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Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungseinrichtung
für ein
Kraftfahrzeug, umfassend mehrere Leuchteinheiten umfassend wenigstens
eine lichtemittierende Diode (LED) sowie eine der Diode zugeordnete,
das emittierte Licht fokussierende Optik, in deren Brennpunkt die
Diode angeordnet ist.
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Vornehmlich auf dem Kraftfahrzeugsektor geht
die aktuelle Entwicklung dahin, die üblichen Scheinwerfer mit Halogenleuchten
durch sogenannte LED-Scheinwerfer
zu ersetzen. Solche LED-Scheinwerfer umfassen mehrere Leuchteinheiten,
von denen jede wenigstens eine lichtemittierende Diode (LED) aufweist.
Jede Diode emittiert Licht, das über die
zugeordnete Optik fokussiert und über einen Reflektor reflektiert
und abgestrahlt wird. Nachdem mehrere solcher Leuchteinheiten über die
Scheinwerferfläche
verteilt angeordnet sind, sind über
die Scheinwerferfläche
entsprechend viele einzelne Leuchtpunkte gegeben, die bei entsprechender
Ausbildung des Reflektors und Einstellung der Leuchteinheiten eine
zonenweise Ausleuchtung des Bereichs vor dem Fahrzeug ermöglicht.
Die einzelnen Leuchteinheiten sind dabei so eingestellt bzw. der Reflektor
so ausgebildet, dass sie die einzelnen Zonen quasi additiv zu einer
gesamten Ausleuchtfläche addieren.
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Gleichwohl sind auch bei diesem neuartigen Scheinwerfertyp
Vorschriften hinsichtlich der Beleuchtung gegeben, insbesondere
betreffend die Hell-Dunkel-Grenze.
Die Hell-Dunkel-Grenze gibt den Übergangsbereich
an, wo der erhellte Ausleuchtbereicht in den dunklen, nicht ausgeleuchteten
Bereich, der oberhalb davon liegt, übergeht. Diese Hell-Dunkel-Grenze
ist konstruktiv vorgegeben, dadurch starr und im Betrieb bei bekannten LED-Scheinwerfern nicht
veränderbar.
Je nach Witterung oder Umgebung oder Fahrsituation wäre eine harte
oder weiche Hell-Dunkel-Grenze angenehmer bzw. sicherer für den Fahrer
und den Gegenverkehr. Die Begriffe „hart" oder „weich" geben dabei die Art bzw. Qualität des Übergangs
Hell-Dunkel an dieser Grenze an, ob dieser also sehr scharf oder
weniger scharf aufgeweicht ist. Auf diese Situationen kann aber
nicht eingegangen werden, da die Hell-Dunkel-Grenze, wie beschrieben,
konstruktiv starr ist.
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Aus
DE 100 09 782 A1 ist eine Beleuchtungseinrichtung
für ein
Kraftfahrzeug der eingangs genannten Art bekannt. Bei dieser Beleuchtungseinrichtung
ist es möglich,
durch den Betrieb von unterschiedlichen Teilmengen der Halbleiterlichtquellen die
Charakteristik des aus der Beleuchtungseinrichtung auftretenden
Lichtbündels
zu verändern,
so dass diese für
verschiedene Funktionen verwendbar ist. Auch bei diesem Scheinwerfer
ist eine konstruktiv starre Hell-Dunkel-Grenze vorgesehen. Weiterhin
ist aus
DE 197 27
701 A1 ebenfalls eine Beleuchtungseinrichtung für ein Kraftfahrzeug
bekannt, die eine Vielzahl von vorzugsweise als Dioden ausgebildeten Lichtquellen
auf einem Trägermaterial
aufweist, die jeweils einzeln oder in Gruppen mit optischen Mitteln versehen
sind, die eine Fokussierung der Lichtstrahlen der einzelnen Lichtquellen
auf mindestens einen Beleuchtungspunkt oder -bereich ermöglichen.
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Der Erfindung liegt das Problem zu
Grunde, bei einer Beleuchtungseinrichtung für ein Kraftfahrzeug neben der
Möglichkeit
der variablen, zonenweisen Ausleuchtung auch die Möglichkeit
einer variablen Aufweichung der Hell-Dunkel-Grenze zu ermöglichen.
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Zur Lösung dieses Problems ist bei
einer Beleuchtungseinrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß vorgesehen,
dass zumindest ein Teil der Anzahl der Leuchteinheiten wenigstens
eine zweite lichtemittierende Diode aufweist, die außerhalb
des Brennpunkts der den Dioden gemeinsamen Optik angeordnet ist.
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Eine Optikabbildung basiert auf Abbildungen eines
Brennpunkts. Liegt eine Lichtquelle außerhalb des Brennpunkts, ist
sie also defokussiert angeordnet, wird die Abbildung unschärfer. Diesen
Effekt nutzt man bei der erfindungs gemäßen Beleuchtungseinrichtung
vorteilhaft aus. Bei der erfindungsgemäßen Beleuchtungseinrichtung
sind zumindest bei einem Teil der Leuchteinheiten weitere zweite
Dioden defokussiert angeordnet. Es ergibt sich also eine defokussierte
Lichtemission, wenn diese zweiten Dioden betrieben werden. Es wird
ein defokussierter Anteil am Gesamtlicht erzeugt. Durch diesen defokussierten
Anteil kann somit auf einfache Weise die Hell-Dunkel-Grenze aufgeweicht
werden, es ergibt sich also ein weicherer Hell-Dunkel-Übergang.
Dies setzt natürlich
voraus, dass die Leuchteinheiten, die den Grenzbereich ausleuchten,
erfindungsgemäß ausgestaltet
sind und die wenigstens eine zweite defokussiert angeordnete Diode
aufweisen.
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Je nach Platzierung der Leuchteinheiten
mit den weiteren Dioden kann natürlich
auch die Lichtverteilung im restlichen ausgeleuchteten Bereich (Vorfeld,
seitlicher Bereich etc.) variiert werden. Denn auf Grund der Tatsache,
dass mehr Lichtquellen zur Verfügung
stehen, kann die Gesamthelligkeit auf Grund der Intensitätserhöhung bedingt
durch den Betrieb dieser defokussierten LEDs bei weicheren Übergängen im
Vorfeld, Seitenbereich oder im Asymmetriezwickel erhöht werden.
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Die Lichtverteilung kann auch vorteilhaft ohne
mechanische Zusatzbauteile zur Erzielung einer mechanisch induzierten
Defokussierung in den Übergängen der
Ausleuchtbereiche verändert
werden. Zusätzlich
kann die Helligkeit erhöht
werden, ohne dass die Übergänge dadurch
stärker
betont werden. In Fahrsituationen bei Nebel, Regen, Schnee, Gischt
etc. ist eine scharfe Hell-Dunkel-Grenze
anzustreben. Bei klarer Sicht jedoch, auf Autobahnen mit viel Hineinleuchten
in die Spiegel der Vorausfahrenden, ist eine weichere Hell-Dunkel-Grenze für den Fahrer
und die anderen Verkehrsteilnehmer angenehmer, die mit der erfindungsgemäßen Beleuchtungseinrichtung
ohne Weiteres realisiert werden kann. Diese Aufweichung kann partiell nur
für die
Asymmetriezone erfolgen, der Bereich für den Gegenverkehr bleibt möglichst
scharf und damit blendfreier.
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Wenngleich in einer einfachsten Ausführungsform
eine Leuchteinheit nur eine weitere defokussiert angeordnete zweite
Diode aufweisen kann, ist es zweckmäßig, wenn eine Leuchteinheit
mehrere verteilt und außerhalb
des Brennpunkts der gemeinsamen Optik angeordnete zweite Diode aufweist.
Dabei können
die oder alle zweiten Dioden und die erste Diode in einer Ebene
angeordnet sein, d. h. sie liegen alle nebeneinander. Daneben ist
es aber auch denkbar, dass die oder alle zweiten Dioden und die
erste Diode in unterschiedlichen Ebenen bezüglich der Lichtemissionsrichtung
angeordnet sind. Dies ist eine Frage der Auslegung einer Leuchteinheit
bzw. einer LED, d. h. wo an ihr letztlich das emittierte Licht ausgekoppelt
wird.
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Besonders vorteilhaft ist es, wenn
die erste oder die oder alle zweiten Dioden separat ansteuerbar
sind, d. h. es besteht die Möglichkeit,
die oder alle zweiten Dioden wahlweise zu- oder abzuschalten. Ein übergeordnetes
Steuergerät
kann also beispielsweise bei Erfassen einer entsprechenden Fahrsituation
selbständig
die oder alle zweiten Dioden, gegebenenfalls auch partiell in bestimmten
Bereichen über
die Scheinwerferfläche
zu- oder abschalten, um so optimiert auf die Fahrsituation reagieren
zu können.
Daneben ist es in Weiterbildung des Erfindungsgedankens zweckmäßig, wenn
bei mehreren zweiten Dioden jede Diode allein ansteuerbar ist, auch
eine gruppenweise Ansteuerung der Dioden ist denkbar. D. h. hierbei
sind die einzelnen einer ersten Diode zugeordneten zweiten Dioden
separat ansteuerbar. Hierdurch kann also quasi der Grad der Aufweichung durch
wahlweises Zuschalten einer, zweiter, dreier, etc. zweiter Dioden
einer Leuchteinheit variiert werden, entsprechendes gilt für die Intensitätserhöhung innerhalb
einer Leuchteneinheit und damit auch die Intensitätserhöhung der
Gesamthelligkeit. Hier sind sämtliche
möglichen
Einzel- oder Gruppensteuermöglichkeiten
denkbar.
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Wie beschrieben, ist zur Steuerung
aller Leuchteinheiten und mithin auch der einzelnen zweiten Dioden
(-gruppen) eine zentrale Steuerungseinrichtung vorgesehen. Dieser
Steuerungseinrichtung können
wie bereits beschrieben irgendwelche Sensoren zur Erfassung etwaiger
fahrsituationsspezifischer Randbedingungen zugeordnet sein, in Abhängigkeit
welcher dann, beispielsweise automatisch, entsprechende Einstellungen
der Beleuchtungseinrichtung vorgenommen werden, oder aber dem Fahrer
entsprechende Informationen gegeben werden, wie er aktiv die Beleuchtung
zur Optimierung ändern sollte
etc..
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Wie beschrieben, kann die Lichtintensität durch
gesteuertes Zuschalten einer entsprechenden Anzahl weiterer zweiten
Dioden erhöht
oder erniedrigt werden. Um eine weitere Veränderungsmöglichkeit zu realisieren, kann
erfindungsgemäß die Intensität des emittierten
Lichts der oder aller zweiten Dioden variabel steuerbar sein. D.
h. eine solche Diode kann nicht nur an- und ausgeschalten werden,
vielmehr kann die Intensität
des emittierten Lichts durch entsprechende Steuerung der Bestromung
einer zweiten LED variiert werden. Insgesamt lässt sich also, vor allem dann,
wenn jede zweite Diode einzeln ansteuerbar ist, eine beliebige Intensitätsveränderung
erzielen, wobei diese noch mal beliebig bereichsweise über die
Scheinwerferfläche
variiert werden kann.
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Hinsichtlich der Ausgestaltung einer
Leuchteinheit sind verschiedene Ausführungsformen denkbar. Eine
erste sieht vor, die erste und die oder alle zweiten Dioden einer
Leuchteinheit in einer transparente, die Optik bildende Masse einzugießen, vorzugsweise
ein Epoxy-Harz. Alternativ dazu besteht die Möglichkeit, die Optik einer
Leuchteinheit als separates, von den Dioden beabstandetes Element auszuführen, das
also der Leuchteinheit unmittelbar vorgeschaltet ist.
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Neben der erfindungsgemäßen Beleuchtungseinrichtung
betrifft die Erfindung ferner ein Kraftfahrzeug, das sich dadurch
auszeichnet, dass es zwei als Frontscheinwerfer ausgebildete Beleuchtungseinheiten
der beschriebenen Art aufweist. Zur Steuerung der Leuchteinheiten
beider Beleuchtungseinrichtungen ist beim erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug
zweckmäßiger Weise
eine gemeinsame Steuerungseinrichtung vorgesehen.
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Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der
Erfindung ergeben sich aus den im Nachfolgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen
sowie an Hand der Zeichnungen. Dabei zeigen:
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1 eine
Prinzipskizze der Funktionsweise einer Leuchteinheit,
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2 eine
Prinzipskizze zur Lichtverteilung und Zonenausleuchtung unter Verwendung
mehrerer Leuchteinheiten,
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3 eine
Darstellung der Lichtverteilung an der 25m-Wand zur Darstellung
der Hell-Dunkel-Grenze,
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4 eine
Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Leuchteinheit einer ersten
Ausführungsform,
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5 eine
Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Leuchteinheit einer zweiten
Ausführungsform,
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6 eine
Prinzipdarstellung betreffend die Ansteuerung einzelner LEDs,
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7 eine
prinzipielle Schaltungsanordnung zur separaten LED-Ansteuerung,
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8 eine
dritte Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Leuchteinheit,
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9 eine
Prinzipskizze eines erfindungsgemäßen Scheinwerfers eines Kraftfahrzeugs
als Prinzipdarstellung
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10 eine
Prinzipdarstellung der Ausleuchtung unter Verwendung einer erfindungsgemäßen Beleuchtungseinrichtung
bei einem Kraftfahrzeug am Beispiel einer Stadtlichtverteilung ohne
Aufweichung der Hell-Dunkel-Grenze,
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11 die
Prinzipdarstellung aus 10 mit Aufweichung
der Hell-Dunkel-Grenze
sowie der Übergänge,
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12 eine
Darstellung entsprechend 10 jedoch
betreffend eine Landstraßenausleuchtung
ohne Aufweichung und
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13 die
Ausleuchtung nach 12 mit Aufweichung
der Hell-Dunkel-Grenze
bzw. der Übergänge.
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1 zeigt
in Form einer Prinzipskizze die optische Darstellung einer erfindungsgemäßen Beleuchtungseinrichtung,
hier am Beispiel eines Scheinwerfers eines Kraftfahrzeugs. Gezeigt
ist eine Beleuchtungseinrichtung 1 umfassend im gezeigten Beispiel
eine Leuchteinheit 2, die zu Darstellungszwecken lediglich
eine lichtimitierende Diode 3 nebst zugeordneter, nicht
näher gezeigter
Optik umfasst. Über
die Optik, in deren Brennpunkt die Diode 3 sitzt, wird
das von der Diode emittierte Licht auf einen Reflektor 4 fokussiert,
der das Licht aus dem Scheinwerter heraus reflektiert. Das reflek tierte
Licht trifft im gezeigten Beispiel auf eine Straße und beleuchtet dort eine
abgegrenzte Zone 5.
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Eine erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung
bzw. ein Scheinwerfer für
ein Kraftfahrzeug umfasst eine Vielzahl einzelner Leuchteinheiten 2. Diese
leuchten in ihrer Gesamtheit die Straße aus, wie in 2 gezeigt. Dort ist ein erfindungsgemäßes Kraftfahrzeug 6 mit
zwei Frontscheinwerfern 7 gezeigt, die gemäß der Erfindung
ausgebildet sind. Jeder Frontscheinwerfer 7 umfasst eine
Mehrzahl an separater Leuchteinheiten, über die unterschiedliche Zonen 5 auf
der Straße
ausgeleuchtet werden. Insgesamt ergibt sich eine Lichtverteilung,
wie durch die äußere Linie
dargestellt ist.
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Die Lichtverteilung dieser in 2 gezeigten Zonenausleuchtung
an der 25 m-Wand ist in 3 dargestellt.
Gezeigt ist die Hell-Dunkel-Grenze 8, unterhalb welcher
der Vorfeldbereich V, der Mittelbereich M und die Asymmetriezone
A zu unterscheiden sind. Oberhalb der Hell-Dunkel-Grenze 8 befindet sich
der nicht ausgeleuchtete Streulichtbereich S. Im Bereich der optischen
Achse 9 beschreibt die Hell-Dunkel-Grenze 8 einen
Knick, den sogenannten Asymmetriezwickel 10, an den sich
die Asymmetriezone A anschließt.
Weiterhin sind die beiden Bereiche der Seitenausleuchtung SA dargestellt.
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Ziel der Erfindung ist es nun, die
Hell-Dunkel-Grenze aufweichen zu können, also den Bereich des Übergangs
von den hell ausgeleuchteten Bereichen (Vorfeldbereich, Mittelbereich,
Asymmetriezone) zum dunklen Bereich (der allerhöchstens durch das Streulicht
ausgeleuchtet wird) möglichst
weich und angenehm zu gestalten. Darüber hinaus ist es Ziel, die
einzelnen Zonenübergänge, wo
also eine Zone 5 in ein nächstes übergeht, weich und fließend zu
gestalten.
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Hierzu ist eine erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung,
also z.B. ein Kfz-Frontscheinwerfer, unter Verwendung beispielsweise
mehrerer einzelner Leuchteinheiten 2, wie in 4 dargestellt, aufgebaut.
Eine solche Leuchteinheit 2 besteht im gezeigten Beispiel
aus einem Träger 11,
auf dem eine erste LED 12 angeordnet ist. Dieser ersten
LED ist eine Optik 13 vorge schaltet, die im gezeigten Beispiel
unter Verwendung eines Epoxy-Harzes gebildet ist. D.h. die Diode 12 ist
vollständig
in dieses Material eingegossen, oberseitig ist die linsenförmige Struktur ausgebildet.
Die Diode 12 sitzt im Brennpunkt der Optik 13,
ihr emittiertes Licht wird über
die Optik 13 entsprechend fokussiert ausgekoppelt.
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Neben der ersten Diode 12 sind
im gezeigten Beispiel zwei weitere zweite Dioden 14 vorgesehen, die
jedoch nicht im Brennpunkt sondern daneben, also defokussiert bezüglich der
ersten Diode 12 liegen. Nachdem ihr Licht defokussiert
erzeugt wird, wird es auch defokussiert aus der Optik 13 ausgekoppelt,
es wird also nicht wie das Licht der ersten Diode 12 scharf
abgebildet, sondern unscharf und verschwommen. Hierdurch ist es
möglich,
zum einen jede Zone 5 randseitig unscharf abzubilden, zum
anderen gilt dies natürlich
auch im Bereich der Hell-Dunkel-Grenze 8 aus 3. Sind alle Leuchteinheiten
eines erfindungsgemäßen Scheinwerfers gemäß 4 aufgebaut, so bietet sich
zum einen die Möglichkeit,
die Hell-Dunkel-Grenze 8 entsprechend aufzuweichen, da
natürlich
auch an diesem Übergang
entsprechend unscharfe Lichtverteilungen gegeben sind. Zum anderen
kann der gesamte Ausleuchtungsbereich, also auch der Übergang
einzelner Zonen, entsprechend homogenisiert und weich gemacht werden.
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Eine weitere Ausführungsform zeigt 5. Die dort gezeigte Leuchteinheit 2' zeigt ebenfalls
eine erste Diode 12' mit
zugeordneter Optik 13',
ferner sind zwei defokussiert angeordnete zweite Dioden 14' vorgesehen.
Während
in der Ausführungsform
in 4 die Dioden 12 und 14 in
einer Ebene angeordnet sind, sind hier die Dioden gestaffelt angeordnet, die
erste Diode 12' liegt
bezogen auf die Lichtemissionsrichtung hinter den zweiten Dioden 14'. Gleichwohl
gilt auch hier das Grundprinzip, nämlich dass die erste Diode 12' im Brennpunkt
der Optik 13' liegt, während die
zweiten Dioden 14' außerhalb
des Brennpunkts angeordnet sind.
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Zweckmäßig ist es, wenn alle Dioden
separat angesteuert werden können. 6 zeigt in einer Prinzipskizze
die Möglichkeit,
die zentrale erste Diode 12 über eine erste Ansteuerungsleitung 15 separat
anzusteuern, entsprechend sind auch die zweiten Dioden 14 jeweils über separate
Ansteuerleitungen 16 ansteuerbar. D.h. je nach Belieben
kann nur die erste Diode 12 angesteuert und mithin nur
das "Grundlicht" erzeugt werden,
wahlweise kann bei Bedarf zusätzlich
die eine oder beide der weiteren Dioden 14 angesteuert
und das "defokussierte
Zusatzlicht" erzeugt
werden. Hierüber
kann natürlich
auch die Gesamtintensität
des von einer Leuchteinheit 2 abgegebenen Lichts und dadurch
die Gesamthelligkeit der Ausleuchtung entsprechend variiert werden.
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7 zeigt
in Form einer Prinzipskizze eine Schaltungsanordnung. Gezeigt ist
die erste Diode 12 sowie die beiden weiteren zweiten Dioden 14.
Jeder dieser Dioden ist ein Vorwiderstand 17 (zur Diode 12) bzw. 18 (zu
den Dioden 14) vorgeschalten. Über elektronische Schalter 19 können nun
beliebig die einzelnen Dioden über
eine zentrale Steuerungseinrichtung 20 zugeschalten werden.
Diese zentrale Steuerungseinrichtung 20 dient zum Steuern
beider Beleuchtungseinrichtungen eines Kraftfahrzeugs. Über sie
können
beliebig die ersten und zweiten Dioden angesteuert werden, so dass
sich quasi beliebige Diodenbetriebsmuster über die Matrix der Leuchteinheiten,
die die beiden Frontscheinwerfer bilden, ansteuern lassen. Es können die
zweiten Dioden nur einige ausgewählter
Leuchteinheiten zusätzlich
angesteuert werden, es können
bereichsweise die Leuchteinheiten betrieben werden bzw. deren zweite Dioden
angesteuert werden, so dass sich bereichsweise Helligkeits- oder
Intensitätsunterschiede
erzielen lassen, etc. Daneben besteht die Möglichkeit, durch gegebenenfalls
erforderliche Änderungen
der Schaltungsanordnung die Intensität des emittierten Lichts einer
zweiten Diode 14 (oder auch einer ersten Diode 12)
entsprechend zu variieren etc. Die separate Ansteuerbarkeit bietet
damit die Möglichkeit,
die Ausleuchtung sowohl hinsichtlich der Hell-Dunkel-Übergänge wie
auch der Intensität-
bzw. Helligkeitsverteilung beliebig steuern zu können. Diese prinzipielle Schaltungsanordnung
kann für
alle beschriebenen Ausführungsformen
verwendet werden.
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8 zeigt
eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform
einer Leuchteinheit 2''. Auch hier ist
eine erste LED 12'' und eine zweite
Diode 14'' vorge sehen.
Beiden gemeinsam ist wiederum eine Optik 13'' gemeinsam
zugeordnet, wobei auch hier die erste Diode 12" im Brennpunkt
der Optik 13" angeordnet
ist. Die zweite Diode 14'' ist außerhalb
des Brennpunkts angeordnet. Anders als bei den Ausführungsformen
gemäß den 4 und 5, wo die Dioden 12, 14 bzw. 12', 14' in die die
Optik bildende transparente Epoxy-Masse eingegossen sind, ist hier die
Optik 13'' ein separates
Bauteil, das den beiden Dioden 12'' und 14'' zugeordnet ist. Auch hier gilt
das gleiche Funktionsprinzip bezüglich
der Ausleuchtung und Ansteuerung, wie bezüglich der anderen Ausführungsformen
beschrieben.
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9 zeigt
nun in Form einer Prinzipskizze eine erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung 7 in
einer Aufsicht. Gezeigt sind die einzelnen Reflektoren 4,
wobei jedem Reflektor eine hier nicht näher gezeigte Leuchteinheit
der erfindungsgemäßen Art wie
in den 4, 5 und 8 beschrieben (also mit integrierter
oder separater Optik) zugeordnet ist. Ersichtlich wird eine Beleuchtungseinrichtung über eine
Matrix an einzelnen Reflektoren und damit Leuchteinheiten gebildet.
Nachdem die Leuchteinheiten separat angesteuert werden können, lassen
sich wie beschrieben unterschiedliche Lichtverteilungen erzeugen.
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10 zeigt
in Form einer Prinzipskizze eine "Stadtlichtverteilung", also eine Lichtverteilung, wie sie
bei einer Stadtfahrt bevorzugt wird. Ersichtlich ist die Lichtverteilung
sehr breit, die Ausleuchtung erfolgt primär im Vorfeld und nicht allzu
weit nach vorne, dafür
jedoch verstärkt
zur Seite. Die einzelnen Zonen 5 sind relativ scharf voneinander
abgegrenzt, d.h. hier ist der Fall dargestellt, dass nur die ersten Dioden
angesteuert werden, nicht aber die zweiten quasi aufweichend wirkenden
Dioden. Auch werden nicht alle Leuchteinheiten betrieben, sondern
nur die, die für
diese dargestellte Lichtverteilung erforderlich sind.
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11 zeigt
nun als Prinzipskizze, wie sich die Lichtverteilung bei Hinzuschalten
beispielsweise aller weiterer zweiter Dioden der bereits betriebenen Leuchteinheiten ändert. Ersichtlich
bleibt es primär bei
der generellen breiten, sich wenig nach vorne erstreckenden Lichtverteilung.
Jedoch ergeben sich insgesamt, wie durch die gestrichelte Darstellung
der etwas größeren Zonen 5 angedeutet
ist, weichere Übergänge, sowohl
von Zone zu Zone als auch an der Hell-Dunkel-Grenze. Daneben besteht
natürlich die
Möglichkeit,
bei Schlechtwetter oder bei schlechter Sicht zusätzliche Helligkeiten dazu zu
schalten, entweder indem beispielsweise noch zusätzliche zweite Dioden zugeschaltet
werden, sofern bei den betriebenen Leuchteinheiten noch zuschaltbare zweite
Dioden vorhanden sind, oder durch Änderung der Ansteuerung der
zweiten Dioden derart, dass die Intensität des emittierten Lichts erhöht wird.
Natürlich ist
es auch denkbar, noch weitere Leuchteinheiten generell hinzuzuschalten.
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Die 12 zeigt
die Lichtverteilung, wenn auf Landstraßen gefahren wird. Ersichtlich
ergibt sich hier eine etwas schmälere
Lichtverteilung, jedoch wird deutlich weiter nach vorne ausgeleuchtet.
Hier werden also andere Leuchteinheiten betrieben als bei der in
den 10 und 11 gezeigten "Stadtlichtverteilung". Dies kann auf einfache
Weise durch entsprechende Änderung
der Ansteuerung der benötigten
Leuchteinheiten erfolgen. Auch hier ist der Fall dargestellt, dass
die oder alle zweiten Dioden der betriebenen Leuchteinheiten ebenfalls
betrieben werden, so dass sich der insgesamt weiche Übergang von
Zone zu Zone sowie im Bereich der Hell-Dunkel-Grenze wie auch eine insgesamt homogene Lichtverteilung
ergibt.
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13 zeigt
schließlich
abschließend
die Lichtverteilung bei einer Autobahnfahrt. Hier kann durch entsprechende
Aufweitung der Hell-Dunkel-Grenze
durch entsprechendes Ansteuern weiterer zweiter Dioden sowie durch
entsprechende Wahl der Intensität
des von ihn emittierten Lichts mehr Reichweite erzielt werden, so
dass die Sicht insgesamt besser wird.