DE122104C - - Google Patents

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DE122104C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L15/00Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00
    • F01L15/02Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00 with valves other than cylindrical, sleeve, or part-annularly-shaped, e.g. flat D-valves

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Auxiliary Devices For And Details Of Packaging Control (AREA)

Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
JVr 122104 KLASSE 14</.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. Dezember 189g ab.
Der Gegenstand der Erfindung betrifft eine Steuerung, bei welcher die Vortheile der Doppelschiebersteuerungen durch einen einzigen Schieber in Verbindung mit einem geeigneten Regulator erzielt werden, und bezweckt, eine wechselseitige, vollständige Unabhängigkeit der Einströmungs- und Ausströmungsverhältnisse von einander, d. h. jede Füllungsänderung soll ebenso ohne Einflufs auf die Vorausströmung und Compression bleiben, wie eine Veränderung der Vorausströmung und Compression die Voreinströmung und Füllung unbeeinflufst lafst. .
Dies wird durch folgende Einrichtung erreicht:
Bei dem dargestellten einfachen Schieber (Kolben- oder Flachschieber) sind die Einströmungskanten gegen die Ausströmungskanten um 90 ° versetzt. Welche dieser beiden Kanten den Einlafs steuert, ist gleichgültig; im vorliegenden Falle sei die quer zur Maschinenachse liegende Kante die Einlafskante.
Der Schieber erhält eine doppelte Bewegung:
1. Für die Steuerung der Einlafskanten eine hin- und hergehende Längsbewegung, hervorgerufen durch ein Excenter, welches gleichzeitig einen Theil eines Reglers bildet oder mit diesem verbunden ist und von demselben beeinflufst wird. Der Regler ist bekannter Art und soll so beschaffen sein, dafs Voreilungswinkel und Excentricität zugleich in irgend einer bekannten Weise (Lenkersystem, Doppelexcenter u. s. w.) beeinflufst werden.
2. Für die Steuerung der Auslafskanten eine schwingende Bewegung quer zur Maschinenachse, hervorgerufen durch ein zweites, vom ersten gänzlich unabhängiges Excenter. Die Bewegungsübertragung von diesem Excenter auf die Schieberstange geschieht durch entsprechend angeordnete Winkelhebel und Gestänge, wie später beschrieben.
Dadurch, dafs die beiden Bewegungen gänzlich unabhängig von einander erzeugt werden, ferner dadurch, dafs infolge der Versetzung der Steuerkanten um 90° die Steuerbewegung der einen Kante die andere Kante nur in der Richtung dieser anderen Kante verschieben kann, ist eine vollkommene, gegenseitige Unabhängigkeit erzielt. Es wird also eine Veränderung der Füllung die Vorausströmung und Compression unbeeinflufst lassen und umgekehrt eine Aenderung der Vorausströmung und Compression ohne Einflufs auf die Voreinströmung und Füllung bleiben. Eine solche Aenderung der Compression kann durch Schwenken des entsprechenden Excenters und Längenänderung des Antriebsgestänges
Hand erfolgen.
Der Schieber ist in Fig. 1
Fläche und im Querschnitt dargestellt. Er erhält, wie oben beschrieben, eine hin- und hergehende Bewegung parallel zur Maschinenachse und eine zweite schwingende Bewegung quer zur Maschinenachse. Eine dieser Bewegungen, durch die Linie A-A angedeutet, bethätigt eine einzige, wenn nöthig mehrfach theilbare Steuerkante α α, durch welche Voreinströmung und Expansion gesteuert werden; sie wird durch einen Regler beeinflufst, der zugleich Voreilungswinkel und Excentricität verändert. Die andere — durch Linie B-B angedeutete —: Bewegung bethätigt durch die Steuerkante b b
von
in abgewickelter
Vorausströmung und Compression. Unter dem Einflüsse beider Bewegungen beschreibt jeder Punkt des Schiebers auf dem Schieberspiegel elliptische Bahnen.
Fig. 2 zeigt einen nach den oben ausgeführten Grundsätzen gestalteten Schieber in Längenschnitt, Ansicht und Endansicht. Fig. 3 zeigt die zugehörige Grundbüchse. Die Trapezform der Kanäle in derselben ist für die Wirkungsweise ohne Belang und nur aus constructiven Rücksichten gewählt worden. Statt eines trapezförmigen Kanals können auch zwei getrennte, um 90° gegen einander versetzte Schlitze angenommen werden.
Fig. 4 und 5 geben eine schematische Darstellung des Schieberantriebes. Die Bewegung, des mit dem Regler verbundenen oder einen Theil. desselben bildenden Excenters c wird durch die Excenterstange und die mit derselben drehbar verbundene Schieberstange auf bekannte Weise als hin- und hergehende Längsbewegung auf den Schieber übertragen. Das Excenter d, welches die Auslafskanten steuert, greift an dem wagerechten Arm eines am Schieberstangenführungsbock gelagerten W7inkelhebels an, dessen senkrechter Arm durch eine geeignete Verbindung einen auf der Schieberstange in Prismenführung gleitenden Hebel bewegt. Dieser Hebel ist im Führungsbock gelagert und theilt dem Schieber die Excenterbewegung als schwingende Querbewegung mit.
Dieser Schieber giebt wegen der Trennung der Steuerungsbewegungen für Einlafs und Auslafs vollkommene Diagramme bei jeder Füllung, somit gegenüber den einfachen Schiebern gröfsere Völligkeit und geringeren Dampfverbrauch. Gegenüber der gleichwerthigen Doppelschiebersteuerung ergiebt sich der Vortheil kleinerer schädlicher Räume und kleinerer bewegter Massen.
Einfache Schieber mit zwei sich kreuzenden Bewegungen sind zwar schon bekannt (D. R. P. 37408, 37544 und 101556), dieselben besitzen aber sämmtlich nicht die Eigenschaft, dafs Voreinströmung und Expansion von der Vorausströmung und Compression vollkommen unabhängig sind, da bei diesen der Einflufs. einer jeden der beiden Steuerbewegungen nicht allein auf die von derselben gesteuerte Kante beschränkt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Steuerung mit einem Schieber, welchem aufser einer hin- und hergehenden eine schwingende Bewegung ertheilt wird, zwecks Veränderung des Füllungsgrades ohne Beeinflussung der Compression und Vorausströmung, dadurch gekennzeichnet, dafs die den Aus- und Einlafs steuernden Kanten, welche erforderlichenfalls mehrfach getheilt sein können, einen rechten Winkel mit einander bilden, um gleichfalls bei Veränderung der Compression oder der Vorausströmung eine Rückwirkung auf die Voreinströmung und Füllung zu vermeiden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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