DE1511280C - Geschichtetes und kaschiertes Zier papier mit einem durchsichtigen Überzugs blatt und einem Papierdruckblatt - Google Patents

Geschichtetes und kaschiertes Zier papier mit einem durchsichtigen Überzugs blatt und einem Papierdruckblatt

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Publication number
DE1511280C
DE1511280C DE1511280C DE 1511280 C DE1511280 C DE 1511280C DE 1511280 C DE1511280 C DE 1511280C
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Germany
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paper
decorative
sheet
particles
resin
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Frederick S Lunenburg Doughty Randall H Fitchburg Mass Fung (V St A)
Original Assignee
Fitchburg Paper Company, Fitchburg, Mass (VStA)
Publication date

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein geschichtetes und kaschiertes Zierpapier mit einem durchsichtigen Überzugsblatt und einem Papierdruckblatt, die miteinander verbunden und mit Harz getränkt sind.
Die bekannten geschichteten und kaschierten Papiere dieser Art werden dadurch hergestellt, daß mit hitzehärtbarem Harz getränkte Papierblätter in einer Presse aufeinandergeschichtet werden und das Harz mit Hitze und Druck gehärtet wird. Derartiges Dekorkapier konnte bisher nur einfarbig hergestellt werden.
Es ist ferner bekannt, gemustertes Papier dadurch herzustellen, daß kleine Figuren von Papierschnitzeln auf die in der Papiermaschine in der Bildung begriffene, noch nasse Papierbahn aufgebracht werden. Hierbei handelt es sich um ein einschichtiges, gewöhnliches Papier, bei welchem die Zierteile an der Oberfläche liegen.
Es ist ferner bekannt, Dekorpapier dadurch herzustellen, daß gefärbte Fasern aus synthetischem oder halbsynthetischem Kunststoff der Papiermasse zugesetzt werden. Ein solches Papier weist nur in beschränktem Maße eine Zierwirkung auf.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein aus mehreren Schichten bestehendes Zierpapier zu schaffen, bei welchem die in eine oder mehrere Schichten eingebrachten Zierteile eine dreidimensionale Wirkung hervorrufen und bei welchem die in die Schichten eingebrachten Zierteile von gleicher Farbe eine verschiedene Farbwirkung ausüben.
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die Zierteilchen bestehend aus einer Papiergrundschicht und einem Farbüberzug mit dem Harz getränkt und in einem der Blätter eingelagert sind. Dadurch, daß die Zierteilchen in verschiedener Tiefe in den einzelnen Schichten liegen, wirken sie dreidimensional und üben bei gleicher Farbe eine verschiedene Farbwirkung aus.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung soll die Papiergrundschicht des Zierteilchens teilweise durch den Farbüberzug und teilweise durch das Harz vollständig durchtränkt sein. Dadurch, daß die Zierteilchen vor dem Einbringen in die Papierschicht nur teilweise durch den Farbüberzug gesättigt sind und nach dem Einbringen in die mit Harz durchtränkte Schicht vollständig mit Harz durchtränkt werden, wird eine Blasenbildung in den einzelnen Schichten vermieden, was regelmäßig der Fall ist, wenn Fremdbestandteile in die Schichten gelangen.
In einer bevorzugten Ausführungsform kann das Papierdruckblatt anorganische Pigmente und gefärbte mit Harz getränkte Zierteilchen enthalten. Außerdem können mehrere benachbarte durchscheinende Überzugsblätter vorgesehen sein, von denen jedes Zierteilchen enthält.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 in einem vergrößerten Maßstab in Draufsicht ein Zierteilchen,
Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1,
F i g. 3 einen vergrößerten Querschnitt eines Papierblattes, welches im wesentlichen gleichmäßig verteilte Zierteilchen enthält,
F i g. 4 in auseinandergezogener Form eine Schichtung, welche ein Papierdruckblatt der in F i g. 3 dargestellten Art enthält,
Fig. 5 in auseinandergezogener Form eine Schichtung, welche ein Überzugsblatt mit darin im wesentlich gleichmäßig verteilten einzelnen Zierteilchen aufweist, . ·
F i g. 6 in auseinandergezogener Form eine Schich-, tung mit zwei Uberzugsblättern, welche die Zierteilchen enthalten.
Das in F i g. 1 dargestellte Zierteilchen 1 hat Kreisform. Die Teilchen können auch jede andere gewünschte Form haben, so können sie beispielsweise
ίο sechseckig, rechteckig, quadratisch usw. sein.
Wie F i g. 2 zeigt, weist das Zierteilchen 1 eine Papiergrundschicht 2 mit einem Farbüberzug 3 auf. Der Überzug 3 dringt in die Papiergrundschicht nur in einem solchen Maße ein, wie es für ein richtiges Verbinden erforderlich ist, und läßt den Rest der Papiergrundschicht 2 ungesättigt.
Der Überzug 3 kann aus jeder bekannten, verfügbaren Qualitätsfarbe bestehen* welche einer Änderung in Farbe oder Stabilität beim Schichtverfahren Widerstand entgegensetzt.
Das Ausmaß des Eindringens oder Durchtränkens durch den Überzug 3 hängt von dem Überzugsgewicht und der Struktur der Papiergrundschicht 2 und insbesondere von der Porosität dieser Grundschicht 2 ab. Es hat sich herausgestellt, daß Papiere mit einem Gurley-Luftdurchlässigkeitsprüfwert in der Größenordnung von weniger als 70 Sekunden. und größer als 20 Sekunden für 400 ml Luft von geeigneter Porosität sind. Das Überzugsgewicht sollte nicht größer als 6 kg/287,7 qm sein. Wenn das Überzugsgewicht und die Porosität für das Grundpapier innerhalb dieser Größenordnungen gehalten werden, dringt der Farbüberzug 3 in das Grundblatt in einem für ein Verbinden ausreichendem Maße ein, aber nicht so vollständig, daß dieses Grundblatt vollständig durchtränkt wird. Dadurch bleibt genügend Platz in '· dem fertiggestellten beschichteten Papier für das Eindringen des hitzehärtbaren Harzes übrig.
Durch das Einlagern von Fremdteilchen in die Kaschierschichten, welche nicht das hitzehärtbare Harz absorbieren können, werden Blasen in der Kaschierung erzeugt. Im Bereich solcher Teilchen wird ein Kaschieren durch Entleimen verhindert. Da' die Zierteilchen nach der vorliegenden Erfindung das Jj Harz absorbieren können, wird die Gefahr der Bildung von Blasen fast vollständig verhindert.
In F i g. 3 sind Zierteilchen der in F i g. 2 dargestellten Art bei IA innerhalb eines gefärbten oder auf andere Weise geschmückten Papierblattes 4 verteilt dargestellt, welches gewöhnlich als Papierdruckblatt bezeichnet wird, wenn es bei einem Zierpapier nach F i g. 4 verwendet wird.
Eine auseinandergezogene Ansicht der einzelnen Schichten eines typischen Zierpapiers ist in F i g. 4 dargestellt. Selbstverständlich können eine oder mehrere Schichten zu dem Zierpapier für bestimmte Zwecke hinzugefügt werden. Dieses Zierpapier enthält ein Kernblatt 6, ein Papierdruckblatt 4 A und ein Überzugsblatt 8.
Das Kernblatt 6 ist ein ungebleichtes Kraftpapier, welches mit einem hitzehärtbaren Harz wie beispielsweise Phenol-Formaldehydharz od. dgl. imprägniert ist. Das Überzugsblatt 8 und Druckblatt 4 A sind aus einem Papier hergestellt, welches einen Alpha- oder Edelpapierstoff, Kunstseide oder ähnliche natürliche oder synthetische Fasern oder Mischungen davon enthält. Das Überzugsblatt wird durchsichtig oder durchscheinend, wenn es mit Harz imprägniert und
gehärtet ist. Das Druckblatt AA kann unter Verwendung eines anorganischen Pigmentes oder Mischungen von anorganischen Pigmenten hergestellt werden, wodurch eine große Farbverschiedenheit erreicht wird. Die verwendeten Pigmente sind in ihrer Art bekannt und enthalten beispielsweise Titandioxyd (weiß), Kadmiumsulfid (gelb) usw. Je größer die Menge der Pigmente in dem Druckblatt AA ist, um so undurchscheinender wird das Druckblatt. Auf Grund der verschiedenen Deckkraft des Druckblattes AA und der verschiedenen Tiefen, in welchen die Teilchen eingelagert sind, wird durch die Zierteilchen IA in dem Blatt AA eine dreidimensionale Wirkung erzielt.
Wie in F i g. 5 dargestellt ist, können die Zierteilchen auch in das Überzugsblatt eines Zierpapiers eingelagert sein. Das in F i g. 5 dargestellte Zierpapier enthält ein Grundkernblatt 10, ein Druckblatt 12 und ein durchsichtiges Uberzugsblatt 14 mit darin verteilten Zierteilchen IB. zo
Das Überzugsblatt 14 ist mit einem hitzehärtbaren Harz übersättigt, um einen guten Schutz gegen Abnutzung und Verschleiß zu bekommen. Durch Übersättigung des Uberzugsblattes werden alle zur Verfügung stehenden Flächen in den Zierteilchen IB mit hitzehärtbarem Harz durchtränkt bzw. gesättigt, wodurch die Möglichkeit eines Ableimens in einem noch größeren Ausmaß verringert wird, als wenn die Zierteilchen in das Druckblatt eingeschlossen sind. Das Druckblatt 12 des Zierpapiers wird nicht übersättigt, wodurch schlechte mechanische Eigenschaften auf Grund des Vorhandenseins von überschüssigen hartem und brüchigem, hitzehärtbarem Harz vermieden werden.
Ein Zierpapier mit zwei transparenten Überzugsblättern 16 und 18 ist in F i g. 6 dargestellt. Es enthält ein Grundkernblatt 20 und ein Druckblatt 22. Die Überzugsblätter 16 und 18 sind mit darin verteilten Zierteilchen 1C und ID versehen. Durch diese Anordnung wird eine dreidimensionale Wirkung erzielt, und zusätzlich kann die erzeugte dekorative Wirkung genau gesteuert werden, da der Farbkontrast der Teilchen 1C mit Bezug zu den Teilchen ID wie gewünscht sein kann.
Die Zierteilchen können in ein Papierblatt beispielsweise dadurch eingelagert werden, daß diese Teilchen direkt mit dem Papierstoff unmittelbar vor seiner Einführung in den Auflaufbehälter einer Papierherstellungsmaschine vermischt werden.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Geschichtetes und kaschiertes Zierpapier mit einem durchsichtigen Überzugsblatt und einem Papierdruckblatt, die miteinander verbunden und mit Harz getränkt sind, dadurchgekennzeichnet, daß die Zierteilchen (1) bestehend aus einer Papiergrundschicht (2) und einem Farbüberzug (3) mit dem Harz getränkt und in einem der Blätter eingelagert sind.
2. Zierpapier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Farbüberzug (3) der Zierteilchen (1) ein Gewicht von weniger als 6 kg/278,7 qm hat.
3. Zierpapier nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Papiergrundschicht (2) der Zierteilchen (1) teilweise durch den Farbüberzug (3) und teilweise durch das Harz vollständig durchtränkt ist.
4. Zierpapier nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Papierdruckblatt (AA) anorganische Pigmente und gefärbte mit Harz getränkte Zierteilchen enthält.
5. Zierpapier nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es mehrere benachbarte durchscheinende Überzugsblätter aufweist, von denen jedes Zierteilchen enthält.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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