DE1430366B2 - Selbstsperrender Gurtaufroller für Sicherheitsgurte - Google Patents

Selbstsperrender Gurtaufroller für Sicherheitsgurte

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DE1430366B2
DE1430366B2 DE1430366A DE1430366A DE1430366B2 DE 1430366 B2 DE1430366 B2 DE 1430366B2 DE 1430366 A DE1430366 A DE 1430366A DE 1430366 A DE1430366 A DE 1430366A DE 1430366 B2 DE1430366 B2 DE 1430366B2
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belt retractor
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Description

3 4
F i g. 7 ein drittes Ausführungsbeispiel des Gurt- Reibscheibe 32 gepreßt. Dies führt zur völligen Blok-
aufrollers gemäß der Erfindung im Schnitt und kierung der Gurtrolle, so daß ein Abwickeln des
F i g. 8 eine Schnittansicht längs der Linie IX-IX Gurtes verhindert wird,
von F i g. 7. Statt der als Reibbelag und Reibscheibe ausgebil-
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den F i g. 1 5 deten Sperrvorrichtung kann auch ein Zahngesperre
bis 3 besteht der Gurtaufroller aus einem Gehäuse 11 od. dgl. vorgesehen sein. Es ist ersichtlich, daß die
mit einem Gurteinführungskanal 12 sowie seitlichen beschriebene Trägheitsvorrichtung in Abhängigkeit
Gehäuseteilen 21 und 23. Die Seitenwände 21, 23 von der Beschleunigung des Gurtes und der Gurt-
des Gehäuses 11 sind mit Öffnungen versehen, in de- rolle arbeitet, die ihrerseits wiederum von der Be-
nen Lagerhülsen 14 für die Gurtrolle 15 sitzen. Die io schleunigung bzw. Verzögerung der den Sicherheits-
Lagerhülsen 14 tragen Deckelringe 16, die auf Ring- gurt tragenden Person abhängig sind. Um zu errei-
flanschen 17 sitzen, die mit dem Gehäuse 11 aus chen, daß die Blockierung der Gurtrolle unmittelbar
einem Stück gefertigt sind. Ein in der Zeichnung durch die Beschleunigung bzw. Verzögerung des
nicht dargestellter Gurt ist durch den Einführungska- Fahrzeuges bewirkt wird, so daß eine Reaktionsver-
nal 12 und mit seinem Ende an der Rolle 15 befe- 15 zögerung bei der Blockierung vermieden wird, ist
stigt. Mit 13 ist die Einführungsöffnung des Kanals eine weitere Sperrvorrichtung vorgesehen. Für deren
12 bezeichnet. Aufnahme weist der Gehäuseteil 23 eine Verbreite-
Die Rolle 15 trägt zwei (nicht dargestellte) Ring- rung auf, in der ein Trägheitsglied 33 angeordnet ist.
flansche, die auf beiden Seiten des aufgewickelten Dieses Trägheitsglied besteht aus einem Sperrhebel
Gurtes liegen und den Gurt beim Aufrollen führen. 20 33, der auf einem Stift 34 schwenkbar gelagert ist.
Die Rolle 15 ragt auf der rechten Seite der Fig. 1 in ': Der Sperrhebel 33 bildet eine Bremsvorrichtung für
den seitlichen Gehäuseteil 21 hinein, in dem zwi- die Trägheitsscheibe 28. An ihm befindet sich ein
sehen der Rolle 15 und dem Gehäuseteil 21 eine Spi- Finger 35, der so geformt ist, daß er sich gegen die
ralfeder 22 angeordnet und so vorgespannt ist, daß Trägheitsscheibe 28 legen kann. Dieser Finger 35 ist
sie den Gurt in das Gehäuse hineinzieht und ihn auf 25 mit einer Reibfläche versehen. Das äußere Ende des
der Rolle aufwickelt, wenn auf ihm keine Zugkräfte - Sperrhebels 33 ist als Gegengewicht 36 ausgebildet,
wirken, die ihn aus dem Gurtgehäuse herausziehen. das so bemessen ist, daß es den Finger 35 bei einer
Das andere Ende der Rolle 15 ragt in den seitli- gleichförmigen Bewegung der Gurtrolle von der
chen Gehäuseteil 23 hinein und trägt eine Kupp- Trägheitsscheibe 28 fernhält.
lungsscheibe 24, die an der Rolle 15 befestigt ist. Die 30 Wenn der beschriebene, durch Trägheitskräfte Kupplungsscheibe 24 weist drei in gleichen Winkel- sperrbare Gurtaufroller z. B. bei Flugzeugsitzen yerabständen angeordnete Ausnehmungen 25 auf, die wendet wird, kann der Fall eintreten, daß die Gurt-Sitze für drei Kugeln 26 bilden. Hinter der Kupp- rolle nicht arretiert wird, obwohl eine in dem Sitz lungsscheibe 24 sitzt auf der Rolle 15 eine Lager- angeschnallte Person sich nach vorn bewegt. Dies hülse 27, auf der eine Trägheitsscheibe 28 gelagert 35 kann beispielsweise bei einem steilen Abflug vorist, die das mit der Rolle verbundene Trägheitsglied - kommen. Bei einem gleichförmigen Abwärtsflug oder bildet. Die Scheibe 28 kann sich frei um die Rolle 15 einer gleichförmigen Verzögerung schwingt der drehen. Sie weist ebenfalls drei in gleichen Winkelab- Sperrhebel 33 unter dem Einfluß der Schwerkraft in ständen angeordnete Ausnehmungen 29 auf, die je- eine Stellung, in der er an der Trägheitsscheibe 28 doch eine von der Kugelform abweichende länglich- 4° anliegt. Schon eine leichte Berührung der Trägheitsovale Form haben. Die Trägheitsscheibe 28 stehtun- scheibe 28 durch den Sperrhebel 33 reicht aus, um ter der Wirkung einer schwachen Feder 31, die sie die Umdrehung der Trägheitsscheibe 28 gegenüber von einer Reibplatte 32 wegdrückt. der Kupplungsscheibe 24 zu verzögern. Die Kugeln
Wenn bei der Benutzung des Gurtauf rollers der 26 laufen daher über die Ausnehmungen 29 und beGurt langsam und mit gleichbleibender Geschwindig- 45 wirken die Anpressung der Trägheitsscheibe 28 gekeit von der Rolle abgezogen wird, so wird die Trag- gen die Reibscheibe 32. Die Bewegung der Kugeln heitsscheibe 28 von der sich drehenden Kupplungs- 26 über die Ausnehmungen 29 führt somit zu einer scheibe 24 in der Drehbewegung mitgenommen, da Arretierung der Gurtrolle und verhindert ein weiteres die zu überwindenden Trägheitskräfte gering sind. Herausziehen des Gurtes.
Bei raschem Abziehen des Gurtes von der Rolle wird 50 Bei der Ausführungsform nach Fig.4 besteht das jedoch die Kupplungsscheibe 24 stark beschleunigt. Trägheitsglied aus einem Sperrhebel 33 mit zwei Fin-Die beschleunigte Umdrehung der Kupplungsscheibe gern 35 und 35'. Das Gegengewicht 36 ist so an-24 wird nicht sofort auf die Trägheitsscheibe 28 geordnet und bemessen, daß es die Finger 35 und 35'' übertragen, da deren Trägheit verhältnismäßig groß bei einer gleichförmigen Bewegung der Gurtrolle von ist. Die Umdrehung der Trägheitsscheibe 28 bleibt 55 der Trägheitsscheibe 28 fernhält. Bei einem steilen daher hinter der Umdrehung der Scheibe 24 zurück. Abflug oder einer Verzögerung wird der Finger 35 Dies hat zur Folge, daß die von der Kupplungs- des Sperrhebels 33 entweder durch Einwirkung der scheibe 24 mitgenommenen Kugeln 26 sich in den Schwerkraft oder unter dem Einfluß der bei der Verschmalen Bereich der Kugelausnehmungen 29 bewe- zögerung auftretenden Trägheitskräfte mit der Träggen und dabei etwas aus den Ausnehmungen heraus- 60 heitsscheibe 28 in Berührung gebracht. Die in F i g. 4 treten, wodurch die Trägheitsscheibe 28 axial gegen dargestellte Ausführungsform der Erfindung hat die die Reibscheibe 22 gedrückt wird. Die Trägheits- Eigenschaft, daß die Bewegung der Trägheitsscheibe scheibe 28 wird dadurch an einer Umdrehung, d. h. 28 auch beim Aufwärtsflug oder bei Beschleunigung an der Mitnahme durch die Scheibe 24 und die Ku- des Beförderungsmittels gesperrt wird. Außerdem argeln 26 gehindert, so daß die Kugeln 26 sich noch 65 beitet die Vorrichtung auch dann, wenn das Flugzeug weiter in den Kugelausnehmungen 29 in Richtung eine Rückenlage einnimmt, da in diesem Fall das Geauf deren verjüngtes Ende zu bewegen. Die Trag- gengewicht 36 das Bestreben hat, nach der einen heitsscheibe 28 wird dadurch noch stärker gegen die oder anderen Seite der durch den Gelenkstift 34 ge-
5 6
henden Mittelachse zu fallen, so daß der eine oder sichtlich, daß die Kardanlagerung den Vorteil hat,
der andere der beiden Finger 35 und 35' zur Anlage daß sie auf Änderungen der Schwerkraftrichtung
an die Trägheitsscheibe 28 kommt und diese in ihrer oder auf Trägheitskräfte, die durch Geschwindig-
Bewegung hemmt. Diese Ausführungsform des eriin- keitsänderungen hervorgerufen werden, leichter an-
dungsgemäß vorgeschlagenen Gurtaufrollers kann 5 spricht. Wenn das Pendelgewicht 52 durch Einwir-
gleich gut bei Sitzen verwendet werden, die in Flug- kung einer dieser Kräfte verlagert wird, greift einer
oder Fahrtrichtung angeordnet sind, als auch bei sol- der Zähne an den Armen 40 oder 42 in die Verzah-
chen, die entgegen der Flug- oder Fahrtrichtung nung 54 ein, wodurch die Trägheitsscheibe an der
montiert sind. Die in F i g. 3 dargestellte Ausfüh- Umdrehung gehindert wird und die Gurtrolle arre-
rungsform ist dagegen lediglich für eine dieser beiden io tiert.
Anordnungen verwendbar. Die Ausführungsform gemäß den F i g. 7 und 8
Dadurch, daß der Sperrhebel in der oben beschrie- stimmt mit der Ausführungsform gemäß den F i g. 5
benen Weise die Drehbewegung der Trägheitsscheibe und 6 im wesentlichen bis auf die Ausbildung des
abbremst, wird somit bei allen auftretenden unge- Sperrhebels überein. Übereinstimmende Teile sind
wohnlichen Flugbedingungen die Gurtrolle zwang- 15 mit den gleichen Bezugsziffern versehen. An Stelle
läufig gegen Umdrehungen gesperrt. des Pendelgewichts 52 hat der auf einem Gelenkstift
Die F i g. 5 und 6 zeigen eine durch Trägheits- 34 schwenkbar gelagerte Sperrhebel 33 lediglich ein
kräfte sperrbare Gurtrolle für Sicherheitsgurte, die kurzes Ansatzstück 60, das durch einen Hebel 62 mit
ähnlich der Vorrichtung gemäß den F i g. 1 bis 3 aus- einem Trägheitsglied 64 verbunden ist, das in einem
gebildet ist. Das Aufrollergehäuse 11 ist erweitert, 20 Ansatz 66 des seitlichen Gehäuseteils 23 verschieb-
um ein Trägheitsglied bzw. einen Sperrhebel zur Ab- bar untergebracht ist. Bei dieser Anordnung bleibt
bremsung der Trägheitsscheibe od. dgl. aufzunehmen. der Sperrhebel von der Schwerkraft im wesentlichen
An Stelle des beschriebenen Sperrhebels, der an so lange unbeeinflußt, wie die Vorrichtung annähernd
einem Gelenkbolzen so angelenkt ist, daß er bei Be- eben liegt. Erst bei einer stärkeren Neigung des Träg-
schleunigung oder Verzögerung oder bei einer Nei- 35 heitsgliedes 64 wird der Einfluß der Schwerkraft
gung des Beförderungsmittels nach oben oder nach wirksam. Das Trägheitsglied 64 ist so gelagert, daß
unten zur Vorwärtsrichtung in seine Bremsstellung es bei starker Verzögerung des Fahrzeugs, in dem
gelangt, ist bei der Ausführungsform gemäß den der Gurtroller angeordnet ist, sich in dem Gehäuse-
F i g. 5 und 6 der Sperrhebel kardanisch aufgehängt. ansatz 66 verschiebt und dadurch den Sperrhebel 33
Er weist zwei Armpaare mit sich gegenüberliegenden 3° so verschwenkt, daß einer seiner beiden Arme 40 in
Armen 40 und 42 auf, die an einer gemeinsamen die Verzahnung 54 der Trägheitsscheibe 28 eingreift,
Nabe 44 radial angeordnet sind. Die Arme 40 sind wodurch eine weitere Drehung der Trägheitsscheibe
halbkreisförmig gebogen und an ihren freien Enden verhindert und die Rolle 15 arretiert wird. Die Sperr-
40' im Querschnitt derart vermindert, daß sie in eine vorrichtung kann, falls gewünscht, ferner so ausgebil-
Verzahnung 54 der Trägheitsscheibe 28 eingreifen 35 det werden, daß sie auch auf andere Bewegungen als
können. Die Nabe 44 ist mit Hilfe eines Gelenks 48 lediglich Vorwärts- und Rückwärtsbewgeungen an-
in einem Ring 46 gelagert. Der Ring 46 ist mit Stif- spricht. Zu diesem Zweck kann der Gehäuseansatz
ten 50 an dem Gehäuse 23 schwenkbar befestigt. Der 66 winklig zu dem Gehäuseteil 23 angeordnet sein,
Gelenkbolzen 48 und der Stift 50 bilden daher ein und es kann ein Winkelhebel vorgesehen sein, der
Kardangelenk. Unterhalb der Nabe 44 befindet sich 40 das Trägheitsglied 64 mit dem Hebel 62 verbindet,
ein Pendelgewicht 52. Je nachdem, in welche Rieh- Dabei können geeignete Vorrichtungen, wie eine fle-
tung das Pendelgewicht 52 den Sperrhebel 33 ver- xible Kupplung, vorhanden sein, und der Gehäusean-
schwenkt, greifen die Arme 40 oder 42 in die Ver- satz 66 kann schwenkbar so gelagert sein, daß er sich
zahnungen 54 der Trägheitsscheibe 28 ein. Es ist er- in jede gewünschte Winkellage einstellen läßt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

1 2 rer. Bei den heutigen Verkehrsverhältnissen, bei dePatentansprüche: nen häufige Brems- und Beschleunigungsvorgänge unvermeidlich sind, ist ständiges manuelles Entsper-
1. Selbstsperrender Gurtaufroller für Sicher- ren der Sicherheitsgurteinrichtung entschieden lästig heitsgurte, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit 5 und verführt dazu, den Gurt nicht zu benutzen,
einer Trägheitssperre, bestehend aus einem auf Aufgabe der Erfindung ist es, einen selbstsperrender Gurtwelle gelagerten Trägheitsglied in Form den Gurtaufroller zu schaffen, dessen Sperrvorricheiner Schwungmasse, das bei einer bestimmten tung sowohl auf eine Abrollbeschleunigung des Gur-Abrollbeschleunigung des Gurtes auf Grund sei- tes als auch auf Beschleunigungen oder Verzögerunner Trägheit gegenüber der Gurtwelle zurück- io gen des Fahrzeugs anspricht und sich nach Aufhören bleibt und dabei durch eine Einrichtung eine der Beschleunigungs- oder Verzögerungskräfte axiale Bewegung erfährt, so daß Sperrglieder selbsttätig wieder entsperrt.
wirksam werden, dadurch gekennzeich- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem
net, daß ein zweites, von dem ersten unabhän- selbstsperrenden Gurtaufroller der eingangs genanngiges Trägheitsglied (33, 64) so ausgebildet und 15 ten Art dadurch gelöst, daß ein zweites, von dem erangeordnet ist, daß es auf Beschleunigungen des sten unabhängiges Trägheitsglied so ausgebildet und Fahrzeuges anspricht und dabei auf das erste angeordnet ist, daß es auf Beschleunigungen des Trägheitsglied (28) so einwirkt, daß es dieses und Fahrzeugs anspricht und dabei auf das erste Trägdamit die Gurtrolle (15) festlegt. heitsglied so einwirkt, daß es dieses und damit die
2. Gurtaufroller nach Anspruch 1, dadurch ge- 20 Gurtrolle festlegt.
kennzeichnet, daß das zweite Trägheitsglied (33) Die Erfindung geht also von einer bekannten
ein Pendel ist. Sicherheitsgurteinrichtung aus, deren selbstsperren-
3. Gurtaufroller nach Anspruch 1, dadurch ge- der Aufroller mit einem Trägheitsglied versehen ist, kennzeichnet, daß das zweite Trägheitsglied (64) das bei einem beschleunigten Abspulen des Gurtes linear bewegbar angeordnet ist. 25 von der Rolle die Rolle sperrt. Ein derartiges beschleunigtes Abspulen des Sicherheitsgurtes tritt insbesondere bei einer plötzlichen Verzögerung des Fahrzeuges infolge einer Notbremsung oder eines
Zusammenstoßes durch die Vorwärtsbewegung des
30 Gurtträgers als Sekundärwirkung auf. Es gibt aber auch Fälle, bei denen.die Geschwindigkeit des Fahrzeugs im wesentlichen konstant bleibt, die Insassen
Die Erfindung betrifft einen selbstsperrenden aber dennoch nach vorn gerissen werden, z.B. beim Gurtaufroller für Sicherheitsgurte, insbesondere für Abrollen über eine Böschung. In diesem Falle wird Kraftfahrzeuge, mit einer Trägheitssperre, bestehend 35 das erste Trägheitsglied wirksam, das auf die Beaus einem auf der Gurtwelle gelagerten Trägheits- schleunigung der Gurtrolle anspricht,
glied in Form einer Schwungmasse, das bei einer be- Wenn sich bei einem Zusammenstoß oder Aufstimmten Abrollbeschleunigung des Gurtes auf fahrunfall die Geschwindigkeit des Fahrzeugs sehr Grund seiner Trägheit gegenüber der .Gurtwelle zu- plötzlich ändert, reagiert das zweite Trägheitsglied. rückbleibt und dabei durch eine Einrichtung eine 40 Dadurch wird z.B. bei einem Aufprall die Reakaxiale Bewegung erfährt, so daß Sperrglieder wirk- tionsverzögerung zwischen der Abbremsung des sam werden. . . Fahrzeugs und der Beschleunigung des Sicherheits-
Eine derartige Einrichtung ist aus der französi- gurtabrollers vermieden. Auch bei seitlichem Übersehen Patentschrift 1247 843 bekannt. In dieser Pa- schlagen des Fahrzeugs reagiert das zweite Trägheitstentschrift wird ein selbstsperrender Gurtaufroller 45 glied.
beschrieben, bei dem auf der Gurtwelle eine mit Wenn die Einwirkung der Beschleunigungs- oder
einem Bremsbelag versehene Trägheitsscheibe lose Verzögerungskräfte aufhört, wird die Arretierung des gelagert ist, die beim raschen Herausziehen des Gur- Gurtaufrollers gelöst. Dies wird durch eine besontes hinter einer fest auf der Gurtwelle montierten dere Ausbildung und Anordnung des Trägheitsglie-Laufscheibe zurückbleibt und dann von teilweise 50 des erreicht, die weiter unten im einzelnen beschrieseitlich aus der Laufscheibe heraustretenden, in die ben ist.
Trägheitsscheibe eingreifenden Kugeln mit dem Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der
Bremsbelag gegen eine Seitenwand, des Gehäuses ge- Zeichnung dargestellt. Es zeigt
drückt wird, wodurch" eine sofortige Arretierung der F i g. 1 einen Gurtaufroller gemäß der Erfindung,
Gurtwelle eintritt. Dieser Gurtabroller spricht also 55 teilweise im Schnitt,
auf Beschleunigungen des Sicherheitsgurtträgers an, Fig. 2 eine Ansicht des Gurtauf rollers der Fig. 1
wird aber nicht arretiert, wenn nur das Fahrzeug eine von der linken Seite,
Beschleunigung oder Verzögerung erleidet. F i g. 3 eine Ansicht des Gurtaufrollers der F i g. 1
Aus der USA.-Patentschrift 2 650 655 ist ein wei- längs der Linie 3-3,
terer selbstsperrender Gurtaufroller bekannt, der so- 60 F i g. 4 ein abgeändertes Trägheitsglied in der Darwohl auf Beschleunigungs- als auch auf Verzöge- stellung von F i g. 3,
rungskräfte gleich welcher Einwirkungsrichtung rea- F i g. 5 teilweise im Längsschnitt eine weitere Ausgiert. Die Sperrvorrichtung dieses Aufrollers hat je- führungsform des Gurtaufrollers gemäß der Erfindoch den Nachteil, daß sie sich nicht selbsttätig wie- dung, die hinter einem Sitz entweder am Sitzrahmen der löst, wenn sie wirksam geworden ist, sondern von 65 oder am Boden befestigt werden kann,
Hand gelöst werden muß. Dies erschwert nicht nur F i g. 6 den Gurtaufroller gemäß F i g. 5 in einer
bei einem Unfall die Bergung der durch den Gurt ge- Ansicht von rechts, wobei der Bodenteil im Schnitt sicherten Person, sondern behindert auch den Fah- längs der Linie VI-VI von F i g. 5 dargestellt ist,
DE1430366A 1961-11-15 1962-11-14 Selbstsperrender Gurtaufroller für Sicherheitsgurte Pending DE1430366B2 (de)

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