DE1489940C - Ferromagnetischer Lamellenkern - Google Patents
Ferromagnetischer LamellenkernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen ferromagnetischen Lamellenkern für induktive Einrichtungen mit mehreren
ineinander geschachtelten, mindestens ein rechteckförmiges Kernfenster umgebenden Gruppen von
durch rechtwinkliges Abbiegen gerader Blechstreifen hergestellten L-förmigen Lamellen, die eine in ihrer
Längsrichtung und in Richtung des magnetischen Flusses verlaufende magnetische Vorzugsrichtung
aufweisen und deren Länge vom Kernfenster nach außen in bestimmten Schritten zunimmt.
Bei üblicherweise- verwandten geschichteten Magnetkernen
wird der.Kern durch Schichtung ausgestanzter Lamellen verschiedener Gestalt gebildet,
welche etwa I-förmig oder E-förmig sein können. Beispielsweise werden die Erförmigen Lamellen bis
zu einer vorherbestimmten Höhe aufeinandergeschichtet und an einen Stapel von I-förmigen Lamellen
derselben Höhe stumpf aneinandergelegt oder dazwischengelegt, um einen geschlossenen Magnetkreis
zu bilden. Magnetkerne mit derartigen Lamellen sind sehr wirtschaftlich, weil dazu verhältnismäßig
einfache Stanzteile mit zwei Formtypen Verwendung finden können, welche in einfacher Weise innerhalb
enger Toleranzgrenzen hergestellt werden können, wobei zufriedenstellende aneinander anstoßende oder
zwischengeschichtete Verbindungsstellen zwischen den Stapeln ausgebildet werden können. Jedoch
können die ebenen ausgestanzten Lamellen nicht in einem geschlossenen magnetischen Kreis einer Kernkonstruktion
so angeordnet werden, daß die magnetischen Flußlinien in allen Kernteilen in Richtung der
bevorzugten Orientierung der Kornstruktur oder in Richtung des Kaltwalzens verlaufen können. Ein
Nachteil derartiger Magnetkerne besteht deshalb darin, daß die Kernverluste verhältnismäßig hoch
sind, wodurch bei Verwendung in einer praktischen Einrichtung mitunter bedeutende Energieverluste auftreten,
welche einen bemerkenswerten Anteil der Betriebskosten ausmachen. Ferner erfordert die Verwendung ausgestanzter Lamellen die Benutzung verhältnismäßig
kostspieliger Stanzwerkzeuge. Außerdem sind beim Ausstanzen gewisse Verluste durch
Materialabfall in Kauf zu nehmen. Zur Verringerung des effektiven Luftspaltes ist es hierbei üblich, die
Magnetkerne an den Stoßstellen miteinander zu verschachteln.
Da bei derartigen Kernen die Flußrichtung nicht stets mit der Walzrichtung übereinstimmen kann, ist
man dazu übergegangen, aus flachen Blechstreifen gebogene Kerne zu verwenden, wobei die gebogenen
Blechstreifen ineinander geschachtelt sind. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise U- oder E-förmige
Magnetkerne herstellen, deren freie Enden durch I-förmige Blechpakete miteinander verbunden sind.
Eine derartige Ausführungsform ist beispielsweise in der deutschen Patentschrift 1005 638 beschrieben.
Hierbei sind jedoch wegen des verhältnismäßig großen Luftspaltes, ebenso wie bei den entsprechenden
Magnetkernen aus flachgeschichteten Blechen, verhältnismäßig hohe Magnetisierungsverluste zu erwarten.
Demgegenüber bilden die Lamellenkerne der eingangs genannten Art, wie sie in der britischen Patentschrift
659 031 beschrieben sind, insofern eine Verbesserung, als bei diesen die rechtwinklig gebogenen
Blechstreifen innerhalb der Schenkel ineinander verschachtelt sind. Bei dieser Ausführungsform treten
jedoch fertigungstechnische Schwierigkeiten auf, insbesondere deshalb, weil die mit einer Isolierung versehenen
Bleche in ihrer Dicke verhältnismäßig stark schwanken können, so daß es oft schwierig ist, die
Kerne bei der endgültigen Fertigstellung miteinander zu verbinden, so daß die einzelnen Bleche oftmals
nicht unmittelbar aneinanderstoßen. Hierdurch ergeben sich dann häufig erhöhte Magnetisierungsverluste,
die noch dazu innerhalb einer Serie stark schwanken können.
ίο Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe
zugrunde, einen Magnetkern der eingangs genannten Art anzugeben, dessen Konstruktion sicherstellt,
daß die einzelnen Bleche der Kernteile unmittelbar aneinanderstoßen, und der schnell und einfach
zusammensetzbar ist, so daß die Fertigungskosten gegenüber den genannten bekannten Kernen stark
herabgesetzt werden.
Der erfindungsgemäße ferromagnetische Lamellenkern zeichnet sich dadurch aus, daß jede Lamellengruppe
zwei einander zu einem geschlossenen rechteckförmigen Rahmen ergänzende, gleich ausgebildete
L-förmige Lamellen oder zwei gleiche Teilgruppen aus ineinandergeschichteten L-förmigen Lamellen mit
vom Kernfenster nach außen schrittweise um je eine Blechdicke zunehmender Schenkellänge umfaßt, so
daß jede Teilgruppe zwei Schenkel mit ebenen Endflächen aufweist, von denen jeweils ein Schenkel
senkrecht an die innerste Lamelle der anderen Teilgruppe stößt, und daß schließlich die einander umgebenden
Lamellengruppen eine vom Kernfenster nach außen entsprechend zunehmende Schenkellänge
aufweisen und derartig angeordnet sind, daß die Biegestellen aller einen rechteckförmigen Raum umgebenden
Lamellen annähernd in Richtung der einen Rechteckdiagonale aneinanderliegen und die Endflächen
der einzelnen Teilgruppen zwei im wesentlichen in Richtung der anderen Rechteckdiagonale
verlaufende, treppenförmige Stoßfugen bilden.
Bei dem erfindungsgemäßen Lamellenkern verläuft wie bei dem Kern gemäß der britischen Patentschrift 659 031 der Fluß stets in der Walzrichtung der Blechstreifen. Da jedoch die Stoßstellen der L-förmigen Bleche in einer Diagonale des Kerns liegen, kann dieser ohne Schwierigkeiten zusammengesetzt werden, wobei die Blechtoleranzen eine untergeordnete Bedeutung besitzen. Ferner ist bei dem erfindungsgemäßen Kern sichergestellt, daß die jeweiligen Bleche stets direkt aneinanderstoßen, so daß eine wesentliche Verminderung der Magnetisierungsverluste und eine erhebliche Einengung der Streugrenzen innerhalb einer Bauserie zu erwarten sind.
Bei dem erfindungsgemäßen Lamellenkern verläuft wie bei dem Kern gemäß der britischen Patentschrift 659 031 der Fluß stets in der Walzrichtung der Blechstreifen. Da jedoch die Stoßstellen der L-förmigen Bleche in einer Diagonale des Kerns liegen, kann dieser ohne Schwierigkeiten zusammengesetzt werden, wobei die Blechtoleranzen eine untergeordnete Bedeutung besitzen. Ferner ist bei dem erfindungsgemäßen Kern sichergestellt, daß die jeweiligen Bleche stets direkt aneinanderstoßen, so daß eine wesentliche Verminderung der Magnetisierungsverluste und eine erhebliche Einengung der Streugrenzen innerhalb einer Bauserie zu erwarten sind.
Zur Herstellung eines dreiphasigen Lamellenkerns können zwei an einer Seite aneinanderliegende
Lamellenkerne mit quadratischem Querschnitt in einen größeren Lamellenkern eingeschachtelt sein, so
daß dieser die beiden innenliegenden Lamellenkerne direkt umgibt.
An Hand der in der beigefügten Zeichnung dargestellten beispielsweisen Ausführungsformen wird
die Erfindung im folgenden näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels
eines Magnetkerns gemäß der Erfindung, an dem eine Spule angeordnet ist,
F i g. 2 einen vergrößerten Teilschnitt entlang der Linie 2-2 in Fig. 1,
F i g. 3 eine vergrößerte Teilansicht der oberen rechten Ecke des Magnetkerns in Fig. 2,
F i g. 4 eine auseinandergezogene Darstellung, aus
welcher die Art ersichtlich ist, in welcher zwei Lamellengruppen eines in den F i g. 1 bis 3 dargestellten
Kernabschnitts angeordnet sind,
F i g. 5 eine Teilansicht der Anordnung nach Fig. 1, teilweise auseinandergezogen und im Schnitt,
so daß die abgestufte Verbindungsausbildung gemäß der Erfindung und die Art ersichtlich ist, in welcher
die Spule auf dem Mittelschenkel angeordnet wird,
F i g. 6 eine Vorderansicht eines Magnetkerns und einer Spulenanordnung gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung, wobei die Spulenanordnung im Schnitt dargestellt ist und
F i g. 7 eine graphische Darstellung der Kernverluste in Abhängigkeit von der Flußdichte, wobei die
Kurve A die Kernverluste eines üblichen 5 kVA-Transformators mit einem Magnetkern aus E-förmigen
und I-förmigen Lamellen, die Kurve B die Kernverluste eines Transformators für 5 kVA mit einem
Magnetkern gemäß der Erfindung mit vorgeformten L-förmigen Lamellen und unter Verwendung einer
Lamellenschicht pro Stufe in der Ausbildung der Verbindungsstelle darstellt, während die Kurve C die
Kernverluste eines 5 kVA-Transformators mit einem Magnetkern gemäß der Erfindung betrifft, welcher
aus vorgeformten L-förmigen Lamellen gebildet ist und vier Lamellenschichten pro Stufe aufweist.
An Hand der F i g. 1 bis 5 soll ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert werden. Der
Magnetkern 10 besteht aus einer Anzahl von vorgeformten L-förmigen Lamellen aus einem geeigneten
Magnetmaterial, wie kaltgewalztem Siliciumstahl. Die relative Anordnung der einzelnen Lamellen 11, 12
ist am besten aus den F i g. 3 und 4 ersichtlich.
In den F i g. 1 und 2 ist eine Spulenanordnung 13 dargestellt, welche um den Mittelschenkel 14 angeordnet
ist. Die Leiter 15, 16, 17 und 18 verbinden die Windungen der Spule 13 mit einer äußeren elektrischen
Schaltung. Irgendeine geeignete Anzahl von Schichten kann vorgesehen werden, je nach der
Größe des Magnetkerns 10, die für einen gewissen Verwendungszweck benötigt wird.
Wie am besten aus den F i g. 1 und 2 ersichtlich ist, besteht der Magnetkern bei diesem Ausführungsbeispiel
der Erfindung aus zwei gleichen Teilkernen 19 und 20, welche sich mit einer Fläche berühren und
einen gemeinsamen Mittelschenkel 14 bilden. Jeder Teilkern umgibt ein rechteckförmiges Fenster und besteht
aus zwei Hälften, die zwei im wesentlichen in Richtung der einen Fensterdiagonale verlaufende,
treppenförmige Stoßfugen bilden. Zum Einbau der Spule 13 werden die den Mittelschenkel bildenden
Hälften der Teilkerne 19 und 20, wie in der Teilansicht F i g. 5 angedeutet, von den beiden anderen
Hälften vorübergehend abgehoben.
In Verbindung mit den F i g. 3 und 4 soll nun die Verbindungsanordnung des Magnetkerns gemäß
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert werden, bei welchem Ausführungsbeispiel vier
Schichten pro Stufe der Verbindungskonstruktion vorhanden sind. Der Magnetkern 10 ist aus rechteckigen
Lamellengruppen 25, 26, 27, 28, 29 und 30 gebildet, von denen nur die beiden Gruppen 25 und
26 in F i g. 4 gezeigt sind. Wie am besten aus F i g. 4 ersichtlich ist, bestehen die Lamellengruppen 25 und
26 aus den L-förmigen Teilgruppen 31 und 32 bzw. 33 und 34.
Es ist ersichtlich, daß die Teilgruppe 31 aus einem Stapel von vier L-förmigen Lamellen 11, 11 a, 11 b
und 11 c besteht. In entsprechender Weise ist die andere Teilgruppe 32, welche mit der Teilgruppe 31 zur
Ausbildung der Lamellengruppe 25 verbunden ist, aus den L-förmigen Lamellen 12, 12 a, 12 b und 12 c
zusammengesetzt. Es ist ersichtlich, daß eine Lamellenschicht 35 in der Lamellengruppe 25 durch Verbindung
der Lamellen 11 und 12 gebildet ist, so daß ein Ende jeder der Lamellen 11 und 12 einen überlappenden
Teil 8 bzw. 9 aufweist, welcher gleich der
ίο Summe der Dicke der folgenden Lamellen in der
Lamellengruppe 25 ist, welche an die überlappenden Teile 8 und 9 der Lamellen 11 und 12 anstoßen. Es
ist ferner ersichtlich, daß die beiden Armteile 41 und 42 der Lamellen 12 im wesentlichen rechtwinkelig
zueinander verlaufen. Für gewisse Verwendungszwecke kann es wünschenswert sein, einen Winkel
zwischen dem Armteil 41 und dem Armteil 42 vorzusehen, welcher etwas kleiner als 90° ist, so daß
eine Klemmwirkung zwischen aufeinanderfolgenden Schichten erzielt werden kann.
In F i g. 3 ist ein vergrößerter Eckenausschnitt des Magnetkernglieds 20 dargestellt, um die vollständig
gestufte Verbindungsausbildung zu zeigen. Es ist ersichtlich, daß vier Lamellenschichten in jeder
Lamellengruppe verwandt werden. Obwohl bei dem speziellen Ausführungsbeispiel der Erfindung jede
Lamellengruppe aus vier Schichten mit acht Lamellen besteht, ist jedoch ersichtlich, daß eine andere Anzahl
von Schichten pro Gruppe ohne weiteres bei den anderen Ausführungsbeispielen der Erfindung verwandt
werden kann.
Bei dem in den F i g. 1 bis 6 dargestellten Ausführungsbeispiel wurde ein Epoxydharz-Klebstoff 40 auf
die abgestufte Verbindungsstelle aufgetragen, um die Schichtgruppen und die einzelnen Lamellen zu verkleben.
Es ist jedoch zu bemerken, daß andere Einrichtungen wie ein Stützrahmen Verwandt werden
können, um den Magnetkern zusammenzuhalten.
Um die einzelnen Lamellen für die Teilkerne 19 und 20 herzustellen, werden L-förmige Lamellen verwandt, die in aufeinanderfolgenden Schichten eine größere Länge haben, wobei der Längenzuwachs einer oder mehreren Dicken des zur Herstellung der Lamellen verwandten Bandmaterials entspricht, wie im folgenden näher erläutert werden soll. Bei der abgestuften Ausbildung der Verbindung mit jeweils vier Schichten entsprechend dem Ausführungsbeispiel in F i g. 1 bis 4, wurde die erste L-förmige Schichtung 11 des Teilkerns 20 durch Einteilung von Bandmaterial aus Magnetblech mit einer vorherbestimmten Länge ausgebildet, wobei am Ende der ersten angezeigten Länge umgebogen wurde, entlang einer zweiten angezeichneten Länge vorgeschoben und dann die vorgeformte Lamelle abgetrennt wurde. Da die zweite Lamelle der ersten Schicht 35 des Kernglieds 20 und die Lamellen der entsprechenden Schichten des Kernglieds 19 im wesentlichen dieselben Abmessungen wie die Lamelle 11 haben, können sie entsprechend denselben Herstellungsstufen ausgebildet werden, wobei ein Anzeichnen, Umbiegen und Abscheren erfolgt.
Um die einzelnen Lamellen für die Teilkerne 19 und 20 herzustellen, werden L-förmige Lamellen verwandt, die in aufeinanderfolgenden Schichten eine größere Länge haben, wobei der Längenzuwachs einer oder mehreren Dicken des zur Herstellung der Lamellen verwandten Bandmaterials entspricht, wie im folgenden näher erläutert werden soll. Bei der abgestuften Ausbildung der Verbindung mit jeweils vier Schichten entsprechend dem Ausführungsbeispiel in F i g. 1 bis 4, wurde die erste L-förmige Schichtung 11 des Teilkerns 20 durch Einteilung von Bandmaterial aus Magnetblech mit einer vorherbestimmten Länge ausgebildet, wobei am Ende der ersten angezeigten Länge umgebogen wurde, entlang einer zweiten angezeichneten Länge vorgeschoben und dann die vorgeformte Lamelle abgetrennt wurde. Da die zweite Lamelle der ersten Schicht 35 des Kernglieds 20 und die Lamellen der entsprechenden Schichten des Kernglieds 19 im wesentlichen dieselben Abmessungen wie die Lamelle 11 haben, können sie entsprechend denselben Herstellungsstufen ausgebildet werden, wobei ein Anzeichnen, Umbiegen und Abscheren erfolgt.
Auf diese Weise können die Lamellen für die Teilkerne 19, 20 zunächst vorgeformt werden. Die
Lamellen 11 α und 12 a der zweiten Schicht werden mit Armteilen ausgebildet, welche Längen aufweisen,
die sich im wesentlichen um eine Dicke von den Längen der entsprechenden oder angrenzenden
Armteilen der Lamellen 11, 12 in der ersten
Schicht 35 unterscheiden. In entsprechender Weise Kernglieds 65 werden in entsprechender Weise auswerden
die Lamellen 11 b, 12 b der dritten Schicht gebildet.
ausgebildet, indem jeweils die Länge der Armteile Es ist ersichtlich, daß der angrenzende Teilkern
im wesentlichen um eine Dicke des Bandmaterials 64 ebenso wie der Teilkern 65 ausgebildet ist. Nachvergrößert
wird. Vorzugsweise werden die Lamellen, 5 dem die beiden Teilkerne 64 und 65 nebeneinander
wie vorher abgemessen, hergestellt. Die Lamellen angeordnet sind, werden die Lamellengruppen des
lic, 12c, welche die vierte Schicht der Lamellen- Teilkerns 66 über den Teilkernen 64 und 65 angruppe
25 bilden, haben Armteile, deren Längen geordnet. Zwischen den abgestuften Verbindungssich
von den Längen der entsprechenden Armteile stellen ist zweckmäßigerweise ein Klebstoff vorhander
Lamellen in der vorhergehenden dritten Schicht io den, um den Kern 60 zusammenzuhalten,
um eine Dicke des Bandmaterials unterscheiden. Bei den Kernausbildungen gemäß der Erfindung
um eine Dicke des Bandmaterials unterscheiden. Bei den Kernausbildungen gemäß der Erfindung
Die ersten beiden Lamellen 50, 51 der zweiten ist jeder Armteil der Lamellen in einer folgenden
Lamellengruppe 26 sind mit Armteilen 52, 53 und Schicht einer gegebenen Lamellengruppe im wesent-54,
55 versehen, deren Länge im wesentlichen um liehen um eine Dicke von der Länge des angrendie
fünffache Banddicke entlang den Längen der 15 zenden Armteils der Lamelle in der folgenden
benachbarten Armteile der Lamellen 11 c und 12 c Lamellenschicht unterschiedlich. Vorzugsweise sind
vergrößert ist. Das folgende Lamellenpaar in der die ersten und die zweiten Armteile der Lamellen in
zweiten Lamellengruppe 26 ist durch Erhöhung der der ersten Schicht einer folgenden Lamellengruppe
Armlängen der Lamellen in jeder folgenden Schicht mit einer solchen Länge ausgebildet, die sich von der
um im wesentlichen eine Dicke entlang den ent- 20 Länge der angrenzenden ersten und zweiten Armsprechenden
Längen der Armteile der Lamellen in teile der Lamellen in der letzten Schicht der vorherder
vorangegangenen Schicht derselben Gruppe ver- gehenden Lamellengruppe um (n+l)-Banddicken
größert. Die folgenden Lamellengruppen 27, 28, 29 unterscheidet, wobei η die Anzahl der Schichten pro
und 30 sind in derselben Weise ausgebildet, indem Lamellengruppe ist.
die Längen der aufeinanderfolgend ausgebildeten 25 In Fig. 7 sind die Eisenverluste der Kerne für
Lamellen geändert werden. drei Transformatoren, von denen jeder für 5 kVA
Aus der vorangegangenen Beschreibung ist er- ausgelegt ist, in Abhängigkeit von der Flußdichte
sichtlich, daß die in besonderer Weise abgestufte aufgetragen. Die Kurve A zeigt die Eisenverluste
Verbindungsausbildung von der Art abhängt, in eines üblichen Transformators mit einem Kern,
welcher die Längen der Armteile der vorgeformten 30 welcher aus E- und I-förmigen Lamellen besteht. Bei
Lamellen geändert werden. Wenn zum Beispiel eine einer Flußdichte von 16,3 kG betrug der gesamte
abgestufte Verbindungsstelle mit einer Schicht ver- Eisenverlust etwa 2,67 W/kg.
langt wird, sind die Längen der Armteile der fol- Kurve B in F i g. 7 zeigt den Zusammenhang zwi-
genden Lamellen fortschreitend um einen Betrag sehen Flußdichte und den Eisenverlusten für einen
größer, welcher im wesentlichen gleich zwei Dicken- 35 vergleichbaren 5 kVA-Transformator mit einem
abmessungen des Bandmaterials ist. Kern aus vorgeformten L-förmigen Lamellen mit
In F i g. 6 ist ein Magnetkern 60 mit Spulen 61, einer abgestuften Verbindung mit einer einzigen
62 und 63 dargestellt, der beispielsweise in drei- Schicht. Bei 16,3 kG betrugen die gesamten Eisenphasigen
Einrichtungen Verwendung finden kann. Verluste etwa 2,82 W/kg. Die Kurve C zeigt die Ver-Der
Magnetkern 60 besteht aus zwei im wesentlichen 40 luste eines Transformators mit der Magnetkernausquadratischen Teilkernen 64 und 65, welche neben- bildung gemäß Fig. 1, also mit einer abgestuften
einander angeordnet und durch einen rechteckigen Verbindung mit vier Schichten. Bei dieser Kernaus-Teilkem
66 umgeben sind. Es ist ersichtlich, daß bildung betrugen die Verluste bei einer Flußdichte
bei dieser Kernausbildung eine zweischichtige ab- von 16,3 kG etwa 2,365 W/kg. Es ist deshalb also
gestufte Verbindungsausbildung verwandt wird. Die 45 mit der abgestuften Verbindung mit vier Schichten
Lamellen 67 und 68 der ersten Schicht des Teilkerns möglich, eine Verringerung der Eisenverluste im
65 werden mit vorherbestimmten Längen ausgebil- Vergleich zu einem üblichen Transformator-Magnetdet,
so daß sich die gewünschte Fensteröffnung in kern um 11,4% zu erzielen. Im Vergleich zu dem
dem Kern 60 ergibt. Wenn die Lamellen 67 und 68 5 kVA-Transformator mit einer abgestuften Verbinverbunden
werden, um die innere Schicht 69 zu bil- 50 dung mit einer einzigen Schicht war es möglich, eine
den, ergibt sich eine Überlappung von im wesent- Verringerung der gesamten spezifischen Eisenverluste
liehen einer Dicke an den Enden. Die Lamellen 67 a von 16% zu erzielen.
und 68 a der zweiten Schicht werden so ausgebil- Auf der vorangegangenen Beschreibung ist ersichtdet,
daß jeder der Armteile im wesentlichen um lieh, daß bei der Kernausbildung gemäß der Erfineine
Dicke gegenüber den Längen, der entsprechen- 55 dung nicht nur der maximale Fluß in Richtung der
den Armteile der ersten Schicht 69 vergrößert sind. günstigsten magnetischen Permeabilität verläuft, son-Wenn
die Lamellen 67 a, 6Sa über die Lamellen 67 dem daß sich auch ein Weg mit niedrigem magne-68
geschichtet werden, wird die erste Lamellen- tischem Widerstand an den Verbindungsstellen zwigruppe
ausgebildet. Die erste Schicht der zweiten sehen den Abschnitten der Kernglieder ergibt. Es ist
Lamellengruppe wird durch Erhöhung der Längen 60 zu bemerken, daß Bandmaterial aus Magnetblech,
der Armteile um drei Dicken gegenüber den Längen das bei der Herstellung vorgeformter Kerne Verwender
Armteile der angrenzenden Lamellen 67 α, 68 α dung findet, von dem Walzwerk mit einer gewissen
in der zweiten Schicht der ersten Lamellengruppe Bestelldicke angeliefert wird, die beispielsweise
gebildet. Die Lamellen der nächsten Schicht oder zwischen 0,318 und 0,368 mm liegen kann. Die
der zweiten Lamellenschicht der zweiten Lamellen- 65 Dicke des Walzguts kann sich jedoch tatsächlich um
gruppe werden so ausgebildet, daß die Länge der mehrere 10~2 mm von der Bestelldicke unterscheiden.
Armteile der Lamellen jeweils um eine Dicke ver- Durch die Verwendung einer mehrschichtigen abgrößert
sind. Die folgenden Lamellengruppen des gestuften Verbindung, bei welcher die Lamellen jeder
Gruppe stumpf aneinander anstoßen und mit den folgenden Lamellengruppen verschachtelt sind, um
die vielschichtige abgestufte Verbindung zu bilden, kann die Verbindungsstelle in einfacher Weise ohne
Zwischenräume ausgebildet werden. Ferner werden Unregelmäßigkeiten der Dicke in einer vorhergegebenen
Lamellengruppe in geeigneter Weise kompensiert, ohne daß die Verschachtelung der angrenzenden Lamellengruppen
nachteilig beeinflußt wird.
Obwohl die dargestellten Ausführungsbeispiele Magnetkerne mit einer zweifach und vierfach geschichteten
abgestuften Verbindung betreffen, können andere mehrschichtige abgestufte Verbindungen Verwendung
finden. Ferner können Teilkerne mit dieser verbesserten Ausbildung in verschiedenartigsterweise
kombiniert werden, um einen Magnetkern gewünschter Ausbildung herzustellen.
Claims (2)
1. Ferromagnetischer Lamellenkern für induktive Einrichtungen mit mehreren ineinandergeschachtelten,
mindestens ein rechteckförmiges Kernfenster umgebenden Gruppen von durch rechtwinkliges Abbiegen gerader Blechstreifen
hergestellten L-förmigen Lamellen, die eine in ihrer Längsrichtung und in Richtung des magnetischen
Flusses verlaufende magnetische Vorzugsrichtung aufweisen und deren Länge vom Kernfenster nach außen in bestimmten Schritten
zunimmt, dadurch gekennzeichnet, daß jede Lamellengruppe (25 bis 30) zwei einander zu
einem geschlossenen rechteckförmigen Rahmen ergänzende, gleich ausgebildete L-förmige Lamellen
oder zwei gleiche Teilgruppen (11 bis lic bzw. 12 bis 12 c) aus ineinandergeschichteten
L-förmigen Lamellen mit vom Kernfenster nach außen schrittweise um je eine Blechdicke zunehmender
Schenkellänge umfaßt, so daß jede Teilgruppe zwei Schenkel mit ebenen Endflächen
aufweist, von denen jeweils ein Schenkel senkrecht an die innerste Lamelle der anderen Teilgruppe
stößt, und daß schließlich die einander umgebenden Lamellengruppen eine vom Kernfenster
nach außen entsprechend zunehmende Schenkellänge aufweisen und derartig angeordnet sind,
daß die Biegestellen aller einen rechteckförmigen Raum umgebenden Lamellen annähernd in Richtung
der einen Rechteckdiagonale aneinanderliegen und die Endflächen der einzelnen Teilgruppen
zwei im wesentlichen in Richtung der anderen Rechteckdiagonale verlaufende, treppenförmige
Stoßfugen bilden.
2. Ferromagnetischer Lamellenkern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei an
einer Seite aneinanderliegende Lamellenkerne (64, 65) mit quadratischem Querschnitt in einen
größeren Lamellenkern (66) eingeschachtelt sind (Fig. 6).
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 109 517/135
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