DE1083952B - Regeleinrichtung fuer Elektroden ohne Gegengewicht bei Elektrooefen - Google Patents
Regeleinrichtung fuer Elektroden ohne Gegengewicht bei ElektrooefenInfo
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- H05B7/00—Heating by electric discharge
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- H05B7/144—Power supplies specially adapted for heating by electric discharge; Automatic control of power, e.g. by positioning of electrodes
- H05B7/148—Automatic control of power
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Description
Bei elektrischen Lichtbogenofen müssen während
des Betriebes die Elektroden einen bestimmten Abstand vom Schmelzmaterial haben, um die richtige
Lichtbogenleistung zu erzielen. Dazu werden Regeleinrichtungen verwendet, die eine konstante Wirkleistungsaufnahme
des Ofens gewährleisten sollen.
Es sind Regelungen: mit Hilfe von magnetischen
Verstärkern bekannt, bei denen der Quotient von Lichtbogenspannung und Elektrodenstrom als Regelgröße
verwendet wird. Dabei werden die beiden Meßgrößen Strom und Spannung gleichgerichtet und über
Widerstände derart verglichen, daß beim Sollwert die Spannungsabfälle gleich groß und entgegengesetzt gerichtet
sind. Der bei Abweichung entstehende Differenzstrom wird nach Größe und Richtung in magnetischen
Vorverstärkern- verstärkt und steuert in bekannter Weise über magnetische Leistungsverstärker
einen Drehstrommotor-mit Schleifringläufer, welcher über Zahnstangen oder Seiltriebe die Elektroden verstellt.
:-
Die Wirkungsweise dieser bekannten Regelung ist im Prinzip folgende: Wenn beim Schmelzvorgang
durch Ansteigen der Schmelze der brennende Lichtbogen sich verkürzt, fällt die Liehtbogenspannung ab,
und der Elektrodenstrom steigt an. Der vom Regler gelieferte Differenzstrom wirkt nun.in Heberichfung
auf den Stellmotor ein, -bis der Sollwert des Quotienten von Strom und Spannung wieder erreicht ist.
Wenn im umgekehrten Falle beispielsweise durch.· Abbrand der Elektroden oder Zusammensinken des
Schmelzgutes der Lichtbogen sich über seinen Sollwert verlängert, führt die Elektrode eine Senkbewegung
durch. Reißt der Lichtbogen ab, so senkt sich die Elektrode mit maximaler Geschwindigkeit, bis
im Augenblick der Berührung mit dem Schmelzgut der Elektrodenstrom plötzlich ansteigt. Infolge des
entgegengesetzten Steuerimpulses hebt sich die Elektrode wiederum an und zündet dabei den Lichtbogen.
Üblicherweise wird das Eigengewicht der Elektroden von Elektroöfen durch Gegengewichte ausgeglichen.
Daraus ergibt sich, daß die maximalen Stellgeschwindigkeiten in Senk- und Heberichtung nur
wenig voneinander abweichen. Sie sind festgelegt durch die Nenndrehzahl des Antriebsmotors, die
unterhalb der synchronen Drehzahl liegt.
Nun sind aber auch öfen bekannt, bei denen zur Vereinfachung der mechanischen Konstruktion auf
Gegengewichte verzichtet wird. Das Eigengewicht der Elektroden wirkt dann als dauerndes Drehmoment auf
den Antriebsmotor. Dadurch erhöht sich die Senkgeschwindigkeit erheblich gegenüber der Hebegeschwindigkeit.
Bei brennendem Lichtbogen wirkt sich dies jedoch kaum nachteilig aus. Beim Abweichen vom
Sollwert nach unten wird die Senkbewegung nämlich
C'.i -»ir·;
Regeleinrichtung für Elektroden
ohne Gegengewicht bei Elektroöfen
ohne Gegengewicht bei Elektroöfen
Anmelder:
LICENTIA Patent-Verwaltungs-G.m.b.H.,
Frankfurt/M., Theodor-Stern-Kai 1
Dx.-Ing. Alfred Lang, Eßlingen/Neckar,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
sofort abgebremst, da der Antrieb Hebeimpulse erhält. Ganz anders ist dies im Falle des abgerissenen
Lichtbogens. Jetzt wird der Motor sofort auf volle Antriebsleistung in Senkrichtung gesteuert. Da das
Eigengewicht der Elektroden jedoch noch ein zusätzliches Drehmoment ausübt, erreicht der Motor eine
Drehzahl, die weit über der synchronen Drehzahl liegt. Die Elektrode schlägt dann mit überhöhter Geschwindigkeit
auf das -harte Schmelzgut auf bzw. taucht in das Schmelzgut ein. Beim Aufschlagen wird
die . weiche Kohlenelektrode abgestoßen oder kann ganz zerbrechen. Das Eintauchen in kohlenstoffarme
Schmelzbäder vermindert deren Qualität, da der Kohlenstoff der Elektrode begierig von der Schmelze
aufgenommen wird.
Alle diese Nachteile vermeidet die Erfindung dadurch, daß Mittel vorgesehen sind, die es verhindern,
daß die Senkdrehzahl bei abgerissenem Lichtbogen einen einstellbaren maximalen Wert überschreitet, der
unterhalb der synchronen Drehzahl liegt. Ein besonderer magnetischer Sperrverstärker liefert nur im
Falle des abgerissenen Lichtbogens einen der Drehzahl in Senkrichtung proportionalen Strom, sobald die
Drehzahl einen einstellbaren maximalen Wert überschreitet. Dieser Strom bewirkt, daß der Antrieb in
Senkrichtung entsprechend der steigenden Drehzahl gedrosselt und bei noch höherer Drehzahl auf die
Heberichtung umgesteuert wird. Dadurch ergibt sich eine mittlere Senkgeschwindigkeit, die so eingestellt
werden kann, daß die Elektrode beim Aufsetzen keinen Schaden erleidet bzw. nicht zu tief in das
Schmelzbad eintaucht.
An Hand der Fig. 1 soll ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert werden. Der mit der
Tachometermaschine 1 gekuppelte Drehstrommotor 2 ist über den symbolisch dargestellten Umsteuerverstärker
3 an das Dreiphasensystem 4 angeschlossen.
' -; 009 547/342
Durch den symbolisch dargestellten Regler 5 werden
der Elektrodenstrom und die Lichtbogenspannung erfaßt und verglichen. Das Ergebnis dieses Vergleichs
ist der Steuerstrom, welcher über die gegensinnig in Reihe geschalteten Wicklungen 6 und 7 der beiden
Vorverstärker 8 und 9 fließt.
Der Ausgangsstrom I1 und I2 der beiden Vorverstärker
8 und 9 bewirkt über den Umsteuerverstärker 3 die Steuerung von Drehzahl und Drehrichtung
des Motors 2. Die beiden anderen gegensinnig in Reihe geschalteten Steuerwicklungen 10 und 11 der
Vorverstärker 8 und 9 sind vom Ausgangsstrom /3 des Sperrverstärkers 12 durchflossen. Der Sperrverstärker
12 hat die beiden Steuerwicklungen 13 und 14. Die Steuerwicklung 13 liegt in Reihe mit der Tachometermaschine
1, mit Gleichrichter 15 und dem an einer konstanten Spannung liegenden Widerstand 16.
Die Steuerwicklung 14 ist vom Strom I5 durchflossen
und dient einer Schwellwertbildung bei Abreißen des Lichtbogens in dem Sinne, daß der Sperrverstärker 12
schon bei kleinstem Steuerstrom J4 öffnet, wenn der
Lichtbogen abgerissen ist, während er bei brennendem Lichtbogen trotz I1 geschlossen bleibt.
Fig. 2 zeigt die schematische Kennlinie des Sperrverstärkers 12. Im normalen Betrieb liegt der Arbeitspunkt
weit im negativen Gebiet, beispielsweise bei P1. Erst wenn der Lichtbogen abreißt und damit
die Lichtbogenspannung ihren maximalen Wert erreicht hat bzw. der Elektrodenstrom zu Null geworden
ist, hat sich der Steuerstrom I5 so verringert, daß
der Arbeitspunkt den Schwellwert bei P2 erreicht hat.
Mit dem Steuerstrom J4 kann nun der Sperrverstärker
ausgesteuert werden.
Fig. 3 zeigt die schematischen Kennlinien der beiden Vorverstärker 8 und 9. Daran soll nun die Wirkungsweise
des Ausführungsbeispiels der Erfindung erläutert werden. Der Lichtbogen ist abgerissen und
soll neu gezündet werden. Durch den Regler 5 wird der Vorverstärker 8 voll ausgesteuert, Vorverstärker 9
geschlossen. Der Arbeitspunkt liegt bei P3. Der Motor
bewegt die Elektrode nach unten. Der Sperrverstärker 12 hat seinen Schwellwert P2 erreicht. Durch den
Gleichrichter 15 wird verhindert, daß infolge der Spannung am Widerstand 16 ein Strom I1 fließt. Erst
wenn die Motordrehzahl beispielsweise 80% der Nenndrehzahl erreicht hat, ist die Spannung der
Tachometermaschine so groß geworden, daß sie die gegengeschaltete Spannung am Widerstand 16 überwiegt
und einen Strom J4 fließen läßt. Nun öffnet
Sperrverstärker 12 und der Steuerstrom J3 bewirkt die
Abwärtssteuerung des Vorverstärkers 8. Bei beispielsweise 90% der Nenndrehzahl sind beide Vorverstärker
geschlossen, und bei weiterem Ansteigen der Drehzahl öffnet Vorverstärker 9, so daß der Motor
abgebremst wird und sich eine mittlere Drehzahl einstellt.
Claims (4)
1. Regeleinrichtung für Elektroden ohne Gegengewichte bei Elektroöfen, bei der der Quotient von
Lichtbogenspannung und Elektrodenstrom als Regelgröße und ein über Magnetverstärker gesteuerter
Drehstromasynchronmotor als Stellmotor verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß
Mittel vorgesehen sind, die es verhindern, daß die Senkdrehzahl bei abgerissenem Lichtbogen einen
einstellbaren maximalen Wert überschreitet, der unterhalb der synchronen Drehzahl liegt.
2. Regeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Begrenzung der
Senkdrehzahl aus einer Stromquelle bestehen, welche erst oberhalb einer einstellbaren Senkdrehzahl
einen drehzahlproportionalen Strom abgibt, sowie aus einem Sperrverstärker (12), der bei Abreißen
des Lichtbogens seinen Schwellwert erreicht.
3. Regeleinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrverstärker (12)
bei Überschreiten der einstellbaren Senkdrehzahl über besondere Steuerwicklungen (10 und 11) auf
die Vorverstärker (8 und 9) einwirkt.
4. Regeleinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromquelle aus
einer Reihenschaltung von Tachometermaschine (1), Gleichrichter (15) und von einem konstanten
Strom durchflo.ssenem Widerstand (16) besteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEL33258A DE1083952B (de) | 1959-05-20 | 1959-05-20 | Regeleinrichtung fuer Elektroden ohne Gegengewicht bei Elektrooefen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEL33258A DE1083952B (de) | 1959-05-20 | 1959-05-20 | Regeleinrichtung fuer Elektroden ohne Gegengewicht bei Elektrooefen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1083952B true DE1083952B (de) | 1960-06-23 |
Family
ID=7266218
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL33258A Pending DE1083952B (de) | 1959-05-20 | 1959-05-20 | Regeleinrichtung fuer Elektroden ohne Gegengewicht bei Elektrooefen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1083952B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102011003468A1 (de) | 2011-02-01 | 2012-08-02 | Sms Siemag Ag | Vorrichtung zur Regulierung der Elektrode eines Elektro-Reduktionsofens |
-
1959
- 1959-05-20 DE DEL33258A patent/DE1083952B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102011003468A1 (de) | 2011-02-01 | 2012-08-02 | Sms Siemag Ag | Vorrichtung zur Regulierung der Elektrode eines Elektro-Reduktionsofens |
| WO2012104323A1 (de) | 2011-02-01 | 2012-08-09 | Sms Siemag Ag | Vorrichtung zur regulierung der elektrode eines elektro-reduktionsofens |
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