DE1452011B - Vertikales Stauchgerüst mit fliegend angeordneten Walzen - Google Patents
Vertikales Stauchgerüst mit fliegend angeordneten WalzenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein vertikales Stauchgerüst mit fliegend angeordneten Walzen, mit einer Spindelanstellung
des Abstandes der Einbaustücke, wobei die Spindelanstellung mit.Anschlägen für die Einbaustücke
bildenden Muttern mit gegensinnigen Gewinden ausgerüstet ist.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (deutsches Gebrauchsmuster 1 703 585) sind zumindest
zwei Spindeln parallel zueinander vorgesehen, die lediglich eine Verschiebung der Einbaustücke zu bewirken
vermögen und keinerlei Druck und deshalb erst recht keine Vorspannung auf die Einbaustücke
ausüben können. Alle Spindeln sind über beträchtliche Strecken Zugkräften unterworfen. Erst nach
Einführung des Walzgutes in die Vorrichtung baut sich der Walzdruck auf, der sodann über die Walzen
an die Einbaustücke und von diesen über die in ihnen geführten Muttern-auf das Walzgerüst übertragen
wird. Die Muttern stellen dabei keine Anschläge dar, sie sind vielmehr in ihrer Lagerung in den Einbaustücken
in keiner einzigen Richtung frei beweglich, vielmehr in den Einbaustücken fest eingeschlossen.
Die Einbaustücke müssen sich deshalb in beiden Richtungen mit den Muttern bewegen. Eine derartige
Vorrichtung ermöglicht auch kein sofortiges öffnen und damit Entlasten der Walzanlage, wie es beim
Auftreten von Walzdrucken und Antriebsdrehmomenten erforderlich ist, die durch die Anlagedimensionierung
festgelegte Grenzwerte überschreiten und damit eine Gefahr in Richtung einer Zerstörung der
Anlage darstellen.
Weiter ist eine Vorrichtung bekannt (französische Patentschrift 900 534) bei der zwei gleichsinnig wirkende
Regelspindeln eines der beiden Einbaustücke durchsetzen und sich auf dem anderen einfach abstützen,
das mit dem Gerüst fest verbunden ist. Auf jeder Seite ist weiter eine einzige hydraulische Winde vorgesehen,
der jeweils zwei Spindeln zugeordnet sind. Es handelt sich also insgesamt um zwei hydraulische
Winden und vier Spindeln. Die auf den Spindeln geführten Muttern müssen mit den Einbaustücken fest
verbunden sein, da sich die Einbaustücke sonst ohne
ίο die Spindeln bewegen könnten. Überdies handelt es
sich um eine Vorrichtung mit Käfig, deren Merkmale nicht auf ein käfigloses Stauchgerüst übertragen werden
können.
Schließlich ist es bekannt (deutsche Patentschrift 893 635), bei einem Stauchgerüst den Abstand der Walzen mittels Gewinde aufweisenden Spindeln einzustellen, auf denen sich Muttern drehen, wobei parallel zu den Spindeln Hydraulikzylinder vorgesehen sind, deren Kolben auf die Einbaustücke und über diese auf Anschläge einwirken. Diese Hydraulikzylinder dienen jedoch der Verminderung des sich in der Walzenanstellungsvorrichtung ergebenden Spiels und nicht der Übertragung der Walzkraft auf das Walzge- (S rüst.
Schließlich ist es bekannt (deutsche Patentschrift 893 635), bei einem Stauchgerüst den Abstand der Walzen mittels Gewinde aufweisenden Spindeln einzustellen, auf denen sich Muttern drehen, wobei parallel zu den Spindeln Hydraulikzylinder vorgesehen sind, deren Kolben auf die Einbaustücke und über diese auf Anschläge einwirken. Diese Hydraulikzylinder dienen jedoch der Verminderung des sich in der Walzenanstellungsvorrichtung ergebenden Spiels und nicht der Übertragung der Walzkraft auf das Walzge- (S rüst.
Aufgabe der Erfindung ist es, das vertikale Stauchgerüst der eingangs genannten Bauart einfacher, sicherer
und mit größerer Präzision arbeitend auszubilden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß parallel zu der Spindelanstellung am Walzgerüst
abgestützte, die Walzkraft aufnehmende Hydraulikzylinder, deren Kolben die Einbaustücke gegen
die Anschläge pressen, vorgesehen sind. Dabei kann mit einer einzigen Spindel das Auslangen gefunden
werden. Die Muttern sind in einer Bohrung der Einbaustücke längs dieser beweglich und in ihr drehfest
gehalten. In dem Hydraulikkreis für die Hydraulikzylinder ist ein beim Überschreiten eines bestimmbaren
Walzendrehmomentwertes ansprechendes und sofortigen Abbau des hydraulischen Vorspanndrukkes
bewirkendes Elektroventil angeordnet.
Man erkennt zunächst, daß es sich dabei um eine sehr einfache Konstruktion handelt. Diese weist dennoch
ein hohes Maß an Sicherheit auf, da zwei Mittel (& zum öffnen des Walzwerks, bzw. zum Abbau des
Walzdruckes vorgesehen werden können. Diese sind nicht völlig unabhängig voneinander, können jedoch
in den möglichen Grenzfällen unabhängig voneinander zu einer öffnung führen: Übersteigen die auftretenden
Kräfte die maximal zulässigen Kräfte nur geringfügig, so kann eine Sicherheitsvorrichtung im
Speisekreis der Hydraulikzylinder, nämlich das in dessen Hydraulikkreis eingeschaltete Elektroventil
ansprechen. Kommt es andererseits zu einem plötzlichen Anwachsen der Kräfte, so daß das Elektroventil
oder eine entsprechende Sicherheitsvorrichtung nicht rasch genug ansprechen kann, so werden die Hydraulikzylinder
selbst eine öffnung bewirken. Es ist also für eine doppelte, alle möglichen Betriebsbedingungen
Rechnung tragende Sicherheit des Walzwerkes Sorge getragen. Trotz der Einfachheit der Konstruktion,
die sich beispielsweise in der Möglichkeit manifestiert, mit einer einzigen Spindel das Auslangen zu
finden, ist doch eine hohe Walzpräzision erzielbar.
Die Präzision rührt gerade daher, daß man im Gegensatz zu den bekannten Vorrichtungen, die mit zahlreichen,
nie präzise gleichführbaren Spindeln arbeiten, bei der Erfindung mit einer einzigen Spindel aus-
3 4
kommt und die Hydraulikzylinder die Elastizität des derselben Ebene angeordnet und durch eine Teleskop-Stauchgerüstes
kompensieren, da sich der Elastizi- übertragung gekoppelt werden. Das die Zahnräder
tätskreis über das Mittelstück der Spindel schließt. 12, 12 a aufnehmende Gehäuse 11 kann in diesem
Dieses kann sehr geringe Längsabmessungen und Fall weggelassen werden.
einen nahezu beliebigen Querschnitt erhalten, ohne 5 Die Einbaustücke 5, 5 α sind im Stauchgerüst 13
daß dadurch die Maschine unnötig schwer wird. Es gleitend bewegbar gelagert. Horizontale Hydraulikzywird
überdies im Gegensatz zu den bekannten, auf linder 14, 14 α sind mit ihren Kolben an den Einbau-Zug
beanspruchten Spindeln ständig auf Druck bean- stücken 5, 5 a und mit ihrem Zylinder am Stauchgesprucht,
was die Präzision weiter erhöht. Das wird rüst 13 befestigt. Die Spindel 7 wird über eine Unterdadurch
erreicht, daß die über die Hydraulikzylinder io setzung 15 von einem Motor 16 angetrieben. Man erbewirkte
Vorspannung größer gemacht werden kann kennt weiter Führungen 17,17 α und 18,18 a.
als der Walzdruck. Man erhält also ein einfach aufge- Der Abstand der Walzen 1, 1 α voneinander wird
bautes, allen Anforderungen an die Betriebssicherheit folgendermaßen geregelt:
genügendes und dennoch hochpräzise arbeitendes Die Hydraulikzylinder 14, 14 α werden mit einer
Walzwerk. 15 Druckflüssigkeit gespeist, und zwar derart, daß die auf In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise diese Weise erzielte Vorspannkraft die maximal erveranschaulicht,
und zwar zeigt wartete Walzkraft übersteigt. Solange die von den zu-F i g. 1 eine Draufsicht auf eine Ausführungsform sätzlichen Reibungskräften, die von der Drehmoder
Erfindung, mentaufnähme durch die Führungen herrühren, er-F
i g. 2 einen Vertikallängsschnitt durch die Achse 20 höhte Walzkraft die von den Hydraulikzylindern 14,
der Spindel und 14 α ausgeübte Kraft nicht übersteigt, bleiben die F i g. 3 einen Vertikalquerschnitt durch die Achse Einbaustücke 5, 5 α mit einer Kraft auf den Muteiner
Walze senkrecht zum Schnitt von F i g. 2. tern 6, 6 α blockiert, die von dem Unterschied zwi-Wie
aus der Zeichnung hervorgeht, weist das verti- sehen der Kraft der Hydraulikzylinder 14, 14 α und
kale Stauchgerüst fliegend auf Wellen angeordnete 25 der Walzkraft abhängt. Die Schwankungen des AbWalzen
1, la auf. Die Walzen 1, la weisen An- Standes der Walzen 1, 1 α voneinander sind für ein
triebswellen 2 auf, die in Lagern 3 und 4 gehalten und dieselbe Stellung der Spindel 7, also für einen besind,
die als doppelkonische Rollenlager ausgebildet stimmten Nennwert des Walzenabstandes proportiosein
können. Einbaustücke S, 5 a der Walzen sind nal den Schwankungen der auf die Spindel 7 einwirvon
besonderer Bauart: Muttern 6, 6 a mit gegensin- 30 kenden Kompressionskräfte, also der Walzkraft und
nigen Gewinden sind in einer Bohrung der Einbau- der der Kompressionskraft unterworfenen Spindelstücke
5, 5 α längs dieser beweglich drehfest gehalten. länge. Da aber diese Länge sehr gering ist, beeinflus-Die
Muttern 6, 6α laufen auf einer Spindel 7, die der sen Schwankungen der Kraft die Präzision des WaIz-Anstellung
des Äbstandes der Einbaustücke 5, 5 α Vorganges kaum.
dient. 35 Beim Auftreten von abnormalen Kräften unter
Die Antriebswellen 2 tragen Schneckenräder 8, die einer entsprechend anormalen Beanspruchung der
über Untersetzungen 9, 9 α angetrieben werden. Die Walzwerkteile sprechen die folgenden Sicherheitsvor-
Untersetzungen 9, 9 a sind über als Teleskopstangen kehrungen an:
10, 10 α ausgebildete Kardanwellen mit in einem Ge- Wird die Walzkraft zu groß,.so taucht der Kolben
häuse 11 angeordneten, für einen synchronen Antrieb 40 tiefer in die Hydraulikzylinder 14, 14 α ein, verdrängt
dienenden Zahnrädern 12, 12 α verbunden, die über .■■, die Druckflüssigkeit, und die Walzen 1, 1 α öffnen
eine nicht dargestellte Antriebsvorrichtung angetrie- sich von selbst. .
ben sind. Eine derartige Abwandlung des herkömmli- Überschreitet das Antriebsmoment der Walzen 1,
chen Antriebs über vertikale Kardanwellen ist wegen 1 α einen Sicherheitswert, so steuern Kontrolleinrich-
der geringen Abmessung in Richtung der Höhe von 45 tungen am Antriebsmotor automatisch über ein Elek-
Vorteil. : troventil eine Druckentlastung in den Hydraulikzylin-
Ist die minimal zu walzende Walzgutbreite nicht zu der 14,14 α an, wodurch die Walzen wiederum geöff-
klein, so können die beiden Untersetzungen 9, 9 α in net werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vertikales Stauchgerüst mit fliegend angeordneten Walzen, mit einer Spindelanstellung
des Abstandes der Einbaustücke, wobei die Spindelanstellung mit Anschlägen für die Einbaustücke
bildenden Muttern mit gegensinnigen Gewinden ausgerüstet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß parallel zu der Spindelanstellung am Walzgerüst abgestützte, die Walzkraft aufnehmende Hydraulikzylinder (14, 14 a), deren
Kolben die Einbaustücke gegen die Anschläge pressen, vorgesehen sind.
2. Stauchgerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nur eine einzige Spindel (7)
vorgesehen ist.
3. Stauchgerüst nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Muttern (6, 6 ä) in
einer Bohrung der Einbaustücke (5, 5 a) längs dieser beweglich und in ihr drehfest gehalten angeordnet
sind.
4. Stauchgerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Hydraulikkreis
für die Hydraulikzylinder (14, 14 a) ein beim Überschreiten eines bestimmbaren Walzendrehmomentwertes
ansprechendes und sofortigen Abbau des hydraulischen Vorspanndruckes bewirkendes Elektroventil eingeschaltet ist.
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