DE1526397B2 - Kühlung einer parallel- und auBenachsigen Rotationskolben-Expansionsmaschine - Google Patents
Kühlung einer parallel- und auBenachsigen Rotationskolben-ExpansionsmaschineInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kühlung einer parallel- und außenachsigen Rotationskolben-Expansionsmaschine
mit Kämmeingriff zwischen einem Schraubenrippenrotor und einem Schraubennutenrotor,
welche innerhalb eines an seinen Ober- und Unterseiten jeweils einen Einlaß und einen Auslaß aufweisenden,
von Gehäuseseitenteilen axial begrenzten Gehäusemantels umlaufen und von denen wenigstens der
Schraubenrippenrotor sich in Längsrichtung der Rippen erstreckende Kühlluftkanäle enthält, die in einen
Raum münden, und mit Kühlkanälen im Rotorwellenbereich sowie im Gehäuse. Eine derartige Kühlung
einer Rotationskolben-Expansionsmaschine ist aus der CH-PS 2 70 648 bekannt.
Derartige Expansionsmaschinen haben sich bislang in der Praxis nicht besonders bewährt, weil ihr thermodynamischer
Wirkungsgrad zu gering ist. Zwar ist es bekannt, den Wirkungsgrad durch Steigerung der Einlaßtemperatur
des Treibstoffs zu erhöhen, doch führt dieses einerseits zu einer größeren thermischen Belastung
der Maschinenteile und andererseits zu einem Ansteigen der Kühlverluste. Herkömmliche Kühlsysteme
für Expansionsmaschinen der genannten Art verwenden entweder eine Luft- oder eine Flüssigkeitskühlung,
mittels derer die thermisch belasteten Bereiche durch Wärmeabfuhr gekühlt werden. Bei zu geringer
Kühlung ist ein zu hohen Leck- und damit Wirkungsgradverlusten führendes größeres Spiel zwischen den
Rotoren und dem Gehäuse erforderlich. Bei einer Verbesserung der Kühlung kann zwar das Spiel verringert
werden, doch wird der Wirkungsgrad durch die sich einstellenden größeren Kühlverluste nicht wesentlich
verbessert.
ίο Bei der bekannten Expansionsmaschine sind Kühlkanäle
in den Rotoren, in den Rotorwellenbereichen und im Gehäuse angeordnet, die möglichst nahe an den zu
kühlenden Oberflächen verlaufen und vorzugsweise von Kühlluft durchströmt werden. Die in Längsrichtung
der Rippen und Nutenstege verlaufenden Kühlkanäle werden über konzentrische Ringkanäle der Rotorwellen
gespeist. Grundsätzlich kann statt der Kühlluft auch eine Kühlflüssigkeit als einziges Kühlmittel verwendet
werden, doch wird in der genannten Patentschrift von einem derartigen Vorgehen insbesondere
mit Rücksicht auf die vergrößerten Zentrifugalkräfte des flüssigen Kühlmittels im Bereich der Rotoren abgeraten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kühlung der genannten Art zu schaffen, die ein zweckmäßigeres,
thermodynamisch günstigeres und dennoch einfaches Kühlen der auch mit sehr hoher Temperatur betreibbaren
Expansionsmaschine ermöglicht. Zur Lösung dieser Aufgabe wird für eine Kühlung der genannten Art erfindungsgemäß eine kombinierte
Luft-Flüssigkeits-Kühlung vorgeschlagen, bei der Kühlflüssigkeitskanäle
sowohl in den Rotorwellen oder in den ihnen benachbarten Rotorbereichen als auch in der
die Einlaßöffnung aufweisenden Manteloberseite sowie in den Seitenteilen angeordnet sind und bei welcher die
zumindest hochtemperaturseitig angeordneten Kühlluftkanäle
von Nuten, die in dem der Einlaßöffnung benachbarten Seitenteil eingelassen sind, gespeist werden
und über zumindest im Schraubenrippenrotor befindliehe Radialkanäle zu den achsfernen und achsnahen Zonen
der Rippen führen, um dort eine Grenzschicht zu bilden, und mit ebenfalls von den Nuten gespeisten radialen
Aussparungen in den Stirnwänden der Rotoren. Erfindungsgemäß werden somit das Gehäuse und die
mittleren Bereiche der Kolben mit Flüssigkeit gekühlt, vorzugsweise im Rahmen einer Umlaufflüssigkeitskühlung,
während zumindest hochtemperaturseitig von Kompressoren gelieferte Kühlluft über Kühlkanäle auf
die Rotoren und das Gehäuse geleitet wird. Die sich dabei einstellende Luftkühlung fungiert im wesentlichen
im Bereich zumindest der Rippenoberflächen als Grenzschichtkühlung bzw. -isolation; die sich an den
Oberflächen ausbildende Isolationsschicht führt zu einer die Metalltemperatur in thermodynamisch günstiger
Weise herabsetzenden Isolationswirkung. Dadurch werden der Wärmefluß verringert und der Wirkungsgrad
verbessert, was insbesondere dann gilt, wenn die Restenergie des Abgases in bekannter Weise weiter
ausgenutzt wird.
Das erfindungsgemäße kombinierte Kühlsystem ermöglicht bei entsprechender Steuerung des Kühlmittels,
daß das Gehäuse und die Kolben eine Arbeitstemperatur von 100 bis 4000C besitzen, so daß sich geringe
Temperaturdifferenzen und Wärmeausdehnungen der Maschinenteile bei vergleichsweise geringen Kühlverlusten
ergeben.
Der Kühlunganteil mit zirkulierender Kühlflüssigkeit kann optimal als sogenannte Heißdampfkühlung wirk-
sam sein, bei der sich kleine und anschließend kondensierende Dampfbereiche bilden. Auch kann die Kühlflüssigkeit
bis zum Siedepunkt erhitzt und der dabei entstehende Dampf zur weiteren Ausnutzung einer
Turbine zugeführt werden, wodurch der Wirkungsgrad weiter verbessert wird.
Eine weitere Ausführung besteht darin, daß in dem der Einlaßöffnung benachbarten Seitenteil ein weiterer
Kühlluftkanal gegenüber dem Eingriffsbereich der Rotoren mündet, so daß Kühlluft in nach dem vollen Eingriff
sich bildende Taschen strömen kann.
Der Erfindungsgegenstand wird nachfolgend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 einen schematischen Längsschnitt durch das Gehäuse sowie den Schraubenrippenrotor einer Rotationskolben-Expansionsmaschine
und
F i g. 2 eine schematische Stirnansicht der Rotoren innerhalb des geschnittenen Gehäuses.
Die Kühlung der Rotationskolben-Expansionsmaschine,
der am Einlaßstutzen ein heißer Treibstoff von vorzugsweise mehr als 12000C zugeführt wird, besteht
aus einer kombinierten Luft-Flüssigkeits-Kühlung. Komprimierte Kühlluft wird dabei in Kühlluftkanäle
eingeleitet, während eine Kühlflüssigkeit, beispielsweise Wasser durch Kühlflüssigkeitskanäle zirkuliert.
Die dargestellte Rotationskolben-Expansionsmaschine entspricht weitgehend bekannten Maschinen dieser
Art und besitzt zwei in gegenseitigem Kämmeingriff stehende Rotoren, nämlich einen Schraubenrippenrotor
23 und einen Schraubennutenrotor 24 mit sich in Längsrichtung schraubenförmig erstreckenden Rippen
25 und Nutenstegen 26. Die Rotoren 23, 24 sind drehbar in zwei sich schneidenden Bohrungen eines Gehäusemantels
27 gelagert, so daß die Rippen und Nutenstege mit den Bohrungen Arbeitskammern bilden, deren
Volumina über einen gewissen Drehwinkel veränderbar sind.
In F i g. 1 ist eine Rippe 25 des Schraubenrippenrotors 23 aus Gründen einer zeichnerischen Vereinfachung
in einer axialen Ebene dargestellt, obwohl sich die Rippen eigentlich schraubenförmig in Längsrichtung
des Rotors erstrecken.
Um eine unterschiedliche Ausdehnung zu vermeiden, sollten die Rotoren eine hohe Wärmeleitfähigkeit besitzen
und beispielsweise aus Aluminium, Zinn oder Corson-Bronze bestehen. Die Rotoren weisen jeweils eine
zentrische Bohrung für die Rotorwellen 28, 29 auf, die die Rotoren tragen und beiderseits drehbar in Lagern
46,47 gelagert sind. Der Gehäusemantel 27 besteht wegen
seiner gewöhnlich niedrigen Temperatur vorzugsweise aus einem Werkstoff mit einem im Vergleich zu
den Rotoren größeren Ausdehnungskoeffizienten. Um eine geringe Wärmedehnung der Rotoren zu erreichen,
sollte deren Oberflächentemperatur bis auf 100 bis 4000C abgesenkt werden.
Außerdem können die Rotoroberflächen bekannterweise mit einer keramischen Isolierschicht oder porösem
Werkstoff versehen sein.
Nach der vorliegenden Erfindung wird die Kühlluft nicht so sehr für eine unmittelbare Kühlung, sondern
soweit wie möglich als Wärmeisolierung zumindest der Schraubenrippenrotoroberflächen gegenüber dem heißen
Treibstoff benutzt, was analog den bei Gasturbinen bekannten Prinzipien als Film- und Grenzschichtkühlung
bezeichnet wird und eine Grenzschichtisolation darstellt. Die Kühlluft wird außerdem als Dichtungsluft
in den Raum zwischen den Stirnseiten der Rotoren und den Gehäuseseitenteilen eingeleitet.
Ein Auslaßstutzen 30 einer nicht dargestellten Brennkammer oberhalb des Gehäusemantels 27 erstreckt
sich bis in eine Einlaßöffnung 31 des Gehäusemantels, wo er von einer Kühlkammer 32 umgeben und von
Kühlluft der Brennkammer mit einer Temperatur von 300 bis 6000C gekühlt wird.
Ein Seitenteil 33 an der Hochtemperaturseite des Gehäusemantels 27 ist mit kreisbogenförmigen Nuten
34, 35, 36, 37 versehen, die konzentrisch zu den Hohlwellen 28, 29 verlaufen. Die oberen Nuten 34 und 36
jedes Rotors werden in nicht näher dargestellter Weise mit Dichtungs- und Kühlluft von etwa 3000C aus einem
Hochdruckkompressor versorgt, während den unteren Nuten 35 und 37 Dichtungs- und Kühlluft von einem
Niederdruckkompressor zugeführt wird.
Jeder Rotor ist ferner an seiner Hochtemperaturseite mit im wesentlichen radial in den Stirnwänden verlaufenden
Aussparungen 38 versehen, deren innere Enden etwa im gleichen Abstand von der Rotorachse wie der
Radius der Nuten 34,35,36,37 und deren äußere Enden
im achsfernen Bereich der Rippen liegen. Ferner ist zumindest der Schraubenrippenrotor 23 im Bereich seiner
Stirnwand mit einer Reihe kurzer Radialkanäle 39 (F i g. 2) versehen, die ebenfalls von den Nuten gespeist
werden und in öffnungen dicht an den achsnahen Bereichen der Rippen münden. Ferner weist jede Rippe
25 einen in deren Längsrichtung verlaufenden Kühlluftkanal 40 auf, der ebenfalls von den Nuten 34, 35, mit
Kühlluft versorgt wird, die zu einem oder mehreren, jeweils im achsfernen Bereich der Rippen in kleinen
Öffnungen mündenden Radialkanälen 41, 42 geleitet wird.
Gemäß F i g. 2 kann ein weiterer Kühlluftkanal 44 im hochtemperaturseitigen Seitenteil 33 so angeordnet
sein, daß er in bezug auf eine Tasche 45 zwischen den eingreifenden Rippen und Nutenstegen geöffnet ist.
Diese Tasche 45 wachsender Größe ergibt sich, wenn ein Rotor um etwa 45° aus seiner mittleren Lage gedreht
wird, bei der ein vollständiger Eingriff mit dem Gegenrotor am Einlaßende vorliegt. Ein Kühlluftkanal
44 kann sowohl auf der Hochdruckseite als auch auf der Niederdruckseite angeordnet sein. Auf der Hochdruckseite
kann er ferner mit den oberen Nuten 34, 36 verbunden sein, während eine entsprechende Verbindung
an der Niederdruckseite mit den unteren Nuten 35,37 vorliegen kann.
Die Kühlluft tritt in die kreisbogenförmigen Nuten des Seitenteils 33 ein, wobei die radialen Aussparungen
38 in den Rotorenden mit Kühlluft gespeist werden, die auf diese Weise die Stirnwände der Rotoren und das
Seitenteil kühlen sowie gleichzeitig ein Dichtungspolster bilden kann. Die durch die kurzen Radialkanäle 39
strömende Kühlluft wird gegen die Rippenflanken geleitet. Sie haftet zusammen mit der Kühlluft aus den
Radialkanälen 41,42 an den Rippenoberflächen und bildet dort eine Grenz- bzw. Isolierschicht, was zu einem
Kühleffekt für den Rotor führt. Die Auslaßöffnungen der Radialkanäle sollten dabei einen kleinen Querschnitt
besitzen. Ein Teil der Kühlluft wird außerdem zum Kühlen der Lager 46, 47 der Rotorwellen benutzt.
Ein Gehäuse für Kolbensynchronisation ist mit 31a bezeichnet.
Die in F i g. 2 dargestellten Rippen- und Nutenstegprofile sind nur schematisch wiedergegeben. Es sind
breite Rippen, schmale Nutenstege und bei vollem Eingriff schmale Taschen zwischen diesen Gliedern bevorzugt.
Derartige Taschen ermöglichen das Einleiten von
Kühlluft.
Die Flüssigkeitskühlung erfaßt weniger als die Hälfte der Gehäuseoberfläche. Der übrige Teil ist durch einen
frei dehnbaren Gaskollektor 43 isoliert. Kanäle 50, 51 für die Kühlflüssigkeit im Gehäusemantel 27 liegen am
Auslaßende, d. h. an der Unterseite des Gehäusemantels, wobei Begrenzungen 48,49 der Kanäle am Einlaßende
etwa auf der halben Gehäusehöhe liegen. Die Kühlflüssigkeit zirkuliert durch die Kanäle 50, 51 des
Gehäusemantels und durch Kanäle 52, 53, 54 in den Seitenteilen, wobei sich zusammen mit der Luftkühlung
bzw. -isolierung eine Metalltemperatur zwischen 100 und 4000C ergibt.
Zum Kühlen der Rotornaben sind in jeder Hohlwelle 28, 29 zentrische Rohre 55 zum Einleiten und Zirkulieren
von Kühlflüssigkeit durch den Zwischenraum zwischen jedem Rohr 55 und der Hohlwelle angeordnet,
was durch Pfeile angedeutet ist (F i g. 1). Ein Abgassammler 56 erhält Abgas direkt von den Expansionskammern zwischen den Rotoren und führt zu einem
teilweisen Voröffnen des Gasauslasses, wenn ein — vorzugsweise für eine Strömungsgeschwindigkeit von
100 m/s ausgelegter — Hauptgasauslaß 57 aufgrund der gegenseitigen Lage der Rotoren noch geschlossen
ist. Dadurch kann die Energie im Abgas besser ausgenützt und im Hinblick auf den Druckabfall zum Vergrößern
der Geschwindigkeit verwendet werden.
Die Lager 46, 47 des Schraubenrippenrotors 23 sind federnd aufgehängt, um eine Kompensation der Wärmeausdehnung
zu ermöglichen. Wegen der Wärmeausdehnung ist eine Isolierplatte 58 eingefügt, die sich in
radialer Richtung frei ausdehnen kann und ein großes Spiel in bezug auf die Rotorenden besitzt. Zur Verringerung
der Leckverluste an den Stirnseiten kann eine kleine Dehnungsplatte 59 mit kleinerem Spiel an den
Druckbereichen dienen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Kühlung einer parallel- und außenachsigen Rotationskolben-Expansionsmaschine
mit Kämmeingriff zwischen einem Schraubenrippenrotor und einen Schraubennutenrotor, welche innerhalb eines
an seinen Ober- und Unterseiten jeweils einen Einlaß und einen Auslaß aufweisenden, von Gehäuseseitenteilen
axial begrenzten Gehäusemantels umlaufen und von denen wenigstens der Schraubenrippenrotor
sich in Längsrichtung der Rippen erstrekkende Kühlluftkanäle enthält, die in einen Raum
münden, und mit Kühlkanälen im Rotorwellenbereich sowie im Gehäuse, dadurch gekennzeichnet,
daß eine kombinierte Luft-Flüssigkeits-Kühlung vorgesehen ist, bei der Kühlflüssigkeitskanäle
(50, 52, 53, 54, 55) sowohl in den Rotorwellen (28, 29) oder in den ihnen benachbarten Rotorbereichen
als auch in der die Einlaßöffnung (31) aufweisenden Manteloberseite sowie in den Seitenteilen
angeordnet sind und bei welcher die zumindest hochtemperaturseitig angeordneten Kühlluftkanäle
(40) von Nuten (34, 35), die in dem der Einlaßöffnung (31) benachbarten Seitenteil (33) eingelassen
sind, gespeist werden und über zumindest im Schraubenrippenrotor (23) befindliche Radialkanäle
(39, 41, 42) zu den achsfernen und achsnahen Zonen der Rippen (25) führen, um dort eine Grenzschicht
zu bilden, und mit ebenfalls von den Nuten (34, 35) gespeisten radialen Aussparungen (38) in den Stirnwänden
der Rotoren (23,24).
2. Kühlung einer parallel- und außenachsigen Rotationskolben-Expansionsmaschine
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem der Einlaßöffnung (31) benachbarten Seitenteil (33) ein weiterer
Kühlluftkanal (44) gegenüber dem Eingriffsbereich der Rotoren (23, 24) mündet, so daß Kühlluft
in nach dem vollen Eingriff gebildeten Taschen (45) strömen kann.
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Legal Events
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