DE1020003B - Aus mehreren gegeneinander abschaltbaren Einheiten bestehender Elektrofilter - Google Patents
Aus mehreren gegeneinander abschaltbaren Einheiten bestehender ElektrofilterInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B03—SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03C—MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03C3/00—Separating dispersed particles from gases or vapour, e.g. air, by electrostatic effect
- B03C3/34—Constructional details or accessories or operation thereof
- B03C3/40—Electrode constructions
- B03C3/45—Collecting-electrodes
- B03C3/455—Collecting-electrodes specially adapted for heat exchange with the gas stream
Landscapes
- Electrostatic Separation (AREA)
Description
DEUTSCHES
Elektrofilter, insbesondere in der Bauart des Röhrenelektrofilters
mit rekaperativer Kühlung der Röhre sind bekannt. Durch eine solche Kühlung der Röhre wird
bekanntlich eine Verbesserung der Staubabscheidung erzielt. Mit dieser Verbesserung der reinen Staubabscheidewirkung
läuft jedoch die Abreinigungsfähigkeit der Niederschlagsflächen (Elektroden) nicht parallel,
vielmehr wurde gefunden, daß die Abreinigung dann am günstigsten und einfachsten zu betreiben ist, wenn Staub
und Niederschlagselektrode die gleiche oder nahezu die gleiche Temperatur besitzen. Unter diesem Gesichtspunkt
bietet das Elektrofilter nach der Erfindung den Vorteil der besseren Abreinigungsmöglichkeit der Niederschlagsflächen,
indem die elektrische Abscheidung bei möglichst großer Temperaturdifferenz zwischen Rohgas
und Niederschlagselektrode und die Abreinigung der Niederschlagselektrode bei möglichst gleicher Temperatur
vorgenommen wird.
Nach der Erfindung ist ein aus mehreren gegeneinander abschaltbaren Einheiten bestehendes Elektrofilter, insbesondere
zur Wind- und Lufterhitzung, zweckmäßig in der Aufteilung als Sektorkammern dadurch gekennzeichnet,
daß die Niederschlagselektroden in an sich bekannter Weise als regenerative Wärmespeicher ausgebildet
und Mittel zur Umschaltung jeder Elektrofiltereinheit auf periodisches Heißreinigen des Rohgases bzw.
Kaltblasen der Elektroden vorgesehen sind.
Das Regenerativ-Elektrofilter gemäß der Erfindung besteht also aus mehreren Einzelelektrofiltern, von denen
jeweils eine Einheit nach Aufheizung zur Reinigung abgeschaltet und nach dem Reinigen beliebig kaltgeblasen
wird. Beim Wiedereinschalten der kaltgeblasenen Elektrofiltereinheit wird der Entstaubungsgrad zunächst sehr
gut ausfallen, da die heißen, staubhaltigen Gase durch kalte, gereinigte Rohre geführt werden; mit wachsender
Schichtstärke des Staubes nimmt der Entstaubungsgrad so lange ab, bis der Reinigungsturnus die betreffende
Filtereinheit wieder erreicht.
In der konstruktiven Ausführung des Regenerators nach der Erfindung können die einzelnen Elektrofiltereinheiten
in an sich bekannter Weise sektorartig ausgebildet sein und den Kühlgasstrom von außen nach innen
durch die Rohre treten lassen. Durch entsprechende Formgebung und Anordnung der Rohre (Kanäle) läßt es
sich erreichen, daß mit dem Ansteigen der Kühllufttemperatur gleichzeitig die Gasgeschwindigkeit so weit ansteigt,
daß mit der verbesserten Wärmeübergangszahl auch bei der geringeren Temperaturdifferenz der gleiche Wärmedurchgang
erreicht wird, d. h. daß alle wärmetauschenden Wände (Rohre) nahezu die gleiche Temperatur annehmen.
Die Abreinigung der Niederschlagsplatten kann entweder in bekannter Weise durch Klopfen, Vibrieren oder
Abblasen erzielt werden, oder das Sprühsystem wird mit dem Niederschlagssystem mechanisch so fest miteinander
Aus mehreren gegeneinander abschaltbaren Einheiten bestehender Elektrofilter
Anmelder:
Metallgesellschaft Aktiengesellschaft,
Frankfurt/M., Reuterweg 14
Frankfurt/M., Reuterweg 14
Dipl.-Ing. Kurt Ruckeishausen, Offenbach/M.,
und Walter Steuernagel, Frankfurt/M.,
sind als Erfinder genannt worden
verbunden, daß es durch Schwingungen hoher Frequenz möglichst in einer Resonanzlage erschüttert werden
kann.
Dem Zweck als Regenerator entsprechend sind die Wandungen der Rohre, Waben oder Kanäle möglichst
dickwandig, z. B. als Ankerrohre mit 10 mm Wandstärke bei 60 mm Durchmesser, auszubilden, gegebenenfalls auch
in keramischem, feuerfestem Material, das alsdann elektrisch leitende Zusätze, wie Kohlenstoff, Graphit oder
Metallpulver, enthält. Zur Erzeugung einer genügend elektrischen Leitfähigkeit der Niederschlagsflächen kann
auch eine Spritzmetallisierung dieser Flächen in an sich bekannter Weise vorgenommen werden.
An Hand der Zeichnungen seien verschiedene Ausführungsformen des Regenerativ-Elektrofilters nach der
Erfindung beispielhaft dargestellt, ohne dadurch die Vielzahl der Möglichkeiten, die bekannten Regeneratoren
auf die Kombination nach der Erfindung umzustellen, beschränken zu wollen. In
Abb. 1 und 2 ist ein Rund-Regenerativ-Elektrofilter
mit Sektorunterteilung im senkrechten und waagerechten Schnitt schematisch dargestellt und in
Abb. 3 und 4 die batterieweise Anordnung rechteckiger Regeneratoren im senkrechten und waagerechten Schnitt
bzw. Grundriß.
In sämtlichen Abbildungen ist mit 1 der äußere Mantel des Regenerators und mit 2 der auf diesen Mantel aufgesetzte
und ihn durchdringende Luftzuführungskanal bezeichnet. Mit 3 sind die einzelnen Regeneratoreinheiten,
im Querschnitt sektorartig (Abb. 2) oder rechteckig (Abb. 4), bezeichnet.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung wird das aufzuwärmende Medium (Luft) nicht durch die gleichen
Kanäle geführt, durch die die heißen Gase geleitet werden, sondern um diese außen herum, wie aus den waagerechten
709 807/243
Pfeilen in Abb. 1 und 4 ersichtlich. Die vorzuwärmende Luft tritt also bei 2 in den Regenerator, vorteilhaft
horizontal, ein und bestreicht im Quer- oder gegebenenfalls Kreuzstrom unter Einbau entsprechender Leitwände,
Verdrängungskörper od. dgl. die Niederschlagselektroden (Rohre) des Elektrofilters, die mit 13 in Abb. 1
und 2 bezeichnet sind. Durch die radial gestellten bzw. konisch zulaufenden Kanäle 4 gelangt die vorgewärmte
Luft über Anschlußstutzen 6 mit Drosselklappen 6 β in den Austrittsstutzen 5.
Der Weg der heißen, staubhaltigen Gase geht vom Gaseintritt 7 über die einzelnen, mit Hilfe der Drosselklappen 8a zu- und abschaltbaren Kanäle 8 in die
Sektoren bzw. Einzelfilter 3, deren Rohre 13 in bekannter
Weise mit Sprühelektroden 14, die an Hochspannung liegen, ausgerüstet sind. Die heißen Gase verlassen nach
Abgabe ihrer Wärme an die Filterrohre 13 dann die Sektoren 3 durch die Einzelkanäle 11 mit den Drosselklappen
11a, um bei 12 endgültig den Regenerator zu verlassen.
Die Sprühelektroden sind in bekannter Weise an gemeinsamen Querjochen 15 und 16 (Abb. 1) angehängt bzw.
festgespannt unter Abisolierung gegen Erde durch die Isolatoren 18. Die Zuführung der Hochspannung erfolgt
bei 19 über bekannte Durchführungsisolatoren.
Seitlich der Heißgaszuführungskanäle 8 sind unterhalb der Regeneratoreinheiten 3 Gasverteilungsräume 9 vorgesehen,
die in Staubbunker 10 münden.
Die Betriebsweise der Regenerativ-Elektrofilter nach
der Erfindung erfolgt in der Weise, daß die einzelnen Elektrofütereinheiten 3 turnusmäßig an den Heißgasstrom
angeschlossen und nach Aufheizung wieder abgeschaltet, abgereinigt und alsdann an den aufzuheizenden
Kühlluftstrom durch entsprechende automatische Einstellung der Drosselklappen 8 a, 6 α bzw. 11a angeschlossen
werden.
Das Regenerativ-Elektrofilter kann auch nach dem Vorbild beispielsweise des Lufterhitzers gemäß deutschem
Patent 545 523 drehbar mit einem feststehenden Sektor zur Ableitung des Staubgemisches ausgebildet sein. Anstatt
das Filter zu drehen, kann auch der Staubsektor im Turnus der jeweiligen Abreinigungsperiode gedreht
werden.
Claims (6)
1. Aus mehreren gegeneinander abschaltbaren Einheiten bestehendes Elektrofilter, insbesondere zur
Wind- und Lufterhitzung, zweckmäßig in der Aufteilung als Sektorkammern, dadurch gekennzeichnet,
daß die Niederschlagselektroden in an sich bekannter Weise als regenerative Wärmespeicher ausgebildet
und Mittel zur Umschaltung jeder Elektronltereinheit auf periodisches Heißreinigen des Rohgases bzw.
Kaltblasen der Elektroden vorgesehen sind.
2. Regenerativ-Elektrofilter nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die aus keramischem Material bestehenden Niederschlagswandungen spritzmetallisiert
sind.
3. Regenerativ-Elektrofilter nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das staubhaltige,
wärmeabgebende Gas durch mit Sprühdrähten versehene Rohre, Kanäle oder Waben geführt ist, während
das wärmeaufnehmende Gas (Luft) die Rohre, Kanäle oder Waben des Elektrofilters nach Aufheizung
derselben von außen umspült.
4. Regenerativ-Elektrofilter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das vorzuwärmende Gut
(Luft) im Quer- oder Kreuzstrom zu den Rohren, Kanälen oder Waben unter Zuhilfenahme von
Begrenzungswänden oder Verdrängungskörpern vorteilhaft so gelenkt wird, daß mit abnehmender
Temperaturdifferenz die Wärmedurchgangszahl ansteigt.
5. Regenerativ-Elektrofilter nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es wechselweise
mit Sprüh- oder Kondensatorfeld betrieben werden kann.
6. Regenerativ-Elektrofilter nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Niederschlagsund
das Sprühsystem mechanisch so miteinander verbunden sind, daß beide durch Schwingungen
hoher Frequenz möglichst in Resonanzlage erschüttert werden können.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 359 784, 314030;
USA.-Patentschrift Nr. 2 582 133.
Deutsche Patentschriften Nr. 359 784, 314030;
USA.-Patentschrift Nr. 2 582 133.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 807/243 11.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM27855A DE1020003B (de) | 1955-07-30 | 1955-07-30 | Aus mehreren gegeneinander abschaltbaren Einheiten bestehender Elektrofilter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM27855A DE1020003B (de) | 1955-07-30 | 1955-07-30 | Aus mehreren gegeneinander abschaltbaren Einheiten bestehender Elektrofilter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1020003B true DE1020003B (de) | 1957-11-28 |
Family
ID=7300229
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM27855A Pending DE1020003B (de) | 1955-07-30 | 1955-07-30 | Aus mehreren gegeneinander abschaltbaren Einheiten bestehender Elektrofilter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1020003B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3768302A (en) * | 1970-12-08 | 1973-10-30 | Barringer Research Ltd | Method and apparatus for sensing substances by analysis of adsorbed matter associated with atmospheric particulates |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE314030C (de) * | ||||
| DE359784C (de) * | 1922-09-26 | Metallbank | Verfahren zur Gewinnung des Staubes aus den Flammengasen von Konvertern u. dgl. durch elektrische Gasreinigung | |
| US2582133A (en) * | 1947-05-10 | 1952-01-08 | Air Preheater | Gas cleaning |
-
1955
- 1955-07-30 DE DEM27855A patent/DE1020003B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE314030C (de) * | ||||
| DE359784C (de) * | 1922-09-26 | Metallbank | Verfahren zur Gewinnung des Staubes aus den Flammengasen von Konvertern u. dgl. durch elektrische Gasreinigung | |
| US2582133A (en) * | 1947-05-10 | 1952-01-08 | Air Preheater | Gas cleaning |
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| US3768302A (en) * | 1970-12-08 | 1973-10-30 | Barringer Research Ltd | Method and apparatus for sensing substances by analysis of adsorbed matter associated with atmospheric particulates |
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