomorphen bekannte Material, von dem sich herausgestellt hat, daß es eine hohe optische
Qualität aufweist, und das leicht und mit geringen Kosten erhältlich ist. Im einzelnen ist KDP ein
kristalliner Stoff, der genauer unter der Bezeichnung Kaliumdioxidhydrophosphat (Potassium dioxide hydrogen
phosphate) bekannt ist, der aber hier mit seiner üblichen Benennung KDP bezeichnet wird. Es
versteht sich jedoch, daß gemäß der Erfindung auch andere Stoffe mit elektro-optischen Eigenschaften
Verwendung finden können.
Fig. 1 zeigt eine für den Stand der Technik typische
elektro-optische Prismenkette. Eine Vielzahl von Prismen 10 sind einander benachbart so angeordnet,
daß ihre C-Achsen abwechselnd in die Zeichenebene hinein- und aus ihr herausweisen. Elektrische
Leitungen 12 dienen zum Anlegen von Spannungen und Erzeugern von geeigneten elektrischen
Feldern an entgegengesetzten Oberflächen der Prismen. Natürlich müssen die einander gegenüberliegenden
Oberflächen der Prismen mit einem geeigneten und üblichen elektrisch leitfähigen Material bedeckt
sein, dem die Spannung zuführbar ist. Statt dessen kann auch eine bekannte andere Anordnung
verwendet werden, bei der die Prismen so angeordnet sind, daß ihre C-Achsen in einer Richtung, beispielsweise
in die Zeichenebene, hineinweisen. Diese Anordnung verlangt jedoch, daß jedes Prisma 10 ein
unabhängiges elektrisches Feld erhält, und hat den Nachteil, daß auf beiden Seiten der Anordnung ein
Störfeld auftritt.
Ein Lichtstrahl 14 bringt an der linken Grenzfläche in das System ein und wird fortlaufend bis
zum Austrittspunkt an der Fläche 16 gebrochen; die maximale Ablenkung des Strahls ist durch die angegebene
Austrittsrichtung eines Strahls 18 dargestellt. Die jeweilige Strahlablenkung jedes Systems
ist auf einfache Weise durch Verändern der an die Prismen innerhalb des Systems angelegten elektrischen
Felder steuerbar, so daß die Ablenkung des auftretenden Strahles in der Zeichnungsebene nach
Wunsch einstellbar ist.
Wie schon erwähnt, sind diese Systeme wegen der Vielzahl der einzelnen Prismen, die zur Erzielung
der Auflösung, wie sie bei der Anwendung in Darstellungsvorrichtungen mit großem Bildfeld gefordert
wird, benötigt wird, überaus teuer. Die Vielzahl der Prismeneinheiten erfordert außerdem eine hohe
Speiseleistung.
In F i g. 2 ist eine Faltung erster Ordnung des Strahles veranschaulicht. Ein Strahlenbündel 20 tritt
in ein aus den Linsen 22 und 24 bestehendes optisches System ein, das das Strahlenbündel in einer
Richtung verdichtet, die senkrecht zu der Ebene steht, in der das Strahlenbündel abgelenkt werden
soll. So verläßt ein ziemlich dickes zylindrisches Lichtbündel 20 mit gleichförmigem Kreisquerschnitt
die Linse 24 als Strahlungsbündel 26 mit rechteckigem Querschnitt, das in der Zeichenebene zur Verkleinerung
seiner vertikalen Ausdehnung verdichtet wurde. Eine elektro-optische Prismenkette 28 umfaßt
Prismen 30 in der bereits beschriebenen Anordnung. Benachbart zur Austrittsfläche 34 des Systems 28 ist
ein Spiegelreflektor 32 angeordnet. Das Strahlenbündel 26 tritt durch die Fläche 36 in das System 28 ein,
erfährt dabei eine erste Ablenkung, verläßt das System durch die Fläche 34, wird vom Spiegel 32 in
das System 28 zurückgeworfen und tritt an der Fläche 36 als Strahlenbündel 40 wieder aus. Beim
zweiten Passieren des Systems 28 wird das Strahlenbündel ein zweites Mal abgelenkt, so daß der Eintrittsstrahl
26 eine Gesamtablenkung erfährt, die sich aus der Summe der Ablenkungen bei jedem Durchgang
zusammensetzt. Es kann davon gesprochen werden, daß das Strahlenbündel durch die elektrooptische
Prismenkette »hindurchsefaltet« wird. Das austretende Strahlenbündel 40 wird von einem Spiegel
42 in ein aus Linsen 44 und 46 bestehendes optisches System geworfen, das das Strahlenbündel in der
Richtung dehnt, in der es verdichtet war, so daß sich ein Ausgangs-Strahlenbündel 48 ergibt, das die
gleiche Querschnittsgröße und -gestalt aufweist wie das Eingangs-Strahlenbündel 20. Es wird besonders
darauf hingewiesen, daß bei einer Verdichtung des Strahlenbündels in einer Richtung senkrecht zur Ablenkebene
die sich ergebende Auflösung für Anzeigezwecke nicht beeinträchtigt wird.
F i g. 3 zeigt ein Faltesystem, bei dem von einer Faltung n-ter Ordnung gesprochen werden kann.
Wieder wird ein Eingangs-Strahlenbündel 50 durch optische Linsen 54 und 56 in einer Dimension verdichtet
und ergibt dann das Strahlenbündel 52. Das Strahlenbündel 52 tritt durch eine Fläche 58 in die
elektro-optische Prismenkette 60 ein und durchläuft sie als schmales Strahlenbündel, das auf den oberen
Teil der Oberfläche eines Spiegels 62 trifft, der in der Nähe der Fläche 64 der Kette 60 angeordnet ist,
Ein zweiter Spiegel 66 überdeckt einen Schnitt der Fläche 58 des Prismensystems und empfängt das vom
Spiegel 62 zurückgeworfene Strahlenbündel, das er seinerseits wieder zum Spiegel 62 zurückreflektiert.
Das Falten und wiederholte Hindurchschicken des Strahlenbündels durch die Kette 60 kann beliebig oft
erfolgen. Ein kleiner Abschnitt 68 der Fläche 58 befindet sich unterhalb der reflektierenden Oberfläche
des Spiegels 66. Das auf diesen Abschnitt auftreffende gefaltete Strahlenbündel 70 kann das System verlassen
und auf eine reflektierende Oberfläche 72 fallen, die optisch mit Linsen 74 und 76 fluchtet, die das in
einer Richtung verdichtete Strahlenbündel wieder dehnen und ein Ausgangs-Strahlenbündel 78 liefern»
dessen Querschnittsgröße und -form denjenigen des. Eintritts-Strahlenbündels 70 gleich sind. Es ist klar,,
daß eine Verwendung des Systems nach F i g. 2 dem. Konstrukteur die Möglichkeit gibt, so viel Durchgänge
oder Umlenkungen des Strahles vorzusehen,, wie zur Erzielung der gewünschten Gesamtablenkung
erforderlich sind.
F i g. 4 zeigt ein gegenüber der Anordnung nach: F i g. 3 etwas abgewandeltes System, das ein Gran-.
Thompson-Prisma 82 aufweist. Bei diesem System ;. läßt das Prisma parallele Eingangs-Strahlenbündel 80
, ! als ordentlichen Strahl geradlinig passieren und an
v· einer Oberfläche 84 austreten, damit es zur Redu-.
■*$j zierung seines Querschnitts Linsen 86 und 88 passiert.
Im Wege des verdichteten Strahlenbündels be-, findet sich eine die Polarisationsebene drehende Einrichtung^©, die die Polarisationsebene des Lichtes
um 45° dreht. Der gedrehte Lichtstrahl wird jetzt auf eine elektro-optische Prismenkette 94 gerichtet,
das er zur Erzielung einer geeigneten Ablenkung passiert und an dessen Ende er durch einen Spiegel 96
reflektiert wird. Der Spiegel 96 schickt den Strahl wieder durch das System 94 zurück, worauf der
Strahl erneut die die Polarisationsebene " drohende Einrichtung 90 passiert, damit seine Polarisations-.
ebene nochmals um 45° gedreht wird. Das Strahlen-·
bündel wird dann durch die Linsen 88 und 85 wie-.
y der auf seinen ursprünglichen Querschnitt gebracht
*;; und dringt dann als außerordentlicher Strahl mit
einer um 90° gegenüber dem ordentlichen Strahl 80 gedrehter Polarisationsebene in das Prisma 82 ein,,
so daß er infolge der Eigenschaften des Prismas an der Winkelfläche 98 reflektiert wird. Danach wird
das Ausgangs-Strahlenbündel 100, das in seinen Querschnittsabmessungen dem Eingangs-Strahlenbündel
80 gleich ist, projiziert. Die Verwendung einer die Polarisationsebene drehenden Einrichtung ermöglicht
es, die gewünschte Ablenkung dadurch zu erzielen, daß die Strahlenbündel die Kette 94 in entgegengesetzten
Richtungen gleichzeitig durchlaufen. Es ist ersichtlich, daß eine Vorrichtung mit einer
elektro-optischen Prismenkette geschaffen wurde, bei der die Zahl an einzelnen Prismen, die zur Erzielung
einer hohen Ablenkung benötigt wird, wesentlich vermindert ist. Das System ergibt die für Großanzeigeeinrichtungen
der zuvor erwähnten Art erforderliche Gesamtablenkung. Diese Gesamtablenkung wird
ohne Verlust an Auflösung erreicht, obwohl das Strahlenbündel in einer seiner Querdimensionen verdichtet
wird. Das vielmalige aufeinanderfolgende Passieren des Strahlenbündels durch die optische Ablenkeinrichtung
und das darauffolgende Wiederherstellen seiner Größe ermöglicht die endgültige Projektion
auf die zweckentsprechend angeordnete und verbesserte Anzeigefläche. Die dargestellten Einrichtungen
sind, verglichen mit bekannten derartigen Einrichtungen, wirtschaftlich und vorteilhaft sowohl
bezüglich des Einrichtungsaufwandes als auch bezüglich des Leistungsverbrauchs beim Betrieb.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Abbildungssystem unter Verwendung abgelenkter Lichtstrahlen, bei dem mit einer elektrooptischen
Prismenkette, die aus einer Anzahl räumlich nebeneinander angeordneter, optisch hintereinander geschalteter elektro-optischer Prismen
besteht, ein in die Prismenkette einfallendes paralleles Lichtstrahlenbündel in mindestens
einer Dimension steuerbar abgelenkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß an einem
Ende der Kette ein optisches System (22, 24) zur Fokussierung des parallelen Lichtstrahlenbündels
(20) und weiterhin mindestens am gegenüberliegenden Ende der Prismenkette (28) ein Reflektor
(32), der ein aus der Kette austretendes Strahlenbündel zur nochmaligen Brechung in die Kette
zurückwirft, angeordnet sind.
2. Abbildungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das optische Eingangssystem (22, 24) den Querschnitt des Eingangs-Strahlenbündels
(20) vor dem Fokussieren in einer Richtung seiner Querschnittsebene verringert und ein weiteres optisches System (44, 46)
angeordnet ist, das das nach der Reflexion aus dem System austretende Strahlenbündel (40) wieder
auf den ursprünglichen Querschnitt bringt.
3. Abbildungssystem nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Enden
der Prismenkette (60) das Strahlenbündel wiederholt durch die Anordnung leitende Reflektoren
(62 und 66) angeordnet sind.
4. Abbildungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die optische Achse des Eingangssystems und die Längsachse der Prismenkette einen stumpfen
Winkel miteinander bilden.
5. Abbildungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß ein das aus dem System austretende Strahlenbündel auf ein weiteres optisches System (74, 76)
richtender Reflektor (72) vorgesehen ist.
6. Abbildungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die nebeneinander angeordneten Prismen (30) der Kette (28) berühren.
7. Abbildungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Prismenkette
(94) optisch miteinander fluchtend ein ein Eingangs-Strahlenbündel
(80) als ordentlicher Strahl axial geradlinig durchlassendes Prisma (82), eine das Strahlenbündel in mindestens einer Ebene
beim Passieren in der einen Richtung verdichtende und beim Passieren in entgegengesetzter
Richtung dehnende Optik (86, 88) und eine die Polarisationsebene des Strahlenbündels (92) um
einen bestimmten Winkel drehende Einrichtung (90) vorgesehen sind und daß das Prisma eine
innere reflektierende Fläche (98) aufweist, die das aus der Kette wieder austretende Strahlenbündel
nach dessen zweitem Durchgang durch die die Polarisationsebene verdrehende Einrichtung und
durch die Optik in eine Ausgangsrichtung ablenkt.
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