DE1135397B - Verfahren und Vorrichtungen zur Erleichterung des Ein- und Ausbaues eines Rohrstranges in Mehrstrangsonden - Google Patents

Verfahren und Vorrichtungen zur Erleichterung des Ein- und Ausbaues eines Rohrstranges in Mehrstrangsonden

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DE1135397B
DE1135397B DEB49470A DEB0049470A DE1135397B DE 1135397 B DE1135397 B DE 1135397B DE B49470 A DEB49470 A DE B49470A DE B0049470 A DEB0049470 A DE B0049470A DE 1135397 B DE1135397 B DE 1135397B
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pipe
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DEB49470A
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Allen Franklin Rhodes
John Beson
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    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B33/00Sealing or packing boreholes or wells
    • E21B33/02Surface sealing or packing
    • E21B33/03Well heads; Setting-up thereof
    • E21B33/04Casing heads; Suspending casings or tubings in well heads
    • E21B33/047Casing heads; Suspending casings or tubings in well heads for plural tubing strings

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Description

  • Verfahren und Vorrichtungen zur Erleichterung des Ein- und Ausbaues eines Rohrstranges in Mehrstrangsonden Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtungen zur Erleichterung des Ein- und Ausbaues eines Rohrstranges in Mehrstrangsonden.
  • Es ist bekannt, für die gleichzeitige Förderung aus zwei oder mehr unter verschiedenen Drücken stehenden Öl- oder Gashorizonten die erforderlichen Steigrohrstränge gleichzeitig in das Bohrloch einzubringen. Dieses Verfahren hat zwar den Vorteil, daß sich die beiden Rohrstränge beim Einbau nicht behindern können, zumal wenn die Rohrstränge zur Sicherung ihrer gegenseitigen Lage durch Schellen miteinander verbunden werden. Es weist aber den Nachteil auf, daß beide Rohrstränge gleichzeitig durch am oberen Ende des Bohrloches befindliche Hebemaschinen gehalten und gehoben werden müssen. Da das Rohrgewicht bei tiefen Bohrlöchern entsprechend hoch wird, müssen sehr leistungsfähige Hebemaschinen für diese Arbeit angeschafft werden, was das Verfahren verteuert.
  • Ein weiterer wesentlicher Nachteil dieses und ähnlicher Verfahren zum gleichzeitigen Einbringen von Steigrohrsträngen in Bohrlöcher besteht darin, daß der nachträgliche Ausbau eines Steigrohres deshalb erschwert bzw. unmöglich wird, weil Rohrstränge die Neigung haben, sich im Bohrloch korkenzieherartig abzukrümmen. Wenn es daher bei den bekannten Einrichtungen erforderlich wurde, einen Rohrstrang etwa wegen einer Reparatur zu entfernen, so lief man stets Gefahr, daß der verbleibende Rohrstrang den Ausbau oder Wiedereinbau dieses Rohrstrangs behinderte.
  • Die Erfindung vermeidet diesen Nachteil dadurch, daß jeder Rohrstrang nach dem Einbringen in das Bohrloch unter Längsspannung gesetzt wird.
  • Grundsätzlich kann zur Lösung dieser Aufgabe, den Rohrstrang unter Längsspannung zu setzen, jedes aus der Technik bekannte Verfahren zum Längsspannen langgestreckter Körper verwendet werden. Ein erfindungsgemäß bevorzugtes Verfahren, welches Packer verwendet, die die unteren Enden der Rohrstränge festhalten, ist dadurch gekennzeichnet, daß ein die Rohrstränge mit Spiel umgebender Tragring im Rohrkopf vorgesehen ist, der nach dem Spannen eines Rohrstranges ein auf diesem axial verstellbares Glied unterfängt. Die Auflagerfläche des Tragringes soll dabei einen Innendurchmesser haben, der größer als der Außendurchmesser einer am oberen Ende des Rohrstranges befestigten, mit Außengewinde versehenen Rohrkupplung ist und zur Abstützung des nach dem Spannen des Rohrstranges auf das Außengewinde aufgeschraubten Gliedes dient.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung erstrecken sich die Auflagerflächen der Vorrichtung, die in an sich bekannter Weise einen Tragring mit zwei in Richtung seines Durchmessers nebeneinander liegenden Auflagerflächen für zwei Rohrstränge enthält, bis zur Außenwand des Tragrings und weisen die Wandungen der oberhalb der Auflagerfiächen liegenden Ausbohrungen des Tragrings oberhalb der Berührungsstellen dieser Flächen mit der Außenwand seitliche Ausschnitte auf.
  • Andere Kennzeichen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung einer bevorzugten Ausführung an Hand der Zeichnungen. In den Zeichnungen ist Fig. 1 ein teilweise in Ansicht dargestellter senkrechter Schnitt der bevorzugten Ausführung der Vorrichtung in einer ersten Stufe des Verfahrens, Fig.2 ein der Fig. 1 ähnlicher Schnitt in einer zweiten Stufe des Verfahrens, Fig. 3 ein vergrößerter senkrechter Teilschnitt der bevorzugten Vorrichtung mit einem in das Bohrloch gesenkten Steigrohr, Fig. 4 ein der Fig. 3 ähnlicher Teilschnitt mit zwei eingesetzten Steigrohren, Fig. 5 ein den Fig. 3 und 4 ähnlicher Schnitt mit eingesetzter Abdichtvorrichtung, Fig. 6 ein waagerechter Schnitt nach Linie 6-6 der Fig.4, wobei beide Rohrstränge vom Träger abgenommen worden sind, und Fig. 7 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie 7-7 der Fig. 6 lediglich des Tragkörpers der bevorzugten Ausführung.
  • Die Fig. 1 bis 5 zeigen nicht nur Einzelteile der Tragvorrichtung, sondern auch die verschiedenen Zusammensetzstufen, so daß sich aus diesen Fig. 1 bis 5 auch das Zusammensetzverfahren erkennen läßt.
  • Ein Mantelrohr 12 umgibt den oberen Teil eines von der Erdoberfläche 11 in die Erdschicht gebohrten Bohrloches 10 (Fig. 1 und 2). Das Rohr 12 ist mit seinem unteren Ende einzementiert. Ein zweites Rohr 15 kleineren Durchmessers durchsetzt konzentrisch das Rohr 12 und erstreckt sich zum Boden (nicht dargestellt) des Bohrloches, wo es in üblicher Weise ähnlich dem Bohrrohr 12 einzementiert ist. Es können mehrere derartiger konzentrischer Rohre angeordnet werden, was von den jeweiligen Umständen abhängt. Die in den Fig: 1 und 2 dargestellte Ausführung ist nur als Beispiel zu werten, da Zahl und Anordnung der Mantelrohre in keiner Weise die Erfindung beeinflussen. In jedem Falle befindet sich im unteren Teil des Bohrloches 10 ein einziges Mantelrohr, das von keinem anderen Rohr umgeben wird.
  • Ein Verrohrungskopf 20 ist in üblicher Weise mit dem oberen Ende des Rohres 12 verbunden. Rohr 15 wird von den in den Verrohrungskopf 20 eingesetzten Haltekeilen 21 getragen. Der das Rohr 15 im Verrohrungskopf 20 umgebende Ringraum wird von einer Abdichtung 22 abgedichtet, die von mehreren Klemmschrauben 23, die den oberen Flansch 24 des Verrohrungskopfes 20 radial durchsetzen, nach unten gedrückt wird. Verrohrungskopf 20 hat Seitenauslässe 25, 26 die einen Zugang zu dem zwischen den Rohren 12 und 15 vorhandenen Ringraum ermöglichen.
  • Eia Steigrohrkopf 30 befindet sich oberhalb des Verrohrungskopfes 20 und ist mit seinem unteren Flansch 31 am oberen Flansch 24 des Verrohrungskopfes 20 mittels mehrerer Schraubenbolzen 32 befestigt. Eine aus einem Stahlring bestehende Abdichtung 33 bildet einen flüssigkeitsdichten Abschluß dieser Verbindungsstelle. Eine zweite Abdichtung 34 in der unteren Bohrung des. Steigrohrkopfes 30 wird von mehreren Klemmschrauen 36, die den Flansch 31 radial durchsetzen, nach oben gedrückt, um einen Verschluß um das in den Steigrohrkopf 30 ragende obere Ende des Rohres 15 zu bilden.
  • Steigrohrkopf 30 hat Seitenauslässe 37, 38; die einen Zugang zu dem Innenraum des Steigrohrkopfes 30 und des Rohres 15 ermöglichen. Das obere Ende des Steigrohrkopfes 30 wird von einem Flansch 39 umgeben, mit dem eine über dem Steigrohrkopf 30 befindliche Ausrüstung (in den Fig. 1 und 2 nicht dargestellt) an den Steigrohrkopf 30 angeschlossen werden kann.
  • Steigrohrkopf 30 (Fig. 3 bis 6) hat eine Längsbohrung 50 mit einer nach unten konvergierenden Kegelschulter 51; die an entgegengesetzten Seiten 51, 52 bogenförmig ausgeschnitten ist, so daß die Steigrohrstränge 54, 55 und die Kupplungen 56 in den Steigrohrkopf 30 eingeschoben werden können.
  • Ein Tragring 60 (Fig. 3 bis 7) stützt sich auf der i Schulter 51 auf, wobei eine die Unterkante des Tragrings 60 umgebende Schulter 61, von gleicher Kegelneigung wie die Schulter 51, die Auflagerfläche bildet. Schulter 61 hat an entgegengesetzten Seiten ebenfalls Ausschnitte, die mit den Ausschnitten 52, 53 der Schulter 51 übereinstimmen.
  • Zwei Einstellzapfen 63, 64, von denen jeder Zapfen einen Abstand von 90 Winkelgrad von den Ausschnitten 52, 53 hat, passen dicht in Schlitze (nicht dargestellt), die sich abwärts von Schulter 51 an entgegengesetzten Seiten derselben befinden. Die Zapfen sind in die Schlitze eingeschweißt. Die Zapfen 63, 64 ragen oberhalb der Schulter 51 längs der Seiten der Bohrung 50 vor und sind an ihren Seitenflächen und Innenflächen abgeschrägt, so daß sie ein Gleiten des Tragringes 60, der Steigrohre und der Steigrohrkupplungen nicht behindern.
  • Tragring 60 hat zwei im wesentlichen zylindrische, nichtkonzentrisch angeordnete Steigrohrdurchlässe 65, 66, die den Tragring 60 lotrecht durchsetzen. Durchlaß 65 wird von einer von der oberen Kante des Tragringes 60 ausgehenden Ausbohrung 68, die sich abwärts zu einem nach unten konvergierenden ringförmigen Kegelsitz 69 erstreckt, und von einer von der unteren Kante des Tragringes 60 ausgehenden Ausbohrung 70 gebildet, die sich aufwärts zu der nach oben konvergierenden Kegelfläche 71 erstreckt. Zwischen diesen Ausbohrungen 68, 70 wird der Durchlaß 65 von einer Zwischenbohrung 72 gebildet. In gleicher Weise wird der Durchlaß 66 von einer oberen Ausbohrung 74; die nach unten am Auflager 75 endet, ferner durch eine untere Ausbohrung 76, die nach oben an der Schrägfläche 77 endet, und durch eine Zwischenbohrung 78 gebildet. Die unteren Ausbohrungen sind zum Teil durch gestrichelte Linien in Fig. 6 dargestellt. Die von den oberen Ausbohrungen gebildeten rechteckigen Kanten haben Abschrägungen 80, 81, so daß sie keine Hindernisse beim Einsetzen und Herausnehmen der Ausrüstung bilden. Die unteren Ausbohrungen 70 und 76 sind radial nach innen von den oberen Ausbohrungen 68 bzw. 74 eingemittet, damit eine geringe Einwärtsbiegung der Steigrohre 54 und 55 möglich ist, die weiter unten im Bohrloch auftritt.
  • Die Wandstärken des Tragringes 60 an den Außenseiten der Zwischenbohrungen 72 und 78 und den unteren Ausbohrungen 70 und 76 sind sehr gering. Tragring 60 hat in seiner Außenfläche sich gegenüberstehende lotrechte Schlitze 83, 84, von denen jeder Schlitz um 90 Winkelgrad von einer die Achsen der Bohrungen und der Ausbohrungen schneidenden lotrechten Ebene versetzt ist. Jeder Schlitz 83, 84 nimmt einen der Zapfen 63, 64 dicht passend auf, die sich oberhalb der Schulter 51 erstrecken und die ein Mittel zur Ausrichtung des Tragringes 60 in Umfangsrichtung bei seinem Einsetzen in den Steigrohrkopf 30 bilden. Die Ausbohrungen sind mit je einem der bogenförmigen Ausschnitte 52, 53 von Schulter 51 ausgerichtet.
  • Die unteren Ausbohrungen 70, 76 überschneiden sich an der Mitte des Tragringes 60, so daß an dieser Stelle zwischen diesen Ausbohrungen eine Seitenöffnung 86 vorhanden ist. Die oberen Ausbohrungen verlaufen tangential zu den Seiten des Tragrings 60, so daß daher an dieser Stelle Seitenöffnungen an den Seiten 87 und 88 dieser Ausbohrungen vorhanden sind. Der Tragring 60 hat daher eine Kleinstgröße. Weder an den Außenseiten der Steigrohrstränge noch zwischen den Steigrohrsträngen ist ein Leerraum vorhanden. Diese Ausführung, die durch die Form der Auflager zum Tragen der Steigrohrstränge im Tragring 60 möglich gemacht ist, unterscheidet die neue Vorrichtung von den Tragvorrichtungen, in denen zum Halten der Steigrohrstränge Haltekeile verwendet werden. Bei der Verwendung von Haltekeilen muß ein stärkeres seitliches Auflager für die Haltekeile an den den Tragring durchsetzenden Steigrohrdurchlässen vorhanden sein. Bei der Ausführung nach der Erfindung ist kein derartig verstärktes Seitenauflager auf einem senkrecht zu den Achsen der Ausbohrungen verlaufenden Durchmesser und senkrecht zu den Achsen der beiden in den Bohrungen getragenen Steigrohrsträngen 54, 55 vorhanden.
  • Zur Abstützung der Steigrohrstränge im Tragring 60 dienen Rohrkupplungen. Die den Steigrohrstrang 54 abstützende Kupplung 90 liegt auf dem die Bohrung 65 umgebenden Auflager 69 und die den Steigrohrstrang 55 abstützende Kupplung 91 auf dem die Bohrung 66 umgebenden Auflager 75 auf. Jede der im Aufbau sich gleichenden Kupplungen 90 und 91 hat eine abnehmbare Tragbüchse 92, die auf an einem Zwischenabschnitt der Kupplungen befindliche Gewindegänge 93 aufgeschraubt ist, die vorzugsweise das dargestellte »Acrne«-Profil oder ein anderes widerstandsfähiges Gewindeprofil haben. Die Spitzen der Gewindegänge 93 ragen radial nach außen nicht über die unteren Teile der Kupplungen hinaus.
  • Jede Kupplung 90, 91 wird von einem rohrförmigen lotrechten Durchlaß 94 durchsetzt. Die Durchlässe 94 haben Ausnehmungen 95, 96 zum Einbau von Rückschlagventilen 97. Die Rückschlagventile 97 haben oben Hantierungsanschlüsse 98 und 99, an denen sie mittels Werkzeugen (nicht dargestellt) gehandhabt werden können, um sie von oben her in die aufgesetzten Kupplungen einzusetzen oder aus diesen Kupplungen herauszuheben, und zwar durch die Aufbauten und/oder die Ausbruchssicherungen (nicht dargestellt) hindurch, die üblicherweise in Bohrlochanlagen verwendet werden.
  • Jede Kupplung 90, 91 hat eine untere Gewindefassung 100, in die das obere Gewindeende des einen Rohrstranges eingeschraubt ist. In der Darstellung ist Rohrstrang 54 in die Fassung 100 von Kupplung 90 und Rohrstrang 55 in die Fassung 100 von Kupplung 91 eingeschraubt. Jede Kupplung 90, 91 hat auch eine obere Gewindefassung 101, in die die Rohrnippel 104 und 105 eingeschraubt werden, die dann in den oberhalb des Verrohrungskopfes 20 befindlichen Bauteil 110 ragen und dort abgedichtet werden.
  • Bauteil 110 kann zu irgendeiner beliebigen, eine Doppelbohrung aufweisenden Vorrichtung gehören, ist aber für gewöhnlich ein mit zwei Bohrungen versehenes Ventil zur Regelung des Steigstromes aus den in dem Bohrloch befindlichen beiden Steigrohrsträngen. Bauteil 110 hat einen unteren Flansch 111, der mittels Schraubenbolzen 112 am oberen Flansch des Steigrohrkopfes 30 befestigt und mittels einer Stahlringabdichtung 113 abgedichtet ist. Die Rohrnippel 104 bzw. 105 ragen in die unteren Enden der Durchlässe 115 bzw. 116 des Bauteils 110, die mit zweckdienlichen Ausbohrungen versehen sind, in denen sich die Abdichtungen 117 bis 120 befinden, die zur Herstellung von Verschlüssen mittels einer tellerartigen Scheibe 121 nach oben gedrückt werden. Der Verschiebung der Scheibe 121 nach oben erfolgt durch mehrere den Flansch 111 radial durchsetzende Klemmschrauben, die an der Kegelfläche der Scheibe 121 anliegen. Steigrohrstrang 54, Kupplung 90, Rohrnippel 104 und Durchlaß 115 bilden den ersten kontinuierlichen Strömungsdurchlaß oder Strömungskanal aus dem Bohrloch, und Teigrohrstrang 55, Kupplung 91, Rohrnippel 105 und Durchlaß 116 bilden den zweiten kontinuierlichen Strömungsdurchlaß aus dem Bohrloch, der parallel, aber getrennt vom ersten Durchlaß verläuft.
  • Das Verfahren zum Spannen der Steigrohrstränge 54 und 55 wird in folgender Weise ausgeführt: Der Verrohrungsaufbau (Fig. 1 bis 6) weist oberhalb des Bauteils 110 zweckdienliche Ausbruchssicherungen (nicht dargestellt) auf. Steigrohrstrang 55 wird zuerst in das Bohrloch gesenkt. Kupplung 91 ist auf das obere Ende des Steigrohrstranges aufgeschraubt. Ein Hantierungsanschluß 130 (Fig. 1) ist in die Fassung 101 eingebaut und ragt aus der Ausbruchssicherung nach oben heraus. Büchse 92 von Kupplung 91 ist zu dieser Zeit nicht auf das Gewinde 93 aufgeschraubt, so daß also die Kupplung einschließlich des Gewindes 93, des oberen Teils der Kupplung und des unteren Endes des Hantierungsanschlusses 130 bis unterhalb der Schulter 51 des Steigrohrkopfes 30 gesenkt werden kann. Das untere Ende von Steigrohrstrang 55 wird abdichtend von einer Bohrung 131 eines zweckdienlich zwei Bohrungen aufweisenden Packers 132 aufgenommen, die den Innenraum des Mantelrohres 15 in Längsrichtung teilt. Nach Einschieben in den Packer 132 wird der Steigrohrstrang zusätzlich von der Bohrung 134 eines nur eine einzige Bohrung aufweisenden, tiefer im Bohrloch gelegenen Packers 135 aufgenommen. Die Stellung der Abdichtungen im Bohrloch hängt von den Erdschichten ab, aus denen eine Gewinnung von Petroleumerzeugnissen erhofft wird oder aus denen eine derartige Gewinnung bereits gesichert worden ist. Die Gewinnungsflächen werden getrennt, indem das Mantelrohr in Längsrichtung mittels Packern unterteilt wird, so daß eine getrennte Gewinnung aus jedem Rohrstrang erhalten werden kann.
  • Eine zweckdienliche Verriegelungs- oder Klemmvorrichtung 136 im Packer 135 hält den Steigrohrstrang 55 in diesem fest, nachdem das untere Ende des Steigrohrstranges um ein entsprechendes Ausmaß durch diesen Packer hindurchgeschoben worden ist. Die gesamte Länge des Steigrohrstranges 55 ist dabei so bemessen, daß, nachdem das untere Ende des Steigrohrstranges 55 um ein zweckdienliches Ausmaß unter den Packer 135 gelangt und mittels der Klemmvorrichtung 136 im Packer 135 festgeklemmt ist, sich die Gewindegänge 93 der Kupplung 91 in einem richtigen vorbestimmten Abstand unterhalb der Auflagerfläche des Tragringes 60 befinden. Der Tragring 60 wird dann auf das Steigrohr 55 aufgeschoben und gesenkt. Wenn der Steigrohrstrang »gestreckt« oder nach oben gezogen wird und die über den Hantierungsanschluß 130 gesenkte Büchse 92 auf die Gewindegänge 93 der Kupplung aufgeschraubt ist und sich die untere Abstützfläche 140 dieser Büchse auf die Auflagerfläche 75 aufgesetzt hat, weist der Steigrohrstrang eine Längsspannung von dem gewünschten Wert auf. Die Packer 135 und 132 sind so ausgeführt, daß sie sicher an ihrer Stelle im Mantelrohr 15 festgehalten werden, so daß das Spannen des Steigrohrstranges einwandfrei ausgeführt werden kann.
  • Der Tragring 60, die Kupplung 91 und Büchse 92 befinden sich dann in ihrer in Fig. 3 gezeigten Endlage an ihrer richtigen Stelle, so daß der Rohrstrang 55 im Bohrloch einwandfrei gespannt ist. Die Hantierungsvorrichtung 130 kann dann entfernt werden.
  • Der zweite Rohrstrang 54 (Fig. 2) wird nun in das Bohrloch gesenkt, und zwar unter Verwendung des Hantierungsanschlusses 130, der jetzt in die obere Fassung 101 von Kupplung 90 eingeschraubt wird. Die Kupplung 90 wird auf das obere Gewindeende von Steigrohrstrang 54 aufgeschraubt. Der Steigrohrstrang 54 wird in der üblichen Weise in das Bohrloch gesenkt und wird mit seinem unteren Ende in die zweite Bohrung 140 des Packers 132 eingeschoben. Das untere Ende von Steigrohrstrang 54 wird, wie üblich, in einem kleinen Abstand unterhalb des Packers 132 aufgestellt und wird mittels der Klemmvorrichtung 141 in der Bohrung 140 verriegelt. Die Länge des Steigrohrstranges 54 ist so gewählt, daß die Kupplung 90 unterhalb der Auflagerfläche 69 von Tragring 60 in einem zweckdienlichen Abstand steht, so daß beim Aufwärtsstrecken des Rohrstranges und anschließenden Aufschrauben der Büchse 92, deren untere Abstützfläche 140 auf der Auflagerfläche 69 aufliegt, der Rohrstrang 54 unter der gewünschten richtigen Zugspannung steht. Der Hantierungsanschluß 130 wird dann aus der Fassung 101 der Kupplung 90 herausgeschraubt.
  • Der Zusammenbau befindet sich nun in der in Fig. 4 dargestellten Stellung, wobei beide Steigrohrstränge 54, 55 in das Bohrloch gesenkt und mittels der im Tragring 60 eingesetzten Kupplungen 90, 91 gespannt gehalten werden.
  • Nunmehr wird die Abdichtung 145 (Fig. 5) auf die obere Fläche 146 des Tragrings 60 aufgesetzt. Die Abdichtung 145 besteht aus einer unteren runden Tragscheibe 148, die in die Bohrung 50 des Steigrohrkopfes 30- aufgenommen wird. Scheibe 148 hat an ihrer Unterseite Ausbohrungen 149 und 150 und paßt über die beiden Büchsen 92. Zwischen den Ausbohrungen ist ein dünner Steg 151 vorhanden. An den Seitenwänden der Scheibe 148 jedoch und oberhalb der Seitenöffnungen 87, 88 des Tragrings 60, d. h. an den Stellen, an denen sich die Kupplungen 90; 91 in nächster Nähe der Wand des Steigrohrkopfes befinden, schneiden die Ausbohrungen 149, 150 die Seitenwände der Scheibe 148, so daß an dieser Stelle die Ausbohrungen keine Seitenwände haben. Oberhalb jeder Ausbohrung 149, 150 befindet sich eine runde Bohrung 153 bzw. 154, die von den Kupplungen 90 bzw. 91 durchsetzt wird.
  • Eine Abdichtung 155 aus nachgiebigem elastomerem Material wird von der oberen ebenen Fläche von Scheibe 148 getragen. Abdichtung 155 hat runde Bohrungen 156, 157, die die Kupplungen 90 bzw. 91 aufnehmen. Eine Druckplatte 159, die runde Bohrungen 160, 161 für die Kupplungen 90 bzw. 91 aufweist, liegt dicht auf der Abdichtung 155 auf und wird zum Zusammenpressen der Abdichtung 155 mittels mehrerer Klemmschrauben 163 nach unten gedrückt, die den Flansch 39 des Steigrohrkopfes radial durchsetzen. Die Klemmschrauben 163 liegen an der Kegelfläche 164 von Scheibe 159 an.
  • Der Tragring 60 hat in seiner oberen Fläche Gewindebohrungen 169; 169, in die die Hantierungsstangen (nicht dargestellt) eingesetzt werden. Die obere Fläche von Scheibe 159 hat ebenfalls derartige Bohrungen (nicht dargestellt), in die die Hantierungsstangen eingesetzt werden. Die Abdichtung 145 wird als ein gemeinsamer Aufbau beim Einsetzen durch mehrere Schrauben 170 zusammengehalten, von denen nur die eine einzige Schraube 170 in Fig. 5 dargestellt ist.

Claims (6)

  1. PATEN TANS PRO CII E 1. Verfahren zur Erleichterung des Ein- und Ausbaus eines Rohrstranges in Mehrstrangsonden, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Rohrstrang (54, 55) nach dem Einbringen in das Bohrloch (10) unter Längsspannung gesetzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1 mittels Packer, welche die unteren Enden der Rohrstränge festhalten; dadurch gekennzeichnet, daß ein die Rohrstränge (54; 55) mit Spiel umgebender Tragring (60) im Rohrkopf vorgesehen ist, der nach dem Spannen eines Rohrstranges ein auf diesem axial verstellbares Glied (92) unterfängt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagerfläche (69, 75) des Tragrings (60) einen Innendurchmesser hat, der größer als der Außendurchmesser einer am oberen Ende des Rohrstranges befestigten, mit Außengewinde (93) versehenen Rohrkupplung (90, 91) ist und zur Abstützung des nach dem Spannen des Rohrstranges auf das Außengewinde (93) aufgeschraubten Gliedes (92) dient.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3 mit einem Tragring mit zwei in Richtung seines Durchmessers nebeneinanderliegenden-rundenAuflagerflächen für zwei Rohrstränge, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagerflächen (69, 75) sich bis zur Außenwand des Tragrings (60) erstrecken und die Wandungen der oberhalb der Auflagerflächen liegenden Ausbohrungen des Tragrings oberhalb der Berührungsstellen dieser Flächen mit der Außenwand seitliche Ausschnitte (87, 88) aufweisen.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die unterhalb der Auflagerflächen (69, 75) befindlichen Ausbohrungen (70, 76) des Tragrings gegenüber den oberen Ausbohrungen (68, 74) radial nach innen sich überschneidend eingemittet sind.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine Abdichtung (145) in der Bohrung (50) des Rohrkopfes (30), deren zwischen dem Tragring (60) und einer elastomeren Scheibendichtung (155) sowie oberhalb der Abstützglieder (92) liegende Scheibe (148) an ihrer Unterseite Ausbohrungen (149, 150) hat. In Betracht gezogene Druckschriften: Belgische Patentschrift Nr. 534 434; USA.-Patentschriften Nr. 2 766 829, 2 794 505; Erdöl-Zeitung, März/April 1954, S. 30 bis 32.
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