DE1280331B - Sprachgesteuerter Zweikanalverstaerker fuer Gegensprechanlagen, insbesondere in Fernsprechanlagen - Google Patents

Sprachgesteuerter Zweikanalverstaerker fuer Gegensprechanlagen, insbesondere in Fernsprechanlagen

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DE1280331B
DE1280331B DE1965ST024174 DEST024174A DE1280331B DE 1280331 B DE1280331 B DE 1280331B DE 1965ST024174 DE1965ST024174 DE 1965ST024174 DE ST024174 A DEST024174 A DE ST024174A DE 1280331 B DE1280331 B DE 1280331B
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demodulator
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DE1965ST024174
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David Ekloev
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    • HELECTRICITY
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
H 04m
Deutsche KL· 21 a2-36/02
Nummer: 1280 331
Aktenzeichen: P 12 80 331.5-31 (St 24174)
Anmeldetag: 24. Juli 1965
Auslegetag: 17. Oktober 1968
Die Erfindung betrifft einen sprachgesteuerten Zweikanalverstärker für Gegensprechanlagen, insbesondere in Lautfernsprechanlagen, mit je einer Verstärkereinheit für jeden Übertragungskanal und einer Steuerschaltung zur gegensinnigen Einstellung der Verstärkung in beiden Übertragungskanälen, bei dem zur Verminderung der Störempfindlichkeit der Steuerschaltung bezüglich Stör- oder Hintergrundgeräuschspannungen mit stetigen oder sich langsam ändernden Amplituden eine aus jedem Übertragungskanal abgeleitete Steuerwechselspannung je einem Demodulator zugeführt wird, dessen Ausgangsspannung eine sprachmodulierte Gleichspannung ist und als Steuergleichspannung zur Beeinflussung der Verstärkung in den Übertragungskanälen benutzt wird.
Vorwiegend in Lautfernsprechanlagen werden Zweikanalverstärker mit sprachgesteuerter Verstärkungseinstellung verwendet, die das durch akustische Rückkopplung zwischen dem Lautsprecher und dem Mikrofon hervorgerufene Pfeifen vermeiden. Diese Verstärker arbeiten im allgemeinen mit herabgesetzter (mittlerer) Ruheverstärkung. Sofern in einer Richtung gesprochen wird, wächst die Verstärkung in dieser Richtung selbsttätig an, wogegen die Ver-* Stärkung in der entgegengesetzten Richtung gleichzeitig in einem etwas größeren Ausmaß abnimmt. Dabei wird sichergestellt, daß keine störende Selbsterregung der Schaltungsanordnung eintritt. Die Verstärkung wird im allgemeinen durch Steuerspannungen eingestellt, die von den Sprechwechselspannungen abgeleitet werden und die in dem Übertragungskanal angeordneten Steuerschaltmittel (Dämpfungsglieder oder Verstärker) steuern.
Diese Sprachsteuerschaltungen haben jedoch den Nachteil, daß sie sehr empfindlich auf Störgeräusche reagieren, die oft auf das Mikrofon gelangen. Das bedeutet, daß dann die Verstärkung in den beiden Übertragungskanälen auf einem oberen bzw. unteren Wert eingestellt bleibt, solange die Störgeräusche andauern. Dieser Nachteil hat sich als sehr störend erwiesen, wenn die Störgeräusche konstante Stärke oder langsam abnehmende Stärke haben. Solche Störgeräusche können z. B. durch einen Ventilator oder durch den Widerhall eines Weckers in einem Fernsprechapparat erzeugt werden. Wenn ein solches Störgeräusch konstant anhält oder langsam in seiner Stärke abnimmt, wird die Verstärkung in der entgegengesetzten Richtung auf einen niedrigen Wert gehalten, wodurch eine Beeinflussung der Sprachsteuerung und damit eine Sprachübertragung In dieser Richtung erschwert wird. In Zweikanalverstärkern, die an Telefonleitungen angeschlossen
Spraehgesteuerter Zweikanalverstärker
für Gegensprechanlagen,
insbesondere in Fernsprechanlagen
Anmelder:
International Standard Electric Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing, H. Ciaessen, Patentanwalt,
7000 Stuttgart W, Rotebühlstr. 70
Als Erfinder benannt:
David Eklöv, Älvsjö (Schweden)
Beanspruchte Priorität:
Schweden vom 14. August 1964 (9817)
sind, können auch elektrische Störspannungen auf der Telefonleitung die Sprachsteuerung in einer Richtung blockieren.
Es ist bereits ein sprachgesteuerter Zweikanalverstärker für Gegensprechanlagen (deutsche Auslegeschrift 1156 442) bekannt, bei dem eine Sprechrichtungsumschaltung auf Grund von Geräuschspannungen mit stetigen oder sich langsam ändernden Amplituden vermieden werden soll. Zu diesem Zweck wird eine vom Sprechkanal abgeleitete Steuerwechselspannung, die Sprach- und Geräuschfrequenzen enthält, einem Demodulator in Form eines ersten Gleichrichters zugeführt, dessen Ausgangsspannung eine sprachmodulierte Gleichspannung ist und über ein Zeitglied auf einen steuerbaren Wechselstromwiderstand in Form einer Diode einwirkt. Die vom Sprachkanal abgeleitete Wechselspannung wird auch dieser Diode über ein Koppelglied zugeleitet, verstärkt, gleichgerichtet und dann zur Einstellung von in den Übertragungskanälen angeordneten Dämpfungsgliedern benutzt.
Die bekannte Schaltungsanordnung hat jedoch mehrere Nachteile. Da der Störschall die Empfindlichkeit für die Sprachumschaltung verringert, bleibt auch beim Sprechen über das Mikrofon eine entsprechend hohe Dämpfung im Dämpfungsglied ein-
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geschaltet, so daß der Empfang auf der Gegenseite kurzzeitig auf und verursacht deshalb keine schwere entsprechend leise ist. Ferner bewirken konstante Blockierung der Sprachsteuerung auf eine Übertra-Sprechspannungen ohne Störer ebenso ein Herab- gungseinrichtung der Art, wie sie in bekannten Versetzen der Umschaltempfindlichkeit, was zu leisem stärkern während des Vorhandenseins von Dauer-Empfang auf der Gegenseite führt. Weiterhin ist der 5 geräuschen erfolgt.
Aufwand bei dieser bekannten Schaltungsanordnung Sprachsteuerschaltungen mit solchen Eigenschaf·-
verhältnismäßig hoch, denn es wird ein aufwendiges ten, daß die Sprachsignale die beiden Übertragungs-
Dämpfungsglied zwischen zwei Verstärkern je Kanal kanäle nicht vollständig durchschalten bzw. sperren,
verwendet. ' wodurch die Möglichkeit des sicheren Unterbrechens
Eine weitere ähnliche Schaltungsanordnung (deut- io des Sprechenden durch den bisher Hörenden gesche Auslegeschrift 1168 494) ermöglicht eine Ein- geben ist, sind noch nicht bekannt, stellung des Schwellwertes, bei dem die Umschaltung Durch die Erfindung ist es nun zunächst einmal des Zweikanalverstärkers vom Empfangs- in den möglich, die Störsignale, die die Sprachsteuerschal-Sendezustand erfolgt, von Hand, indem an einem rung dauernd blockieren können, abzutrennen, so Potentiometer eine unterschiedliche Gleichspannung 15 daß nur solche Geräuschspannungen, die denselben für die Steuerung des dem Hörkanal zugeordneten Charakter wie die Sprechwechselspannungen haben, einstellbaren Dämpfungsglied abgreifbar ist. Wegen diese Sprachsteuerschaltung beeinflussen können. Dader häufigen Neueinstellungen zur Anpassung an die her ermöglicht es die Erfindung auch, eine durch stark wechselnden Störgeräuschbedingungen ist eine eine Störgeräuschspannung bestimmte Übertragungssolche Maßnahme jedoch unpraktisch, die den Ein- 20 richtung durch Gegensprechen in derselben Weise satz derart ausgerüsteter Zweikanalverstärker stark in den Pausen umzukehren, wie dies bei den bekannbehindert hat. ten Sprachsteuerungen üblich ist.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Ein weiterer Nachteil von bekannten Sprach-
sprachgesteuerten Zweikanalverstärker für Gegen- Steuerschaltungen liegt darin, daß die Verstärkungssprechanlagen zu schaffen, bei dem die Störempfind- as änderung von einem der beiden Grenzwerte zum
lichkeit der Steuerschaltung vermindert ist und bei Ruhewert verzögert werden muß, so daß oft bei-
dem die genannten Nachteile der bekannten Schal- spielsweise bei einer prompten Erwiderung auf eine
tungsanordnungen vermieden sind. Frage oder bei der Quittungsdurchsage von Ziffern
Die Erfindung bezieht sich also auf einen sprach- die ersten Silben verlorengehen. Der Grund für diese gesteuerten Zweikanalverstärker für Gegensprech- 30 vergleichsweise lange Verzögerungszeit (etwa 150
anlagen, insbesondere in Lautfernsprechanlagen, mit bis 200 ms) ist der, daß die Masse des Lautsprechers
je einer Verstärkereinheit für jeden Übertragungs- und die ihn umgebende Luft wegen ihrer Trägheit
kanal und einer Steuerschaltung zur gegensinnigen gemäß einer gedämpften Schwingung ausschwingen,
Einstellung der Verstärkung in beiden Übertragungs- wobei diese Schwingungen nach Schluß der Zufuhr kanälen, bei dem zur Verminderung der Störempfind- 35 von elektrischer Energie zum Lautsprecher für eine
lichkeit der Steuerschaltung bezüglich Stör- oder solche Dauer erfolgen, wie sie oben erwähnt wurde.
Hintergrundgeräuschspannungen mit stetigen oder Wenn die Verstärkungsänderungszeit zu kurz ge-
sich langsam ändernden Amplituden eine aus jedem wählt wird, so bewirken die restlichen, das Mikro-
Übertragungskanal abgeleitete Steuerwechselspan- fön in demselben Lautfernsprechgerät beeinflussennung je einem Demodulator zugeführt wird, dessen 40 den Schwingungen, daß die Sprachsteuerung die
Ausgangsspannung eine sprachmodulierte Gleich- Übertragungsrichtung umgekehrt. Infolgedessen
spannung ist und als Steuergleichspannung zur Be- kehren diese restlichen Schwingungen als Echo zu
einflussung der Verstärkung in den Übertragungs- demjenigen Lautfernsprechgerät zurück, von dem
kanälen benutzt wird, und ist dadurch gekennzeich- sie ausgegangen sind. Bei Verwendung der Erfin-
net, daß jedem Demodulator je eine die Gleichspan- 45 dung jedoch kann diesem Nachteil weitgehend ent-
nungskomponente abtrennende Ableitschaltung und gegengewirkt werden, da die Sprachsteuerschaltung
dieser ein die erhaltene Modulationswechselspan- durch die genannten gedämpften Schwingungen, die
nung gleichrichtender zweiter Gleichrichter nachge- wie Störschwingungen wirken, nicht beeinflußt wird
schaltet ist und daß die Ausgangsspannung des zwei- und damit eine kürzere Verstärkungsänderungszeit
ten Gleichrichters unmittelbar als Regelspannung für 50 (Umsteuerung von einer Richtung zur anderen bzw.
die Verstärkungseinstellung der Steuerschaltung oder zum Ruhewert) erzielt werden kann.
Additionsschaltung zugeführt wird. In mit der Erfindung zusammenhängenden Prü-
Es hat sich mit einer derartigen Anordnung ge- fungen hat sich als günstig erwiesen, die Sprachzeigt, daß die Sprachsteuerung hinsichtlich starker steuerschaltung so zu bemessen, daß die Beträge der Störgeräuschspannungen mit konstanter Stärke voll- 55 Steuergleichspannungen nicht ganz proportional den ständig unempfindlich wurde, ohne daß die Empfind- Absolutwerten der Modulationsspannungen, sondern lichkeit hinsichtlich der Sprechwechselspannungen etwa proportional dem Modulationsgrad der ankomwesentlich vermindert wurde. menden Wechselspannungen sind.
Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung Dies kann dadurch erreicht werden, daß die vom
wird die Steuerwechselspannung dem Demodulator 60 Demodulator abgeleitete Gleichspannung dazu be-
über ein Bandpaßfilter zugeführt, welches Frequen- nutzt wird, die Wirksamkeit des genannten zweiten
zen außerhalb des Sprachbandes nicht durchläßt. Gleichrichters in einem vorbestimmten Verhältnis
Dadurch werden die Sprachwechselspannungen zum Ansteigen der Gleichspannung selbsttätig herab-
von den Geräuschwechselspannungen in zweckmäßi- zusetzen.
ger Weise weitestgehend getrennt. Nun enthalten 65 Ein weiterer geeigneter Weg besteht in der Ver-
zwar die Störgeräuschspannungen auch oft eine den wendung einer Schaltung, die den Mittelwert der
Sprechwechselspannungen entsprechende Modula- Amplitude des dem Demodulator zugeführten
tion, doch tritt diese Modulation in der Regel nur Wechselstromsignals konstant hält.
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Eine Schaltung dieser Art kann beispielsweise eine grad zwischen den Silben eines ausgesprochenen
der bekannten Presserschaltungen sein. Wortes aufrechtzuerhalten. Der Gleichrichter L 2
Die Erfindung wird an Hand von Ausführungs- sollte zweckmäßigerweise ein Doppelweggleichrichter
beispielen näher erläutert. Es zeigt sein, wodurch die Modulation der sprachfrequenz-
F i g. 1 einen Zweikanalverstärker gemäß der Er- 5 ten Steuerwechselspannung in größerem Maß als bei
findung mit einer so niedrigen Ruheverstärkung, daß Einweggleichrichtern ausgenutzt werden kann,
keine Gefahr einer Selbsterregung besteht, Die Ausgangsspannung U 4 des Gleichrichters L 2
F i g. 2 einen Zweikanalverstärker mit Vergleichs- wird einer Steuer- oder Additionsschaltung S zugeweise hoher Ruheverstärkung, führt, welche die beiden Ausgangsspannungen t/4
Fig.3 die Spannungen an den verschiedenen io und i/41 der kanalindividuellen GleichrichterL2
Funktionseinheiten des Verstärkers. aufsummiert. Diese summierten Ausgangsspannun-
Gemäß Fig. 1 wird in bekannter Weise der eine gen bewirken in bekannter Weise eine erste Steuer-Übertragungskanal (Kanal 1) durch ein Mikrofon Ml gleich- oder Summenspannung U S, die dem Ver- und durch einen mit seinem Eingang an dieses stärker VFl zugeleitet wird, und eine zweite Steuer-Mikrofon angeschlossenen Verstärker FFl gebildet, 15 gleich- oder Summenspannung U 6, die dem Verdessen Verstärkung veränderbar ist und an dessen stärker VF2 zugeleitet wird. Da die Ausgangsspan-Ausgang ein Lautsprecher Hl angeschlossen ist. Der nungen t/4 und U 41 entgegengesetzte Polaritäten andere Übertragungskanal (Kanal 2) mit einem Mi- haben, erhalten die Steuergleichspannungen 1/5 und krofonM2, einem Verstärker VF2 und einem Laut- t/6 solche Polaritäten, daß die Verstärkung in dem Sprecher H 2 ist in gleicher Weise aufgebaut. Das ao durchzuschaltenden Übertragungskanal zunimmt und Mikrofon Ml und der Lautsprecher H2 gehören zu in dem zu sperrenden passiven Ubertragungskanal dem einen Lautfernsprechgerät, während das Mikro- abnimmt.
fön M 2 und der Lautsprecher Hl zum anderen Laut- Durch eine Einstellschaltung M kann die am Ausfernsprechgerät gehören. Zwischen deren Lauspre- gang des DemodulatorsLl abgegriffene Ausgangscher und Mikrofon Ml bzw. M 2 besteht jeweils eine 25 spannung U 2 zu einer selbsttätigen Steuerung des akustische Dämpfung Dl bzw. D 2. Um einen in- zweiten Gleichrichters L 2 benutzt werden, derart, folge Selbsterregung auftretenden Pfeifton zu ver- daß dessen Ausgangsspannung t/4 dem Modulameiden, darf bekanntlich die Gesamtverstärkung der tionsgrad der dem Demodulator L 2 zugeführten Verstärker FFl, FF 2 niemals die Gesamtdämpfung Steuerwechselspannungen praktisch proportional ist. Dl, D 2 überschreiten. Diese Bedingung gilt sowohl 30 Die Einstellschaltung M kann Ausgleichs- und für die Ruheverstärkung als auch für alle sonstigen Verzögerungskondensatoren und geeignete Dämp-Verstärkungseinstellungen. fungs- oder Verstärkungsschaltungen zur Anpassung
F i g. 1 zeigt, wie die Mittel zur Verstärkungsein- der Spannungen aufweisen. Die Ausgangsspannung stellung in der Sprachsteuerung angeordnet sind. Ein der Einstellschaltung M kann vorzugsweise dazu be-Bandpaßfilter SF filtert die Steuerwechselspannung 35 nutzt werden, den Schwellwert des zweiten Gleich-(zur Einstellung der Verstärkung) aus, die vom ent- richters L 2 zu beeinflussen oder die Wirksamkeit des sprechenden Kanal abgeleitet ist. Dieses Bandpaß- Gleichrichters L 2 in anderer Weise in einem befilter hat eine solche Frequenzcharakteristik, daß alle stimmten Verhältnis zur Größe der Steuerwechsel-Frequenzen über und unter dem verwendeten Sprach- spannungen zu ändern.
band unterdrückt werden. Diese Frequenzcharakte- 40 F i g. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Zweiristik kann vorteilhaft aber auch völlig oder teilweise kanalverstärkers, in dem die gesamte Ruheverstärin der Frequenzcharakteristik des Mikrofons und des kung der zwei Verstärker FFl, FF 2 die gesamte Verstärkers FFl, FF 2 enthalten sein. Durch die akustische Dämpfung D1, D 2 fast erreichen darf.
Filterwirkung werden alle für die Sprachübertragung In diesem Fall wird die Gefahr eines störenden unwichtigen, jedoch zu Störungen der Sprachsteue- 45 Rückkopplungspfeiftones dadurch vermieden, daß in rung führenden Frequenzen ausgeschieden. Dem bekannter Weise zwei weitere zur Herunterregelung Bandpaßfilter SF kann zweckmäßigerweise ein dienende Steuergleichspannungen Ul und t/71 er-Presseverstärker CF folgen. Die von diesem erhal- zeugt werden, die stets höhere Werte als die Austene Steuerwechselspannung Ul wird in einem ersten gangsspannungen t/4 und t/41 für die Heraufrege-Gleichrichter oder Demodulator L1 demoduliert, der 50 lung haben. Fi g. 2 zeigt auch, daß jede Steuergleicheine Ladezeit in der Größenordnung von 20 ms und spannung t/7 bzw. t/71 für die Herunterregelung eine solche Entladezeit aufweist, die etwa so lang wie der Verstärkung in jedem Kanal 2 bzw. 1 von der die Änderungszeiten der Sprechspannungsamplituden Ausgangsspannung t/2 bzw. t/21 abgeleitet wird, ist. Die Gleichspannung t/2, die sich mit den die die von dem ersten Gleichrichter oder Demodu-Sprechspannungsamplituden ändert, wird einer Ab- 55 lator Ll des jeweils anderen Kanals 1 bzw. 2 stammt, leitschaltung DF zugeführt, welche die Gleichspan- Die Ausgangsspannung U 4 zur Heraufregelung des nungskomponente abtrennt. Die Ableitschaltung DF Kanals 1 und die Steuergleichspannung U 71 zur kann auch eine oder mehrere Verstärkerstufen und Herunterregelung dieses Kanals 1 haben verschieein Bandpaßfilter enthalten, welches nur solche Fre- dene Polaritäten und werden in einer kanaleigenen quenzen durchläßt, die charakteristisch für die Am- 60 Additionsschaltung Sl summiert. Die Summenspanplitudenänderung der Sprache (Modulation) sind. nung t/5 wird dann dem einstellbaren Verstärker Die am Ausgang der Ableitschaltung DF erhaltene FFl zugeleitet. In gleicher Weise werden die Span-Modulationswechselspannung t/3 wird einem zwei- nungen t/7 und t/41 in einer zweiten Additionsten Gleichrichter L 2 zugeleitet, der eine Ladezeit in schaltung 52 des Kanals 2 addiert, und die Sumder Größenordnung von 20 ms und eine Entladezeit 65 menspannung t/6 wird dem einstellbaren Verstärker in der Größenordnung von 50 bis 100 ms aufweist. FF 2 zugeführt.
Diese verhältnismäßig lange Entladezeit hat sich als Die besondere Funktion des mit höherer Ruhenötig erwiesen, um den eingestellten Verstärkungs- verstärkung arbeitenden Verstärkers gemäß F i g. 2
Wird dadurch erreicht, daß die Verstärkung in beiden Verstärkern VFl, VF 2 herabgesetzt wird, sobald Steuerwechselspannungen von annähernd gleicher Größe, gleichzeitig in den zwei Ubertragungskanälen auftreten, wie es bei einer beginnenden Selbsterregung geschieht. Diese Funktion wird in folgender Weise erzielt. Die Steuerwechselspannung Ul am Lautsprecher Hl führt über den ersten Gleichrichter oder Demodulator Ll, ein Zeitglied T und die Additionsschaltung 52 zu einer Teilspannung der Sum- ίο menspannung U 6, durch welche die Verstärkung des Verstärkers VFI herabgesetzt wird. Zur gleichen Zeit veranlaßt die der Steuerwechselspannung Ul entsprechende Spannung am Kanal 1 über dessen LautsprecherHl, die akustische Dämpfung!)2, das Mikrofon M 2, den Verstärker VF2, den Demodulator Ll, das Zeitglied T und die Additionsschaltung 51 die Erzeugung der Summenspannung 175, welche die Verstärkung des Verstärkers VFl herabsetzt. Dieselbe Funktion wird gleichzeitig auch in der anderen Übertragungsrichtung erreicht, wenn die Spannung U11 am Lautsprecher H 2 im Kanal 2 als Ausgangspunkt angesehen wird.
Fig. 3 zeigt, wie beispielsweise die verschiedenen Spannungen Ul bis US im Zweikanalverstärker gemaß der Erfindung aussehen können. Es sei angenommen, daß die Steuerwechselspannung Ul in dem Zeitbereich iO bis ti eine Störgeräuschwechselspannung ist, die durch Aufnahme des von einem Ventilator erzeugten Geräusches vom Mikrofon in einem Lautfernsprechgerät entsteht. Die Steuerwechselspannung Ul bewirkt eine gewisse Gleichspannung als Ausgangsspannung U2 des Demodulators Ll, aber der Modulationsgrad ist niedrig, und deshalb ist die erhaltene Modulationswechselspannung E/3 so klein, daß sie hier vernachlässigt werden kann. Das bedeutet, daß die vom Gleichrichter L 2 gelieferte Ausgangsspannung J74 ebenfalls so klein ist, daß der einstellbare Verstärker nur unwesentlich beeinflußt wird. Falls nun zusätzlich eine Sprechwechselspannung im Kanal 1 im Zeitbereich ti bis i3 empfangen wird, so ist die Steuerwechselspannung Ul eine sprachmodulierte Geräuschwechselspannung. Nach der Demodulation entsteht als Ausgangsspannung i/2 eine Gleichspannung, der eine Modulationswechselspannung überlagert ist. Der Gleichspannungsanteil der Ausgangsspannung U 2 wird nun abgetrennt, und die übrigbleibende Modulationswechselspannung J73 wird gleichgerichtet. Die dadurch entstehende Ausgangsspannung U 4 wird über eine Steuer- oder Additionsschaltung den einstellbaren Verstärkern zugeführt. Der Zeitbereich ti bis i2 ist die Anstiegszeit für das gegebenenfalls im Gleichrichter L 2 vorgesehene Glättungs- bzw. Zeitglied. Wie F i g. 3 zu entnehmen ist, hat dieser Zeitbereich dieselbe Größenordnung wie die Anstiegszeit der Sprechwechselspannungsamplituden. Die Ausgangsspannung UA kann deshalb richtigerweise zu Beginn der ersten Wortsilbe ansteigen.
Der Zweikanalverstärker nach der Erfindung ist auch als Leitungsverstärker in Zweidrahtfernsprechleitungen und bei an Zweidrahtfernsprechleitungen angeschlossenen Lautfemsprechgeräten verwendbar.
Die Erfindung kann auch bei Zweikanalverstärkern angewendet werden, in denen die Ruheverstärkung in den beiden Übertragungsrichtungen verschiedene Größen aufweist, was oft bedeutet, daß keine gegensinnige Herauf- und Herunterregelung in beiden Kanälen, sondern nur eine Herunterregelung der Verstärkung in einer Übertragungsrichtung stattfindet.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Sprachgesteuerter Zweikanalverstärker für Gegensprechanlagen, insbesondere in Lautfernsprechanlagen, mit je einer Verstärkereinheit für jeden Übertragungskanal und einer Steuerschaltung zur gegensinnigen Einstellung der Verstärkung in beiden Übertragungskanälen, bei dem zur Verminderung der Störempfindlichkeit der Steuerschaltung bezüglich Stör- oder Hintergrundgeräuschspannungen mit stetigen oder sich langsam ändernden Amplituden eine aus jedem Übertragungskanal abgeleitete Steuerwechselspannung je einem Demodulator zugeführt wird, dessen Ausgangsspannung eine sprachmodulierte Gleichspannung ist und als Steuergleichspannung zur Beeinflussung der Verstärkung in den Übertragungskanälen benutzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Demodulator (Ll) je eine die Gleichspannungskomponente abtrennende Ableitschaltung (DF) und dieser ein — die erhaltene Modulationswechselspannung gleichrichtender — zweiter Gleichrichter (L 2) nachgeschaltet ist und daß die Ausgangsspannung ([74) des zweiten Gleichrichters unmittelbar als Regelspannung für die Verstärkungseinstellung der Steuer-. oder Additionsschaltung (S) zugeführt wird.
2. Zweikanalverstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerwechselspannung dem Demodulator (Ll) über ein Bandpaßfilter (5F) zugeführt wird, welches Frequenzen außerhalb des Sprachbandes (300 bis 3600 Hz) nicht durchläßt.
3. Zweikanalverstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einstellschaltung (M) zur Beeinflussung der Ausgangsspannung (Z74) des zweiten Gleichrichters (L 2) vorgesehen sind, derart, daß diese (U 4) dem Modulationsgrad der dem Demodulator (Ll) zugeführten Steuerwechselspannung proportional ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1156 442,
1168494.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
£09 627/1100 10.68 © Bundesdruckerei Berlin
DE1965ST024174 1964-08-14 1965-07-24 Sprachgesteuerter Zweikanalverstaerker fuer Gegensprechanlagen, insbesondere in Fernsprechanlagen Pending DE1280331B (de)

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DE2907361A1 (de) * 1979-02-24 1980-08-28 Standard Elektrik Lorenz Ag Schaltungsanordnung zur stoerspannungsunterdrueckung in wechsel- oder gegensprechanlagen

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GB1114641A (en) 1968-05-22
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