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Die Erfindung betrifft einen Luftausströmer mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
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Luftausströmer dienen in Kraftwagen einer Luftzufuhr in eine Fahrgastzelle. Sie werden üblicherweise versenkt in beispielsweise ein Armaturenbrett oder eine Mittelkonsole des Kraftwagens eingebaut.
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Das Patent
DE 43 27 266 C1 offenbart einen Luftausströmer mit einem kastenförmigen, die Form eines Rohrs mit rechteckigem Rohrquerschnitt aufweisenden Gehäuse, das an zwei gegenüberliegenden Seiten offen ist und das einen Luftkanal des Luftausströmers bildet. Das Gehäuse ist abgewinkelt und erweitert sich in einer Richtung V-förmig eindimensional, womit gemeint ist, dass sich eine Höhe des Gehäuses vergrößert und eine Breite gleichbleibt. Eine Luftaustrittsöffnung des Gehäuses ist abgewinkelt und weist in einem oberen Bereich einander rechtwinklig kreuzende, starre Lamellen und in einem unteren Bereich einander ebenfalls rechtwinklig kreuzende, in einer Durchströmungsrichtung hintereinander angeordnete, schwenkbare Lamellen auf, mit denen ein Luftstrom aus dem Luftausströmer in beiden Richtungen seitlich und nach oben und unten lenkbar ist.
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Aufgabe der Erfindung ist, einen Luftausströmer mit zwei Ausströmdüsen zum Lenken eines Luftstroms aus dem Luftausströmer vorzuschlagen. Dabei ist unter einer „Ausströmdüse“ ein Element zu verstehen, durch das Luft aus dem Luftausströmer ausströmt, wobei die ausströmende Luft durch die Ausströmdüse lenkbar, das heißt eine Richtung, in der der Luftstrom aus dem Luftausströmer ausströmt, beeinflussbar ist.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Luftausströmer mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Der erfindungsgemäße Luftausströmer weist eine erste Ausströmdüse, die um eine erste Schwenkachse schwenkbar ist, und eine zweite Ausströmdüse, die um eine zweite Schwenkachse schwenkbar ist, auf. Die erste und die zweite Schwenkachse sind ortsfest zueinander. Unter „ortsfest zueinander“ ist zu verstehen, dass die erste Ausströmdüse lediglich um die erste Schwenkachse schwenkbar und die zweite Ausströmdüse lediglich um die zweite Schwenkachse schwenkbar ist. Somit sind die erste und die zweite Ausströmdüse relativ zueinander um die jeweilige Achse verschwenk- bzw. verdrehbar. Anders formuliert sind die Ausströmdüsen jeweils um genau eine Schwenkachse und nicht etwa um mehrere Schwenkachsen eines Kugelgelenks oder dergleichen schwenkbar.
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Durch Schwenken der Ausströmdüsen lassen sich Luftströme, die durch die Ausströmdüsen aus dem Luftausströmer ausströmen, lenken. Dabei weist der erfindungsgemäße Luftausströmer eine gemeinsame Zuströmung für beide Ausströmdüsen auf. Es wird also ein dem Luftausströmer zugeführter Luftstrom, beispielsweise nach einem Klimagerät, in zwei Luftströme geteilt, die durch die beiden Ausströmdüsen aus dem Luftausströmer in den Innenraum eines Fahrzeugs ausströmen. Des Weiteren weist der erfindungsgemäße Luftausströmer einen Schwenkantrieb auf, der die beiden Ausströmdüsen gemeinsam schwenkt. „Gemeinsam“ bedeutet insbesondere, dass die beiden Ausströmdüsen zeitgleich schwenken und/oder dass die beiden Ausströmdüsen in dieselbe Richtung schwenken. Der gemeinsame Schwenkantrieb für die erste Ausströmdüse und die zweite Ausströmdüse wird hier als „erster Schwenkantrieb“ bezeichnet, wobei der Luftausströmer keinen weiteren Schwenkantrieb aufweisen muss aber einen oder mehrere weitere Schwenkantriebe aufweisen kann.
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Die Erfindung ermöglicht eine räumlich getrennte Anordnung der Ausströmdüsen und/oder in verschiedene Richtungen ausgerichtete Ausströmdüsen.
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Vorzugsweise weist bei einer Ausgestaltung der Erfindung die erste Ausströmdüse eine erste Mündungsfläche mit einer zu der ersten Mündungsfläche senkrechten ersten Mittelnormalen durch einen geometrischen Schwerpunkt der ersten Mündungsfläche und die zweite Ausströmdüse eine zweite Mündungsfläche mit einer zu der zweiten Mündungsfläche senkrechten zweiten Mittelnormalen durch einen geometrischen Schwerpunkt der zweiten Mündungsfläche auf. Die Mündungsfläche ist eine gedachte, über einen Rand an einer Ausströmseite der Ausströmdüse aufgespannte Fläche. Der geometrische Schwerpunkt ist der Flächenschwerpunkt der Mündungsfläche der jeweiligen Ausströmdüse. Erfindungsgemäß verlaufen bei dieser Ausgestaltung der Erfindung die Mittelnormalen der beiden Ausströmdüsen in keiner Schwenkstellung der beiden Ausströmdüsen parallel zueinander, sondern sie schneiden einander in einem Winkel oder gehen in einem Abstand voneinander aneinander vorbei, wobei die Mittelnormalen, wie bereits geschrieben, nicht parallel zueinander sind.
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Vorzugsweise schneiden die Schwenkachsen der beiden Ausströmdüsen des erfindungsgemäßen Luftausströmers einander oder sie sind windschief zueinander, das heißt, sie verlaufen mit Abstand aneinander vorbei, ohne parallel zueinander zu sein.
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Für den ersten Schwenkantrieb sieht eine Ausgestaltung der Erfindung einen Schwenkkörper vor, der um eine Schwenkkörperachse schwenkbar ist. Der Schwenkkörper greift mit radialem Abstand von seiner Schwenkkörperachse und mit radialem Abstand von der ersten Schwenkachse der ersten Ausströmdüse gelenkig an der ersten Ausströmdüse derart an, dass bei einem Schwenken des Schwenkkörpers um die Schwenkkörperachse der Schwenkkörper die erste Ausströmdüse um die erste Schwenkachse schwenkt. Ebenso greift der Schwenkkörper mit radialem Abstand von seiner Schwenkkörperachse und mit radialem Abstand von der zweiten Schwenkachse der zweiten Ausströmdüse gelenkig an der zweiten Ausströmdüse derart an, dass bei einem Schwenken des Schwenkkörpers um die Schwenkkörperachse der Schwenkkörper die zweite Ausströmdüse um die zweite Schwenkachse schwenkt. Auf diese Weise lassen sich durch beispielsweise manuelles, elektromechanisches oder anderes Schwenken des Schwenkkörpers die beiden Ausströmdüsen des erfindungsgemäßen Luftausströmers gemeinsam schwenken, wobei die beiden Ausströmdüsen in derselben Richtung oder in verschiedenen Richtungen schwenken können.
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Der erste Schwenkantrieb, oder jedenfalls der Schwenkkörper des ersten Schwenkantriebs, ist bei einer Ausgestaltung der Erfindung zwischen der ersten Ausströmdüse und der zweiten Ausströmdüse angeordnet.
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Um eine Luftlenkung der Ausströmdüsen zu verbessern, sieht eine Ausgestaltung der Erfindung in den Ausströmdüsen feste Luftlenkelemente vor, die beim Schwenken der Ausströmdüsen mit den Ausströmdüsen mitschwenken. Es ist beispielsweise eine oder sind mehrere beispielsweise streifenförmige Lamellen als Luftlenkelemente starr in einer oder in beiden Ausströmdüsen angeordnet. Es können mehrere Lamellen parallel zueinander und/oder einander kreuzend in einer oder in beiden Ausströmdüsen angeordnet sein.
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Insbesondere um die Luftströmungen aus den Ausströmdüsen des erfindungsgemäßen Luftausströmers in einer anderen Richtung als durch Schwenken der Ausströmdüsen um ihre Schwenkachsen lenken zu können, sieht eine Ausgestaltung der Erfindung ein drittes Luftlenkelement, das der ersten Ausströmdüse zugeordnet ist, und/oder ein viertes Luftlenkelement, das der zweiten Ausströmdüse zugeordnet ist, vor. „In einer anderen Richtung“ bedeutet beispielsweise eine Lenkung der Luft durch Schwenken der Ausströmdüsen in vertikaler Richtung und mit den Luftlenkelementen in horizontaler Richtung oder umgekehrt. Vorzugsweise sind die Luftlenkelemente in einer Strömungsrichtung durch den Luftausströmer und durch die Ausströmdüsen vor den Ausströmdüsen angeordnet. Die Luftlenkelemente können beispielsweise auch in die Ausströmdüsen hineinragen. Die Luftlenkelemente sind beispielsweise schwenkbare, streifenförmige Lamellen. Der Luftausströmer kann mehrere, vorzugsweise zueinander parallele und um zueinander parallele Schwenkachsen schwenkbare dritte Luftlenkelemente und/oder mehrere, vorzugsweise zueinander parallele und um zueinander parallele Schwenkachsen schwenkbare vierte Luftlenkelemente aufweisen. Es ist das dritte Luftlenkelement um eine dritte Schwenkachse und das vierte Luftlenkelement um eine vierte Schwenkachse schwenkbar. Dabei sind die erste Schwenkachse der ersten Ausströmdüse und die dritte Schwenkachse des der ersten Ausströmdüse zugeordneten dritten Luftlenkelements windschief zueinander und/oder die zweite Schwenkachse der zweiten Ausströmdüse und die vierte Schwenkachse des der zweiten Ausströmdüse zugeordneten vierten Luftlenkelements windschief zueinander. Insbesondere ist die dritte Schwenkachse parallel zu einer die erste Schwenkachse senkrecht kreuzenden Geraden und/oder die vierte Schwenkachse parallel zu einer die zweite Schwenkachse senkrecht kreuzenden Geraden.
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Eine Weiterbildung der Erfindung sieht einen zweiten Schwenkantrieb vor, der das oder die dritten Luftlenkelemente und das oder die vierten Luftlenkelemente gemeinsam schwenkt. Es werden also mit dem ersten Schwenkantrieb die beiden Ausströmdüsen gemeinsam und mit dem zweiten Schwenkantrieb die den beiden Ausströmdüsen zugeordneten dritten und vierten Luftlenkelemente gemeinsam geschwenkt.
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Um die dritten und vierten Luftlenkelemente gemeinsam zu schwenken, sieht eine Ausgestaltung der Erfindung ein erstes Koppelelement, das mit radialem Abstand von der dritten Schwenkachse gelenkig mit dem dritten Luftlenkelement verbunden ist, und ein zweites Koppelelement, das mit radialem Abstand von der vierten Schwenkachse gelenkig mit dem vierten Luftlenkelement verbunden ist, vor. Die beiden Koppelelemente sind Bestandteile des zweiten Schwenkantriebs. Durch eine Bewegung, insbesondere eine Verschiebung des ersten Koppelelements tangential zu der dritten Schwenkachse, wird das dritte Luftlenkelement um die dritte Schwenkachse geschwenkt und durch eine Bewegung, insbesondere eine Verschiebung des zweiten Koppelelements tangential zu der vierten Schwenkachse, wird das vierte Luftlenkelement um die vierte Schwenkachse geschwenkt. „Tangential“ bedeutet eine Bewegung des Koppelelements auf einer geraden oder auch einer gekrümmten Bahn senkrecht zu einer Geraden, die die jeweilige Schwenkachse senkrecht kreuzt. Das erste Koppelelement und das zweite Koppelelement sind gelenkig miteinander verbunden, derart, dass sie sich gemeinsam tangential zu der dritten Schwenkachse beziehungsweise zu der vierten Schwenkachse bewegen.
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Eine Weiterbildung der Erfindung sieht ein Antriebselement vor, das an dem Schwenkkörper des ersten Schwenkantriebs bewegbar geführt, beispielsweise schwenkbar gelagert und/oder verschiebbar geführt ist. Mit dem Schwenkkörper ist das erste Koppelelement tangential zu der dritten Schwenkachse und das zweite Koppelelement tangential zu der vierten Schwenkachse bewegbar. Diese Ausgestaltung der Erfindung ermöglicht ein gemeinsames Bewegen des Schwenkkörpers des ersten Schwenkantriebs zum gemeinsamen Schwenken der beiden Ausströmdüsen des erfindungsgemäßen Luftausströmers und des Antriebselements des zweiten Schwenkantriebs zum gemeinsamen Schwenken der dritten Luftlenkelemente und der vierten Luftlenkelemente.
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Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht einen Hohlkörper mit einer Zuströmöffnung, durch die Luft als gemeinsame Zuströmung in den Hohlkörper strömt, einer ersten Ausströmöffnung, in der die erste Ausströmdüse angeordnet ist, und eine zweite Ausströmöffnung, in der die zweite Ausströmdüse angeordnet ist, vor. Der Hohlkörper ist insbesondere ein Innenverkleidungsteil der Fahrgastzelle des Kraftwagens oder ein Teil eines solchen Innenverkleidungsteils wie beispielsweise eines Armaturenbretts, einer Mittelkonsole, einer Türinnenverkleidung des Kraftwagens. Bei dieser Ausführung der Erfindung benötigt der Luftausströmer kein eigenes, gesondertes Gehäuse oder einen eigenen gesonderten Luftkanal, sondern der Hohlkörper beziehungsweise das Innenverkleidungsteil oder das Teil des Innenverkleidungsteils ist zugleich als Hohlkörper des Luftausströmers ausgebildet und weist die Zuströmöffnung und die Ausströmöffnungen, in denen die Ausströmdüsen angeordnet sind, auf. Diese Ausgestaltung der Erfindung ist kostengünstig, weil sie ein gesondertes Gehäuse für den Luftausströmer einspart und sie benötigt zudem weniger Bauraum.
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Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen, Ausführungen und Ausgestaltungen der Erfindung, sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in einer Figur gezeichneten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen oder gezeichneten Kombination, sondern auch in grundsätzlich beliebigen anderen Kombinationen oder aber einzeln verwendbar. Es sind Ausführungen der Erfindung möglich, die nicht alle Merkmale eines abhängigen Anspruchs aufweisen. Auch können einzelne Merkmale eines Anspruchs durch andere offenbarte Merkmale oder Merkmalskombinationen ersetzt werden. Ausführungen der Erfindung, die nicht alle Merkmale des Ausführungsbeispiels, sondern einen grundsätzlich beliebigen Teil der gekennzeichneten Merkmale des Ausführungsbeispiels aufweisen, sind möglich.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
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Es zeigen:
- 1 eine perspektivische Darstellung eines Luftausströmers gemäß der Erfindung;
- 2 eine Vergrößerung einer Einzelheit des Luftausströmers aus 1;
- 3 eine perspektivische Darstellung beweglicher Bauteile zur Luftlenkung des Luftausströmers aus 1; und
- 4 die Bauteile aus 3 aus einer anderen Blickrichtung.
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Der in den 1 und 2 dargestellte, erfindungsgemäße Luftausströmer 1 ist zu einer Belüftung einer Fahrgastzelle eines nicht dargestellten Kraftwagens vorgesehen. Der Luftausströmer 1 ist in einem Innenverkleidungssteil 2, im Ausführungsbeispiel in einer Mittelkonsole, die Bestandteil einer Innenverkleidung der Fahrgastzelle des Kraftwagens ist, untergebracht. Das Innenverkleidungssteil 2 ist als Hohlkörper 3 ausgeführt, seine beiden Seiten sind jeweils doppelwandig als Luftkanäle 4 von zwei erfindungsgemäßen Luftausströmern 1 ausgebildet, von denen in 1 nur einer gezeichnet ist. Auf der anderen Seite der das Innenverkleidungssteil 2 in der Fahrgastzelle des Kraftwagens bildenden Mittelkonsole ist der Luftkanal 4 leer, also ohne Luftausströmer dargestellt. Im Ausführungsbeispiel weisen die Luftkanäle 4 flache beziehungsweise schmale, rechteckige Rohrquerschnitte auf, was allerdings nicht zwingend für die Erfindung ist. Das Innenverkleidungssteil 2 beziehungsweise seine doppelwandigen, die Luftkanäle 4 bildenden Seiten können auch als Gehäuse für die beiden erfindungsgemäßen Luftausströmer 1 aufgefasst werden, von denen, wie oben geschrieben, nur einer gezeichnet ist. Das Innenverkleidungssteil 2 beziehungsweise seine doppelwandigen, die Luftkanäle 4 bildenden Seiten können auch als Bestandteile der beiden erfindungsgemäßen Luftausströmer 1 aufgefasst werden. Außenwände 5 an den Seiten des Innenverkleidungsteils 2 bilden einen Teil einer einen Luftstrom durch den Luftausströmer 1 führenden Wandung des Luftausströmers 1.
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Die Luftkanäle 4 an den Seiten des Innenverkleidungsteils 2 weisen jeweils eine Zuströmöffnung 6 an einer Rückseite des Innenverkleidungssteil 2 und jeweils eine erste Ausströmöffnung 7 und eine zweite Ausströmöffnung 8 an einer Vorderseite des Innenverkleidungsteils 2 auf. Als „Vorderseite“ wird hier eine der Fahrgastzelle zugewandte und Fahrgästen zugängliche Seite des Innenverkleidungsteils 2 bezeichnet. Im Ausführungsbeispiel sind die Ausströmöffnungen 7, 8 übereinander angeordnet und etwa ein Drittel so breit wie hoch. Die beiden Ausströmöffnungen 7, 8 sind durch eine Blende 9 voneinander getrennt. Die beiden Ausströmöffnungen 7, 8 weisen einen Winkel zueinander auf und es sind ihre schmalen Seiten einander zugewandt.
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In der ersten Ausströmöffnung 7 ist eine erste Ausströmdüse 10 und in der zweiten Ausströmöffnung 8 eine zweite Ausströmdüse 11 des Luftausströmers 1 angeordnet. Im Ausführungsbeispiel sind die Ausströmdüsen 10, 11 rechteckrohrförmig beziehungsweise rechteckringförmig mit einer den Ausströmöffnungen 7, 8 entsprechenden Breite und Höhe beziehungsweise Länge (siehe auch die Vergrößerung in 2). Durch die Zuströmöffnung 6 weisen die beiden Ausströmdüsen 10, 11 eine gemeinsame Zuströmung auf.
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Einander gegenüberliegende Längswände 12 der Ausströmdüsen 10, 11 sind zylinderschalenförmig mit einem ihrem Abstand voneinander entsprechenden Durchmesser gewölbt (siehe 3 und 4).
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In ihren Längsmitten weisen die Ausströmdüsen 10, 11 fest in ihnen angeordnete, streifenförmige Lamellen auf, die ein erstes, in der ersten Ausströmdüse 10 festes Luftlenkelement 13 und ein zweites, in der zweiten Ausströmdüse 11 festes Luftlenkelement 14 bilden. Im Ausführungsbeispiel sind die Luftlenkelemente 13, 14 einstückige Bestandteile der Ausströmdüsen 10, 11. Die in den Ausströmdüsen 10, 11 festen Luftlenkelemente 13, 14 verbessern eine Luftlenkung der Ausströmdüsen 10, 11, die ebenfalls als Luftlenkelemente aufgefasst werden können.
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An Stirnwänden 15 weisen die Ausströmdüsen 10, 11 gleichachsig nach außen abstehenden Lagerzapfen 16 auf, die koaxial zu den zylinderschalenförmigen Längswänden 12 angeordnet sind (3 und 4). Die Lagerzapfen 16 sind in Lagerlöchern, die in der Zeichnung nicht sichtbar sind, in den Luftkanälen 4 des Innenverkleidungsteils 2 derart schwenkbar gelagert, dass die erste Ausströmdüse 10 um eine erste Schwenkachse 17 und die zweite Ausströmdüse 11 um eine zweite Schwenkachse 18 schwenkbar sind. Die Schwenkachsen 17, 18 befinden sich in einer Mittelebene der Ausströmöffnungen 7, 8 und schneiden einander in einem Schnittpunkt 19. Möglich sind auch Ausführungen des Luftausströmers 1, bei dem die Schwenkachsen 17, 18 einander nicht schneiden, sondern in einem Abstand voneinander aneinander vorbeigehen, allerdings nicht parallel sind. Wie die Ausströmöffnungen 7, 8 sind auch die Ausströmdüsen 10, 11 und ihre Schwenkachsen 17, 18 in einem Winkel, und zwar im Ausführungsbeispiel im gleichen Winkel wie die Ausströmöffnungen 7, 8 zueinander angeordnet.
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Die erste Ausströmdüse 10 weist eine erste Mündungsfläche 20 auf, die im Ausführungsbeispiel ein Rechteck an einem ausströmseitigen Rand der ersten Ausströmdüse 10 ist. Bei anders geformten Ausströmdüsen 10 kann die Mündungsfläche eine andere Form aufweisen und muss nicht in jedem Fall eine ebene Fläche sein. Ebenso weist die zweite Ausströmdüse 11 eine zweite, im Ausführungsbeispiel rechteckige Mündungsfläche 21 an ihrem ausströmseitigen Rand auf. Die erste Ausströmdüse 10 weist eine zur ersten Mündungsfläche 20 senkrechte erste Mittelnormale 22 durch einen geometrischen Schwerpunkt S1 der ersten Mündungsfläche 20 und die zweite Ausströmdüse 11 weist eine zu der zweiten Mündungsfläche 21 senkrechte zweite Mittelnormale 23 durch einen geometrischen Schwerpunkt S1 der zweiten Mündungsfläche 21 auf. Durch die Anordnung der Ausströmdüsen 10, 11 und ihrer Schwenkachsen 17, 18 in einem Winkel zueinander sind die Mittelnormalen 22, 23 in keiner Schwenkstellung der Ausströmdüsen 10, 11 parallel zueinander, sondern abhängig von den Schwenkstellungen der Ausströmdüsen 10, 11 schneiden sich ihre Mittelnormalen 22, 23 in einem Schnittpunkt, der sich bei einem Schwenken der Ausströmdüsen 10, 11 bewegt, oder die Mittelnormalen 22, 23 gehen in einem Abstand voneinander aneinander vorbei, sind allerdings nicht parallel zueinander.
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Der erfindungsgemäße Luftausströmer 1 weist einen ersten Schwenkantrieb 24 auf, der die erste Ausströmdüse 10 und die zweite Ausströmdüse 11 gemeinsam um die Schwenkachsen 17, 18 schwenkt. Der erste Schwenkantrieb 24 weist einen Schwenkkörper 25 auf, der zwischen den beiden Ausströmdüsen 10, 11 angeordnet ist. Im Ausführungsbeispiel weist der Schwenkkörper 25 die Form eines Zylinders auf, von dessen Stirnenden zwei Lagerzapfen 26 koaxial abstehen, mit denen der Schwenkkörper 25 um eine Schwenkkörperachse 27 drehbar gelagert ist. In einer Axialebene des Schwenkkörpers 25 stehen zwei Kugelzapfen 28 von einem Umfang des Schwenkkörpers 25 ab. In seiner Mitte weist der Schwenkkörper 25 ein ihn radial durchsetzendes, im Ausführungsbeispiel rechteckiges Durchgangsloch 29 auf. Die Erfindung ist nicht auf den beschriebenen und gezeichneten Schwenkkörper 25 beschränkt. Im Ausführungsbeispiel befindet sich die Schwenkkörperachse 27 in einer Ebene mit den Schwenkachsen 17, 18 der Ausströmdüsen 10, 11 und schneidet die Schwenkachsen 17, 18 an jeweils einem Schnittpunkt 30.
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Kugelköpfe der Kugelzapfen 28 greifen zwischen jeweils zwei Stege, die von den dem Schwenkkörper 25 zugewandten Stirnwänden 15 der Ausströmdüsen 10, 11 parallel zu jeweils einer Axialebene der Ausströmdüsen 10, 11 beiderseits der Kugelköpfe abstehen und die Aufnahmen 31 der Ausströmdüsen 10, 11 für die Kugelköpfe der Kugelzapfen 28 bilden. Durch die in die Aufnahmen 31 der Ausströmdüsen 10, 11 greifenden Kugelzapfen 28 des Schwenkkörpers 25 ist der Schwenkkörper 25 des ersten Schwenkantriebs 24 in einem radialen Abstand von der ersten Schwenkachse 17 der ersten Ausströmdüse 10 und in einem radialen Abstand von der Schwenkkörperachse 27 gelenkig mit der ersten Ausströmdüse 10 und in einem radialen Abstand von der zweiten Schwenkachse 18 der zweiten Ausströmdüse 11 und in einem radialen Abstand von der Schwenkkörperachse 27 gelenkig mit der zweiten Ausströmdüse 11 derart verbunden, dass bei einem Schwenken des Schwenkkörpers 25 des ersten Schwenkantriebs 24 die erste Ausströmdüse 10 um die erste Schwenkachse 17 und die zweite Ausströmdüse 11 um die zweite Schwenkachse 18 schwenken.
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In einer Durchströmungsrichtung vor der ersten Ausströmdüse 10 weist der erfindungsgemäße Luftausströmer 1 - im Ausführungsbeispiel drei - schwenkbare Luftlenkklappen als dritte Luftlenkelemente 32 und in der Durchströmungsrichtung vor der zweiten Ausströmdüse 11 schwenkbare Luftlenkklappen als vierte Luftlenkelemente 33 auf. Die Luftlenkelemente 32, 33 sind parallel zueinander und mit Abstand voneinander nebeneinander angeordnet. Die dritten Luftlenkelemente 32 sind um dritte Schwenkachsen 34 schwenkbar, die parallel zueinander und tangential zu der ersten Schwenkachse 17 und die vierten Luftlenkelemente 34 sind um vierte Schwenkachsen 35 schwenkbar, die parallel zueinander und tangential zu der zweiten Schwenkachse 18 sind. Im Ausführungsbeispiel sind auch die dritten Schwenkachsen 34 und die vierten Schwenkachsen 35 und die dritten Luftlenkelemente 32 und die vierten Luftlenkelemente 33 parallel zueinander. Allgemein ausgedrückt sind die dritten Schwenkachsen 34 windschief zur ersten Schwenkachse 17 und die vierten Schwenkachsen 35 windschief zur zweiten Schwenkachse 18.
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Eine Koppelstange verbindet als erstes Koppelelement 36 die dritten Luftlenkelemente 32 gelenkig miteinander derart, dass die dritten Luftlenkelemente 32 gemeinsam parallel miteinander schwenken. Eine weitere Koppelstange verbindet als zweites Koppelelement 37 die vierten Luftlenkelemente 33 gelenkig miteinander derart, dass die vierten Luftlenkelemente 33 ebenfalls gemeinsam parallel miteinander schwenken. Das erste Koppelelement 36 greift mit radialem Abstand von den dritten Schwenkachsen 34 gelenkig an den dritten Luftlenkelementen 32 und das zweite Koppelelement 37 greift mit radialem Abstand von den vierten Schwenkachsen 35 an den vierten Luftlenkelementen 33 an. Durch seine gelenkige Verbindung mit den dritten Luftlenkelementen 32 in radialem Abstand von den dritten Schwenkachsen 34 bewegt sich das erste Koppelelement 36 bei seiner Verschiebung auf einer Kreisbahn um die dritten Schwenkachsen 34, das heißt, das erste Koppelelement 36 verschiebt sich tangential zu den dritten Schwenkachsen 34. Ebenso verschiebt sich das zweite Koppelelement 37 auf einer Kreisbahn um die vierten Schwenkachsen 35, das heißt, tangential zu den vierten Schwenkachsen 35.
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An einander zugewandten Enden sind die Koppelelemente 36, 37 in Richtung des Schwenkkörpers 25 des ersten Schwenkantriebs 24 abgewinkelt und weisen Gabeln 38 auf, die einen Bolzen als Verbindungselement 39 derart umgreifen, dass die Koppelelemente 36, 37 gemeinsam bewegbar sind. Der das Verbindungselement 39 bildende Bolzen ist tangential zur Schwenkkörperachse 17 zwischen den dritten Luftlenkelementen 32 und den vierten Luftlenkelemente 34 angeordnet und mit einer in den 3 und 4 symbolisch dargestellten Schiebeführung 40 parallel zur Schwenkkörperachse 17 verschiebbar in dem Luftkanal 4 des Innenverkleidungsteils 2 geführt. Bei einer Verschiebung des Verbindungselements 39 schwenken die gelenkig an dem Verbindungselement 39 angreifenden Koppelelemente 36, 37 die dritten Luftlenkelemente 32 und die vierten Luftlenkelemente 33 gemeinsam.
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Verschoben wird das Verbindungselement 39 mit einem Schaft 41, der um eine zu der Schwenkkörperachse 27 radiale Schwenkachse schwenkbar in dem Durchgangsloch 29 im Schwenkkörper 25 gelagert ist. Der Schaft 41 greift in ein Langloch in einer Axialebene des das Verbindungselement 39 bildenden Bolzens. An einem an der Vorderseite des Innenverkleidungsteils 2 in die Fahrgastzelle des nicht dargestellten Kraftwagens vorstehenden Ende weist der Schaft 41 einen Bedienknopf 42 zu einem manuellen Schwenken des Schafts 41 um seine Schwenkachse auf, wodurch über das Verbindungselement 39 und die Koppelelemente 36, 37 die dritten Luftlenkelemente 32 und die vierten Luftlenkelemente 33 schwenkbar sind, und zu einem manuellen Schwenken des Schwenkkörpers 25 um die Schwenkkörperachse 27, wodurch die Ausströmdüsen 10, 11 geschwenkt werden.
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Der in dem Durchgangsloch 29 des Schwenkkörpers 25 radial zur Schwenkkörperachse 27 gelagerte Schaft 41, das Verbindungselement 39 und die beiden Koppelelemente 36, 37 bilden einen zweiten Schwenkantrieb 43, mit dem die dritten Luftlenkelemente 32 und die vierten Luftlenkelemente 33 gemeinsam schwenkbar sind. Der Schaft 41 bildet ein Antriebselement, mit dem das erste Koppelelement 36 und das zweite Koppelelement 37 gemeinsam bewegbar sind.
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Bezugszeichenliste
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- S1, S2
- Schwerpunkt
- 1
- Luftausströmer
- 2
- Innenverkleidungssteil
- 3
- Hohlkörper
- 4
- Luftkanal
- 5
- Außenwand
- 6
- Zuströmöffnung
- 7
- erste Ausströmöffnung
- 8
- zweite Ausströmöffnung
- 9
- Blende
- 10
- erste Ausströmdüse
- 11
- zweite Ausströmdüse
- 12
- Längswand
- 13
- erstes Luftlenkelement
- 14
- zweites Luftlenkelement
- 15
- Stirnwand
- 16
- Lagerzapfen
- 17
- erste Schwenkachse
- 18
- zweite Schwenkachse
- 19
- Schnittpunkt
- 20
- erste Mündungsfläche
- 21
- zweite Mündungsfläche
- 22
- erste Mittel normale
- 23
- zweite Mittel normale
- 24
- erster Schwenkantrieb
- 25
- Schwenkkörper
- 26
- Lagerzapfen
- 27
- Schwenkkörperachse
- 28
- Kugelzapfen
- 29
- Durchgangsloch
- 30
- Schnittpunkt
- 31
- Aufnahme
- 32
- drittes Luftlenkelement
- 33
- viertes Luftlenkelement
- 34
- dritte Schwenkachse
- 35
- vierte Schwenkachse
- 36
- erstes Koppelelement
- 37
- zweites Koppelelement
- 38
- Gabel
- 39
- Verbindungselement
- 40
- Schiebeführung
- 41
- Schaft
- 42
- Bedienknopf
- 43
- zweiter Schwenkantrieb
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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