DE1491237B - Elastisch gelenkige Pußverhi dung für Beinprothesen· - Google Patents
Elastisch gelenkige Pußverhi dung für Beinprothesen·Info
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Description
Die Fußgelenke von Beinprothesen werden als mechanische Lagerungen, beispielsweise Kugelgelenk-Gleitlagerungen,
in Verbindung mit elastischen Gummipuffern ausgeführt, die die Beugebewegungen kraft- und richtungsmäßig steuern. Solche Gelenkverbindungen
zeigen einen stärkeren Verschleiß und sie geben Anlaß zur Geräuschbildung. Die gelenkige
Fußverbindung ist auch so ausgeführt worden, daß ein plattenartiger Körper aus Gummi zwischen die
Teile eingeschaltet wurde.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ein elastisches Gelenk zu erzeugen, welches mit einfachen
Mitteln als Verbindungsglied der Fußteile eingebaut werden kann.
Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die Lagerachse in dem Lagerkörper durch eine
elastische Zwischenschicht festgelegt ist, derart, daß der durch die elastische Schicht überbrückte Abstand
und die Länge der Lagerung der Achse so abgestimmt sind, daß außer der Winkelbewegung um
die Achse eine Pendelbewegung ermöglicht wird. Erfindungsgemäß läßt sich der Bewegungswinkel um
die Achse und der Kraftaufwand für die Bewegung durch entsprechende Wahl des elastischen Materials
und seiner Stärke bestimmen und gleichzeitig durch die Länge der Lagerung die Pendelbewegung der
Achse festlegen. Es läßt sich so eine Abstimmung der Bewegungen erreichen, die ein angenehmes Gehen
ermöglicht.
Nach der Erfindung wird die Lagerachse durch eine das elastische Bewegungsspiel sichernde Schraubverbindung
mit dem einen Fußteil verbunden. Erfindungsgemäß bildet die Lagerachse ein T-Stück, dessen
Stiel mit Bewegungsspiel durch den Lagerkörper geführt als Befestigungsglied mit dem Fußteil ausgebildet
ist. Es wird so eine raumsparende Gelenkausführung erhalten, bei welcher der Lagerkörper unmittelbar
mit dem einen Fußteil und die Achse mit dem anderen Fußteil verbunden werden.
Erfindungsgemäß besteht die Lagerachse beispielsweise aus einem Rohrstück, dessen Enden über den
Lagerkörper vorstehen und Anlageflächen bilden. Gegen diese Anlageflächen werden die Verbindungsschienen durch Schrauben festgelegt, für welche die
Enden der Rohrachse das Gegengewinde bilden.
Nach der Erfindung kann auch in vorteilhafter Weise die Lagerachse durch elastische, eingepreßte
Ringelemente in dem äußeren Lagerkörper festgelegt werden. Es ist so in vorteilhafter Weise die Möglichkeit
gegeben, handelsübliche Ringelemente, die mit Reibungsschluß durch Einpressen in den Ringraum
die Achse und den Lagerkörper gegeneinander festlegen, zu verwenden.
In der Zeichnung ist das elastische Gelenk der Erfindung in den
F i g. 1 bis 4 im Längsschnitt mit Abwandlungen dargestellt;
F i g. 5 zeigt in verkleinertem Maßstab das Gelenk nach den F i g. 1 und 2 in Seitenansicht in Verbindung
mit einem gestrichelt angedeuteten Fuß- und Beinteil einer Prothese.
Die Lagerachse 1 des Gelenkes ist unter Einschaltung einer elastischen Schicht 2 mit dem Lagerkörper
3 verbunden. Die elastische Schicht 2 ist festhaftend mit den Gelenkteilen 1 und 2 verbunden, so daß
die auszuführenden Bewegungen des Lagers nur durch die Elastizität des zur Anwendung kommenden
Füllmaterials möglich sind.
Die Lagerachse 1 ist an dem einen und der Lagerkörper 3 an dem anderen Teil der durch das elastische
Gelenk zu verbindenden Prothesenteile festgelegt.
Nach den F i g. 1 und 2 hat die Lagerachse 1 mittig einen radialen Zapfen 4, an dem ein Plattenkörper
5 festgelegt ist. Mit diesem Plattenkörper, für den in dem Fußteil eine entsprechende Gegenfläche vorgesehen
ist, wird, wie dies in F i g. 5 gezeigt ist, die
ίο Lagerachse 1 durch die Befestigungsschraube 6 festgelegt, die in das Gewinde 7 in der Platte 5 und dem
Radialzapfen 4 eingreift. Die Ausnehmung 8 in dem Lagerkörper 3 ist so bemessen, daß der Zapfen 4
bzw. die Lagerachse 1 in allen Richtungen die gewünschte Bewegungsfreiheit besitzt. An dem Lagerteil
3 ist der Gewindezapfen 9 vorgesehen, der in dem Beinteil der Prothese durch die Mutter 10 festgelegt
wird.
Bei den Ausführungen nach F i g. 3 und 4 werden
ao die Stirnenden der Achse 1 gegen die Schienen 11 festgelegt. Die Achse 1 ist zweckmäßig ein Rohrstück,
das innen Gewinde für die Befestigungsschrauben besitzt. Der Lagerkörper 3 wird durch den Gewindezapfen
9 in dem entsprechenden Prothesenteil durch Schraubverbindung festgelegt.
Nach den Ausführungen der F i g. 2 und 4 wird die elastische Schicht von Ringelementen 12 gebildet, die
mit Reibungsschluß die Achsel in dem Lagerkörper 3 festlegen.
Die Gelenkverbindung der Erfindung besitzt keine aufeinander reibenden Gelenkteile und ebenso keine
sich bewegende Verbindung mit dem Fuß- oder Knöchelteil. Dadurch wird eine wartungsfreie geräuschlose
Gelenkverbindung erzeugt. Das Lager bewegt sich in unbelastetem Zustand immer in die
Ausgangslage zurück. Es brauchen daher Gummipuffer nur bei Füßen vorgesehen werden, wenn bestimmte
Bewegungsdosierungen erzielt werden müssen. Bei normal gesperrtem Dorsalanschlag kann ein
Gummipuffer für die Fersenbewegung entfallen.
Claims (5)
1. Elastisch gelenkige Fußverbindung für Beinprothesen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lagerachse in dem Lagerkörper durch eine elastische Zwischenschicht festgelegt ist, derart,
daß der durch die elastische Schicht überbrückte Abstand und die Länge der Lagerung der
Achse außer der Winkelbewegung um die Achse eine Pendelbewegung zulassen.
2. Elastisch gelenkige Fußverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerachse
durch eine das elastische Bewegungsspiel sichernde Schraubverbindung mit dem einen Fußteil
verbunden ist.
3. Elastisch gelenkige Fußverbindung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lagerachse (1) aus einem T-Stück besteht, dessen Stiel (4) mit Bewegungsspiel (8) durch den Lagerkörper
(3) geführt ein Befestigungsglied (5) mit dem Fußteil bildet.
4. Elastisch gelenkige Fußverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerachse
(1) aus einem Rohrstück besteht, dessen Enden über den Lagerkörper (3) vorstehen und
Anschlagflächen bilden.
5. Elastisch gelenkige Fußverbindung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lagerachse (1) durch elastische, eingepreßte Ringelemente (12) in dem äußeren Lagerkörper
festgelegt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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