DE1511280C - Geschichtetes und kaschiertes Zier papier mit einem durchsichtigen Überzugs blatt und einem Papierdruckblatt - Google Patents
Geschichtetes und kaschiertes Zier papier mit einem durchsichtigen Überzugs blatt und einem PapierdruckblattInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein geschichtetes und kaschiertes Zierpapier mit einem durchsichtigen
Überzugsblatt und einem Papierdruckblatt, die miteinander verbunden und mit Harz getränkt sind.
Die bekannten geschichteten und kaschierten Papiere dieser Art werden dadurch hergestellt, daß
mit hitzehärtbarem Harz getränkte Papierblätter in einer Presse aufeinandergeschichtet werden und das
Harz mit Hitze und Druck gehärtet wird. Derartiges Dekorkapier konnte bisher nur einfarbig hergestellt
werden.
Es ist ferner bekannt, gemustertes Papier dadurch herzustellen, daß kleine Figuren von Papierschnitzeln
auf die in der Papiermaschine in der Bildung begriffene, noch nasse Papierbahn aufgebracht werden.
Hierbei handelt es sich um ein einschichtiges, gewöhnliches Papier, bei welchem die Zierteile an der
Oberfläche liegen.
Es ist ferner bekannt, Dekorpapier dadurch herzustellen, daß gefärbte Fasern aus synthetischem
oder halbsynthetischem Kunststoff der Papiermasse zugesetzt werden. Ein solches Papier weist nur
in beschränktem Maße eine Zierwirkung auf.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein aus mehreren Schichten bestehendes Zierpapier zu
schaffen, bei welchem die in eine oder mehrere Schichten eingebrachten Zierteile eine dreidimensionale
Wirkung hervorrufen und bei welchem die in die Schichten eingebrachten Zierteile von gleicher
Farbe eine verschiedene Farbwirkung ausüben.
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die Zierteilchen bestehend aus einer Papiergrundschicht
und einem Farbüberzug mit dem Harz getränkt und in einem der Blätter eingelagert sind.
Dadurch, daß die Zierteilchen in verschiedener Tiefe in den einzelnen Schichten liegen, wirken sie dreidimensional
und üben bei gleicher Farbe eine verschiedene Farbwirkung aus.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung soll die Papiergrundschicht des Zierteilchens teilweise durch
den Farbüberzug und teilweise durch das Harz vollständig durchtränkt sein. Dadurch, daß die Zierteilchen
vor dem Einbringen in die Papierschicht nur teilweise durch den Farbüberzug gesättigt sind und
nach dem Einbringen in die mit Harz durchtränkte Schicht vollständig mit Harz durchtränkt werden,
wird eine Blasenbildung in den einzelnen Schichten vermieden, was regelmäßig der Fall ist, wenn Fremdbestandteile
in die Schichten gelangen.
In einer bevorzugten Ausführungsform kann das Papierdruckblatt anorganische Pigmente und gefärbte
mit Harz getränkte Zierteilchen enthalten. Außerdem können mehrere benachbarte durchscheinende Überzugsblätter
vorgesehen sein, von denen jedes Zierteilchen enthält.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 in einem vergrößerten Maßstab in Draufsicht ein Zierteilchen,
Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie 2-2 der
Fig. 1,
F i g. 3 einen vergrößerten Querschnitt eines Papierblattes, welches im wesentlichen gleichmäßig
verteilte Zierteilchen enthält,
F i g. 4 in auseinandergezogener Form eine Schichtung, welche ein Papierdruckblatt der in F i g. 3 dargestellten
Art enthält,
Fig. 5 in auseinandergezogener Form eine Schichtung,
welche ein Überzugsblatt mit darin im wesentlich gleichmäßig verteilten einzelnen Zierteilchen
aufweist, . ·
F i g. 6 in auseinandergezogener Form eine Schich-, tung mit zwei Uberzugsblättern, welche die Zierteilchen
enthalten.
Das in F i g. 1 dargestellte Zierteilchen 1 hat Kreisform. Die Teilchen können auch jede andere gewünschte
Form haben, so können sie beispielsweise
ίο sechseckig, rechteckig, quadratisch usw. sein.
Wie F i g. 2 zeigt, weist das Zierteilchen 1 eine Papiergrundschicht 2 mit einem Farbüberzug 3 auf.
Der Überzug 3 dringt in die Papiergrundschicht nur in einem solchen Maße ein, wie es für ein richtiges
Verbinden erforderlich ist, und läßt den Rest der Papiergrundschicht 2 ungesättigt.
Der Überzug 3 kann aus jeder bekannten, verfügbaren Qualitätsfarbe bestehen* welche einer Änderung
in Farbe oder Stabilität beim Schichtverfahren Widerstand entgegensetzt.
Das Ausmaß des Eindringens oder Durchtränkens durch den Überzug 3 hängt von dem Überzugsgewicht und der Struktur der Papiergrundschicht 2
und insbesondere von der Porosität dieser Grundschicht 2 ab. Es hat sich herausgestellt, daß Papiere
mit einem Gurley-Luftdurchlässigkeitsprüfwert in der Größenordnung von weniger als 70 Sekunden.
und größer als 20 Sekunden für 400 ml Luft von geeigneter Porosität sind. Das Überzugsgewicht sollte
nicht größer als 6 kg/287,7 qm sein. Wenn das Überzugsgewicht und die Porosität für das Grundpapier
innerhalb dieser Größenordnungen gehalten werden, dringt der Farbüberzug 3 in das Grundblatt in einem
für ein Verbinden ausreichendem Maße ein, aber nicht so vollständig, daß dieses Grundblatt vollständig
durchtränkt wird. Dadurch bleibt genügend Platz in '· dem fertiggestellten beschichteten Papier für das
Eindringen des hitzehärtbaren Harzes übrig.
Durch das Einlagern von Fremdteilchen in die Kaschierschichten, welche nicht das hitzehärtbare
Harz absorbieren können, werden Blasen in der Kaschierung erzeugt. Im Bereich solcher Teilchen
wird ein Kaschieren durch Entleimen verhindert. Da' die Zierteilchen nach der vorliegenden Erfindung das Jj
Harz absorbieren können, wird die Gefahr der Bildung von Blasen fast vollständig verhindert.
In F i g. 3 sind Zierteilchen der in F i g. 2 dargestellten Art bei IA innerhalb eines gefärbten oder
auf andere Weise geschmückten Papierblattes 4 verteilt dargestellt, welches gewöhnlich als Papierdruckblatt
bezeichnet wird, wenn es bei einem Zierpapier nach F i g. 4 verwendet wird.
Eine auseinandergezogene Ansicht der einzelnen Schichten eines typischen Zierpapiers ist in F i g. 4
dargestellt. Selbstverständlich können eine oder mehrere Schichten zu dem Zierpapier für bestimmte
Zwecke hinzugefügt werden. Dieses Zierpapier enthält ein Kernblatt 6, ein Papierdruckblatt 4 A und
ein Überzugsblatt 8.
Das Kernblatt 6 ist ein ungebleichtes Kraftpapier, welches mit einem hitzehärtbaren Harz wie beispielsweise
Phenol-Formaldehydharz od. dgl. imprägniert ist. Das Überzugsblatt 8 und Druckblatt 4 A sind aus
einem Papier hergestellt, welches einen Alpha- oder Edelpapierstoff, Kunstseide oder ähnliche natürliche
oder synthetische Fasern oder Mischungen davon enthält. Das Überzugsblatt wird durchsichtig oder
durchscheinend, wenn es mit Harz imprägniert und
gehärtet ist. Das Druckblatt AA kann unter Verwendung eines anorganischen Pigmentes oder Mischungen
von anorganischen Pigmenten hergestellt werden, wodurch eine große Farbverschiedenheit erreicht
wird. Die verwendeten Pigmente sind in ihrer Art bekannt und enthalten beispielsweise Titandioxyd
(weiß), Kadmiumsulfid (gelb) usw. Je größer die Menge der Pigmente in dem Druckblatt AA ist, um
so undurchscheinender wird das Druckblatt. Auf Grund der verschiedenen Deckkraft des Druckblattes
AA und der verschiedenen Tiefen, in welchen die Teilchen eingelagert sind, wird durch die Zierteilchen
IA in dem Blatt AA eine dreidimensionale Wirkung erzielt.
Wie in F i g. 5 dargestellt ist, können die Zierteilchen auch in das Überzugsblatt eines Zierpapiers
eingelagert sein. Das in F i g. 5 dargestellte Zierpapier enthält ein Grundkernblatt 10, ein Druckblatt
12 und ein durchsichtiges Uberzugsblatt 14 mit darin verteilten Zierteilchen IB. zo
Das Überzugsblatt 14 ist mit einem hitzehärtbaren Harz übersättigt, um einen guten Schutz gegen Abnutzung
und Verschleiß zu bekommen. Durch Übersättigung des Uberzugsblattes werden alle zur Verfügung
stehenden Flächen in den Zierteilchen IB mit hitzehärtbarem Harz durchtränkt bzw. gesättigt,
wodurch die Möglichkeit eines Ableimens in einem noch größeren Ausmaß verringert wird, als wenn die
Zierteilchen in das Druckblatt eingeschlossen sind. Das Druckblatt 12 des Zierpapiers wird nicht übersättigt,
wodurch schlechte mechanische Eigenschaften auf Grund des Vorhandenseins von überschüssigen
hartem und brüchigem, hitzehärtbarem Harz vermieden werden.
Ein Zierpapier mit zwei transparenten Überzugsblättern 16 und 18 ist in F i g. 6 dargestellt. Es enthält
ein Grundkernblatt 20 und ein Druckblatt 22. Die Überzugsblätter 16 und 18 sind mit darin verteilten
Zierteilchen 1C und ID versehen. Durch
diese Anordnung wird eine dreidimensionale Wirkung erzielt, und zusätzlich kann die erzeugte dekorative
Wirkung genau gesteuert werden, da der Farbkontrast der Teilchen 1C mit Bezug zu den Teilchen
ID wie gewünscht sein kann.
Die Zierteilchen können in ein Papierblatt beispielsweise dadurch eingelagert werden, daß diese
Teilchen direkt mit dem Papierstoff unmittelbar vor seiner Einführung in den Auflaufbehälter einer
Papierherstellungsmaschine vermischt werden.
Claims (5)
1. Geschichtetes und kaschiertes Zierpapier mit einem durchsichtigen Überzugsblatt und
einem Papierdruckblatt, die miteinander verbunden und mit Harz getränkt sind, dadurchgekennzeichnet,
daß die Zierteilchen (1) bestehend aus einer Papiergrundschicht (2) und
einem Farbüberzug (3) mit dem Harz getränkt und in einem der Blätter eingelagert sind.
2. Zierpapier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Farbüberzug (3) der Zierteilchen (1) ein Gewicht von weniger als 6 kg/278,7 qm hat.
3. Zierpapier nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Papiergrundschicht
(2) der Zierteilchen (1) teilweise durch den Farbüberzug (3) und teilweise durch das
Harz vollständig durchtränkt ist.
4. Zierpapier nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Papierdruckblatt
(AA) anorganische Pigmente und gefärbte mit Harz getränkte Zierteilchen enthält.
5. Zierpapier nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es mehrere benachbarte
durchscheinende Überzugsblätter aufweist, von denen jedes Zierteilchen enthält.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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