DE1247097B - Dichtring - Google Patents

Dichtring

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DE1247097B
DE1247097B DE1965G0045553 DEG0045553A DE1247097B DE 1247097 B DE1247097 B DE 1247097B DE 1965G0045553 DE1965G0045553 DE 1965G0045553 DE G0045553 A DEG0045553 A DE G0045553A DE 1247097 B DE1247097 B DE 1247097B
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DE
Germany
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ring
sealing
groove
sealing ring
face
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Pending
Application number
DE1965G0045553
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Lothar Wiemann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Goetzewerke Friedrich Goetze AG
Original Assignee
Goetzewerke Friedrich Goetze AG
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Publication date
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Publication of DE1247097B publication Critical patent/DE1247097B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16JPISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
    • F16J15/00Sealings
    • F16J15/44Free-space packings
    • F16J15/441Free-space packings with floating ring

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sealing Devices (AREA)

Description

  • Dichtring Die Erfindung betrifft einen Dichtring zur Ab- dichtung zwischen einer Welle und einem Gehäuse, der unter Spannung mit seinem Innen- bzw. Außenumfang dichtend und drehfest an dem hohlzylindrischen bzw. zylindrischen Mantel des einen der beiden gegeneinander abzudichtenden Maschinenteile anliegt und unter dem Druck des abzudichtenden Mediums mit seiner einen Stirnfläche an der Nutwand des anderen der beiden Maschinenteile gleitend und dichtend anliegt, wobei in der zu axialen Anlaae bestimmten Stirnseite des Ringes eine Entlastungsringnut vorgesehen ist und die verbleibende Dichtfläche sich in der Nähe des Dichtspaltbereiches befindet.
  • Es ist allaemein bekannt, Kolbenringe, insbesondere im Querschnitt rechteckige Kompressionsringe, als Dichtring zur Abdichtung zwischen einer Welle und einem Gehäuse einzusetzen. Dabei liegt der Ring unter Eigenspannung vornehmlich mit seiner äußeren Mantelffäche radial an der zylindrischen Gehäusefläche und mit einer seiner Flanken axial an einer Gegendichtfläche. Letztere kann beispielsweise an einer Flanke der den Ring aufnehmenden Nut in der Welle, an der Stirnfläche eines Wellenabsatzes oder an einem mit der Welle umlaufenden und mit ihr dicht verbundenen Ring anliegen. Innenspannende Ringe können dagegen in einer Nut im Gehäuse angeordnet sein, wobei sie mit ihrer inneren Mantelfläche auf der Welle anliegen.
  • Die Relativbewegung soll bei Dichtringen an den axial aufeinanderliegenden Dichtflächen stattfinden, d. h. Ringflanke und Nutflanke sollen aufeinander gleiten. Hierzu ist es jedoch erforderlich, daß die Reibkraft zwischen Ringmantelfläche und Welle bzw. Gehäuse wesentlich größer ist als die Reibkraft an der Ringflanke. Legt man einen etwa gleich großen Reibbeiwert an Mantelfläche und Flanke des Wellendichtringes zugrunde, so muß die Radialkraft größer sein als'die Axialkraft.
  • Die Radialkraft ergibt sich als Summe aus der dem Ring innewohnenden Eigenspannung plus der Kraft aus dem Druck des abzudichtenden Mediums. Die Axialkraft entsteht aus dem Druck des abzudichtenden Mediums auf eine Ringflanke. Zur Verringerung der Reibleistung und der dadurch entstehenden Wärme muß die Reibkraft der gleitenden Flächen möglichst klein gehalten werden.
  • Diese Forderung kann ein Ring mit rechteckiger Querschnittsform nur schwer erfüllen, da die radiale Wandstärke des Ringes, die die Größe der Axialkraft beeinflußt, nicht beliebig klein gehalten werden kann.
  • T)it-.-,pn Fnrderiinpe,.n kammt ein hek2nnter Dichtungskörper nach, der so ausgebildet ist, daß er in der einen Richtung (radial) mit verhältnismäßig größerer Fläche und mit entsprechend stärkerem Druck an den einen Maschinenteil zur Anlage gebracht wird als an den anderen Maschinenteil, so daß der Dichtungskörper von dem an seiner größeren Fläche anliegenden Maschinenteil durch Reibung mitgenommen wird und mit seiner kleineren Fläche an dem anderen Maschinenteil gleitet. Zur Verringerung der axialen An reßkraft des Dichtungsringes gegen den P C einen Maschinenteil, weist der Dichtungsring an der mit dem zuaeordneten Maschinenteil unter Gleitbewegung in Berührung stehenden Flankenfläche Rücksprünge auf, die im wesentlichen durch eine im mittleren Bereich der Flankenfläche verlaufende konzentrische Ringnut sowie durch die Nut mit dem Ringrücken verbindende Kanäle gebildet sind.
  • Durch eine solche Anordnung wird zwar die Anlagefläche der Ringflanke um einen gewissen Teil verkleinert C und durch den Druck des in die Nut eingedrungenen Mediums eine die Anpreßkraft des Dichtkörpers verringernde Gegenkraft erzeugt. Jedoch ist durch die verbleibenden axialen Ringstege im radial äußeren und inneren Bereich der anliegenden Ringflanke eine große, genau plan gearbeitete Gegendichtfläche erforderlich, um eine ausreichende Abdichtun-- an dieser Stelle erzielen zu können.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Dichtring zu schaffen, der eine kleinstmögliche radiale Anlagebreite der Gleitfläche aufweist, um somit den Einfluß der Umfangswelligkeit einer normal bearbeiteten Gegendichtfläche (Nutflanke) weitgehend auszuschalten und eine ausreichende Abdichtung zu gewährleisten.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Entlastungsnut sich von der Dichtfläche über die gesamte radiale Stirnfläche des Ringes erstreckt, derart, daß der Dichtring ausschließlich im Bereich der verbleibenden, relativ schmalen Dichtfläche axial an der Nutwand zur Anlage kommt. Eine solche Ausbildung des Dichtringes bringt nicht nur den gewünschten technischen Vorteil mit sich, sondern gestattet auch eine einfachere Herstellung der Dichtflächen. Dies ist mit von ausschlaggebender Bedeutung, da es sich bei dem Erfindungsgegenstand um ein Massenprodukt handelt.
  • Um ein Verwinden des Dichtringes im eingebauten Zustand zu vermeiden, wird ein in bezug auf eine radiale Ringachse symmetrischer Ringquerschnitt vorgeschlagen. Dadurch ist es nicht erforderlich, den Ring in einer bestimmten Lage einzubauen. Außerdem kann der Dichtring nunmehr auch bei wechselndem Dichtdruck mit der gegenüberliegenden Flanke an der anderen Nutflanke abdichten.
  • Durch die vorliegende Erfindung ist die vom Druck des abzudichtenden Mediums hervorgerufene Axialkraft nur noch von der Größe der Dichtfläche des Dichtsteges abhängig und kann, unter der Voraussetzung, daß der Spalt zwischen Welle und Gehäuse vernachlässigbar klein ist, nahezu beliebig klein gemacht werden, ohne daß dabei die Flächenpressung steigt. Diese kann allein durch den Druck des Mediums beeinflußt werden. Außerdem bewirkt ein radial schmaler Dichtsteg, daß sich Fehler in der Planheit der Nutflanken weniger auswirken als bei Ringen mit radial breiter Flanke. Die Radialkraft aus der Eigenspannung des Dichtringes kann letzten Endes durch Variationen der radialen Wandstärke und der axialen Höhe eingestellt werden, ohne daß dadurch die Axialkraft beeinflußt wird.
  • Die Erfindung ist an Ausführungsbeispielen in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt F i g. 1 einen Querschnitt durch einen eingebauten, nach außen selbstspannenden Dichtring, F i g. 2 einen Querschnitt durch einen eingebauten, nach innen selbstspannenden Dichtring, F i g. 3 einen Querschnitt durch einen eingebauten, nach innen fremdspannenden Dichtring.
  • Der Dichtring ist mit 1, l', Y' und die ihn aufnehmende Nut mit 2 bezeichnet. Ersterer weist auf seinen Flanken Entlastungsnuten 3, 4 und Dichtstege 5, 6 auf mit den Dichtflächen 7, 8. Nach F i g. 1 wird der im Schnitt dargestellte, nach außen selbstspannende Dichtring 1 durch den Druck des Mediums - durch Pfeil gekennzeichnet - mit seiner Dichtstegfläche 7 gegen die Flanke 9 der Nut 2 gedrückt. Durch seine Eigenspannung liegt der Ring mit seiner äußeren Mantelfläche 10 an der zylindrischen Innenfläche 11 des Gehäusekörpers 12 an. Wie in F i g. 2 dargestellt, liegt die innere Mantelfläche 13 durch die Eigenspannung des nach innen selbstspannenden Dichtringes l' fest auf der Welle 14. Durch den Druck des abzudichtenden Mediums - durch Pfeil gekennzeichnet - wird der Dichtring mit seiner Dichtstegfläche 7 gegen die Flanke 15 der in dem Gehäuse 12 eingearbeiteten Nut 2 gedrückt.
  • Bei F i g. 3 besteht der Dichtring Y' aus mehreren segmentförmigen Dichtteilen. Diese weisen auf ihrem Außenumfang eine Nut 16 auf, in welcher eine ringförmige Schraubenfeder 17 vorgesehen ist. Mit Hilfe dieser Schraubenfeder werden die Dichtteile V' zusammengehalten und mit ihren inneren Mantelflächen 13' gegen die Welle 14 gedrückt. Im übrigen weisen die Dichtteile den erfindungsgemäßen Querschnitt, wie auch bei F i g. 1 und 2 dargestellt, auf.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Dichtring zur Abdichtung zwischen einer Welle und einem Gehäuse, der unter Spannung mit seinem Innen- bzw. Außenumfang dichtend und drehfest an dem hohlzylindrischen bzw. zylindrischen Mantel des einen der beiden gegeneinander abzudichtenden Maschinenteile anliegt und unter dem Druck des abzudichtenden Mediums mit seiner einen Stimfläche an der Nutwand des anderen der beiden Maschinenteile gleitend und dichtend anliegt, wobei in der zur axialen Anlage bestimmten Stirnseite des Ringes eine Entlastungsringnut vorgesehen ist und die verbleibende Dichtfläche sich in der Nähe des Dichtspaltbereiches befindet, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß die Entlastungsnut (3, 4) sich von der Dichtfläche (7, 8) über die gesamte radiale Stirnfläche des Ringes erstreckt, derart, daß der Dichtring ausschließlich im Bereich der verbleibenden, relativ schmalen Dichtfläche (7, 8) axial an der Nutwand (9 bzw. 15) zur Anlage kommt.
  2. 2. Dichtring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringquerschnitt in bezug auf eine radiale Ringachse symmetrisch ausgebildet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1056 440.
DE1965G0045553 1965-12-24 1965-12-24 Dichtring Pending DE1247097B (de)

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